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Euer ADFD-Team

Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

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Swiss76
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Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Swiss76 » Samstag, 07.01.17, 12:21

Hallo Zusammen

Bin neu hier und habe das Forum leider erst jetzt entdeckt.
In der Signatur seht Ihr kurz meine Behandlungsgeschichte. Ich habe nie Buch geführt und bin sehr Vergesslich seit der Einnahme, darum kann ich nicht mehr alles im Detail aufschreiben. Aber eventuell kann ich dazu noch Fragen beantworten.
Mein Entzug von Venlafaxin und Seralin ist nun bald 11 Monate her und ich kämpfe täglich gegen Schwindel, leeren Kopf und zum Teil verzweifelte Episoden in denen ich nicht mehr weiter weiss (Keine Suizidgedanken).

Ich habe in diese Zeit immer so gut wie Möglich gearbeitet da ich meine Ex und meine 2 Kinder ernähren muss. Bin seit 3 Jahren getrennt und sehe die Kids nur alle 2 Wochen.

Nun hat mir der Therapeut seit 3 Januar 2017 Wellbutrin XR 150 gegeben (1x am Morgen), um wieder "auf Touren" zu kommen. Bis jetzt habe ich nur Nebenwirkungen: Erhöhter Blutdruck, Verstopfung, mittlere Bauchschmerzen, Watte im Kopf, geistige Abwesenheit, Schlafprobleme, Herzklopfen und gelegentlich ein Gefühl, High zu sein (Unangenehm). Dieses Wochenende habe ich wieder die Kinder, und ich hoffe es wird einigermassen ok sein.

Mich würde Eure Meinung interessieren. Weiss langsam nicht mehr weiter. Und der Hausarzt/Therapeut nehmen diese Symptome leider nicht ernst. Ausser weiter Medikamente nehmen...... :party:
Dass der Kaltentzug ein Fehler war, ist mir klar. Und dass der Entzug ein Horror war, ist wohl den meisten auch klar. Ich frage mich nur, ob mein Nervensystem für immer kaputt ist... Und ich nur noch mit Medis "normal" funktionieren kann?

Danke und liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Annanas am Samstag, 07.01.17, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wirkstoffnamen ergänzt
Männlich, Jahrgang 1976, 100kg
In Behandlung seit 2005 wegen Panikattacken. Seit 2013 zusätzlich ADS "entdeckt"
Paroxetin (Dosis weiss ich nicht mehr), dann Venlafaxin ER 75mg, dann 150mg, später zurück zu 75mg.
Mehrere Absetzversuche. Nach der Diagnose ADS Venlafaxin ER auf 37,5mg, dazu Methylphenidat (nicht vertragen)
Danach 2 Jahre Venlafaxin ER 37.5mg. Neuer Therapeut, wechsel auf Seralin 50. Wegen unverträglichkeit Kaltentzug auf 0. Seit Februar 2016 keine AD mehr, verschiedene Selbstversuche mit anderen, rezeptfreien Sachen.
Langzeitsymptome seit Entzug: Motivationslos, Melancholisch, "leerer Kopf", Konzentrationsprobleme, Schwindel.
Seit Januar 2017 hat mir der Therapeut Wellbutrin XR 150 dagegen gegeben. Bis jetzt nur Nebenwirkungen.

Shonah
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Re: Venlafaxin/Seralin abgesetzt, neu Wellbutrin

Beitrag von Shonah » Samstag, 07.01.17, 13:25

Hallo Swiss76,

Herzlich Willkommen im Form, schön das du hierher gefunden hast.

Das du Venlafaxin zu schnell abgesetzt hast weißt du ja inzwischen selbst. Inwiefern eine Wiedereinnahme einer kleinen Menge sinnvoll ist weiß ich nicht, da melden sich hier bestimmt noch andere zu Wort, die da mehr Ahnung haben wie ich.

Ich selbst setze auch Venlafaxin ab.

Bis sich die anderen melden könntest du dich ein wenig im Form quer lesen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch.


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

padma
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Re: Venlafaxin/Seralin abgesetzt, neu Wellbutrin

Beitrag von padma » Samstag, 07.01.17, 13:55

hallo Swiss, :)

willkommen im ADFD.
Mein Entzug von Venlafaxin und Seralin ist nun bald 11 Monate her und ich kämpfe täglich gegen Schwindel, leeren Kopf und zum Teil verzweifelte Episoden in denen ich nicht mehr weiter weiss (Keine Suizidgedanken).
Das sind alles typische Entzugssymptome. Nach einem Kaltentzug von gleich 2 AD ist es nicht ungewöhnlich, dass sie so lange anhalten.
Hier ist es erklärt http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=8621
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=9910

Du steckst leider in einem protahierten Entzugssyndrom.
Die positive Nachricht ist, dass das Nervensystem sich von selbst wieder erholt, aufgrund seiner Neuroplastibilität. Wie lange das dauert, kann man nicht vorhersagen.
Nun hat mir der Therapeut seit 3 Januar 2017 Wellbutrin XR 150 gegeben (1x am Morgen), um wieder "auf Touren" zu kommen.
Das ist nicht sinnvoll. Deinem ZNS fehlen die gewohnten Substanzen, die Einnahme eines neuen Stoffes bringt noch mehr Chaos in das System.
Dass dein Körper die Substanz nicht will merkst du auch an den heftigen NW. Nach nun 4 Tagen Einnahme kannst du es einfach weglassen.

Wenn der Kaltentzug noch nicht allzulang zurückliegt, empfehlen wir die Wiedereinnahme einer minimalen Dosis der abgesetzten Substanz. Nach 11 Monaten würde ich davon eher abraten.
Zum einen besteht das Risiko, dass du das AD nicht mehr verträgst, zum anderen ist es sehr fraglich, ob du davon noch profitieren könntest.

Heilen tut jetzt v.a. die Zeit. Es ist nicht leicht, ein Entzugssyndrom durchzustehen, vielleicht hilft es dir zu wissen, dass du damit nicht alleine stehst. Von uns wirst du mit deiner Symptomatik ganz sicher ernst genommen und der Austausch mit anderen Betroffenen kann entlastend sein.

Wertvolle Tipps findest du auch in den Rubriken "Umgang mit Entzug" und "Gesundheit"

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Annanas
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Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Annanas » Samstag, 07.01.17, 14:15

Hallo swiss76 :) , auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

Was mir noch in deiner Signatur aufgefallen ist - du hast die ADS-Diagnose unter der Einnahme
von Venlafaxin bekommen??
Venlafaxin ist ein extrem pushendes AD - ich könnte mir vorstellen, daß du da unter den NW
des Medikamentes gelitten hast.

Wurden dir denn außer der medikamentösen Behandlung auch Alternativen aufgezeigt?
Hast du eine Psychotherapie machen können, um den Auslösern der Angst- u. Depressionsstörung
auf die Spur zu kommen?

Ansonsten hat Padma :D schon alles Wichtige geschrieben - sieh' dich in Ruhe im Forum
um, es gibt hier wirklich wertvolle Informationen.
Hier ist auch noch etwas Lesestoff:
Altostrata - Eine Theorie über das AD-Absetzsyndrom

Das hier ist jetzt dein Thread - hier kannst du alle deine Fragen und Anmerkungen loswerden.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Jamie
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Jamie » Samstag, 07.01.17, 23:34

Hallo swiss,

willkommen im Forum :).

Es tut mir leid zu lesen, dass du dich so schlecht fühlst. :(
Schau mal, wir haben hier eine sehr ausführliche Absetzsymptom-Liste. Magst du da mal reinschauen und gucken, ob du dich wiedererkennst?
(Ich tippe bei dir sehr stark auf protrahierten Entzug, also Absetzsymptome, die sehr lange anhalten):
viewtopic.php?f=18&t=12534

Was ich explizit nachfragen möchte. Hast du Venlafaxin und Sertralin gleichzeitig eingenommen? Das wäre extrem gefährlich, denn diese beiden Medikamente dürfen nicht kombiniert werden. Man kann da, wenn es blöd läuft, ein sehr schwer wiegendes Serotoninsymdrom davon tragen.
Oder hast du die Mittel hintereinander genommen?

Das Bupropion scheint dir nicht zu bekommen und ich würde tunlichst die Finger davon lassen. Es kann auch keinen Venlafaxin / Sertralin- Entzug abfangen. Das geht, wenn überhaupt, nur über eine Wiedereinnahme von wenigen mg, wobei man darüber gut nachdenken sollte, denn 11 Monate auf Null sind eine lange Zeit und es gut möglich, dass du es gar nicht mehr verträgst. Dann kann nur die Zeit für dich arbeiten.

Aus welchen Gründen hat man dir denn diese Medikamente verordnet? Machst du so etwas wie Therapie?
AD heilen nie, sie betäuben bloß Symptome und wenn man sie weglässt, ist es oft genauso schlecht wie vorher, denn der Anlass der Probleme wurde ja nicht geklärt, wenn man immer nur Tabletten geschluckt hat. Insofern sind das sehr "unehrliche" Medikamente.
Ich sage nicht, dass sie nicht in dem ein- oder anderen Fall angebracht sind, aber wenn sie nur genommen werden um zu funktionieren und man aber selbst nicht genau hinschaut, wo der Hund begraben liegt und zB. eine Therapie macht, dann ist das eigentlich nichts Anderes als Selbstbetrug und die Ärzte sind auch fein raus, denn sie versuchen ja, dich arbeitsfähig zu halten.
Vergessen wird dabei, dass diese Medikamente über einen Prozess namens Neuroadaption körperlich abhängig machen und dass sie z.Tl. massive Nebenwirkungen (NW) haben.

Hier noch eine gute Info über Mythen bezüglich Psychopharmaka: viewtopic.php?f=6&t=10055

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Swiss76
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Swiss76 » Montag, 09.01.17, 18:18

Hallo Zusammen

Vielen Dank an Alle für die herzliche Aufnahme und die tollen Tips!

Bin leider ein bisschen im Schuss, da meine Fima umzieht und ich am Abend momentan selten einen Laptop habe..

@Shonah: Deine Entzugssymptome sind praktisch identisch mit meinen...

@Annanas: Ja ich habe die DIagnose erst nach Jahren der Venlafaxin- Einnahme bekommen. Wobei ich auch schon in meiner Kindheits-, Jugend- und Arbeitszeit Anzeichen eines ADS hatte.
Am Anfang ja. Als das mit den Paniksachen angefangen hat, hatte ich eine Verhaltenstherapie plus Medikamente. Depression wurde bei mir nie diagnostiziert. Depressive Momente hatte ich nur in den Phasen des Entzuges...

@Jamie: Nein nicht zusammen. Venlafaxin ER bei 37.5 aufgehört und Seralin 50 genommen. Die Medis habe ich auf Grund von Panikattacken bekommen. Momentan habe ich eine reine Gesprächstherapie. Und Wellbutrin habe ich bekommen, weil ich seit dem Entzug meinen Po nicht mehr hochkriege...

Hat jemand von Euch auch schon mal Johanniskraut probiert? ZB Jarsin 450?

Liebe Grüsse und schönen Abend
swiss76
Männlich, Jahrgang 1976, 100kg
In Behandlung seit 2005 wegen Panikattacken. Seit 2013 zusätzlich ADS "entdeckt"
Paroxetin (Dosis weiss ich nicht mehr), dann Venlafaxin ER 75mg, dann 150mg, später zurück zu 75mg.
Mehrere Absetzversuche. Nach der Diagnose ADS Venlafaxin ER auf 37,5mg, dazu Methylphenidat (nicht vertragen)
Danach 2 Jahre Venlafaxin ER 37.5mg. Neuer Therapeut, wechsel auf Seralin 50. Wegen unverträglichkeit Kaltentzug auf 0. Seit Februar 2016 keine AD mehr, verschiedene Selbstversuche mit anderen, rezeptfreien Sachen.
Langzeitsymptome seit Entzug: Motivationslos, Melancholisch, "leerer Kopf", Konzentrationsprobleme, Schwindel.
Seit Januar 2017 hat mir der Therapeut Wellbutrin XR 150 dagegen gegeben. Bis jetzt nur Nebenwirkungen.

Lisamarie
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Lisamarie » Montag, 09.01.17, 19:36

Hallo Swiss, nimmst du das Wellbutrin noch ? Wir empfehlen gar kein Johanneskraut, es darf nicht zusammen mit einem AD genommen werden (Gefahr eines Serotoninsyndroms) und kann zudem Entzugssymptome verstärken.
Statt dessen besser Passionsblume, Baldrian, Hopfen, Schlaf/Nerventee, Neurexan oder Calmvalera.

Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Swiss76
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Swiss76 » Montag, 09.01.17, 20:42

Hallo Petra
Nein nicht zusammen. Dachte eher wenn ich vom wellbutrin runter bin.
Mit einschlafen habe ich selten Probleme. Ab und zu mal durchschlafprobleme. Nehme dann Hopfen Baldrian Dragees.
Neurexan habe ich schon paar mal gelesen. Schaue es mir mal an. Eine Kollegin versucht es mit Cholin & Inositol.

Lg jaro
Männlich, Jahrgang 1976, 100kg
In Behandlung seit 2005 wegen Panikattacken. Seit 2013 zusätzlich ADS "entdeckt"
Paroxetin (Dosis weiss ich nicht mehr), dann Venlafaxin ER 75mg, dann 150mg, später zurück zu 75mg.
Mehrere Absetzversuche. Nach der Diagnose ADS Venlafaxin ER auf 37,5mg, dazu Methylphenidat (nicht vertragen)
Danach 2 Jahre Venlafaxin ER 37.5mg. Neuer Therapeut, wechsel auf Seralin 50. Wegen unverträglichkeit Kaltentzug auf 0. Seit Februar 2016 keine AD mehr, verschiedene Selbstversuche mit anderen, rezeptfreien Sachen.
Langzeitsymptome seit Entzug: Motivationslos, Melancholisch, "leerer Kopf", Konzentrationsprobleme, Schwindel.
Seit Januar 2017 hat mir der Therapeut Wellbutrin XR 150 dagegen gegeben. Bis jetzt nur Nebenwirkungen.

Cashi
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Cashi » Montag, 09.01.17, 21:37

Hallo auch von mir. Ich setzte auch gerade, naja seit über einem Jahr, mal wieder, Venla ab. Von Inositol habe ich schon einiges gelesen. Es soll in entsprechender Dosierung die gleiche Wirkung haben wie ein SSRI. Nur ohne Nebenwirkungen. Bisher bin ich mir aber noch nicht sicher, ob man das nehem kann, während man noch ein SSRI nimmt. Ärzte und Apotheker wissen das aus nicht. Da heißt es mal wieder....hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Halte durch ich wünsche dir viel Kraft.
Liebe Grüße Cashi
1996 erstmals wegen Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Massive Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb zwei Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg. Alles normal.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl doch zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen Tags und nachts. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor wieder angefangen. Besserung. Beschwerden weg. Nur paar Nebenwirkungen
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme machnmal. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober ...5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken :shock: ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Wieder Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wochen Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
28.02.17 wieder Erkältung mit Bronchitis trotz Einnahme von allem möglichen. .Zink vitamin C usw
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit :party2:
20.06.17 Blasenentzündung
11.07.17 reduziert um 5 %.
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg... Muskelschmerzen und Angst. Zittern nachts. Herzstolpern
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg

Lisamarie
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 10.01.17, 10:06

Hallo Swiss, ich würde ganz die Finger vom Johanneskraut lassen es wirkt ähnlich wie ein SSRI. Es wirkt auch aufs Noradrenalin-und das ist gar nicht gut,wenn man im Entzug ist. Lieber andere Substanzen wie oben geschrieben.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

padma
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von padma » Dienstag, 10.01.17, 11:29

hallo Swiss, :)

Inosistol gehört zu den B Vitaminen und bildet zusammen mit Cholin Lecithin.
Hier gibts eine Liste welche Nahrungsmittel Inosistol haltig sind http://gesund-speisen.de/inhaltsstoff-10-Inositol.htm

Wenn kein Mangel nachgewiesen ist und der ist wohl sehr selten, würde ich kein hochdosiertes Präparat einnehmen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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15.08.2019: 0,02 mg



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Swiss76
Beiträge: 4
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Swiss76 » Dienstag, 10.01.17, 22:28

Guten Abend
Hatte heute wieder ein mal eine Therapiesitzung. Habe dem Herr von der Wirkung und Nebenwirkungen vom Wellbutrin erzählt... Er war sichtbar enttäuscht dass es nicht so wirkt wie er sich das erhofft hat. Aber zum Glück gäbe es ja noch viele tolle Tabletten die man nehmen könnte. Namentlich erwähnt hat er Valdoxan. Noch nie gehört. Nur was gelesen dass man die Leberwerte kontrollieren muss. Toll... Auf dem Heimweg habe ich mir ernsthaft überlegt wieder Venlafaxin 37.5 zu nehmen da es damals, noch vor den Experimenten mit Ritalin, Focalin und Concerta, gut ging... Und jetzt wieder so Wirkstoff- Zirkus... Gute Nacht
Männlich, Jahrgang 1976, 100kg
In Behandlung seit 2005 wegen Panikattacken. Seit 2013 zusätzlich ADS "entdeckt"
Paroxetin (Dosis weiss ich nicht mehr), dann Venlafaxin ER 75mg, dann 150mg, später zurück zu 75mg.
Mehrere Absetzversuche. Nach der Diagnose ADS Venlafaxin ER auf 37,5mg, dazu Methylphenidat (nicht vertragen)
Danach 2 Jahre Venlafaxin ER 37.5mg. Neuer Therapeut, wechsel auf Seralin 50. Wegen unverträglichkeit Kaltentzug auf 0. Seit Februar 2016 keine AD mehr, verschiedene Selbstversuche mit anderen, rezeptfreien Sachen.
Langzeitsymptome seit Entzug: Motivationslos, Melancholisch, "leerer Kopf", Konzentrationsprobleme, Schwindel.
Seit Januar 2017 hat mir der Therapeut Wellbutrin XR 150 dagegen gegeben. Bis jetzt nur Nebenwirkungen.

Lisamarie
Beiträge: 9529
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Re: Venlafaxin/Seralin (Wirkstoff: Sertralin) abgesetzt, neu Wellbutrin (Wirkstoff: Bupropion)

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 11.01.17, 10:19

Hallo Swiss, das ist klar das die Therapeuten auf ihre "tollen" Tabletten setzen, das die im höchsten Fall deckeln, aber nie heilen, scheint sich bei denken noch nicht rumgesprochen zu haben. :cry:

Valdoxan ist lebertoxisch mit geringer Wirkweise, also ich würde das nicht nehmen, nachher ist noch die Leber kaputt. Das dir einmal Venlafaxin geholfen hat heisst leider gar nichts, diesmal kann es ganz anders wirken und statt einer Wirkung nur noch Nebenwirkungen provozieren. Wir sind nicht umsonst pharmakritisch. Wenig bis gar kein Nutzen, dafür viele Nebenwirkungen. Warum meinst du denn das du die medikamentöse Lösung brauchst ?

lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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