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Mirtazapin Hilfe bin ich verrückt oder Absetzprobleme?

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Stupfili
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Registriert: 22.12.2016 12:30

Mirtazapin Hilfe bin ich verrückt oder Absetzprobleme?

Beitrag von Stupfili »

Hallo ihr lieben

Ich bin verzweifelt . Ich habe eine angstörung vorm nicht schlafen können
Mein Arzt hat mir vor 2 Monaten mirtazepin verschrieben und zopiclon !
Da ich weis welche Nebenwirkungen das Zeug hat wollte ich es erst nicht nehmen
Ging dann aber nicht anders .

Ich habe erst zum stabilisieren zwei Tage zopiclon genommen und am Wochenende mit 15 Milligramm Mirta angefangen
Das hat mich total umgehauen 16 Std schlaf etc .

Nach 4 Tagen ging es mir relativ gut
Bitte jetzt nicht schimpfen :(
Dann habe ich es wieder abgesetzt

Eine Woche spätere wieder schlaflos das gleiche Spiel ( ich habe innerlich einfach einen Konflikt mit mir dass ich die medis nicht mehr will weil ich weis wie schlecht die sind)

Dann habe ich mal wieder eine Mirta genommen und sie hat nicht gewirkt

Dann war ich beim doc und er hat gesagt ich soll das jetzt mal 3 Wochen durchgehend nehmen und dann absetzt. .

Ich habe dann Mirta ca 7-8 Tage genommen dann war ich am wochende auf dem geburstAg von meinem Lebensgefährten und kamen spät heim da habe ich dann keine mehr genommen

Die darauffolgende Woche habe ich nicht genommen und bin arbeiten gegangen war alles prima

Jetzt am Montag selbes spiel konnte nicht schlafen und habe nachts um
12 Uhr eine genommen
Und Dienstag wieder eine um 11 Uhr nachts könnte trotzdem schlecht schlafen dauernd aufgewacht

Und gestern konnte ich gar nicht einschlafen müsste dann eine zopiclon nehmen

Bitte lacht mich nicht aus ich weis das ist suboptimal wie ich die Tabletten nehme ich will es unbedingt alleine schaffen aber ich habe so panische Angst vor Schlaflosigkeit

Sollte ich Mirta jetzt einfach mal zwei Monate durziehen? Kann ich davon wieder loskommen ?

Sind das absetzterscheinungen durch die komische einahme von mir ?

Ich weis nicht mehr weiter ich kann mich ja nicht ständig krankmelden und habe Angst das bald gar keine Tabletten mehr wirken
:(

Ich freue mich so sehr auf ein paar Tips

Danke
Zuletzt geändert von LinLina am 23.12.2016 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Medikament - Rechtschreibung im Titel korrigiert
Mirtazepin seit November 15 mg unregelmäßige einahme aufgrund Angst vor Abhängigkeit
4 mal zopiclon in dieser Zeit
Will versuchen es auszuschleichen
lunetta

Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen bei uns!

Zuerst einmal - hier schimpft niemand mit dir, wegen Medikamenteneinnahme, oder Einnahme-Durcheinander, das nur mal vorweg!

Wir sind hier aber ein Medikamenten-kritisches Forum, und wollen am liebsten beim Absetzen der Medis helfen.

Schlaflosigkeit ist fast das häufigsten Problem, weshalb die meisten von uns Medikamente zu nehmen beginnen und dann in einen Teufelskreis kommen, da die Medikamente ja nicht die Ursache der Schlaflosigkeit beheben.

Nun, aber mal zu deinem Problem:
Zopiclon ist ein Benzo-ähnliches Medikament , auch bekannt unter dem Namen Z-drugs, und hat eine geringe Halbwertszeit. D.h. vereinfacht dass das Medikament nach ca. 2 Stunden nur mehr die Hälfte des Wirkstoffs im Organismus hat, und somit eine sehr kurze Wirkdauer hat. Es erleichtert das Einschlafen, aber nicht das Durchschlafen.
Man entwickelt auch sehr schnell eine Toleranz gegenüber dem Zopiclon, was dazu führt, dass sich der Körper daran gewöhnt und immer höhere Dosen möchte um Schlaf zu finden.
Die kurze Wirkdauer führt dann wiederum dazu, dass man beginnt am Tag unter Entzügikeit zu leiden und nervöx, ängstlich, unruhig etc. wird.

Mirtazapin ist ein AD, und entgegen der Meinung der Ärzte macht es abhängig. Nicht körperlich, aber psychisch, und nach ca. 4 Wochen Einnahme ist es fest in den Gehirnstoffwechsel eingebaut und sollte dann langsam wieder abgesetzt werden.

Deine Einnahme der Medikamente ist nicht optomal, das weißt du selbst. Das ZNS ist sehr empfindlich was Dosisschwankungen bei Medikamenten betrifft, und manchmal ist es schlechter hoch und tief zu gehen, oder mal zu nehmen und mal nicht, als wenn man es regelmäßg nimmt.


In deinem Fall solltest du dir anschauen, warum du nicht shclafen kannst, und eher in Richtung Schlafhygiene und/oder Konfliktlösung zu blciken, da das meist die Ursache der Schlafstörungen ist.

Du nimmst die Medikamente noch nicht lange, deshalb würde ich das Zopiclon ganz weglassen, das wird dir nach 4 maliger Einnahme noch keine Probleme bereiten.

Mirta wirkt bis 15 mg eher schlafanstoßend und beruhigend, ab 30 mg eher antriebsfördernd und antidepressiv.
Auch hier könnte ich mir vorstellen, dass du es durch die nicht durchgehende Einnahme einfach weglassen könntest, du hast es ja, wenn ich richtig gelesen habe immer nur für ein paar Tage genommen.

Wenn du dir hier unsere Geschichten durchliest, wirst du erkennen, dass du sicher noch mit einem blaune Auge davonkommst, wenn du jetzt sofort keine Medikmante mehr nimmst!

GLG Sabine
TeaTime
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von TeaTime »

Hallo Stupfili,

erst einmal willkommen im Forum, schön dass Du Dich hier angemeldet hast.

Deine beiden Medikamente kenne ich, denn ich habe sie selber etwa 3 Jahre genommen. Aus dem selben Grund wie auch Du, ich konnte nicht mehr schlafen. Jeder Abend, jede Nacht wurde zu einem Gedankenkarrussell.

Du hast schon gut erkannt, so wie Du diese Medikamente nimmst, bringen sie gar nichts, machen dadurch auch unruhiger.

Ein Schlafmittel wie Zopiclon oder Zolpidem kann man M A L nehmen, wenn man nicht schlafen kann. Also als Bedarfsmedikament. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich Dir das empfehle, es ist nur ein Hinweis. Denn das Mirta kann man so definitiv NICHT nehmen. Dieses Auf- und Ab, das Hin und Her, lässt den Spiegel im Blut immer schwanken, dementsprechend fühlst Du Dich auch.

Die Frage ist, WARUM kannst Du nicht schlafen. Kam das von Jetzt auf Eben, oder war es eine langsame Entwicklung.
Wer verschreibt diese Medikamente, also bist Du in Therapie oder nur bei Deinem Hausarzt ?

Zuerst einmal wäre es wichtig alle körperlichen Ursachen auszuschließen, die Schlafstörungen verursachen können. Z.B. Hormonschwankungen, Schilddrüse etc.

Wenn man körperliche Ursachen ausschließen kann, dann muss die Ursache ja einen Grund haben, wie Ängste, extremer Stress etc.

Du nimmst die Medikamente weder regelmäßig, noch lange. Meine Meinung dazu ist, lass die beiden Medis einfach weg. Das dürfte zum jetzigen Zeitpunkt kaum Auswirkungen haben, bis auf die, die schon da sind.

Wenn Du das Mirta nun 2 Monate regelmäßig nimmst, dann musst Du es wieder ausschleichen und das KÖNNTE ggf. starke Probleme geben. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es an der Ausgangssituation etwas ändert.
Du wirst dann die 2 Monate vielleicht schlafen können, dadurch nimmst Du Dir den Druck und die Angst, nicht schlafen zu können, mehr aber auch nicht.
Wenn Du es nicht mehr nimmst, bist Du wieder da, so Du nun auch bist. Und schlimmstenfalls kommen Absetzsymptome dazu, die Dich extrem belasten können.

Meine Frage ist eben, woher kommen diese Schlafprobleme und gibt es irgendeinen anderen Ansatz der Hilfe, außer den Medikamenten ?

Das Mirta habe ich in den Dosierungen 7,5mg und 15mg genommen. Immer mal gewechselt. DAS IST NICHT EMPFEHELNSWERT !!

Bei den wenigsten klappt das so einfach. Die meisten haben monatelang oder länger Probleme nur 1mg zu reduzieren !!!
Von den Nebenwirkungen mal ganz abgesehen.


Nur als Info, ich habe, wie schon eingangs erwähnt, beide Medis lange genommen. Konnte beides problemlos absetzen. Und habe danach genauso bescheiden geschlafen wie vorher auch !!! Bei mir gibt es bis heute keinen normalen Schlaf. Die Medis haben nichts daran geändert !!! GAR NICHTS!! Nur als ich sie einnahm halfen sie beim einschlafen, mehr nicht.

Trotzdem ich kaum Nebenwirkungen hatte und auch das Absetzten schnell und super klappte, ich würde NIE WIEDER freiwillig ein Medikament nehmen, das an der Ursache nichts ändert.

Dein Arzt will Dir einfach mal eine Zeitspanne schaffen, wo Du zur Ruhe kommst. Deshalb die 3 Wochen, was man wagen könnte.

Habe allerdings meine Zweifel, dass sich in 3 Wochen was ändert. Und Du Dir neue Probleme schaffst.

Vielleicht kannst Du mal ein wenig mehr zu den Gründen, falls bekannt, der Schlafstörungen schreiben.

Zumindest kann ich Dir eines ganz sicher sagen, Druck und Angst, wenn auch nachvollziehbar, verstärken diese Problematik.
Deshalb ist eine Therapie sehr oft hilfreich.

Du bekommst noch andere Meinungen und Tipps, das sind meine, aus meiner Sicht, denn genau Deine Probleme inkl. der Medis hatte und habe ich auch.

Du wirst hier Tipps und Ratschläge bekommen, und es wird auch besser werden !!! Ganz sicher !!

Liebe Grüße,

TeaTime

P.S: Lunetta war schneller ;o)
Zuletzt geändert von TeaTime am 22.12.2016 19:57, insgesamt 2-mal geändert.
Bild
[spoil]Einnahme PPI seit 2008 (Mittel um die Magensäurenproduktion zu verringern)

Beginn mit 40mg Nexium (Esomeprazol)
In den Jahren danach 20mg Esomeprazol (Kapseln/Tabletten). Auch 2 Jahre mit einem Tag aussetzen.
Nochmal Erhöhung auf 40mg für ein knappes Jahr. Zuletzt wieder 20mg Esomeprazol.

Ausgangsdosis : 20mg Kapseln.
Am 23.06.16 : Beginn 18mg --> danach alle 2 Wochen um je 1mg reduziert.
*50% Reduzierung nach 16 Wochen geschafft !!!*
Am 13.10.16 : Beginn 10mg --> danach weiterhin alle 2 Wochen um 1mg reduziert
Am 08.12.16 : Beginn 6mg ---> danach 0,5mg pro Woche reduziert
*75% Reduzierung nach 26 Wochen geschafft !!!*
Am 22.12.16 : Beginn 5mg -->das erste Mal seit d. Reduzierung Druckgefühl Hals/Ohren.Teils Brennen in der Speiseröhre
Am 16.01.17 : Beginn 5mg jeden 2. Tag --> Druckgefühl Hals/Ohren wieder schlimmer. Kein Brennen mehr.
Am 05.03.17 : Beginn 4,5mg jeden 2.Tag --> Plan : alle 2 Wochen 0,5mg reduzieren.
Am 30.04.17 : Beginn 2 mg jeden 2. Tag (von vorher 3mg)
*100% geschafft !!Nach 10,5 Monaten erfolgreich abgesetzt !!!*
Bild

:party2: Am 06.Mai 2017 habe ich die letzten 2mg Esomeprazol eingenommen :party2:


Guten alten Zeiten nachzutrauern, bringen sie nicht zurück. Du musst Dir neue gute Zeiten schaffen ![/spoil]

"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)
Stupfili
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Stupfili »

Hallo ihr lieben

Erstmal danke für die Antwort . Ich bin auch absoluter Gegner von Medikamenten sieht man ja das ich es immer sofort absetzen will:))

Zopiclon habe ich in einem Zeitraum vom 4-5 Wochen insgesamt nur vier Tabletten genommen

Und die Mirta immer so 5 Tage dann mal wieder eine Woche gar nicht und ich konnte ohnedies ja dann auch immer einschlafen

Ich hab halt nur Angst vor dieser Schlaflosigkeit
Und meine Sorge ist jetzt das ich die mirtazepin schon ausschleichen muss

Wie ist das genau also seit November nehm ich das immer so 5 Tage dann wieder mal nicht dann. Wieder
Sollte ich die Dosis halbieren nun und ausschleichen oder wirklich komplett weglassen

Therapieplatz habe ich ab Januar

Mein Arzt meint mirtazepin in dieser Dosis kann gar nicht abhängig machen ??

1 mal in der Woche wenn ich gar nicht schlafen kann ist da eine zopiclon vertretbar ?

Ich will nur irgendwie über die Runden kommen
Bis zur Therapie

Meine schlafprobleme
Sind eigentlich keine ich Steiger mich rein nicht schlafen zu können und dann klappt es nicht bin generell ein super guter Schläfer vor 3 Monaten musste ich ein Antibiotikum nehmen welches Schlaflosigkeit und eine Panikattacke auslöste !

Seit dem habe ich immer Angst nicht schlafen zu können . Wenn ich ein paar gute Nächte hatte denke ich nicht daran und alles ist gut aber sobald ich mich einmal ins Bett lege und denke ohjeee hoffentlich kann ich schlafen
Liege ich die ganze Nacht mit Panik Wache so schlimm :(((

Ich Google auch viel bin total hypochondrisch dann und denke mir lauter medizinische Gründe aus warum ich nicht schlafen kann :(

Vor 2 Jahr wurde bei mir ein Hypophysenadenom im Kopf festgestellt nicht weiter schlim Hormoninsktiv aber ich habe halt Ängste
Meine hormonwerte wurde immer getestet sind gut ich habe leichtes PMS aber ich konnte immer schlafen sehr gut sogar

Ich habe einfach Angst nie wieder schlafen zu können
Ich verabscheue Medikamente und das baut noch mehr Druck auf das ich diese Chemie nehmen soll das mir besser geht !

Soll ich versuchen alles abzusetzen oder lieber runter dosieren

Wenn ich mit meinem Arzt rede sagt er ich Bild mir das ein mirtazepin macht keine Probleme beim
Absetzen

:(

Danke schon mal LG
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Stupfili
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Stupfili »

Zusatz :
Danke nochmal für die aufbauende Worte
Ich wünsche mir so sehr das es mir Iwan besser dir Schlaflosigkeit macht mich verrückt habe Angst meinen Job zu verliere. ich bin einfach verzweifelt weil ich nicht weis ob ich das ohne Medikamente jetzt schaffe oder ob es falsch ist das ich den Weg jetzt erstmal mit mirtazepin kontinuierlich weiter gehe beim Arzt wird man Einfach nicht verstanden :-(
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lunetta

Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Nein, so wie du Mirta genommen hast, mußt du es nicht reduzieren und ausschleichen, laß es weg.

Du kannst jetzt 1 x wöchentlich Zopiclon nehmen, bis Jänner, bis die Therapie beginnt, aber sei dir bewußt, daß es ein Bedarfsmedikament ist, und es nur allzu leicht dazu verführt, dass man es immer wieder einnehmen will, wenn man unbedingt schlafen möchte. Ich bin auch so dazu gekommen und mußte die Dosis dann immer weiter steigern, um überhaupt noch zu schlafen.
Ich habe ein halbes Jahr gebraucht um die Dosis zu halbieren, und lege grade einen Stop ein um Mirta zu reduzieren:(

Nimm es nur bei Bedarf ein um dich jetzt bis Jänner hinüber zu retten.

Welches Antiobiotikum hast du genommen?
Hoffentlich kein Fluorchinolon? Ciprofloxin? Das ist bekannt dass es diese Zustände macht und es gibt Menschen, die nach einer Gabe dieses Medikaments schwer krank wurden! Das macht Angst, Panik, Muskel-Gelenksschmerzen und eben auch Schlaflosigkeit.
Ich will dir jetzt keine Angst machen, aber vielleicht weißt du noch wie es hieß.

Ärzte sagen alles, dass Mirta oder andere AD nicht abhängig machen, das stimmt nicht!!! Nicht umsonst sind wir hier sooo viele, die um jedes mg weniger monatelang kämpfen müssen, und uns geht es allen schlecht damit.
Ärzte wissen nicht um diese Problematik und bestreiten es auch.

Gute Besserung und LG
Stupfili
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Stupfili »

:shock: Danke dir

Ich habe Avalox Moxiflxacin bekommen von einem Notdienst bei Bronchitis danach habe ich erfahren das das ein Ersatzmedikament ist also wenn alle antibiotikas nicht mehr helfen und viel zu stark war . Die Ärzte bestätigten auch das die häufigste Nebenwirkungen Panik und Schlaflosigkeit ist :((

Mein Ziel ist einfach wieder so gut schlafen zu können ohne Ängste .
Da hab ich mir ja was vorgenommen
Ich Habe jetzt zwei Wochen Urlaub ich Versuch jetzt mal gar nichts mehr zu nehmen

Der Schlaf kommt ja irgendwann sagt man oder ?;(
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Sunnyrose
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Sunnyrose »

Liebes Stupfili :)
Herzlich willkommen bei uns.

Leider sind diese Antibiotika bekannt für solche Probleme. Da du schreibst, dass du dieses Problem seitdem hast, gehe ich stark davon aus, dass das die Ursache ist.

Ich würde daher das Zentralnervensystem so gut wie es nur geht schonen. Sprich auf keinen Fall ein AD nehmen. Zoplicon wirkich nur im Notfall nehmen. Für mich sind diese Z-Drugs und Benzo's Notfallmedikamente. Keine Bedarfsmedikamente. So wenig nehmen wie nur möglich.

Dann würde ich an deiner Stelle mit Autogenem Training arbeiten. Du hast wie eine Erinnerung in dir (unbewusst) gespeichert: Angst und Schlaflosigkeit. Diese gilt es mit täglichem Training und langfristig wieder aufzulösen. Affirmationen wie: ich schlafe wunderbar, ich träume so schön, ich bin zutiefst entspannt etc. Täglich mehrmals immer wieder üben und einbauen. Nicht nur vor dem Schlafengehen.

Dann würde ich dir pflanzliche Mittel empfehlen, die wenn man sie regelmässig benutzt ganz schön helfen können.

Präpparate mit Passionsblume, Baldrian, Melisse etc. Bekommst du alles in der Apotheke. Nicht zu empfehlen ist Johanniskraut (ist wie ein chemisches AD)und Lavendel-Präpparate (Nebenwirkungen wie z.b. Übelkeit)
Auch gibt es hervorragende Tee's die gut helfen. Z.b. von Sidroga oder einfach hochwertige Heilkräutertee's aus der Apotheke. Es gibt schlaffördernde, beruhigende, entspannende etc.

Das ist das was ich tun würde. Kopftrainig, Atemübungen. Z.b. 4/7/8-Übung und pflanzliche Mittel. Dir wieder Vertrauen schaffen, dass du ganz gut schlafen kannst.

Hier findest du gute Tipps:
http://www.adfd.org/austausch/viewforum.php?f=4
Oder über Youtube. Oder rede mit deiner Therapeutin zwecks mentalem Training.

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
Murmeline
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Murmeline »

Hallo!

Über diese Antibiotika-Klasse haben wir hier einen Austauschthread. Einigen Betroffene hat es leider sehr schlimm erwischt. :(
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=10157

Aber ein Mensch mit Neigung zu Ängstlichkeit warst du schon vorher? Ich hoffe, du findest die passende therapeutische Hilfe für dich.

Hier gibt es was zu Angst und Panikattacken, einige ADFDler haben gute Erfahrungen mit diesem Hörbuch gemacht: https://www.panikattacken-loswerden.de/ ... s-hoerbuch

Hier noch Austausch zu Maßnahmen bei Schlafproblemen. http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Jamie
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Jamie »

Hallo,

ich wollte nur kurz inhaltlich etwas klarstellen
lunetta hat geschrieben:Mirtazapin ist ein AD, und entgegen der Meinung der Ärzte macht es abhängig. Nicht körperlich, aber psychisch, und nach ca. 4 Wochen Einnahme ist es fest in den Gehirnstoffwechsel eingebaut und sollte dann langsam wieder abgesetzt werden.
Das ist nicht richtig, ich nehme an, lunetta hat es verwechselt.
AD machen körperlich abhängig über einen Prozess namens Neuroadaption, aber sie haben kein psychisches Abhängigkeitspotential, im Gegensatz zu benzos.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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-----------------------------

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lunetta

Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von lunetta »

Jamie hat geschrieben:Hallo,

ich wollte nur kurz inhaltlich etwas klarstellen
lunetta hat geschrieben:Mirtazapin ist ein AD, und entgegen der Meinung der Ärzte macht es abhängig. Nicht körperlich, aber psychisch, und nach ca. 4 Wochen Einnahme ist es fest in den Gehirnstoffwechsel eingebaut und sollte dann langsam wieder abgesetzt werden.
Das ist nicht richtig, ich nehme an, lunetta hat es verwechselt.
AD machen körperlich abhängig über einen Prozess namens Neuroadaption, aber sie haben kein psychisches Abhängigkeitspotential, im Gegensatz zu benzos.

Grüße
Jamie
Hallo!

Danke dir jamie! Du hast natürlich recht! Sorry!

GLG
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Stupfili »

Also liebe Dank erstmal das ihr alle so tolle Ratschläge habt ich fühl mich ja richtig gut und verstanden so Danke !

Ja glaub auch das das durch das antibiotika ausgelöst das war ganz schlimm kann sowas besser werden ?
Bzw das Medikament müsst doch seit Wochen aus dem Körper sein

Ja bin generell ängstlicher feinfühliger Mensch !

Ich habe schon mal Baldrian probiert aber jetzt noch nicht über langen Zeitraum
Was kann man den anstatt anti depressiva bei angstörung empfehlen was wirklich gut hilft ?

Ich bin schon verzweifeln mich macht das nicht schlafen echt fertig nach drei Tagen bin ich dann kurz vorm durchdrehen deswegen habe ich dann doch eben auf AD zurück gegriffen ...
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Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Medlem »

Hallo Stupfili,

mir wurde Mirtazapin auch wegen Schlafproblemen verschrieben. Besser geschlafen habe ich nur am Anfang der Einnahme. Nach ein paar Wochen hatte sich mein Körper daran gewöhnt und ich schlief wieder schlecht, vor allem bei stressauslösenden Situationen. Richtig geholfen hat bei mir nur die grundlegende Veränderung von Dingen in meinem Leben und eine Änderung meiner Einstellung.

Für mich liest es sich so, dass Du durch die AB-Einnahme eine Art Trauma hattest. Deine jetzige Schlaflosigkeit hat nichts mehr mit dem AB zu tun, sondern mit der Angst vor dem Nichtschlafenkönnen.

Also, ich würde an Deiner Stelle auch nur im Notfall Zopiclon nehmen. Allein zu wissen, dass man im Notfall (max 1 mal pro Woche) etwas hat, das wirkt, kann schon viel helfen.

Mir hat Neurexan auch ganz gut geholfen.

Probier auch mal Entspannugsübungen oder progressive Muskelentspannung. Da gibt es viel im Netz. Bei der TK kann man sich z.B. was aufs Handy runterladen. Wichtig ist, regelmäßig zu üben, damit man es bei Bedarf, z.B. wenn Du nachts wach liegst, gezielt einsetzen kann.

Du musst Dir auch bewusst machen, dass es keine Katastrophe ist, wenn man nicht 6-8 Stunden tief schläft. Man erholt sich auch, wenn man ruhig im Bett liegt. Z.B. kann auch das berühmte Schäfchenzählen helfen, zur Ruhe zu kommen, einfach weil die Gedanken auf etwas anderes, monotones gelenkt werden.

Machst Du Sport? Gehst Du regelmäßig raus an die frische Luft?

Gut, dass Du jetzt erst mal 2 Wochen Ruhe hast. Das wird Dir auch helfen.

Wann im Januar beginnt Deine Therapie?

Alles Gute für Dich!

Medlem

P.S. Nach so kurzer und unregelmäßiger Einnahme kannst und solltest Du Mirtazapin auf jeden Fall sofort absetzen.
Diagnose: ?? Probleme begannen nach Antibiotikaeinnahme, v.a. Magen-Darm, irgendwann Schlafstörung, große Gewichtsabnahme, Laktose- und Fruktoseintoleranz (bekannt seit 11/14)
Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
[spoil]ca. 12/14 - 01/16: 7,5 mg (6 Wochen) - besserer Schlaf, Appetit- und Gewichtsteigerung
ca. 01/15 - 03/15: 15 mg (7 Wochen) - weiterhin Gewicht zugelegt, sonst weder positive noch negative Wirkungen, lt. Ärztin Absetzen nach 4 Wochen auf 7,5 mg problemlos möglich
12.3.15: 7,5 mg (4 Wochen) - teilweise etwas schlechter geschlafen, sonst keine Absetzsymptome
15.4.15: 0 mg - erst ging es gut, nach 3 Wochen totaler Einbruch, nächtelang wach, nie gekannte Übelkeit (Rebound?)
9.5.15: 7,5 mg, sofort nach der ersten Einnahme ging es mir wieder blendend!
2.7.15: reduziert von 7,5 mg auf 3,75 mg (ca. im 3 Wochen-Rhythmus jd. 5., 4., 3., 2. Tag eine Viertel-Tablette genommen) hat bei mir gut funktioniert.
17.10.15: 3,75 mg, Absetzpause, wg. Unfall 2 OPs, KH wg. Verdacht auf Blinddarm, mehrmals Antibiotika (nicht zu viele Baustellen auf einmal), Gewichtszunahme zu diesem Zeitpunkt +15kg.
1.2.16: 3,4 mg mit Feinwaage, keine Absetzsymptome - 21.2.16: 3,0 mg, keine Absetzsymptome - 13.3.16: 2,5 mg, keine Absetzsymptome - 3.4.16: 1,9 mg, in der ersten Woche morgens Übelkeit mit Brechreiz, Schritt war wohl zu groß - 25.4.16: 1,4 mg, in der ersten Woche morgens Übelkeit mit Brechreiz (Stufe von 3 Wochen auf 4 Wochen verlängert) - 23.5.16.16: 1,1 mg, keine Absetzsymptome - 13.6.16: 0,8 mg, keine Absetzsymptome - 4.7.16: 0,5 mg, keine Absetzsymptome - 25.7.16: 0,25 mg, keine Absetzsymptome - 11.8.16: 0 mg!! Nach 2 Tagen schlechterer Schlaf, morgens Übelkeit mit Brechreiz, einige Tage so gut wie kein Appetit, starkes Schwitzen nachts (vermute die Wassereinlagerungen gehen raus), nach ca. 1 Woche alles vorbei! Hoffe, es bleibt so![/spoil]
09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...
Mauersegler
Beiträge: 81
Registriert: 17.09.2016 23:42
Danksagung erhalten: 51 Mal

Re: Mirtazepin Hilfe bin ich verrückt oder absetzprobleme???

Beitrag von Mauersegler »

Hallo Stupfili,

ich habe, wie Du, mit Ängsten zu tun. Mir hilft Progressive Muskelentspannung gut. Es ist notwendig, es regelmäßig, also einmal täglich, zu machen. Ich hatte mir mal eine CD von Stargalla (Sprecher) ausgeliehen. Er macht das sehr gut. Bei youtube gibt es auch diverse Einheiten, mal besser mal schlechter. Während Stargalla z.B. davon spricht sich vorzustellen, das Gesicht wäre "glatt, wie das eines schlafenden Babys", zieht ein Sprecher auf youtube das Bild einer "glatten Wand" zur Hilfe. Es gibt also qualitative Unterschiede und ich empfehle Dir mehrere auszuprobieren, bis Du etwas für Dich passendes findest.

Ich wünsche Dir schöne Feiertage.

Liebe Grüße
Mauersegler
zu den Medikamenten:
seit c. 2009 Cipralex (Dosierung ?)
2012 in Tagesklinik auf 150mg Venlaflaxin umgestellt
zwischenzeitlich 2-3 gescheiterte Absetzversuche
ab 09/15 schrittweises Absetzen
seit 04/16 ohne AD
15.08.16 bis 13.09.16 Johanniskraut (leif 900mg) - hatte plötzlich sehr starke, lange Panikanfälle, innere Unruhe, eigene, negative Gedanken waren mir übermäßig bewusst und ich stand an einem Morgen beim Aufwachen vor Angst senkrecht im Bett- Johanniskraut erstmal abgesetzt
15.09.16: Termin beim Psychiater - Eindosieren von Sertralin mit 25mg/Tag für zwei Tage, seitdem kein AD mehr :-)
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