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Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

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Minto
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Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Hallo

Bis März 2017 nahm ich etwa 5 Jahre wegen Schlafstörungen Trittico und bei Bedarf Temesta. Mein neuer Arzt änderte die Medikation komplett, indem er das Trittico per sofort strich und stattdessen Brintellix verordnete. Das Brtintellix wurde dann durch Venaflaxin ersetzt, welches mich schlaflos machte. Dazu kam dann Seroquel am Abend. Venaflaxin führte mich in eine leichte Manie. Es wurde ersetzt durch Cymbalta zusätzlich Seroquel. Diese nahm ich etwa 6-7 Wochen und wurde wieder submanisch.

Vor drei Wochen sagte mein Arzt, ich solle das Cymbalta abrupt absetzen, was ich dann tat. Das Seroquel nahm ich weiter ein, 50mg am Abend. Seit rund 5 Tagen leide ich unter körperlichen Symptome, die ich als Absetzerscheinungen empfinde. Zittern am ganzen Körper, Migräne, Schwindel, Übelkeit. Seltsam ist nur, dass diese Symptome erst nach mehr als zwei Wochen nach dem Absetzen von Cymbalta derart hefitg auftreten.

Gibt es solche zeitliche Verzögerungen in Absetzerscheinungen? oder wirkt das Seroquel jetzt ohne das Cymbalta anders und verursacht diese Beschwerden? Was denkt Ihr, was empfiehlt Ihr?

Minto
Zuletzt geändert von Jamie am 24.08.2017 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Ululu
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Re: Cymbalta / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Ululu »

Hallo Minto, :)

herzlich Willkommen hier im Forum.

Was du beschreibst, klingt eindeutig nach Absetzerscheinungen.
Bi dir wurde ja im letzten halben Jahr recht heftig an der Medikamentenspirale gedreht, das belastet das Zentrale Nervensystem enorm.
Und dann hast du das Cymbalta kalt abgesetzt. Nach 6-7 Wochen der Einnahme hatte dien Gehirn das schon in seinen Stoffwechsel eingebaut und muss sich jetzt wieder umstellen.
Dass diese Absetzerscheinungen verzögert auftreten ist übrigens oft der Fall. Zwei bis drei Wochen sind da sogar noch eine relativ kurze Zeit, manchmal treten die Absetzerscheinungen erst nach mehr als sechs Wochen auf.
Ich denke, du könntest von der Wiedereinnahme einer kleinen Dosis des Cymbaltas profitieren aber um dir richtig helfen zu können bräuchte ich und vor allem auch das Team noch einige genauere Angaben von dir.

Hast du die Psychopharmaka nur wegen der Schlafstörungen bekommen oder liegt noch eine andere Grunderkrankung vor ?
In welcher Dosierung hast du welche Medikamente genommen, vor allem das Duloxetin (Cymbalta) ?
Kannst du bitte eine Signatur anlegen?

Einstweilen kannst du dich hier schon ein wenig einlesen.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Liebe Grüße Ute
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Minto
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Lieben Dank für die Antwort.

Ich hatte vor fünf Jahren einen sogenannten Burnout und war 5 Wochen in einer Klinik. Seit fünf Jahren nahm ich Trittico und teilweise auch Temesta zur Regulierung des Schlafes und wohl auch zur Prävention. Im März 2017 wechselte ich aus örtlichen Gründen den Arzt in der Meinung, er würde die Medikation fortsetzen. Es ging mir soweit gut, hauptsächliches Problem waren vermehrte Schlafstörugen. Aus mir nicht näher bekannten Gründen erklärte der neue Arzt mich als grundsätzlich depressiv (welche Auffassung ich eigentlich nicht teilte und zu welcher Einsicht er nun nach Monaten auch gekommen ist). Er meinte, das Trittico wirke nicht richtig, ich bräuche was Stärkeres und verschrieb mir der Reihe nach Brintelix, Venaflaxin und Cmbyalta.

Cymbalta nahm ich in einer Dosierung von 60mg, jeweils morgens. Wie schon beim Venaflaxin wirkte das Cymbalta zu stark auf den Antrieb. Ich konnte nicht mehr schlafen, weshalb ich dann auch 50mg Seroquel dazu kamen. Letztlich endete das ganze in einer leichten Manie. Vermutlich deshalb wurde das Cymbalta trotz meiner Bedenken abrupt abgesetzt.

werde versuchen eine Signatur anzulegen, habs bis jetzt technisch noch nicht hingekriegt....

Liebe Grüsse
Minto
2012 Burnout (Diangnose depressive Episode) / stationärer Aufenthalt
2012 - März 2017: Trittco zuletzt 150 mg und Temesta wegen Schlafstörugen
März 2017 - April 2017: Trittco abgesetzt (abrupt) und durch Brintelix ersetzt
April 2017: Brintelix abgesetzt (wegen Unverträglichkeit, Durchfall)
Mai 2017: Venaflaxin für 5 Wochen (abgesetzt wegen "leichter Manie") und 50mg Seroquel
Juni 2017 - Juli 2017: Cymbalta 7 Wochen 60 mg (abrupt abgesetzt wegen "submanischem" Zustand) und 50 mg Seroquel
seit August: 50mg Seroquel
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

hab jetzt noch die Signatur erstellt...
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Ululu »

Hallo Minto,

das mit der Signatur hat ja super geklappt. :)

Oh weh, da hast du ja in relativ kurzer Zeit einige Medikamente an - und wieder abgesetzt. :x
Kein Wunder, dass es dir nicht gut geht. Die meisten Ärzte erkennen leider nicht an, dass das Absetzen von Psychopharmaka problematisch ist und schwere Entzugserscheinungen hervor rufen kann.
Dabei steht sogar in den Beipackzetteln inzwischen, dass die Medikamente ausgeschlichen werden müssen.
Hier im Forum gilt die Empfehlung 5-10 Prozent alle vier bis sechs Wochen abzusetzen.

Das was du im Moment hast, sind Absetzerscheinungen. Da dein Absetzen noch nicht so lange her ist, würde ich dir empfehlen, wieder etwas Cymbalta zu nehmen, um dich zu stabilisieren. Auch hier gilt, dass du das langsam anwesend musst, um dein zentrales Nervensystem nicht noch mehr zu reizen.
Hast du die Kapseln mit vielen kleinen Kügelchen darin ?
Damit kann man sehr fein dosieren und du könntest anfangs erstmal wieder 1 mg eindosieren.
Auf dieser Dosis kannst du erstmal bleiben und schauen wie es dir geht.
Du kannst dann gerne weiter berichten.

Ich lasse dir noch einen Link zur Kügelchenmethode da.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

LG Ute
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von padma »

hallo Minto, :)

auch von mir noch willkommen.

Da hat dein Arzt ziemlichen Mist verzapft :frust:

Manie und hypomanische Zustände sind eine mögliche NW bei allen SSRI/SNRI. Du solltest diese Medikamentengruppe auch in Zukunft nicht mehr nehmen.

Das Problem ist, dass du aktuell unter Absetzsymptomen von Duloxetin leidest. Dagegen wäre die Wiedereindosierung einer kleinen Dosis Duloxetin wichtig. Du müsstest allerdings damit sehr vorsichtig sein, damit du nicht wieder in eine hypomanische Phase rutscht.

Das ist jetzt eine ziemlich verfahrene Situation. Da oft sehr kleine Dosen ausreichen um Absetzsymptome zumindest abzumildern und eine minimale Dosis dich hoffentlich nicht in eine Manie katapultiert, würde ich es wahrscheinlich mit einer Wiedereindosierung versuchen. Zunächst nur 1 mg.
und teilweise auch Temesta zur Regulierung des Schlafes und wohl auch zur Prävention.
Lorazepam (Temesta) ist ein Benzo, das seehr schnell abhängig macht. Es ist ein Notfallmedikament und nicht zur Regulierung des Schlafes oder gar zur Prävention gedacht.
Wie oft hattest du es denn genommen?

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Ute :)
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Minto
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

viele lieben Dank für eure wertvollen Informationen

ich habe kaspeln mit kügelchen; 1mg wäre dann 1/60 der Gesamtmenge also eine Minimaldosis; werd das mal versuchen

Betreffend den Benzos: ich habe die nicht fünf Jahre genommen, zuerst etwa drei jahre gar nicht, dann in kleiner menge, dann habe ich wieder ein Jahr keine genommen, dann wieder nur bei bedarf und letztlich drei monate regelmässig. die problematik ist mir bekannt. das eine ziel war ja ein verzicht auf die Benzos. Der Weg, den mein neuer Artzt beschritten hat, aber vollkommen falsch...

wie lange dauern solche Absetzerscheinungen an? Aufgrund des unsäglichen Medikamentwechsels war ich in den letzten monaten immer wieder mit dieser problematik beschäftigt. damals trat nach vier tagen jeweils eine merkliche Besserung ein. Jetzt dauern sie schon eine woche an und mein zustand wir eher schlimmer. Aus der Übelkeit ist nun Durchfall und Erbrechen geworden. Die Migräne halte ich kaum aus, jede Kopfbewegung gibt mir einen elektroschlag ins gehirn und löst einen drehschwindel aus.

Liebe Grüsse

Minto
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Lisamarie
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Minto, ich würde auch das Duloxetin in einer geringen Menge wieder nehmen. Wie Padma schrieb um die 1 mg.

Du schreibst das du das Lorazepam drei Monate regelmäßig genommen hast , was heißt das jeden Tag , einmal die Woche ? Und in welcher Dosierung ? Denn wenn du das Lorazepam wirklich drei Monate regelmäßig genommen hast hätte auch das ausgeschlichen gehört.

lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
Ululu
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Ululu »

Hallo Minto, :)

diese Brainzaps, also Elektroschlag Gefühle sind ganz typische Absetzerscheinungen. :x
Wie lange es dauert, bis sich dein Gehirn erholt hat, lässt sich leider nicht sagen.
Dein Zentrales Nervensystem ist jetzt enorm gereizt von dem auf und ab der unterschiedlichen Medikamente.

Die gute Nachricht ist, dein Gehirn ist in der Lage sich selbst zu heilen, wie lange das dauert kann dir leider niemand beantworten. Wichtig ist, dass du jetzt sehr behutsam vorgehst, wenn du wieder eindosierst. Am besten fragst du hier nach, bevor du etwas veränderst.

Migräne ist übel, das kenne ich auch. Leidest du auch sonst darunter? Leider treten Absetzsymptome oft in den Bereichen auf, an denen sowieso schon eine Schwachstelle besteht. :cry:

Durchfall ist auch typisch. Ich habe Anfang der Woche mein Duloxetin reduziert und seit heute auch starke Probleme damit.

Versuch dir so viel Ruhe zu gönnen, wie möglich.
Ich drücke dir die Daumen, dass es schnell besser wird.

LG Ute
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Minto
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Meine Lieben

Habe mich länger nicht mehr gemeldet. Ich habe in der Zwischenzeit den Arzt gewechselt, weil ich nach dem Debakel nicht mehr zum alten Arzt wollte. Die meisten Entzugssymptome haben sich nach etwa zwei Wochen einigermassen gelegt. Geblieben ist ein eigenartiger Antrieb (Ruhelosigkeit) und eine teilweise Linsenunverträglichkeit. Ich weiss nicht, ob man diese Ruhelosigkeit irgendwie als Entzugsymptom einordnen kann. Die teilweise Linsenunverträglichkeit ist auf trockene Augen zurückzuführen, wobei diese im Zusammenhang mit den Entzugssymptomen erstmals richtig aufgetaucht ist. Mein Arzt steht dem ganzen hilflos gegenüber und meint, dies seien Stressymptome. Ich habe ihn nun selber auf die Idee gebracht, dass namentlich Seroquel trockene Augen verursachen kann. Jetzt habe ich das Seroquel seit einigen Tagen von 50 mg auf 12.5 mg reduziert. Wirklich geholfen hats bisher nicht. Da ich auf das Tragen von Kontaktlinsen angewiesen bin, ist das ganze ein enormer Stress. Kennt jemand von Euch eine ähnlich Symptomatik im Zusammenhang mit einem Absetzen oder Einnahme von AD's? Ich nehme zur Zeit noch 12.5 mg Seroquel und 2-3 mg Lorazepam.

Besten Dank für Eure Hilfe.

Minto
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April 2017: Brintelix abgesetzt (wegen Unverträglichkeit, Durchfall)
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Juni 2017 - Juli 2017: Cymbalta 7 Wochen 60 mg (abrupt abgesetzt wegen "submanischem" Zustand) und 50 mg Seroquel
seit August: 50mg Seroquel
Murmeline
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Murmeline »

Hallo Minto,

Trockene Augen werden als unerwünschte Arzneimittelwirkung oder als Symptom nach Dosisänderungen immer wieder beschrieben. Stöber doch mal durch die Suchergebnisse: http://adfd.org/austausch/search.php?ke ... kene+Augen

Ich verstehe, dass du aus dem Gedanken, dass es sich um Nebenwirkungen handelt, das Seroquel zügig runtergesetzt hat. Allerdings kann das zu zügig gewesen sein nach dem Cymbalta. Seit wann nimmst du noch Lorazepam zusätzlich? Benzodiezepine können nicht nur körperlich abhängig machen, sondern man gewöhnt sich auch psychisch schnell dran, wenn man Pech hat. Bitte aktualisiere noch Deine Signatur.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von micha68 »

Hallo Minto,

ich weiss von einer Freundin, das es Augentropfen gibt, die sozusagen nur das Auge befeuchten sollen- vllt ist das zumindest eine Übergangslösung bis sich das wieder reguliert hat?

Ich drück Dir die Daumen, das Du die Reduktion vom Quetiapin gut verträgst! Ich würde auch am liebsten größere Reduktionsschritte machen- aber ich traue mich nicht...

Wünsche Dir alles Gute!
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert/ Valpro Saft unretardiert/Quetiapin (Wasserlösemethode)
[spoil]1999 erste Psychose - Klinik u.a. Haldol (danach war ich ein Roboter)
2000 Entlassung Dosierung: Risperdal 2-0-2mg, Nipolept 25-50-50mg, Akiniton ret. 1-0-0mol, Dociton 10-10-10mg (Betablocker mit Anfang 30!), L-Thyroxin 50-0-0yg, Tavor bis zu 3x1mg (Abhängigkeit, Dank meiner Ma Entzug geschafft), Planum 0-0-20mg zur Nacht
da weiss man nicht mehr, wie was wirkt :zombie:
Die ganze Geschichte lass ich weg- war dann ab 2006 Medikamenten frei, ging alles gut bis
2011 Postnatale Psychose mit Zwangseinweisung und Unterbringung Haldol, Valproinsäure, Quetiapin, Risperdal, Tavor etc Dank Einsatz von hochdosierten Hormonen (Frauenarzt) schnell wieder entlassen; im Nachblick allerdings alles zu schnell abgesetzt denn:
2015 Juni Psychose oder Bipolare Störung mit Verfolgungswahn, geschlossene Station mit allem was man nicht hören und erleben möchte :cry: Quetiapin retardiert wieder bis 1000mg hoch! Genaue Medikation (was alles in mich reingepumpt wurde) liegt bei meiner Psychiaterin.
2015 August entlassen Quetiapin retard 0-0-400mg, Quetiapin unretardiert 50-0-0mg, dazu Valpoinsäure 900-0-900
2015 Nov Mutter-Kind-Reha die mir sehr gut getan hat!
Reduzierung der Medikamente mit Kinesiologin in Absprache mit meiner Psychiaterin, mache Gesprächstherapie, zusätzlich diverse Seminare ambulant zum Thema Stress und Anspannung
2017 Dosierung: Valproinsäure 300-0-150mg Quetiapin ret. 0-0-50mg, ab 08.2017 Skills Training DBT
Bin auf das Forum gestossen-was für ein Glück, bevor ich die letzten 50mg Quetiapin ret einfach so weggelassen habe... ein GROSSES DANKESCHOEN für dieses Forum!
Nahrungsergänzungen bzw. Naturheilkunde:
Öl-Kps Omega-3-FS und Knoblauchöl (Wegen zu hohem Cholesterin)
Zink, B-Komplex (habe Kryptopyrrolurie und kann Zink und B6 nicht speichern)
Schüssler Salze Nr. 5 morgens, Nr. 2 mittags, Nr. 7 abends
Darmbakterien (Stress repair)
Vitamin D (Vitamin D puffert die Insulinreduzierung des Quetiapins...)
Q10
Hopfen und Baldrian zum Schlafen
Allopathie:
L-Thyroxin 75yg
Insulintherapie
Aktuell: Psychopharmaka
11.08.2017 Valproinsäure ret 300-0-150mg, Quetiapin umgestellt auf unretadiert 0-0-25mg
12.08.2017 Valero gleich; Quetiapin 25-0-25mg
17.08.2017 Valproinsäure ret 150-0-300mg (nur Einnahmezeitpunkte verändert), Quetiapin gleich
20.08.2017 Dosierung gleich, nur Quetiapin morgens 25mg in Wasser gelöst, keine Veränderungen gemerkt
22.08.2017 Valpro ret 150mg-0-300mg, Quetiapin 20mg-0-25mg (mit Wasserlösemethode-0-Tab)
05.09.2017 Valpro ret 150mg-0-300mg, Quetiapin 10mg-0-25mg
16.09.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 10mg-0-25mg
23.09.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 7mg-0-25mg
07.10.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 4mg-0-25mg
17.10.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 0-0-25mg
24.10.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-25mg
31.10.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-22,5mg
14.11.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-20mg
28.11.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-18mg
7.12.2017 Valpro Saft unretardiert 0-0-75mg, Quetiapin 0-0-18mg[/spoil]

Seit März 2018 Medikamenten frei

Ich habe das Berliner Manifest unterschrieben und möchte Euch bitten auch zu unterschreiben: https://www.change.org/p/gesellschaft-p ... sychiatrie
Initiatorin SHG Psychiatrie-Erfahrene in der Landeshauptstadt Wiesbaden
:pillowtalk:
Jamie
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Jamie »

Hallo Minto, :)

2-3 mg Lorazepam am Tag ist unterirdisch! Das ist viel zu viel :o
Wie lange nimmst du das schon? Ich prophezeie dir, nach 3 Wochen bist du abhängig davon.
Es kann absolut nicht die Lösung sein so hochdosiert das Benzo weiterzunehmen, da ist meines Erachtens dringend Handlungsbedarf.

Was du beschreibst als Unruhe, ist ein sehr typisches und auch sehr belastendes Absetzsymptom.
Eine stärkere Form davon nennt sich Akathisie und ist sehr schwer auszuhalten:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... =akathisie
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 62#p169038
Wenn die Akathisie während der Einnahme nicht da war, aber jetzt mit dem Absetzen erstmalig aufgetaucht ist, dann handelt es sich um ein Absetzsymptom und ein Zeichen, dass dein ZNS nicht mit dem schnellen Reduktionstempo klarkommt. Vorsicht! Denn damit kommst dann auch nicht von den Benzos weg.

Zu den trockenen Augen. Viele sedierende Psychopharmaka trocknen auch Schleimhäute aus; haben oft sog. anticholinerge Wirkungen. Quetiapin ist zwar nicht so verdächtig, laut PZ sollte aber jeder Arzt und Apotheker bei (atyp.) Psychotika immer auch an anticholinerge Wirkungen denken; ein Teil ist überhaupt noch nicht aufgeschlüsselt als Wirkmechanismus https://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=49072
Da bei Seroquel auch ein sehr trockener Mund als NW genannt ist (nebst der Agitiertheit und Akathisie, die du auch hast), ist davon auszugehen, dass du da mit deiner Vermutung mit den trockenen Augen durchaus richtig liegst.

Lass dich bitte in der Apotheke zu befeuchtenden Augentropfen beraten, die man zusammen mit Kontaktlinsen anwenden darf. Nicht alle Substanzen sind geeignet, aber viele.

Grüße
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Minto
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Vielen Dank für Eure raschen Antworten.

Leider habe ich augemedizinisch so ziemlich alles augeschöpft. Die Augenärztin kann sich das alles nicht erklären und ihre Massnahme blieben bis heute erfolglos. Weil Seroquel eine Auswirkung auf den Tränefluss haben kann, entschied ich mich in der Not für das (viel) zu rasche Absetzen, die Entzugserscheinungen sind dann jeweils Schlaflosigkeit etc. und die soll ich gemäss Arzt mit den Benzos zumindest im Moment ausgleichen. Ein Teufelskreis bzw. eine Zwickmühle, die alles andere als gut ist....Zumal niemand wirklich sagen kann, ob das Seroquel Schuld am Augenleiden ist. Trittico z.B, hatte über Jahre hinweg keinen negativen Einfluss auf meine Augen.

Froh bin ich über den Hinweis von Jamie zur Agithierhiet. Mein aktueller Arzt negiert diesbezüglich einen Zusammenhang mit einem Entzug bzw. einer Nebenwirkung. Wurde von mir immer als solches empfunden. Darauf antworte mein Arzt bloss, ich sei halt einfach etwas gestresst. Obwohl er ja das Entzugsdebakel nicht verursacht hat, scheint er - wie andere Ärzte auch - die Ursache beim Patienten zu sehen und nicht in einer völlig aus dem Ufer gelaufenen Fehlmedikation in den letzten Monaten.

Minto
2012 Burnout (Diangnose depressive Episode) / stationärer Aufenthalt
2012 - März 2017: Trittco zuletzt 150 mg und Temesta wegen Schlafstörugen
März 2017 - April 2017: Trittco abgesetzt (abrupt) und durch Brintelix ersetzt
April 2017: Brintelix abgesetzt (wegen Unverträglichkeit, Durchfall)
Mai 2017: Venaflaxin für 5 Wochen (abgesetzt wegen "leichter Manie") und 50mg Seroquel
Juni 2017 - Juli 2017: Cymbalta 7 Wochen 60 mg (abrupt abgesetzt wegen "submanischem" Zustand) und 50 mg Seroquel
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von LinLina »

Hallo Minto :-)

ich verstehe dass du schnell absetzen möchtest, aber ich würde dir davon abraten. Es könnte passieren, dass du letztlich noch schlimmere Symptome hast, dir wurde ja schon einiges dazu geschrieben. Natürlich ist es letztlich deine Entscheidung, und ich kann auch die Hoffnung auf Besserung verstehen, aber es ist riskant. Kannst du bitte noch deine Signatur aktualisieren? Hast du denn jetzt schon abgesetzt? Seit wann?

Bitte nimm noch deinen aktuellen Benzo-Konsum mit auf, dann kann man deine Situation besser einschätzen.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Hallo

Aktuell nehme ich 2-3 Temesta (Tavor in De) 1 mg. Seit 5 Tagen habe ich von 50mg auf 12.5mg Seroquel reduziert. Relativ schnell bekam ich ein Zittern und Migräne, seit gestern verstärkt Panikattacken, wobei ich bei diesen nicht sicher bin, ob diese auf die Reduktion von Seroquel oder auf meine Angst wegen meiner Augenproblematik zurück zu führen sind.

Liebe Grüsse

Minto
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von LinLina »

Hallo :-)

bitte aktualisiere deine Signatur mit diesen Angaben zu deiner letzten Reduktion, auch seit wann du das Tavor in dieser Dosis nimmst bzw. seit wann du es täglich nimmst.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Cymbalta (Duloxetin) / verzögerte Absetzerscheinungen?

Beitrag von Minto »

Hallo meine Lieben

Hab im Forum einen Thread "Augenprobleme nach Absetzen" gefunden. Wenn ich den genau studiere, liegt für mich die Vermutung nun näher, dass meine Augenprobleme auf das abrupte Absetzen von Cymbalta zurückzuführen sind und nicht auf die Einnahme von Seroquel. Die Augenproblem haben sich ja erstmals mit allen anderen Absetzproblemen von Cymbalta manifestiert. Habe nun meinen verzweifelten Versuch mit dem viel zu schnellen Absetzen von Seroquel gestoppt, der hat nur zusätzlich Schaden angerichtet. Werde mich jetzt um alternative Lösungen für meine Augenproblme bemühen.

Liebe Grüsse

Minto
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