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Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

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Trommler59
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Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Freitag, 13.01.17, 7:56

Hallo an alle, ich nehme Paroxetin Neuraxpharm 20 mg. Kann ich diese auch mit der Wasserlösemethode langsam absetzen. Ich habe es schon mit abkratzen und einer Feinwaage probiert, aber eine genaue Menge herzustellen ist so wahrscheinlich unmöglich. Da spielt mein ZNS täglich verrückt.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
- sehen wie durch Nebel ( phasenweise )
- Appetitlosigkeit ( phasenweise)
- und, und, und.........

Annanas
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Annanas » Freitag, 13.01.17, 8:48

Hallo Trommler :) , herzlich willkommen im ADFD!
Trommler59 hat geschrieben:ich nehme Paroxetin Neuraxpharm 20 mg. Kann ich diese auch mit der Wasserlösemethode langsam absetzen.
Es ist gut, daß du dich für ein Absetzen entschieden hast.

Bei Paroxetin berichten Mitglieder immer wieder, daß es sich schwer bis gar nicht auflösen läßt - es gibt Paroxetin
aber noch in Flüssigform (Paroxetin-Hormosan z.B.), dafür bräuchtest du dann aber noch Spritzen mit feiner Skalierung (ggf. in
der Apotheke oder auch beim Tierarzt erhältlich).
Evtl wäre das eine Alternative, wenn du mit der Feinwaage nicht zurechtkommst.

Hier ist auch unser Link für Paroxetin-Betroffene:
Paroxetin-Betroffenen-Thread

Magst du etwas mehr von dir erzählen??
Möchtest du durch uns beim Absetzen unterstützt werden?? Bitte erstelle dann eine Signatur
(rechts oben auf deinen nickname, persönl Bereich, Profil, Sign ändern), in der du die Medikamenteneinnahme
in mg (ggf auch andere Medikamente bzw Nahrungsergänzungsmittel, die du einnimmst) u. den Zeitraum
dokumentierst.

So haben alle Antwortenden und auch du selbst, den Verlauf im Überblick, dankeschön!

Lies gern im Forum quer - es gibt sehr viele hilfreiche Informationen zum Thema Absetzen.
Nur noch kurz: Wir setzen hier alle 4 - 6 Wochen ca. 5 - 10% der Dosis ab (als Anhaltspunkt), um mögliche
Absetzsymptome relativ moderat zu halten.
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Das fürs Erste von mir,
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Jamie
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Jamie » Freitag, 13.01.17, 9:57

Hallo Trommler,

wie Anna schrieb ist Paroxetin leider eines derjenigen Medikamente, die man nicht mit der Lösemethode behandeln kann.
Bitte lass dir vom Arzt die Lösung / Tropfen verordnen, damit du nicht gezwungen bist den Rest deines Lebens auf diesem Medikament festzusitzen.
Du kannst es auch so machen, eine Teildosis über Tabletten zu beziehen (angenommen, du willst 5,5mg) - dann kannst du 5mg über die feste Darreichungsform (Tab) einnehmen und die 0,5mg mit Tropfen ergänzen. Das ist sogar unserer Erfahrung nach die beste Methode, da manche Menschen einen Umstieg auf Tropfen nicht gut vertragen.
Damit bekommt der Körper überwiegend die Darreichungsform, die er kennt, und die Tropfen werden fein dosiert dazu eingenommen.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Horni
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Horni » Freitag, 13.01.17, 15:06

Hallo Trommler,
Willkommen.
Hast du schon versucht Paroxetin mit Hilfe eines Mörsers zu zermahlen und dann die pulverform abzuwiegen? Ist vielleicht so eine Idee. Pulver kann man mit Hilfe eines spatens besser abwiegen.
Wobei die Genauigkeit der Waage auch eine Rolle spielt.
Es gibt gebrauchte laboor Waagen die ca 400€ teuer sind. Die kann man aber immer noch verkaufen wenn man sie nicht mehr braucht.
Grüssehorni
"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
Gebt uns eine Stimme!!!

Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
viewtopic.php?f=18&t=10777&hilit=Paroxetin+betroffenen

Trommler59
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Samstag, 14.01.17, 17:02

Hallo Leute, aufgrund einer hypochondrischen Angststörung, die ich seit dem Tod meiner Mutter, da war ich 19 Jahre alt bekommen habe, bin ich nun mit 55 Jahren und dem Tod meines eigenen Sohnes zusätzlich in eine Angstdepression abgerutscht.

Da es mir vor drei Jahren immer schlechter ging, Schlafstörungen, keine Lust auf nichts mehr U. s.w. Wurde ich beim Hausarzt vorstellig der mich ja schon als Hypochonder kannte. Er verschrieb mir Paroxetin, ein harmloses Medikament, dass zwar ein paar Nebenwirkungen hat, die aber schnell vergehen werden. Dann würde ich wieder der alte werden. Über Schwierigkeiten das Zeug wieder loszuwerden sprach er nicht. Und es funktionierte tatsächlich. Schon nach ein paar Tagen ging es mir vermeintlich besser. Ich nahm die Horrenden Nebenwirkungen in Kauf. Ich war benebelt in der Birne und Hundemüde, aber konnte meine Arbeit gut verrichten. Irgendwann nach einem Jahr Einnahme des Paroxetin kamen extreme Nebenwirkungen dazu.

So reduzierte ich mit der ungenauen Abkratzmethode in einigen Wochen von 20 mg auf ca.15 mg herunter. Das klappte bis auf ein wenig Zittern auch ganz gut. Dann reduzierte ich noch einmal in einigen Wochen mit der gleichen Methode noch einmal bis auf ca.10 mg. Dabei erlebte ich Absetzsymptome. Das schlimmste waren übelste Depressionen zwischendurch.

Ich ging dann zum Doktor, der michbeschimpfte und mir sagte. Dieses Medikament muss ich mein ganzes Leben nehmen. So wie der Diabetes Mensch sein Insulin spritzt. Und natürlich ist die Erkrankung zurückgekommen. Und Absetzerscheinungen davon hätte er noch nie etwas gehört. Und obwohl ich schon vieles gelesen hatte, nahm ich wieder brav 20mg ein. Doch das brachte so gut wie nichts, sodass ich nach einigen Monaten, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen langsam wieder auf 12.5 mg geschätzt langsam reduzierte.

Nun bin ich mittendrin in den Absetzerscheinungen oder Reduziererscheinungen. Hier mal eine Liste: Körperliche Schwäche, Kopfschmerzen, Muskelzucken, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, als ob die ganze rechte Körperhälfte wie gelähmt ist, Depressions Schübe, Extremer Tinnitus, veränderter Geruchssinn, könnte manchmal losheulen , Schüttelfrost, aufgeblähter Bauch und, und,und.....Mensch, kann das wirklich alles vom Entzug des Paroxetin sein? Am späten Abend ist der Spuk dann manchmal verschwunden und ich fühle mich fast normal.

Jetzt versuche ich mit eine Milligrammwaage weiter zu reduzieren. Jedoch haben die einzelnen Tabletten schon aus der Verpackung heraus verschiedene Grundgewichte. Wie soll man da immer die genaue Menge herausfinden. Muss noch dazu sagen, dass ich auch noch Epileptiker bin, aber schon zwanzig Jahre anfall frei lebe, aber natürlich auch dort Tabletten nehme, die das ZNS beeinflussen. Ich bin für jeden Ratschlag zur Absetzhilfe dankbar.
Zuletzt geändert von Annanas am Samstag, 14.01.17, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze wegen besserer Lesbarkeit eingefügt
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
- sehen wie durch Nebel ( phasenweise )
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Trommler59
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Samstag, 14.01.17, 17:22

Hallo Horni, das mit dem Mörser habe ich noch nicht probiert. Aber vielen Dank für den Tipp.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
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Trommler59
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Samstag, 14.01.17, 17:26

Hallo Annanas und Hallo Jamie, vielen Dank für Eure Antworten und Anregungen.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Annanas » Samstag, 14.01.17, 18:39

Hallo Trommler :) ,
Trommler59 hat geschrieben:aufgrund einer hypochondrischen Angststörung, die ich seit dem Tod meiner Mutter, da war ich 19 Jahre alt bekommen habe, bin ich nun mit 55 Jahren und dem Tod meines eigenen Sohnes zusätzlich in eine Angstdepression abgerutscht.
Oh Gott, das tut mir sehr leid - das steckt man nicht so ohne Weiteres weg.

Wurde dir außer der medikamentösen Behandlung auch eine Psychotherapie nahegelegt?!
Das wäre mMn wichtig, um deine Lebensgeschichte ggf. auf- bzw zu verarbeiten.

Psychopharmaka deckeln nur die Symptome, heilen aber nicht!
Prof Gotzsche warum AD mehr schaden als nutzen
Trommler59 hat geschrieben:Er verschrieb mir Paroxetin, ein harmloses Medikament, dass zwar ein paar Nebenwirkungen hat, die aber schnell vergehen werden. Dann würde ich wieder der alte werden. Über Schwierigkeiten das Zeug wieder loszuwerden sprach er nicht. Und es funktionierte tatsächlich. Schon nach ein paar Tagen ging es mir vermeintlich besser. Ich nahm die Horrenden Nebenwirkungen in Kauf. Ich war benebelt in der Birne und Hundemüde, aber konnte meine Arbeit gut verrichten. Irgendwann nach einem Jahr Einnahme des Paroxetin kamen extreme Nebenwirkungen dazu.
Psychopharmaka sind keine harmlosen Medikamente - sie greifen massiv in den Hirnstoffwechsel ein :evil: - normalerweise
müßte das ein FA wissen - diese Verharmlosung durch die Ärzte ist ganz furchtbar.
Trommler59 hat geschrieben:So reduzierte ich mit der ungenauen Abkratzmethode in einigen Wochen von 20 mg auf ca.15 mg herunter. Das klappte bis auf ein wenig Zittern auch ganz gut. Dann reduzierte ich noch einmal in einigen Wochen mit der gleichen Methode noch einmal bis auf ca.10 mg. Dabei erlebte ich Absetzsymptome. Das schlimmste waren übelste Depressionen zwischendurch.
Da warst du wahrscheinlich immer noch zu schnell u. ein ungenaues Dosieren beim Absetzen kann ziemliche
Symptome produzieren - auch, wenn man denkt, es sind nur Krümelchen! Das Zentrale Nervensystem reagiert auf diese
minimalen Unterschiede!
Gereiztes ZNS/Funktionsstörung
Trommler59 hat geschrieben:Ich ging dann zum Doktor, der michbeschimpfte und mir sagte. Dieses Medikament muss ich mein ganzes Leben nehmen. So wie der Diabetes Mensch sein Insulin spritzt. Und natürlich ist die Erkrankung zurückgekommen. Und Absetzerscheinungen davon hätte er noch nie etwas gehört. Und obwohl ich schon vieles gelesen hatte, nahm ich wieder brav 20mg ein. Doch das brachte so gut wie nichts,
Das ist das Wissen, daß leider viele Ärzte verbreiten - wahrscheinlich eine geniale Vermarktungsstrategie der Pharmaindustrie,
mMn! Diese Sätze mußten sich schon viele unserer Mitglieder anhören! :evil:
10 Mythen über Psychopharmaka von Prof Gotzsche

Es ist auch kein Wunder, daß es nichts mehr brachte - ich denke, du hattest schon beim ersten Mal mit einem Wirkverlust
u. zusätzlich mit den Nebenwirkungen zu kämpfen.
Trommler59 hat geschrieben:Nun bin ich mittendrin in den Absetzerscheinungen oder Reduziererscheinungen. Hier mal eine Liste: Körperliche Schwäche, Kopfschmerzen, Muskelzucken, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, als ob die ganze rechte Körperhälfte wie gelähmt ist, Depressions Schübe, Extremer Tinnitus, veränderter Geruchssinn, könnte manchmal losheulen , Schüttelfrost, aufgeblähter Bauch und, und,und.....Mensch, kann das wirklich alles vom Entzug des Paroxetin sein? Am späten Abend ist der Spuk dann manchmal verschwunden und ich fühle mich fast normal.
Das sind Absetzsymptome - schau mal hier ist auch eine Liste:
Absetzsymptomliste neu
Ich denke, du findest dich hier wieder!

Aus deiner Signatur:
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert. Dann bis heute mit der Milligrammwaage noch einmal bis auf ca
12.5 mg reduziert .

Hast du vom Frühjahr bis jetzt in kleinen Schritten auf 12,5 mg reduziert oder wann hast du damit angefangen??
Das wäre wichtig zu wissen, um das weitere Vorgehen zu planen.

Wichtig wäre auch, daß du eben eine konstante mg-Anzahl reduzierst-damit keine Schwankungen auftreten!
Wäre die Idee von Horni :) mit dem Zermörsern nicht eine Alternative - könnte mir vorstellen, daß man dann
genauer abwiegen kann.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Sonntag, 15.01.17, 8:06

Hallo Anna, ich habe bis jetzt immer langsam Reduziert. So jede Woche ein bisschen. Und ja, eine Verhaltenstherapie habe ich zwei Jahre lang gemacht. Mein Hausarzt hatte mir davon abgeraten. Das habe ich dann selbst in die Hand genommen. Die Therapie war nicht schlecht und in dieser Zeit war ich auch etwas gelöster. Im Sommer 2016 war diese zu Ende. Ob sie heute noch wirkt, kann ich schlecht sagen. Denn all diese Reduziererscheinungen machen mir als Hypochonder und Angsthase noch viel mehr Angst. Angst vor ALS , MS, HIRNTUMOR oder Schlaganfall. Weil viele Symptome passen würden. So jetzt nimm ich wieder ca.12 mg und in einer Stunde fangen die Nebenwirkungen und alles andere wieder an. Das Horrokarussel beginnt sich zu drehen bis zum späten Abend. Möchte mich auch noch einmal bedanken und bin froh mit meinen Problemen hier im Forums gelandet zu sein. Liebe Grüße!
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
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Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
- sehen wie durch Nebel ( phasenweise )
- Appetitlosigkeit ( phasenweise)
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Trommler59
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Sonntag, 15.01.17, 8:19

Hallo noch einmal. Bei einem Psychater/Neurologe in einer Person war ich auf anraten der Therapeutin Anfang 2016 auch schon mal. Es ging eigentlich um das absetzen. Doch nach dem Gespräch war ich geschockt. Wörtlich sagte er mir: Warum absetzen, Parexotin ist das harmloseste aller Antidepressiva und ich könnte ruhig von 20 auf 40 mg erhöhen. Da ich ja schon von Nebenwirkungen gebeutelt war, die ich vorher nie kannte und durch leichtes reduzieren diese Erscheinungen noch dazu kamen, war diese Aussage wie ein Schlag mitten ins Gesicht. Am Ende rief er mir noch hinterher: Aber wenn sie auf ihre Verantwortung absetzen möchten, Bitteschön eine Woche 10 mg weglassen und in der zweiten und dritten je 5 mg. Und in 4 Wochen sehen wir uns wieder. Dieses kam mit einem Unterton. Da war ich nie wieder.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
- sehen wie durch Nebel ( phasenweise )
- Appetitlosigkeit ( phasenweise)
- und, und, und.........

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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Annanas » Sonntag, 15.01.17, 9:27

Guten Morgen, Trommler :) ,
Trommler59 hat geschrieben: ich habe bis jetzt immer langsam Reduziert. So jede Woche ein bisschen.
Ich denke, das war zu schnell - hier fehlten die Stabilisierungsphasen dazwischen - es kommt beim
Absetzen nicht darauf an, daß der Wirkstoff aus dem Blut ist, sondern daß das Zentrale Nervensystem
die Zeit bekommt, die es braucht, um sich umzubauen. Es muß mit weniger und dann ohne den Wirkstoff
wieder in sein biologisches Gleichgewicht finden.
Was passiert bei AD Einnahme u. im Entzug
Dh. wir empfehlen 5 - 10% der Dosis abzusetzen u. dann erstmal eine Pause von ca. 4 -6 Wochen einzulegen.
Dann, wenn ca. 95% der Symptome abgeklungen sind, erst weiter reduzieren.
Trommler59 hat geschrieben: Die Therapie war nicht schlecht und in dieser Zeit war ich auch etwas gelöster. Im Sommer 2016 war diese zu Ende. Ob sie heute noch wirkt, kann ich schlecht sagen.
Normalerweise lernt man doch in einer Verhaltenstherapie Strategien/Verhaltensweisen, die man in bei
aufkommenden Ängsten anwenden kann?!
Gut, jeder Psychologe baut seine Therapie etwas anders auf - aber im Grunde müßte so etwas dabei gewesen sein?!
Wenn ja, kannst du das heute noch anwenden?!
Trommler59 hat geschrieben:Denn all diese Reduziererscheinungen machen mir als Hypochonder und Angsthase noch viel mehr Angst. Angst vor ALS , MS, HIRNTUMOR oder Schlaganfall. Weil viele Symptome passen würden.
Das ist normal u. menschlich, weil die Symptome z.T. wirklich beängstigend sind. Viele unserer Mitglieder haben
dann Probleme mit Krankheitsgedanken. Ich schließe mich da ein - hin und wieder trifft es mich auch u. ich weiß, daß
es nicht ganz leicht ist, aus diesem Gedankenkreisel wieder rauszukommen.

Vllt hilft es dir, hier zu lesen, wodurch diese Symptome entstehen - einzelne Links habe ich dir schon mitgeschickt,
lese auch gern im Forum quer, es gibt noch viele wertvolle Infos.
Ich finde immer, was man sich erklären kann, macht nicht mehr so viel Angst.

Dazu kommt, daß wir dann alle hier unter schweren Krankheiten leiden müßten - denn wir haben alle mit diesen
Symptomen zu kämpfen.

Mir hilft z.B. auch, ein Absetztagebuch zu führen, da trage ich dann täglich mein Befinden ein. So kann ich sehen, daß
sich vieles wiederholt oder auch nicht die ganze Zeit schlecht war, sondern daß es durchaus auch Zeiten gibt,
wo es mir besser ging.
Vllt wäre das auch etwas für dich?

Auch schreibst du, daß es dir nach Einnahme des PP schlechter geht (bei mir ist es übrigens genauso) u. daß sich das zum Abend wieder bessert.
Welche Krankheit sollte sich so darstellen?
Trommler59 hat geschrieben:So jetzt nimm ich wieder ca.12 mg und in einer Stunde fangen die Nebenwirkungen und alles andere wieder an. Das Horrokarussel beginnt sich zu drehen bis zum späten Abend
Trommler, glaub mir, ich und auch andere Mitglieder hier, leiden unter Nebenwirkungen des Medikamentes und können trotzdem
nicht schneller absetzen, weil sonst die Absetzsymptome noch verstärkt dazukommen.

Wir haben also zeitgleich mit den NW und Absetzsymptomen zu kämpfen :cry: !

Zu deinem Nachtrag:
Da bist du wirklich an total unwissende Ärzte geraten - leider sind die meines Erachtens noch in der Überzahl :frust: !
Aber weißt du, nur du selbst kannst richtig einschätzen, wie es dir geht u. ich höre schon lange nicht mehr
auf diese sogenannten Fachärzte, sondern versuche selbst, so viele Infos wie möglich zu bekommen u. mache
mir mittlerweile mein eigenes Bild.

Ich brauche meine Neurologin eigentlich nur noch zum Rezeptausstellen, alles Andere, was sie sagt, versuche ich
auszublenden - gelingt auch noch nicht immer, weil dieser M :censored: immer irgendwo im Gehirn
hängenbleibt - obwohl man Vieles mittlerweile besser weiß. Dem Forum sei Dank - vorher habe ich auch alles geglaubt,
was mir die Ärzte erzählt haben.....leider!

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Trommler59
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Sonntag, 15.01.17, 13:41

Hallo Anna, vielen Dank für Deine ermunternden Worte. Natürlich habe ich in der Therapie vieles gelernt. Nur bei der Anwendung jetzt funktioniert das nicht so wie man sich das wünschen würde. Werde jetzt Deinem Rat folgen und versuchen mit der Wiegemethode langsamer abzudosieren. Und wie Du schon schriebst. Den Doktor braucht man nur noch zum Rezept ausfüllen.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
- kribbeln, brennen, taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und unter den Füßen
- sehen wie durch Nebel ( phasenweise )
- Appetitlosigkeit ( phasenweise)
- und, und, und.........

Annanas
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Annanas » Sonntag, 15.01.17, 14:05

Hallo Trommler :) ,
Trommler59 hat geschrieben:Natürlich habe ich in der Therapie vieles gelernt. Nur bei der Anwendung jetzt funktioniert das nicht so wie man sich das wünschen würde.
Ja die Umsetzung ist schwer - schau mal, wir haben hier auch einen Thread für den Umgang mit Angst u.
Panik - vllt ist etwas Hilfreiches für dich dabei:
Umgang mit Angst u Panik
Ggf wäre sogar der ganze Thread etwas für dich - da kannst du mal stöbern, wenn dir so ist:
Umgang mit dem Entzug

Ich weiß nicht, ob du schon versucht hast, pflanzliche Mittel zur Linderung der Symptome
zu nehmen?!
Gute Erfahrungen haben Mitglieder mit Passionsblumenextrakt (Pascoflair z.B.), Baldrian, Schlaf- und
Beruhigungstees (möglichst aus der Apotheke - Qualität ist besser) oder auch Neurexan-Tabletten
(homöopathisches Komplexmittel) gemacht.

Bitte kein Johanniskraut (auch Anteile davon dürfen nicht dabei sein) , wirkt ähnlich wie ein chemisches AD u.
möglichst kein Lavendel (z.B. Lasea), dieser wird oft nicht vertragen.
Trommler59 hat geschrieben:Werde jetzt Deinem Rat folgen und versuchen mit der Wiegemethode langsamer abzudosieren.
Ich denke, das ist besser u. lasse dir bitte ein paar Wochen Zeit zwischen den Reduktionen, damit sich
das ZNS stabilisieren kann.

Berichte bitte u. gern weiter!

LG Anna
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Sonntag, 15.01.17, 17:48

Hallo an alle, ich möchte nun einmal berichten wie so ein Tag mit Paroxetin und das langsame ausschleichen bei mir aussieht. Morgens nehme ich also meine mittlerweile ca.12.5 mg ein. Nach ca.1 Stunde ist mein Kopf wie zugedröhnt aber ich kann damit meine Arbeit verrichten. Dann werde ich langsam müde und Träge. Das hält dann so 1 Stunde an. Danach ist eine komplette Erschöpfung zu spüren, die auch so ca.1 Stunde anhält. Nach dieser Erschöpfung bekomme ich Nieren, Rücken oder Leistenschmerzen rechtsseitig die nicht genau zu lokalisieren sind. Auch die verschwinden nach ca
1,5 Stunden komplett. Als ob nie etwas war. Was aber jetzt kommt macht mir am meisten Angst. Rechtsseitig wird mein Bein und Arm eigenartig. Es fühlt sich an wie Spastik, Muskelschwäche oder Lähmung. Ist aber nicht gelähmt. Nach dieser Phase die länger anhält, schmerzen die Muskeln und es kribbelt auf der ganzen rechten Seite bis unter die Fußsohlen. Dazwischen gesellt sich eine Phase tiefster Depression mit Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit und komischen Gedanken an früher U. s.w. Dazu gehören noch Phasenweise Kopfdruck und Kopfschmerzen. Am Abend dann lassen diese ganzen Erscheinungen und der ganze Angst machende Mist langsam nach und eine gewisse Entspannung macht sich breit. Ich werde irgendwie normal. Also Nebenwirkungen hatte ich die ganzen Jahre immer durchgehend, die immer Abends verschwanden. Aber solche wie jetzt bei ca.12.5 mg hatte ich noch nie. Es ist viel, viel mehr als das warum ich die Behandlung angefangen habe. Kann das denn wirklich alles von dem Teufelszeug Paroxetin kommen. Könnte heute im bildlichen gesehen meinem Doktor den Hals umdrehen, dass er nicht damals zuerst mit andern Mitteln versucht hat an die Sache heranzugehen. Aber er hat es sich einfach gemacht.
Viele Grüße Bernd!
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
Mit 16 Jahren Epileptische Anfälle.
Eingestellt mit Zentropil ( Wirkstoff Phenytoin ) und Luminaletten ( Wirkstoff Barbital ) beides in niedriegen Dosen.
Seit 20 Jahren Anfallsfrei.
Auch diese Medikamente wirken im ZNS.
Gegen Blut Hochdruck nehme ich täglich eine Bisoprolol.
Seit dem Tod meiner Mutter, ich war 19 Jahre Diverse Angstzustände( Krankheitsangst ) u.s.w.
Nach dem Tod meines Sohnes 2012 kamen zu der Hypochondrischen Veranlagung leichte Depressionen dazu.
Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Annanas » Montag, 16.01.17, 10:35

Hallo Bernd :) ,
ich denke wirklich, daß sich bei dir beides vermischt - Nebenwirkungen und Absetzsymptome.
Hier ist auch eine Liste möglicher Absetzsymptome:
Absetzsymptomliste neu

Es geht mir genau wie dir - ca. 1 h nach Einnahme von Venlafaxin bekomme ich die NW zu spüren,
das geht im Grunde bis ca. 17.00 Uhr, danach fühle ich mich wieder besser.
Dazu kommen dann bei mir in der 3. Woche nach Reduktion verstärkte Absetzsymptome.

Leider ist es ungünstig, wegen der NW schneller abzusetzen, es sei denn sie sind gesundheitsbedrohlich
u. ein Arzt legt einem deswegen nahe, das Medikament abzusetzen.
Das kann z.B. notwendig werden, bei erhöhten Leberwerten o auch ungünstigen Veränderungen
im EKG.

Ansonsten ist es besser, trotz NW, langsam abzusetzen, weil sonst verstärkte Absetzsymptome
hinzukommen. Das bekommst du ja jetzt leider auch zu spüren.

Ich würde jetzt wirklich versuchen, mich auf der 12,5 mg Dosis zu stabilisieren, dann genau die
Dosierungen abzuwiegen - wie schon gesagt, Schwankungen von wenigen Krümelchen können auch
Symptome verstärken.
Trommler59 hat geschrieben:Könnte heute im bildlichen gesehen meinem Doktor den Hals umdrehen, dass er nicht damals zuerst mit andern Mitteln versucht hat an die Sache heranzugehen.
Ich glaube, diese Versuchung haben wir alle hier, mal mehr, mal weniger im Kopf :o !

Aber Bernd, das Zurückschauen lohnt leider nicht - zieht einen nur noch mehr runter. Besser ist es nach
vorn zu sehen.
Du hast jetzt die Verantwortung für deine Gesundheit selbst übernommen u. wirst dieses Medikament auch loswerden.

Liebe Grüße von Anna

PS: Könntest du bitte noch deine Signatur aktualisieren, indem du das Datum einträgst, seit dem du auf 12,5 mg bist?!
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Montag, 16.01.17, 13:31

Hallo Anna, vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Seit dem 02.01.2017 habe ich nun auf ca.12,5 mg reduziert. Im Moment kommt es mir so vor, als ob die Reduziererscheinungen schlimmer werden.
Ca. 2 Stunden nach Einnahme bekomme ich übelste Schmerzen im unteren Bereich des Rückens. Ob Niere oder Rücken kann ich nicht lokalisieren. Nach einer Stunde verschwinden diese wieder komplett um dann um die Mittagszeit noch einmal zurückzukommen. Und dann die vermeintliche Lähmung und das Kribbeln rechtsseitig im Körper bis unter die Fußsohlen. Und bevor ich das vergesse, morgens wache ich mit extremen Depressionsgedanken auf. Und dann der Druck auf dem Kopf wie zugeschnürt. Und zum Teil gesellt sich noch kurzzeitig Schüttelfrost dazu. Und kurz bevor am Abend der Spuk langsam verschwindet, bin ich wie aufgedreht zittrig und nervös. Kann das sein das jetzt nach zwei Wochen reduzierung der Höhepunkt kommt? Ich habe meine Signatur noch einmal verändert. Mir fiel noch ein, dass ich vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 schon mal bis auf ca.10 mg reduziert hatte und dann wieder aus Angst bis auf ca.14 mg hochdosierte. Vielleicht war dieses hin und her nicht gut für mein ZNS. Aber alles in allem. ICH MUSS OHNE DOKTOR DAVON WEG: Viele Grüsse Bernd.
Ich heiße Bernd und bin 57 Jahre alt.
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Diagnose Hausarzt Generalisierte Angst mit Hypochondrischen Zügen.
20 mg Paroxetin seit September 2013 .
Im Sommer 2014 in ca.4 Wochen mit der Abkratzmethode auf ca. 17.5 mg reduziert.
Ab Herbst 2014 nach Abdosiererscheinungen auf Doktorrat wieder auf 20 mg erhöht
Im Frühjahr 2015 wieder mit der Abkratzmethode auf ca.17.5 mg reduziert. Alle Absetzerscheinungen in Kauf genommen.
Vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 noch einmal bis auf ca.15mg reduziert.
Vom Frühjahr 2016 bis zum Sommer 2016 noch einmal bis auf 10 mg reduziert.
Dann von Ende August 2016 wieder bis auf ca. 14 mg hochdosiert.
Ab Oktober 2016 wieder runterdosiert auf ca. 13 mg
Auf ca.12,5 mg reduziert seit dem 02.01.2017
Heir mal einige Symptome die mir das Leben erschweren :
- zugedröhnter Kopf
- rechter Arm wie lahm ( phasenweise )
- rechtes Bein wie lahm ( phasenweise )
- aufgeblähter Bauch oder Darm
- Erschöpfung ( phasenweise )
- Kopfschmerz, Kopfdruck
- Muskelverspannungen
- Muskelzucken
- veränderter Geruch ( phasenweise )
- Ohrrauschen oder summen
- Angstgefühle ( phasenweise )
- Depression ( phasenweise )
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Jamie
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Jamie » Montag, 16.01.17, 13:37

Hallo Trommler :),

ja, das ist durchaus möglich und gar nicht selten, dass die Scheitelwelle an Absetzsymptomen erst zwei oder drei Wochen später einsetzt.
Deswegen appellieren wir an jeden, mindestens 4-6 Wochen nach einem Reduktionsschritt die Dosis zu halten und nicht weiter abzusetzen.
Es ist sogar ganz typisch für SSRI, dass diese oft erst zeitverzögert Entzug auslösen.
Vielleicht beruhigt es dich also etwas, dies zu wissen.
Jetzt heißt es: ruhig bleiben, nicht in Panik verfallen, abwarten und beobachten.

Zu dem Kribbeln: ein Bandscheibenvorfall / Nervenquetschung in deiner Wirbelsäule wurde ausgeschlossen? Also da ist alles ok?
Wenn ja, sind das Absetzsymptome. Ich hatte Gesichtskribbeln (Wange), meist auch einseitig links, nach meinem Kaltentzug von Sertralin.
Alle anderen deiner geschilderten Symptome sind auch ganz typische Absetzsymptome.
Das morgendliche Horror / Depressionsgefühl hängt vermutlich mit dem Cortisolspiegel zusammen, der morgens am höchsten ist.
Im Laufe des Tages berichten fast alle Betroffenen, dass es ihnen gegen Nachmittag / Abend anfängt besser zu gehen.
Ist das bei dir auch so?

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Horni » Montag, 16.01.17, 15:20

Hallo Trommler, bitte sei sehr vorsichtig mit Paroxetin!!!
Es gibt absetzproblematik bei ADs, die bei Ärzten angesehen werden!

Wichtig ist, du musst zwischen den absetzsymptomen und deiner Grunderkrankung unterscheiden lernen.
Und nur sehr sehr langsam abdosieren. Das Zeug kann nehmlich erst nach Wochen bis Monaten knallen!!!! Gibt hier genug Beispiele, meins miteinbegriffen.
Du könntest aus 10 Tabletten oder mehr den Mittelwert bilden und von ihm auf die workstoffmenge beziehen. Dann mit ihm rechnen und abwiegen.
LGhorni
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Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Trommler59 » Dienstag, 17.01.17, 6:47

Hallo Horni und alle anderen, ich versuche immer weiter das Parexotin langsam loszuwerden. Was vielleicht noch ganz wichtig bei mir wäre. Wie ich schon mal geschrieben habe, leider ich seit meinem 16. Lebensjahr an Epilepsie. Durch Tabletten bin ich seit über 20 Jahren ohne Anfall. Diese Tabletten sind Zentropil mit dem Wirkstoff Phenytoin und zur Nacht Luminaletten ein Babiturat. Diese nehme ich in einer geringen Menge ein.Aber auch diese Tabletten wirken mittlerweile über 40 Jahre im ZNS.
Dazu habe ich noch Hohen Blutdruck und muss ein Betablocker Bisoprolol einnehmen. Also zu dem Horror Parexotin noch einen anderen Tabletten Mix. Und Horni, wie ist es Dir denn mit Paroxetin ergangen, und bist Du heute davon befreit? Und nochmal vielen Dank für Eure ermunternden Berichte und Antworten. Viele Grüße Bernd!
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Re: Paroxetin mit der Wasserlösmethode absetzen?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.01.17, 11:01

Hallo Trommler!
Wie ich schon mal geschrieben habe, leider ich seit meinem 16. Lebensjahr an Epilepsie. Durch Tabletten bin ich seit über 20 Jahren ohne Anfall. Diese Tabletten sind Zentropil mit dem Wirkstoff Phenytoin und zur Nacht Luminaletten ein Babiturat. Diese nehme ich in einer geringen Menge ein. Dazu habe ich noch Hohen Blutdruck und muss ein Betablocker Bisoprolol einnehmen. Also zu dem Horror Parexotin noch einen anderen Tabletten Mix.
Wäre super, wenn Du diese Zusatzinfos mit in Deine Signatur aufnehmen würdest. Ansonsten gerät das in Vergessenheit, wobei es ein wichtiger Aspekt Deiner persönlichen Situation ist.
Und Horni, wie ist es Dir denn mit Paroxetin ergangen, und bist Du heute davon befreit?
Du kannst immer auch im Forum in den anderen Verläufen quer lesen (ob Paroxetin oder andere Antidepressiva, die Substanzen sind oftmals gleich bei der Absetzproblematik, und Dich mit den anderen ADFDlern austauschen, indem Du sie in ihren Threads anschreibst. Der Austausch untereinander ist ein wesentlicher Aspekt dieses Selbsthilfeforums.

Danke und Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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