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Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

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minos
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Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von minos » Montag, 24.04.17, 12:40

Interessierter Weggefährte, aus Norddeutschland und Beschwerdefrei (Panikstörung) 1998 in 8 wöchiger Reha in der soziopsychosomatischen Kleeblattklinik in Rastede (12 Schritte Programm) ganze 6 Jahre ambulante Therapie und Mai 2016 ein Rückfall.

Mich interessieren die wichtigsten Aussagen zum Thema Benzodiazepine und Antidepressiva, bin ein Gegner von Psychopharmaka seit ich herausgefunden habe das man es auch schafft ohne bittere Pillen zu schlucken vor allem aber das sie nicht wirklich geholfen haben die Symptome einer Panik zu unterdrücken (Antidepressiva).

Ich finde es erschreckend wie in Psycho Foren mit diesen Medikamenten geworben wird und wie verharmlosend der Umgang ist. Mir ist bewusst das es Patienten gibt die auf einige dieser Medikamente angewiesen sind, ich bezweifel auch nicht diesen Umgang, ich beobachte nur zunehmend wie Menschen welche psychische Probleme/Erkrankung haben immer freizügiger diesen für sie einfachen Weg beschreiten und sich damit selber schädigen.

Angefangen hat es bei mir damals mit der Wahl eines Arztes. Ich kam leider zu einem Neurologen in die Praxis, und wenn man weiß was dort täglich los ist kann man sich Vorstellen dass richtige Therapie hier nicht möglich ist, man wird nur medikamentös versorgt, in meinem Fall war dass damals Valium in Tropfenform und innerhalb von drei Monaten besaß ich vier Flaschen davon und ich hätte damit den Drogenstrich versorgen können.

Einmal eingenommen und schlagartig ins Reich der Fantasie getribbelt, danach als ich in Rastede eintraf und die Flaschen bei mir hatte schlugen die dortigen Ärzte die Hände über ihr Haupt zusammen. Ich lernte Gottlob ganz schnell was Therapie bedeutet, Akzeptanz Hingabe und Offenheit. Durch die Gesundheitsreformen ist diese Art der Therapie eingestellt worden und die bitteren Pillen finden seitdem immer mehr ihren Weg zu den Leuten.

Ich habe alle Programme in Rastede durchlaufen und ich danke der damaligen Leitung für diese hervorragenden Therapieformen und Ansätze, leider ist Rastede geschlossen und es existiert in dieser Form nur noch eine private Klinik mit selber Leitung in Bad Zwischenahn. Für Kassenpatienten leider unmöglich sich hier behandeln zu lassen.

Ich möchte mich hier informieren und erlesen zum Thema und dies Wissen weitertragen zu denen die denken das bunte Pillen die Freiheit bringen. Aber auch im eigenen Interesse und um mich daran zu erinnern wie schlimm es ist bedöst und künstlich Erheitert zu werden. Von den späteren Gefahren und Folgen mal ganz abgesehen!

Ich werde ein stiller Mitleser sein und dann und wann meine Fragen stellen - gute 24 Stunden allen!
Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. (S.H. der XIV. Dalai Lama)

Shonah
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von Shonah » Montag, 24.04.17, 13:49

Hallo Minos,

Ich grüße Dich und heiße dich herzlich Willkommen im ADFD.

Ich kann dir in dem was du schreibst nur zustimmen.

Leider ist es so das die Patienten über AD oder auch Benzos nicht richtig aufgeklärt werden.

Ich kann jetzt nur von mir sprechen.
Als ich damals nach der Geburt meines Sohnes in die Psychiatrie gekommen bin hatte ich keinerlei Ahnung von AD oder Sonstigem.

Ich war fix und alle, mein Körper streikte, ich zitterte am ganzen Leib und wusste überhaupt nicht wie mir geschieht.

Ich wurde auf Medikamente eingestellt. Aus dem Entlassungsbrief erfuhr ich dann erstmal wie die überhaupt heißen. Keine Aufklärund über AD, Nebenwirkung, geschweigedenn Absetzerscheinungen.

Nach zwei Jahren abgesetzt, keine Aussage über Absetzerscheinungen, sondern Krankheit sei noch immer da.

Kein Psychiater zeigte Interesse daran das Medikament mal wieder abzusetzen.
Ich allein musste mich da durchsetzen und nach wie vor wird verleugnet das auch AD abhängig machen.

Manchmal habe ich so eine Wut auf die Herren in weiß :evil:

Heute werden AD bei jedem "Quatsch" verschrieben und die Leute schlucken es weil sie den Ärzten vertrauen.

Nimmst du noch irgendwelche Medikamente?


Ich wünsche dir einen regen Austausch!


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

minos
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von minos » Montag, 24.04.17, 14:47

Nein ich nehme nichts mehr! eine Zeit lang nach dem Rückfall Opipramol, ganz schnell weg damit weil ich merkte dass es nur eine Täuschung provoziert und zu 100% mehr Nebenwirkungen verursacht als Hilfreich zu sein. Mein Therapeut sagt immer "nicht jeder ist so klug und erkennt das verderben".

Ich sage es mal provokativ und spreche es aus, ich publiziere im psychic-forum seit Mai 2016 und was da abgeht ist mehr als erschreckend. Spricht man es offen an wird man in Grund und Boden gestampft und beleidigt und sogar via PN bedroht. Das neuste war am vergangenen Wochenende erst, ein User bot ein Wundermittel gegen Panik und Angst Störungen aus den USA an, ein Nasenspray für 49€ und ich sage dir es sind ganz viele drauf angesprungen.

Debattieren lohnt sich dort eigentlich gar nicht mehr und ich mache es auch nur noch um denen nicht das ganze Feld zu überlassen, vor allem neu
angemeldete User sollten vor so etwas geschützt werden. Und es macht mir Freude denen zu zeigen das es sehr wohl ohne Benzo AD und Co geht!
Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. (S.H. der XIV. Dalai Lama)

padma
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von padma » Dienstag, 25.04.17, 18:43

hallo Minos, :)

vielleicht magst du uns noch mehr über deine Erfahrungen/Erkenntnisse berichten?

Interessant wäre z.B. wie du es geschafft hast, deine Panikstörungen zu überwinden, oder auch deine Erfahrung mit dem 12 Schritte Programm.
Die Rubrik "Alternativen zu Psychopharaka" wäre dafür geeignet.

Du könntest auch einen Erfahrungsbericht verfassen http://www.adfd.org/austausch/viewforum.php?f=51

Erfolgsgeschichten machen anderen Mut auch zu versuchen ohne Psychopharmaka zu leben.

Schön, dass du zu uns gefunden hast. :D

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


minos
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von minos » Donnerstag, 04.05.17, 14:28

Danke!

Natürlich könnte ich aus meiner Zeit in Rastede und dem 12 Schritte Programm berichten, nur leider sind diese Formen der damaligen Therapie nicht mehr in Anwendung, die Gesundheitsreform hat dafür Sorge getragen dass bestimmte Anwendungen und Therapien nicht mehr bezahlt werden, nur noch privat Versicherte und Selbstzahler können in diesen Genuss kommen.

Leider haben sogar die wenig verbliebenen (früher) 12 Schritte Kliniken (an der Zahl 4/6) kein Interesse mehr so genannt zu werden, sogar dass Bad Herrenalber Konzept von Walter H. Lechler ist nicht mehr daran interessiert!

Familienaufstellungen oder in der Gruppentherapie angewendete Psychodrama sind zu aufwendig und für die Kassen zu teuer, kleines Beispiel?

06:00 aufstehen und 30 Minuten Meditation für alle. Danach 1 Stunde Waldlauf. Danach 15 Minuten körperliche Entspannung durch Qigong oder ähnlichem. Duschen danach Frühstück. 09:00 Beginn Psychotherapie in Gruppen (10 Personen u. Therapeut) bis 13:00. Mittagessen und Mittagspause bis 15:00. Körpertherapie/Ergotherapie/Musiktherapie/Psychotherapie in Einzeltherapie etc. ab 15:00 bis 18:00. Abendbrot und Freizeit bis 20:00. Ab 20:00 bis 22:00 Selbsthilfegruppen 10 bis 30 Personen.

Das ganze von Montag bis Samstag, der Sonntag komplett frei. Im gesamten Reha Verlauf Kein Fernsehen/Radio/Handy/Pc! Kein Alkohol/Drogen/Rauchen! Die erste Woche komplettes Kontaktverbot nach Hause. Medikamente am ersten Tag abgeben und eine Einstellung der Verabreichung es sei denn es war wichtig für Gesundheit und Therapieverlauf, ansonsten Ende mit bitteren Pillen. Medikamenten Entzug über 14 Tage und unter strenger ärztlicher Kontrolle und Einbindung der gesamten Gruppe (10 Personen).

Wer dieses nicht mochte/wollte musste nach seinem Eintreffen die Klinik wieder verlassen! In meinen 8 Wochen waren dies 3 Personen, alle anderen haben durchgehalten und sind nach 6/8/12/16 Wochen entlassen worden. Die wenigsten verließen Rastede so wie sie gekommen waren, die Mehrheit gestärkt und/oder besser. Mitmachen, sich einlassen können und akzeptieren war angesagt vom ersten betreten der Klinik!

Ich habe vorab Valium und Antidepressiva genommen (Valium nur einmal) und ich konnte was Medis angeht ohne ein zögern davon lassen! 1998 über 8 Wochen die ich niemals (positiv gesehen) vergessen werden und ich bin dafür unsagbar dankbar! Besagte 12 Schritte kann ich noch heute Auswendig!
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von padma » Donnerstag, 04.05.17, 18:45

hallo Minos, :)

danke für deinen Bericht. Das ist wirklich ein sehr intensives Konzept.
Für dich war es wohl genau das Passende.
Dass es zunehmend nur noch darum geht, Kosten zu reduzieren (kurzfristig!) ist wirklich erschreckend

Problematisch finde ich den viel zu schnellen Medikamentenentzug, das kann böse ins Auge gehen.
Da hast du Glück gehabt, dass du problemlos davon weg gekommen bist.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von minos » Donnerstag, 04.05.17, 19:47

Ich habe Opipramol genommen drei mal 50mg täglich. Valium nur einmal weil ich damals nicht wusste das
Angst Panik Störungen Gründe haben die man therapieren kann. Das Valium 10 damals war aber der Hammer,
eingenommen am/beim Fernsehen und ein/zwei Minuten später entfernte sich mein Sofa vom Fernseher und es
Hämmerte angenehm in meinen Ohren, die Angst war weg und ich fand es da schon extrem komisch und machte
mir Gedanken was da in/mit mir geschah.

Das Opipramol aber hatte so künstliche Wirkung und dämpfte einen nur ein, wie in Watte gebauscht. Ich vergifte
nie wieder mein Hirn mit so einen chemischen Dreck, und ich halte Ängste aber auch schlecht aus. Deswegen war
ich so dankbar wie mein Psychiater Rastede vorschlug weil er den Chefarzt und das Konzept dort kannte.

Die Therapie dort war wirklich noch Therapie und sie verlangte viel von den Patienten ab, auf den Lorbeeren sitzen
war da nicht angesagt und dass war jedem bewusst der Hilfe wollte. Die Handvoll die da abgesprungen sind hatten
selber Schuld. Das ist heute nicht mehr gefordert weil unerwünscht und die Pharmaindustrie klatscht dabei in ihre
schmutzige Hand weil damit Milliarden fließen die anderswo in richtiger Therapie wieder fehlen.

N3 auf Visite diese Woche aufgezeigt, seit 1990 eine 500 fache Steigerung von Antidepressiva. Erst heute wieder habe
ich einige Befürworter in einem anderen Forum deswegen zur Weißglut gereizt und die sind in ihrer Wut darüber (wie
ich dazu stehe) bis zum löschen von eigenen Beiträgen gegangen und haben versucht mir Lügen zu unterstellen!

Ich höre da nur das man ohne AD und Benzo nicht therapiert werden kann und das übermittelt man auch jedem
neuen Zugang ohne Skrupel zu zeigen. Ich versuchte zu widerlegen das dies bei Angst und Panik schwachsinnig
ist, dass zu viele Hausärzte und auch Neurologen ohne Zeit für therapeutische Maßnahmen sind und deswegen fast
nur Medis verordnen gegen jedes psychisches Wehwehchen. Obendrauf noch ohne Erfahrungen damit.

Da wird sich lächerlich gemacht über Doku von ARD "Gefährliche Glückspillen" und man macht noch Witze über
die beschriebenen Opfer. So weit ist man selber da mit sich alleine Beschäftigt und mit seinen bunten Pillen die
man offen zugegeben 20 Jahre und länger einnimmt. Da muss ich provozieren und das knallt seit Monaten.
Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. (S.H. der XIV. Dalai Lama)

Murmeline
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von Murmeline » Freitag, 05.05.17, 10:11

Hallo Minos!

Mir scheint, Du hast sehr heftig auf das Valium reagiert - keine schöne Erfahrung, aber sowas schützt einen manchmal auch vor längeren Psychiatrie- und Medikamentenkarrieren.
Ich höre da nur das man ohne AD und Benzo nicht therapiert werden kann und das übermittelt man auch jedem neuen Zugang ohne Skrupel zu zeigen. Ich versuchte zu widerlegen das dies bei Angst und Panik schwachsinnig ist, dass zu viele Hausärzte und auch Neurologen ohne Zeit für therapeutische Maßnahmen sind und deswegen fast nur Medis verordnen gegen jedes psychisches Wehwehchen. Obendrauf noch ohne Erfahrungen damit.

Da wird sich lächerlich gemacht über Doku von ARD "Gefährliche Glückspillen" und man macht noch Witze über die beschriebenen Opfer. So weit ist man selber da mit sich alleine Beschäftigt und mit seinen bunten Pillen die man offen zugegeben 20 Jahre und länger einnimmt. Da muss ich provozieren und das knallt seit Monaten.
So ein Engagement kostet viel Energie und Nerven - schau vielleicht, dass es Dich nicht zu sehr zermürbt. Manchmal sind die Positionen so gegensätzlich, dass man sich nur aufreibt und die anderen nicht zum Nachdenken bringen kann.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

minos
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Re: Medikamente und gegebenenfalls Missbrauch

Beitrag von minos » Freitag, 05.05.17, 15:22

Murmeline hat geschrieben:Hallo Minos!

Mir scheint, Du hast sehr heftig auf das Valium reagiert - keine schöne Erfahrung, aber sowas schützt einen manchmal auch vor längeren Psychiatrie- und Medikamentenkarrieren.
Ich höre da nur das man ohne AD und Benzo nicht therapiert werden kann und das übermittelt man auch jedem neuen Zugang ohne Skrupel zu zeigen. Ich versuchte zu widerlegen das dies bei Angst und Panik schwachsinnig ist, dass zu viele Hausärzte und auch Neurologen ohne Zeit für therapeutische Maßnahmen sind und deswegen fast nur Medis verordnen gegen jedes psychisches Wehwehchen. Obendrauf noch ohne Erfahrungen damit.

Da wird sich lächerlich gemacht über Doku von ARD "Gefährliche Glückspillen" und man macht noch Witze über die beschriebenen Opfer. So weit ist man selber da mit sich alleine Beschäftigt und mit seinen bunten Pillen die man offen zugegeben 20 Jahre und länger einnimmt. Da muss ich provozieren und das knallt seit Monaten.
So ein Engagement kostet viel Energie und Nerven - schau vielleicht, dass es Dich nicht zu sehr zermürbt. Manchmal sind die Positionen so gegensätzlich, dass man sich nur aufreibt und die anderen nicht zum Nachdenken bringen kann.

Grüße, Murmeline

Nee alles gut, ich habe mich heute früh aus diesem Forum dort verabschiedet und mich gelöscht. Zum Nachdenken brachte man dort keinen,
fast alle nur immer rein mit dem Zeugs und mit der Ausrede der Arzt hätte es ja so verabreicht, ja bei denen schon Jahrzehnte.

Was mir aufgefallen ist, kein Schuldbewusstsein bei vielen und es macht denen rein nichts aus das blaue vom Himmel zu lügen um anderen Schaden zu zufügen. Narzisstisch und immer das letzte Wort haben müssen, mir wurde so richtig bewusst wie krank da einige sind. Die Moderation musste teilweise ganze Themen eine Zeit lang sperren, die sind wie die Hyänen auf einander los. Drehte sich da ein Blatt wurden die Hetzer Handzahm und verfielen in Selbstmitleid. Das habe ich mir anderthalb Jahre angetan und gestern war das Maß voll ...
Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. (S.H. der XIV. Dalai Lama)

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