Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Wenn Deine Signatur nicht mehr richtig dargestellt wird, dann geh bitte in Dein Profil und schicke die unveränderte Signatur nochmal ab. Wenn das nicht geht, mache eine kleine Änderung und schick sie nochmal ab.

Wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist, oder bei Fragen bitte hier schreiben: viewforum.php?f=17



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Fruehlingsfee
Beiträge: 2
Registriert: 31.03.2017 21:16
Danksagung erhalten: 2 Mal

Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Fruehlingsfee »

Hallo zusammen,

ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und nachdem ich mich die letzten Tage viel hier umgeschaut und umgelesen haben und auch die berechtigte Ermahnung an Geduld und Wertschätzung der ehrenamtlichen Mitarbeit hier gelesen habe, möchte ich folgende Frage stellen, in der Hoffnung, dass es auch anderen hilft.

Ich nehme nun seid über 12 Jahren Citalopram, bzw. seit einigen Jahren Escitalopram (Cipralex).Eins Zu Zeit in der Höhe von 10 mg. Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, dieses abzusetzen, weil ich das Gefühl habe, dass es nicht mehr richtig wirkt und es mir vielleicht auch ohne so - oder ähnlich - gehen würde.
Ich habe nun seit Jahren mit meinen Beschwerden zu kämpfen, sie sind nicht wirklich besser, aber ich würde gerne versuchen, dauerhaft ohne Medikamente klar zu kommen. Nun habe ich (Anfang 40) seit einiger Zeit mit sehr starkem PMS zu tun und die Woche vor der Regel ist mit Aggression, Wertlosigkeitsgefühlen, Trauer, Verlorenheit kaum auszuhalten. Eine Psychiaterin sagte mir, ich solle einfach Cipralex auf 15 mg erhöhen, "um überhaupt wieder etwas zu merken". Nun ist meine Frage:

1.) kann ich einfach so auf 15 mg erhöhen, ohne Zwischenschritte? Oder sollte ich 10 mg Tabletten mit einem Tropfen Cipralex usw. langsam aufbauen? Fürs Abbauen habe ich eure Ratschläge - die mit meiner Erfahrung übereinstimmen, als ich einmal in einer Klinik drastisch "halbiert" wurde - schon gelesen. Wie ist es für das Aufstocken?
2.) Sollte ich lieber auf dieses "Expirement" verzichten und gleich mit dem schrittweisen Abbau, wie von euch beschrieben, beginnen?
3.) Ein Medikamentenwechsel ist ja - wenn richtig verstanden - vor dem Ausschleichen des alten Medikaments ohnehin nicht gut, oder? Das war nämlich der andere ärztliche Vorschlag.

Ich würde so gerne einfach nach all diesen Jahren mal wieder ohne diesen starken Eingriff leben. Mein Körper riecht anders, ich habe 12 kg zugenommen, bin oft müde,und auch ähnlich hoffnungslos, verzagt wie vorher - nur kann ich mich nach all der Zeit gar nicht mehr erinnern, wie es ohne war. Habe aber auch gemerkt, dass wenn ich das Medikament mal ein paar Tage nicht genommen habe (auf Reisen oder in Stresszeiten vergessen) es mir extrem schlecht ging. Was wohl erste Absetzsymptome waren.

Vor allem habe ich durch euch (dieses Forum) schon eins gelernt: Mein laxer Umgang - mal vergessen einige Tage - mal drei Tage 15 mg, dann wieder 10 mg, dann einen Tag nicht, der sich leider nach über einem Jahzehnt (!) eingschlichen hat, ist nicht gut. Danke schon mal dafür!

In freudiger Erwartung eures Feedbacks,
Frühlingsfee
Zuletzt geändert von Murmeline am 20.09.2018 22:35, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Diagonose: Depression, Ängste, Panikattacken, Posttraumatische Belastunggstörungen, Frühkindliche Trennungstraumata, Gefühl von Hüllenlosigkeit, hohe Verletzlichkeit
1998/99 Insidon, trotz Nebenwirkungen ca 8 Monate genommen
2000: Paroxetin Übelkeit, Schwindel, Gefühl zusammenzubrechen,
Medikenet, wegen Verdacht ADHS, Sulpirid: nur jeweils eine genommen, Übelkeit, Erbrechen - Pause
2004: Im Klinikaufenthalt Carbamazepim, überhaupt nicht vertragen, trotzdem über fünf Wochen genommen
2005- ca 2012: Citalopram von 10 mg auf 20 mg eingeschlichen, anfangs extremste schwer aushaltbare NW, dann vertragen, über Jahre starke Gewichtszunahme, erhöhte Regelstärke
ca 2012: gewechselt auf Cipralex 20 mg
2014: erfahren, dass Cipralex 10 mg Citalopram 20 mg entspricht und ich zuviel nehme. Runter auf 10 mg
seit dem 10 mg und in Phasen von Belastung für einige Tage oder ein bis zwei Wochen punktuelle Erhöhung auf 15 mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11389 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen?

Beitrag von padma »

hallo Frühlingsfee, :)

willkommen im ADFD
Ich nehme nun seid über 12 Jahren Citalopram, bzw. seit einigen Jahren Escitalopram (Cipralex).Eins Zu Zeit in der Höhe von 10 mg. Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, dieses abzusetzen, weil ich das Gefühl habe, dass es nicht mehr richtig wirkt und es mir vielleicht auch ohne so - oder ähnlich - gehen würde.
Antidepressiva (AD) verlieren irgendwann ihre Wirksamkeit, falls sie überhaupt eine hatten. AD können bestenfalls Symptome deckeln, eine spezifisch antidepressive Wirkung haben sie nicht.
Von einer Langzeiteinnahme ist dringend abzuraten. AD rufen mit der Zeit selbst die Probleme hervor, gegen die sie eigentlich verordnet werden.
Nun habe ich (Anfang 40) seit einiger Zeit mit sehr starkem PMS zu tun und die Woche vor der Regel ist mit Aggression, Wertlosigkeitsgefühlen, Trauer, Verlorenheit kaum auszuhalten.
Möglicherweise ist das schon der Beginn der Wechseljahre und deine Hormone sind in Dysbalance.
Es ist auch möglich, dass das AD die PMS hervorgerufen oder verstärkt hat. AD haben einen Einfluss auf die Geschlechtshormone.
aus deiner Signatur:
seit dem 10 mg und in Phasen von Belastung für einige Tage oder ein bis zwei Wochen punktuelle Erhöhung auf 15 mg
Das ist extrem ungünstig, es handelt sich nicht um Kopfschmerztabletten. Du reizt damit dein Nervensystem enorm.
1.) kann ich einfach so auf 15 mg erhöhen, ohne Zwischenschritte? Oder sollte ich 10 mg Tabletten mit einem Tropfen Cipralex usw. langsam aufbauen? Fürs Abbauen habe ich eure Ratschläge - die mit meiner Erfahrung übereinstimmen, als ich einmal in einer Klinik drastisch "halbiert" wurde - schon gelesen. Wie ist es für das Aufstocken?
Ich kann dir nur davon abraten hochzudosieren. Weder bei Wirkverlust noch bei beginnenden Wechseljahren halte ich das für eine sinnvolle Option.
Falls du es dennoch tun möchtest, dann langsam hochdosieren. Aber ich rate dir wirklich nicht dazu.
2.) Sollte ich lieber auf dieses "Expirement" verzichten und gleich mit dem schrittweisen Abbau, wie von euch beschrieben, beginnen?
Ich würde zunächst Ursachenforschung betreiben, was der Grund für deine verstärkte Problematik ist.
Und ja, ich würde langsam ausschleichen.
3.) Ein Medikamentenwechsel ist ja - wenn richtig verstanden - vor dem Ausschleichen des alten Medikaments ohnehin nicht gut, oder? Das war nämlich der andere ärztliche Vorschlag.
Viele AD dürfen nicht miteinander kombiniert werden, wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms.
Zudem sollte nicht an 2 Medikamenten gleichzeitig was verändert werden. Ein Medikamentenwechsel auch keine wirkliche Problemlösung.
Ich würde so gerne einfach nach all diesen Jahren mal wieder ohne diesen starken Eingriff leben. Mein Körper riecht anders, ich habe 12 kg zugenommen, bin oft müde,und auch ähnlich hoffnungslos, verzagt wie vorher - nur kann ich mich nach all der Zeit gar nicht mehr erinnern, wie es ohne war.
Das sind doch wirklich gute Gründe das AD loszuwerden. :D
. Habe aber auch gemerkt, dass wenn ich das Medikament mal ein paar Tage nicht genommen habe (auf Reisen oder in Stresszeiten vergessen) es mir extrem schlecht ging. Was wohl erste Absetzsymptome waren.
Ja, das waren Absetzsymptome.

hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Infos: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19484
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 6968 Mal
Danksagung erhalten: 9378 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo Frühlingsfee,

willkommen im Forum :).

Eine Langzeit-AD - Einnahme tut dem Körper nicht gut. Die AD bringen die Hormone und Neurotransmitter durcheinander und haben mannigfaltige Störwirkungen auf den Organismus. Es lohnt sich wirklich, das Escitalopram mal runterzufahren, um zu schauen, was dein Körper macht, wenn man ihn nicht ständig mittels Chemiebombe dazu zwingt, anders zu funktionieren als es seinem natürlichen Gleichgewicht entspricht.

Wurden bei dir mal die Schilddrüsenwerte gecheckt? Bei deinen PMS Problemen, die jetzt anscheinend neu dazu gekommen sind, muss man ggf. auch über einen frühen (Vor-) Beginn der Wechseljahre nachdenken bzw. es könnten auch die Hormone außer Rand und Band sein, wobei man da etwas vorsichtig sein muss, denn ein Hormonungleichgewicht kann eben Antidepressiv-induziert sein.

Für den Entzug solltest du ca. 12-18 Monate einkalkulieren, das schon mal zum moralisch-drauf-einstellen :).

Wir empfehlen Reduktionen von 10% alle 4-6 Wochen, weil das ein schonendes Ausschleichen ist, bei dem das ZNS die Möglichkeit hat, sich dem verminderten Wirkstoffangebot anzupassen.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Rune
Beiträge: 27
Registriert: 09.02.2017 13:25
Wohnort: Edewecht
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Rune »

Hallo Frühlingsfee (was für ein schöner Name :) )

willkommen.

Was du beschreibst kann ich nachvollziehen betreffend der Woche vor den Tagen....

Mein erster Gedanke war auch die Schilddrüse. Wenn ich in der Unterfunktion bin ist PMS bei mir auch schlimmer. Letztes Jahr hatte ich eine massive Unterfunktion, was mich direkt in eine tiefe Depression versetzte.

Nimmst du hormonelle Verhütung?

Ich kann dir nur sagen , dass du hier sehr gut aufgehoben bist.

Ich habe hier gelernt geduldig zu sein, und dass wildes hin und her dosieren eher kontraproduktiv ist.

Auch hat mir geholfen, Vit D und B voll aufzufüllen.
Lasse doch die Werte einmal bestimmen.

Liebe Grüße,

Rune
2006: Beginn Trevilor 75 mg, rauf dosiert bis 225 mg wegen schwerer Depressionen, ebenfalls Auftreten von Hashi nach 1. Schwangerschaft

2004: 3 Monate psychosomatische Kur wegen Depression und Essstörung 3 Monate in Bad Essen, anschließend 1 Jahr ambulante Therapie.
in der Klinik auf 75 mg reduziert, dann kalt abgesetzt,ohne Symptome

2006: erneut Trevilor, 75 bis 150 mg wegen erneuter Depressionen nach persönlichem Einschnitt


2009: wieder kalt absetzen wollen, wusste von Absetzsymptomen nichts, dachte, ich muss das also weiternehmen und blieb bei 75 mg.
Mit Hilfe der HÄ auf 37.5 (Haltedosis), ohne Probleme, ohne Rückfall stabil.

Anfang 2010: dieses schnell ausgeschlichen wegen Schwangerschaft. Symptome minimal und nach 2 Wochen vorbei.

2014: erneut Venlafaxin bis 150 rauf wg. großem privatem Einschnitt der mich umgehauen hat.

2015: auf 75 runter weil ich mich leer und Gefühlsarm empfand . Dann wieder rauf wegen Aggressionen, Selbstverletzung und burnout.

2016: Wechsel zu fluoxetin 20mg in der Hoffnung, die Esssucht damit zu "behandeln ". Klappte aber nicht.Heißhunger blieb.

Psychisches Tief stellte sich als massive SD Unterfunktion heraus wofür ich wochenlang bei Ärzten gekämpft habe. Jeder stempelte mich als Psycho ab und wollte mich weiter raufdosieren.

Aaaaber: Tolle Endokrinologin in Leer bestätigte endlich meinen Verdacht eines Hashi-Schubes. Verantwortlich für Panik, Müdigkeit, Burnout, WasserEinlagerung und Fressanfälle war die SDU.
Einstellen der Werte und beheben der Anämie (Folsäure und Eisen) wurde ich wieder Mensch.
heute: Vertrauen in die Therapeutin verloren, Dez 2016 auf eigene Faust begonnen auszuschleichen.

Bis jetzt auf etwas mehr als eine viertel Tablette runter. Also weniger als 10 mg, mehr als 5.
Absetzerscheinungen halten sich in Grenzen.

15.02.17: runter auf 5 mg. Symptome schwanken in ihrer Stärke.
Nehme nun verschiedene Aminosäuren zum Auffangen. Klappt relativ gut.

03.03.17: Seit der Reduzierung ununterbrochen Heißhunger und weniger belastbar. Durch viel privaten Müll der auf uns zu kam, war das Halten der 5mg nicht machbar für mich. Heute wieder rauf auf 8mg.

Plan: Halten für 3 Wochen, dann mit der WLM in 10 Prozent Schritten alle 6 Wochen runter.
Aminosäuren behalte ich bei, bin damit fitter (Glutamin, Arginin, Citrullin, Asparaginsäure, Kreatin. Nicht zuletzt auch weil ich wieder intensiv Krafttraining betreibe. Endlich wieder möglich nach monatelanger Zwangspause)

30.03.17 : bleibe vorerst bei [b]8mg[/b](benutze die WLM) Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl schränken mich zu stark ein.

Grund für das Ausschleichen: 12 Jahre AD reichen. Ich will dieses Teufelszeug nicht mehr. Ich bin sicher, inzwischen schaffe ich es auch ohne. Außerdem ist meine Libido auf Null runter.
TherapeutIn kann mich gerne haben. Zu ihr kein Vertrauen mehr. Hält Absetzsymptome für eine Erfindung. Ist überzeugt, dass es sich um Rückfälle handelt.

Sonstige Medis: LTHYROX 175 wg. Hashimoto (welches mein persönlicher Hauptverdächtiger für meine psych Probleme schon immer war, Ärzte aber zu unfähig und unwissend sind was Hashi betrifft)

Desweiteren suplimentiere ich einiges an NE um das Absetzen zu erleichtern und meine SD zu unterstützen.

41 Jahre, 3 Kinder

carlotta
Beiträge: 4431
Registriert: 17.04.2012 16:10
Hat sich bedankt: 2904 Mal
Danksagung erhalten: 1673 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von carlotta »

Hallo Ihr,
Rune hat geschrieben:Auch hat mir geholfen, Vit D und B voll aufzufüllen.
Lasse doch die Werte einmal bestimmen.
Selbst wenn die Werte im Keller sind, kommt es vor, dass gerade Vitamin D und div. B-Vitamine schlecht im Entzug vertragen werden. Daher immer nur Monopräparate wählen und ganz kleine Dosierungen antesten, bevor man steigert.

Frühlingsfee, ich lese in Deiner Signatur, dass sich bei Dir die Citalopram-Einnahme bereits vor Jahren auf den Zyklus ausgewirkt hat. Hat sich das unter Escitalopram nochmals geändert?

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]

Rune
Beiträge: 27
Registriert: 09.02.2017 13:25
Wohnort: Edewecht
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Rune »

Gut zu wissen Carlotta :hug:

Ich werde das nach der nächsten B Injektion mal beobachten.

Bei der letzten war ich nämlich noch nicht im Entzug.

Grüßle,
Rune
2006: Beginn Trevilor 75 mg, rauf dosiert bis 225 mg wegen schwerer Depressionen, ebenfalls Auftreten von Hashi nach 1. Schwangerschaft

2004: 3 Monate psychosomatische Kur wegen Depression und Essstörung 3 Monate in Bad Essen, anschließend 1 Jahr ambulante Therapie.
in der Klinik auf 75 mg reduziert, dann kalt abgesetzt,ohne Symptome

2006: erneut Trevilor, 75 bis 150 mg wegen erneuter Depressionen nach persönlichem Einschnitt


2009: wieder kalt absetzen wollen, wusste von Absetzsymptomen nichts, dachte, ich muss das also weiternehmen und blieb bei 75 mg.
Mit Hilfe der HÄ auf 37.5 (Haltedosis), ohne Probleme, ohne Rückfall stabil.

Anfang 2010: dieses schnell ausgeschlichen wegen Schwangerschaft. Symptome minimal und nach 2 Wochen vorbei.

2014: erneut Venlafaxin bis 150 rauf wg. großem privatem Einschnitt der mich umgehauen hat.

2015: auf 75 runter weil ich mich leer und Gefühlsarm empfand . Dann wieder rauf wegen Aggressionen, Selbstverletzung und burnout.

2016: Wechsel zu fluoxetin 20mg in der Hoffnung, die Esssucht damit zu "behandeln ". Klappte aber nicht.Heißhunger blieb.

Psychisches Tief stellte sich als massive SD Unterfunktion heraus wofür ich wochenlang bei Ärzten gekämpft habe. Jeder stempelte mich als Psycho ab und wollte mich weiter raufdosieren.

Aaaaber: Tolle Endokrinologin in Leer bestätigte endlich meinen Verdacht eines Hashi-Schubes. Verantwortlich für Panik, Müdigkeit, Burnout, WasserEinlagerung und Fressanfälle war die SDU.
Einstellen der Werte und beheben der Anämie (Folsäure und Eisen) wurde ich wieder Mensch.
heute: Vertrauen in die Therapeutin verloren, Dez 2016 auf eigene Faust begonnen auszuschleichen.

Bis jetzt auf etwas mehr als eine viertel Tablette runter. Also weniger als 10 mg, mehr als 5.
Absetzerscheinungen halten sich in Grenzen.

15.02.17: runter auf 5 mg. Symptome schwanken in ihrer Stärke.
Nehme nun verschiedene Aminosäuren zum Auffangen. Klappt relativ gut.

03.03.17: Seit der Reduzierung ununterbrochen Heißhunger und weniger belastbar. Durch viel privaten Müll der auf uns zu kam, war das Halten der 5mg nicht machbar für mich. Heute wieder rauf auf 8mg.

Plan: Halten für 3 Wochen, dann mit der WLM in 10 Prozent Schritten alle 6 Wochen runter.
Aminosäuren behalte ich bei, bin damit fitter (Glutamin, Arginin, Citrullin, Asparaginsäure, Kreatin. Nicht zuletzt auch weil ich wieder intensiv Krafttraining betreibe. Endlich wieder möglich nach monatelanger Zwangspause)

30.03.17 : bleibe vorerst bei [b]8mg[/b](benutze die WLM) Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl schränken mich zu stark ein.

Grund für das Ausschleichen: 12 Jahre AD reichen. Ich will dieses Teufelszeug nicht mehr. Ich bin sicher, inzwischen schaffe ich es auch ohne. Außerdem ist meine Libido auf Null runter.
TherapeutIn kann mich gerne haben. Zu ihr kein Vertrauen mehr. Hält Absetzsymptome für eine Erfindung. Ist überzeugt, dass es sich um Rückfälle handelt.

Sonstige Medis: LTHYROX 175 wg. Hashimoto (welches mein persönlicher Hauptverdächtiger für meine psych Probleme schon immer war, Ärzte aber zu unfähig und unwissend sind was Hashi betrifft)

Desweiteren suplimentiere ich einiges an NE um das Absetzen zu erleichtern und meine SD zu unterstützen.

41 Jahre, 3 Kinder

Fruehlingsfee
Beiträge: 2
Registriert: 31.03.2017 21:16
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Fruehlingsfee »

Hallo zusammen,
lieben Dank erstmal euch allen für eure ausführlichen und anteilnehmenden Antworten. Mir ging es letzte Zeit nicht gut und dann mag ich noch nicht mal meinen PC anmachen. Entschuldigt daher meine späte Reaktion auf eure schnellen Antworten.
Zu euren verschiedenen Hinweisen: Schilddrüse kam bei mir auch immer wieder ins Gespräch, die Werte waren aber stets OK. Zu den frühen Wechseljahren - oder deren Beginn - meine Frauenärztin, die ich für kompetent halte, aber man weiß ja nie - sagte, dass meine anderen Parameter nicht für bereits frühe Wechseljahre sprechen. Eher sagte Sie, dass häufig die Regel stärker werde um die 40 und bei vielen dann auch PMS stärker werde. Sie fragte, ob ich nicht mal ein AD probieren wolle :-)? Danke - nehm ich schon seit nem Jahrzehnt.

Ich habe hier im Forum auch irgendetwas von pflanzlichen Mitteln gelesen gegen PMS. Muss das auch noch mal recherchieren.
Grundsätzlich ist es so, dass - auch wenn es mir zur Zeit wieder oft schlecht geht - ich einige Langzeitfreunde gefragt habe, wie sie mich jetzt wahrnehmen im Vergleich zu der vor der Einnahme. Zwei enge Freundinnen meinten, dass sie mich schon als viel stabiler wahrnähmen als früher. Und als ich in alten Tagebüchern gelesen habe, hat sich dieser Eindruck auch verhärtet.
Daher habe ich schon eine gewisse Angst, das Ausschleichen umzuzsetzen.
Denn wenn ich die Einträge hier richtig verstanden habe, soll man dann ja auch nicht irgendwann wieder einsteigen, bzw. ist die problematisch. Und muss ebenso langsam angeganen werden, oder?
Hormonelle Verhütungsmittel nehme ich nicht.
Zu deiner Frage Carlotta mit der Regelstärke.
Ich war jahrelang recht "unterentwickelt", immer "zu" dünn, schneller Stoffwechsel und habe meine Tage erst sehr spät bekommen, sie wurden mit 18 von der Frauenärztin durch die Pille eigentlich erst richtig angeregt (die ich nur deswegen nahm) und haben sich danach stabilisert. Ich hatte sei aber recht schwach. Unter meinem geringen Gewicht habe ich gelitten, konne essen wie Scheunendrescher aber wog trotzdem nur knapp 50 und man schätze mich oft als magersüchtig ein.
Durch Cipramil ist mein Körper komplett "weiblicher" geworden, größere Brüste, etwas stärkere Tage und eben auch ein anderer Körpergeruch. Eigentlich habe ich mich wohl damit gefühlt und eben auch stärker und stabiler - war sonst nur ein Blättchen im Wind - aber es war eben auch spooky. Und ist es im Grunde immer noch.
Meine verschiedenen Psychiater, die ich getestet habe, sagen natürlich alle: wenn es mir nicht gut geht und das konstant und mein Leben gerade in keiner stabilen Phase ist (war es nie, ich pendele auch jetzt durch die Republik) sei das kein guter Zeitpunkt zum Aufhören.
Was sie natürlich immer sagen.
Aber eventuell stimmt es ja auch für mich.
Soweit erstmal von mir,
vielen Dank für eure Aufmerksamkeit,
Frühlingsfee
Diagonose: Depression, Ängste, Panikattacken, Posttraumatische Belastunggstörungen, Frühkindliche Trennungstraumata, Gefühl von Hüllenlosigkeit, hohe Verletzlichkeit
1998/99 Insidon, trotz Nebenwirkungen ca 8 Monate genommen
2000: Paroxetin Übelkeit, Schwindel, Gefühl zusammenzubrechen,
Medikenet, wegen Verdacht ADHS, Sulpirid: nur jeweils eine genommen, Übelkeit, Erbrechen - Pause
2004: Im Klinikaufenthalt Carbamazepim, überhaupt nicht vertragen, trotzdem über fünf Wochen genommen
2005- ca 2012: Citalopram von 10 mg auf 20 mg eingeschlichen, anfangs extremste schwer aushaltbare NW, dann vertragen, über Jahre starke Gewichtszunahme, erhöhte Regelstärke
ca 2012: gewechselt auf Cipralex 20 mg
2014: erfahren, dass Cipralex 10 mg Citalopram 20 mg entspricht und ich zuviel nehme. Runter auf 10 mg
seit dem 10 mg und in Phasen von Belastung für einige Tage oder ein bis zwei Wochen punktuelle Erhöhung auf 15 mg

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19484
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 6968 Mal
Danksagung erhalten: 9378 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo Frühlingsfee :)
Grundsätzlich ist es so, dass - auch wenn es mir zur Zeit wieder oft schlecht geht - ich einige Langzeitfreunde gefragt habe, wie sie mich jetzt wahrnehmen im Vergleich zu der vor der Einnahme. Zwei enge Freundinnen meinten, dass sie mich schon als viel stabiler wahrnähmen als früher. Und als ich in alten Tagebüchern gelesen habe, hat sich dieser Eindruck auch verhärtet.
Der Beginn der Einnahme liegt 12 Jahre zurück; ohne die Beurteilungskompetenz deiner Freundinnen in Zweifel ziehen zu wollen, glaube ich nicht, dass ihre Einschätzungen eine größere Aussagekraft haben. Woher wissen deine Freundinnen denn (oder du), ob deine größere Stabilität nicht auch dadurch gekommen ist, weil du Dinge in deinem Leben geändert hast, Probleme angegangen hast, dich weiterentwickelt hast etc.?
Kausalität und Korrelation bitte nicht verwechseln.

Warum geht es dir denn wieder schlecht in letzter Zeit? Meistens gibt es Auslöser? Sollte es diese geben, sollte man sich dem zuwenden und nicht sofort eine Depression dafür verantwortlich machen. Das kann auch hinderlich sein, sich dem Leben zu stellen; so nach dem Motto "Ach das ist meine Depression, das war schon immer so, ich kann nicht anders". Solche "Ausreden" gilt es kritisch zu hinterfragen.

Ich werde hier keinen bequatschen sein AD abzusetzen, wenn er nicht will oder sich nicht traut, aber ich glaube kaum, dass du, dein Körper und deine Seele eigentlich wissen, wer du eigentlich bist ohne Medikamente und es könnte eine Chance sein einmal auf Entdeckungsreise zu gehen, wer diese Frühlingsfee ist, wenn ihr Gefühlsleben nicht künstlich gedeckelt und eingelullt ist. :)
Aber letztlich geht jedem Absetzen der Wille voraus, es auch zu wollen. Wer nicht hintendran steht, hat keine guten Karten.

Was spricht denn dagegen, erst einmal nur eine ganz kleine Menge wegzulassen, zB 0,5mg und einfach mal vorurteilsfrei zu beobachten?

Grüße, schönes Wochenende
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Chrissie
Beiträge: 164
Registriert: 21.02.2017 15:11
Danksagung erhalten: 90 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Chrissie »

Hallo Frühlingsfee,
vom Aufdosieren würde ich dir auch schon mal eindeutig abraten, ich glaube nicht,dass das deine Situation verbessern würde.
Ich selber setze gerade Citalopram ab, nehme es schon über ein Jahr. Ich bin sicher auch ohne das Zeug auszukommen mittlerweile, möchte einfach auch wissen wer ich selber bin und wo ich stehe ohne AD.
Habe auch 8 kg zugelegt über die ich ziemlich unglücklich bin.
Die Entscheidung was du machst bleibt natürlich dir selber überlassen, die kann und soll dir keiner abnehmen :wink:
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, bin gespannt wie du dich entscheidest,
es muss auf jeden Fall für dich passen!
Liebe Grüsse von Chrissie
Februar 2016: schwere depressive Episode mit Panikstörung Opipramol und Mirtazapin
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis halbiert
Ab 21.Juni 2017: wieder bei 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin (neuropathische Schmerzen)
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum (Diagnose bipolar bekommen, nicht nur Depressionen :evil: )
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar 2018 : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!
Stand Februar 2019: 50 mg Pregabalin, 1125mg Lithium, 200mg Lamotrigin (seit Mai 2018), 10mg Abilify (seit 11.02.)
Das Abilify wurde gegen 50 mg Quetiapin ausgetauscht das ich ebenfalls seit Mai 2018 genommen habe
Für mich momentan der Horror, wollte alles loswerden und rutsche da nur von einem Medi zum Anderen :?

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Verschiedene Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Liebes Forum,

ich weiß nicht, ob ich an dieser Stelle einen persönlichen Fall schildern kann. Ich tue es einfach, da ich recht verzweifelt bin und auf eure Hilfe hoffe. Ich war hier schon einmal 2017 als Frühlingsfee aktiv, komme aber nicht mehr an die entsprechenden Daten und Passwörter, da ich nur noch die Emailadresse kenne, die ich hier angegeben habe.

Dort hatte ich auch eine Signatur, da ich gerade massiv unter Medikamentennebenwirkungeneinfluss stehe, kann ich meine ganze Geschichte mit allen Daten gerade nicht zu "Papier" bringen. Nur soviel: Seit 15 Jahren nehme ich Cipralex. Nach einer OP in diesem Mai, die extreme Ängste und Panikattacken ausgelöst hat, bin ich aufgelöst in die Psychiatrie gegangen. Dort habe ich

1.) eine Woche Tavor 0,5 mg bekommen, die letzten zwei Tage nur noch 2,5 mg. Da ich im Anschluss sehr aufgewühlt und traurig war und keine Ruhe gefunden habe, hat man mir wegen meiner Dünnhäutigkeit Olanzapin verschrieben.

2.) Ich nahm am ersten Tag Mitte Juni 2,5 mg, war davon recht angematscht und in den Folgetagen bekam ich nur noch 1,25 mg. Ein starker Appetit setzte ein, die Stimmung besserte sich und ich war positiver "drauf". Es wurde erhöht auf 1,9 mg aber weil der Heißhunger so stark war, wieder auf 1,25 mg runtergestuft. Parallel wurde Cipralex auf 15 mg aufgestockt, in ca 15 Tagen. Ab Ende Juli wurde auch das Olanzapin auf 2,5 mg erhöht. Ab da ging es mir immer schlechter, ich wachte früh morgens auf, war verzweifelt, musste vor mich hin stöhnen, die frühen Morgende bis Mittag waren wahnsinnig schwer.

3.) Nach einer Panikattacke im Zug bekam ich wieder Tavor

4.)Nachdem es mir immer schlechter ging und die Anspannung auch von Aggression und wimmernder Unruhe, Stöhnen begleitet wurde, sollte ich Olanzapin auf 5 mg erhöhen. Da ich davor aber schon einmal Herzschlagverlangsamung von 2,5 mg bekam, lehnte ich ab. Schließlich wurde mir alternativ zwei Mal 0,25 mg Risperidon gegeben, Ich war total ausgeknockt, die Nächte wurden immer schlechter, ich bekam zusätzlich 7,5 mg Zopiklon.Womit ich trotzdem nur drei Stunden schlief.

5.)Es kam wieder zu Panikattacken, parallel aber auch zu einer kaum erträglichen DauerUnruhe, wie einem Dauerbedrohungsgefühl, verbunden mit extremer körperlicher Anspannung. Immer wieder bekam ich Tavor, parallel auch manchmal noch Risperidon zum Olanzapin, Risperidon wurde mit Unterbrechung gegeben, aber wieder abgesetzt wurde. kurz: Es war alles durcheinander und ich total Ko.

In den Wochenenden im August habe ich immer wieder Tavor 0,5 mg genommen.Ohne dies war ich extrem fahrig, verzweifelt und in höchster Not.

6.) Dann wurde noch Pregabalin ausprobiert, um mich von dem Tavor wegzubekommen, was aber extreme Kopfschmerzen und Muskelzuckungen auslöste. auch Atosil wurde noch versucht. Ex war ein totales Wirrwarr und mir ging es immer schlechter, oft hatte ich Zittern, Schweißausbrüche morgens und war und bin völlig kraftlos.

Das Olanzapin wurde langsam runtergesetzt und ist jetzt nur noch bei 0,65 mg, auch das Cipralex wurde relatv zügig wieder auf 10 mg runtergesetzt.

7.) Inzwischen ist es so, dass ich ab dem frühen Morgen manchmal schon mitten in der Nacht in einen extremen Zustand von Verzweifelung, Angst und Höchstspannung verfalle, der schier nicht aushaltbar ist. Es fühlt sich wie ferngesteuert an.Ich jammere, wimmere stöhne, kann mich nicht ruhig halten und habe höchst aggressive Impulse, zerfetze Sachen, völlig krass. Ich halte es den Tag über kaum aus. Ich habe Schüttelfrost, Schweißausbrüche, stehe neben mir und muss mich bäumen und wimmern wie in höchster Not, über Stunden, so etwas Schlimmes habe ich noch nicht erlebt. Wieder wird von den Ärzten kein Zusammenhang mit den Medikamenten gesehen, sondern es auf die Lebensumstände geschoben.

8.) Weil man mich nicht in diesem Zustand lassen "kann", bekomme ich Anfang September Fünf Tage Tavor, danach falle ich wieder voll ab, man kritisiert mich,weil ich nicht noch einmal Pregabalin als Ersatz probieren will. Ich schleppe mich durch die Tage wie ein Zombie. Dann gibt es wieder Tavor. Ich fühle mich gleichzeitig völlig kraftlos wie unter extremer Höchstspannung, die mein Körper nicht tragen kann, ohne sich zu bäumen und zu schütteln, kann nicht still sitzen, habe Schweißausbrüche. Das schlimmste sind die Autoagressionen, muss mich in die Hand beißen etc. Ich bin völlig rasend und kann nur abends ab 18h meist etwas zur Ruhe kommen, vorher normales Handeln unmöglich.

9.) Nun nehme ich 10 mg Cipralex, 0,65 Olanzapin und immer wieder Tavor und Zopiklon ohne die der Zustand unaushaltbar ist. Bisher aber bis auf Anfang September nicht mehrere Tage am Stück, immer ein zwei Tage Pause dazwischen. Es ist alles durcheinander und ich habe Angst, dass etwas nachhaltig "kaputt" ist. Die extreme Hochspannung bei gleichzeitiger Angst, Unruhe und Verzweifelung, Autoaggression ist nicht aushaltbar.
Ich soll nun entweder noch einmal Pregabalin probieren, das Olanzapin ganz absetzen (von 0,65 aber immer mal wieder zwischendurch auch 1,9 mg bei "Bedarf", um abends zu Ruhe zu kommen) oder wenn ich meine vom Tavor abhängig zu sein mit einem anderen Medikament einen Entzug zu machen. Seit über drei Wochen kämpfe ich über 10 Stunden mit einem fremdgesteuerten, unaushaltbaren Zustand und kenne die genaue Ursache nicht.Ich wälze mich im Bett in Panik und unter Stöhnen hin und her, kann nicht still halten.

So besser bekomme ich es gerade nicht hin. Es ist einfach ein nie gekannter unaushaltbarer Zustand in dem ich komplett handlungsunfähig bin und fahrig, nichts in Ruhe machen kann. Lange ist er nicht mehr aushaltbar. Ich würde gerne die Ursache kennen und dort ansetzen. Vielleicht habt ihr eine Idee wo ansetzen.
Alles Liebe und 1000 Dank
Schneewesen
Zuletzt geändert von Murmeline am 20.09.2018 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Leerzeilen eingefügt
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15828
Registriert: 11.01.2015 13:50
Hat sich bedankt: 3255 Mal
Danksagung erhalten: 4691 Mal

Re: Aufstocken und langsam absetzen? / Escitalopram

Beitrag von Murmeline »

Threads zusammengelegt, willkommen zurück!

reddie
Beiträge: 297
Registriert: 28.04.2018 12:00
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 116 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von reddie »

Liebes Schneewesen,

es tut mir sehr leid, in welcher großen Not Du Dich befindest. Deine Zustände kommen mir sehr bekannt vor (Angst, starke Unruhe, Wut). Ich bin leider etwas ratlos, was ich Dir empfehlen kann. Pregabalin (Lyrika) wirkt bei mir schon ziemlich dämpfend. Ich nehme es nicht jeden Tag, da ich verdammte Angst vor einer Abhängigkeit und Verschlechterung meines Zustandes habe. Der Zustand unter diesem Medikament ist nicht optimal, ich finde etwas wie besoffen, aber irgendwie legt es sich wie eine Schutzschicht um die Nerven. Wenn es aufhört zu wirken, geht der Mist allerdings wieder los. Ach, ja bei mir wirkt es auch gegen Nervenschmerzen. Tavor nehme ich ebenfalls, aber eben so wenig wie möglich. Im Grunde einen Tag Pregabalin, einen Tag Tavor. Oft kämpfe ich darum, nichts zu nehmen, aber diese unaushaltbaren Zustände, können ja auch nicht gut für das Nervensystem sein, das ich doch traumatisch. Wenn ich eins von den beiden einnehme, rede ich mir gut zu, dass es bald besser wird. Ich bin noch nicht so weit, es ohne Medikamente zu schaffen. Leider!

Mein Zustand hat sich nach der ca. einjährigen Einnahme von Ecitalopram so verschlechtert. Bin mir aber nicht sicher, weil mein Leben sehr stressig war in dieser Zeit und ich auch zwei Todesfälle zu verarbeiten habe. Ich hatte mein Leben lang Depressionen, aber dieses Unaushaltbare, wenn das Nervensystem durchdreht ist schon ne andere Hausnummer.

Die Nebenwirkung Kopfschmerzen bei Pregabalin habe ich zum Glück nicht, nur Gangunsicherheit, muss unbedingt aufpassen, dass ich mir nicht was breche, weil ich im zweiten Stock wohne und mich dann nicht mehr selbst versorgen könnte, und Benommenheit. Deshalb nehme ich das Prega meist nachmittags und am nächsten morgen wirkt es noch nach. Ärzte behaupten ja, wenn man es regelmäßig nimmt, legen sich die Nebenwirkungen.

Du könntest noch CBD-Öl ausprobieren oder Lavendelöl-Kapseln, ein bisschen ein Tropfen auf den heißen Stein, aber diese Dinge wirken schon beruhigend.

Lebst Du alleine so wie ich? Es ist schwer oder? Aber zum Glück belaste ich nicht noch einen Partner mit diesen Zuständen. Man kann sich ja einfach nicht zusammenreißen.

Erstmal Willkommen zurück und ich hoffe, Du kannst etwas Erleichterung im Austausch finden.

Liebe Grüße
reddie
[spoil]Geboren 1968, alleinstehend, seit 2015 berentet.

Symptome

- Depressionen (schon als Kind),

- selbstverletztends Verhalten (Rauchen, früher Alkoholabhängigkeit in der jungen Erwachsenzeit, jetzt trocken, schädigende Liebesbeziehungen, Sucht allgemein),

- Ängste, generalisiert und Sozialphobie, seit Absetzen von Ecitalopram Panik bei Früherwachen, sozialer Rückzug,

- quälende Schmerzen in der Brustwirbelsäule ohne Befund, Gelenkschmerzen, Lymphödem linkes Bein.

Lebensereignisse/Medikamente

1999: Suizid des Vaters, der lange depressiv war und valiumabhängig, drei Tage nach der Ersteinnahme von Trevilor/nach seinem ersten Besuch bei einem Neurologen.

2005: fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs, Chemotherapie mit Cisplatin und Bestrahlungen. Aufgrund der Belastung das erste Mal LORAZEPAM (1mg), damals täglich.

2010 - 2015: TRAMADOLabhängikeit, Dosissteigerung von 200mg - 600 mg täglich. 2015 zu Hause kleinschrittig abdosiert. Hat am Anfang gut gegen Schmerzen und Depression gewirkt. Die Wirkung war immer kürzer und danach verschlimmerten sich alle psychischen und körperlichen Symptome.

2015 - 2016: ECITALOPRAM (erst 5mg, dann 10mg), weil es nichts brachte nach einem halben Jahr nicht wie empfohlen (kannte das Forum noch nicht) ausgeschlichen, erst 5mg, dann 5mg alle zwei Tage... Hatte schon beim Einschleichen viele Symptome, dachte an Erstverschlechterung, aber im Endeffekt hat es mir nicht geholfen. Ich denke, ich bin im protahierten Entzug. Früher lag ich depressiv viel im Bett, jetzt bin ich eher getrieben und komme nicht zur Ruhe.

Dezember 2016: Tod meiner geliebten Mutter (78), die nie zum Arzt wollte (Multiorganversagen auf der Intensivstation nach künstlichem Koma).

2014 - 2019 PREGABALIN (150mg) alle 2 bis 3 Tage, LORAZEPAM (1mg) alle 2 bis 3 Tage. Bedarf wäre mehr da, aber ich will die Abhängigkeit loswerden. Früher mal mehr, teilweise täglich, einen Tag PREGABALIN, einen Tag LORAZEPAM.

Seit 2015 : KRATOMabhängig, hat zunächst gut gegen Gelenkschmerzen, Ängste und Depressionen geholfen. Dosissteigerung leider nötig, aber nicht solche Nebenwirkungen wie beim ECITALOPRAM.

Anfang 2018: Tod meiner besten Freundin (82), lange Spiegeltrinkerin, an Leberversagen verstorben. Habe mit ihr eine schwierige, aber auch erfüllte Zeit durchgestanden.

Mein Ziel

vor allem PREGABALIN so selten wie möglich nehmen, weil es nach Abklingen der Wirkung eine Symptomverschlechterung bringt (Schmerzen, Ängste, Wut). Ich nehme auch kleinere Dosierungen als früher (25mg). Manchmal ist es aber nicht auszuhalten, bin mir nicht sicher, von was ich nun körperlich abhängig bin, psychisch abhängig bin ich sowieso.

Psychisch muss ich mich nach den Todesfällen stabilisieren, damit ich auch weniger rauche und Kratom nehme. Nie wieder Antidepressiva!

Was auch noch hilft ist Kraft aus der Natur: CBD-Tropfen, Lavendelöl-Kapseln.

seit August 2018: runterdosiert von ca. 40g Kratom auf 20g. Es hilft mir sehr gegen meine Schmerzen. Ich muss jedoch meine Toleranz senken.

Danke, dass es dieses Forum gibt. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen, dass der Entzug des ECITALOPRAMs noch immer Probleme macht.
:pillowtalk:[/spoil]

Seit Mitte 2019 150mg Pregabalin, 3mal täglich

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 3966 Mal
Danksagung erhalten: 1774 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Ululu »

Hallo Schneewesen, :)

willkommen zurück, auch wenn der Anlass natürlich kein schöner ist.
Es passiert leider immer wieder, dass Menschen durch häufiges An- und Absetzen verschiedenster Psychopharmaka in solche unaushaltbare Zustände gebracht werden, wie du sie jetzt gerade erleben musst.

Diese Medikamente greifen massiv in unseren Hirnstoffwechsel ein und beeinflussen die Botenstoffe, die nahezu alle Prozesse in deinem Körper steuern.
Für das Gehirn ist es jedes mal, wenn du an den Medikamenten etwas veränderst eine Höchstleistung, sich an die neuen Umstände anzupassen.

Irgendwann reagiert es dann total gereizt und man erlebt solche Zustände wie du im Moment.
Ich glaube nicht, dass es irgendein Medikament gibt, das die helfen kann.
Im Gegenteil jede Veränderung bringt jetzt noch mehr Unruhe ins System.
So schwer das ist aber meiner Meinung nach brauchst du jetzt in erster Linie Stabilität und Geduld.

Unser Gehirn ist neuroplastisch und kann sich selbst wieder heilen, dafür braucht es allerdings Zeit und möglichst viel Ruhe.
Versuch ihm das zu geben
Mir ist bewusst, dass das, was du im Moment erlebst extrem schlecht auszuhalten ist aber nach unserer Erfahrung kann dir nur die Zeit helfen.
:hug:

Vielleicht findest in unserer Rubrik Umgang mit dem Entzug etwas das für dich hilfreich ist.
Wir haben dort viele Tipps von Betroffenen gesammelt.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Liebe Ute, und lieber Schreiber vor Ute,

danke für eure raschen Antworten, die mir Mut machen. Es tut gut, nicht alleine damit zu sein. Ute, du schriebst, weniger machen, nicht noch ein neues Medikament, sondern Zeit mitbringen.
Es fühlt sich allerdings über den frühen Morgen bis in den Abend an wie ein Kampf ums Überleben, auch gegen Depression und Angst, schier nicht aushaltbar.
Ich bin deswegen jetzt wieder in die Klinik gegangen, weil ich nicht eine Minute still sitzen und nur durch die Wohnung gerast bin, heulend, stöhnend.
Daher nehme ich jetzt wieder Tavor, 2x0,5 mg morgens und abends und soll das jetzt regelmäßig machen, um diesen wimmernden, explosiven Zustand nicht auszuhalten. Weinen kann ich auch nicht mehr, es ist ein enormer Druck in mir.
Ich will jetzt das Olanzapin nach 3 Monaten absetzen, momentant von 1,25 mg auf 0,65 (zermörserte Tablette, ist recht schwer zu zerteilen. Meine Frage
1.) Sollte ich das in diesem Zustand jetzt nicht tun ? oder die Chance dass ich in der Klinik bin und das Zeug los werden will nutzen?
2.) erstmal weiter Tavor nehmen, regelmäßig statt zwischendurch das Höllental und in dieser Zeit das Olanzapin ausschleichen?
3.) Reicht dann nach 14 Tagen 1,25 (eine halbe), noch mal 14 Tage 0,65 (die Hälfte davon)? Eigentlich wird ja 10 Prozent empfohlen. Aber das ist kaum hinzukriegen
Lieben Dank für eure Antworten
euer Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
Beiträge: 1680
Registriert: 20.06.2018 15:26
Hat sich bedankt: 160 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

es gibt Olanzapin als Schmelztabletten von Heumann und du könntest mit der Wasserlösmethode

viewtopic.php?f=19&t=14698

besser und vor allem feinschrittiger reduzieren! Ich mache das auch gerade.

Aber eines nach dem anderen! Jetzt musst du erstmal schauen, dass etwas Stabilität rein kommt.

Zu den anderen Sachen sollen vielleicht lieber die anderen schreiben (ich bin immer dafür schwierige Phasen mit Tavor abzupuffern. Leider hat genau das mich wohl selbst auch in die Abhängigkeit bugsiert!)

Und ich mache gerade genau das, was du überlegst: Nehme vorerst weiter Tavor und reduziere Olanzapin. Mein Psychiater hätte es lieber anders herum gehabt. Bzw. überhaupt keine Reduzierung des Olanzapins.

Hast du psychotherapeutische Unterstützung und vielleicht einen der wenigen guten PsychiaterIn der oder die das Ganze begleitet?

Alles Liebe!
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19484
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 6968 Mal
Danksagung erhalten: 9378 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Jamie »

Hallo schneewesen :),

ich finde es schwierig dir etwas zu raten.
In einer Klinik ist es ja sowieso heikel etwas zu sagen, da die Betroffenen ja auf die Kooperation der Ärzte angewiesen sind und die sehen es erfahrungsgemäß anders als wir.

Ich kann die Olanzapinreduktion nur nachvollziehen, wenn du vermutest, dass es der Grund für deine schlimmen Zustände ist. Das würde ich dann nämlich auch so machen.
Ansonsten soll man natürlich in akuten Krisen nicht unbedingt anfangen die Medikamente zu reduzieren, weil das erfahrungsgemäß noch weiter destabilisiert (es sei denn natürlich das Medikament ist der Mit-Auslöser deiner Zustände, dann kann es auch genau das Richtige sein).

Tavor ist ein hilfreiches Akutmedikament, aber wenn du das ein paar Wochen täglich nimmst, wirst du abhängig werden. Da muss man sich gar nichts vormachen.
Es kann für manche Menschen in schweren Krisen sinnvoll sein es so zu machen und sich dann eben darauf einzustellen, dass danach ein neuer Entzug (des Benzos) nötig wird.

Noch einen Hinweis zu sich wie am Explodieren fühlen und es nicht rauslassen können.
Ich hatte das während meines Aufenthalts in der psychosomatischen Klinik im Jahr 2006 auch und es war ein grauenhaftes Gefühl, denn der psychische Druck war unerträglich.
Ich malte damals sinnbildlich einen brodelnden Vulkan, der aber nicht ausbrechen konnte und wo sich die Lava im Krater sammelt und nicht rausfließen kann.

Meine Erfahrung ist, sie kann aber zu deiner variieren, dass das nicht nur psychisch war, sondern es war ein Mischzustand zwischen Psyche und Medikamentennebenwirkungen auf einer irgendwie auch sehr körperlichen Ebene (unerträgliche Spannung); ich hatte nie mehr solche krassen Zustände wie damals und ich gebe dem Sertralin einen Großteil der Schuld, das ich kurz vorher fast kalt abgesetzt hatte und vorher schon nicht vertragen hatte, weil ich eine schlimme Akathisie darunter entwickelt hatte.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie

---
ergänzt
Zuletzt geändert von Jamie am 23.09.2018 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

reddie
Beiträge: 297
Registriert: 28.04.2018 12:00
Hat sich bedankt: 229 Mal
Danksagung erhalten: 116 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von reddie »

Liebes Schneewesen,

gut, dass Du Dir Hilfe suchen konntest und den schlimmen Kreislauf, diese Zustände in Deiner Wohnung auszuhalten, durchbrochen hast. Ich hoffe, Du kannst Dich in der Klinik stabilisieren. Tavor nimmt etwas den Druck raus, und Du bist ja zum Glück auch auf einer niedrigen Dosis. Ich bin der Meinung, manchmal muss es eben sein.

Wie Jamie schon schreibt, diese Zustände sind irgendwie sehr körperlich, stimmt schon, vor den Medikamenten hatte ich sowas auch nicht in der Stärke. Es ist zum aus der Haut fahren und Bewegung oder Ausagieren bringt keine Erleichterung. Die Spannung wird nicht abgeleitet, wie es bei rein psychischen Zuständen durch Weinen, Schreien, Erzählen, Sport möglich ist.

Ich wünsche dir einen ertragbaren Sonntag!

reddie
[spoil]Geboren 1968, alleinstehend, seit 2015 berentet.

Symptome

- Depressionen (schon als Kind),

- selbstverletztends Verhalten (Rauchen, früher Alkoholabhängigkeit in der jungen Erwachsenzeit, jetzt trocken, schädigende Liebesbeziehungen, Sucht allgemein),

- Ängste, generalisiert und Sozialphobie, seit Absetzen von Ecitalopram Panik bei Früherwachen, sozialer Rückzug,

- quälende Schmerzen in der Brustwirbelsäule ohne Befund, Gelenkschmerzen, Lymphödem linkes Bein.

Lebensereignisse/Medikamente

1999: Suizid des Vaters, der lange depressiv war und valiumabhängig, drei Tage nach der Ersteinnahme von Trevilor/nach seinem ersten Besuch bei einem Neurologen.

2005: fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs, Chemotherapie mit Cisplatin und Bestrahlungen. Aufgrund der Belastung das erste Mal LORAZEPAM (1mg), damals täglich.

2010 - 2015: TRAMADOLabhängikeit, Dosissteigerung von 200mg - 600 mg täglich. 2015 zu Hause kleinschrittig abdosiert. Hat am Anfang gut gegen Schmerzen und Depression gewirkt. Die Wirkung war immer kürzer und danach verschlimmerten sich alle psychischen und körperlichen Symptome.

2015 - 2016: ECITALOPRAM (erst 5mg, dann 10mg), weil es nichts brachte nach einem halben Jahr nicht wie empfohlen (kannte das Forum noch nicht) ausgeschlichen, erst 5mg, dann 5mg alle zwei Tage... Hatte schon beim Einschleichen viele Symptome, dachte an Erstverschlechterung, aber im Endeffekt hat es mir nicht geholfen. Ich denke, ich bin im protahierten Entzug. Früher lag ich depressiv viel im Bett, jetzt bin ich eher getrieben und komme nicht zur Ruhe.

Dezember 2016: Tod meiner geliebten Mutter (78), die nie zum Arzt wollte (Multiorganversagen auf der Intensivstation nach künstlichem Koma).

2014 - 2019 PREGABALIN (150mg) alle 2 bis 3 Tage, LORAZEPAM (1mg) alle 2 bis 3 Tage. Bedarf wäre mehr da, aber ich will die Abhängigkeit loswerden. Früher mal mehr, teilweise täglich, einen Tag PREGABALIN, einen Tag LORAZEPAM.

Seit 2015 : KRATOMabhängig, hat zunächst gut gegen Gelenkschmerzen, Ängste und Depressionen geholfen. Dosissteigerung leider nötig, aber nicht solche Nebenwirkungen wie beim ECITALOPRAM.

Anfang 2018: Tod meiner besten Freundin (82), lange Spiegeltrinkerin, an Leberversagen verstorben. Habe mit ihr eine schwierige, aber auch erfüllte Zeit durchgestanden.

Mein Ziel

vor allem PREGABALIN so selten wie möglich nehmen, weil es nach Abklingen der Wirkung eine Symptomverschlechterung bringt (Schmerzen, Ängste, Wut). Ich nehme auch kleinere Dosierungen als früher (25mg). Manchmal ist es aber nicht auszuhalten, bin mir nicht sicher, von was ich nun körperlich abhängig bin, psychisch abhängig bin ich sowieso.

Psychisch muss ich mich nach den Todesfällen stabilisieren, damit ich auch weniger rauche und Kratom nehme. Nie wieder Antidepressiva!

Was auch noch hilft ist Kraft aus der Natur: CBD-Tropfen, Lavendelöl-Kapseln.

seit August 2018: runterdosiert von ca. 40g Kratom auf 20g. Es hilft mir sehr gegen meine Schmerzen. Ich muss jedoch meine Toleranz senken.

Danke, dass es dieses Forum gibt. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen, dass der Entzug des ECITALOPRAMs noch immer Probleme macht.
:pillowtalk:[/spoil]

Seit Mitte 2019 150mg Pregabalin, 3mal täglich

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Danke für eure Antworten und Anteilnahme! Ich habe jetzt nochmal die Broschüre zum Absetzen von Neuroleptika gelesen, wirklich informativ. Dort stand ja interessanterweise auch, dass bei einer Dosiserhöhung durch eine veränderte Rezeptorwirkung auch Depressionen als Nebenwirkungen auftauchen können. Und bei mir ging es ja damit los, dass ich von 1,25 mg auf 2,5 mg gegangen bin (mit Zwischenschritten). Da kam das morgendliche mich Winden und die tiefe Verzweifelung dazu. Oder ist dieser Dosisbereich zu gering für solche Nebenwirkungen?

So schlimm wie nun die letzten Wochen mit der körperlichen Höchstspannung und dem ruhlosen Umherrasen und den Zustand nicht mehr aushalten können war es aber unmittelbar nach der Dosiserhöhung nicht.Das kommt dann vielleicht doch eher durch die Reduktion.
Also ich bin gerade unsicher, ob die heftigen Probleme eher durch das Reduzieren kamen oder durch das Medikament selbst. Das immer wieder n Tavor und Zopiklon und dann nach ein paar Tagen wieder Pause von diesen zu machen, hat vielleicht auch zu den heftigen Reaktionen beigetragen.

du Jamie, sagst ja in einer Krise solle man nicht reduzieren.

1. Wenn ich die Höchstspannung und ständige Bewegungsunruhe bei der Einnahme von 1,25 mg anfangs nicht hatte, spricht das eher für Probleme bei der zu schnellen Reduktion? Zu schnell von 1,25 mg auf 0,65mg ? In der Broschüre wurden zumindest ähnliche Absetzsymptome geschildert, ohne auf die Dosen einzugehen.
3.) Zur Zeit bin ich ohne Tavor in höchster Not und nehme es jetzt ja schon mehrere Wochen lang mehrmals pro Woche, einmal sogar fünf Tage am Stück.Jetzt wieder seit knapp einer Woche. Ich würde die Zeit in der Klinik eigentlich gerne nutzen zur Reduktion.
Ist ein so klein schrittiges Reduzieren in 10 Prozent Schritten auch nötig bei meinen eher kleinen Dosierungen? Bei einer Einnahme seit drei Monaten? Die Ärzte hier lassen sich auf die Wassermethode nicht ein, würden mir aber von einem anderen Hersteller Tropfen ( neurax o.ä.) besorgen.
Oder besser beim gleichen Hersteller (Zyprexa) bleiben und dann nur in Vierteln zu reduzieren?

Fragen über Fragen.
Ich bin einfach so verärgert, dass man mich gar nicht richtig aufgeklärt hat und mir wegen ganz normaler Angst nach OP ein Neuroleptikum verschrieben hat, für die dickere Haut..

Vielen Dank für euer Mitfühlen,
einen schönen Abend
Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 3966 Mal
Danksagung erhalten: 1774 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Ululu »

Hallo Schneewesen,

es ist häufig der Fall, dass man Nebenwirkungen und Absetzsymptome gleichzeitig hat.
Das macht die Sache nicht einfacher, das ist klar.

Es ist schwierig etwas zu raten, wenn du in der Klinik bist, du bist ja auf die Kooperation der Ärzte angewiesen.

Nach dreimonatiger Einnahmedauer könnte ein etwas schnelleres Vorgehen als die 10 % Regel funktionieren.
Das ist aber leider sehr unterschiedlich.

Ich würde versuchen, mich mit den Ärzten auf ein möglichst langsames Vorgehen zu einigen.
So langsam, wie sie bereit sind den Weg mitzugehen und es dann so versuchen.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

escargot
Beiträge: 1680
Registriert: 20.06.2018 15:26
Hat sich bedankt: 160 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

du scheinst zumindest auf einer offenen Station zu sein oder?

Und dort sind die Weißkittel etwas weniger mächtig. Ich bekam auf Station Zyprexa velotabs und auch die sollten ggf. wasserlöslich sein. Will dich hier zu nichts überreden oder so. Aber letztlich ist es unser Körper und wir sollten die letzte Entscheidung treffen dürfen und ich würde es vielleicht mit den Vierteln versuchen oder ggf. doch mit der Wasserlösmethode falls es erforderlich sein sollte feinschrittiger abzudosieren.

Aber wenn du zunächst Tavor reduzieren möchtest, dann bitte nicht gleichzeitig das Olanzapin. Sonst weißt du hinterher gar nicht mehr was von was kommt!

Alles Liebe die auf deinem individuellen Weg!
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Antworten