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jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Mockingjay
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Mockingjay » Samstag, 16.09.17, 22:20

Jamie hat geschrieben:Hallo Ilse :),

die Morgenverzweiflung ist etwas, was viele hier kennen.
Es hängt maßgeblich (es sind immer viele Faktoren) mit dem Cortisolspiegel zusammen, ....

Aus jahrelanger leidvoller Erfahrung weiß ich, dass sich gegen die Situation stemmen / dagegen ankämpfen / in Widerstand gehen nichts bringt außer einem massiv die Kraft zu rauben.

Also wäre es die Frage, wie könnte man sich verhalten, um das Ganze besser zu ertragen?
Ein Schritt wäre sicher, die Situation nicht anhaltend zu verdammen, sondern in die Akzeptanz zu gehen und sich zu sagen " Ok, es ist echt Mist, aber

Viele Grüße
Jamie
Liebe Jamie

sehr gut geschrieben!
  • - Akzeptanz
    - Widerstand verstärkt nur die Angst
    - seit ich mir immer wieder sage, dass die Panik am morgen der Cortisonspiegel ist, macht es mir keine Angst mehr und irgendwann wirds immer weniger
LG MJ
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Nahrungsergänzungsmittel: Vitamdin D3 hochdosiert.
Diagnosen: Emotionale Instabilitätsstörung Typ Borderline, generalisierte Angststörung, Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis (Hypothyreose), diverse Allergien und Nahrugnsmittelunverträglichkeiten, Asthma.
-------------------------------------------------------------------------------------------
Absetztagebuch:
Fluoxetin ab 2002, 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. Ab 2006 Wiederbeginn, Absetzversuche 2008/2010/2014 ohne Erfolg. Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Krise. Vermehrte Angstzustände und Grübeln.
Seit 6.5.2018 Extremer Tinnitus und Übelkeit nach Kortisondepotspritze wegen Pollenallergie.
Ab 12.05.2018 Runter auf 13 mg.

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 17.09.17, 9:31

Liebe Carlotta,
danke dir, dass du nochmal geantwortet hast.
Meine Angst hat in erster Linie damit zu tun, ob die Eindosierung überhaupt klappt. Und manchmal schlägt die Panik über mir zusammen, wenn es nicht so wäre.
Dazu kommt, dass sich mein Leben jetzt in der Neurente komplett verändert hat. Das ist unter normalen Umständen schon eine
Riesenveränderung. Wie oft ich mir in den letzten Wochen schon gewünscht habe, einfach meinen alten Arbeitstrott zu haben.
Wollte ganz viel im Garten arbeiten, jetzt macht mir meine Kniearthrose ein bischen das Leben schwer. (Probiere gerade Kohlwickel)
Gibt also auch psychisch gerade eine Menge zu verdauen.
Ich bin froh, hier detaillierte hilfreiche Tips zu bekommen und halte mich an eure Erfahrungen.
Dafür danke ich euch von Herzen.
Liebe Grüsse Ilse :group:
Zuletzt geändert von Jofab am Sonntag, 17.09.17, 9:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 17.09.17, 9:45

Danke dir, Mockingjay, dass du jamis Rat noch mal bekräftigt hast.
Ich werde mich um Akzeptanz bemühen, wie gesagt - das ist der Trauerprozess, den ich gerade durchlaufe.
Und es ist ganz schön schwer.
Aber ich weiss, dass es vielen hier noch sehr viel schlechter geht als mir - ein bischen Klagen auf hohem Niveau - sagt man wohl !
Dafür entschuldige ich mich.
Liebe Grüsse Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 18.09.17, 8:36

Hallo liebes Forum,
hat jemand einen Tip für Magnesium. Nehme z.Zt. Mag. Citrat 400 von Doppelherz.
LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 18.09.17, 9:39

Hallo Jofab, :)

vielleicht magst du hier

viewtopic.php?f=57&t=11189

mal reinschauen.

LG Ute
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 22.09.17, 12:20

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich habe viel im Forum gelesen und auch auf einige Beiträge geantwortet. Aber ich habe immer das Gefühl, ich kann so wenig Hilfreiches beitragen, weil ich selber keine Ahnung habe.
Aber ich habe ein paar Überlegungen angestellt. Im Forum sind soviele, die mittlerweile bei einer geringen Dosis angelangt sind.
Und das mikrokleine Absetzen macht noch Beschwerden.
Ich konnte ja kaum erwarten, meine Dosis ( 0,83 mg aktuell ) zu erhöhen.
Ich habe ja eindosiert, weil ich Angst hatte, dass die Beschwerden sonst "chronisch" werden können - wenn ich das richtig verstanden habe ? Muss ich jetzt eigentlich aus dem Grund noch weiter erhöhen ?
D.h.: ist diese Gefahr jetzt vorbei ? Ich habe gelesen, das bei ca. 5mg bereits 50 % der Rezeptoren belegt sind.
Muss ich bis dahin erhöhen - oder auf 3 mg. ?
Meine Beschwerden sind objektiv gesehen - auszuhalten, sie haben sich nicht verschlimmert ( wenn ich selbst sie auch als furchtbar empfinde :frust: )
Allerdings ist die Verzweiflung bis nachmittags kaum zu ertragen, Ablenkung ist sehr schwer, da so nervös und zittrig.
Wenn sich durch Aufdosieren da etwas verbessern würde, wäre ich sehr froh.
Gegen das Herzrasen morgens bin ich noch mit den Cardiodorontropfen am Ausprobieren. Nehme aktuell 3x3 Tropfen.
Da ist vielleicht noch ein bischen Luft nach oben.
Aber wenn ich jetzt aufdosiere, werde ich beim Abdosieren wahrscheinlich wieder an genau dem gleichen Punkt landen,
an dem ich heute bin.
D.h., da muss ich so oder so durch. Oder habe ich da einen Denkfehler ?
Oder bleiben die Absetzprobleme dann bis zum Ende meines Lebens, wenn ich nicht höher gehe ?
Zumindest physisch geht es vielen im Forum bedeutend schlechter als mir und dafür bin ich dankbar. ( <3 entschudigt !)
Ich hoffe, mein Zwiespalt ist deutlich geworden.
So - will jetzt auch nicht weiter nerven - es warten soviele dringend auf Antworten von euch.
Euch alle hat der Himmel geschickt :group:
Liebe Grüsse an alle : habt einen symptomfreien Tag
Ilse :bettzeit:
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 22.09.17, 19:02

liebe Ilse, :)

danke für deine lieben Worte fürs Forum :D

ich verstehe deine Überlegung sehr gut.
Wenn es mit der Wiedereindosierung/Höherdosierung wirklich gut funktioniert, treten beim erneuten Reduzieren die Symptome nicht wieder in der gleichen Stärke auf. Ganz symptomlos geht es zumeist nicht.

Aber es gibt eben auch die "Fälle", bei denen auch nach einer Wiedereindosierung nur extrem langsam und mit deutlichen Symptomen reduziert werden kann. Ich gehöre da leider mit dazu. :(
Aber es kann bei dir ganz anders verlaufen. (Und auch bei mir denke ich nach wie vor, dass es keine Alternative zur Wiedereindosierung gegeben hätte)
Ich habe ja eindosiert, weil ich Angst hatte, dass die Beschwerden sonst "chronisch" werden können - wenn ich das richtig verstanden habe ? Muss ich jetzt eigentlich aus dem Grund noch weiter erhöhen ?
D.h.: ist diese Gefahr jetzt vorbei ? Ich habe gelesen, das bei ca. 5mg bereits 50 % der Rezeptoren belegt sind.
Muss ich bis dahin erhöhen - oder auf 3 mg. ?
Ohne eine Wiedereindosierung können die Symptome sehr, sehr lange anhalten.
Die Idee ist, auf eine Dosis zu gehen, bei der man möglichst wenig Symptome hat, damit sich sich das ZNS anpassen kann. Diese Dosis ist individuell, eine feste Regel, dass z.B. so und so viel Rezeptoren belegt sein sollten, gibt es da nicht.
Allerdings ist die Verzweiflung bis nachmittags kaum zu ertragen, Ablenkung ist sehr schwer, da so nervös und zittrig.
Wenn sich durch Aufdosieren da etwas verbessern würde, wäre ich sehr froh.
Das spricht dafür, dass die Dosis noch etwas höher sein sollte. Allerdings hast du erst gestern aufdosiert, d.h. der Spiegel steigt jetzt von selbst weiter an. Ich würde frühestens in 2 Wochen noch etwas höher gehen.
Aber wenn ich jetzt aufdosiere, werde ich beim Abdosieren wahrscheinlich wieder an genau dem gleichen Punkt landen,
an dem ich heute bin.
Die Chance besteht, dass die Symptomatik dann weitaus gemässigter ist.
Oder bleiben die Absetzprobleme dann bis zum Ende meines Lebens, wenn ich nicht höher gehe ?
Lebenslang nicht. Das ZNS ist in der Lage sich irgendwann anzupassen. Der Punkt ist, diesen Prozess so schonend wie möglich zu gestalten.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 22.09.17, 21:54

Vielen, vielen Dank padma für deine Informationen.
Es hat mir sehr geholfen, die Vorgänge im Körper besser zu verstehen !
Ich bleibe erstmal bei meiner Dosierung.
Liebe Grüsse Ilse
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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 24.09.17, 16:26

Hallo Forum,
wüsste gerne, wie und wo ich dauerhaft einstellen kann, das ich per Email bei einer Antwort benachrichtigt werde.
Das ist irgendwie immer wieder weg.
Euch allen einen schönen Restsonntag ( vielen von uns gehts ja abends besser ...grins...)
Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Claudiiii » Sonntag, 24.09.17, 20:44

Hallo Ilse,

Das geht oben rechts bei Persönlicher Bereich, dann Einstellungen -> "Benachrichtigungen einstellen" und dann an der entsprechenden Stelle ein Häkchen bei Email machen. Und dann nicht vergessen unten auf Absenden zu klicken ;)

Dir auch einen schönen Abend
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg
20.07.18 04 Kügelchen 1,2mg

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 29.09.17, 16:39

Hallo liebes Forum,
bin so verunsichert - habe, glaub ich doch zu schnell erhöht.
Nehme erst seit 38 Tagen wieder Fluox., erst 0,5, dann 0,7 dann 0,83 .
Heute habe ich es mit 1mg versucht und es ging mir heute morgen schlechter. So schnell kann das doch gar nicht sein -
Oder ? Ist das nur Einbildung ?
Vielleicht sollte ich ein paar Wochen bei 0,83 (3,3 ml) bleiben. Ich glaube, ich unterschätze die Eindosierung. ABER 0,8 mg erscheinen mir so wenig, um überhaupt zu wirken.
Bitte verzeiht, wenn ich euch nerve.
Liebe Grüsse Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 29.09.17, 17:26

liebe Ilse, :)

wenn es dir bereits kurz nach der Einnahme der leicht erhöhten Dosis schlechter ging, denke ich eher nicht, dass es an der Dosiserhöhung liegt. Vielleicht eine Erwartungsangst?
Wobei unmöglich ist es natürlich nicht.

Da du bisher keine deutliche Verbesserung verspürst, denke ich, du könntest es mit dem 1 mg nochmal versuchen, aber ich stecke natürlich nicht in dir drin.
. ABER 0,8 mg erscheinen mir so wenig, um überhaupt zu wirken.
Was die Entzugssymptome anbelangt, ist das nicht so wenig, wie es erscheint. Ich merke jede kleinste Reduktion.
Und du musst bedenken, der Spiegel ist ja weitaus höher. Ich kann das nicht ausrechnen, die HWZ hat ja eine grosse Breite, aber geschätzt könnte er bei 8 mg liegen. Und das hört sich schon anders an.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 30.09.17, 9:37

Liebe padma,
ichh danke dir sehr, dass du so schnell geantwortet hast. Ich denke nicht, dass es meine Erwartungshaltung war - ich erwartete ja Gutes von der Erhöhung. Es war eindeutig schlechter den ganzen Tag und heute morgen besonders, nicht eingebildet, vermehrte Schweissausbrüche. Versuche, morgens sofort meine Achtsamkeitsmeditation zu machen, fällt mir unglaublich schwer. Am besten renne ich sofort durch den Park - das Gefühl der Ausweglosigkeit ist furchtbar. Ich habe schreckliche Angst, das mein Körper das Fluox. nicht mehr verträgt - oder ist das zu früh, um das zu beurteilen ???
Jedenfalls habe ich nochmal gerechnet - und die Erhöhung von 0,83 auf 1 mg sind 20 % !!!
Ich könnte auf 0,87 mg gehen, das würde mich trauen. Ich denke, ich muss dann erstmal länger dabei bleiben, ich habe ja erst vor 5 Wochen angefangen.
Was ich nicht verstehe, ist folgendes : HWZ ca. 6-8 Wochen, dann wäre doch mein Spiegel spätestens seit August auf 0 gewesen !
Und du schreibst schreibst, er könnte bei 8 mg sein !!! Dann hätte die 20% Erhöhung natürlich ganz andere Auswirkungen !!!
Verstehe ich das richtig ? Das ist mir ganz wichtig ! Dann wäre ich natürlich viel vorsichtiger mit Erhöhen.
Ich merke, wie es mich beruhigt, wenn noch ein nicht unerheblicher Spiegel da wäre. Carlotta sprach ja auch von Monaten des Eindosierens.
Ach padma - ich danke euch so sehr, es gibt so viele schlimmere Fälle - aber ich habe doch nur euch ! Du glaubst nicht, wie es mich beruhigt, jetzt zu schreiben.
Ich mag mir nicht vorstellen, euch nicht gefunden zu haben !
Liebe Grüsse Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 30.09.17, 23:04

liebe Ilse, :)
Ich könnte auf 0,87 mg gehen, das würde mich trauen. Ich denke, ich muss dann erstmal länger dabei bleiben, ich habe ja erst vor 5 Wochen angefangen.
Wenn es sich so deutlich verschlechtert hat, scheint mir das eine gute Idee zu sein.
Ich neige dazu von meiner eigenen Erfahrung auszugehen und ich konnte recht zügig hochdosieren. Aber das ist eben bei jedem anders, und du musst wohl deutlich vorsichtiger vorgehen.
Wobei im nachhinein betrachtet, es vielleicht besser gewesen wäre, wenn ich langsamer hoch gegangen wäre, dann wäre ich vielleicht mit einer deutlich niedrigeren Dosis ausgekommen.
Was ich nicht verstehe, ist folgendes : HWZ ca. 6-8 Wochen, dann wäre doch mein Spiegel spätestens seit August auf 0 gewesen !
Die HWZ des aktiven Metaboliten beträgt 4 - 15 Tagen. Man rechnet HWZ x 5 bis der Spiegel auf 0 ist. Er war dann vor der erneuten Eindosierung auf 0.
Und du schreibst schreibst, er könnte bei 8 mg sein !!! Dann hätte die 20% Erhöhung natürlich ganz andere Auswirkungen !!!
Es lässt sich kaum ausrechnen wegen der grossen Bannbreite der HWZ und meiner mangelnden mathematischer Fähigkeiten :wink: . Wenn du nicht allzu schnell metabolisiert, könnte er in dieser Höhe liegen, vielleicht auch höher. (schau mal zum Vergleich hier bei Diazepam mit "nur" 50 Std. HWZ https://psychiatrietogo.de/2014/09/06/d ... umulation/ )
Ich mag mir nicht vorstellen, euch nicht gefunden zu haben !
Das geht mir auch so. :hug:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jamie » Montag, 02.10.17, 14:31

Hallo Ilse, :)

bei Chiara hattest du freundlicherweise geschrieben und ihr etwas vorgerechnet.
Leider stimmt die Rechnung nicht :roll: , aber das schreibe ich dir nicht, um dich hier irgendwie bloßzustellen oder so, sondern nur um nachzufragen bzw. anzufragen, ob damit vielleicht auch deine eigene Fluoxetinrechnung nicht stimmt (?) und ich wollte anbieten, ob einer von uns noch mal nachrechnen soll?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 07.10.17, 10:02

Liebe jamie,
hab jetzt erst gesehen, dass du mir geschrieben hast !
Ja, ich denke, ich habe mich nur verschrieben. Nehme 40ml - 10 mg und ziehe 3,5 ml auf und
habe 0,87 mg.
Leider geht es mir unverändert nach 7 Wochen und ich bin total mutlos.Nur der Puls ist etwas runter morgens.
Vielleicht sollte ich erhöhen, wie mit padma besprochen. War jetzt 1 Woche auf Besuch und habe deshalb noch gewartet.
Mich abzulenken, klappt nicht gut. Mein Sohn und meine Freunde erwarten gute Laune.
Das Thema wird totgeschwiegen.Ich glaube, sie haben keine Ahnung, wieviel Kraft mich das kostet.
Eigentlich habe ich ausser dem Forum niemanden.Ich weiss, dass es vielen hier so geht.
Aber meine Hoffnungslosigkeit wird immer schlimmer und die suizidalen Gedanken sind schwer auszuhalten.So extrem war das vorher nicht Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es jemals besser wird.
Es tut mir leid, so zu jammern.
Liebe Grüsse Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 07.10.17, 19:02

liebe Ilse, :)

deine Rechnung stimmt.
Ich würde es mit 0,87 mg versuchen.

Das ist jetzt eine schwere Zeit, bis du hoffentlich die passende Dosis gefunden hast. Dann wird es besser werden.

In so einer Situation ist ein Besuch bei dem gute Laune erwartet wird, sehr belastend. Es tut mir leid, dass niemand bei dir Verständnis für deine Situation hat. :hug:

Ich schicke dir ein dickes Mutmachpaket, :group:
liebe Grüsse,
padma
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 14.10.17, 16:29

Liebes Forum, liebe padma,
habe schon mehrere Versuche gemacht, zu schreiben. Morgens ist es eh schlechter.
Ich bin vor 6 Tagen auf 1mg hoch. ( vorher 9 Tage auf 0,87 mg ). Ich glaub, das war zu schnell. Es geht mir definitiv schlechter.
Bin wahrscheinlich zu blöd mit meiner Ungeduld.
Halte ich aus oder wieder runter auf vorherige Dosis ? Sind das immer noch Absetzerscheinungen oder Einschleichbeschwerden ?
Tut mir so leid, wenn ich nerve - kurzes Feedback reicht vollkommen.
LG Ilse
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von carlotta » Samstag, 14.10.17, 21:15

Hallo Ilse,

wenn die Beschwerden sich im Zuge der Erhöhung so deutlich gezeigt haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie damit in Zusammenhang stehen.

Ja, die Ungeduld hat hier schon manchem Probleme beschert. Es ist halt anfangs auch nicht leicht nachzuvollziehen, dass so vermeintlich kleine Änderungen so immense Auswirkungen haben können - sicher auch, weil man ärzteseitig fast immer etwas ganz anderes erzählt bekommt. :evil: Aber die haben meist eben auch recht wenig Ahnung von dem, was sie verschreiben. :whistle:

Du könntest auch auf einen Mittelwert zurückgehen, z. B. auf 0,92 mg oder so und schauen, wie es sich entwickelt bzw. ob Dir das Erleichterung bringt. Dann solltest Du aber erst mal eine Zeitlang nichts mehr verändern, um Stabilität reinzubringen.

Drücke Dir jedenfalls die Daumen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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JofabpadmaJamie
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


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Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 18.10.17, 17:05

Hallo liebe Foris,
habe mir Lauretana-Wasser besorgt und wüsste gern, wie lange sich die geöffnete Flasche im Kühlschrank hält.
Habe sonst zum Lösen immer Leitungswasser genommen und 3 Tage aufbewahrt.
Ich löse 10 mg in 40 ml Wasser. Wären 50 ml Wasser eigentlich besser - macht das einen Unterschied ?
Ich bleibe erstmal die nächsten Wochen bei 1mg Fluox. Ich merke noch keine wirkliche Verbesserung. Aber auch keine Verschlechterung. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen. Ich hoffe es.
Leider habe ich zur Zeit grossen emotionalen Stress, der mir sicher auch nicht gut tut. Liebe Grüsse euch allen.
Ilse
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