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Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Towanda
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Towanda »

Liebes Schneewesen,

es hilft Dir zwar für Deine akuten Probleme nicht weiter, ich möchte aber doch darauf hinweisen:

Ich habe nochmal nachgelesen, Deine Probleme begannen mit einer Operation. Welche Antibiotika hast Du da bekommen, i.v. oder oral? Es gibt die Gruppe der Fluorchinolone, die unter anderem solche Zustände auslösen können - nachzulesen hier: viewtopic.php?f=57&t=10157&hilit=fluorchinolone+forum oder hier: https://www.fluorchinolone-forum.de

Liebe Grüße,

Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

reddie
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von reddie »

Liebes Schneewesen,

ich wollte Dir nur viel Kraft wünschen. Ich kenne diese Unruhe- und Aggressionszustände, die sich durch Bewegung nicht bessern lassen. Ich jongliere auch noch mit den Medikamenten umher, habe aber keine Lösung parat.

Wünsche Dir baldige Erleichterung! :hug:
reddie
[spoil]Geboren 1968, alleinstehend, seit 2015 berentet.

Symptome

- Depressionen (schon als Kind),

- selbstverletztends Verhalten (Rauchen, früher Alkoholabhängigkeit in der jungen Erwachsenzeit, jetzt trocken, schädigende Liebesbeziehungen, Sucht allgemein),

- Ängste, generalisiert und Sozialphobie, seit Absetzen von Ecitalopram Panik bei Früherwachen, sozialer Rückzug,

- quälende Schmerzen in der Brustwirbelsäule ohne Befund, Gelenkschmerzen, Lymphödem linkes Bein.

Lebensereignisse/Medikamente

1999: Suizid des Vaters, der lange depressiv war und valiumabhängig, drei Tage nach der Ersteinnahme von Trevilor/nach seinem ersten Besuch bei einem Neurologen.

2005: fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs, Chemotherapie mit Cisplatin und Bestrahlungen. Aufgrund der Belastung das erste Mal LORAZEPAM (1mg), damals täglich.

2010 - 2015: TRAMADOLabhängikeit, Dosissteigerung von 200mg - 600 mg täglich. 2015 zu Hause kleinschrittig abdosiert. Hat am Anfang gut gegen Schmerzen und Depression gewirkt. Die Wirkung war immer kürzer und danach verschlimmerten sich alle psychischen und körperlichen Symptome.

2015 - 2016: ECITALOPRAM (erst 5mg, dann 10mg), weil es nichts brachte nach einem halben Jahr nicht wie empfohlen (kannte das Forum noch nicht) ausgeschlichen, erst 5mg, dann 5mg alle zwei Tage... Hatte schon beim Einschleichen viele Symptome, dachte an Erstverschlechterung, aber im Endeffekt hat es mir nicht geholfen. Ich denke, ich bin im protahierten Entzug. Früher lag ich depressiv viel im Bett, jetzt bin ich eher getrieben und komme nicht zur Ruhe.

Dezember 2016: Tod meiner geliebten Mutter (78), die nie zum Arzt wollte (Multiorganversagen auf der Intensivstation nach künstlichem Koma).

2014 - 2019 PREGABALIN (150mg) alle 2 bis 3 Tage, LORAZEPAM (1mg) alle 2 bis 3 Tage. Bedarf wäre mehr da, aber ich will die Abhängigkeit loswerden. Früher mal mehr, teilweise täglich, einen Tag PREGABALIN, einen Tag LORAZEPAM.

Seit 2015 : KRATOMabhängig, hat zunächst gut gegen Gelenkschmerzen, Ängste und Depressionen geholfen. Dosissteigerung leider nötig, aber nicht solche Nebenwirkungen wie beim ECITALOPRAM.

Anfang 2018: Tod meiner besten Freundin (82), lange Spiegeltrinkerin, an Leberversagen verstorben. Habe mit ihr eine schwierige, aber auch erfüllte Zeit durchgestanden.

Mein Ziel

vor allem PREGABALIN so selten wie möglich nehmen, weil es nach Abklingen der Wirkung eine Symptomverschlechterung bringt (Schmerzen, Ängste, Wut). Ich nehme auch kleinere Dosierungen als früher (25mg). Manchmal ist es aber nicht auszuhalten, bin mir nicht sicher, von was ich nun körperlich abhängig bin, psychisch abhängig bin ich sowieso.

Psychisch muss ich mich nach den Todesfällen stabilisieren, damit ich auch weniger rauche und Kratom nehme. Nie wieder Antidepressiva!

Was auch noch hilft ist Kraft aus der Natur: CBD-Tropfen, Lavendelöl-Kapseln.

seit August 2018: runterdosiert von ca. 40g Kratom auf 20g. Es hilft mir sehr gegen meine Schmerzen. Ich muss jedoch meine Toleranz senken.

Danke, dass es dieses Forum gibt. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen, dass der Entzug des ECITALOPRAMs noch immer Probleme macht.
:pillowtalk:[/spoil]

Seit Mitte 2019 150mg Pregabalin, 3mal täglich

Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Hallo Jamie,
ich weiß es nicht, ich schätze es war das große Durcheinander. Oben im Thread habe ich geschrieben, wie ich mich womit gefühlt habe. Nach mehr Olanzapin morgendliches Stöhnen und mehr Depression, nach den Risperidon Experimenten und dem vielen Zopiklon und immer wieder Tavor ein Zittern und eine getriebene Unruhe und nach immer wieder Tavor unregelmäßig und manchmal fünf Tage am Stück zu Zittern und Unruhe zusätzlich unerträgliche Anspannung die ich über mich beißen etc..nur abbauen kann. Jetzt habe ich Olanzapin von 1,25 auf 1,00 reduziert, viele raten aber es nach nur drei Monaten schneller abzusetzen. Ich weiß gar nichts mehr. Trotz Tavor bin ich ja die meiste Zeit des Tages auf 180 und muss stöhnen. Wird das je wieder vorbei gehen und wenn ja wie?? Ich habe es jetzt zwei Monate.. und die Kräfte lassen nach. Überlege die Psychiatrie zu wechseln, es fühlt sich so an als ob ich denen, die mir geschadet haben und nicht glauben wollen auch noch vertrauen muss. Aber warum hatte mir Padma nur ein schnelles Absetzen empfohlen? Ich blicke nicht mehr durch.
Alles Liebe
Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

wenn du dich derzeit so instabil fühlst, würde ich nicht schneller reduzieren/absetzen.

Überhaupt scheint mir, du hast ein ziemliches Hopping drin:

* Olanzapin runter wieder rauf wieder runter wieder rauf und so weiter und so fort

* Tavor ganz ähnlich

* Cipralex ebenso (wieviel nimmst du da aktuell?)

* kurz auch Risperidon

* immer wieder auch Zopiklon

Kenne selbst nur Olanzapin, Risperidon, Zopiklon und Tavor davon. Aber mir scheint es fehlt dir an Kontinuität! Undzwar massivst!

Vielleicht kann dir jmnd., der sich besser mit dem Gesamtpaket auskennt, helfen, einen Plan heraus zu arbeiten, an den du dich dann möglichst versuchst zu halten? Was verunsichert dich immer? Weshalb dieses Hopping?

Und ehrlich gesagt wird eine weitere Klinik dich vermutlich weiter verunsichern und vielleicht sogar zusätzliche Medikamente empfehlen, wenn du ganz großes Pech hast...

aber du musst das ganz für dich allein entscheiden, versuchen zumindest etwas zur Ruhe zu kommen, dich zu stabilisieren! In der Ruhe liegt ja bekanntermaßen die Kraft! Daran glaube ich ganz fest und wünsche dir von Herzen RUHE und damit KRAFT!

escargot

P.S.: Dein Threadtitel sagt schon "viele Psychopharmaka auf einmal"... das lässt für mich auch auf sehr großes Leid schließen. DAS braucht adäquate Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner (ambulante oder auch stationäre Psychotherapie?). Hast du das oder kannst das bekommen relativ zeitnah?
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Ululu
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Ululu »

Hallo Schneewesen,
Schneewesen hat geschrieben:
08.10.2018 18:19
Aber warum hatte mir Padma nur ein schnelles Absetzen empfohlen?
Padma :) hatte dir lediglich empfohlen möglichst zügig von dem Tavor wegzukommen, damit du nicht noch tiefer in die Sucht rutscht.

Das kann nur funktionieren, wenn du deine anderen Medikamente in dieser Zeit stabil hältst.
Schneewesen hat geschrieben:
08.10.2018 18:19
Ich blicke nicht mehr durch.
Und ich denke, genau da ist das Problem. :) Keiner kann da mehr durchblicken.
Ich sehe das genauso wie escargot :) .
Bei dir muss zuerst einmal Stabilität in die Dosierungen. Dieses ständige hin und her schadet dir sehr und macht eine Stabilisierung unmöglich.
Ich fürchte übrigens auch, dass eine neue Klinik nicht hilfreich wäre.
Die können dort nichts für dich tun, was du nicht auch zu Hause tun kannst und du riskierst den Einsatz wieder neuer Medikamente.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Hallo ihr beiden,
ja das stimmt, es war ein ziemliches Rauf und Runter und das war von der Klinik aus. Seit 21.9 ist es recht stabil. Ich nehme 1mg Tavor, 10 mg Cipralex und 1,00 mg Olanzapin. Dennoch sind die Zustände die ich von morgens bis abends habe einfach nicht mehr aushaltbar, getriebene Unruhe und höchste Spannung plus diffuses Angstgefühl. Ich kann mich nicht ruhig halten und das ist furchtbar, ich stöhne vor mich hin. Ich frage mich auch, ob ich Tavor nicht vertrage, mich plagt nach der Einnahme Übelkeit und außerdem wie gesagt Angst statt Beruhigung. Denkt ihr, ich sollte das jetzt einfach so lassen und weiter "so durchstehen?" Ich bin ziemlich am Ende. Noch habe ich keine ambulante Psychotherapie.
Euer Schneeweesn
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Ja, bei Padmas Antwort hatte ich meine Signatur noch nicht, so konnte sie nicht sehen, dass ich vorher schon über zwei Monate in der Klinik immer wieder mal Tavor bekam. Ich denke auch, ich bin jetzt schon in der Toleranz. Meint ihr denn, es wäre sinnvoll, das Tavor zu reduzieren? Es geht mir inzwischen auch mit nicht gut, habe aber auch Sorge, dass es meine Angst verstärkt.
Liebe Grüße
S
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

du hast ja Olanzapin gerade erstmal reduziert und wackelst noch so vor dich hin - wenn ich das mal so salopp sagen darf?

Die Empfehlung hier kennst du ja aller 4-6 Wochen um max. 5-10 % zu reduzieren und da bist du noch in der Reduktion vom Olanzapin drin. Ich jedenfalls würde nicht JETZT das Tavor auch noch reduzieren. Es könnten auch noch Restentzugssymptome vom Ola sein. So war das bei mir auch. Gerade auch die gesteigerten Ängste sprechen schon dafür, finde ich.

Du schreibst seit 21.09. sei es "recht stabil" und gleichzeitig von nicht aushaltbaren Zuständen? Wie geht es dir denn nun? Und bist du noch stationär?

Liebe Grüße
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Hallo Escargot,
war einige Zeit nicht hier. Ab 21.9 ging es mir unter regelmäßig Tavor besser, doch tauschten zwischendurch, vor allem ab der zweiten Woche immer wieder diese starken Spannungszustände auf. Inzwischen hat sich mein Zustand etwas stabilisiert. Bin noch bei den gleichen Dosierungen. Die Wasserlösemethode hat bei Olanzapin bei mir allerdings zu Übelkeit und leichter Magenschleimhautentzündung geführt.Da bekam ich kaum mehr was runter. Habe mir nun Kapseln mit der jeweiligen Menge anfertigen lassen, die magensaftresistent sind. Ist das Problem mit der Übelkeit hier bekannt?
Wie lange nimmst du schon Tavor 1 mg?
ich bekomme von allen Seiten gesagt, dass man der Entzug immer schwieriger wird, je länger man es nimmt. Gleichzeitig ist es das, was gerade hilft...
ich hoffe bei dir haben Angst und Geräuschkulissen etwas nachgelassen.
Alles Liebe
S
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

war - was nicht zu empfehlen ist! - noch viel höher mit dem Tavor. Teilweise bei 4.25 mg am Tag, aber dann auch nicht mehr wirklich wach und fit. Hatte dann immer wieder auch Stürze und es dann sehr bald langsam und kontinuierlich in 0,25 mg Steps reduziert und nur abends das 1 mg ist geblieben ca. seit April 2018.

Und habe es theoretisch auch als Bedarf drin. Aber nehme es so gut wie nie mehr zusätzlich seitdem ich hier bin.

Übelkeit kenne ich auch im Entzug. Nicht aber auf die Wasserlösmethode zurück zu führen.

Eine zeitlang hatte ich mir auch Kapseln anfertigen lassen. Hatte aber auch Probleme diese Riesendinger herunter zu schlucken. Aber wenn das besser für dich geht ist es doch super, dass du das entdeckt hast!

Bist du noch in der Klinik? Wieviel Tavor nimmst du aktuell - 1 mg auch?

Liebe Grüße und gute Nacht!
escargot
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13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
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ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
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20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
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ab 10.06.
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3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
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Schneewesen
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Re:

Beitrag von Schneewesen »

Hi, bin jetzt in einer anderen Klinik. Die wollen dass ich Olanzapin unter meinem Tavorschutz ganz absetze. Ich nehme es ja jetzt seit vier Monaten in meist kleiner Dosierung von 1,25, (3 Wochen bei 2,5) (wobei das Teilen der Tablette im Krankenhaus wohl nie genau war). Inzwischen bin ich bei 0,9 und es ist gut.
Wie ist das denn nun bei so einer kleinen Dosis und einer Einnahme von 4 Monaten, kann man es da einfach mal riskieren?
Ich muss sonst die Klinik verlassen und bin noch sehr instabil zu Hause.
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17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
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ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
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ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
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escargot
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

wenn ich es richtig lese in deiner Signatur, bist du beim Tavor auch schon in der Toleranz?

Willst du (oder die Klinik?) von 0,9 Ola gleich auf Null? DAS würde ich nicht tun. Auch nicht, wenn du es erst relativ kurz nimmst. Aber vielleicht schreibt dir noch jemand anders etwas dazu.

Etwas schneller reduzieren geht bestimmt. Aber auf quasi kalt absetzen würde ich mich nicht einlassen. Und erpressen lassen würde ich mich auch nicht (mehr).
Du nimmst das Ola ja länger als einen Monat und ich vermute es gehört "vernünftig ausgeschlichen".

Liebe Grüße
escargot
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Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
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ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
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ab 10.06.
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Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
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3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
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padma
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von padma »

hallo Schneewesen, :)

ich sehe es wie Escargot :) . Falls irgendwie möglich, schleiche Olanzapin weiter aus.

Schnelles Absetzen unter der Deckelung eines Benzos empfehlen wir nicht. Das Benzo kann bestenfalls die Entzugssymptome dämpfen, aber es hilft den Rezeptoren nicht, sich anzupassen.

Ich drücke dir die Daumen, dass sie mit sich reden lassen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Danke euch für die Antworten.
Sie haben nicht mit sich reden lassen und ich bin gegangen. Es geht mir aber sehr schlecht und ich bekomme den Tag weiterhin vor Getriebenheit kaum herum. Ich vermute nach wie vor, dass das Olanzapin Schuld ist, weil mit der Erhöhung zusammen meine Verschlechterung vor zwei Monaten anfing. Von daher würde ich es gerne so schnell wie möglich los werden. Und auch die Einnahmedauer ingesamt nicht auf ein halbes Jahr ausweiten. Es kann einem ja kein Arzt was raten, weil alle direktes Absetzen einer so geringen Menge (inzwischen 0,9 mg) empfehlen.
Ich hätte jetzt mal gesagt noch eine Woche 0,7, eine Woche 0,5 bis 0,1.
Ich muss mir Kapseln anfertigen lassen, da mir vom Auflösen der Schmelztablette schlecht wird.

Ich bin einfach so müde und erschöpft von allem. Heute habe ich einmal Tavor 0,25 mittags vergessen und bekam am Nachmittag gleich noch zusätzlich unerträgliches Frieren und Zittern.
Es fällt mir schwer mich um mein Alltag, Essen etc zu kümmern, weil ich nur getrieben vor mich hinweine.
Ich bräuchte eine Klinik, die einen beim schrittweise Absetzen unterstützt.
Kennt ihr da eine?
Was mich so frustriert: Seit zwei Monaten kämpfe ich jeden Tag und es wird nicht besser. Nur anfangs kurz mit Tavor.
Abends geht es ab 18h gut. Vielleicht weil dann die OLA Einnahme von 20h am Vortag so weit entfernt ist?

Liebste Grüße
S
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18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
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ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
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ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
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ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

letztlich bist du es, die entscheiden muss. UND du bist es auch, die damit zurecht kommen muss. Das kann und wird dir leider keiner abnehmen können.

Wöchentliches Reduzieren ist sicher auch noch zu schnell. Im amerikanischen Forum meine ich auch mal von 3 Wochen gelesen zu haben.

Gerade im unteren Dosisbereich ist es doch auch wichtiger. Nehme ja selbst das Olanzapin. Habe auch oft Unruhen! ABER in den meisten Fällen mindestens zusätzlich bedingt auch durch äußere Faktoren (Stress!). Wie schaut es da bei dir aus, falls du erzählen magst?

Mir hilft (moderater) Ausdauersport und leichte Körperübungen gegen die Unruhen. Auch "was mit den Händen tun" wie Teig kneten oder Zutaten schnibbeln. Was hilft dir?

Kenne keine Klinik, die langsam (!) oder die überhaupt (!!!) reduziert! Ich reduziere ambulant und habe endlich auch einen Psychiater gefunden, der mich lässt und sogar sowas wie Begleitung anbietet.

Liebe Grüße
escargot
DIAGNOSEN
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MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

padma
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von padma »

hallo Schneewesen, :)

wenn sie in der Klinik nicht auf dch eingegagen sind, war es vermutlich gut, zu gehen.

Hast du zuhause Unterstützung?
Ich bin einfach so müde und erschöpft von allem. Heute habe ich einmal Tavor 0,25 mittags vergessen und bekam am Nachmittag gleich noch zusätzlich unerträgliches Frieren und Zittern.
Das sind typische Benzoentzugssymptome. Da wird dir auch noch ein Entzug bevorstehen. :(
Ich hätte jetzt mal gesagt noch eine Woche 0,7, eine Woche 0,5 bis 0,1.
Das finde ich auch zu schnell. Die Rezeptoren können sich so schnell nicht anpassen. Du könntest es, wie Escagort :) mit vorschlägt, zunächst mit 3 Wochen 0,7 mg versuchen.
Abends geht es ab 18h gut. Vielleicht weil dann die OLA Einnahme von 20h am Vortag so weit entfernt ist?
Die abendliche Besserung erleben viele im Entzug. Wir gehen davon aus, dass das daran liegt, dass abends das Cortisol, das der Körper früh morgens ausschüttet, weitgehend abgebaut ist.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Liebe Foris,
nach längerer Pause, in der ich keinerlei Kraft mehr hatte, hier zu schreiben, bin ich zurück. Habe euren aktuellen Rundbrief gelesen von Ende des Jahres und bin froh und dankbar, dass es euch trotz des rasanten Wachstums immer noch gibt. Habe mich auch schon etwas umgeschaut, ob ich helfen kann, aber noch fehlen mir die Erfahrungswerte.

Es ging mir so schlecht die letzten Monate, dass jeder Tag tatsächlich wie ein Kampf ums Überleben war. Seit ich das Olanzapin nicht mehr nehme, muss ich nicht mehr ganz so wild umherrasen und kann auch wieder länger stillsitzen.

Getrieben bin ich immer noch und morgens früh habe ich jetzt ein innerliches Ziitern und weiterhin einen inneren Schmerz, der mich zum Stöhnen "zwingt". Ich laufe stöhnend und zitternd durch die Gegend, und wenn ich es schaffe, mal ganz still zu sein, habe ich einen unheimlichen Stein auf der Brust, so starke Depressionsgefühle wie nie zuvor.

Ich verspüre einen enormen inneren Druck, möchte Weinen, aber Tränen kommen nicht mehr, so stöhne ich vor mich hin und mein "zerplatzen-Gefühl" führt zu aggressiven Impulsen. In diesen Zuständen, die bis abends um 18h anhalten, kann ich nichts machen, kaum essen, keine Freunde treffen. So geht das nun schon seit Monaten. Ich weiß einfach nicht, wie ich das noch aushalten kann. Ich weiß auch nicht, wie ich diese Zustände genau beschreiben kann, "unaushaltbar" trifft es am besten. Euer Artikel über Neuro-Emotionen (danke dafür :pillowtalk: ) hat mich sehr angesprochen. Etwas Fremdes, was nicht zu mir gehört und mich plagt und durchschüttelt. Aber eben - wenn auch in verwandelter Form - schon seit der Neuroleptika "Überdosierung". Auch die "Diagnose" Akathisie (Getriebenheit, Unruhe, innerer Schmerz, Aggressionen, Druck nicht rauslassen können auch nicht mit Sport und Bewegung) hat gepasst für die Zeit mit Olanzapin/Risperdal, aber auch jetzt danach -
Nur dass die Depression nun stärker und fast unaushaltbar ist. Auch so ein Gefühl von Fremdheit zu mir selbst.Ich halte diese Zustände einfach nicht mehr aus- und weiß nicht was ich tue, wenn sich nicht bald etwas ändert. Ich bin schon sehr gezeichnet von diesem Kampf, diesem ununterbrochenem inneren Stöhnen und Wimmern vor "psychischem" Schmerz.
Ein genetischer Test hat ergeben das Cipralex, was ich seit 15 Jahren nehmen, nicht oder nur schlecht die Blut-Hirn-Schranke bei mir passiert. Nun soll auf Fluoxxetin gewechseln werden. Nun meine Frage an euch, ich habe an anderer Stelle nichts dazu gefunden:
Wie könnte ich langsam Cipralex aus - und Fluoxetin einschleichen? Ich weiß - mir geht es wie euch- ich will nicht noch ein PP nehmen, aber was soll man machen, wenn die Zustände so schlimm und unaushaltbar sind, dass man lieber nicht mehr leben will? Für einen Hinweis bin ich euch sehr dankbar. So wie mein Arzt es empfahl, einen ganz raschen Wechsel innerhalb der SSRIs, will ich es nicht machen.
Eine gute Nacht und lieben Dank für eure Aufmerksamkeit
Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Jamie
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Jamie »

Hallo schneewesen :)

Das klingt sehr schlimm, was du da durchmachen musst.
Ich kenne diese Druckzustände und dass man nicht weinen kann, obwohl man gerne will, selber.
Es ist ein grauenhaftes Befinden.
Ich habe jofab :) mal gebeten bei dir reinzuschauen, ihr geht es ähnlich.

Ich habe aber andere Eindrücke als du.
Ich glaube, dass ein Wechsel auf Fluoxetin sehr schlecht wäre; er beruht auf deiner Annahme und der Annahme der Ärzte, dass das alles Symptome eine schweren Depression sind, die behandlungsbedürftig ist.
Mein Erfahrungswert ist aber, dass diese Zustände auch Nebenwirkungen der Medikamente, insbesondere SSRI, sein können und dann wäre ein Schritt des Lösungswegs nicht, auf ein anderes Medikament umzustellen, sondern das Escitalopram konsequent auszuschleichen.

Du könntest während des Ausschleichens ja beobachten, wie dein Befinden ist? Es besteht doch auch eine realistische Option, dass es dann vielleicht besser wird?
Wäre es wert, über diesen Gedanken mal länger nachzudenken?
Ich kann ja völlig falsch liegen, deswegen ist es nur meine subjektive Meinung, aber ich hatte diese Zustände ausschließlich unter AD und falschem Absetzen des AD und anschließend nie wieder in meinem Leben; bei mir hat sich daher das Gefühl in den Knochen festgesetzt, dass in Wahrheit nicht irgendwelche Grunderkrankungen mich so gequält haben, sondern vorrangig auch die Medikamente.

Bislang ging deine Dosis auch stetig weiter rauf ohne große verbessernd Effekte, wenn ich auf deine Signatur schaue. Ich denke, das ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg.
Aber natürlich ist es deine Entscheidung mit dem Wechsel.
Ich würde dennoch an deiner Stelle schauen, ob du es vorher nicht mit sorgfältigem Ausschleichen probieren möchtest (?)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Schneewesen
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Hallo Jamie,

danke für deine schnelle und ausführliche Antwort. Nein ich denke nicht, dass es an dem Cipralex liegt. Mir ging es bis letztes Jahr vor meinem langwierigen Psychiatrieaufenthalt gut damit. Dann bekam ich Olanzapin über Wochen und bei Dosiserhöhung ging es los, im August. Stöhnen, starke Depressionsgefühle, nicht Weinen können, Akathisie, wildes Umherlaufen, in die Finger beißen. Dies wurde dann mit Tavor etwas gestoppt (September). Aber seit ich Tavor länger nehme, habe ich nicht mehr großen Effekt und die Depressionen sind seit dem Absetzen von Olanzapin auch nicht besser geworden. Das habe ich ja recht zügig innerhalb von drei Wochen gemacht. ich leide und stöhne nun einfach jeden Tag seit MONATEN und bin schon mehrfach über das Gefühl "das wars ich kann nicht mehr" hinaus gegangen. Das nicht weinen können hat mit Olanzapin angefangen (nahm ich mit Ausschleichen 5 Monate), aber jetzt kommt es vielleicht vom Dauer Tavor? Ich habe so Angst, dass alles ganz kaputt ist bei mir da oben. Ich kann einfach nicht mehr.
Wenn Cipralex durch Fluoxetin ersetzen, da es Blut-Hirn-Schranke passiert, in was für Schritten sollte man das dann langsam machen, über welchen Zeitraum?
Liebste Grüße
S.
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
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18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
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ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
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ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

padma
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Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von padma »

hallo Schneewesen, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht und ich verstehe dass du Hoffnung auf ein anderes AD setzt.

So wie du es beschreibst, sind diese "Zustände/Depressionen durch Olanzapin ausgelöst worden. Daher ist es naheliegend zu vermuten, dass diese Symptome medikamenteninduziert sind. Ein anderes AD würde da nicht helfen. Deine Symptomatik könnte sich sogar verschlimmern. Fremdheitsgefühle, aggressive Impulse sind mögliche NW von AD. Und wenn du zu Akathisie neigst kann ich vor einem SSRI
nur warnen.

Ich würde versuchen Cipralex schrittweise auszuschleichen und zu schauen, wie es sich dann entwickelt. Ich kann dir nicht guten Gewissens zu einer Umstellung auf Fluoxetin raten.

Wenn du es unbedingt versuchen möchtest, sollte ebenfalls zunächst Cipralex ausgeschlichen werden.

liebe Grüsse,
padma
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