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Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

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Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Chillkroete
Beiträge: 6
Registriert: Mittwoch, 05.07.17, 6:58

Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Chillkroete » Mittwoch, 05.07.17, 8:28

Hallo,
ich bin hier neu registriert, nachdem ich im Netz nach Informationen gesucht habe. Ich habe die Nacht damit verbracht, einige empfohlene Beiträge zu lesen.
Erstmal nur eine Kurzform meiner Geschichte. Seit ca. 2001 nahm ich AD. Davon seit ca. 2005 oder 2006 Venlafaxin. Die Dosis wurde in der Zeit gelegentlich etwas geändert. Aber meistens war ich bei 150 mg. Es sollte auch meinen Antrieb steigern. Ich glaube mein Nickname sagt schon, dass das nicht besonders gut gelungen ist.
Weil ich mit meinem Gesundheits- und Allgemeinzustand sehr unzufrieden war, schlug mein Neurologe vor, auf ein anderes AD umzusteigen. Dazu wurde eine 1-wöchige Phase von der halben Dosis (75 mg) und eine weitere Woche 0 g Venlafaxin empfohlen. Geplant war, nach der 0 g -Woche anfangs 25 mg Milnaneurax, später 50 mg einzunehmen.
Nun zur Praxis: Die erste Woche (75 mg) hatte ich einige Absetzsymptome, die noch relativ gut aushaltbar waren. Aber ab der 2. Woche (0 mg) waren die Hölle mit allem drum und dran.
Da habe ich schon angefangen im Internet zu stöbern, ob das normal ist oder ob ich mir einrede, dass das vom absetzen der AD kommt.
Dann kam ich auf die glorreiche Idee, ganz mit AD aufzuhören, wenn ich jetzt schon mal durch diese Hölle gehe. Also.... die Milnaneurax garnicht erst anzufangen. Das war wohl ein bissel zu primitiv gedacht. Nach einer Rückfrage bei dem Arzt per Email, der meinte ich könne es versuchen, war es beschlossene Sache.
Heute bin ich genau 4 Wochen auf 0 mg Venlafaxin, mit Brain zaps (etwas nachgelassen), Durchfall, starke Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, manchmal das Gefühl als würde das Gehirn rauschen, Heulatacken (tz.Zt. nachgelassen), Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schlafstörungen, innerlich unruhig, unkonzentriert, extrem vergesslich, empfindlich, weinerlich.
Wenn ich sage, dass ich auch wütend bin, heisst das bei mir, dass ich auch mal nicht freundlich reagiere. Rauslassen kann ich das immernoch nicht.
Etwas positives kann ich auch berichten. Ich denke, dass ich etwas aktiver bin.

Der Termin beim Neurologen hat mich allerdings echt nieder geschmettert und enttäuscht. "Das kann nicht vom absetzen der AD kommen".
Nun bin ich hier und bin etwas erleichtert, dass ich meinem Gefühl wohl doch etwas trauen kann. Allerdings bin ich von den vielen Infos etwas verwirrt und bekomme Panik, dass die Absetzungssymptome sich noch lange hinziehen. Ich wollte irgendwann wieder arbeiten gehen. Für meinen Mann ist es auch nicht einfach, damit umzugehen. Es belastet die Beziehung. Auch wenn er sich Mühe gibt, Verständnis aufzubringen.

:cry: Würdet ihr mir raten, das Milnaneurax nun doch in geringer Dosierung einzunehmen, um die AS einzudämmen? Oder evtl. gering Venlafaxin einzudosieren um es dann langsamer wegzubekommen? Oder sind 4 Wochen auf 0 schon zulange?

Rein emotional glaube ich, ohne klar zu kommen. Da habe ich keine Sorge. Mein Mann und meine erwachsenen Kinder würden auch reagieren, wenn sie merken, dass es nicht funktioniert.

Ich bin gespannt auf eure Einschätzung. Vielen Dank im Voraus.
:)
Zuletzt geändert von Chillkroete am Mittwoch, 05.07.17, 22:38, insgesamt 2-mal geändert.
++++ Steckbrief: weiblich, Anfang 50, Mutter und Oma, berufstätig, müde solange ich zurückdenken kann ++++
:wacko: Grunderkrankungen: PBC, RLS, Zöliakie, Hashimoto Theoriditis
2001 Diagnose somatoforme Störungen,
07/ 2005 - Trevilor / Venlafaxin- 150 mg bis 30.05.2017
31.05.2017 - 75 mg Venlafaxin - "Brain zaps", Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, heftige Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Nackensteife
07.06.2017 - 0 mg - zu eben genannten kamen zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit, Störung im Schlaf- Wachrythmus, Heulattacken, Weinerlichkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, schwammiges Kopfgefühl

Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren - nach 4 Wochen auch zu meinem Neurologen,
07.07.2017 - 37,5 mg Venlafaxin - gespannt auf die körperliche Reaktion
08.07.2017 - 2 mg Venlafaxin - nachdem ich gleich wieder zu viel losgelegt hatte, heute geht es mir relativ gut, war schon wieder etwas aktiv, aber noch Übelkeit - Wirkung von gestriger Dosis?
09.07.2017 - 2,5 mg Venlafaxin - Befinden entspricht etwa dem gestrigen, kam abends nicht zur Ruhe, wenig Nachtschlaf
10.07.2017 - 3 mg Venlafaxin - immer wieder Übelkeit, starke Kopf- und Nackenschmerzen, viel geschlafen tagsüber
Ich frage mich: "lässt die Wirkung der Dosis vom 7.7.17 nach? Oder Nebenwirkungen?"
11.07.2017 - am Morgen 3 mg Venlafaxin, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, müde, schwache Brain zaps, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen - wegen der Verschlechterung ließ ich mich hinreißen, nochmal 3 mg Venlafaxin einzunehmen
12.07.2017 - 6 mg Venlafaxin, die gestrige Dosis in einer Kapsel aufgenommen (ich zähle übrigens- 1a Pharma-Kapsel)

Gwen
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Re: Chillkroete: Wechsel von Venlafaxin auf Milnaneurax, dann auch das abgesetzt. Absetzproblematik!

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 05.07.17, 9:20

Hallo Chillkroete (toller Nick!),
erst Mal herzlich Willkommen hier im Forum!

Hast Du Dir die Infos zum Wiedereindosieren schon durchgelesen? viewtopic.php?f=18&t=13205
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Symptome nach Absetzen des Venlafaxins aufgetreten. Nachdem Du noch nicht so lange bei 0 bist, könntest Du überlegen, eine kleine Menge des Venlafaxins wieder einzunehmen um den Entzug abzumildern und diese dann gaaanz langsam abzusetzen (und dabei dann (hoffentlich) alttags- und arbeitsfähig bleiben).

Wie Du bestimmt schon gelesen hast, gibt es hier einige Neuanmeldungen, daher dauert es manchmal ein bisschen, bis Antwort kommt. Alle die hier schreiben sind selbst getroffen und leider daher auch nicht immer so fit.

Was Du jetzt schon Mal tun könntest, wäre ein Signatur anzulegen. Dazu klickst Du auf Deinen Nick oben rechts und gehst in "persönlicher Bereich" und dort auf Signatur.
In der Signatur kannst Du Deine Diagnose und Deinen Medikamentenverlauf dann Stichpunkte Tiger festhalten. Dann sieht jeder der Dir Antwortet alles sofort auf einen Blick.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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Lisamarie
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Re: Chillkroete: Wechsel von Venlafaxin auf Milnaneurax, dann auch das abgesetzt. Absetzproblematik!

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 05.07.17, 10:12

Hallo Chillkroete, willkommen im ADFD.

Du hast einen Kaltenzug vom Venlafaxin gemacht, wovon wir dringend abraten, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10%. Da du inzwischen vier Wochen auf 0 bist, raten wir zum Wiedereindosieren einer geringen Menge , ungefähr so um die 2 mg um damit versuchen dich wieder zu stabilisieren.

Gwen hat dir ja schon einen Link geschickt, bitte durchlesen.

Leider sagen Ärzte das AD,s nicht abhängig machen, was völliger Quatsch ist, selbst in den Beipackzetteln steht inzwischen das man es ausschleichen soll. Was ich nicht bräuchte wenn es tatsächlich nicht körperlich abhängig machen würde. Du kannst auch gerne bei anderen Usern reinlesen, gib einfach in das Suchfeld Venlafaxin ein und du findest andere User die das ebenfalls absetzen.

Wenn du weitere Frage hast kannst du sie gerne hier stellen.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Kaulquappe 411
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Re: Chillkroete: Wechsel von Venlafaxin auf Milnaneurax, dann auch das abgesetzt. Absetzproblematik!

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 05.07.17, 12:08

Hallo Chillkroete, #

herzlich willkommen!

oben hast du ja schon sehr wertvolle Hinweise bekommen, wo am besten in Ruhe einlesen.
Anfangs war ich von der Infoflut hier auch etwas verwirrt, doch das gibt sich mit der Zeit.

Als ebenfalls Venlageplagte kann ich dir versichern, dass all die Symptome die du zeigst, ich ebenfalls SEHR GUT kennengelernt habe.

Natürlich, achtung, Ironie, kommt das nie von dem Medikament und vom Absetzen, neeeeeein, das liegt immer am Patienten, weil er zu krank ist, diese heiligen Pillen abzusetzen. Ironie aus!

Glaub diesen Mist bloß nicht, mich hatten sie auch eingewickelt mit diesem Schamrn, was mir ein Jahr länger dieses Gift eingebrockt hat.

Wie bei mir hat dieses Venla ebenfallls dafür gesorgt, dass ich neben der inneren unerträglichen Unruhe meinKörper allerdings immer träger wurde.

Erst jetzt so langsam komme ich wieder in die Gänge, und jeder kleinste Fortschritt zeigt mir, dass es absolut richtig ist, dieses Teufelszeug loszuwerden.
Psychiater versprechen einem den Himmel auf ERden, doch wer sich mal richtig mit der Materei beschäftigt, wird schnell merken, dass da nichts dran ist, außer die Pharmaindustrie reich zu machen.

Also: vertraue auf dich, du siehtst das schon absolut richtig, und lass dich nicht verunsichern. Leicht gesagt, ich bin auch tausendfach immer wieder ins Zweifel gekommen, wenn von angeblichen FAchleuten wieder was kam. Aber irgendwann habe ich dann doch mehr auf mich vertraut als auf Menschen, die selbst wohl nie diese Giftpillen genommen haben.

Vertrau hier aufs Forum, vielleicht kann deine FAmilie ja auch mal ein wenig hier lesen und sich informieren und sieht dann, dass man eben nicht von heute auf morgen das Zeugs weglassen kann.

Und gerade Venlafaxin gehört mit zu den am schwierigsten abzusetzenden Antidepressiva.

Also: take your time, geh langsam vor, Tipss dazu findest du hier massenweise, ansonsten frag einfach noch mal nach, wenn du was nicht verstehst.
Soweit erst mal für heute,

LG, Quäppchen :schnecke: :)
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Chillkroete
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Chillkroete » Mittwoch, 05.07.17, 23:08

Ich habe die Überschrift korrigiert und im Text den Absetzverlauf konkretisiert. Ich war wohl doch zu unkonzentriert :?
:) Ich bedanke mich schon mal für die ersten Antworten. Das ging doch recht schnell. :)

Entschieden habe ich mich noch nicht. Jetzt geht es mir ja nicht mehr gaaaanz so schlecht, wie in den ersten 2-3 Wochen. Aber die Aussicht darauf, möglicherweise mit den jetzigen Symptomen noch monatelang leben zu müssen, lässt etwas Panik in mir aufkommen. :zombie:
Ich werde mir erstmal noch mehr Informationen reinziehen.

Gibt es eigentlich auch Arztempfehlungen? Eine Zusammenstellung oder so?

Somit erstmal lieben Dank und liebe Grüße an alle Leidensgenossen :group:
und besonders an alle "Ratgeber/-innen" 8-)
++++ Steckbrief: weiblich, Anfang 50, Mutter und Oma, berufstätig, müde solange ich zurückdenken kann ++++
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2001 Diagnose somatoforme Störungen,
07/ 2005 - Trevilor / Venlafaxin- 150 mg bis 30.05.2017
31.05.2017 - 75 mg Venlafaxin - "Brain zaps", Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, heftige Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Nackensteife
07.06.2017 - 0 mg - zu eben genannten kamen zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit, Störung im Schlaf- Wachrythmus, Heulattacken, Weinerlichkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, schwammiges Kopfgefühl

Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren - nach 4 Wochen auch zu meinem Neurologen,
07.07.2017 - 37,5 mg Venlafaxin - gespannt auf die körperliche Reaktion
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09.07.2017 - 2,5 mg Venlafaxin - Befinden entspricht etwa dem gestrigen, kam abends nicht zur Ruhe, wenig Nachtschlaf
10.07.2017 - 3 mg Venlafaxin - immer wieder Übelkeit, starke Kopf- und Nackenschmerzen, viel geschlafen tagsüber
Ich frage mich: "lässt die Wirkung der Dosis vom 7.7.17 nach? Oder Nebenwirkungen?"
11.07.2017 - am Morgen 3 mg Venlafaxin, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, müde, schwache Brain zaps, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen - wegen der Verschlechterung ließ ich mich hinreißen, nochmal 3 mg Venlafaxin einzunehmen
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padma
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.07.17, 13:21

hallo Chillkröte, :)

denkst du bitte noch an eine Signatur? Danke.

Ein Kaltentzug ist wirklich sehr riskant, ich würde, nach dem was ich mittlerweile weiss, ein solches Risiko wirklich nicht eingehen.
Das es dir etwas besser geht, heisst noch nichts, Symptome treten gerne wellenförmig auf.
Aber die Aussicht darauf, möglicherweise mit den jetzigen Symptomen noch monatelang leben zu müssen, lässt etwas Panik in mir aufkommen.
Nicht nur monatelang, es kann auch Jahre dauern. Und die Symptome können sich noch verschlimmern.
Gibt es eigentlich auch Arztempfehlungen? Eine Zusammenstellung oder so?
Wir haben intern eine sehr kleine Liste von Ärzten, die von Mitgliedern empfohlen wurden. Wenn du einem Teammitglied per PN deine PLZ schickst, können wir nachschauen, ob es jemand in deiner Gegend darauf steht.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Chillkroete
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Gestatten? Chillkroete! - Venlafaxin - Kaltentzug

Beitrag von Chillkroete » Donnerstag, 06.07.17, 16:15

Ok - mein Problem hab ich in einem anderen Thread (meinen ersten verzweifelten) kurz dargelegt
viewtopic.php?p=198551#p198551.

NEUANFANG: Ich bin Anfang 50, berufstätig, zweifache Mutter und auch schon Oma.

Meine Lebensumstände ließen mich schleichend depressiv werden. Die erste Diagnose dahingehend bekam ich 2001 und damit ein paar verschiedene Medikamente. Klinik und Verhaltenstherapien verliefen parallel 2005 - 2007.
Seit 12 Jahren habe ich den Wirkstoff Venlafaxin in Kapseln brav geschluckt. In der meisten Zeit waren es 150 mg. Ich habe immer sehr schnell gemerkt, wenn ich sie vergessen habe. Ich bekam diese stromschlagartigen Missempfindungen, die ich auch nur davon kannte.
Anderen, auch Ärzten davon zu erzählen war das Gleiche, als hätte ich mich als Außerirdische geoutet. Ich hab wie ein Schlosshund geheult, als ich hier gelesen habe, dass es vielen anderen ebenso geht.
Ich hatte schon öfter vor, von dem AD wieder runterzukommen. Aber dann gab es die schweren Phasen im Leben, dann stand der sonnenarme Winter bevor oder es ging mir einfach nicht gut. Also hat es nie geklappt. Da ich schon immer sehr viel unter Müdigkeit leide, ging der Trend statt dessen eher dahin, evtl. eine höhere Dosis zu verschreiben, weil das Venla ja aufheitern soll.
Ich habe es auch vertrauensseelig hingenommen, als der Neurologe in Aussicht stellte, dass ich die AD wohl mein Leben lang nehmen muss und dass dies auch nicht so schlimm sei.
Zweifel kamen mir erst vor ein paar Wochen, als ich auf ein anderes AD umgestellt werden sollte. 1 Wo 75 mg, 1 Wo 0 mg. Nach den 2 Wochen sollte ich eigentlich langsam mit dem neuen AD anfangen. Der kalte Entzug hat mich so richtig durchgeschüttelt. Es war und blieb der Horror.
Da wurde ich übermütig. Ich dachte, wenn ich nun schon die Hölle durchmache, kann ich auch versuchen, weiterhin ohne AD klar zu kommen.
Die Auslöser von damals liegen ja auch längst hinter mir. Soviel zur Theorie.
Mein Neurologe hatte dem Absetzversuch auch zugestimmt. Aber die Symptome, die ich alle habe, können jetzt nach 4 Wochen nicht mehr vom absetzen kommen :cry: :frust:

Gestern wurde Histaminunverträglichkeit diagnostiziert. Dies verursacht wahrscheinlich den Durchfall. Ich hoffe, dass das wieder weggeht, wenn der körperliche Stress abklingt.
Nun bin ich aktuell verunsichert, ob ich nach 4 Wochen auf 0 mg AD, doch wieder gering eindosieren sollte, um die Symptome zu reduzieren.

Fazit ist auf jeden Fall: So würde ich das nie mehr angehen und auch jedem davon abraten. Die Funktionsweise der AD, bzw. dem Körper diese zu entziehen, ist eben nicht so einfach, wie man es sich als Laie vorstellt.

Ich bin dankbar für die Empfehlungen und die vielen Erfahrungsberichte hier im Forum.

:group: Chillkroete

viewtopic.php?f=18&t=13374
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:wacko: Grunderkrankungen: PBC, RLS, Zöliakie, Hashimoto Theoriditis
2001 Diagnose somatoforme Störungen,
07/ 2005 - Trevilor / Venlafaxin- 150 mg bis 30.05.2017
31.05.2017 - 75 mg Venlafaxin - "Brain zaps", Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, heftige Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Nackensteife
07.06.2017 - 0 mg - zu eben genannten kamen zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit, Störung im Schlaf- Wachrythmus, Heulattacken, Weinerlichkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, schwammiges Kopfgefühl

Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren - nach 4 Wochen auch zu meinem Neurologen,
07.07.2017 - 37,5 mg Venlafaxin - gespannt auf die körperliche Reaktion
08.07.2017 - 2 mg Venlafaxin - nachdem ich gleich wieder zu viel losgelegt hatte, heute geht es mir relativ gut, war schon wieder etwas aktiv, aber noch Übelkeit - Wirkung von gestriger Dosis?
09.07.2017 - 2,5 mg Venlafaxin - Befinden entspricht etwa dem gestrigen, kam abends nicht zur Ruhe, wenig Nachtschlaf
10.07.2017 - 3 mg Venlafaxin - immer wieder Übelkeit, starke Kopf- und Nackenschmerzen, viel geschlafen tagsüber
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11.07.2017 - am Morgen 3 mg Venlafaxin, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, müde, schwache Brain zaps, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen - wegen der Verschlechterung ließ ich mich hinreißen, nochmal 3 mg Venlafaxin einzunehmen
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lunetta
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Re: Gestatten? Chillkroete! - Venlafaxin - Kaltentzug

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 06.07.17, 16:23

Hallo!

Auf jeden Fall wieder gering eindosieren!
Ansonsten kann es sein dass sich Symptome kumulieren und du in ein Langzeitabsetzsymdrom kommst.

Du wirst sehen es wird dir besser gehen, wenn du nun relativ zügig eine ganz kleine Menge wieder eindosierst, und diese dann nach einer Stabilisierungsphase langsam absetzt.

LG
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Jamie
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Re: Gestatten? Chillkroete! - Venlafaxin - Kaltentzug

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 06.07.17, 16:49

Hallo chillkroete,

bitte keinen neuen Thread eröffnen.
Ich schaue, ob ich diesen mit dem alten zusammenlege; es gibt ein riesen Chaos, wenn User Mehrfachthreads führen.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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JuleK
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von JuleK » Freitag, 07.07.17, 12:32

Hallo Chillkroete,
Ich kann Dir auch nur ans Herz legen wieder minimal ein zu dosieren.
Kann den Wiederwillen dagegen gut verstehen,ich hab auch viel rumprobiert weil ich mein AD so schnell wie möglich loswerden wollte.
Auch ich war total verunsichert.
Hatte überhaupt kein Vertrauen,weder in meinen Körper noch zu irgendjemand.
Ein Trauma.
War entsetzt, das Ärzte die behaupten mir helfen zu wollen,mir so etwas antun.

Doch auch nach 4 Wochen können es Absetzerscheinungen sein,hab ich auch nicht geglaubt.
Mit der Minimalen Aufdosierung kannst Du vermeiden das es unter Umständen schlimmer wird.

Aber du kannst den Vorschlägen hier Vertrauen,und dir eine Menge Leid ersparen.
Ich bin mittlerweile stabil auf meiner kleinen Menge,hab wieder Lebensqualität und kann den Alltag bestehen.

Alles Liebe und wenn Du die Tips annehmen kannst schaffst Du es wie so viele hier.
Judith
Grunderkrankung:Fibromyalgie,Morbus Bechterew, Chronsche Schmerzen,Rezidivierende Depressionen.
Von Anfang November bis Mitte November 30 mg Duloxetin
Ab Mitte November 60mg Duloxetin
Ab 17.03 eine Woche 50 mg
Ab24.03 eine Woche 40 mg
Ab31.03 eine Woche 30 mg
Ab da gingen die Entzugsymptome schon los.
Hab gedacht das ist nicht schlimm und vergeht bestimmt,weil die Nebenwirkungen mich schon gequält haben.
Hab dann einige Tage auf 20 und dann auf 10 reduziert.
06.04 ganz abgesetzt.
Hab mich noch nie in meinem Leben so schlecht gefühlt,
hatte nie so viele Körperliche Symptome,die psychischen sind nicht ganz so stark,
da überwiegt die Angst das das nie vorbei geht.
Durchfall,Starke Muskelschmerzen,Engegefühl im Brustkorb,Kopfschmerzen,Kieferschmerzen,Atemprobleme, kurzatmig,Herzrasen,Blutdruckschwankungen.Erschöpfung,null Belastbarkeit,und und und..
Es ist schwer das alles als Absetzsymptome zu akzeptieren und nicht ständig zum Arzt zu rennen,
was für mich auch sehr schwer ist,da ich das Vertrauen in die weiße Zunft verloren hab
9.05.2017 12 Kügelchen
10.05.2017 12 Kügelchen = 2mg
Novalgin 500 bei Bedarf
Fischölkapseln
11.05.2017 -21.05 =2mg :party2: Symptome fast vollständig Verschwunden
Seit 23.05 fühle ich mich wieder stark Depressiv ,schlimmer als vorher.
26.05. 13 Kügelchen abwarten,aber ich fühle mich nicht gut.
27.05 14 Kügelchen Körperliche Symptome schlimmer
28.05 14 Kügelchen keine Besserung
29/30/31.05 14 Kügelchen geht mir nach wie vor schlechter Schwindel Durchfall Brainzapps Druck im Nackenbereich
Seit 3.6 900 mg Johanniskraut täglich
Seit 5.6 zunehmend schlechter wieder starke Symptome.
9.6 Johanniskraut abgesetzt.
13.06.2017 2mg Duloxetin
14.06 2 mg Symptome werden langsam milder,aber sehr depressiv und verzweifelt.
15.06 2mg Duloxetin je 1 Tabl. Schüsslersalz 5 +7
16.06 2 mg+ 2 mal 1 Novalgin a 500 mg, Druck im Nacken und Hinterkopf,Schmerzen,Gefühl von Anfluten mit Schwindel im Kopf.
21.06 Bin seit einigen Tagen weitgehend stabil bleibe jetzt für ca 14 Tage bei dieser Dosis.
2mg Duloxetin 2- 3mal 1 Tabl Neurexan, Novalgin bei Bedarf
Seit 21.06 Täglich 2m Duloxetin = 12 Kügelchen Novalgin und Neurexan bei Bedarf.
Weitgehend Stabil bei Anstrengung Brainzapps ab und zu Schwindel.
Seit 16 .07 11 Kügelchen geht mir gut damit,aber ich warte noch ab.
Seit 27.07 12 Kügelchen =2mg
Seit 24.08 11Kügelchen geht mir gut damit werde 4 Wochen dabei bleiben.
Rhus Tox D12 3 mal 4 Globuli war ein Fehler !
Geht mir so richtig schlecht
Ab 6.09.2017 2mg Duloxetin
Seit 15.092017 2mg = 6 Kügelchen abends und morgens
Seit 28.09.17 Zusätzlich 75mg Voltaren resinat,20 mg Pantozol,200mg Aciclovir.
Seit 14.11.17 6 Kügelchen morgens 5 Kügelchen abends
Voltaren 50 mg Tlidin 50/4 Pantozol 20 mg
Seit 28.11 Duloxetin je 3 Kügelchen morgens und abends = 1mg
Voltaren resinat 75mg täglich und Tilidin bei Bedarf.
Geht mir gemischt aber ich will endlich ganz weg vom Duloxetin
Seit 28.12 2017. Morgens 3 und abends 2 Kügelchen
26.02.2018 Morgens und abends je 50 mg Tilidin. 75 mg Voltaren 10mg Amineurin abends.
5 Kügelchen Dukoxetin seit 28.02.2018
Seit 3.3 5 Kügelchen Duloxetin, Voltaren,Pantozol,Tilidin
1 Kügelchen über 2Monate
Seit Juni kein Duloxetin mehr.
17.08.2018
25mg Pregabalin

Chillkroete
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Chillkroete » Freitag, 07.07.17, 14:14

So. Die Entscheidung ist nun gefallen. Mein Hausarzt unterstützt mich beim wieder eindosieren.
Ab heute nehme ich wieder 37,5 mg Venlafaxin.
++++ Steckbrief: weiblich, Anfang 50, Mutter und Oma, berufstätig, müde solange ich zurückdenken kann ++++
:wacko: Grunderkrankungen: PBC, RLS, Zöliakie, Hashimoto Theoriditis
2001 Diagnose somatoforme Störungen,
07/ 2005 - Trevilor / Venlafaxin- 150 mg bis 30.05.2017
31.05.2017 - 75 mg Venlafaxin - "Brain zaps", Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, heftige Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Nackensteife
07.06.2017 - 0 mg - zu eben genannten kamen zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit, Störung im Schlaf- Wachrythmus, Heulattacken, Weinerlichkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, schwammiges Kopfgefühl

Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren - nach 4 Wochen auch zu meinem Neurologen,
07.07.2017 - 37,5 mg Venlafaxin - gespannt auf die körperliche Reaktion
08.07.2017 - 2 mg Venlafaxin - nachdem ich gleich wieder zu viel losgelegt hatte, heute geht es mir relativ gut, war schon wieder etwas aktiv, aber noch Übelkeit - Wirkung von gestriger Dosis?
09.07.2017 - 2,5 mg Venlafaxin - Befinden entspricht etwa dem gestrigen, kam abends nicht zur Ruhe, wenig Nachtschlaf
10.07.2017 - 3 mg Venlafaxin - immer wieder Übelkeit, starke Kopf- und Nackenschmerzen, viel geschlafen tagsüber
Ich frage mich: "lässt die Wirkung der Dosis vom 7.7.17 nach? Oder Nebenwirkungen?"
11.07.2017 - am Morgen 3 mg Venlafaxin, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, müde, schwache Brain zaps, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen - wegen der Verschlechterung ließ ich mich hinreißen, nochmal 3 mg Venlafaxin einzunehmen
12.07.2017 - 6 mg Venlafaxin, die gestrige Dosis in einer Kapsel aufgenommen (ich zähle übrigens- 1a Pharma-Kapsel)

Gwen
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Gwen » Freitag, 07.07.17, 15:57

Hallo Chillkroete, das ist viel zu viel!! :o

Lies Dir bitte noch Mal die Infos zum Wiedereindosieren durch. viewtopic.php?f=18&t=13205
Du kannst es mit einer kleinen Menge von wenigen Milligramm probieren. Meist reicht das schon. Und du musst dann viiiiel weniger wieder ausschleichen.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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carlotta
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von carlotta » Freitag, 07.07.17, 16:01

Hallo Chillkroete,

nach mehreren Wochen auf null sind 37,5 mg als Wiedereinstieg viel zu hoch und eine weitere unnötige Reizung für Dein ohnehin schon angeschlagenes ZNS. Dein Hausarzt hat da leider - wie die meisten anderen Behandler auch - keine Ahnung. Was glaubst Du, warum viele Betroffene sich auf Seiten wie diesen informieren? Wäre nicht nötig, wenn die Ärzte ihren Job täten. :frust:

Wenn man bereits länger auf null ist, haben erste Umbauprozesse im ZNS stattgefunden. Auch eine Wiedereindosierung ist Stress fürs ZNS, noch dazu weiß man nicht, ob es den Stoff noch toleriert. Eine geringe Menge von ganz wenigen mg (max. 2 mg für den Anfang, wie Lisamarie :) schon schrieb) wäre angesagt, um die Verträglichkeit nach dem Kaltentzug zu testen. Häufig reicht das auch aus, um das Schlimmste abzufangen. Und wenn nötig, kann man immer noch vorsichtig aufdosieren.

Lies Dich bitte hier ein, speziell der Link zur Wiedereindosierung ist für Dich wichtig:
viewtopic.php?t=12880

Liebe Grüße :group:
Carlotta

Edit: Überschnitten mit Gwen :)
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Murmeline
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Murmeline » Freitag, 07.07.17, 16:03

Hallo Chillkröte,

es ist typisch, dass Ärzte mit der kleinsten Verschriebunsgeinheit wieder einsteigen. Was hast Du denn für eine Darreichungsform bekommen? Bitte ziehe es in Erwähnung, zunächst mit einer kleineren Dosis anzufangen. In den FAQs gibt es eine Zusammenfassung zum Thema Eindosieren: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315
Mein Neurologe hatte dem Absetzversuch auch zugestimmt. Aber die Symptome, die ich alle habe, können jetzt nach 4 Wochen nicht mehr vom absetzen kommen
Kennt er denn nicht die Fachinformationen für Ärzte? ZITAT:
Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 bis 3 Monate oder länger).
https://www.pfizer.de/fileadmin/produkt ... eigabe.pdf

Kurze Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Shonah
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Shonah » Freitag, 07.07.17, 21:19

Liebe Chillkröte,

Ich würde auch nur niedrig wieder eindosieren.

37,5mg ist doch viel zu viel.

Hochdosieren kannst du ja immer noch , was hast du zu verlieren?

Geh es bitte langsam an.


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

NEM: VitD3/K2 Öl (600iE/ 20mykrogr)
150 mg Magnesiumcitrat

sybsilon
Beiträge: 1018
Registriert: Montag, 03.08.15, 19:16

Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von sybsilon » Samstag, 08.07.17, 10:37

Hallo Chillkröte,

37,5 mg sind viel zu viel.
Was die die Zeit nach "0" beim Kaltentzug von 4 Wochen angeht kann ich nur aus Erfahrung sagen, dass ich jetzt nach über 2 Jahren immer noch zu kämpfen habe.

Es geht mir zwar besser, aber z.B. bei der Hitze spüre ich fast alle Symptome und bin platt ohne Ende.

Du kannst uns wirklich vertrauen. So gut wie kein Arzt kann über eigene Erfahrungen bzgl. dem Absetzen berichten.

Ich für meinen Teil vertraue den Weißkitteln nicht mehr. Und wenn ich das Forum hier nicht gehabt hätte in meiner schlimmsten Zeit, dann wäre ich verloren gewesen.

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Chillkroete
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Chillkroete » Montag, 10.07.17, 14:21

Hallöchen,
am Folgetag habe ich dann 2 mg eingenommen. Nächsten Tag 2,5 mg und heute 3,0 mg. Dabei belasse ich es jetzt mal für 4 Tage und mal sehn, wie es läuft. Zur Zeit habe ich kaum noch "Brain zaps". Sogar die Übelkeit hat etwas nachgelassen. :party2: Aber ich hatte eine sehr unruhige Nacht.

Danke an Alle :)
++++ Steckbrief: weiblich, Anfang 50, Mutter und Oma, berufstätig, müde solange ich zurückdenken kann ++++
:wacko: Grunderkrankungen: PBC, RLS, Zöliakie, Hashimoto Theoriditis
2001 Diagnose somatoforme Störungen,
07/ 2005 - Trevilor / Venlafaxin- 150 mg bis 30.05.2017
31.05.2017 - 75 mg Venlafaxin - "Brain zaps", Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, heftige Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Schwäche, Müdigkeit, Nackensteife
07.06.2017 - 0 mg - zu eben genannten kamen zusätzlich Durchfall, Appetitlosigkeit, Störung im Schlaf- Wachrythmus, Heulattacken, Weinerlichkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, schwammiges Kopfgefühl

Ich habe das Vertrauen in meinen Körper verloren - nach 4 Wochen auch zu meinem Neurologen,
07.07.2017 - 37,5 mg Venlafaxin - gespannt auf die körperliche Reaktion
08.07.2017 - 2 mg Venlafaxin - nachdem ich gleich wieder zu viel losgelegt hatte, heute geht es mir relativ gut, war schon wieder etwas aktiv, aber noch Übelkeit - Wirkung von gestriger Dosis?
09.07.2017 - 2,5 mg Venlafaxin - Befinden entspricht etwa dem gestrigen, kam abends nicht zur Ruhe, wenig Nachtschlaf
10.07.2017 - 3 mg Venlafaxin - immer wieder Übelkeit, starke Kopf- und Nackenschmerzen, viel geschlafen tagsüber
Ich frage mich: "lässt die Wirkung der Dosis vom 7.7.17 nach? Oder Nebenwirkungen?"
11.07.2017 - am Morgen 3 mg Venlafaxin, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, müde, schwache Brain zaps, Schweißausbrüche, Rückenschmerzen - wegen der Verschlechterung ließ ich mich hinreißen, nochmal 3 mg Venlafaxin einzunehmen
12.07.2017 - 6 mg Venlafaxin, die gestrige Dosis in einer Kapsel aufgenommen (ich zähle übrigens- 1a Pharma-Kapsel)

Gwen
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Gwen » Montag, 10.07.17, 17:20

Hallo Chillkroete, schön, dass es Dir etwas besser geht!! Bleib aber am Besten immer erst Mal für einige Tage auf einer Dosis. Nicht erhöhen, sondern erst Mal ganz "chillig" :wink: abwarten, wies Dir damit geht!
Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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Kaulquappe 411
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 10.07.17, 20:47

Hallo,

dem, was bisher geschrieben wurde, kann ich nichts mehr hinzufügen.

Vor allem, warte lang genug ab, wenn du die Dosis verändert hast, oft genug treten irgendwelche Symptome zeitversetzt auf, und wenn die ABstände zu kurz sind, dann summieren sich diese und es wird noch schlimmer.

Was die histaminunverträglichkeit anbetrifft, ist das typisch für den Entzug und für das Venla. Auch hier lohnt es sich, möglichst histaminarm zu essen bzw. auszuprobieren, was du verträgst und was nicht. Das ist individuell verschieden.

Soweit für heute abend, wünsche dir eine hoffentlich ruhigere Nacht,

Liebe Grüße,

Quäppchen :schnecke: :)
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Annanas
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Re: Chillkroete: Venlafaxin Kaltentzug. Absetzproblematik!

Beitrag von Annanas » Dienstag, 11.07.17, 13:54

Hallo chillkröte :) ,
alles Wichtige haben dir meine Vorschreiber :) schon mitgeteilt - von mir nur noch eine Bite:
kannst du deine Signatur aktualisieren?! Damit gleich ersichtlich ist, daß du nicht mehr die 37,5 mg nimmst,
sondern nur 3 mg. Dankeschön!

Ich wünsche dir eine schnelle Stabilisierung auf dieser Dosis!

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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