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Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

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Alprazolam6
Beiträge: 9
Registriert: Samstag, 05.08.17, 19:54

Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 10:40

Hallo an alle! Ich bin neu hier und kenne mich noch nicht richtig aus. Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag hier richtig einstelle.Im Vorraus verzeiht mir bitte den langen Text. Leider weiß ich nicht, wie ich mich kürzer fassen soll.

Schon seit meiner Kindheit leide ich unter starken Ängsten. Mit 18 bekam ich bereits Bluthochdruck und ständige Panikattacken. Mein Problem mit Benzos begann im Januar 2011 als meine Mutter verstarb. Plötzlich bekam ich unerklärliche Ängste ( ich konnte nicht mal sagen vor was ) aber ich war zu nichts mehr in der Lage. Ich entschloss mich freiwillig dazu in eine Psychiatrie auf die Angst/ Depressionsstation zu gehen. Da ich warten musste auf den Platz, verschrieb der Hausarzt mir zur Überbrückung Diazepam 10 mg für abends. Es wirkte, aber morgens war die Angst wieder da. In der Klinik wurde es abgesetzt und durch citalopram ersetzt. Nach 4 Wochen wurde ich entlassen .

Es ging mir wieder gut!! Allerdings nicht lange. Nach einem Umzug noch im selben Jahr, bekam ich wieder Diazepam, dass ich nur unregelmäßig abends nahm. Und auch nie mehr als verordnet. Irgendwann wirkten die nicht mehr und der Arzt gab mir Alprazolam zur Einnahme bei Bedarf 1mg. Was ich auch so handhabte. ( 1- 2 mal die Woche ) Nach einem erneuten Umzug Ende 2012 bekam ich erst mit, wie abhängig das machen kann. Ich entschloss nochmal in die Psychiatrie zu gehen im neuen Wohnort, um es vorsichtshalber dort absetzen zu lassen. Ich nahm es zwar nicht regelmäßig war aber verunsichert es selbst einfach ganz abzusetzen. Der CHEFARZT dort las nur meine Vorgeschichte ( Ängste Panikattacken etc.) und sagte wortwörtlich bei der Visite: Sie werden nie ganz gesund und müssen mit den Medikament ein Leben lang auskommen. Er setzte mir auf Dauer 2 x 1 mg täglich an plus Mirtazapin. Ich verstand die Welt nicht mehr, denn es ging mir so gut wie selten... Ich sollte 3 Wochen bleiben! Ich schlief nur noch, bekam überall Ödeme vom Mirtazapin, der Blutdruck stieg dadurch, was meine Ängste verstärkte und ich nahm sensationelle 15 kg zu obwohl ich fast nix gegessen habe! Ich kam ja kaum aus dem Bett und fühlte mich wie ein Zombie!! :zombie: Ich entließ mich selbst nach 14 Tagen und stopfte das Mirtazapin in die Tonne :evil:

Mein erster Weg war mein Neurologe! Der meinte, dass es nun eben so ist und ich das alprazolam so weiter nehmen soll. Es ging jahrelang alles gut und mir ging es blendend. 2015 zog ich erneut um und ich beschloss mit dem neuen Neurologen das Alprazolam gaaanz langsam auszuschleichen. Eine Toleranz hatte ich zum Glück nicht entwickelt bis dahin und hab auch nie mehr als verordnet genommen. Ich war irgendwann bei 1,25 mg und Citalopram wurde ganz abgesetzt. Ach ja: Citalopram nahm ich durchgängig seit 2011. Das absetzen und die letzte Reduzierung von Alprazolam fand vor ca. 4 Monaten statt.

Mir ging es gut!!! Plötzlich vor 4 Wochen stieg mein mit 3 Medikamenten eingestellter Blutdruck auf Werte bis 200/ 130 !!! Damit brach auch meine Angst wieder durch. Merhmals Notaufnahme wegen Herzbeschwerden. Auf den Kopf gestellt worden... nichts gefunden, ausser dass die Nieren nicht mehr ganz richtig arbeiten. Blutdruckmedikamente umgestellt... so: Nun ist mein Blutdruck wieder gut.. oft sogar zu niedrig. Trotzdem habe ich unerklärlich Angst... rund um die Uhr. Bin zu nichts mehr in der Lage. Der Neurologe gab mir Sertralin , was ich aber nicht ansetzte weil drin steht, dass es den Blutdruck erhöhen kann. Nun hat er mir vor einer Woche die Alprazolam wieder erhöht auf sage und schreibe: 4 x täglich 1 mg!!!! Mir geht's noch schlechter als zuvor. Angst Angst Angst.... Schwindel Kopfschmerzen etc. Der Neurologe setzte es so hoch an weil er vermutete ich würde zwischen den Einnahmen in einen Kurzentzug kommen. Was ich mir so nicht vorstellen kann, da ich die letzte Dosisreduktion ja vor 4 Monaten hatte und das doch nicht von heute auf morgen kommt.

Jetzt mit 4 mg täglich hab ich komischerweise noch mehr Angst... manchmal wirkt das 1 mg so stark, dass ich ganz ruhig und müde werde und manchmal wirkt es überhaupt nicht und ich bekomme trotzdem oder noch mehr Panikattacken . Toleranz? Dann würde es doch gar nicht wirken? Ich will weg von dem Zeug und nicht immer mehr!! Statonär entziehen möchte ich auf keinen Fall!!! Die machen das ja gnadenlos in 3 ??? Wochen. Den Ashton Plan habe ich!! Nur weiß ich doch noch nicht mal ob meine Angststörung wieder komplett durchgebrochen ist oder es am Alprazolam liegt. Psychisch abhängig bin ich nun definitiv seit alles wieder anfing vor 4 Wochen, denn ich denke die ganze Zeit daran wann 6 Stunden vorbei sind zur nächsten Einnahme, ob sie wohl wirkt oder nicht... Ich bin verzweifelt und weiß keinen Rat mehr. Ich kann nicht mal sagen vor was ich Angst habe aber sie ist unerträglich. :cry: Der Neurologe ist nun 3 Wochen im Urlaub.

Meine Diagnosen: Generalisierte Angststörung, posttraumatisches Belastungssyndrom, schwer einstellbarer Bluthochdruck. Zum Schluss noch: Alle Antidepressiva bis auf citalopram vertrage ich nicht. Blutdruck spinnt, Ödeme etc.
Soll ich einfach wieder langsam reduzieren, denn schlimmer kann die Angst ja kaum mehr werden?
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 11.08.17, 14:04, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Leerzeichen wegen Lesbarkeit eingefügt
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
Medikamente immer wie verordnet eingenommen!!
Keine Drogen und kein Alkohol !!
Diagnosen: Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken
!!! Stationärer Entzug von Alprazolam seit 18.08.2017:
Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

padma
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 11.08.17, 13:59

hallo A. :)

willkommen im ADFD

(Könntest du dir bitte noch einen anderen Namen ausdenken, wie wir dich ansprechen können? Ich möchte dich ungerne mit einem Wirkstoffnamen ansprechen)

Ich bin fassungslos, was diese Klinik mir dir gamacht hat. :frust: (müsste man eigentlich verklagen) Und nun auch noch dieser Arzt mit diese völlig absurden Hochdosierung. Alprazolam ist hochpotent, 4 mg enstprechen 40 - 80 mg Diazepam! :shock: :frust:
Der Neurologe setzte es so hoch an weil er vermutete ich würde zwischen den Einnahmen in einen Kurzentzug kommen. Was ich mir so nicht vorstellen kann, da ich die letzte Dosisreduktion ja vor 4 Monaten hatte und das doch nicht von heute auf morgen kommt.
Selbst wenn dem so wäre, (Alprazolam hat mit 6 - 12 Stunden eine relativ kurze Halbwertszeit) wäre diese Hochdosierung völlig unverhältnismässig.
Jetzt mit 4 mg täglich hab ich komischerweise noch mehr Angst... manchmal wirkt das 1 mg so stark, dass ich ganz ruhig und müde werde und manchmal wirkt es überhaupt nicht und ich bekomme trotzdem oder noch mehr Panikattacken .
Möglicherweise eine paradoxe Reaktion. Du musst schnellstmöglichst von dieser Dosis wieder runter. Ich würde es risikieren, sofort 1 mg weniger zu nehmen. Dann weiterschauen.

Wann genau und wie genau wurde Citalopram abgesetzt? Es ist denkbar, dass der plötzliche Blutdruckanstieg damit zu tun hat.

Hab ein wenig Geduld, du wirst noch weitere Antworten bekommen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 14:14

Danke erstmal für die rasche Antwort!! Ja ! Habe schon versucht meinen Namen zu ändern... fummel schon die ganze Zeit und weiß nicht wie es geht... Zum Citalopram... das wurde vor 4 Monaten abgesetzt. Von 40 mg auf 20 mg , dann 0 im Zeitraum von 14 Tagen .Der Blutdruckanstieg war jedoch erst vor 4 Wochen ... als gerade eine Bronchitis am abklingen war. Und wie gesagt.... die letzten 2 Jahre ging es mir blendend... keine einzige Panikattacke , Blutdruck einwandfrei und keine größeren Ängste.. Ich bin sogar wieder jeden Tag laufen und radeln gewesen. Jetzt bin ich imner müde, weiche Knie, Puls gleich oben und nur noch erschöpft und zittrig. Habe mir alle Vermeidungstaktiken wieder zugelegt etc. Obwohl körperlich nichts gefunden wurde fühle ich mich todkrank. Und die Ängste sind unerträglich. Zudem fällt mir seit der Erhöhung auf 4 mg auf, dass ich depressiv und traurig bin. Habe Angst komplett die Kontrolle über mich zu verlieren.
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
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2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
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Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
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!!! Stationärer Entzug von Alprazolam seit 18.08.2017:
Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
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28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
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padma
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 11.08.17, 14:34

hallo A. :)

deinen Benutzername kannst du nicht mehr ändern, aber du kannst dir einen anderen zur Anrede ausdenken.
Wir bitten sowieso alle Teilnehmer ihre posts mit einer Anrede zu beginnen und einem Gruss zu beenden. Schreib einfach: viele Grüsse, und dann einen Namen; dann werden wir dich damit ansprechen.
Zum Citalopram... das wurde vor 4 Monaten abgesetzt. Von 40 mg auf 20 mg , dann 0 im Zeitraum von 14 Tagen
Das war quasi ein Kaltentzug :shock: . Entzugssymptome können deutlich zeitverzögert auftreten, daher kann da schon ein Zusammenhang bestehen.
als gerade eine Bronchitis am abklingen war.
Die Bronchitis könnte Absetzsymptome getriggert haben. Hattest du da Medikamente bekommen, z.B. ein Antibiotika?

Schau dir mal die Liste der Absetzsymptome an viewtopic.php?f=18&t=12534, erkennst du dich da wieder?
. Zudem fällt mir seit der Erhöhung auf 4 mg auf, dass ich depressiv und traurig bin.
Das ist eine NW bei den Benzos.

Deine Situation ist sehr komplex, daher möchte ich die Einschätzung von anderen Erfahrenen abwarten.


liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 14:37

Oh ja... da finde ich mich wieder... Nein ich habe nichts genommen ausser schnupfenspray für die Bronchitis.
Liebe Grüße
Conny
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
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18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
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05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
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Jamie
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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Jamie » Freitag, 11.08.17, 15:09

Hallo Conny,

auch von mir willkommen im ADFD :)

Kannst du den Monat / ein Datum angeben, wann das Citalopram abgesetzt wurde?
Ich bekomme gerade den Eindruck, dass dein entgleißender Blutdruck womöglich mit dem Absetzen des Citaloprams zusammenhängt. Kann das sein?
Absetzsymptome können auch noch mit Wochen Verspätung auftreten, wie ist da der zeitliche Zusammenhang?

Das mit dem Alprazolam finde ich wirklich verheerend. Normalerweise sind Ärzte sparsam mit der Verordnung von Benzos; dass dich ein Arzt auf 4mg täglich setzt, das ist einfach nur Wahnsinn :o .
Er muss doch wissen, dass er dich damit in die Sucht schickt (?) :shock: .
Benzos sind sehr gute Notfallmedikamente, aber sie sind keinesfalls für so eine Einnahme konzipiert.

Auch wenn es schwer fällt, ich würde wie padma :) vorschlägt, sofort 1mg weglassen.
Ist das nicht möglich, dann wenigstens auf 3,5mg gehen.

Ganz wichtig muss sein, dass du sofort deine Fixierung darauf aufgibst, was passiert, wenn du eine Tablette nimmst und ob sie dann wirkt oder nicht.
Du trainierst dir sonst eine ganz fatale Dynamik an.
Du schreibst, sie wirkt mal voll und dann auch mal gar nicht und dass ferner auch alle Ängste überproportioniert sind. Ich vermute, dass das eine gewisse Form von Toleranz ist; womöglich auch mit teilweise paradoxen Reaktionen.
Das ist das dringende Zeichen, das etwas geändert werden muss, aber einen ersten Schritt hast du ja bereits getan und dich hier im Forum angemeldet und du bekommst Infos hier, um deine Lage besser einzuordnen.

Ich vermute ferner, dass du mehr oder weniger in einem dir bislang nicht ganz bewussten Citalopramentzug bist und dass das auch zu den komischen Phänomenen beiträgt, die du schilderst.

Benzos, in der Toleranz befindend, können irgendwann die Symptome auslösen (Stichpunkt Angst), die sie eigentlich ursprünglich bekämpfen sollten. Deswegen sind sie heikel in der Langzeitanwendung und natürlich kommt dazu, dass man durch die Toleranz irgendwann tagesentzügig wird, trotz Einnahme.

Wenn du jetzt auf jede Einnahme wartest und dir einen vor Bammel abzitterst, was nun wieder passieren wird, wirst du dir damit eine ganz problematische Traumatisierung anzüchten.
Was kannst du dagegen tun? Sofort ins Gehirn einprogrammieren, dass egal was passiert, und wie blöd es auch ist, du nicht sterben wirst und dass du gerade eine Lotterie durchmachst. Das heißt du solltest gedanklich vorwegnehmen, dass du jetzt entweder beruhigt wirst oder noch nervöser wirst oder auch gar nichts passiert, aber dass egal was geschieht, du es akzeptierst und nicht ausrastest, denn es liegt nicht in deinem Einflussbereich.
Das heißt, es braucht jetzt viel Akzeptanz und Ruhe deinerseits. Und wenn es blöd wirkt, dann bitte nicht ausflippen, in panik geraten oder sonstwas, sondern dir sagen, dass da ein ganz schräges Programm abläuft, du dem aktuell ausgeliefert bist, es dich aber nicht umbringen wird und du dabei bist die Sache zu sortieren und anzugehen.
Das wäre wirklich der beste Weg mit der Situation umzugehen, wenn du mich fragst. :hug:

Verstehst du, was ich meine?
Viele Grüße, hast du weitere Fragen?

Als Ausblick: Alprazolam ganz langsam ausschleichen und mittelfristig auf Diazepam umstellen, um nicht entzügig zu werden und besser absetzen zu können.

Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 16:14

Hallo Jamie
Danke für die ausführliche Antwort! Also das Absetzen des Citalopram müsste um den April rum gewesen sein.
Ich versuche mir auch immer zu sagen, dass mir nichts passiert. Aber es will nicht funktionieren. Je mehr ich mich anstrenge, desto schlimmer wird es. Vor allem schäme ich mich so was mein Mann gerade mit mir durchmacht, obwohl er sehr verständnisvoll reagiert. Wenn er von der Arbeit kommt, denke ich ständig: Oje hoffentlich bin ich ruhig und gelassen um ihn nicht so sehr damit zu belasten. Je mehr ich es versuche normal zu wirken.... dann kommt die Panikattacke erst recht. Ich weiß um den Teufelskreis in dem ich mich befinde, finde aber keinen Weg raus. Und was mir am meisten zusetzt ist eben, dass ich nicht weiß, ob alles ein Entzugsproblem ist ,oder durch den Blutdruckanstieg meine alte Erkrankung wieder durchgekommen ist. Was ich nun auf jeden Fall machen werde, ist das Alprazolam wieder runter zu dosieren. 1 mg auf einmal trau ich mich nicht aber ich werde morgen zumindest die erste Dosis am morgen um 0,25 mg reduzieren. :schnecke: Was ich noch sagen kann ist : Manchmal beruhige ich mich von selbst wieder, auch wenn die letzte Einnahme schon 5 Stunden zurück liegt. Auf jeden Fall will ich komplett weg von den Benzos!!! Und vielleicht wieder zurück zu Citalopram? Der Neurologe will es mir nicht mehr geben. Er sagt es ist antriebssteigernd und er möchte das Gegenteil.. dass ich ruhig werde :shock: ... wie man sieht funktioniert dies aber gewiss nicht mit 4 mg Alprazolam!!! Es treibt mich ja immer weiter in die Abhängigkeit... :evil:
Liebe Grüße
Conny
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
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18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
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Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von padma » Freitag, 11.08.17, 19:08

hallo Conny, :)
Je mehr ich mich anstrenge, desto schlimmer wird es. Vor allem schäme ich mich so was mein Mann gerade mit mir durchmacht, obwohl er sehr verständnisvoll reagiert. Wenn er von der Arbeit kommt, denke ich ständig: Oje hoffentlich bin ich ruhig und gelassen um ihn nicht so sehr damit zu belasten. Je mehr ich es versuche normal zu wirken.... dann kommt die Panikattacke erst recht.
Ja, so ein krampfhaftes Bemühen kann kontrproduktiv sein. Vielleicht wäre es besser dir zu sagen: " Wenn eine Panikattacke kommt, dann kommt sie eben. Sie geht auch wieder vorbei und wird mich nicht umbringen"

Das ist wie mit den rosa Elefanten. Versuch mal aktiv 5 Minuten nicht an rosa Elefanten zu denken :o
Was ich nun auf jeden Fall machen werde, ist das Alprazolam wieder runter zu dosieren. 1 mg auf einmal trau ich mich nicht aber ich werde morgen zumindest die erste Dosis am morgen um 0,25 mg reduzieren.
Okay, dann taste dich da langsam ran. Ich würde dann aber möglichst in ein paar Tagen die nächsten 0,25 mg reduzieren. Je länger du diese hohe Dosis nimmst, umso mehr gewöhnt sich dein Körper daran.
Auf jeden Fall will ich komplett weg von den Benzos!!! Und vielleicht wieder zurück zu Citalopram? Der Neurologe will es mir nicht mehr geben. Er sagt es ist antriebssteigernd und er möchte das Gegenteil.. dass ich ruhig werde
Gut, dass du weg von den Benzos willst. :D Die sind keine Problemlösung.
Bei Citalopram ist die Überlegung, eine kleine Dosis wieder einzudosieren, da du möglicherweise unter einem Citalopramentzug leidest. Der Zweck einer Wiedereindosierung ist, dann anschliessend langsam auszuschleichen. Es geht nicht um eine Dauereinnahme, auch AD sind keine Lösung.
er möchte das Gegenteil.. dass ich ruhig werde :shock: ... wie man sieht funktioniert dies aber gewiss nicht mit 4 mg Alprazolam!!! Es treibt mich ja immer weiter in die Abhängigkeit... :evil:
Nein, das ist wirklich grob fahrlässig von ihm. :evil:

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Jamie
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Jamie » Freitag, 11.08.17, 19:26

Hallo Conny, :)

eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist, dass du deswegen so panisch, nervös und angespannt bist, weil du in einem Citalopramentzug bist.
Citalopram wirkt antriebssteigernd, in der Tat, aber wenn das Absetzsymptome sind, könntest du, so paradox das auch klingt, dich mit einer Wiedereinnahme möglicherweise beruhigen.

Deswegen ist ernsthaft darüber nachzudenken, ob du eine Wiedereinnahme mit zB 0,5mg probierst.
Schlimmstenfalls hilft das alles nicht viel, dann kannst du dir sagen, dass du es wenigstens probiert hast - und bestenfalls geht es dir besser.
Lass es mal auf dich wirken.
Wir würden es nicht in Gespräch bringen, wenn es völlig abwegig wäre.

Viele Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 20:45

Bin vorhin über den roten Antworten Button gegangen anstatt über Schnellantwort und nun ist der laaange Text nicht da :?
Ich werde noch mal alles versuchen zu schreiben und gehe dabei auch auf das Thema Citalopram ein.
:roll:
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
Medikamente immer wie verordnet eingenommen!!
Keine Drogen und kein Alkohol !!
Diagnosen: Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken
!!! Stationärer Entzug von Alprazolam seit 18.08.2017:
Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 21:16

Habe festgestellt dass ich mich geirrt habe und mein Neurologe erst ab nächsten Freitag im Urlaub ist. ICH konnte mich noch reinquetschen für kommenden Donnerstag :o Er ist übrigens Rentner und war hier in der Landesklinik Chefarzt. Seine Praxis hat er danach eröffnet weil es hier zu wenig Neurologen gibt. Von daher ging ich davon aus, dass er wissen wird was er tut. Schon der 2. CHEFARZT der mich medikamentös völlig falsch behandelt! Das Vertrauen in Neurologen/ Psychiater hat sich mittlerweile gen 0 bewegt.
Da ich Bammel vor der Reduzierung habe , wollte ich noch fragen ob ich bis zum Termin von den 4 mg wie folgt runterdosieren kann. Samstag bis Montag : 0,75 - 1 - 1 - 1
Dienstag bis Donnerstag : 0,75 - 1 - 0,75 - 1
Vor meiner Blutdruckentgleisung/ Bronchitis stand übrigens einen weitere Reduzierung an. Der Neurologe wollte von 0,5 morgens und abends 0,75 ... abends runterdosieren auf 0,25 plus 0,5 mg rivotril. Das er nun trotz dass ich schon so weit war auf 4 mg hochgesetzt hat... ohne Worte!! Mit Rivotril ausschleichen habe ich bisher noch nichts davon gehört , und der Ashton Plan klingt für mich gut. Ich werde nun versuchen ihn davon zu überzeugen und mir Citalopram wieder mit anzusetzen.( Mein Mann nimmt sich für den Termin extra frei um mich zu unterstützen mich mit meinem Anliegen durchzusetzen, da ich es mit Durchsetzen leider gar nicht habe. :cry: ) Citalopram zumindest bis ich vom Alprazolam ganz weg bin. Lieber Jamie? Ich kenne die niedrigste Citalopram Dosis mit 10 mg ???? Du schreibst von 0,5 mg ?? Des weiteren möchte ich mich bedanken, dass es so ein Forum gibt in dem man Tipps und Hilfe/ Unterstützung bekommt von Menschen denen es ähnlich ergeht oder erging. Menschen die es am eigenen Leib erfahren haben sind eine beruhigendere Hilfe als mancher Arzt! Danke dass ihr so hilfsbereit seit :hug:
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
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2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
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18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
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01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

LinLina
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von LinLina » Freitag, 11.08.17, 22:21

Liebe Conny :-)

Auch von mir noch willkommen im Forum.

Beim Lesen deiner Geschichte hab ich mich sehr entsetzt, was die Ärzte mit dir gemacht haben.

Du warst schon so weit unten mit den Benzos, und dann das Citalopram so abrupt abzusetzen mitten im Benzoentzug, und als du Symptome entwickelt hast das Benzo dann höher zu setzen als du jemals warst, finde ich grenzt an körperverletzung :-(

Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, wie ein Arzt sowas machen kann. *immernochden Kopf schüttel*

Also, mit dem Alprazolam würde ich wirklich sehr bald wieder runter gehen. Du bist erst eine Woche so hoch, soweit ich das verstanden habe? Wie hoch war deine Dosis bis vor einer Woche? 1,25 mg?

Also ich denke, du hast dich noch nicht richtig an die 4 mg gewöhnt und solltest schleunigst wieder runter gehen, bevor das passiert. Ich würde glaube ich sogar versuchen jeden Tag 0,5 mg weniger zu nehmen bis du auf 2 mg bist und dann weiter schauen.

Das Citalopram wäre evtl. wirklich gut wieder einzunehmen, aber ich würde erstmal schauen ob du von den riesigen Benzo-Dosierungen runter kommst bevor du das versuchst, sonst weißt du nicht woher mögliche Symptome kommen.

Und ja, du hast das richtig verstanden - nur 0,5 mg oder maximal 1 mg eindosieren, keinesfalls 10 mg. So wenig kann schon ausreichen, um deinen Citalopram-Entzug, in dem du ja jetzt zusätzlich bist, abzufangen. Lies dazu bitte auch hier viewtopic.php?f=18&t=13205

Am besten, du schreibst hier immer zeitnah auf wie es dir geht und was du verändert hast/verändern möchtest bei den Medikamenten, so kann man die rechtzeitig rückmeldung geben.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 11.08.17, 22:40

Hallo liebe Lina :)
Ich werde versuchen bis Donnerstag so weit wie möglich mich wieder an weniger ranzudosieren. Ich bin nur so ängstlich, dass was passiert, auch wenn ich es erst eine Woche so hoch dosiert einnehme :cry: Kann mir zwar nicht vorstellen, dass die Angst noch schlimmer werden kann... aber eventuell die Schweissausbrüche oder der Blutdruck wieder ansteigt * bibber ...
Krampfanfälle kann ich definitiv keine bekommen so lange ich nicht komplett auf 1, 5 zurückgehe???? Entschuldige aber ich bin sooo ängstlich und kann es nicht ausblenden. Male mir die schlimmsten Szenarien aus!! Die Angst ist teilweise so irrational und übrigens direkt nach dem Aufwachen am allerschlimmsten.
Lieber Abendgruß
Conny
P.S Ich bin übrigens knapp 40 und war so glücklich 3 Jahre fast beschwerdefrei gewesen zu sein. Jetzt stehe ich wieder ganz am Anfang :frust:
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
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2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
Medikamente immer wie verordnet eingenommen!!
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Diagnosen: Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken
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Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

Shonah
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Registriert: Dienstag, 05.01.16, 13:09

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Shonah » Samstag, 12.08.17, 7:23

Hallo Conny,

Ich kenne mich mit Benzos nicht aus. Aber mit der Angst die man hat wenn man die Tabletten nehmen muss.

Auch ich hatte immer Horror vor der Wirkung, vorallem im Entzug.
Weil ich eben auch das Gefühl hatte das sie jedes mal anders wirken.

Mal war ich benebelt und schläfrig und andermal war ich total aufgeregt und mein Puls raste.
Aber Medi einfach weg lassen geht ja auch nicht.

Es ist eine elende Zwickmühle und eigentlich kann man nur das machen was Jamie schreibt.

Akzeptieren was kommt, auch wenn das nicht immer so einfach ist.


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

NEM: VitD3/K2 Öl (600iE/ 20mykrogr)
150 mg Magnesiumcitrat

Lisamarie
Beiträge: 9530
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 12.08.17, 9:24

Hallo Conny, auch von mir willkommen im ADFD. Was dir da angetan wurde ist wirklich übel.

Ich denke wie Jamie (weiblich) auch das du in den Citalopram Entzug gerutscht bist durch den Kaltenzug. Das ist auch was mir passiert ist , ich hab einen Kaltenzug von gleich drei Medikamenten gemacht , unwissentlich und als Folge davon griff mein Benzo nicht mehr und ich musste dann hochdosieren um überhaupt noch eine Wirkung zu spüren und ich hatte das gleiche wie du mal wirkte es mal überhaupt nicht mal paradox , das war eine üble Achterbahnfahrt. Heute weiß ich das es vom Absetzen meiner drei Medikamente kam .

Also was ich an deiner Stelle tun würde sofort und zwar heute noch auf 3 mg runtergehen, dann das Citalopram wieder in einer kleinen Menge wie dir geraten wurde einzudosieren, denn den Citalopramentzug halte ich für den Hauptübeltäter der das ganze bei dir erst ins Rollen gebracht hat. Und ich würde gleich Montag hingehen und mir wieder das Citalopram verschreiben lassen, je eher du damit wieder anfängst umso eher kannst du das Alprazolam wieder runtersetzen.

Trau dich bitte das Alprazolam heute runterzusetzen, das löst nur weitere Probleme aus und du bist ruck zuck von der hohen Dosis abhängig , wo du jetzt noch etwas retten kannst. Ich war nach meinem Kaltenzug bei umgerechnet 50 mg Diazepam und bin seit 3,5 Jahren im Entzug.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Alprazolam6
Beiträge: 9
Registriert: Samstag, 05.08.17, 19:54

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Freitag, 25.08.17, 22:51

Hallo!

Nun möchte ich mich endlich noch rückmelden, was weiterhin geschehen ist.
Ich musste leider auf den Termin Donnerstags beim Neurologen warten, da absolut kein Platz war mich früher dazwischen zu schieben. Meine Ängste und körperlichen Symptome waren bis dahin unerträglich!

Der Neurologe stellte dann fest, dass ich eine Toleranz entwickelt habe was das Alprazolam betrifft und gab mir eine Einweisung auf die Suchtstation, da er ja in Urlaub ging und eine ambulante Abdosierung in meinem Zustand nicht mehr zu verantworten war. ( Toll- erst setzt er mich auf 4 mg hoch damit ich in keinen Kurzentzug komme, um dann festzustellen dass ich komplett Toleranz habe ) :frust:

Ich wurde sofort stationär aufgenommen und hatte riesen Angst vor dem harten Entzug binnen 3 Wochen! Ich wurde komplett umgestellt auf Diazepam. 4 mg Alprazolam wären ja 80 mg Diazepam. Da ich die 4 mg ja noch nicht lange nahm, wurde ich vom Oberarzt gleich auf 50 runtergesetzt, ebenfalls aufgeteilt in 4 Dosen täglich. Jeden Tag 5 mg weniger. Leider ging das zu schnell. Das Diazepam wirkt komischerweise wieder besser und ich war fast angstfrei.

Da ich ja unter schwer einstellbaren Bluthochdruck leide, stieg der dann von Tag zu Tag immer höher seit ich hier bin. Vorgestern kamen Schwindel, frieren, zittern und viel mehr dazu. Die Stationsärztin holte mich dann zu sich und warf den Plan des Oberarztes über den Haufen. Das die Krankenkassen nach 3 Wochen nerven ist ihr vollkommen egal und sie legt sich gern mit ihnen an, weil ich körperlich eh nicht kerngesund bin und der Schnellentzug für mich katastrophal wäre... auch psychisch und ich das Alprazolam verantwortungslos jahrelang vom Arzt verschrieben bekam und somit zusätzlich unverschuldet in diese Misere kam.

Sie sagt der Oberarzt dosiert mich viel zu schnell runter, was in meinem Fall nicht geht, da mein Blutdruck usw vollkommen aus dem Ruder läuft durch den Entzug. Sie geht nun nur alle 4 Tage um 2,5 mg runter und nicht schneller. :schnecke: Sie sagte mir, dass ich schon bestimmt lange im Entzug bin , es jedoch nicht bemerkt habe, wegen den Ablagerungen im Fettgewebe oder so? Habe nicht alles verstanden.

Sie sagte mir auch offen und ehrlich, dass ich zwar 48 Stunden nach der allerletzten Dosis ( zum Schluss immer langsamer in Tröpfchenform) keine Krämpfe mehr zu befürchten habe ABER... ich noch mindestens 6 Monate zu kämpfen werden habe mit Nachwirkungen des Benzokonsums. Ebenfalls fand sie es unverantwortlich von meinem Neurologen, das Citaloprams so gut wie sofort abzusetzen und das noch gleichzeitig mit meiner damals ambulanten Auschleichphase des Alprazolams.
Das Disaster war somit vorprogrammiert!

Sie setzt mir trotzdem keinerlei anderes Antidepressiva an, auch kein Citalopram, da alle auf das Herz gehen! Der Aufenthalt hier wird sich also ziehen und ich hab wahnsinnig Glück mit der Station und dieser Ärztin. Da familiär bei mir extremes Herzinfarkt Risiko besteht, rät sie mir davon ab, jemals in meinem Leben mehr irgendein Antidepressiva einzunehmen.

Damit ich direkt nach dem Entzug die ersten Monate mit den Nachwirkungen nicht allein dastehe, setzt sie sich dafür ein , dass ich nahtlos in die Tagesklinik übergehen kann. Sollte mein diastolischer Blutdruck bis 110 ansteigen trotz langsamer Reduktion, greift sie mit einem zusätzlichen Blutdruck Medikament ein, was speziell gut bei Entzugspatienten wirkt. Im Moment ist mein Blutdruck nicht wirklich einstellbar, trotz 3 Medikamenten die ja viele Jahre gut gewirkt haben.Sie ist sich aber sicher, dass meine Blutdruckentgleisung vor Wochen bereits am Entzug lag , ebenfalls alle anderen körperlichen Symptome und Herzbeschwerden , und ich ca 6 Monate nach einem Leben ohne Benzos wieder mit der normalen Dosis der Blutdrucksenker zurecht komme.

Im Moment komme ich einigermaßen klar. Ich hoffe nur, dass am Montag wenn Oberarzt Visite ist, er ihre Abdosierung nicht wieder über den Haufen wirft, da er über ihr steht und dafür bekannt und gefürchtet ist. :cry:
Momentan stehe ich bei : 7,5 - 5 - 5 - 15 mg Diazepam
Laut Plan der Oberärztin nun mal vorerst bis 7.9. Langsam runter auf 2,5 - 2,5 - 2,5 - 10

Liebe Grüße Conny
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 26.08.17, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
Medikamente immer wie verordnet eingenommen!!
Keine Drogen und kein Alkohol !!
Diagnosen: Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken
!!! Stationärer Entzug von Alprazolam seit 18.08.2017:
Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

Jamie
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Jamie » Samstag, 26.08.17, 10:20

Hallo Conny, :)

ich bin froh, dass wenigstens eine verständige Ärztin mit im Boot ist.
Es war zu befürchten, dass du längst in der Toleranz bist und Entzug mitmachst, auch vor der Einweisung.
Die entgleisenden Blutdruckwerte sind dafür auch typisch.
Den Blutdrucksenker, den die Ärztin möglicherweise als add-on verwenden will, das könnte vermutlich Clonidin sein; der wirkt auch entzugsdeckelnd.

Pass gut auf dich auf und ich drücke dir feste die Daumen
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Jofab
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Jofab » Dienstag, 05.09.17, 13:41

Liebe Conny,
dein Erleben hat mich sehr erschüttert. :( Was man da mit dir gemacht hat, grenzt ja an Körperverletzung !!! Leider kenne ich mich mit den Mitteln, die du genommen hast, nicht aus und kann dir da nicht raten. Bin selber neu im Forum und dosiere auch gerade Fluoxetin mit 0,5 mg ein. Da soll die niedrigste Dosis auch 10 mg sein ! Aber deine Panik und die Ängste kann ich nachvollziehen ! Es ist schrecklich, wenn man da drinsteckt und das Gefühl hat, vielleicht
hört es nie wieder auf ! Ich verlasse mich im Moment nur aufs Forum.
Hier bist du am besten aufgehoben, denn eine andere Möglichkeit bleibt uns nicht. Es gibt keine Pille, die den Zustand beenden würde - sosehr man sich das auch wünschen würde.
Also machen wir uns auf den Weg - einen Tag nach dem anderen - und nur für heute ! :schnecke:
Ich hoffe, dass es dir inzwischen ein klein wenig besser geht und schicke dir alle guten Wünsche ! :group:
Liebe Grüsse von Ilse
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Alprazolam6
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Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Alprazolam6 » Dienstag, 05.09.17, 22:57

Hallo an alle!
Nun melde ich mich zwischendurch,um vom weiteren Verlauf des stationären Entzuges zu berichten!
Wie meiner Signatur zu entnehmen ist, werde ich nun alle 2-3 Tage mit der Dosierung um 2,5 mg reduziert.
Heute bekam ich zum ersten mal zur Nacht eine geringere Dosis. Bisher läuft alles erstaunlich gut. Hoffe, dass ich trotzdem weiterhin durchschlafen kann.
Nur die nächste Reduzierung vom 7.9.- 9.9. macht mich etwas nervös, da gleich um 5 mg reduziert wird. Morgens und zur Nacht jeweils 2,5 mg weniger, da ich den Entzug bisher erstaunlich gut verkrafte.
Die Stationsärztin sagte mir aber, sollte es nicht funktionieren, soll ich sofort Bescheid sagen, dann wird wieder langsamer gemacht. Im Moment bin ich noch bei täglich 22,5 mg Diazepam.
Jede Dosisreduktion werde ich meiner Signatur hinzufügen und euch weiterhin auf dem Laufenden halten wie ich es verkrafte.

Die Krankenkasse nervt wohl schon in der Klinik, aber die Ärzte argumentieren mit meinem kardiologischen Risiko und, dass dadurch der Entzug sich deutlich in die Länge ziehen kann.
Ich habe wohl wirklich Glück mit dieser Entzugsstation und den Ärzten, die sich hier auch wirklich für die Patienten einsetzen und nicht rigoros, ohne Rücksicht auf Verluste, die von den Krankenkassen geforderten 3 Wochen Schnellentzug durchziehen!
Liebe Grüße Conny
2011 Diazepam 10 mg bei Bedarf
2011 - 2017 Citalopram 40 mg ( fast ohne Ausschleichen)
2011 von Diazepam auf Alprazolam 1 mg bei Bedarf
2013 - 2016 Alprazolam 1 mg täglich 1 - 0 - 1 ( verordnete Dosierung)
2013 kurz Mirtazapin :zombie:
August 2016- April 2017 ambulantes ausschleichen von Alprazolam auf 0,5 - 0 - 0,75
2005- Juli 2017 lisinopril comp 20/ 12,5 mg
2005- Juli 2017 Bisoprolol 2,5 mg - 0 - 2,5 mg
Seit Ende Juli 2017 valsacor comp 320/12,5 mg 1 - 0 - 0
Seit Ende Juli 2017 Bisoprolol 5 mg 1 - 0- 1
Seit August 2017 Alprazolam 1mg 1 - 1 - 1 - 1 ( verordnete Dosierung) :frust: :shock:
Mit den Jahren Versuche mit Venlafaxin, Stangyl, Seroquel .... jeweils starke Nebenwirkungen ( Ödeme, Blutdruckanstieg etc. )
Medikamente immer wie verordnet eingenommen!!
Keine Drogen und kein Alkohol !!
Diagnosen: Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken
!!! Stationärer Entzug von Alprazolam seit 18.08.2017:
Kompletter Umstieg auf Diazepam zum Ausschleichen!
18.8.-20.8. 50 mg täglich 10-10-10-20
21.8. 45 mg täglich 10-10-10-15
22.8. 40 mg täglich 10-5-10-15
23.8. 35 mg täglich 10-5-5-15
24.8. 30 mg täglich 5-5-5-15
Zittern, Bluthochdruck, Ängste... langsamere Dosisreduktion!
25.8.-27.8. 32,5 mg täglich 7,5-5-5-15
28.8.-31.8 30 mg täglich 5-5-5-15
01.9.-02.9. 27,5 mg täglich 5-5-2,5-15
03.9.-04.9. 25 mg täglich 5-2,5-2,5-15
05.9.-06.9. 22,5 mg täglich 5-2,5-2,5-12,5
Blutdruck bisher wieder normal, immer wieder Zittern und leichte Ängste, bisher allerdings erträglich und nur phasenweise... durchgängiger Schlaf, allerdings intensive Träume

Clarissa
Beiträge: 3593
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Meine Probleme mit jahrelanger Benzoverordnung

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 06.09.17, 5:30

Hallo Conny,

eine Bekannte von mir aus dem real life durfte insgesamt 18 Wochen in einer Entzugsklinik abdosieren. Von der KK bezahlt.
Es wurde dann von der Klinik nicht mehr als Entzug, sondern als psychosomatische Behandlung der Grundkrankheit ( bei ihr: Angstsstörung) deklariert.
Es hängt wohl maßgeblich vom Engagement der behandelnden Ärzte ab, aber möglich sind solche langen Aufenthalte durchaus.

Ich selbst war ziemlich kurzfristig nach Null in einer 15-wöchigen Reha, die mir sehr gut getan hat. Ich war versorgt und unter Betroffenen. Zwar fast nur Alkoholkranke, aber man bemühte sich dort zumindest um Verständnis für mich.

Weiterhin viel Erfolg und VG! Sleepless.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

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