Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Wenn Deine Signatur nicht mehr richtig dargestellt wird, dann geh bitte in Dein Profil und schicke die unveränderte Signatur nochmal ab. Wenn das nicht geht, mache eine kleine Änderung und schick sie nochmal ab.

Wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist, oder bei Fragen bitte hier schreiben: viewforum.php?f=17



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich lange nicht gemeldet. Einfach keine Kraft mehr gehabt. Das mit dem Valium habe ich dann gelassen, der Kopfschmerz war zu stark.
Der Arzt meinte, das sei der Entzug vom Tavor. Ich konnte es aber nicht aushalten.
Auch die anderen Stoffe habe ich mich nicht geraut zu probieren.
ich bin einfach so durch. Inzwischen in der TK, aber dort liege ich die meiste Zeit nur stöhnend auf der Couch.
Problem immer noch:
- Starke Anspannung, Aggression, zerbreche Stifte, Kugelschreiber, kann das kaum unterdrücken
- Starke Depression
- Stöhnen müssen vor unaushaltbarem inneren Zustand (der kaum beschreibbar ist, aber man möchte manchmal lieber nicht mehr sein)
- Fremdheitsgefühl, Angstgefühl, Gefühl außer sich zu sein (Derealisation), vielleicht auch durch Dauertavor jetzt seit 11 Monaten. Werde immer vergesslicher und dumpfer. Sitze über Stunden hechelnd im Park und denke nur (ich sterbe, ich sterbe, ich möchte sterben und bäume mich)
- nehme jetzt Tavor 0,75 mg, an ruhigen Tagen geht das, aber zwischendurch muss ich wieder 1,00 oder 1,25 nehmen, mit halber Expedit, was so richtig aber auch nicht hilft.
- vor allem sind jetzt die Depressionen so stark

Die TK wo ich bin und mich so leiden sieht und wackeln und stöhnen sagt: mehr Tavor. Meine Ärztin die mich lange kennt sagt: der Entzug ist hart, da muss ich durch. Ohne Tavor wird es mir wieder besser gehen.
Ich kann inzwischen auch nicht mehr sagen, ob mir Tavor nützt oder schadet. Das Gefühl der Entfremdung, alle sind normal, man selbst meint innerlich durchzudrehen, ist dumpf, nicht anwesend und voller Panik.

Meine Frage:
1.Wenn ich die Ersatzstoffe nicht vertrage, kann ich Tavor auch so runterdosieren? Die Apotheke hat mir Tropfen gemacht.
2. Jeden Abend ab ca 20h ist alles gut, kehrt Ruhe ein, ich bin normal und kann hier schreiben, WIE KANN DAS SEIN?

jeden Tag tagsüber denke ich, ich kann nicht mehr, will sterben, nicht noch einen Tag...
Seit letzten August in der Psychiatrie ist jeder Tag schlimm, auch wenn heute "anders schlimm", Bewegungsunruhe ist weg, aber Anspannung, Aggression, auch mich selbst kneifen, beißen noch nicht und Depression stark (durch langes Tavor?)
Ich kämpfe mit letzten Kraftreserven...kann immer noch nicht alleine leben und meine Mutter hat keine Kraft mehr.

Danke für euer Mitgefühl und eure Zeit dies zu lesen.
Das Schlimmste ist: Ich habe einfach keine Kraft mehr zu dem Wackeln Zittern und Stöhnen, manchmal auch in der Öffentlichkeit, Gefühl inneren Abgemurkst werdens.
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

escargot
Beiträge: 1680
Registriert: 20.06.2018 15:26
Hat sich bedankt: 160 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von escargot »

Liebes Schneewesen,

Schön, dass du dich meldest. Lernst du denn in der TK nicht mit der Anspannung umzugehen oder gibt es keine Übungen zur Spannungsreduktion? Vielleicht solltest du etwas mit den Händen machen wie kneten oder so? Aber ich weiß es nicht, kenn dich ja nicht. Nur so eine Idee und es gibt auch sogar Therapieknete in entsprechenden Härtegraden, aber ganz einfache- für 1 EUR das Paket tut es auch. Habe auch auf Anraten meiner Therapeutin wochenlang und täglich mehrere Stunden geknetet oder Teige für Quiches und Kekse und sowas gemacht.

Auch diese Fremdheitsgefühle und Dissoziationen kenne ich sehr gut und mir hilft es dann mich abzulenken, sanft in Bewegung zu kommen erstmal. Spazieren? Walken? Kochen/Backen? Malen?

Es ist wichtig, sich nicht sozusagen "in dem Gefühl zu verlieren" - klar, das gelingt nicht immer. Aber ich bin überzeugt davon, dass das eine Übungssache ist und es auch besser werden kann. Und ja, es braucht Zeit. Geduld auch.

Wenn die halbe Bedarfs-Expedit sowieso nicht hilft, am besten gleich weg lassen bzw. das andere Tavor auch versuchen langsam auszuschleichen (nur ist JETZT vielleicht auch schwierig, wenn du so wackelig bist). Leider habe ich die Erfahrung machen müssen, dass man schnell und immer häufiger den Bedarfsfall meint zu spüren und sich das dramatisch verselbstständigen kann und schwuppsdiwupps ist man in der Suchtfalle und nimmt immer mehr und mehr.

Und Tavor verstärkt das Wackeln auf längere Sicht (macht auch die Muskeln schlaff!), weil du irgendwann mehr brauchen wirst, um unwackelig zu sein und das ist von der TK - auch von den Ärzten, meinen eigenen Psychiater inbegriffen - einfach zu kurz gedacht. Man kann sich nicht lang durch das Leben tavoren.

was für andere Stoffe meinst du denn?
Was für Tropfen hat dir die Apotheke gemacht?
Natürlich kannst du Tavor auch so runter dosieren. Aber leicht wird das nicht werden. Du kannst die Expedit einfach auch in Wasser lösen. So mache ich es auch.

Bin halt gar nicht sicher, ob es jetzt gut ist, die reguläre Tavor bei dir runter zu dosieren, aber auf den Bedarf verzichten wäre vielleicht ein Anfang?

Warum es ab 20 Uhr besser bei dir ist, weiß ich auch nicht. Aber ich habe es, dass es mir tendenziell morgens immer ganz gut geht momentan und vielleicht ist das an unseren natürlichen Rhythmus gekoppelt? Bist du eher eine Lerche (frühs aktiv und abends dann schnell erschöpft) oder eine Eule (genau umgekehrt)?

Alles Liebe dir und viel Kraft!
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
[spoil]
02.-04.2014 - stationär (paranoide Schizophrenie... Wahn,optische und akustische Halluzinationen,Getriebensein,später starke Ängste,Suizidalität)
Olanzapin 20 mg (Milchfluss,kein Zyklus, äußerst starke Sedierung,Gewichtszunahme 17 kg in 10 Wochen,erhöhter Zuckerwert, erhöhter Bilirubin etc.unwillkürliche Muskelzuckungen), Tavor 4 mg plus 1 mg Bedarf
entlassen mit nur 1 mg Tavor noch und 20 mg Olanzapin
...
insgesamt 3 stationäre längere Aufenthalte ( 2 X 2014 und 2016)
...
10.2016 - Beginn Integrierte Versorgung
...
ab 05.2017 - Körperpsychotherapie
---
ab 07.2019 EMDR - Übelkeit durch massive Reizüberflutungszustände deutlich weniger
...
17.3. HWI bestätigt von Urologie mit „massenhaft Escherichia Coli Bakterien“ und Rezept über 9 X 400 mg Pivmelam (Penicillin)
ab 18.3. täglich 2 X 2 Hübe Yamscreme außerhalb des Zyklus
1.4. morgens 0,8 Risperidon
Ängste, Panikattacken
13.4. mehrfach (Licht?)Blitze, Angstzustände Schweißausbrüche und Kälteschauer sowie Verschlimmerung des Raynaud Syndroms
16. bis 19.4. zusätzlich 2,5 Bedarfs-Olanzapin
da immer wieder Herzrasen, Angstzustände, Krisselige Optik
11.05. erneuter Harnwegeinfekt
ab 13.5. 9 X Pivmelam (3 Tage á 3 Stück je 400 mg) gegen HWI
ab 16.5. Innovall AID Pulver für den Darm 1-2 Mal täglich, D-Mannose-Pulver für 10 Tage
20.05. morgendliche Risperidongabe auf 0,7 mg
ab 24.05. L-Methionin 500 mg X2
ab 10.06.
Abilify 2,5 mg, Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg (morgens 0,25 mg und abends 0,75 mg)
Panikattacken, Augenzucken, Übelkeit mit tlw. Erbrechen, Kopfschmerzen, KreislaufSchwierigkeiten (niedriger Blutdruck??)
ab 20.6. AbilifY 5 mg
29.6. einmalig 100 mg Pregabalin - schwere Panikattacke, Atemschwierirgkeiten!
3.7. abends Risperdal 0,5 mg (red. um 0,25 mg)
10.7. Risperdal abends 0,75 mg und morgens 0,25 mg, Olanzapin 5 mg, Abilify 5 mg komplett raus
stechende Kopfschmerzen, „Flimmerhören“ von Stimmen
D-Mannose Kapseln täglich 8 Stück, erneuter HWI
ab 22.7. Furadantin Retard 100 á 3 X täglich für 1 Woche, dann 1 X abends für 3 Monate gegen Chron. Harnwegeinfekte dazu Orthomol immun für 30 Tage

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19484
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 6968 Mal
Danksagung erhalten: 9378 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Jamie »

Liebes schneewesen :),

das sind immer noch sehr schlimme Zustände, die du schilderst.
Ich habe mich "gefreut" (nicht falsch verstehen), dass du geschrieben hast, dass die Bewegungsunruhe / Akathisie weg ist, denn ich habe nach meinem fast-Kaltentzug auch monatelang darunter gelitten und vorher schon als Nebenwirkung des Sertralins und fand das eine der schlimmsten NW überhaupt (für mich gesprochen), aber dein anderer Zustand ist ja nach wie vor sehr bedrückend :(.

Dass die TK nur "mehr Tavor mehr Tavor" sagt ist ein Offenbarungseid.
Klar, man kann so viel Tavor nehmen, dass man sich abschießt - aber das geht einen Tag mal.. du aber leidest Tag für Tag, Woche für Woche, und das seit vielen Monaten.
Wie stellen die sich das vor? Dass du am Ende auf 5mg bist? :o (rhetorische Frage).

Ob in deinem jetzigen Zustand ein Tavorentzug infrage kommt, da bin ich eher zurückhaltend.
Du klingst sehr mitgenommen und instabil; ich denke es wäre kein so guter Zeitpunkt.

Für die Handunruhe und die Spannungszustände habe ich auch ähnlich wie escargot an so Knetbälle / Anti-Stress-Bälle gedacht; womöglich wäre aber auch ein Notfall-Set als Reizüberdeckung mal eine Maßnahme? Eigentlich benutzt man es bei dissoziativen Zuständen, man könnte aber mal testen, ob es auch klappen würde, wenn du etwas davon benutzt, wenn in dir die Spannung so groß wird, zB dass du einen Stift kaputt knicken willst.
Du könntest stattdessen mal ein paar Tropfen Tabasco auf die Zunge träufeln oder an Riechsalzfläschchen schnuppern (Ammonla Ampullen) oder ein extrascharfes Bonbon / Kaugummi lutschen / kauen... müsste man halt mal schauen, ob dieser "Überreiz" deinen Impuls überlagert zB etwas kaputt zu machen.
Es ist nur vor mich hingedacht... aber man muss ja leider selbst kreativ werden, wenn die Ärzte ansonsten nur Tranquilizer als "Therapie" anbieten.

Mittelfristig denke ich, dass du auf jeden Fall vom Lorazepam weg musst - wie auch von deiner Ärztin vermutet und vorgeschlagen.
Es gibt immer wieder Berichte, eine Benzodiazepinabhängigkeit sei schlimmer als von Heroin oder Kokain runter zu kommen... das mag eine individuelle Erfahrung und Einschätzung sein, aber wenn es wirklich zutrifft, dass das Tavor bei dir solche Zustände auslöst, dann mag man es gern glauben, dass dem so ist (und ich glaube es auch). Es ist ein Horror.
Du bist sehr tapfer und ich habe größten Respekt vor dem, was du das erleiden musst und wie du kämpfst.
Bitte gib nicht auf :hug: .

Weswegen es dir abends ab 20h schlagartig besser geht, das wird wahrscheinlich zirkadiane Gründe haben, wie auch escargot schrieb.
Es ist noch nicht in Gänze aufgeschlüsselt, was der Biorhythmus komplett mit einem macht und wie er gesteuert wird, aber abends sinkt zB der Cortisolspiegel und wir werden dadurch ruhiger und müder und entspannter der Körper auf der Nacht vorbereitet.
Vielleicht hat das Cortisol bei dir da einen starken Einfluss (?)

Nimmst du morgens noch andere Medikamente? Falls ja, könnten diese abends abgebaut sein und es dir darum besser gehen; das wäre dann Indiz diese Mittel mal auf Verträglichkeit und NW zu prüfen.

Mitfühlende Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Update

Beitrag von Schneewesen »

Ihr Lieben,
ich hatte in den letzten Monaten nicht die Kraft mich zurück zu melden. Ich bin immer noch in der TK, ununterbrochen seit Mai, in zwei verschiedenen. Ich habe in den letzten Monaten Tavor langsam runterdosiert. (September 0.625 mg, Oktober 0,5 mg, November 0,4 mg, seit 12.12 0,25 mg).
Immer mit einer Lorazepam dura 1 mg, weil die mein Ärztin (von außerhalb, die mich lange kennt) meinte, von Tavor Expedit würde ich aufgrund der schnellen Wirkung zu schnell abhängig und Anfluten uns Abfluten wären stärker.
Ich habe immer die oben geschilderten Phänomene, wobei nun die Depression stärker ist und das "Wackeln müssen" mit Gliedmaßen besser geworden ist. Aber das Stöhnen ist immer noch da. Manchmal auch so eine extreme Unruhe, dass ich nur laufe und laufe wie eine Verrückte. Irgendwie kann ich meine Zustände kaum mehr beschreiben. Nach 1,5 Jahren (davor: ein normales Leben) relativem Ausnahmezustand bin ich so sehr mürbe. Trotzdem bin ich stolz es mit dem Tavor runter geschafft zu haben. Nun will die TK, dass ich meine Qual beende und relativ schnell zwei Wochen 0,25, zwei Wochen 0,125 mg und zwei Wochen gar nichts, dann Entlassung mache.
Sie glauben es gehe mir mit wenig besser als mit gar nichts mehr.
Nun ist es so, dass ich zur Zeit 2,5 mg am Stück gegen Mittag nehme, solange wie ich es ohne aushalte, und manchmal noch 0,125 mg als Bedarf zusätzlich. Schlecht geht es mir trotzdem. Morgens bin ich nun neben stöhnender Depression auch mir selbst ganz fremd, habe irre Gedanken (bald sterbe ich, immer stoße ich auf Selbstmord-Themen in Büchern, ich werde nicht mehr gesund), die ich kaum beeinflussen kann. Einfach so einen Abstand zur Welt. Bei den TK Ausflügen nach draußen fühle ich mich völlig irre und innerlich "leer" und muss mich krampfhaft anstrengen, "normal" zu wirken, während ich innerlich abdrehe.
Erst nach der Tavor Einnahme, eine Stunde später, wird es dann etwas besser.
Nun weiß ich nicht, wie weiter runterdosieren. Das mit den Tropfen (Anfertigung) hat nicht funktioniert (zu ungenau und extrem starke Wirkung).
Selbst die 0,25 mg lassen sich kaum noch teilen, es springt dann immer ein Krümel ab und der Rest ist immer verschieden groß.

Die Ärzte sagen immer: wenn sie ganz durch sind und Sie es los sind, wird es besser. Aber ich kann das kaum glauben. Letzte Woche war es so schlimm zwischendurch, dass ich dachte: jetzt gebe ich auf. Finito.
Sie aber meinen, ich verlängere durch das langsame Vorgehen meine Qual.

Danke, dass es euch gibt.
Alle Worte treffen nicht das, was ich "fühle" seit der ganze Mist begonnen hat.
Mit nur Cipralex bis 2018 im Juni ging es mir nicht toll, aber ich war lebensfähig und hatte immer wieder schöne Momente, jetzt habe ich das Gefühl irre zu sein und zu bleiben.
Euer Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Maria__
Beiträge: 86
Registriert: 01.10.2018 11:05
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Maria__ »

Liebes Schneewesen,

immer Mal wieder habe ich bei Dir reingeschaut und jetzt hast
Du tatsächlich geschrieben, freue mich sehr von Dir zu hören!
Es ist so bitter, dass Du von einem grauenvollen Zustand in den nächsten geraten bist. Auch das, was Du nun beschreibst mit der
Entfremdung ist mir sehr vertraut. Das sind so schauerliche Empfindungen und man versucht dennoch unter Menschen irgendwie zu funktionieren und lässt sich nix anmerken...was für eine Qual Du durchgestanden hast/immer noch durchstehst! Dein armes Nervensystem scheint arg mitgenommen von all dem, was da im Verlauf der letzten zwei Jahren geschehen ist. Vielleicht magst Du Deine Signatur aktualisieren und um den aktuellen Stand erweitern.
Ob es wirklich so ist wie die Ärzte sagen, dass es erst besser wird wenn Du vom Tavor runter bist, ist fraglich. Bei einem so arg gereizten Nervensystem sind jegliche Dosisveränderungen ja eine Herausforderung. Für mich ist alles was Du beschreibst ziemlich eindeutig ZNS-Chaos... so habe ich es erlebt und bei einigen anderen auch gelesen. Mal schauen, was die anderen zur Tavorreduktion meinen.

Ich wünsche Dir so so sehr, dass Dein Zustand sich endlich normalisiert! Es reicht mit der Quälerei!

Alles Liebe
Maria
05/2004 Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Problemen nach Pfeifferschem Drüsenfieber.
2009-2015 drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken,Anspannung,Unwohlsein,Desinteresse,Verzweiflung,Heulattacken,massive Verstopfung etc.); Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-08/2018 runter auf 5mg (Einnahme 10mg jeden zweiten Tag).
09/2018 plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox.auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach 2 Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik; unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf,Unruhe,ganzer Körper dauerangespannt,DR/DP, Neurogedanken,Neuroemos,schwerdepressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
26.02.2019 Fluox.25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst,Gefühl von Instabilität,rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken,krasse Wut&Durchdrehgefühl,Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg-siehe oben
07.09.19 23mg-nach einiger Zeit etwas Besserung, mehr Wellen und ein paar Fenster
Ansonsten:
20.10.19Quetiapin 200mg - 12,5mg = 187,5;
06.11.19Quetiapin 200mg - 18,5mg = 181,5mg
03.12.19Quetiapin wieder hoch auf 187,5mg...wegen Aggression, starkem DR/DP,Angst,Depressiven Schüben, furchtbares Gefühl in Träumen & bei Aufwachen...Grauen
15.02.20 Quetiapin 181,5mg 05.03.20 wieder hoch auf 187,5mg da Schlaflosigkeit, Panikattacken nachts
Notfallmed: Tavor, ab 07.02.20 wieder gelegentlich 0,25mg (nach 68 tagen Abstinenz)
09.05.-16.05.20 Fluoxetin 22mg, hat nicht funktioniert, starke Symptome, zurück auf 23mg und Beginn WLM
07.07.Fluoxetin 22,5mg; Quetiapin 183,5mg
***
Ggw. Med:
Fluoxetin 22,5mg WLM
Quetiapin 183,5mg

Symptome: Angst, Anspannung, schlimmes Endlosgrübeln, stark intensivierte Gefühle/Neuroemotionen,rasche Stimmungswechsel,Horrorgefühle,DR, DP, nur im Kopf sein, Durchdrehgefühle,Unwohlsein,Grauen,Terror, Übelkeit, Gedankendrängen, Zwangsgedanken,irrationale Gedanken uvm

Philine
Beiträge: 1519
Registriert: 02.08.2019 15:47
Hat sich bedankt: 85 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Update

Beitrag von Philine »

Liebes Schneewesen,
ich freue mich auch, dass du dich gemeldet hast, habe deine letzten Posts mit Bedrückung und Sorge gelesen. Und konnte sie zugleich extrem gut nachempfinden.
Zunächst mal: du wirst wieder "lebensfähig" werden und schöne Momente haben, das ist ganz sicher, du bleibt nicht "irre"!!

Sag noch mal genau, was du gerade einnimmst: 0,25 oder 2,5? Du schreibst erst dies, dann das.

An deiner Stelle würde ich mit der Wasserlösemethode weiter absetzen - die wird hier ausführlich beschrieben, auch in einem Video. Tavor lässt sich gut auflösen.
Schneewesen hat geschrieben:
23.12.2019 16:17
Die Ärzte sagen immer: wenn sie ganz durch sind und Sie es los sind, wird es besser. Aber ich kann das kaum glauben.
Die Ärzte sagen, dass du durch langsames Vorgehen die Qual verlängerst.
Das sehe ich nicht so: ein schnelles Absetzen kann dich in einen langen protahierten Entzug nach Null bringen.

Andererseits haben sie auch Recht damit, dass du dich auf der jetzigen Dosis ganz offensichtlich überhaupt nie stabilisieren kannst. Tavor ist einfach teuflisch mit seiner kurzen Halbwertzeit. Du bist längst in der Toleranz, so dass dir kleine Dosen keine Erleichterung bringen. Du hast jeden Tag ganz schlimme Zwischenentzüge, die dich aus der Welt katapultieren und schlimmste Depressionen bescheren. - Dennoch hilft es deinem ZNS, nicht alles auf einmal plötzlich zu entziehen.

Sag doch bitte nochmal Bescheid, ob du 0,25 oder 2,5 nimmst bzw. ergänze deine Signatur entsprechend, wenn du dich dazu in der Lage fühlst. Dann können wir dich besser beraten.

Die Ärzte haben auf jeden Fall Recht, dass es nach Null besser wird, auch wenn es dann wahrscheinlich noch ein paar Monate dauern wird, bis du das merkst. Einen zu schnellen Entzug halte ich trotzdem für riskant.

Ganz liebe Grüße und alles Gute,
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

Clarissa
Beiträge: 3731
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1111 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Clarissa »

Liebe Schneewesen.

Du wirst nicht irre sein und bleiben, wenn es Dir gelingt, Dich nachhaltig von den PP zu befreien.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Tavor Entzug

Beitrag von Schneewesen »

Ihr Lieben,
erst jetzt schaffe ich es wieder hierher. Danke für eure anteilnehmenden Zeilen.
Zu deinen Fragen, Philine:
ich habe mich (öfter mal) vertippt.
Ich nehme seit 12.12.19 0,25 mg Tavor (geviertelte Lorazepam dura) und häufig bei bei Bedarf noch einmal die krümelige Hälfte davon (0,125 mg).
Den Bedarf am Anfang ungefähr jeden zweiten Tag. Dann nach Weihnachten kurze Zeit regelmäßig den Bedarf genommen, 0,125 mg mal morgens, mal abends. Jetzt seit zwei Tagen nur noch mittags 0,25 mg. Bis 11h geht es dann bis zur Einnahme, hecheln, stöhnen, eine Stunde nach Einnahme meist etwas besser. Abends auch starke Unruhe (ab 21h dann 3,75 mg Mirtazapin), ansonsten noch 12,5 mg Cipralex. (Signatur kommt sobald etwas fitter).

Ich möchte ungern auf Tavor expedit wieder umsteigen, da dies ja noch schneller anflutet als Aufnahme über Darm (?). Kann man auch die harten Tabletten auflösen? Von angerfertigten Kapseln im Sommer zuletzt Durchfall bekommen. Habt ihr da eine Idee, wie das zu verhindern ist?
Oder doch 2 mal 0,125 mg Bröckchen probieren?

Überlege noch einmal Umstellung auf Valium zu probieren. Wie würde man das bei der aktuell geringen Menge machen? Die Umrechnungstabellen hier auf der Seite fangen immer im höheren Einnahme Bereich (1mg Tavor) an..

Liebe Grüße euer
Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Philine
Beiträge: 1519
Registriert: 02.08.2019 15:47
Hat sich bedankt: 85 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Philine »

Liebes Schneewesen,

wie schön dass du dich gemeldet hast! Erstmal Glückwunsch dazu, wie weit du schon gekommen bist, das ist ja schon richtig toll!!

Du hast recht, wasserlöslich ist die Expedit, das würde ich mir daher vielleicht doch noch mal überlegen.

Die normale Tablette kann man theoretisch zermörsern und in Wasser auflösen, sie ist aber nicht eigentlich wasserlöslich und da schwimmen dann ganz viele Partikel rum.
Persönlich wäre mir das zu riskant, da aus einem Strudel eine undefinierbare Menge Partikel mit der Spritze rauszuziehen. Würde mich nur auf eine homogene Lösung verlassen (also wie Meerwasser, wo man das Salz nicht mehr sieht und wo an allen Stellen genau gleich viel Wirkstoff ist).

Es gibt hier aber einige, die mutig mit der Strudelmethode arbeiten, auch wenn da noch Partikel sichtbar sind. In manchen Fällen auch, weil es noch die beste der suboptimalen Lösungen des Absetzens ist.
Mit der Tavor expedit hast du aber eine optimale Lösungfür die WLM.

Diese Hechelattacken, die du beschreibst, kenne ich von ganz ganz schlimmen Entzugstagen, lag nur gekrümmt da, schlug mit dem Kopf gegen die Wand und habe gehechelt, gestöhnt, gekeucht.

Wie schrecklich, dass du das immer noch und ständig hast. Du hast mein ganzes Mitgefühl. Es muss und wird besser werden!

Lg :hug:
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

Schneewesen
Beiträge: 34
Registriert: 20.09.2018 15:15
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Schneewesen »

Liebe Philine,
jetzt habe ich ein dickes Problem: Meine Ärztin, die mich seit 1,5 Jahren begleitet hat und vorher nur meine Therapeutin war, will bei einer weiteren Reduktion von Tavor in Minischritten nicht mitmachen.
Bzw. setzt mir Ultimatum "entweder Umstellung auf Diazepam" morgens 0,125 mg Tavor (Bröckchen) und mittags 2 mg Diazepam oder: jemand anderen mir suchen.
Dass es mir damit zweimal schon so schlecht ging, lässt sie nicht gelten. Sagt, dass sei Quatsch. Von Valium bekäme man keine Kopfschmerzen. Meine waren so extrem, dass ich nicht mehr schlafen konnte - gar nicht mehr.
Bei einer Tablettenanfertigung und kleineren Dosen als den gebröckelten 0,125 mg geht sie nicht mehr mit.
Sie sieht mich nur noch als "Entzügige" und nimmt mich gar nicht mehr ernst.
Bin total traurig und geschockt nach dem Gespräch gestern.
LG
Schneewesen
2005-heute Cipralex 10 mg (mit Abweichungen auf 15 mg sporadisch)
April 2018: Tramal, Tavor 1mg, Zopiklon 7,5mg, Dippidolor vor und nach Bauch-OP
Behandlung in psychiatrischer Klinik:
17.6.2018: 2,5 mg Olanzapin
18.6.-2.7: 1,25 mg Olanzapin
2.7.-7.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 13.7: 1,25 mg Olanzapin
ab 20.7: 11 mg Cipralex (aufstocken auf 15 mg über zwei Wochen)
ab 27.7: 1,9 mg Olanzapin
ab 3.8: 2,5 mg Olanzapin (ab 6.8 morgens starke Unruhe, Angst,stärkere Depression)
4.8. 0,5 Tavor wegen starker Angst
11.8: 3,75 mg Olanzapin verordnet bekommen einmalig, danach zurück auf 2,5 mg
16.8-21.8: 0,25 mg Risperidon, nicht vertragen
ab 23.8: mehrmals die Woche Zopiklon 7,5 mg und ca 1 mal die Woche Tavor 0,5 mg
ab 24.8: von stationär zu Tagesklinik
ab 26.8: wieder 12,5 mg Cipralex
ab 29.8: wieder 10 mg Cipralex
30.8.-3.9 5 Tage Tavor 0,75 mg Danach: starke Unruhe, Angst, Anspannung, Zerplatzen Gefühl mit Aggression
5.9. 25 mg Pregabalin / Lyrica als "Ersatz" für Tavor, funktioniert nicht
ab 10.9: 0,625 mg Olanzapin
ab 10.9 - 16.9: 3 x täglich 10 mg Atosil, hilft nicht
ab 11.9-16.9: immer wieder solange durchgehalten bis nicht mehr ging, dann ca zweimal die Woche Tavor 0,5 mg und zwei Mal Zopiklon 7,5 mg
ab 17.9: täglich Zopiklon 7,5 mg oder Tavor 0,5 mg im Wechsel, starke Unruhe, Aggression höchste Spannungszustände
ab 21.9: regelmäßig 1 mg Tavor (wieder in Klinik) und Erhöhung wieder 1,25 mg Olanzapin, morgens Puls von 100
ab 1.10: Tavor 1mg wirkt nicht mehr so beruhigend, vorherige Symptome kehren wieder, morgens total getrieben
ab 4.10: 1 mg Olanzapin, verschlechtert Zustand nicht
ab 12.10 0,9 mg Olanzapin
runterdosiert bis Mitte November 2018 auf 0,5 mg Olanzapin, dann abgesetzt (in Klinik Bedingung: wegen sehr schlechten Zustands und alleine nicht mehr aushalten Könnens wieder in die Klinik gegangen
ab Mitte Nov in Klinik: 1,5 mg Tavor (plus 0,5 Bedarf, ab und zu genommen, so bei 2 mg)
ab Mitte Dez. in Klinik: 3,75 mg Mirtazapin
ab Anfang Januar: 1mg Tavor (0,5 Bedarf, häufig genommen)
Ab Mitte Febuar: 7,5 mg Mirtazapin und Cipralex von 10 mg auf 12 mg auf 14 mg erhöht.
Im März reduziert auf 3,75 mg Mirtazapin, zwischendurch 5 mg und dann wieder 7,5mg

Philine
Beiträge: 1519
Registriert: 02.08.2019 15:47
Hat sich bedankt: 85 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Philine »

Liebes Schneewesen,
das ist echt bitter, aber entspricht leider einer häufigen Erfahrung mit Ärzten hier. Sicher denkt sie, sie tut dir etwas Gutes, indem sie dich praktisch 'zwingt', davon wegzukommen.

Diazepam ist offenbar keine wirkliche Alternative bei dir, wenn es zweimal schon nicht geklappt hat.
Durchfall ist immer Mist, weil das ja auch die Dosis stark beeinflussen kann, wenn es zeitnah zur Einnahme geschieht.

Hmh, was würde ich an deiner Stelle tun?
Tavor ohne Diazepam zu entziehen ist hart, aber möglich. Es gibt hier einige, die das gemacht haben.

Wahrscheinlich würde ich erst einmal versuchen, den Bedarf zwei Wochen lang komplett wegzulassen: Jeden zweiten Tag Bedarf ist eigentlich kein Bedarf, sondern eine ständige Dosisänderung, die das ZNS nicht gut findet.
Stattdessen würde ich die 0,25 Normaltavor in zwei Dosen aufsplitten und morgens und nachmittags nehmen.

Und dann versuchen, zu reduzieren. Mit Feinwaage kämst du wahrscheinlich schon noch einen Schritt weiter, kommt drauf an, was das Tablettengewicht ist.
Hast du eine Feinwaage? Die würde ich mir ohnehin anschaffen, auch schon für die jetzige Bröckelei.

Du bist auf deine Ärztin ja durchaus noch angewiesen wegen des Rezeptes.
Wie wäre es, wenn du mit einem Plan zu ihr gingst:
Diazepam sei dir wegen Durchfall und dadurch Dosisunregelmäßigkeit nicht geheuer, daher möchtest du bei Tavor bleiben aber auf jeden Fall ganz in ihrem Sinne schneller entziehen: Und dann zeigst du ihr einen Plan mit Daten, auf dem am Ende die Null steht. Dann sieht sie, dass du es ernst meinst und strategisch vorgehst.
Also so in der Art, wie es für sie noch nachvollziehbar ist:
Januar: 0,25 plus 0,125
Februar: 0,125 plus 0,125
März: 0,125
April: Null.

Versteh mich richtig: Ich meine nicht, dass du es genauso machen sollst! Ich meine nur, dass das ein Plan wäre, mit dem du die Ärztin vielleicht noch einmal ins Boot holen könntest?
Und dann weiterschauen.

Vielleicht hat aber jemand anders eine bessere Idee?

Liebe Grüße und alles Gute,
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11390 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von padma »

liebe Schneewesen, :)

es tut mir leid, dass deine Ärztin kein Verständniss für dich hat.

Ich würde deinen Titel gerne ergänzen um " entziehe aktuell Lorazepam" und verschiebe ihn dass zeitnah nach "Benzodiazepine absetzen".

Wenn du deine Signatur aktualisierst, könntest du dann bitte noch die Jahreszahlen angeben?

Ich weiss nicht, ob es geht, die Bedarfstavor einfach wegzulassen, oder ob du dafür die Tagesdosis leicht erhöhen müsstest, um auf eine stabile Tagesdosis zu kommen. Benzobedarf während eines Benzoentzuges macht dir den Entzug kaputt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Maria__
Beiträge: 86
Registriert: 01.10.2018 11:05
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Frühlingsfee/Schneewesen: aktuell viele Psychopharmaka auf einmal

Beitrag von Maria__ »

Liebes Schneewesen,

wie geht es Dir? Magst Du vielleicht ein Lebenszeichen geben?

Alles Liebe,

Maria
05/2004 Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Problemen nach Pfeifferschem Drüsenfieber.
2009-2015 drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken,Anspannung,Unwohlsein,Desinteresse,Verzweiflung,Heulattacken,massive Verstopfung etc.); Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-08/2018 runter auf 5mg (Einnahme 10mg jeden zweiten Tag).
09/2018 plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox.auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach 2 Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik; unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf,Unruhe,ganzer Körper dauerangespannt,DR/DP, Neurogedanken,Neuroemos,schwerdepressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
26.02.2019 Fluox.25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst,Gefühl von Instabilität,rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken,krasse Wut&Durchdrehgefühl,Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg-siehe oben
07.09.19 23mg-nach einiger Zeit etwas Besserung, mehr Wellen und ein paar Fenster
Ansonsten:
20.10.19Quetiapin 200mg - 12,5mg = 187,5;
06.11.19Quetiapin 200mg - 18,5mg = 181,5mg
03.12.19Quetiapin wieder hoch auf 187,5mg...wegen Aggression, starkem DR/DP,Angst,Depressiven Schüben, furchtbares Gefühl in Träumen & bei Aufwachen...Grauen
15.02.20 Quetiapin 181,5mg 05.03.20 wieder hoch auf 187,5mg da Schlaflosigkeit, Panikattacken nachts
Notfallmed: Tavor, ab 07.02.20 wieder gelegentlich 0,25mg (nach 68 tagen Abstinenz)
09.05.-16.05.20 Fluoxetin 22mg, hat nicht funktioniert, starke Symptome, zurück auf 23mg und Beginn WLM
07.07.Fluoxetin 22,5mg; Quetiapin 183,5mg
***
Ggw. Med:
Fluoxetin 22,5mg WLM
Quetiapin 183,5mg

Symptome: Angst, Anspannung, schlimmes Endlosgrübeln, stark intensivierte Gefühle/Neuroemotionen,rasche Stimmungswechsel,Horrorgefühle,DR, DP, nur im Kopf sein, Durchdrehgefühle,Unwohlsein,Grauen,Terror, Übelkeit, Gedankendrängen, Zwangsgedanken,irrationale Gedanken uvm

Antworten