Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Merlie

An Lena

Beitrag von Merlie » Samstag, 24.06.17, 19:14

Hallo liebe Lena,

Kein Problem! Ich danke dir, das du mir noch mal schreibst!!!
Es ist gerade wirklich schwer für mich, mich zu konzentrieren und den Überblick zu behalten, wen ich schon gelesen und wem ich schon geantwortet habe. Ich bin auch ziemlich überfordert - ABER DANKBAR - wieviele Infos man hier bekommt. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet!!!

Ich nutze jede Gelegenheit, in der ich mich ein wenig "wohler" fühle, hier im Forum zu lesen, was ihr mir schreibst und alles wie ein Schwamm in mich aufzusaugen.

Danke für die Dosierempfehlung. Ich bin ehrlich - es geht mir deutlich besser als die letzten Tage. Aber natürlich ist das noch lange kein Vergleich zu meinem "Normalzustand". Darum sträubt sich auch alles dagegen, das Teufelszeug wieder zu nehmen. Aber wenn ich hier lese, das auch noch Monate danach Nebenwirkungen auftreten, weil man zu schnell Abdosiert hat, macht mir das schon Angst und will das nicht riskieren!!!

Wäre wirklich schön wenn man sagen könnte, man hat den "Kaltenzug" jetzt hinter sich und hat es geschafft... doch so liest es sich hier leider nicht :-( Da wäre ich dann wohl ein kleines Wunder - und erfahrungsgemäß bin ich das nicht... :?

Danke für die Info mit der Flüssigvariante!!!
Ich werde das lassen - wenn du damit nicht so gut zuerecht gekommen bist und man das dann auch wieder vertragen muss, dann gehe ich das Risiko nicht ein und lass lieber meinen Mann zusammen mit mir dosieren... das ist mir dann weitaus lieber als noch mal was auszuprobieren.

Ich danke dir für deine Ehrlichkeit - auch wenn sie mir angst macht - ich hätte das nie gedacht. Wie gesagt, für mich hat sich das alles extrem harmlos angehört und ich war extrem skeptisch und mein Mann komplet fagegen. Aber ich war auch so am Ende, das ich einfach nur dankbar für die Hilfe war... die ich jetzt mehr als anzweifle.

Da muss ich jetzt auf Anna hören und meine Ärztin reden lassen und das Rezept abholen und dann machen, was ihr mir hier ratet!!! DANKE, DANKE, DANKE !!!!

Paroxetin sei ein gut verträgliches, viel eingesetztes Mittel hat meine Ärztin gesagt... naja da denkt man nicht gerade das es heftig ist. Auch meine 30 mg habe ich nicht für viel empfunden, da ja in Kopfschmerztabletten mit 400 und mehr mg eindeutig mehr drin ist...

Wie gehst du denn damit um? Hast du jemanden, der auf dich aufpasst und dich unterstützt? Wie ist es bei dir mit der Arbeit? Kannst du arbeiten? Weiß deine Firma bescheid? Wie gehst du mit dem Thema um? (Kannst mir gerne dazu eine PN schreiben - ich würde mich sehr freuen <3 ).

Bist du denn jetzt komplett runter Lena? Weil du immer noch so Nebenwirkungs-Schübe hast?

Ich bin auch ein ganz schöner Jammerlappen... darum dachte ich auch, ich stelle mich einfach nur an... bis mein Mann dieses Forum entdeckt hat !!! Dafür bin ich ihm unendlich dankbar !!! Und euch allen bin ich unendlich dankbar !!!!!

Ich wünsche dir, das es bei dir weiterhin bergauf geht und du diese Nebenwirklungen bald komplett los bist !!! Ich danke dir, das du mir totz allem, was du durchmachst hilft. Ich hoffe, das ich auch bald die Kraft und die Erfahrungswerte haben werde, um anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!

DANKE liebe Lena !!!!

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 6086
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Samstag, 24.06.17, 19:56

Liebe Merlie :) ,
unsere Mitglieder :) haben dir ja schon viel von ihren eigenen Erfahrungen berichtet.
Ich stelle dir hier zusätzlich nochmal einen Link für den Austauschthread für Paroxetin-Betroffene
ein - vllt findest du dort auch noch Hilfreiches:
Paroxetin- Betroffene-Austauschthread

Meine eigene Erfahrung mit dem Paroxetin-Absetzen ist auch keine schöne:
2007 wurde mir meine 20 mg Dosis (die ich zu dem Zeitpunkt bereits 8 Jahre nahm) innerhalb von 2 Tagen
auf Null gesetzt u. dafür Moclobemid (MAO-Hemmer - gegen Depressionen) gegeben.

Eine Woche ging es mir sehr, sehr schlecht u. dann war alles gut - bis es ca. 2 Monate nach dem
Paroxetinabsetzen zu fürchterlichen Ängsten kam, diffus, ganztägig, ohne Grund.
Daraufhin bin ich in eine Klinik gekommen - weil es unaushaltbar war.

Damals hatte ich noch keine Ahnung von Absetzsymptomen (es wurde ja immer gesagt AD machen nicht abhängig),
geschweige denn von verzögerter Absetzsymptomatik u die Ärzte hatten die schon mal gar nicht.
Das Ende vom Lied war, daß sie mir Moclobemid absetzten, dafür Venlafaxin innerhalb einer Woche auf eine sehr
hohe Dosis aufdosierten, dazu gabs dann ein Beruhigungsmittel u. als das dann wegen der Abhängigkeitsgefahr raus mußte,
ein Neuropleptikum dazu - ganz schlimm.
Zur Zeit setze ich das letzte davon ab, das Venlafaxin.

Das schreibe ich dir alles, weil ich, genauso wie meine Vorschreiber, möchte, daß dir so ein großer Knall nach
Monaten erspart bleibt.
Deshalb die Empfehlung, diese 5 mg wieder einzudosieren.
Merlie hat geschrieben:Paroxetin sei ein gut verträgliches, viel eingesetztes Mittel hat meine Ärztin gesagt... naja da denkt man nicht gerade das es heftig ist
Das wurde mir bei Venlafaxin auch gesagt: gut verträglich, keine Nebenwirkungen, macht nicht abhängig :evil: - naja, mittlerweile
weiß ich es besser.
Merlie hat geschrieben:Auch meine 30 mg habe ich nicht für viel empfunden, da ja in Kopfschmerztabletten mit 400 und mehr mg eindeutig mehr drin ist...
Merlie, man kann verschiedene Wirkstoffe nicht miteinander vergleichen. 1 mg von einem Wirkstoff kann z.B. viel stärker wirken,
als meinetwegen 100 mg von einem anderen.
Merlie hat geschrieben:Ich bin auch ein ganz schöner Jammerlappen... darum dachte ich auch, ich stelle mich einfach nur an..
Nein, du stellst dich überhaupt nicht an - durch diese schlimmen Symptome haben schon viele Menschen Brüche in ihren
Lebensläufen hinnehmen müssen.

Diese Symptomatik kann man auch nur als Betroffener richtig nachvollziehen!
Für Jemanden, der noch nie damit zu tun hatte, ist das sehr, sehr schwer.

Aber schau' mal, vllt findest du dich in diesem Thread wieder u. kannst den ggf. deinem Mann geben,
damit er verstehen kann, wie du dich fühlst:
Text für Freunde u. Angehörige zum Verständnis des Entzugs

LG von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Lana19
Beiträge: 605
Registriert: Dienstag, 06.01.15, 16:16

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Lana19 » Samstag, 24.06.17, 20:13

Hallo Merlin,

mach dir kein Stress wegen antworten hier. Keiner ist dir böse, wenn du mal nicht direkt auf ein Kommentar von jemandem antwortest! :wink:

Hier macht jeder so wie er kann. Ich habe selbst manchmal Tage, Wochen wo ich hier gar nicht aktiv sein kann, weil es mir nicht gut geht, mich das alles noch mehr runterzieht, oder wie auch immer. Wir kennen das ALLE und respektieren das.

Ja, wenn man das alles vorher wüßte. :frust: ...wer hat dies nicht schon gedacht....

Ich versuche (in guten Zeiten wie im Moment) das Positive zu sehen. Das, was ich daraus als Positives mitnehmen kann. Man wird achtsamer. Mit sich selbst, mit seinen Mitmenschen, mit der Umgebung. Und dankbarer. Für alles, für jeden Tag. Man lernt welche Kraft man eigentlich hat. Was man alles aushalten kann.
Und ich hoffe auch, das es durch uns alle hier ein Stück weit dazu beitragen wird, dass die Öffentlichkeit das alles irgendwann einmal anerkennt.



Ich arbeite nicht. Ich habe gerade Erwerbsminderungsrente beantragt und hoffe sie auch zu bekommen. Nachdem ich vor zwei Jahren völlig zusammengebrochen bin habe ich selbst gekündigt. Ich hatte zwar mittlerweile mehrere Bewerbungsgespräche und die wollten mich auch alle haben, was ich ja ganz toll finde. Aber dann kam immer wieder eine neue Welle in der es mir so schlecht ging das ich gemerkt habe, das wird so schnell nix mehr mit Arbeiten :cry:
Außerdem habe ich noch schlimme Probleme mit dem Rücken, was es mir nicht möglich macht längere Zeit zu stehen oder zu sitzen....da kommt vieles zusammen.

Das Schlimme ist eigentlich, das man so gar keinen Verlauf vorhersehen kann. Wenn du schreibst es geht dir grade besser, dann weiß man das nicht wirklich zu deuten. Vielleicht ist das Schlimmste wirklich überstanden, vielleicht ist es auch die positive Energie die du grade durch das Forum bekommst.
Genieße den Moment, man weiß nie was der nächste Tag bringt. Auf jeden Fall zeigt dir dein Körper, das er sehr wohl noch "gut" kann und das ist doch prima :party2:

Ach so und ich bin noch nicht auf 0 mg, siehe meine Signatur :wink:

Ich hatte gehofft jetzt schon da zu sein, aber die sachliche Welle im Frühjahr hat es verhindert. Stehe momentan etwa bei 3,5mg und schätze noch mit 6-12 Monaten bis ich fertig bin. Plus mindestens 2 Jahre nach 0 bis ich mich einigermaßen erholt habe.
Aber ich habe das Paroxat auch schon 12 Jahre genommen, das ist eine lange Zeit und ich hatte viele Auf und Abdosierungen (Arzt:Das können Sie immer anpassen wie Sie es brauchen :frust: )

Alles Gute :hug:
Lana (mit A) :wink:
► Text zeigen

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18661
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 25.06.17, 11:57

Hallo Merlie,

auch von mir willkommen hier :)
Wäre wirklich schön wenn man sagen könnte, man hat den "Kaltenzug" jetzt hinter sich und hat es geschafft... doch so liest es sich hier leider nicht :-( Da wäre ich dann wohl ein kleines Wunder - und erfahrungsgemäß bin ich das nicht... :?
Ich habe 2006 aus Unwissen und weil die Neurologin es anordnete, einen Kaltentzug von Sertralin hingelegt :o .
3 Monate (ich kam danach unmittelbar in eine psychosomatische Klinik) dachte ich, ich schnappe über und fühlte mich, als ob ich sterben müsste.
Mir war übel, ich konnte nicht schlafen, ich zitterte, ich hatte Brainzaps und Stromempfindungen im Körper, beim Kopfbewegen und Augenbewegen fühlte es sich so an, als ob das Gehirn im Kopf schwappen würde, mir war schwindelig, ich war so schwach, dass mir die Beine wegklappten, alle Gliedmaßen waren schwer und puddingartig, ich hatte Derealisation und Depersonalisation, alles kam mir vor wie hinter einer Wand aus Watte (sog. brainfog), ich war von meinen Gefühlen entfremdet und heulte parallel nur noch herum. Ich konnte mich nicht konzentrieren, nicht klar denken und ich hatte permanent Angst und Panikattacken. Außerdem, mit das allerschlimmste Symptom, hatte ich eine nicht zu stillende Unruhe in mir, ich konnte keine Minute still sitzen und tigerte wie ein eingesperrtes Raubtier herum (Fachbegriff Akathisie), wurde dabei immer schwächer und wackeliger, ich war abgemagert und noch so vieles mehr....

Und das allerschlimmste: keiner wusste, dass es Entzug ist, sondern alle sahen mich ernst an und sagten, wie schwer eben meine Depression sei :evil: .
Ich weiß, dass ich jeden Tag gedacht habe, dass ich durchknalle / verrückt werde, in die Klapse muss und dann als Psychowrack da vegetiere und nur noch sterben will, weil das ist kein Leben für mich.

Nach den ersten 3 Monaten begannen die ersten leichten Verbesserungen, aber das ist kein Plädoyer dafür, jetzt durchzuhalten, denn es folgt noch eine weitere wichtige Info für dich: Ich war im Abschluss daran weitere 2 Jahre aus dem Leben gerissen und couchlägerig / bettlägerig!
Gefühlt todsterbenskrank. 2 Jahre verlorene Lebenszeit. Konnte nicht weiter studieren, konnte keine Kontakte mehr pflegen, war einfach aus dem Leben ausgeklinkt :( .

Das will ich dir unbedingt ersparen, wie alle anderen hier auch. Mit 2 Jahren hatte ich sogar noch Glück - es gibt Leute, die sind schon 5 oder 6 Jahre oder noch länger auf Null und leiden noch unter protrahiertem Entzug.
Keiner weiß, ob es ihn erwischen wird.
Reinstate / Wiedereinnahme ist die einzige Chance, wenigstens zu versuchen, dieses Schicksal von einem fernzuhalten.

Namaste, alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Merlie

Aktuell: mein Termin bei der Ärztin heute

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 21:34

Hallo ihr lieben,

bevor ich auf eure Nachrichten antworte, wollte ich euch kurz auf den neusten Stand bringen...

Ich war heute bei meiner Ärztin - habe mich ziemlich hinschleppen müssen. Wahnisnn, wie kraftlos man ist. Und der Schwindel und die Übelkeit machen es einem nicht gerade leichter.
Die Arzthelferin hat sich lieb nach mir erkundigt. Gefragt ob es mir nicht gut ginge, weil ich nicht gut aussehe und was mit dem Fuß hätte, weil ich so komisch laufe. Ich habe ihr dann gesagt, das ich Tabletten absetze und das nicht ganz so gut verkrafte. Dann hat sie mir gleich angeboten mich hinzusetzen und was zu trinken (nach meinem Termin bei der Ärztin hat sie sich auch als einzige mir angenommen und mich aus der Warteschlagen genommen und mich zur Seite gesetzt und meine Sachen erledigt, damit ich mich nicht so an der Wand festklammern musste).

Das wars dann auch schon mit Mitgefühl.

Im Ärztezimmer war meine Ärztin wie immer nett, aber auch irgendwie teilnahmslos (sie ist aber immer so, ich glaube so wirkt sie halt / ist sie halt ?!)... Sie ist nett.
Sie hat mich gefragt, wie es mir geht, weil sie gehört hat, das ich das Absetzen nicht so gut vertrage. Ich habe dann mal losgelegt. Irgendwie hat sie das alles nur so abgenckt. Als wolle sie sagen "Ha ja klar, haben sie was anderes erwartet?". War aber nicht wirklich mitfühlend und wirkte auch nicht "beeindruckt" oder so. "War halt so" und fertig.

Ich habe ihr dann gesagt, das mein Mann so verzweifelt war, das er in einem Forum gelesen hat. Hat sie nur abgenickt. Und gemeint, das es ja gut sei, das ich jemand habe, der sich um mich kümmert und mich versorgt...

Dann habe ich sie noch mal auf die Nebenwirkungen angesprochen und wie es jetzt weiter geht. Sie meinte ich sehe blass aus und sie schreibt mich noch mal krank (arbeiten würde so auch gar nicht gehen... so nebenbei). Mit der Medikamentation meinte sie, da ich es jetzt schon so lange ohne geschafft habe, hält sie es nicht für ratsam wieder anzufangen, weil ich dann immer in einem Kreislauf drin bin und nie davon "weg" komme. Sie würde das jetzt durchhalten und nach spätestens 4 Wochen sei es dann vorbei.

Ich habe sie gefragt, ob es nicht auch noch nach Wochen oder Monaten zu Ausbrüchen der Nebenwirkungen kommen kann. Das hat sie verneint.

Sie meinte aber auch, das es fraglich ist, ob es so gut war überhaupt aufzuhören bzw. es vielleicht wieder zu brauchen, da meine Depressionen und so wieder kommen können und sehr warscheinlich auch wieder kommen werden. Ich wollte ja nur wegen dem Gewicht absetzen. Das sei mein Gutes Recht.

Ich habe ihr dann gesagt, das das Gewicht einer von vielen Gründen war. Ich es nicht erklären kann, aber ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört und das hat mir gesagt, ich solle es mal ohne Probieren. Habe ihr auch gesagt, ich könne ja immer wieder anfangen. Das hat sie dann auch bestätigt. Aber ich habe sie dann auch noch mal zu den Nebenwirkungen befragt - was ich ja eigentlich wissen wollte. Aber da war es wie immer "kann schon sein", "ist schon möglich" und "müssen wir mal abwarten".

Also ist jetzt der Plan keine Tabletten mehr zu nehmen.... aber ich habe so viele Fragen im Kopf:
  • - Ich bin jetzt seit 1ner Woche ohne Tabletten, wird es wirklich dabei bleiben, das ich nicht noch nach Wochen / Monaten / Jahren Nebenwirklungen bekomme?
    - Habe ich, mein Körper, mein Hirn jetzt schaden genommen? Sie meinte nein?
    - Ich lese von euch, das ihr noch lange nach dem Absetzen Nebenwirkungen habt oder gehabt habt. Ich vertraue euch und glaube euch. Dennoch hoffe ich so, das alles nach 4 Wochen "erledigt ist" - ich weiß einfach nicht was ich tun soll?!
    - Was ist, wenn meine Depressionen wieder kommen? Nicht die von den Nebenwirklungen sondern die anderen? Werden die schlimmer sein?
    - War es ein Fehler diese Tabletten zu nehmen? War es ein Fehler die Tabletten abzusetzen?
    - Jetzt würde ich sagen, ich nehme NIE, NIE, NIE wieder solche Tabletten - habt ihr das auch gesagt? Aber wie war es dann? Habt ihr sie wieder genommen? Freiwillig?
Ich bin jetzt ziemlich überfragt. Ich hoffe, ihr seit mir nicht böse!!! Ich liebe euch jetzt schon und ich vertraue euch und weiß, das ich genau hier bei euch richtig bin!!!! <3

Dennoch habe ich die Hoffnung nach 4 Wochen frei zu sein. Gleichzeitig die angst in 6 Wochen einen mega Nebenwirklungsschub zu bekommen, so wie es euch ergangen ist.
Egal wie, ich habe das Gefühl die falsche Entscheidung zu treffen und davor habe ich solte WAHNSINNS Angst !!!!

Aktuell geht es mir solala.... ich denke heute war alles wieder zu viel, denn ich habe Kopfweh und Übelkeit und bin einfach am Ar***. Aber mir geht es lange nicht so schlimm wie letzter Woche.... ich bin einfach überfordert mit dem was ich machen soll...!

Merlie

Hallo liebe Anna :-) Schön, das du mir wieder schreibst!

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 21:58

Hallo liebe Anna,
schön, das du mir wieder schreibst <3 :party2:
Vielen lieben Dank für den Link - ich werde das man nach und nach durcharbeiten... immer mal wieder, wenn mein Kopf mitmachen will 8-)

Anna, das war du erleben musstest ist ja der reine Horror! Diese Vorgehensweise kann doch auch nicht gut sein - ich meine man erstzt ein Mittel durch ein anderes, das wiederum Nebenwirklungen hat (entschuldige, habe sie nicht... und abhängig machen sie ja auch nicht... :roll: ).
Innerhalb zwei Tagen abzusetzten ist ja noch um einiges heftiger als bei mir. Unverantwortlich!!!

Da muss ich sagen hat meine Ärztin sich dann schon Zeit gelassen... auch bin ich nicht von einem Medikament zum nächsten "gesprungen" es wurde immer "ausschleichen" gelassen und dann ging es mir dem nächsten langsam los.

Meine Ärztin hat heute gesagt, ich soll das jetzt durchhalten und dann habe ich es in 4 Wochen geschafft. Und ich will ihr so sehr glauben. Ich will nicht 1ne Woche durch die Hölle gegangen sein, um sie dann in ein paar Wochen unerwartet wieder zu sehen!!!
Ich will ihr so gerne glauben, das dass so klappt... aber eure Erfahrungen berichten da ganz anderes!

Diese Ängste und all das was du nach 2 Monaten bekommen hast... das habe ich sie auch gefragt. Dam meinte sie, das meine Depressionen etc. auf jedenfall wieder kommen können - und es warscheinlich auch werden. Da habe ich sie gleich ausgebremst und gemeint, das ich nicht diese meine, sondern die Nebenwirkungs-Depressionen. Aber da meinte sie nur, das das nicht so ist. Nach 4 Wochen ist das rum.

Das würde also bedeuten, das wenn ich von den Nebenwirkungen runter bin, dann hauen meine Depressionen und all das einfach so rein. Ohne das ich was tun kann. Das sind aber auch "tolle" Aussichten...

Diesen großen Knall... hattet ihr den alle auch, nachdem ihr auf "0" wart? Also wart ihr wie ich auf "0"? Oh man... ich bin so unsicher und habe angst die falsche Entscheidung zu treffen... Ihr wollt mir alle nur helfen und ich?! Ich bin überfordert, weil ich einfach nur glauben möchte, nach 4 Wochen von dem Zeug befreit zu sein und es nie wieder sehen zu müssen!!! (Wobei es mir ja auch geholfen hat... zumindest waren die Gefühle und all das nicht mehr so stark und aushaltbar - "lebbar".)
Das wurde mir bei Venlafaxin auch gesagt: gut verträglich, keine Nebenwirkungen, macht nicht abhängig :evil: - naja, mittlerweile
weiß ich es besser.
Genau die gleichen Worte wie bei Paroxetin...! Keine Probleme beim Einnehmen, keine (vielelleicht ein bssschen) beim Absetzten.
Wobei ich mich jetzt erinnern konnte, das ich beim einnehmen ab 15 mg auch den Schwindel und das "Dabbiche" hatte. War aber nach ca. 1ner Woche wieder weg. Anders als jetzt...!
Merlie, man kann verschiedene Wirkstoffe nicht miteinander vergleichen. 1 mg von einem Wirkstoff kann z.B. viel stärker wirken,
als meinetwegen 100 mg von einem anderen.
Hat mir mein Mann jetzt auch erklärt :roll: ...
Nein, du stellst dich überhaupt nicht an - durch diese schlimmen Symptome haben schon viele Menschen Brüche in ihren
Lebensläufen hinnehmen müssen.

Diese Symptomatik kann man auch nur als Betroffener richtig nachvollziehen!
Für Jemanden, der noch nie damit zu tun hatte, ist das sehr, sehr schwer.
Diese Erfahrungen möchte man auch wirklich niemandem zumuten... Ich befürchte, das viele von euch beruflich auch sehr darunter gelitten haben :( hier hoffe ich auch das Glück, was ich bis jetzt immer bei meinem Arbeitgeber hatte - auch wenn ich mir dann jahrelang wieder was anhören muss.... Es ist furchtbar, das man sich einfach nur helfen und verbessern möchte und dadurch noch viel schhlimmeres passiert!

Wie geht es dir denn aktuell?

Danke dir auch für den Link für Angehörige! Ich werde es meinem Mann zeigen. Ich bin jetzt schon untröstlich was ich ihm schon wieder antue... erst die Depressionen und all das - nun hat er eine Absetz-Drama-Queen Zuhause :cry:
Das hat er sich bestimmt auch anders vorgestellt...

Hast du Kinder? Ich habe keine... wenn ich mir jetzt vorstelle Kinder zu haben. Oh mein Gott - was macht man dann! Das sind die wahren Heldinnen...! Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, das ich mein Meerschweinchen vernachlässige - und das muss nicht zur Schule und all das. Es ist so schlimm, wie all das das dass Leben beeinflusst und bestimmt.
Und niemand beschützt einen - gerade was die Arbeit betrifft. Wie soll man damit umgehen? Was soll man tun?

Merlie

Hallo Lana

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 22:27

Hallo Lana.... entschuldige das überlesene A :roll:
habe wie gerade meine Brille mal wieder nicht auf.... Ich bin aber auch Merlie - nicht Merlin :whistle: aber Merlin ist ein schöner Name für mein nächstes Meerschweinchen, wenn es eins gibt :wink: also danke dir :hug: *gleichmalnotiert*

(hoffe das kam jetzt nicht voll doof.... mein Humor kommt auch im echten Leben nicht immer so an, wie er soll... hier ist es noch schwieriger... :party: )

Danke für deine lieben Zeilen! Ihr alle hier gebt mir Mut und helft mir, mich nicht komplett zu verlieren. Gleichzeitig macht es auch große Angst, weil man die Leidensgeschichten liest und es alles so unfassbar schlimm ist und so furchtbar, das dass Menschen erleben müssen. Ich bin so dankbar bei euch sein zu dürfen und möchte euch einfach nicht enttäuschen mit dem was ich schreibe, tue oder mache...
Ich versuche (in guten Zeiten wie im Moment) das Positive zu sehen. Das, was ich daraus als Positives mitnehmen kann. Man wird achtsamer. Mit sich selbst, mit seinen Mitmenschen, mit der Umgebung. Und dankbarer. Für alles, für jeden Tag. Man lernt welche Kraft man eigentlich hat. Was man alles aushalten kann.
Und ich hoffe auch, das es durch uns alle hier ein Stück weit dazu beitragen wird, dass die Öffentlichkeit das alles irgendwann einmal anerkennt.
Du hast recht... man lernt extrem viel über sich - aber noch wichtiger, man merkt, das man gar nicht so alleine damit ist, wie man denkst! Das finde ich, ist das Problem überall. Alle Menschen meinen irgendeine Maske aufstzen zu müssen. Jemand sein zu müssen, etwas dastellen zu müssen. Damit setzen wir uns gegenseitig immer mehr unter Druck. Wir denken immer "der hat den besseren Job, die bessere Bezahlung, ist ne bessere Mutter etc.". Das Gras ist überall einfach grüner. Wenn wir uns mehr mitteilen würden, dann würden die Menschen sich nicht mehr so unter Druck setzen - denn das Gras ist nicht grüner... das würde uns allen mehr vom Leben geben. Ich glaube auch, das die Menschen, die sich hier aufhalten, die stärksten Menschen überhaupt sind. Was sie alles durchgestanden haben und noch durchzustehen haben - sie kümmern sich dennoch um andere und helfen! WIe viele Menschen gibt es, die alles haben und nicht teilen - denen alles egal ist?! Das WIR-Gefühl hier ist einfach so unfassbar stark und unbezahlbar !!! Einfach wunderbar !!! <3 :party2: :pillowtalk: :group:

Die Öffentlichkeit bleibt dennoch so eine Sache. Man steckt die Menschen gerne in Schubladen... das habe ich selbst wieder gemerkt als ich jemanden kennenlernen durfte, der es auch nicht einfach im Leben hat. Er wird einfach in eine Schublade gestopft und da hat er gefälligst drin zu bleiben. Was der Mensch nicht versteht, das verteufelt er PUNKT. Das ist traurig.

Was ich jetzt nach dem Absetzen germerkt habe ist, das ich ein wenig "abgestumpft" war. Ich habe immer noch mitgefühlt und all das... aber jetzt heule ich wieder... nicht nur über schlimme oder traurige Dinge, sondern auch über schöne Dinge. Da ist sie wohl wieder meine Depression.... aber mein Mann sagt, das er das vermisst hat. Das ich gefühlskalt war... also anders als sonst.... ich bin nur verunsichert ob das jetzt gut ist... denn so leiden will ich eigentlich auch nicht... in dieser Welt ist einfach kein Platz für Menschen wie mich... die gehen ein...okay... zu viele Gedanken... viel zu viele von diesen Gedanken wieder....
Ich arbeite nicht. Ich habe gerade Erwerbsminderungsrente beantragt und hoffe sie auch zu bekommen. Nachdem ich vor zwei Jahren völlig zusammengebrochen bin habe ich selbst gekündigt. Ich hatte zwar mittlerweile mehrere Bewerbungsgespräche und die wollten mich auch alle haben, was ich ja ganz toll finde. Aber dann kam immer wieder eine neue Welle in der es mir so schlecht ging das ich gemerkt habe, das wird so schnell nix mehr mit Arbeiten :cry:
Außerdem habe ich noch schlimme Probleme mit dem Rücken, was es mir nicht möglich macht längere Zeit zu stehen oder zu sitzen....da kommt vieles zusammen.
Das tut mir sehr leid liebe Lana :( Ich kenne das von meiner Mutter... sie hat dann Frührente bekommen. Auch wegen der Krankheit, dem Rücken und all dem, was man noch so mitnimmt, als hätte man noch nicht genug....
Deine Wellen machen mir ganz schön angst :-( Das sind bestimmt die Wellen, die die Psychiaterin meint mit "die Depressionen kommen wieder zurück". Das macht mir wirklich angst... und ich schätze, du bist auch noch nicht so alt (was es jetzt nicht besser oder schlechter macht). Aber da dich so viele wollen, ist das bestimmt auch für dich sehr hart dort absagen zu müssen, auch wenn es besser ist für dich. In einer anderen Situation würdest du im Flick-Flack über die Straße fliegen... das sind die Gedanken, die man sich nicht machen sollte... tut mir leid. Mir tut es einfach nur so leid für dich :-( Ich weiß, wie es meiner Mutter damals damit ging...

Warum hast du dich entschieden die Tabletten abzusetzen?
Das Schlimme ist eigentlich, das man so gar keinen Verlauf vorhersehen kann. Wenn du schreibst es geht dir grade besser, dann weiß man das nicht wirklich zu deuten. Vielleicht ist das Schlimmste wirklich überstanden, vielleicht ist es auch die positive Energie die du grade durch das Forum bekommst.
Genieße den Moment, man weiß nie was der nächste Tag bringt. Auf jeden Fall zeigt dir dein Körper, das er sehr wohl noch "gut" kann und das ist doch prima :party2:
Du hast es auf den Punkt gebracht :fly: ich war noch nie gut darin meine Gedanken in Worte zu fassen - jetzt bin ich total unbegabt damit - aber du hast genau das geschrieben, was mich so verunsichert.

Mein "gut gehen" bezieht sich auf diese sehr schlimmen "Enzugs"-Tage. Gut im Sinne von - wann auch immer das mal war, ist es lange nicht. Ich schöpfe aus diesem Forum und aus dem Kontakt zu euch so viel Kraft (auch Angst, wenn ich ehrlich bin), aber es macht mir mut, weil hier so viele Kämpfer sind, die weitaus mehr durchgemacht haben als ich - und sie sind noch immer da und kämpfen weiter. Und noch krasser: SIE helfen MIR :fly: :fly: :fly: :fly:

IHR alle hier, ihr seit meine Superhelden !!!!! Ihr macht mir Mut !!!!

Und ja... mein Körper kann noch... ich kann noch... wir alle hier sind so stark!!! Gemein, das uns das Leben immer wieder niederprügeln will... vielleicht sind wir einfach zu gut für diese Welt :group:

Aber das Auf und Ab macht mir schon zu schaffen... plötzlich denke ich "so, jetzt machste mal die Bude sauber und morgen kannste wieder arbeiten gehen" - und keine Minute später - ich habe noch nicht mal daran gedacht den Staubsauger raus zu holen - liege ich auf der Couch und will nicht mehr....
Ach so und ich bin noch nicht auf 0 mg, siehe meine Signatur :wink: Ich hatte gehofft jetzt schon da zu sein, aber die sachliche Welle im Frühjahr hat es verhindert. Stehe momentan etwa bei 3,5mg und schätze noch mit 6-12 Monaten bis ich fertig bin. Plus mindestens 2 Jahre nach 0 bis ich mich einigermaßen erholt habe.
Aber ich habe das Paroxat auch schon 12 Jahre genommen, das ist eine lange Zeit und ich hatte viele Auf und Abdosierungen (Arzt:Das können Sie immer anpassen wie Sie es brauchen :frust: )
Entschuldige.... ich bin mit den Signaruren oft überfordert und vergesse auch im Moment so ziemlich alles was gerade passiert ist (hoffe, das ist auch "nur" eine Nebenwirkung und geht wieder weg).
12 Jahre ist wirklich eine lange Zeit. Warum hast du dich zum Absetzen entschlossen? (habe ich das schon gefragt - furchtbar, hoffentlich geht das echt wieder weg.... es soll wirklich nicht respektlos sein!!!!) und Auf und Ab dosieren! Der spinnt doch!!! Da hatte ich mit meiner Ärztin doch ziemlich großes Gück!!!

Ich drücke dir ganz, ganz fest die Daumen, das dass mit der Erwerbsminderungsrente klappt und du damit eine Sorge weniger hast. Das dein Absetzen weiterhin gut klappt und die Wellen immer kleiner werden und da du dich ganz wieder erholst!

Ich danke dir von ganzem Herzen, das du deine Erfahrungen mit mir teilst!!!! Danke Lana <3

Merlie

Hallo Jamie

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 22:40

Hallo Jamie,

danke dir :-) Ist schon zu meinem 2. Zuhause geworden :group: :hug:

Ohje Jamie, du hast wirklich die Hölle auf Erden erlebt. Wenn ich das von euch lese - und jetzt das auch von dir, frage ich mich wirklich, was eigentlich mein Problem ist. Das war ihr durchgemacht habt, das ist die Hölle, meins ist dagegen, keine Ahnung, ein "Arschtritt" vom Teufel?!

Ich bin wirklich so hin und hergerissen... ich bin so unsicher was richtig oder falsch ist. Ich möchte nichts falsch machen... Vielleicht habe ich Glück und alles ist super und ich bin nach 4 Wochen "happy" vielleicht geht es mir aber auch wie so vielen von euch und dann komme ich hier angekrochen und sage euch, das ihr recht habt....

Ich habe schon so viel Lebenszeit verloren... ich will nich noch mehr verlieren.
Du studierst noch / hast studiert - das heißt du bist noch jünger als ich - also schätzungsweise :wink: ich möchte nicht ausgeklinkt werden...

Kennst du das, wenn man das aber auch einfach nicht mehr einnehmen will... es ist als würde sich alles dagegen sträuben - ich wollte nicht mal zu meiner Ärztin heute gehen, weil ich genau wusste, das ich danach eben nicht mehr weiß...
Ich fühle mich als totaler Verräter euch gegenüber, weil ich so hin und her schwanke... ich wünsche mir einfach so sehr, das ihr nicht recht habt... weißt du was ich meine?! Ich fühle mich so schlecht desswegen und habe solche angst, das ihr recht behalten werdet. Dann darf ich mich heir nicht mehr blicken lassen...!
Ich traue mich nicht mal den Urlaub zu buchen, den wir wirklich sehr dringend brauchen. Was ist wenn da ein Schub kommt?!

Nimmst du aktuell noch was? Ich bin mal wieder mit der Signatur überfordert... entschuldige.. das liegt nicht an dir!!!

Merlie

DANKE an euch alle !!!

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 22:44

Ich möchte euch von ganzem Herzen danken!!!

Ihr gebt mir mit dem Forum die Chance nicht zu verweifeln und meine Gedanken, Ängste und Gefühle zu teilen!!!

IHR seit für mich Helden :fly: danke, das ihr für mich da seit :group: !
Danke das es euch gibt! Und danke, das ihr hier seit und helft - obwohl ihr eure eigenen Kämpfe zu kämpfen habt !!!

DANKE AN EUCH ALLE <3 !!!!

Merlie

Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 23:24

Hallo an alle!

Danke für diesen Treat! (Anmerkung LinLina: Merlie bezieht sich auf den Thread zum Wiedereindosieren viewtopic.php?f=18&t=13205)

Ich hoffe, ich mache es nicht falsch... möchte euch kurz sagen, wie es mir gerade geht...

Ich bin seit letzte Woche Montag komplett von Paroxetin runter und hatte und habe mit schweren Nebenwirklungen zu kämpfen (dazu mehr in meinem eigenen Treat). Jetzt habe ich das Problem, das ich einfach nicht weiß, was ich machen soll.

Meine Ärztin sagt, ich soll weiter durchhalten und dann wäre ich in spätestens 4 Wochen durch.
Hier lese ich aber, das dass nicht so wirklich der Fall ist und mir eine Wiedereindosierung empfohlen wird.

Nun weiß ich einfach nicht was ich machen soll, weil ich auf der einen Seite natürlich nicht Jahrelang damit zu tun haben möchte, noch möchte ich in ein paar Wochen / Monate einen Schlag bekommen, mit dem ich gar nicht mehr rechne.
Aber ich will auch einfach diese Tabletten nicht mehr nehmen...

Wie bekomme ich denn raus, wie es der Mehrheit so ging, damit ich hier nichts lostrete?! Bin ich hier richtig? Habe ich falsch eingetragen?

Liebe Grüße und danke,

Merlie

Lana19
Beiträge: 605
Registriert: Dienstag, 06.01.15, 16:16

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Lana19 » Dienstag, 27.06.17, 8:26

Hallo Merlie,

also.....mal ganz tief durchatmen :hug:

Du bist völlig durcheinander. Was ich gut verstehen kann.
Bitte versuche dich und deine Gedanken mal ein wenig zu sortieren. Ich verstehe, dass du am liebsten nicht mehr das Paroxetin einnehmen willst. Keiner kann dir mit Sicherheit sagen wie es sich auswirkt. Es kann genauso sein, das es dir stetig besser gehen wird die nächste Zeit. Die Fälle, bei denen es ohne Probleme abläuft findest du hier ja nicht.
Aber das du überhaupt schon hergefunden hast zeigt ja auch, dass du eben wohl schon etwas zu kämpfen hast. Daher ist Vorsicht angesagt :wink:

Vielleicht wartest du einfach noch eine Woche ab und beobachtest dich mal genau. Setz dich mal hin und schreibe auf: Wie ging es dir letzte Woche, wie diese Woche, wie nächste Woche. Und frage auch deinen Freund was sich geändert hat, Außenstehende sehen das meist nochmal anders.

Die Aussage der Ärztin, dass die Depression wieder kommt: :shock: :frust:
Das ist mal wieder so typisch. Klar, es kann gut sein das du depressiv wirst, nur, ist das dann KEINE Depression wie im ursprünglichen Sinne, sondern sehr wahrscheinlich dem ENTZUG geschuldet. DAS ist es nämlich was die Ärzte NICHT sehen, und was sie einfach nicht kapieren wollen :frust: Wie auch...dazu müssten sie das Zeug selbst mal schlucken , dann wüssten sie was Sache ist.


Dass du emotionaler bist als mit den AD ist völlig normal.Ich war unter Paroxetin auch völlig abgestumpft, nicht in der Lage positives wie negatives zu "fühlen". Jetzt geht das schon wieder. Ich bin sehr sensibel. Ja, ich weine schnell mal, vor Freude genauso wie vor Trauer. Na und? Besser als gefühlskalt! :roll:

Zu deinen Fragen:

KEINER kann dir sagen wie es weiter verläuft. Du musst da echt versuchen deinen eigenen Weg zu finden, auf deinen Bauch zu hören. Ich weiß, das ist sehr schwer in der Situation. Bist du jemand, der normalerweise sich schnell runterziehen lässt wenn du mal krank bist? Gleich das Schlimmste siehst? Dann würde ich auf alle Fälle eindosieren. Wenn du Probleme, Symptome leicht wegstecken kannst ohne sie zu beurteilen, dann würde ich abwarten.

Dein Hirn hat mit Sicherheit einen kleinen "Knacks" bekommen(bei uns allen, das ist so bei den Medis), ABER unser Hirn kann sich reparieren, es braucht einfach Zeit, aber es geht :D

Bist du noch in Psychotherapie? Es wäre gut wenn du eine gute Unterstützung hast! Auch gute Freunde sind wichtig! Und dinge die dir gut tun! Sorge für dich.Aber immer nur soweit es DIR gut tut. Mache nichts um dem Willen anderer gerecht zu werden!

Ist denn der "Auslöser" für die ganze Tablettenmisere in einer Therapie bearbeitet worden? Das wäre wichtig!

Ich denke kaum einer hier wird nachdem er länger auf 0 war wieder mit den Tabletten anfangen. Wir haben hier gelernt, das nicht die Tabletten der Schlüssel zum Glück sind! Eigentlich helfen die doch gar nicht, sondern machen alles nur viel schlimmer. Bringen Sachen zum Vorschein die man vorher nicht hatte :frust:
Nein, nach 0 werde ich nie wieder anfangen!

Ein Eindosieren nach einem zu schnellen Entzug wie bei dir kennen hier allerdings viele. Damit bist du nicht alleine. :hug:

Zerbrach dir nicht den Kopf darüber ob es ein Fehler war die Tabletten zu nehmen. Ändern kannst du es eh nicht mehr. Und ich denke, der leibe Gott wird sich was dabei gedacht haben, uns diese Bürde gegeben zu haben :wink:


Alles Liebe
Lana
► Text zeigen

Lana19
Beiträge: 605
Registriert: Dienstag, 06.01.15, 16:16

Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitrag von Lana19 » Dienstag, 27.06.17, 8:34

Hallo Merlie,

bitte nicht böse sein...aber bleib mit deinen Fragen bitte wenn möglich in deinem Thread und stelle nicht an verschiedenen Stellen die selben Frage. Es ist sonst anstrengend überall zu antworten :wink: :hug:

Dein Thread wird gelesen, auch wenn es mal etwas länger dauert. Du bekommst auf jeden Fall Antwort.
Bedenke bitte das wir hier alle mit unseren Problemen zu tun haben und auch nur aktiv sein können, wenn es uns selbst gut genug dazu geht.

Also nichts für ungut <3

LG
Lana
► Text zeigen

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von LinLina » Dienstag, 27.06.17, 9:28

Hallo Merlie :-)

ich habe deinen Beitrag in deinen Thread verschoben, der thread zum Wiedereindosieren ist nur zum berichten über Erfahrungen damit gedacht. Fragen zu deinem Verlauf stelle lieber hier.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6844
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von LinLina » Dienstag, 27.06.17, 9:32

Liebe Merlie :-)

zu deiner Frage zum Wiedereindosieren, lies dir bitte nochmal den Beitrag von Annanas :-) an dich vom letzten Freitag durch.

viewtopic.php?f=35&t=13317#p196611

Sie hat dort alles erklärt, das gilt immer noch.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Merlie

Aktueller Stand

Beitrag von Merlie » Samstag, 22.07.17, 8:51

Hallo ihr lieben,

ich wollte euch kurz auf den neuesten Stand bringen, weil ich schon eine ganze Weile nicht mehr hier war.

Seit dem 28.06.2017 habe ich anhaltende Kopfschmerzen. Aber hier vermutet meine Ärztin, das es an meiner Pille liegt und nicht am Absetzen, da ich diese Kopfschmerzen schon seit Anfang 2017 habe und ich da noch Paroxetin genommen habe. Was ungewöhnlich war, das ich am 01.07. + 02.07.2017 starke Kopfschmerzen hatte. Allerdings erst in der rechten Kopfhälfte, dann in der linken. Das war schon ein wenig unheimlich. Auch die Hitzewellen sind noch immer da. Die werden natürlich bei den aktuellen Temperaturen nicht wirklich ernst genommen.

Die letzte Woche hatte ich mit schweren Depressionen zu kämpfen. Es ist noch immer nicht gut - aber da muss ich wohl durch.
Das war der Punkt an dem ich ins Zweifeln gekommen bin, ob es richtig war, die Tabletten abzusetzen. Ich kann jetzt richtig den Unterschied spüren. Es ist, als wäre durch die Tabletten eine unsichtbare Mauer in mir entstanden. Die Gefühle (ob gut oder böse) nur bist zu einem bestimmten Punkt durchlassen und dann ist einfach fertig. Jetzt sind meine Gedanken und Gefühle komplett frei und hauen richtig rein.

Allgemein: Scheinbar habe ich auch meine Nesselsucht durch das Medikament entwickelt. Ist aber nicht wirklich bestätigt, nur eine Vermutung. Haben tue ich sie. Auch bin ich in der ersten Zeit sehr geruchempflindlich gewesen - es durfte eigentlich nach gar nichts riechen. Mir ist von allem schlecht geworden und alles was mal gut gerochen hat, fand ich furchtbar.

So, jetzt seit ihr erstmal auf dem neusten Stand. Meine Ängste, Gefühle und Gedanken haben mich wieder voll im Griff. Aber ich befürchte, das ist einfach das, womit ich leben muss...

Merlie

Antwort an Lena19

Beitrag von Merlie » Samstag, 22.07.17, 9:19

Hallo liebe Lena,

danke für deine Nachricht.
Du hast recht. Ich war und bin es meist immer wieder, ziemlich durcheinander. Die Gefühle und Gedanken fahren Achterbahn und ich weiß einfach weder was ich will, noch was gut oder schlecht ist. Ich finde mich gerade sehr anstrengend.

Mein Mann sagt mir aber, das ich mich zum positiven verändert habe!!!
Zwar kommt er auch nicht so damit klar, das ich immer so trauig und niedergeschlagen bin (grundlos und einfach viel zu lange), aber dennoch sagt er, bin ich wieder seine Frau. Wieder lieb meint er :lol:

Es ist beruhigend, das nich nur ich mich so fühle. Ich war schon immer sehr, sehr sensiebel und nah am Wasser bebaut. Das ist jetzt wieder da :party2: :frust: Ich habe nichts gegen Gefühle... ich bin total für Gefühle - aber ein wenig "normaler" wäre nett... Im Geschäft habe ich desshalb meinen Ruf weg nudn mein Chef reitet da immer drauf rum und nimmt mich nicht ernst :? egal was ich sage "du bist wieder viel zu sensiebel / emotional" etc. Das gibt meinem sowieso nicht wirklich vorhandenen Selbstvertrauen nicht gerade einen Schub.

Noch dazu habe ich nun eine neue Position bekommen, die ich nicht wollte. Alles ist unsicher, schwammig, stressig und macht keinen Spaß. Das hilft mir gerade leider gar nicht und kostet unnötige Kraft, die ich im Moment eh nicht habe.

Geholfen hat mir nur meine Psychologin: Sie hat mich unterstützt und mir von Ihren Seminaren erzählt und ihren Erfahrugen mit Freunden und deren Entzugserscheinungen. Da hat man den Unterscheid, den ihr mir geschrieben habt. Meine Psychologin war auf Seminaren und hat sich darüber erkundigt, was diese Medikamente machen und was passiert, wenn man sie absetzt. Das hat mich sehr beruhigt. Das zu akzeptieren und zu verstehen ist wieder eine andere Geschichte.

Meine Ärztin ist weiterhin keine Hilfe...

Zu deinen Antworten:

Ich habe schon immer Probleme damit nicht zu wissen was kommt... :bettzeit:
Ich mche mir oft Gedanken über Symptome - aber ich halte sie auch aus. Jetzt nach den Gesprächen mit der Psychologin weiß ich, das das gerade alles "normal" ist und ich es geschehen lassen muss, bis es vorbei ist. Verstehen und akzeptieren ist da eine andere Sache. Da habe ich schon immer Probleme mit.
Auf das Bauchgefühl zu hören, das ist die richtige Entscheidung. Das habe ich auch gemacht, als ich mich fürs Absetzen entschieden habe.
Eindosieren fällt leider eh aus: Meine Ärztin stellt mir keine Rezepte mehr aus und sagt auch, das das Mittel eh nicht optimal war und sie dann lieber etwas anderes ausprobieren würde, aber ich erst mal abwarten soll. Die Gefahr das Medikament jetzt nicht mehr zu vertragen sei zu hoch.

Es ist sehrb eruhigend, das unser Gehirn den "Knacks" wieder repariert :hug: Dauert seine Zeit, das weiß ich. Schlecht, wenn man so ungeduldig ist, wie ich ... :rotfl:
Auch gute Freunde sind wichtig! Und dinge die dir gut tun! Sorge für dich.Aber immer nur soweit es DIR gut tut. Mache nichts um dem Willen anderer gerecht zu werden!
Ich habe viele liebe Menschen um mich rum... aber es weiß kaum einer. Ich habe es jetzt zwei Freunden gesagt... sie verarbeiten das noch und schauen, was sie damit anfangen soll. Meine "beste" Freundin, die ich schon seit 16 Jahren kenne, hat mir jetzt die Freundschaft gekündigt, weil ich ihr zu negativ bin und sie sich entschlossen hat, alles, was ihr nicht gut tun aus ihrem Leben zu entfernen. Dazu gehöre auch ich... naja... das hat mich schon sehr verletzt. Ich war immer für sie da und habe auch ihrer Hochzeit organisiert und alles...ich war also nicht nur schlecht... aber das hat mir einfach noch mehr Angst gemacht, jemanden an mich ran zu lassen....

Mir was gutes zu tun ist sehr schwer, da ich enttäuscht und sauer auf mich bin - und mich einfach nicht verstehe. Warum? Weshalb? Etc. das kennt ihr sicher alle.... meine Psychologin und meine Ärztin sagen, das ich mich so akzeptieren muss, wie ich bin, dann kann es mir auch besser gehen. DAS ist aber das Problem. Ich kann jeden akzeptieren - nur mich nicht. Darum "bestrafe" ich mich eher als mir was gutes zu tun oder mich zu belohnen. Ich bin einfach davon überzeugt, das ich es nicht verdiene. Mache ich es dann trotzdem, habe ich ein schlechtes Gewissen und mache mir die Freunde daran wieder kaputt. Darin bin ich sehr gut... Ich traue mir einfach nicht über den Weg und habe das Gefühl nun wieder ganz von vorne anzufangen...

Die neue Situation im Geschäft macht das alles nicht einfacher...
Ist denn der "Auslöser" für die ganze Tablettenmisere in einer Therapie bearbeitet worden? Das wäre wichtig!
Da bin ich jetzt zusammen mit meiner Psychologin dran. Aber auch da stehe ich mir wieder im Weg... ich bin sehr unzufrieden mit meiner "Leistung" dort. Aber meine Psychologin sagt, ich mache einen guten Job und sie kann sehen, wie "echt" und "real" ich jetzt bin und das ist gut....
Ich denke kaum einer hier wird nachdem er länger auf 0 war wieder mit den Tabletten anfangen. Wir haben hier gelernt, das nicht die Tabletten der Schlüssel zum Glück sind! Eigentlich helfen die doch gar nicht, sondern machen alles nur viel schlimmer. Bringen Sachen zum Vorschein die man vorher nicht hatte :frust:
Nein, nach 0 werde ich nie wieder anfangen!
DANKE für diese Worte!!! Die geben mir extrem viel Kraft und machen mir Mut!!! Ich will auch nie wieder solche Tabletten nehmen - auch wenn ich angst habe, das Leben nie zu schaffen... Aber das was du schreibst, macht mir Mut! DANKE <3
Zerbrach dir nicht den Kopf darüber ob es ein Fehler war die Tabletten zu nehmen. Ändern kannst du es eh nicht mehr. Und ich denke, der leibe Gott wird sich was dabei gedacht haben, uns diese Bürde gegeben zu haben :wink:
Danke dir! Vor allem das mit dem lieben Gott ist "witzig". Daran habe ich auch die letzte Zeit schon oft gedacht: Warum macht der denn sowas? Warum gibt der mir sowas? Was habe ich verbrochen? Aber ja, vielleicht steckt da ein größerer Plan dahinter, den wir einfach nicht verstehen - und ja, ich verstehe diesen Plan nicht :whistle: Aber er wird seinen Grund dafür haben.... auch wenn ich es als Bestrafung sehe... Menschen wie wir machen die Welt besser, davon bin ich überzeugt!!!

Merlie

Re: Wiedereindosierung kleiner Mengen eines AD

Beitrag von Merlie » Samstag, 22.07.17, 9:22

Lana19 hat geschrieben:Hallo Merlie,

bitte nicht böse sein...aber bleib mit deinen Fragen bitte wenn möglich in deinem Thread und stelle nicht an verschiedenen Stellen die selben Frage. Es ist sonst anstrengend überall zu antworten :wink: :hug:

Dein Thread wird gelesen, auch wenn es mal etwas länger dauert. Du bekommst auf jeden Fall Antwort.
Bedenke bitte das wir hier alle mit unseren Problemen zu tun haben und auch nur aktiv sein können, wenn es uns selbst gut genug dazu geht.

Also nichts für ungut <3

LG
Lana

Hallo liebe Lena,

danke für deinen Hinweis. War ich in einem anderen Thread?! Wo war ich denn? Das tut mir leid, war keine Absicht!!! Ich hoffe, ich bin jetzt in meinem... Oh je... jetzt bringe ich auch hier alles durcheinander. Ist wirklich keine Absicht von mir gewesen.
Wenn du mir sagen könntest, wo ich war, wäre das lieb. Hoffentlich bin ich jetzt im richtigen Thread...!

Achso... das mit den Antworten ist gar kein Problem!!! Mir geht es ja genauso. Da mache ich euch und mir keinen Stress. Ich bin einfach nur dankbar, das ihr bei mir seit!!!

Merlie

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Merlie » Samstag, 22.07.17, 9:24

LinLina hat geschrieben:Hallo Merlie :-)

ich habe deinen Beitrag in deinen Thread verschoben, der thread zum Wiedereindosieren ist nur zum berichten über Erfahrungen damit gedacht. Fragen zu deinem Verlauf stelle lieber hier.

Liebe Grüße
Lina

Vielen lieben dank LinLina!

Lena19 hat mir schon gesagt, das ich im falschen Threat war. Tut mir leid, war keine Absicht!
Danke fürs Verschieben - ich schaue, das ich jetzt in meinen "eigenen 4 Wänden" bleibe :P

Liebe Grüße,
Jenny

Merlie

... ich kann nicht mehr ... :(

Beitrag von Merlie » Montag, 11.09.17, 9:01

Hallo ihr lieben....

ich habe mich lange nicht mehr gemeldet.
Seit ich im Juni meine Paroxetin abgesetzt habe, werden meine Depressionen immer schlimmer. Meine Ängste imer größer. Mein Herz klopft das mit schlecht wird, mir ist schlecht wie bei meiner Prüfungsangst, ich kann nichts mehr essen - ich habe Hunger, aber ich bekomme einfach nichts mehr runter. Habe jetzt in 5 Tagen 3,3 kg abgenommen. Selbst der Urlaub hat nicht geholfen. Auch dort ging es mir schlecht. Aber dort hatte ich wenigstens kurze "durchatmen" Pausen.

Aber ich kann nicht mehr... ich nehme Notfalltropfen und Bonbons. Habe es mit "Lasea" probiert. Aber es wird immer schlimmer. Ich will nicht mehr hier sein, ich halte das nicht mehr aus!!! Aber ich will meinen Mann nicht alleine lassen - und traue mich auch nicht was zu tun.... ich habe so ein gutes Leben, den besten Mann der Welt. Aber ich habe keine Kraft mehr, nur noch Angst. Ich habe Angst meine Arbeit noch zu verlieren und mir alles kämpft zu machen, was ich / wir (!!!) uns aufgebaut haben!!! Ich will meinen Mann nicht verlieren und ich will nicht, das er unter mir leider!!!

Kann man denn ohne Antidepressivum überhaupt "überleben"?
Gibt es einen Plan B?
Gibt es ein gutes Antidepressivum, was ihr mir empfehlen könnt?
Ich bin total verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll!!! Ich kann nur noch weinen. Ich will nur noch an meinem Mann kleben und habe solche Angst, das ihm was passiert. Ich leide gerade tierisch!!!

Wie schafft ihr das nur????

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18661
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Hallo, ich bin "Merlie"-Paroxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 11.09.17, 9:41

Hallo Merlie, :)

bereits im Juni hat Annanas dir geraten Paroxetin wieder einzudosieren, das wäre der einzig richtige Schritt gewesen, wenigstens ein Hoffnungsschimmer.
Das wolltest du nicht, bist abgetaucht und jetzt meldest du dich wieder und bist ganz verzweifelt.
Wir können dir nicht helfen, wenn du nicht bereit bist unsere Tipps anzunehmen.
Wie sollen wir da helfen?
Es gibt kein Wundermittel bei sowas, keine Wundertechnik oder sonstwas.
Gäbe es das, würden wir es jedem empfehlen.

Die einzige vernünftige Lösung ein Absetzsyndrom aufzufangen ist die Wiedereinnahme des Medikaments, das den Entzug ausgelöst hat, denn AD machen körperlich (über einen Prozess namens Neuroadaption) abhängig.
Selbst das ist nicht immer von Erfolg gekrönt, aber es ist wenigstens ein Versuch, eine Chance!

Wenn es dir so schlecht geht, und das lese ich raus, dann musst du jetzt handeln.
Es tut mir auch leid, dass ich oben etwas direktere Töne angeschlagen habe, aber du bist selbst verantwortlich für das, was du tust, und wer Hilfe haben möchte, sollte zumindest genau hinhören.

Bevor du jetzt wild drauflos experimentierst mit neuen AD, gib dem Paroxetin eine Chance und nehme 1-2 mg wieder ein. Ganz wenig zu Beginn, um zu schauen, ob du es noch verträgst. Wenn du Glück hast, hilft es schnell beim Stabilisieren. Ansonsten hast du nicht viel verloren, dann bleibt es so wie jetzt und du musst weitergucken, was man tun kann.
Wir sind ja nicht naiv, manchmal gibt es Lebenssituationen, da geht es nicht ohne AD, aber das heißt nicht, dass man lebenslang drauf hängen bleiben muss.
Du hast wirklich völlig falsch abgesetzt, deine Ärztin hat dich sehr schlecht beraten - es spricht wirklich Einiges dafür, dass du ein fettes Absetzsyndrom hast.

Also überlege es dir jetzt bitte mal in aller Ruhe :)

:hug:
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Antworten