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Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

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brittastella
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Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Freitag, 28.07.17, 20:28

Hallo liebe Forenmitglieder!
Ich bin seit vier Wochen zur Langzeittherapie wegen meiner Alkoholkrankheit. Dort wurde ich in meinem Wunsch, Venlafaxin, welches ich seit 7 Jahren nehme, auszuschleichen und ganz abzusetzen, unterstützt bzw. dies wäre mir dort auch Nahe gelegt worden. Da Venlafaxin meine innere Unruhe eher verstärken und Einschlafschwierigkeiten bereiten würde.
Seit fast zwei Wochen bin ich nun auf 0.
Davor war ich 1,5 Wochen auf 37,5mg unretardiert.
Und 1,5 Wochen davor, also Anfang Juli, wurden 37,5mg retardiert auf unretadiert umgestellt.
Im Mai nahm ich noch 75mg und im Juni habe ich alle paar Tage die Dosis reduziert. Wie ich inzwischen in den Foren gelesen habe, war das die falsche Methode.
Sehr lange habe ich 112,5mg und 150mg ret. genommen.
Mir geht es schon länger (seit der Umstellung von 75 auf 37,5) nicht gut. Und momentan kann ich äußerst selten an den Therapien teilnehmen, was mir sehr zu schaffen macht.
Entzugserscheinungen:
Muskel/Knochenschmerzen (alle 2-4 Wochen, jetzt von Dienstag bis Donnerstag sehr stark) (wobei ich die schon öfter hatte);
Blitze;
starke Zuckungenam ganzen Körper beim Einschlafen und Aufwachen davon kurz vor dem Wegdämmern; Todesangst;
nächtliche Panikattacke
Konzentrationsschwierigkeiten;
Ohrenrauschen;
Dünnhäutigkeit;
depressiv-aggressive Verstimmungen; starke Stimmungsschwankungen;
Schlafen ohne Ende;

Von der Ärztin bekomme ich Atosil (seit 2,5 Wochen). Bis vorgestern 3x 10 Tropfen fest und 2x 10 Tropfen bei Bedarf. Nun noch 1x fest und 4x bei Bedarf.
Und Amitripthylin: 2x 10mg unret. und am Abend 25mg retardiert.

Ich habe in der Klinik mit Mitpatienten gesprochen, die auch Venlafaxin absetzen bzw abgesetzt haben und die kaum Absetzschwierigkeiten haben.

Ich bin ziemlich am Ende meiner Kräfte. Hört das irgendwann demnächst auch mal auf, dass ich fast den ganzen Tag schlafe-

Könnte ihr mir bitte helfen-

Eure brittastella

Jamie
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von Jamie » Freitag, 28.07.17, 22:26

Hallo brittastella :)

Willkommen im Forum.

Bitte gedulde dich etwas, hier wird keiner vergessen, es kann nur etwas mit Antworten dauern.
Aber spätestens morgen wirst du sicher Feedback bekommen.

Es tut mir leid in welch prekärer Lage du bist :( , ich sehe da dringend Veränderungsbedarf.
Wenn du so im Entzug bist, dann ist es auch problematisch dich überhaupt mit deiner Alkoholthematik zu befassen. Das ist ja mega schlauchend.

:group:

Grüße
Jamie
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padma
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von padma » Freitag, 28.07.17, 23:01

hallo BrittaStella, :)

auch von mir willkommen.

Das hört sich sehr schlimm an, was du da gerade durchmachst.
Ich denke, es war sehr ungünstig Venlafaxin paralell zum Alkohol zu entziehen. Zudem war der Entzug viel zu schnell.
Du solltest m.M.n. schnellmöglichst Venlafaxin wieder eindosieren.

Am besten wäre es, wenn du wieder retardiertes Venlafaxin bekommen könntest, und zwar Kapseln mit vielen kleinen Kügelchen drin. Die gibt es z.B. von 1A Pharma, Neurexan, Hexal, Winthrop. Damit kann mit der Kügelchenmethode jede gewünschte Dosis hergestellt werden.

Ich bin mir etwas unsicher mit welcher Dosis du am besten einsteigst. Ich würde sagen mindestens 15 mg.
Wenn sie sich darauf in der Klinik nicht einlassen, dann wieder 37,5 mg.

Bitte lies dich hier gründlich ein viewtopic.php?f=18&t=12880
Von der Ärztin bekomme ich Atosil (seit 2,5 Wochen). Bis vorgestern 3x 10 Tropfen fest und 2x 10 Tropfen bei Bedarf. Nun noch 1x fest und 4x bei Bedarf.
Atosil ist ein Neuroleptikum. Die Deckelung von Absetzsymptomen mit einem anderen Psychopharmaka halten wir für sehr problematisch. Der richtige Weg ist so langsam auszuschleichen, dass keine Ersatzmedikamente erforderlich sind. Das Nervensystem verlangt nach dem gewohnten Stoff, die Symptome zeigen, dass der Entzug viel zu schnell war.

Eine Wiedereindosierung ist deutlich sinnvoller, als jetzt mit Ersatzsubstanzen herum zu experimentieren, die dir nicht wirklich helfen

Hast du Amitriptylin auch zur Entzugsdeckelung bekommen? Da gilt das gleiche.
Ich habe in der Klinik mit Mitpatienten gesprochen, die auch Venlafaxin absetzen bzw abgesetzt haben und die kaum Absetzschwierigkeiten haben.
Das ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen verkraften ein schnelles Absetzen, andere nicht. Wobei deine Mitpatienten evtl. auch "Ersatzmedikamente" bekommen haben.

Soviel heute abend,
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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brittastella
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Samstag, 29.07.17, 1:39

Liebe Jamie, liebe padma,
vielen Dank für eure Antworten und euer Verständnis!

Ich hab eben auch noch mal ganz viel in den Foren gelesen. Sehr interessant!

Am Montag habe ich wieder einen Termin bei der Oberärztin hier, die einen sehr guten Ruf hat und sich gut mit Medikamenten auskennt.
Momentan bin ich kurz davor, meine Therapie abzubrechen. Ich möchte am liebsten nach Hause und mich erholen. Aber dann kann es gut sein, dass die Entgiftung im Mai und die letzten vier Wochen hier für die Katz waren, weil ich rückfällig werden könnte. Und das will ich auch nicht.
Der Alkoholentzug war gegen das Absetzen von Venlafaxin ein 'Spaziergang'.

Also...Venla am besten wieder eindosieren...bin gespannt, wie meine Ärztin auf den Vorschlag reagiert.
Aber wie lange wird es dauern, bis ich stabiler bin und nicht mehr 16 von 24 Stunden schlafe?
Ich mag nicht mehr...bin inzwischen öfter nicht mehr in der Lage, mich zu motivieren.

Mit Venlafaxin habe ich vor 7 Jahren auf Rat meiner Therapeutin angefangen, weil ich eine starke Antriebsschwäche hatte und habe. Viel besser wurde der Antrieb durch die Einnahme nicht.
Zudem wurde Dysthymia diagnostiziert.

Inzwischen ist mir auch klarer, woher die Antriebsschwäche kommt und warum Venlafaxin die nicht einfach 'wegzaubern' konnte.

Seid herzlichst gegrüßt
Brittastella

Jamie
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von Jamie » Samstag, 29.07.17, 10:57

Hallo brittastella,

Atosil und Amitriptylin machen ja zusätzlich müde, bei dem Cocktail würde ich auch nur schlafen.

Ich möchte dir heute inhaltlich antworten, nachdem ich dich gestern Abend erst einmal "nur" begrüßt habe. :)

Meines Erachtens ist das rasche Venlafaxin-Absetzen zum größten Teil Schuld an deinem schlechten Befinden; natürlich spielt der Alkoholentzug auch mit rein, aber Venlafaxin ist ganz sicher einer der Faktoren, die man sich näher angucken sollte.

Damit du dich stabilisieren kannst, würde auch ich, wie padma :), zu einer raschen Wiedereinnahme raten, am besten vielleicht so um die 5-15mg für den Anfang. Damit können die Absetzsymptome abgemildert werden.
Bei der aktuellen Gemengelage bei dir weiß man ja leider gar nicht, welche Symptome von was kommen, denn du nimmst mit Atosil und Amitriptylin zwei weitere psychoaktive Substanzen mit Nebenwirkungen, insbesondere Sedierung (die erwünscht ist, wenn man diese Mittel verordnet).

Wenn du das Venlafaxin wieder einnimmst, muss auf jeden Fall die Amitriptylindosis nach unten angepasst werden, da man zwei serotonerg wirkende Substanzen wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms nur moderat einsetzen darf.
Am besten wäre es, ganz vom Amitriptylin und Promethazin wegzukommen.
Das ist jetzt vielleicht noch zügig möglich, ich kann aber gerade nicht einordnen, wie (in-)stabil du bist und wie wichtig diese Medikamente aktuell für dich sind.

Ich möchte einen mittelfristigen Ausblick geben, wie es weitergehen könnte: aus der Klinik raus (zu einem dir geeignet scheinenden Zeitpunkt), dich mit Venlafaxin stabilisieren und ambulant langsam und bedächtig über viele Monate ausschleichen, sodass dein ZNS die Chance hat sich an das verminderte Wirkstoffangebot anzupassen.
Gleichzeitig Therapieangebote wahrnehmen und sich damit auseinandersetzen, was Gründe der Antriebssschwäche / Dysthymie sein könnten und was zum Alkoholabusus führte (du machtest Andeutungen, dass du bereits weißt, woran es liegt).
Außerdem: Lernen, gut zu sich zu sein ohne eine Droge dafür zu verwenden; Entspannung lernen, Nein sagen lernen, ungute Beziehungen und Dinge aufarbeiten usw.

Ist noch etwas Arbeit, die da vor dir liegt, aber wäre ein Schritt in die richtige Richtung :group: .

Grüße
Jamie
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LinLina
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von LinLina » Samstag, 29.07.17, 11:46

Liebe brittastella :-)

du hast ja schon ausführliche Rückmeldung zu den Medikamenten bekommen.

Bezüglich deines Rückfallproblems, würde ich dir raten es mit intensiver ambulanter Therapie und regelmäßigen Besuchen einer Selbsthilfegruppe zu versuchen. An dem Thema muss man unbedingt dran bleiben, gerade in den ersten Jahren ganz intensiv. Egal wie lange du in einer Klinik bist, ich denke du brauchst für zu Hause eine regelmäßige Unterstützung.

Wenn du eine etwas größere Stadt in der nähe erreichbar hast, dort gibt es zumeist mehrere AA Meetings pro Woche, ich würde dir empfehlen da ganz strikt regelmäßig am besten anfangs mindestens 2-3 mal pro Woche hin zu gehen, möglichst ohne ausnahme. In manchen Städten kann man sogar fast jeden Tag ein Meeting besuchen, das kann Anfangs sehr hilfreich sein.

Der Gang in die Meetings sollte am besten so selbstverständlich sein wie regelmäßiges Duschen oder Essen. Es kann Nahrung für deine Seele sein.

Meine Erfahrung ist, dass diejenigen, die regelmäßig in die Meetings kommen, eine große Chance haben trocken zu bleiben.

Vielleicht hast du aber auch schon deine Erfahrungen damit gemacht?

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

brittastella
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Samstag, 29.07.17, 15:12

Liebe Jamie, liebe Lina,
ich danke euch sehr herzlich!

Inzwischen habe ich durch Lesen in den Foren auch ein bisschen verstanden, warum das langsame Herunterdosieren sinnvoll ist und warum das Gehirn bei einem Kaltentzug nicht mitkommen kann.

Alkohol wirkt ja auch auf die Hirnchemie und bei Weglassen braucht das Gehirn mindestens ein halbes Jahr, um sich neu zu strukturieren, habe ich gehört.
Wenn ich jetzt auch noch Venlafaxin, wie geschehen, weglasse, kommt noch mehr durcheinander, oder?

Zudem war ich jetzt nur 1,5 Wochen auf 37,5mg unret. Venlafaxin.
Und über längere Zeit (mind. seit April) habe ich meinem Gehirn wechselnde Dosen zugemutet, weil ich dachte, dass es eine gute Art wäre, um runter zu dosieren.
Wäre jetzt für mich nur logisch, dass mein ZNS durcheinander ist...??

Ich glaub, von dem Amitripthylin werde ich dösig im Kopf und hab diese Kalt-Heiß-Missempfindungen. Werde es heute Abend noch mal beobachten.

Wie wirkt Alkohol eigentlich zusammen mit Venlafaxin? Wird die Wirkung von Venlafaxin aufgehoben, wie mir eine Suchtberaterin erklärt hat?

Venlafaxin sollte (und wollte) ich ja absetzen, weil es meine innere Unruhe verstärkt und ich abends vor Mitternacht nicht einschlafen kann.
Da hatte ich ja in der Vergangenheit den Alkohol als falsche Medikation eingesetzt...zum Entspannen, Abschalten und Einschlafen.
Wenn ich nun wieder Venlafaxin nehme, werden wohl auch die innere Unruhe und die Einschlafprobleme zurückkehren, oder?

Und dann...?

Jamie und Lina, auf eure Antworten gehe ich noch ein...ich finde sie sehr hilfreich!!!

Liebe Grüße
brittastella

Ululu
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Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43

Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von Ululu » Samstag, 29.07.17, 15:18

Hallo brittastella, :)

auch von mir herzlich Willkommen im Forum.

Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Ich denke, dass alle Symptome, die du schilderst, zu einer Absetzproblematik passen.
Es ist ja ein echter Hammer, was dein Körper zur Zeit aushalten muss. Zwei heftige Entzug zur gleichen Zeit und dann auch noch neue Medikamente.
Kein Wunder, dass du nur noch schlafen kannst.
Ich drücke dir die Daumen, dass die Oberärztin das auch einsieht und dich entsprechend unterstützt.

Ausserdem schicke ich dir jede Menge Kraft und Mut.
LG Ute
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brittastella
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Samstag, 29.07.17, 16:58

Danke, liebe Ute!

padma
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von padma » Samstag, 29.07.17, 18:43

liebe Brittastella, :)
Alkohol wirkt ja auch auf die Hirnchemie und bei Weglassen braucht das Gehirn mindestens ein halbes Jahr, um sich neu zu strukturieren, habe ich gehört.
Wenn ich jetzt auch noch Venlafaxin, wie geschehen, weglasse, kommt noch mehr durcheinander, oder?
Ja, 2 Entzüge zur gleichen Zeit sind immer ungünstig. Am besten wäre, jetzt eine Dosis Venlafaxin zu finden, auf der du dich stabilisieren kannst und dann frühestens in einem halben Jahr mit dem Ausschleichen zu beginnen.
Ich glaub, von dem Amitripthylin werde ich dösig im Kopf und hab diese Kalt-Heiß-Missempfindungen. Werde es heute Abend noch mal beobachten.
Das ist gut möglich. Seit wann genau bekommst du es? Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen?
Wie wirkt Alkohol eigentlich zusammen mit Venlafaxin? Wird die Wirkung von Venlafaxin aufgehoben, wie mir eine Suchtberaterin erklärt hat?
Das weiss ich leider nicht. Dass die Wirkung von Venlafaxin komplett aufgehoben wird, kann ich mir nicht vorstellen. Auf jeden Fall gibt es Interaktionen und deshalb darf beides nicht zusammen genommen werden.

Schau mal hier https://www.gesundheits-fakten.de/antid ... d-risiken/

Hier habe ich gefunden, dass Venlafaxin die Wirkung von Alkohol verstärkt http://www.praxisbruck.at/DOWNLOADS/Venlafaxin.pdf
Wenn ich nun wieder Venlafaxin nehme, werden wohl auch die innere Unruhe und die Einschlafprobleme zurückkehren, oder?
Es ist zu hoffen, dass bei einer niedrigen Dosis diese NW weniger stark auftritt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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brittastella
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Samstag, 29.07.17, 22:30

Danke dir schon mal, Padma!

Shonah
Beiträge: 917
Registriert: Dienstag, 05.01.16, 13:09

Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von Shonah » Sonntag, 30.07.17, 7:37

Hallo Brittastella,

Ich setze auch Venlafaxin unretardiert ab.

Habe vor einiger Zeit versucht auf retardiert umzustellen, aber das ging gar nicht. Hatte das Gefühl das retardiert viel stärker ist, obwohl ich es früher jahrelang genommen habe.

Ich benutze einen Medikamententeiler, Schere und Feinwaage.

Ich habe diverse Symptome.

Zur Zeit habe ich einen schlimmen Infekt und bin daher nur wenig aktiv.

Viel Erfolg und wenig Symptomatik!



LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

NEM: VitD3/K2 Öl (600iE/ 20mykrogr)
150 mg Magnesiumcitrat

brittastella
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Sonntag, 30.07.17, 17:14

Liebe Shonah,
schön, von dir zu lesen.
Ich hatte auch den Eindruck, dass die unretadierten anders wirken.

Liebe Forenmitglieder,
demnächst erstelle ich meine Signatur. In der Klinik habe ich nur die Möglichkeit, mit dem Smartphone zu schreiben und das finde ich etwas mühsam.
Und die Zeit, die ich zuhause verbringen kann, ist begrenzt. Aber ich bleibe dran, die Signatur zu erstellen.

Gestern Abend hatte ich beim Einschlafen Schweißausbrüche, wieder starke Zuckungen und Angst kam auf. Hatte Angst, die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren und ins Nichts zu stürzen. Habe dann 10 Tropfen Atosil genommen. Danach war ich ruhiger.

Nach 10 Stunden Schlaf (mit intensiven Träumen; Unterkiefer beißt immer sehr stark auf den Oberkiefer) fühlte ich mich, als hätte ich gestern Berge versetzt. Ich war und bin sehr erschöpft.

Amitripthylin nehme ich morgen seit 2 Wochen. Erst zwei Tage 10mg unret.. Abends und zur Nacht. Zusätzlich 3x Atosil je 10 Tropfen.
Ab Mittwoch vor 1,5 Wochen folgende Dosierung/eine Woche lang:
mittags, abends und zur Nacht: 10mg Amitripthylin unret.,
abends: 25mg Amitripthylin ret.,
abends und zur Nacht: je 10 Tropfen Atosil
Bedarf: bis zu 5x 10 Tropfen Atosil (was ich selten in Anspruch genommen habe)

Seit letztem Mittwoch:
abends und zur Nacht: je 10mg unret. Amitripthylin; 10 Tropfen Atosil
abends: 25 mg Amitripthylin ret.

Nach der Einnahme von Amitripthylin: nicht klar im Kopf, geräuschempfindlich, Unwohlsein im Körper (ich spiele gerne Tischtennis oder gehe gerne schwimmen, aber Bewegungen finde ich anstrengend...)

Ich habe das unbändige Bedürfnis, zur Ruhe zu kommen. Morgen habe ich einen Termin mit meiner Ärztin in der Klinik. Am liebsten würde ich die Langzeittherapie unterbrechen und erst mal wieder stabil werden bzw. das ZNS zur Ruhe kommen lassen, so wie ihr es vorgeschlagen habt.
Ich bin auf das Gespräch morgen sehr gespannt.

Es ist eine gute Idee, Selbsthilfegruppen wegen meiner Alkoholkrankheit zu suchen. Eine habe ich schon länger und ich fühle mich dort auch sehr wohl. Nur sind die meisten Angehörige und die Treffen sind nur alle 14 Tage. Deshalb hatte ich schon eine weitere zwei Mal besucht, aber ich glaube, das ist nicht die richtige. Ich werde auf jeden Fall weiter suchen.

Die links über Alkohol und ADs habe ich gelesen. Sehr informativ! Anscheinend habe ich viel Glück gehabt, Gottseidank. Ich habe seit 2013 fast täglich jeden Abend mindestens eine Flasche Wein getrunken. Das hätte echt schief gehen können.

Euch auch weiterhin viel Kraft und Mut
brittastella

padma
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von padma » Montag, 31.07.17, 13:36

liebe Brittastella, :)

da du Amitriptylin und Atosil noch nicht lange nimmst, kannst du sie noch zügig absetzen.
Dass dich Amitriptylin benommen macht, kann ich mir gut vorstellen.

Ich hoffe, dass die Ärztin kooperiert und du Venlafaxin wieder eindosieren kannst. Vielleicht könntest du dann bereits 1 Woche später, Amitriptylin schrittweise rausnehmen und im Anschluss dann Atosil.
Unterkiefer beißt immer sehr stark auf den Oberkiefer)
Sollte das weiter anhalten, bräuchtest du eine Beissschiene, da du dir ansonsten sonst die Zähne ruinierst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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Absetzverlauf:
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von brittastella » Mittwoch, 24.01.18, 20:55

Hallo liebe Forenmitglieder!
Ich bin jetzt seit dem 17.07.2017 ohne Venlafaxin und seit September ohne Amitryptilin und Atosil.
Einerseits bin ich froh, dass ich von Venlafaxin weg bin, aber habe stark die Vermutung, dass es doch zu schnell abgesetzt wurde, so wie ihr es geschrieben hattet.
Recht bald habe ich leichte Kontrollzwänge bekommen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich nicht mehr normal unterhalten kann, als würde da eine Blockade sein. Mich strengt das Zusammensein mit anderen Menschen an, insbesondere bei Gruppentreffen, und ich bin dann recht schnell reizüberflutet. So als würde plötzlich der Computer abstürzen. Das war früher nicht so.
Es gibt vereinzelt auch gute Tage.
Kennt das jemand von euch auch?

Jetzt kann ich wohl nur hoffen, dass sich das irgendwann wieder zurechtrückt, oder?

Liebe Grüße
Brittastella

Cashi
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von Cashi » Mittwoch, 24.01.18, 21:59

Hallo von mir. .Ich kämpfe schon sehr lange mit dem Venla. Und ich kenne alles was du beschreibst. Tut mir leid ich hab nicht alles gelesen was du geschrieben hast. Ich kann dir nur sagen dass alles was dir Probleme bereitet oder Angst macht ich auch kenne.
LG Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr

padma
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Re: Venlafaxin nach 7 Jahren abgesetzt, Absetzerscheinungen, wie lange noch

Beitrag von padma » Donnerstag, 25.01.18, 13:37

hallo Brittastella, :)

ja, das hört sich sehr nach Entzugssymptomen an, was du beschreibst ist ganz typisch.

Du kannst dir das so vorstellen, dass dein Nervensystem noch sehr viel seiner Kapazität dafür benötigt, seine Funktionen an das Fehlen der gewohnten Substanz anzupassen. Das verlangt ihm Höchstleistungen ab, da vieles "umgebaut" werden muss. Es fehlt dadurch die Kapazität mit Aussenreizen adequat umzugehen.

Das es vereinzelt gute Tage gibt, ist ebenfalls typisch.
Wie ist der Verlauf denn insgesamt? Wird es eher besser oder eher schlechter?

Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=204

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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