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Erste Therapiestunde - komisch.

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RRR6
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Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 10:59

Wie ihr an dem Titel schon erkennen koennt, hatte ich gestern meine erste Therapiesitzung bei einem Kinder- und Jugendtherapeuten.

Kurz zu mir: Ich bin 17 Jahre alt und leide seit Jahren unter starken Depressionen (ich muss mir noch dazu anhoeren, dass jeder Mensch das auf die Pubertaet schiebt und dass das alles wieder weggeht). Ausserdem habe ich oft Panikattacken, vorallem in letzter Zeit, weil etwas nicht so tolles geschehen ist. Unter Panikattacken leide ich vielleicht ca. seit einem Jahr. Ich habe jeden Tag mindestens 1 mal starke Suizidgedanken und mindestens 2 mal die Woche eine Panikattacke. Diese Panikattacken koennen schon durch einfache Sachen passieren. Diese koennen jedoch auch durch meine Hypochondrie auftreten. Ich bin ein sehr paranoider Mensch und denke immer niemand nimmt mich ernst und verachtet mich und so weiter. Ich habe erst gestern die Therapie angefangen, weil jeder mir eingeredet hat das sei die Pubertaet und sowas waere normal nur, dass es bei mir halt etwas staerker war. Dieses nicht so tolle Ereignis vor paar Tagen hat mich jedoch dazu gebracht endlich damit anzufangen und es war schon ein befreiendes Gefuehl einen Termin vom Arzt mit dem Therapeuten zu bekommen. Die Aerztin hat mir ein pflanzliches Antidepressiva gegen meine Schlafstoerungen gegeben und es hilft nicht ganz aber etwas. Mein Leben war nicht das schwerste, ich wurde nicht verwoehnt jedoch wurde ich nicht vernachlaessigt oder sonst was. Es war ein Leben wie jedes andere aber ich merke schon seit ich 12 oder 13 bin, dass etwas mit mir nicht stimmt (an diesem Punkt werdet ihr wahrscheinlich wie die anderen behaupten es ist die Pubertaet, dennoch schreibe ich es in Hoffnung, dass ihr nicht so denkt). Ueber die Jahre hat sich dann eben durch die Weigerung einer Therapie viel angestaut und nun bin ich ein Mensch voller Aengste und psychischer Probleme.

Nun genug zu mir, kommen wir zum richtigen Grund wieso ich ueberhaupt diesen Beitrag verfasse.

Gestern war es so weit. Meine erste Therapiestunde und ich habe mich zum Einen gefreut zum Anderen war ich skeptisch. Der nette Herr hat mich natuerlich erstmal ueber mich ausgefragt und ja dann fingen wir an so richtig zu reden. Ich habe ihm alles erzaehlt was ich euch hier geschrieben hab, vielleicht auch etwas mehr. Ich bin nicht grade der Beste, wenn es darum geht etwas zu schreiben, da meine Grammatik und Rechtschreibung zu wuenschen uebrig laesst aber genug dazu. Seine Antworten waren darauf immer: Ja es kann sein, dass es nur die Pubertaet ist (da staut sich einfach eine Wut in mir zusammen wenn ich sowas 1000 mal hoeren muss) und wenn es nicht so ist muessen wir uns fragen ob dir ein Therapeut wie ich dir helfen kann. Zudem hat er gesagt: Du solltest die naechsten Wochen kommen und dann sollten wir uns entscheiden ob du nicht zu einem Psychiater gehen solltest und das auch mit Medikamenten behandeln solltest. Er meinte Anti-Depressiva und eine Therapie mit einem Psychiater wuerden mir wahrscheinlich mehr helfen wenn es etwas ernstes ist. Ich meinte zu ihm ich brauche keine Anti-Depressiva, weil ich einfach zu viel Angst vor Nebenwirkungen habe und ich wenn ich Medikamente brauche, welche brauche die mich in Momenten wo ich voller Angst einfach nur so geschockt bin, dass mir Sicherungen im Hirn durchbrennen, beruhigen. Wenn ich eine Panikattacke habe, dass ich etwas nehme und mir keine Sorgen machen muss, dass ich an einem Herzinfarkt sterbe. Er sagte mit Anti-Depressiva wird alles besser und noch dazu sagt er, dass Nebenwirkungen kaum und sogar oft garnicht vorhanden sind. Stimmt das denn? Soll ich die naechsten Wochen zu ihm gehen? Was empfehlt ihr mir und was meint ihr hilft mir am Besten?

Tut mir leid, dass dieser Text so lang wurde und vielen Dank wenn ihr ihn bis hierhin gelesen habt. Vielen Dank und schoenen Tag wuensche ich euch.

Ululu
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Ululu » Freitag, 30.06.17, 11:33

Liebe RRR,

willkommen hier im Forum.

Es ist gut, dass du eine Medikamenteneinnahme selbst kritisch siehst.
Ich würde dir auf keinen Fall raten, dir ein Medikament aufschwatzen zu lassen. Da sagt dir dein Bauchgefühl schon genau das Richtige.
Gerade bei jungen Menschen können diese Medikament übles anrichten und zu einem langen, schweren Leidensweg führen.
Das siehst du schon, wenn du hier im Forum mal etwas rum stöberst.

Es werden sich noch andere aus dem Team bei dir melden und dir das noch genauer erklären. Nur soviel Psychopharmaka (PP) greifen massiv auf deinen Hirnstoffwechsel ein und verändern diesen. Gerade bei jungen Menschen, deren Hirn noch nicht fertig ausgereift ist, kann das zu erheblichen Beschwerden führen, die Monate oder sogar Jahre anhalten, auch wenn das Medikament schon wieder abgesetzt ist.

Dass ein Kinder- und Jugendtherapeut dazu rät ist geradezu unverantwortlich. Gibt es in deiner Gegend die Möglichkeit zu einem anderen Therapeuten zu gehen ? Das Recht dazu hast du nämlich, wenn du mit deinem nicht klar kommst. Auf jeden Fall würde ich dem Therapeuten klar machen, dass du keine PP nehmen willst.
Was sagen deine Eltern dazu, vielleicht wollen sie sich ja mal hier im Forum mal etwas informieren, damit du ihre Unterstützung hast.

Die Pubertät ist eine schwere Zeit, das stimmt. In meinen Augen gehen aber Panikattacken über die "normalen" Beschwerden hinaus und sollten durchaus behandelt werden. Was für Suizidgedanken natürlich erst recht gilt.

Wie gesagt, es werden sich noch andere Teilnehmer bei dir melden, die dir auch noch Tipps für dein weiteres Vorgehen geben werden.

Bis dahin erstmal LG Ute
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RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 11:47

Ululu 69 hat geschrieben:Liebe RRR,

willkommen hier im Forum.

(...gekürzt...)

Bis dahin erstmal LG Ute

Ich hab ihm halt gesagt, dass ich auf keine Anti-Depressiva will und er hat nur darauf geantwortet, dass sie mir helfen würden und ich so weniger Panikattacken haette. Ich mache diese Therapie alleine, ichbbin alleine zum Arzt und habe alles selbst geregelt, weil ich nicht will, dass das irgendjemand aus der Familie erfährt. Und ich denke ich werde noch bei diesem Therapeuten bleiben aber hoffe, dass er mich an einen Psychiater oder etwas anderes weiterleitet denn ich will nicht wie ein Jugendlicher oder ein Kind behandelt werden. In meinen Augen bin ich erwachsen und kein Jugendlicher mehr auch wenn mein Alter etwas anderes sagt. Ich kann das einfach nicht ab in so einem kindlichen Umfeld während der Therapie behandelt zu werden. Wennnich mich umschaue sehe ich nur Kinderspielzeug und so, ich warte ab bis er mich weiterschickt denn ich denke er wird das bei mir nicht gradebiegen können und auch kein anderer Kinder und Jugendtherapeut.
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 30.06.17, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: gekürzt

padma
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von padma » Freitag, 30.06.17, 12:12

hallo RRR, :)

willkommen im ADFD.

Zu deiner Frage bzgl. Medikamente hat Ute :) dir schon das Wichtigste erklärt.
Schau auch mal hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 18&t=12880 rein, einige der links gehen auf deine Fragen ein.
Er sagte mit Anti-Depressiva wird alles besser und noch dazu sagt er, dass Nebenwirkungen kaum und sogar oft garnicht vorhanden sind.
Antidepressiva sind kaum bis gar nicht wirksam, sie schneiden nicht besser ab, als Placebo. Zudem haben sie schwere Risiken und oft erhebliche Nebenwirkungen. Die Aussage deines Therapeuten ist definitiv falsch.
Er meinte Anti-Depressiva und eine Therapie mit einem Psychiater wuerden mir wahrscheinlich mehr helfen wenn es etwas ernstes ist.
Äh, ein Kinder- und Jugendtherapeut, der sich für was "Ernstes" nicht zuständig fühlt ??? Wofür ist er denn dann da ?
Wenn ich eine Panikattacke habe, dass ich etwas nehme und mir keine Sorgen machen muss, dass ich an einem Herzinfarkt sterbe.
Das ist keine nachhaltige Lösung bei Panikattacken. Es gibt Medikamente, die bei Panikattacken beruhigen (Benzodiazepine), aber die machen schnell abhängig und stellen keine Lösung da. Bei Panikattacken ist es wichtig Strategien zu erlernen damit umzugehen, dann werde sie auch immer weniger.

Die Aussage "es sei nur die Pupertät" finde ich auch unangemessen.

Wurdest du körperlich gründlich untersucht?
Solche Symptome können z.B. hormonelle Gründe haben. Wichtig wäre alle Schilddrüsenwerte abzunehmen (TSH, fT3, fT4) und auch die Geschlechtshormone zu überprüfen.
Es war ein Leben wie jedes andere aber ich merke schon seit ich 12 oder 13 bin, dass etwas mit mir nicht stimmt
Kannst du das noch näher beschreiben?
Gab es einen Auslöser, oder hattest du ein Medikament (z.B. eine Antibiotikum) oder eine Impfung bekommen?

Also, mein Rat wäre, eine gründliche körperliche Untersuchung, und falls da alles in Ordnung ist, dann eine Psychotherapie bei einem Therapeuten, der auch "Ernsthaftes "
behandelt. Und keine Psychopharmaka !!!

Wenn du ein "abschreckendes Beispiel" lesen möchtest von einer Jugendlichen, die aufgrund eines Antidepressivum gerade schrecklichste Zustände durchlebt, dann lies hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 18&t=13175

Ich werde deinen thread noch in den Bereich "Hier bist du richtig" verschieben, da gehört er inhaltlich hin.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 12:24

padma hat geschrieben:hallo RRR, :)

willkommen im ADFD.

(...gekürzt)

liebe Grüsse,
padma
Da meine Hypochondrie mich oft nicht in Ruhe gelassen hat habe ich einen Bluttest machen lassen und bis auf meine Leber war alles in Ordnung bis sehr gut. Nur mein GPTR Wert war auf 99, die Ärztin hat gesgat ich sollte keinen Alkohol trinken und Lebertee trinken und es würde sich dann bessern. Ich frage die Ärztin mal ob sie dann meine Geschlechtshormone und meine schilddrüsen prüft.

Als ich 12 oder 13 war (ich weiß es leider auch nicht genau wann alles begann) war mein Leben einfach normal es ist weder etwas vorgefallen noch habe ich irgendetwas zu mir genommen (ich bin mir da sicher).

Ich habe mir den Beitrag durchgelesen und das macht mir noch mehr Angst vor allem. Ich habe nicht nur Angst, dass man mir nie wieder helfen kann sondern auch, dass mich Medikamente umbringen können. Ich hoffe, dass mir der Psychiater besser helfen kann und hoffe dass es auch ohne Medikamente geht!
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 30.06.17, 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: gekürzt

padma
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von padma » Freitag, 30.06.17, 13:37

hallo RRR, :)
Als ich 12 oder 13 war (ich weiß es leider auch nicht genau wann alles begann) war mein Leben einfach normal es ist weder etwas vorgefallen noch habe ich irgendetwas zu mir genommen (ich bin mir da sicher).
Da wäre eine gründliche körperliche Abklärung wirklich sehr wichtig.
Ich habe mir den Beitrag durchgelesen und das macht mir noch mehr Angst vor allem.
Ich wollte dir keine Angst machen, sondern nur aufzeigen, dass Psychopharmaka lange nicht so harmlos sind, wie oft behauptet wird.
Ich hoffe, dass mir der Psychiater besser helfen kann und hoffe dass es auch ohne Medikamente geht!
Naja, wenn der Psychiater gut ist, überweist er dich zu einem Psychotherapeuten, nachdem körperlich alles abgeklärt ist.
Das Problem ist, dass Psychiater sehr gerne zu Psychopharmaka greifen, selbst bei Jugendlichen. Obwohl da die Risiken noch gravierender sind.

Bei Suizidgedanken sind AD besonders gefährlich, da diese selbst Suizidgedanken oder Handlungen auslösen, bzw. verstärken können. Insbesonders bei Jugendlichen!

Panikattacken und Angststörungen allgemein sprechen sehr gut auf Psychotherapie an, das ist wirklich das Mittel der Wahl.
Die Aerztin hat mir ein pflanzliches Antidepressiva gegen meine Schlafstoerungen gegeben und es hilft nicht ganz aber etwas.
Was hast du bekommen Johanniskraut?Johanniskraut ist einem chemischen AD sehr ähnlich, und hat zudem zahlreiche Wechselwirkungen.
Zum Schlafen sind andere pflanzliche Präparate besser geeignet, z.B. Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume.

liebe Grüsse,
padma
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Lana19
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Lana19 » Freitag, 30.06.17, 13:42

Hallo RRR6,

erstmal willkommen!

Das Wichtigste wurde schon geschrieben, aber ich möchte dich auch nochmal dazu ermutigen auf keinen Fall Medikamente zu nehmen!

Du hattest was von pflanzlichen Antidepressiva zum Schlafen geschrieben. Was genau ist das für eins?
Selbst wenn es pflanzlich ist, ist Vorsicht angesagt, solltest du es über einen längeren Zeitraum nehmen. Ansonsten brauchen pflanzliche Mittel oft mal 2 Wochen bis sie richtig ihre Wirkung entfaltet haben! :wink:

Ich würde mir auch auf jeden Fall einen anderen Therapeuten suchen. Finde das unverantwortlich von ihm! :evil:
Von Spielsachen jedoch lass dich bitte nicht abschrecken. Es gibt auch Erwachsenentherapeuten die damit arbeiten. Fand das auch komisch, aber manchmal hilft es ja. Heißt ja nicht, dass es bei dir zur Anwendung kommt :wink:
Allerdings denk ich , dass du aufgrund deines Alters noch weiter zum Jugendtherapeuten musst, das geht einfach kassenärztlich nicht anders.

Dass es mit der Pubertät zu tun hat glaube ich nicht. ok, da ist nicht immer alles einfach, aber was du beschreibst geht schon über das Maß hinaus. Lass dir da nichts einreden.

Ich finde es gut, dass du es in die Hand nimmst und wünsche dir alles Gute

Lana
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RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 13:48

padma hat geschrieben:hallo RRR, :)
Als ich 12 oder 13 war (ich weiß es leider auch nicht genau wann alles begann) war mein Leben einfach normal es ist weder etwas vorgefallen noch habe ich irgendetwas zu mir genommen (ich bin mir da sicher).
Da wäre eine gründliche körperliche Abklärung wirklich sehr wichtig.

(...gekürzt...)

liebe Grüsse,
padma
Der Arzt hat mir ein Konzentrat in Form von Hartkapseln gegeben. Es heißt Sedariston und ich hab 30 Hartkapseln davon bekommen aber die Hälfte ist ca aufgebraucht und ich hab gehört dass dieses Konzentrat erst nach paar Wochen wirkt, sollte ich dann wieder zum Hausarzt und mir sowas verschreiben lassen? Leider zahle ich das selbst :/.
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 30.06.17, 14:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: editiert

RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 13:50

Lana19 hat geschrieben:Hallo RRR6,

erstmal willkommen!

Das Wichtigste wurde schon geschrieben, aber ich möchte dich auch nochmal dazu ermutigen auf keinen Fall Medikamente zu nehmen!
(... gekürzt ...)

Ich finde es gut, dass du es in die Hand nimmst und wünsche dir alles Gute

Lana
Es ist Sedariston. Ein Konzentrat, dass die Wirktsoffe Johanneslraut-Trockenextrakt und Baldrianwurzel-Trockenextrat enthält. Und danke schön.

RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 13:51

Danke an alle die bisher was geschrieben haben und mir noch weiter dabei helfen!

Arianrhod
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 30.06.17, 15:54

Hallo RRR,

dieser Psychotherapeut scheint von seiner eigenen Kunst nicht so recht überzeugt - das würde mir natürlich zu denken geben. Denn eigentlich sind Psychotherapeuten mit Medikamentenempfehlungen nicht so schnell zur Hand - es sei denn, sie sind mit einem Psychiater in einer Praxis oder im gleichen Haus.
Gäbe es noch die Möglichkeit, einen anderen Therapeuten aufzusuchen?

liebe Grüße Arian
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Murmeline
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Murmeline » Freitag, 30.06.17, 15:59

Hallo RRR6,

Du benutzt die "Mit Zitat antworten" Funktion - leider wird dadurch jeder Beitrag sehr lang, da er zunächst komplett den Beitrag des anderen wiedergibt (ich habe deshalb die beiträge bearbeitet und gekürzt).

Bitte sprich doch einfach denjenigen, dem Du antworten willst, direkt an, ohne den ganzen Text zu übernehmen. Eine Anrede und eine Grußformel sind generell hier gerne gesehen, weil wir uns hier ja untereinander austauschen.

Du hast es schon seit einigen Jahren nciht leicht - alles Gute für Deinen Weg zu mehr Wohlbefinden!

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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RRR6
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Freitag, 30.06.17, 17:57

@Arianrhod

Ja ich denke es gibt diese Möglichkeit aber ich bleibe erstmal ein paar Sitzungen und erkläre ihm dass ich keine Medikamente will und alles. Wenn er weiterhin auf diese behaart dann werde ich mir einen anderen suchen. Nächsten Mitteoch um 19 Uhr hab ich wieder einen Termin.
lg :)


@Murmeline

Das tut mir leid, ich kenne mich mit solchen Foren nicht so aus und danke dir, dass du die Beiträge gekürzt hast. Ich werde das in Zukunft so handhaben wie du es mir erklärt hast. Auch danke ich dir für dein Verständnis und ich hoffe mein Leben bessert sich auch ohne Medi's. Dankeschön und schönen Tag noch!
Lg:)

Ululu
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Ululu » Freitag, 30.06.17, 18:48

Liebe RRR6, :)
du hast ja schon einen riesigen Schritt in die richtige Richtung getan. Du hast erkannt, dass es dir nicht gut geht und dir völlig ohne fremde Unterstützung Hilfe geholt. :hug:
Außerdem hat dir dein Bauchgefühl gesagt, dass Medikamente keine gute Idee sind und dich informiert.

Und das alles mit 17 Jahren, Respekt.!!!
Leider scheinst du bei der "Wahl" des Therapeuten nicht so viel Glück gehabt zu haben.

Mir scheint aber, dass du auch das gut erkannt hast und gut auf dich aufpasst.
Ich bin mir sicher, dass du auch deine Panikattacken und Angstzustände in den Griff bekommen wirst.Eine Verhaltenstherapie erzielt da oft relativ schnell eine Verbesserung.
Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell jemanden findest, der ohne Medikamente mit dir arbeitet.

LG und schönes Wochenende Ute
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padma
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von padma » Freitag, 30.06.17, 19:06

hallo RRR, :)
Es ist Sedariston. Ein Konzentrat, dass die Wirktsoffe Johanneslraut-Trockenextrakt und Baldrianwurzel-Trockenextrat enthält.
Ich würde etwas ohne Johanniskraut bevorzugen. Wie oben geschrieben, Baldrian, Melisse, Passionsblume sind gut geeignet, oder auch Calmvalera oder Neurexan ( beides homöopathisch). Du könntest es auch mit einem Schlaf- und Nerventee z.B. von Sidroga
versuchen.

Zum Umgang mit Panikattacken haben wir hier einen thread http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50&t=11591, da gibt es auch links zu hilfreichen Seiten.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von RRR6 » Samstag, 01.07.17, 21:33

UPDATE:

heute hatte ich die schlimmste Panikattacke in meinem leben und ich denke wenn weiter solche starken panikattacken auftreten werde ich den arzt um ein medikament bitten welches diese eindämmt. mein geist ist ab heute gebrochen. ich habe überlegt mich einweisen zu lassen.

gelblack
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von gelblack » Sonntag, 02.07.17, 9:03

Guten Morgen RRR6

Auch von mir herzlich willkommen hier. Ich setze gerade ein PP ab und das hat es in sich. In anderen Worten, das "Zeug" ist schnell verabreicht und geschluckt ... es wieder loswerden zu wollen kann sich sehr langwierig gestalten. Aber das hat dir ja Padma sehr gut erklärt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dich die gegenwärtige Suche nach psychischer Hilfe sehr fordert und deine Ängste schürt. Auch die Umstände, dass sich deine Eltern nicht wirklich für deine Probleme interessieren lässt dich verzweifeln. Das kenne ich aus meiner Jugend sehr gut. Vieles wurde relativiert und ich wurde nur mit großen Augen angeschaut. Irgendwann hatte auch ich verstanden, dass von der eigenen Familie nicht viel zu erwarten war und ich ging meinen eigenen Weg. So wie du jetzt gerade ... und das finde ich klasse bei dir.

hast du noch Geschwister? Ich habe noch 2 Schwestern, die wesentlich mehr Zuwendung und Zuspruch von den Eltern erhielten. Kurzum ich war/bin das schwarze Schaf der Familie. Nicht gewollt, nur da, weil meine Eltern zum falschen Zeitpunkt Sex hatten.
Falls du Parallelen zu dir erkennen solltest, kann ich dir das Buch von Peter Teuschel, Das schwarze Schaf empfehlen. Da sind bei mir viele Erkenntnisse gewachsen. Wenn auch verspätet ...

Also, überlege dir gut, ob du dich einweisen lassen möchtest. Du bist gerade in einer schwierigen Lebensphase und reagierst meiner Meinung nach mit einer Anpassungsstörung. Sprich du wehrst dich gegen Umstände, die sich dir nachhaltig in den Weg stellen. Einerseits die Familie, die dich nicht sieht und dann suchst du externe Hilfe und hast das Gefühl durchgereicht zu werden. Da würde auch ich Gefühle kriegen :evil:

Ich wünsche dir, dass du therapeutische Unterstützung für dich ausfindig machen kannst und lass wenn möglich die Finger von der Psychiatrie.

Alles Gute !!!
gelblack
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0,00mg seit 25.09.2017

Leni
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Re: Erste Therapiestunde - komisch.

Beitrag von Leni » Sonntag, 02.07.17, 10:40

Guten Morgen,

ich habe dir eine PN geschickt.

LG Leni
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