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Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

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Sebastian89
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Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Mittwoch, 05.07.17, 18:08

Hallo liebe ADFDler,

mein Name ist Sebastian (28) und ich leide seit ca. 2009 an Depressionen. Ich habe dabei schon eine Psychotherapie gemacht (vor etwa 2 Jahren) und schon mehrere Antidepressiva ausprobiert. Seit bestimmt schon 4 Jahren nehme ich Sertralin ein. Meine Höchstdosis betrug 75 mg. Seit November 2016 bin ich am Ausschleichen und mittlerweile bei 25 mg angelangt. Ich habe mich für das Ausschleichen entschieden, weil ich das Gefühl hatte, dass das Sertralin nicht mehr wirklich wirkt und dass es mir mit weniger gleich schlecht/gut geht. Zudem zieht mich der Libidoverlust bei Sertralin runter. Ich habe in der Zeit seit November von 75 mg auf 62.5 mg auf 50 mg auf 37.5 mg und schließlich auf 25 mg reduziert.

Mir ging es recht gut mit 25 mg. Doch seit ein paar Tagen habe ich extreme Weinattacken und weiß nicht mehr weiter. Heute habe ich daher das erste Mal wieder auf 37.5 mg hochdosiert. Könnt ihr mir vielleicht einen Tipp geben, was ich tun soll ? Der Gang zu meinem Psychiater verspricht keinen großen Erfolg, da er sagt es gäbe keine Absetzerscheinungen bei SSRI. Ich weiß nicht so recht weiter: soll ich den Arzt wechseln?, das Medikament oder nur wieder Sertralin hochdosieren?

Alles in Allem fühle ich mich sehr alleine gelassen und weiß nicht mehr an wen ich mich wenden soll [...] daher mein Beitrag.

Ich danke euch
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

Jamie
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 05.07.17, 18:30

Hallo Sebastian,

willkommen im Forum :).

Du hast jetzt nicht unbedingt rasend schnell abgesetzt, aber doch zu schnell für dein Nervensystem.
Oft ist es so, dass man bei AD im oberen Dosisbereich noch recht gut absetzen kann, auch größere Schritte, und dann, wenn es in die unteren Dosierungen geht, muss man viel langsamer machen.
Meines Erachtens war es auch richtig wieder aufzudosieren.
Hast du noch in Erinnerung, wie genau die Schritte waren, also zeitlich?

Hast du denn irgendwelche Verbesserungen oder Änderungen gemerkt seit den Reduktionen? Was ist mit der Libido?

Mein Vorschlag wäre es, dass du versuchst dich auf 37,5mg zu stabilisieren und dann nach der 10%-Regel ausschleichst; es ist schonender und ein risikominimierendes Absetzen.

Du schreibst, du hast Therapie gemacht, das ist ein guter Ansatz. Konnten denn die Probleme bearbeitet werden, die zu deinen Depressionen geführt haben?
Alles in Allem fühle ich mich sehr alleine gelassen und weiß nicht mehr an wen ich mich wenden soll [...] daher mein Beitrag.
Sich an Ärzte zu wenden mit Absetzsymptomen, das ist zumeist vorprogrammierter Frust. Viele erkennen sie nicht an und einige machen es sich auch sehr leicht, indem sie einfach sagen, dass sei die Grunderkrankung und man müsse eben ein Leben lang AD nehmen :frust: . Du kannst dich gerne an uns hier im Forum wenden, hier triffst du auf Verständnis.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Benedikt24
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Benedikt24 » Mittwoch, 05.07.17, 19:24

Hallo Sebastian,
auch ich möchte Dich recht herzlich hier im Forum begrüßen. Und Dir sagen, dass es schon ein großer Erfolg ist, dass Du hier bist. Hier werden Dir wertvolle Hilfestellungen gegeben. Auch ich war vor etwa 6 Monaten ein solcher Hilfesuchender. Meine damalige Psychiaterin hatte viel zu schnell das Olanzapin abgesetzt. Ich bekam eine Absetzpsychose. Und ich bekam noch mehr Zeug. Ich habe dann, nachdem ich hier war, den Psychiater gewechselt. Und gemeinsam mit der Neuen reduziert. Seit dem reduziere ich 10% in 4 Wochen. So wie es hier die Fachleute sagen. (Aber auch ein scheinbarer Umweg kann zum Ziel führen) Die neue Psychiaterin hat als erste Amtshandlung das Vitamin D, Folsäure und B12 überprüft. Alle 3 waren massiv im Keller. Ich ergänze seit dem.(Stufenweise, um die Verträglichkeit zu testen) Außerdem mache ich auch eine Psychotherapie. Seit 2014. Diese geht noch bis 2022. Also ein langer Weg.

Auch mich würde das Ergebnis Deiner Psychotherapie interessieren. Zu Deinem Medikament kann ich leider nichts schreiben.

Ich wünsche Dir gute Besserung.
Schön. dass Du da bist.

Herzlich, Benedikt
2007 erste Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
12/2008 Lebenskrise, Aufnahme psychosomatische Klinik 6 Wochen (Diagnose: manisch/depressiv)
3/2009 Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
2009 Wahnvorstellungen, manische/depressive Phasen
11/2009-9/2014 Haft
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
20.6.17 Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zum Therapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
25.7.17 Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin
25.8.17 Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
30.10.17 Reduktion von 2.5 mg auf 2,25 mg Olanzapin Probleme mit der Wahrnehmung vorhanden, aber verantwortbar.
1.12.17 Reduktion von 2,25 mg auf 2 mg Olanzapin Probleme mit Wahrnehmung vorhanden, manische und depressive Phasen. Bei schlechten Phasen ist aber alles unter Kontrolle. Keine Gefahr für mich und andere.
6.12.17 Leberwerte halbierte Verbesserung (noch nicht gut)
9.12.17 Habe beim Therapeutischen Malen: Mutter-Kind Übertragung
24.12.17 Reduziere Selbstgespräche und Sexualität
1.1.18 Reduziere von 2 mg auf 1,8 mg Olanzapin
23.1.18 Erhöhung von 1,8 auf 2 mg Olanzapin
paar Tage auf 0 keine gute Verfassung
20.2.18 Aufdosierung 2,5 mg
20.3.18 Stabilisierung bei 2,5 mg Olanzapin

Sebastian89
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Sonntag, 09.07.17, 11:04

Hallo :-).

Danke für eure Antworten und Ratschläge !

Seitdem ich letzte Woche auf 37.5 mg Sertralin erhöht habe, geht es mir merklich besser [...] ich habe zumindest keine Weinattacken mehr
und bin mehr oder minder ausgeglichen. Ich hoffe, dass dies in nächster Zeit noch besser wird. Das Problem an den Antidepressiva ist nur, dass man
meiner Meinung nach nicht mehr weiß "was normal ist" und welche Emotionen von der Depression hervorgerufen werden. Mit anderen Worten: das Leben ist nun mal nicht immer verheißungsvoll und mit Freude erfüllt und es ist ganz normal auch mal traurig zu sein. Mit der Einnahme von Antidepressiva und der Erkrankung verliert man aber ein Bewußtsein dafür.

Bzgl. der Psychotherapie: sie war in dem Sinne sinnvoll, dass ich jemanden zum Reden hatte und bestimmte Probleme und Ängste offen aussprechen konnte. Mehr und weniger war das auch nicht - jedoch war es auch eine Kurzzeittherapie. Dadurch bin ich mir meinen Stärken und Schwächen/Anfälligkeiten bewußt und versuche achtsamer mit Ihnen umzugehen. Allerdings hilft das alles nicht, wenn ich so ein Tief habe wie letzte Woche und einem die Tränen die Wange runterkullern. Da kann man sich noch so sehr seine Situation vergegenwärtigen und versuchen gegenzusteuern.

Sobald ich Zeit habe, werde ich Benedikts Rat in die Tat umsetzen und mich von einem anderen Arzt auf Vitaminmangel untersuchen lassen. Darüber hinaus muss ich auch bald wieder zu meinem Psychiater und mir neues Sertralin verschreiben lassen. Eigentlich war ich bei ihm sehr zufrieden muss ich sagen. Er ist sehr nett und "menschlich". Allerdings gab es eine Situation, in der ich sehr unzufrieden war:

Ich hatte ja erwähnt, dass ich Probleme mit der Libido und hatte und zudem den Eindruck, dass die 75 mg Sertralin nicht mehr wirken. Das war vor ein paar Monaten. Durch Recherche bin ich dann auf Bupropion gestoßen und habe gelesen, dass es anders wirkt als ein SSRI und dementsprechend keine Libidostörungen verursacht. Gelesen, getan: ich bin zu meinem Doc, habe ihm davon berichtet und er verschrieb es mir. Rat: setzen sie Sertralin 75 mg direkt ab und nehmen Sie ab morgen Bupropion. Ich sage euch, das war nicht schön! Nach dem abrupten Absetzen von Sertralin, hatte ich derartige "Zapps", dass es kaum auszuhalten war. Als ich dann eine Woche später wieder beim Arzt war, sagte er, dass das vom Bupropion käme und ich es nicht vertrage. Alle Anmerkungen von mir, dass das vom Abrupten absetzen vom Sertralin käme und nicht vom Bupropion wurden negiert und mit ,,lesen Sie nicht so viel" kommentiert.

Ich will meinen Psychiater nicht generell schlecht reden, da er wirklich sehr nett ist und mir zu helfen versucht, aber ich würde mir jemanden wünschen, der sich etwas mehr mit mir und meiner Krankheit beschäftigt, mir aktiv und vor Allem mal länger zuhört als 2 Minuten. Mit einer Depression fühlt man sich zum Teil wie ein Heimwerker, der versucht aus seinen Rohstoffen (=Antidepressiva) das Beste zu machen. Einmal bekommt man dieses Antidepressiva verschrieben und dann jenes, immer mit Hoffnung, dass eines anschlägt. Selbstverständlich ist jeder Organismus anders. Dennoch ist es teils sehr frustrierend.

Viele Grüße

Sebastian
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

padma
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von padma » Montag, 10.07.17, 12:03

hallo Sebastian, :)

schön, dass die Hochdosierung gegriffen hat. Ich würde jetzt mindestens 4 - 6 Wochen auf der Dosis bleiben. Wenn du dann stabil bist kannst du mit dem langsamen Ausschleichen beginnen.

Denkst du bitte noch daran eine Signatur zu erstellen?
Das Problem an den Antidepressiva ist nur, dass man
meiner Meinung nach nicht mehr weiß "was normal ist" und welche Emotionen von der Depression hervorgerufen werden. Mit anderen Worten: das Leben ist nun mal nicht immer verheißungsvoll und mit Freude erfüllt und es ist ganz normal auch mal traurig zu sein. Mit der Einnahme von Antidepressiva und der Erkrankung verliert man aber ein Bewußtsein dafür.
Da stimme ich dir völlig zu. Und diese Auswirkung von AD erschwert es wirklich an seinen Problemen zu arbeiten.
Dadurch bin ich mir meinen Stärken und Schwächen/Anfälligkeiten bewußt und versuche achtsamer mit Ihnen umzugehen. Allerdings hilft das alles nicht, wenn ich so ein Tief habe wie letzte Woche und einem die Tränen die Wange runterkullern. Da kann man sich noch so sehr seine Situation vergegenwärtigen und versuchen gegenzusteuern.
Von Achtsamkeit halte ich sehr viel. Wir haben hier einen thread zu Achtsamkeitsmeditation mit links zu geleiteten Meditationen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=11525
Vielleicht wäre das was für dich.

Entzugssymptome lassen sich durch Achtsamkeit nicht auflösen, aber sie kann helfen, damit umzugehen.
Als ich dann eine Woche später wieder beim Arzt war, sagte er, dass das vom Bupropion käme und ich es nicht vertrage. Alle Anmerkungen von mir, dass das vom Abrupten absetzen vom Sertralin käme und nicht vom Bupropion wurden negiert und mit ,,lesen Sie nicht so viel" kommentiert.
Viele Ärzte erkennen Absetzsymptome nicht, obwohl sie sogar in den Beipackzetteln aufgeführt werden. :frust:

Wenn dir dein Arzt zuhört ist das ja schon mal was, viele tun auch das nicht. Das Ausschleichen des AD musst du dann eben selbst in die Hand nehmen, das tun die meisten von uns.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von SeventhWave » Montag, 10.07.17, 13:02

Hi, ich bin auch erst ein paar Tage hier, aber ich fürchte, es ist berechtigt. Genauso wie bei dir.

Sebastian89 hat geschrieben: Ich hatte ja erwähnt, dass ich Probleme mit der Libido und hatte und zudem den Eindruck, dass die 75 mg Sertralin nicht mehr wirken. Das war vor ein paar Monaten. Durch Recherche bin ich dann auf Bupropion gestoßen und habe gelesen, dass es anders wirkt als ein SSRI und dementsprechend keine Libidostörungen verursacht. Gelesen, getan: ich bin zu meinem Doc, habe ihm davon berichtet und er verschrieb es mir. Rat: setzen sie Sertralin 75 mg direkt ab und nehmen Sie ab morgen Bupropion. Ich sage euch, das war nicht schön! Nach dem abrupten Absetzen von Sertralin, hatte ich derartige "Zapps", dass es kaum auszuhalten war. Als ich dann eine Woche später wieder beim Arzt war, sagte er, dass das vom Bupropion käme und ich es nicht vertrage. Alle Anmerkungen von mir, dass das vom Abrupten absetzen vom Sertralin käme und nicht vom Bupropion wurden negiert und mit ,,lesen Sie nicht so viel" kommentiert.

Ich habe Bupropion auch zum Teufel geschickt. Hab mir davon genauso eine Besserung erhofft und hab dann monatelang ne Bobfahrt durch alle Kreise der Hölle gedreht. Dass es nicht am Bupro lag, kam mir erst beim erneuten Absetzen meines ADs, letzte Woche.
Sebastian89 hat geschrieben:Ich will meinen Psychiater nicht generell schlecht reden, da er wirklich sehr nett ist und mir zu helfen versucht, aber ...
Die sind ja meistens auch gar nicht böse. Viele wissen es einfach noch nicht besser. Ich werde meinen Teil dazu beitragen, dass sich das ändert.

Viele Grüße!
Vorgeschichte:
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Mein Thread

Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)
22.10.18 20,8 mg (-3,67 %)
24.02.19 20 mg (-3,846 %)

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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Sonntag, 16.07.17, 10:12

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Erfahrungen und Tipps, beispielsweise mit der Achtsamkeitsmeditation. Das werde ich vielleicht mal angehen, wenn es mir
wieder besser geht.

Nach der Erhöhung von 25 mg auf 37.5 mg Sertralin geht es mir momentan wieder etwas schlechter, nachdem ich dachte es geht bergauf.
Kennt ihr diese Antriebslosigkeit ? Ich habe irgendwie auf nichts so richtig Lust und zwinge mich trotzdem irgendwo hin zu gehen. Dies tut mir
zwar gut, dennoch strengt mich die soziale Interaktion oftmals an und ich habe das Gefühl mit meinen Gedanken woanders zu sein.

Ich hoffe, dass dies vorübergehende Symptome durch die Sertralinerhöhung sind und dass es mir bald wieder besser geht. Das verzwickte an der Sache ist nur, dass ich nicht weiß woran es liegt. Sind es Absetzerscheinungen, die zurückgekehrte Grunderkrankung [...]

Hättet ihr vielleicht einen Tipp für mich, was ich tun soll !? Meint ihr ich soll mir noch einen zweiten Psychiater zulegen und zudem - wie geplant - zu meiner Internistin gehen, damit sie mich mal auf Vitaminmangel etc. untersucht ? Klar ersetzt dieses Forum keinen Arzt. Von der anderen Seite irgendwie schon: wenn ich mir mal angucke wie das dort läuft. Er wird mir eh sagen, dass ich das Sertralin wieder hochdosieren soll und am Ende bin ich wieder bei 75 mg :-D.

Viele Grüße und euch allen Gute Besserung

Sebastian
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Jamie
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 16.07.17, 21:29

Hallo Sebastian, :)

ganz ehrlich, ein zweiter Psychiater wird dir meines Erachtens nichts bringen.
Dem Arzt sind die Hände gebunden, außer mit Medikamenten kann er dir nicht "helfen".
Und da sind viele von ihnen nicht gerade zimperlich. Entweder werden sie dir raten wieder aufzudosieren, wie du selbst schon vermutest, oder aber sie kommen dir mit neuen, angeblich besser wirkenden Präparaten, wovor ich dich wirklich warnen will.

Ich finde es gut, dass du es erstmal mit den 37,5mg Sertralin probieren willst und du hast ja auch die Option aufzudosieren; das kannst du später immer noch tun, wenn du den Eindruck bekommst, die 37,5mg seien nicht ausreichend.
Da SSRI in niedrigen Dosen sehr potent sind, reicht es vielleicht auch, zB auf 42mg hochzugehen - man muss nicht gleich in 15mg oder 25mg Schritten aufdosieren.

Ich würde dem Ganzen etwas mehr Zeit geben und ich finde es auch gut, dass du raus gehst, auch wenn nicht sooo die Lust da ist. Mir geht das auch oft so, aber zB gerade heute Abend habe ich es auch gemacht und fand es dann gut, dass ich es doch getan habe.
Depressiv empfinde ich mich trotz meiner Lustlosigkeit nicht; ich weiß, dass innere Unsicherheit und eine große Erschöpfung bei mir eine Rolle spielen.

Grüße
Jamie
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Sebastian89
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Re: Neuvorstellung und Bitte um Hilfe / Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Montag, 17.07.17, 18:52

Hallo Jamie,

danke für den Rat ! Ich warte noch etwas ab und dann werde ich sehen wie ich mich entscheide. Bzgl. dem zweiten Psychiater hast du wohl Recht. Das wird wohl das Selbe in Grün sein.

Eine Aufdosierung geht bei mir nur immer mit verminderter Libido einher und gerade das wollte ich ja eigentlich vermeiden. Kann man da nichts dagegen tun :frust: ? Ich würde aber auch ungern wieder mit neuen Medikamenten anfangen wollen. Wer weiß was dann wieder los sein wird.

Viele Grüße
Sebastian
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

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Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Sonntag, 05.05.19, 15:13

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit 10 Jahren in medikamentöser Behandlung aufgrund von Depressionen und habe eine lange Zeit 37.5 mg Sertralin genommen. Aufgrund Stress im Job, Umzug und sonstigen Problemen kamen meine Depressionen nun wieder zurück und ich habe es nicht mehr ausgehalten und Sertralin auf 50mg hochdosiert und nehme die gesteigerte Dosis nun 4 Wochen.

Anfänglich verspürte ich eine gewisse Antriebssteigerung, doch nun ist die Kurve enorm nach unten ausgeschlagen - ich komme kaum aus dem Bett, habe zittrige Hände, fühle mich unruhig und bin mit dem Stress auf Arbeit heillos überfordert. Weder Psychiater, noch Psychotherapeut sind in der neuen Stadt aufzutreiben und bis zu einem Termin werden die Monate wohl vergehen....

Kann mir hier jemand einen Rat geben? Ich wäre sehr dankbar, da ich mich komplett allein gelassen fühle.

Vielen Dank euch
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

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Re: Sebastian89: Bitte um Rat Sertralin

Beitrag von Annanas » Sonntag, 05.05.19, 15:27

Willkommen zurück, Sebastian :) ,
bitte keinen neuen Thread zu deinem Thema eröffnen, Beiträge wurden zusammengeführt.

Das kurz vorab,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Ululu
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Ululu » Sonntag, 05.05.19, 16:01

Hallo Sebastian ,

auch von mir willkommen zurück.

Die Aufdosierung scheint dir nicht bekommen zu sein.
:( Wir hätten such zu einer kleinschrittigeren Aufdosierung geraten.

Da du es jetzt aber schon viel Woochen nimmst, kannst du es nicht einfach wieder weglassen.
Ich würde an deiner Stelle vorerst um 2,5 mg, also auf 47,5 mg reduzieren.
So einen kleinen Schritt würde ich gegen, weil ich vermute, dass dein ZNS von der Aufdosierung durcheinander geraten ist und du mit größeren Dosissprüngen noch mehr Unruhe ins System bringst.

Man kann die Dosis im Zweifel später noch weiter anpassen.
Auf den 47, 5 mg würde ich dann erstmal abwarten, was passiert. Es dauert zumeist eine Weile, bis sich eine Veränderung bemerkbar macht.

LG Ute
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 05.05.19, 17:21

Hallo Sebastian, :)

meine Idee wäre auch wieder etwas abzudosieren.
Wie es scheint, bekommt dir das Sertralin so nicht.
Zittern und Unruhe sind typische SSRI Nebenwirkungen.
Ich würde eine Dosis zwischen 45 - 47,5mg wie von Ululu :) vorgeschlagen anpeilen.

Wenn du sehr viel um die Ohren hattest ist auch an eine Art Erschöpfungszustand / Burnout zu denken.
Dann ist dein Körper ggf. generell am Limit und nicht nur wegen des nicht so gut verträglcihen Sertralins.
Dann gehörst du eigentlich mal einige Wochen krankgeschrieben.
Wäre es möglich, dich mal etwas aus dem Verkehr ziehen zu lassen?
Ich denke, so wie du das schilderst, dass das dringend angebracht wäre.

Mitfühlende Grüße :hug:
Jamie
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Sebastian89
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Sonntag, 05.05.19, 19:05

Hallo ihr Lieben,

danke für eure Hilfe und schnelle Rückmeldung. Meint ihr ich soll wirklich wieder runter dosieren, bringt das den Körper dann nicht völligst durcheinander? - wäre es nicht besser jetzt bei den 50mg zu bleiben?

Zudem habe ich nur 50mg Tabletten und diese so genau zu dosieren - beispielsweise auf 45mg - geht nicht wirklich.

Krankschreiben hätte wohl zu Folge, dass ich meinen Job verliere, da ich in der Probezeit bin. Dies ist momentan also keine wirkliche Option und ich weiß nicht, ob dieser ganze Prozess das alles nicht noch viel schlimmer machen würde.

Viele Grüße
Euer
Sebastian
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

Towanda
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Towanda » Sonntag, 05.05.19, 19:59

Hallo Sebastian,

ich sehe gerade, daß Dir noch gar nicht unsere Begrüßungsinformationen verlinkt wurden. Das hole ich nun nach:

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Sebastian89 hat geschrieben:
Sonntag, 05.05.19, 19:05

Zudem habe ich nur 50mg Tabletten und diese so genau zu dosieren - beispielsweise auf 45mg - geht nicht wirklich.
In den Grundlageninfos zum Absetzen von PPs findest Du die Beschreibung der Wasserlösmethode, damit lassen sich feinste Dosierungen zuhause selber herstellen - von daher wäre eine Reduktion von 50 auf 45 mg kein Problem.

LG Towanda
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31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

krasiva
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von krasiva » Sonntag, 05.05.19, 20:08

Guten Abend Sebastian,

auch von mir ein herzlich willkommen.
Auch gute vollwertige Ernährung kann gut tun. Außerdem kann ich dir 2 Produkte empfeheln von Dr. Hauschka (Morr Lavendel Öl oder/ und Moor Lavendel Bad), die einen kräftigen / stabilisieren und beruhigen. Und hier noch paar Links, vilelleicht können sie dir weiter helfen:
https://www.ErschöpfungsdepressionNatur ... ikation.de
(www.Erschöpfungsdepression Naturheilkundliche Selbstmedikation)
https://www.SonnendopingfürdieSeele-von ... aturans.de
(Sonnendoping für die Seele - von Margret Madejsky / Natura Naturans)

Wünsche dir gute gute Besserung und grüße dich herzlich,

krasiva

P.S.Falls die Links nicht geöffnet sein könnten bitte aufschreiben und manuel eingeben in google. Es lohnt sich.

------------------------

Moderatorenhinweis von Jamie:
Ich werde krasiva wegen den Links anschreiben, da sie alle nicht funktionieren
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 05.05.19, 20:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Hinweis von Jamie eingefügt
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Risperidon 0,54 mg ab 01.09.2019

Kaenguru
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Kaenguru » Sonntag, 05.05.19, 20:22

Hi Sebastian

Hier die zwei Links, die jetzt funktionieren sollten.

http://www.naturheilkundliche-selbstmed ... epression/

https://www.natura-naturans.de/naturhei ... e-seele-2/

Viele Grüße
Sarah
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Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
HIT !

Sebastian89
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Samstag, 18.05.19, 13:26

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich wieder (etwas später). Habe euren Rat befolgt und etwas weniger Sertralin genommen und das Zittern hat sich merklich gebessert.

Habe jetzt Anfang Juni einen Termin bei meinem Arzt. Habt ihr einen Tipp was ich sagen soll? Mit anderen Worten: sollte ich bei dem Sertralin bleiben oder nach (mehrjähriger) Einnahme zu einem anderen SSRI respektive SNRI wechseln? Ich würde mich gerne wieder an meinem Leben erfreuen. Apropos: habt ihr Erfahrungen wie man trotz SSRI wieder Lust auf Sex bekommt? Gibt es da ein "Gegenmedikament" bzw. habt ihr andere Ratschläge?

Viele Grüße
Euer

Sebastian
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

Towanda
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.05.19, 14:16

Hallo Sebastian,


Zuerst solltest Du Dir darüber klar werden, was Du eigentlich willst. Wenn Du wirklich irgendwann ohne PP leben willst, bleibt Dir nur, Sertralin so langsam, wie es Dein Körper braucht, auszuschleichen. Kein anderes PP kann den Entzug von Sertralin deckeln.

Auf ein anderes PP umzusteigen heißt, wenn man es richtig macht, Sertralin ausschleichen, das andere einschleichen. Dann bist Du aber wieder abhängig von einer Substanz und die Sache geht von vorne los. Fliegende Wechsel sind sehr risikoreich, außerdem gibt Dir niemand eine Garantie, daß das neue AD so wirkt, wie Du es Dir vorstellst.

Sexuelle Unlust ist eine Nebenwirkung der meisten PP und es gibt kein Heilmittel, außer eben ohne PP leben.

LG Towanda
► Text zeigen

31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Sebastian89
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Re: Sebastian89: Bitte um Rat - Sertralin

Beitrag von Sebastian89 » Samstag, 18.05.19, 15:10

Hallo Towanda,

danke für deinen Rat ! Ich gebe dir vollkommen Recht. Vorrangig geht es mir momentan darum, dass es mir wieder gut geht. Du sagst es: irgendwann möchte ich ohne Medis leben, aber ich versuche das Beste aus meiner Situation zu machen und eine Zwischenlösung zu finden. Ich glaube nicht, dass ich derzeit ohne Medikamente klar kommen würde. Obgleich aller Kritik hat mir das Sertralin damals sehr geholfen [...]

Viele Grüße

Sebastian
Erfahrungen mit Fluotexin, Citalopram, Venlafaxin. Momentan Sertralin: 37,5 mg.

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