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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch ein frohes 2021.

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.

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Grüße vom Team

Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Clarissa
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa »

Guten Morgen, Anna.

Ich finde es toll, wie gut Du mit Deinem Entzug umgehen kannst und bemüht bist, Melli zu helfen.

Ohne Deine Leistung herabmindern zu wollen, möchte ich in die Waagschale werfen, daß es Melli wahrscheinlich jedoch um einiges schwerer hat - ausgehend von ihrer Medikamentenanamnese.

Glücklicherweise scheint Dein PP Gebrauch überschaubarer zu sein als der von Melli, die nach ihrem AD Entzug nun weiter auf Benzos und NL festhängt und mit deren Irritationen ihres ZNS zu kämpfen hat.

Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, was Grundkrankheit, Entzug einer und NW anderer Substanzen gleichzeitig für unbeschreibliche Zustände hervorrufen können.

Du hast recht, man darf sich davon nicht unterkriegen lassen und kann kaum auf Hilfe von Fachleuten hoffen, aber das ist unfassbar schwer und langwierig und stellt auch meine Geduld immer noch auf eine harte Probe.

Liebe Anna, ich will Deine Leistungen und Erfolge überhaupt nicht schmälern, aber an dieser Stelle für Verständnis für Melli werben, die sich momentan tatsächlich in einer verzweifelten Lage befindet. Auch ich habe ihren Thread verfolgt und wollte, ich könnte ihr besser bzw. überhaupt irgendwie helfen.

Für Dich: Daumen hoch und weiter viel viel Kraft und so konsequentes Durchhaltevermögen.

VG von sleepless.
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Anna!

Danke für deinen Beitrag!

Sleepless2014 hat schon einiges dazu geschrieben, was relevant ist!

Ich danke dir vielmals sleepless 2014!!!

Nur noch so viel:
Guglhupf hat geschrieben:Das Gute daran ist, dass ich einen normalen Tag leben kann weil ich nicht krank bin.
Das kann ich eben nicht, da ich durchgehend schlimmste Symptome habe!
Ich fühle mich keine Minute normal, oder auch nur annähernd so, dass es auszuhalten ist.

Wenn du meine Beiträge gelesen hast, weißt du, wo ich mich befinde.
Das hat seine Gründe, den ich habe schon Gedanken, die man nicht haben sollte!

Ich fühle mich nur noch verzweifelt und hoffnungslos!
Und glaube mir, wenn ich könnte, würde ich das ändern!

Ich kämpfe jeden Tag um mein Leben!
Guglhupf hat geschrieben:Du wechselst fast wöchentlich, manchmal täglich die Dosis und sogar Medikamente.
Ich weiß nicht, wo du das gelesen hast, aber außer 3-4 Mal Bedarf hat sich seit Wochen nichts geändert.

Es geht jetzt darum, ob wir etwas ändern, damit ich es aushalten kann und von meinem Suizidgedanken wegkomme!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Hallo Melli,

mich bewegt sehr die folgende Frage, und ich hoffe, dass Du mir daraufhin auch etwas zurückschreiben magst: Wie ist es in dieser Akutlage mit dem zusätzlichen Tavor und Zyprexa, die Dir bereits einmal neben dem Quetiapin verordnet wurden und, wie Du schriebst, etwas helfen konnten? Schließt Du sie weiterhin aus?

Hier wird zwar so gut wie nie zu zusätzlichen Medikamenten geraten, aber da Du Dich in einer so besorgniseerregenden Verfassung befindest, würde es in diesem Fall nicht doch vielleicht, zumindest kurzfristig, Sinn machen?

Lieber Gruß, Pons
Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Pons!

Ich muss ab jetzt, wenn ich das Zyprexa weiterhin versuchen will, akzeptieren, daß man das Quetiapin weglässt!

Ich habe furchtbare Angst, was dann passiert!!!!

Andererseits kann ich so auch nicht weiter machen!!!!

Habe ich eine Chance, daß es durch das Zyprexa keinen sehr schlimmem, zusätzlichen Entzug vom Quetiapin gibt?

Auch im Gespräch war, mir einen anderen MAO-Hemmer zu geben, als ich schon mal hatte.

Ich befürchte, daß das auch keine gute Option ist, oder?

Was würdet ihr eher tun???

Könnte die Umstellung auf das Zyprexa auch gutgehen, obwohl man das Quetiapin dann einfach weglässt?

Ich weiß, entscheiden muss ich selbst!!!

Ich habe kaum noch eine Wahl!
So schaffe ich es nicht mehr!
Und ich möchte doch leben!!!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
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Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Melli, ich will es Dir nun ganz offen sagen: Solche Fragen werden hier häufig gestellt. "Was genau soll ich einnehmen oder weglassen?" Eine Antwort im Detail bedeutet aber, Dir einen Rat zu geben, der sehr viel Verantwortung beinhaltet, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die hier im Forum jemand übernehmen könnte.

Ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich würde ich für mich in einer so akuten Lage denken, was hätte ich zu verlieren, wenn ich ein Medikament, das mir helfen konnte, wieder einnehme und dafür ein anderes, das anscheinend nicht hilft, (allmählich?) weglasse. Es bliebe aber ein Risiko, da niemand genau wissen kann, wie sich das auswirken würde, zumal es den sonstigen Regeln hier nicht entspricht. Ich denke jedoch, es stimmt, was Du schreibst: Die Wahlmöglichkeiten sind inzwischen mehr als gering.

Du schreibst, Du willst leben! Das ist eine gute Voraussetzung, und ich bin froh, das so klar von Dir zu lesen. Dann bitte darum, dass Dich Deine innere Weisheit leiten wird. Mir hat das eigentich immer geholfen, wenn ich es innig gewünscht habe, einen Hinweis zu bekommen und wieder handlungsfähig zu werden, auch in verzweifelten Situationen. Ich wünsche es Dir ebenfalls.

Alles Liebe, Pons
Clarissa
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa »

Liebe Melli,

meine Meinung ist: mit noch mehr oder anderen Medikamenten (anderes NL!) wird sich nichts verbessern. Von NL kann ich immer nur abraten, ausser vielleicht bei akuten Psychosen mit Wahn, damit kenne ich mich nicht aus.

Wenn Du was Neues ausprobierst, dann irritiert Du Dein ZNS noch mehr.

Ich persönlich fand Seroquel und Zyprexa beides belämmert. Ganz heftige auch körperliche NW und die Sedierung war komplett unnatürlich. Ich habe auch geswitcht und mir ging es immer grottiger.

Vielleicht würden Dir Benzos vorübergehend helfen, aber wahrscheinlich bräuchtest Du davon richtig viel zusätzlich, da Du mit der jetzigen nicht gerade geringen Dosis in der Toleranz bist. Das wird die Klinik nicht mitmachen und es ist ja wieder hochgefährlich wegen der Abhängigkeit und des Nichtloskommens. Also auch keine Option...

Ich kann es mit der Medikamentenumstellung drehen, wie ich will, ich kann keinen Vorteil erkennen.

Ganz mitfühlende Grüsse von sleepless.
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Pons, liebe sleepless2014!

Danke für eure Antworten!

Liebe sleepless,
was habe ich für eine Wahl, wenn ich es wirklich nicht mehr aushalte und schon Gedanken habe, das ganze zu beenden?

Ich will doch leben!

Vielleicht gibt es ja doch eine geringe Chance, daß es etwas bringt...

Ich habe keine Wahl mehr!

Ich muss etwas versuchen, weil im jetzigen Zustand bin ich auf jeden Fall verloren...

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von micha68 »

Liebe Melli,

ich finde es sehr positiv, dass Du leben willst! Halte Dir diesen Lebenswillen fest!

Ich wünsche Dir das Dir die Umstellung Deine erhoffte Erleichterung bringt!

Ich denke an Dich und schicke Dir Kraft, Licht und Liebe :hug:
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert/ Valpro Saft unretardiert/Quetiapin (Wasserlösemethode)
[spoil]1999 erste Psychose - Klinik u.a. Haldol (danach war ich ein Roboter)
2000 Entlassung Dosierung: Risperdal 2-0-2mg, Nipolept 25-50-50mg, Akiniton ret. 1-0-0mol, Dociton 10-10-10mg (Betablocker mit Anfang 30!), L-Thyroxin 50-0-0yg, Tavor bis zu 3x1mg (Abhängigkeit, Dank meiner Ma Entzug geschafft), Planum 0-0-20mg zur Nacht
da weiss man nicht mehr, wie was wirkt :zombie:
Die ganze Geschichte lass ich weg- war dann ab 2006 Medikamenten frei, ging alles gut bis
2011 Postnatale Psychose mit Zwangseinweisung und Unterbringung Haldol, Valproinsäure, Quetiapin, Risperdal, Tavor etc Dank Einsatz von hochdosierten Hormonen (Frauenarzt) schnell wieder entlassen; im Nachblick allerdings alles zu schnell abgesetzt denn:
2015 Juni Psychose oder Bipolare Störung mit Verfolgungswahn, geschlossene Station mit allem was man nicht hören und erleben möchte :cry: Quetiapin retardiert wieder bis 1000mg hoch! Genaue Medikation (was alles in mich reingepumpt wurde) liegt bei meiner Psychiaterin.
2015 August entlassen Quetiapin retard 0-0-400mg, Quetiapin unretardiert 50-0-0mg, dazu Valpoinsäure 900-0-900
2015 Nov Mutter-Kind-Reha die mir sehr gut getan hat!
Reduzierung der Medikamente mit Kinesiologin in Absprache mit meiner Psychiaterin, mache Gesprächstherapie, zusätzlich diverse Seminare ambulant zum Thema Stress und Anspannung
2017 Dosierung: Valproinsäure 300-0-150mg Quetiapin ret. 0-0-50mg, ab 08.2017 Skills Training DBT
Bin auf das Forum gestossen-was für ein Glück, bevor ich die letzten 50mg Quetiapin ret einfach so weggelassen habe... ein GROSSES DANKESCHOEN für dieses Forum!
Nahrungsergänzungen bzw. Naturheilkunde:
Öl-Kps Omega-3-FS und Knoblauchöl (Wegen zu hohem Cholesterin)
Zink, B-Komplex (habe Kryptopyrrolurie und kann Zink und B6 nicht speichern)
Schüssler Salze Nr. 5 morgens, Nr. 2 mittags, Nr. 7 abends
Darmbakterien (Stress repair)
Vitamin D (Vitamin D puffert die Insulinreduzierung des Quetiapins...)
Q10
Hopfen und Baldrian zum Schlafen
Allopathie:
L-Thyroxin 75yg
Insulintherapie
Aktuell: Psychopharmaka
11.08.2017 Valproinsäure ret 300-0-150mg, Quetiapin umgestellt auf unretadiert 0-0-25mg
12.08.2017 Valero gleich; Quetiapin 25-0-25mg
17.08.2017 Valproinsäure ret 150-0-300mg (nur Einnahmezeitpunkte verändert), Quetiapin gleich
20.08.2017 Dosierung gleich, nur Quetiapin morgens 25mg in Wasser gelöst, keine Veränderungen gemerkt
22.08.2017 Valpro ret 150mg-0-300mg, Quetiapin 20mg-0-25mg (mit Wasserlösemethode-0-Tab)
05.09.2017 Valpro ret 150mg-0-300mg, Quetiapin 10mg-0-25mg
16.09.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 10mg-0-25mg
23.09.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 7mg-0-25mg
07.10.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 4mg-0-25mg
17.10.2017 Valpro ret 150mg-0-150mg, Quetiapin 0-0-25mg
24.10.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-25mg
31.10.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-22,5mg
14.11.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-20mg
28.11.2017 Valpro ret 0-0-150mg, Quetiapin 0-0-18mg
7.12.2017 Valpro Saft unretardiert 0-0-75mg, Quetiapin 0-0-18mg[/spoil]

Seit März 2018 Medikamenten frei

Ich habe das Berliner Manifest unterschrieben und möchte Euch bitten auch zu unterschreiben: https://www.change.org/p/gesellschaft-p ... sychiatrie
Initiatorin SHG Psychiatrie-Erfahrene in der Landeshauptstadt Wiesbaden
:pillowtalk:
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa »

Liebe Melli,

wenn es sich für Dich als letzter Ausweg anfühlt, dann musst Du es wohl so machen.

Richtig raten können wir Dir alle nicht, nur unsere Erfahrungen mitteilen.

Alles Gute und VG von sleepless.
neuling
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von neuling »

Liebe Melli,

Ich kann dir keinen Rat geben.
Ich kann dir nur sagen das es mir GENAU so ergeht wie dir.!!!!

Diese Hölle - wie lange kann ein Mensch das aushalten?
Ich habe!auch alle Symptome dieses wahnsinns.

Wir müssen durchhalten!!!
Auch wenn jede Sekunde des Daseins alles in uns schreit ich kann nicht mehr.

Sowas schlimmes hättest du dir nie vorstellen können?
Ich im Leben nicht.

Ich habe in der Psychatrie genommen was sie mir gegeben haben. Ich konnte nicht mehr. Habe da noch gehofft das sie mir helfen und wissen was sie tun.

Jeder der dieses Gift verschreibt sollte selber nur mal 5 Minuten diese Zustände aushalten müssen - er würde es nicht mehr tun.

Aber ich denke du hast keine andere Wahl mehr.

Eine ebenso verzweifelte Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!
Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Hallo,

wenn die Wahl darin besteht, schlimmstenfalls von einer Hölle in die andere zu geraten, aber m Wechsel wenigestens eine kleine Chance zur Besserung liegt - ergibt sich hier nicht der Weg von selbst ... ?

Liebe Melli, hier denken so viele mit großen Mitgefühl an Dich; wenn das auch nur ein wenig helfen kann - so wie Gebete - wirst Du es spüren. Lass Dich davon und von Deinem Lebenswillen tragen.

LG Pons
Lisamarie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Lilly, es tut mir leid das es dir so schlecht geht. Du leidest an einem medikamtenindiziertem gereizten ZNS , dafür gibt es nur einen Heilungsweg, den der Zeit. Ich kann mir denken das du in dem neuen Medikament eine Chance siehst das es dir innerhalb kürzester Zeit wieder gut geht. Leider gibt es diese Zauberpille nicht. Wenn doch wüssten wir hier im ADFD davon, da es vielen von uns schlecht geht.

Was ich in langen Jahren der Beratung gelernt habe das bei einem gereizten ZNS nur die Zeit hilft. Wenn in eine gereiztes ZNS ein Medikament von jetzt auf gleich abgesetzt wird ohne es vorsichtig auszuschleichen und dafür ein neues gegeben wird, führt das zur weiteren Reizung des ZNS , ein ZNS das eh schon angeschlagen ist muss sich auf ein neues Medikament einlassen und dafür wird ihm eins gänzlich entzogen. Das kann nicht gut gehen.

Ich würde an deiner Stelle die jetzigen Medikamente erstmal monatelang stabil bei einer Dosis lassen, damit sich das ZNS mit der Zeit wieder beruhigen kann. Ich würde auch eine feste Dosis mit dem Tavor nehmen , nicht zwischen 3 und 5 mg hin und her wechseln, zumal du schreibt es nützt dir eh nichts , selbst wenn du 5 mg nimmst.

Die Zeit ist deine Verbündete sie heilt dich nach und nach. Natürlich ist es deine Entscheidung, aber da bin ich sehr besorgt ob das mit dem Medikametenwechsel der richtige Weg ist. Oder ob du nicht doch nich alles verschlimmerst auch wenn du dir das jetzt nicht vorstellen kannst das es schlimmer werden könnte.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Lisamarie!

Das ist auch der Weg, den ich gerne gehen würde, glaube mir!!!

Aber ich kann wirklich nicht mehr!
Ich habe Gedanken, das ganze zu beenden!

So kann es nicht weitergehen!

Was bleibt mir übrig, als noch irgend etwas zu versuchen?!

Gerade war der Arzt da, es steht nun im Raum, wieder Venlafaxin zu nehmen, einen anderen MAO-Hemmer als ich schon hatte, oder das Quetiapin auf Zyprexa umzustellen.

Meine Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wächst von Minute zu Minute, weil ich weiß, daß ihr vermutlich Recht habt und alles noch schlimmer werden kann.

Aber ich habe keine Wahl mehr, ich kann nicht mehr!

Nun ist die Frage, welchen Weg ich von den oben genannten versuchen werde.

Ich würde es so gerne schaffen, einfach auszuhalten und zu warten!
Aber ich schaffe es wirklich nicht mehr!!!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Hallo!

Melli, dass Dich die unterschiedlichen Meinungen nun noch unsicherer zu machen scheinen, tut mir in der Seele weh.

An die Versierten: Ich habe von den AD und NL wenig Ahnung, aber dass Melli alles so lässt mit ihren Suizidgedanken - das auzusitzen, geht das wirklich?

Ein paar vielleicht noch klärende Fragen von mir an Dich, Melli:
Quetiapin, so schrieb auch Jamie weiter vorn, scheint Dir nicht zu bekommen. Willst Du es auf Dauer denn weiter einnehmen?
Warum ein MAO-Hemmer, was soll der bewirken?
Soll das Venlafaxin zusätzlich gegeben werden? Es hat Dir zuletzt ja nicht geholfen. Siehst Du einen Sinn darin?

LG Pons
Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Pons, ihr Lieben!

Erstmal ein riesiges Dankeschön, daß ihr trotz allem versucht, mir beizustehen!!!

Liebe Pons,
Quetiapin bewirkt, genauso wie das Tavor, einfach nichts mehr.
Ob es mir schadet, bzw. nicht bekommt, weiß ich nicht.

Was der MAO-Hemmer bewirken soll, weiß ich nicht. Sie gehen halt von meiner Angsterkrankung aus.

Das Velafaxin soll nicht zusätzlich zu den anderen Optionen gegeben werden, aber zu den bestehenden Medikamenten. Also zum Quetiapin und Tavor.

Es soll entweder das Venlafaxin, oder der MAO-Hemmer gegeben werden, oder die Umstellung vom Quetiapin auf Zyprexa.

Die drei Optionen stehen im Raum.

Das ich noch schreiben kann ist ein Wunder!
Ich zittere extrem, habe Herzrasen, bin maximal angespannt und kurz vorm Durchdrehen.

Ich habe einfach das Gefühl, es gibt keinen Ausweg mehr!

Aushalten kann ich es nicht mehr, aber die anderen Optionen scheinen ja auch nicht gut, bzw. sehr riskant zu sein.

Aber aufgeben, ohne noch etwas versucht zu haben, ist ja auch nicht die Lösung...

Ich bin wirklich am Ende!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Ululu »

Hallo Melli,

ich sehe das ähnlich wie Lisamarie :) , bin also sehr skeptisch, was eine Umstellung deiner Medikamente angeht aber ich habe das Gefühl, dass du für dich schon entschieden hast, dass du an den Medikamenten etwas ändern willst, was dein gutes Recht ist.
Ich denke auch, dass du jetzt eben nicht entscheiden kannst, in welcher Form du umstellen willst.
Ehrlich gesagt finde ich auch ziemlich schräg, dass die Ärzte dir irgendwelche Vorschläge machen und du das jetzt entscheiden sollst. Das überfordert dich doch total, zumal in deiner momentanen Verfassung.
Hier wird dir leider keiner sagen können, welcher dieser Wege für dich der gangbarste ist und ich habe das Gefühl, dass die Ärzte auch nur rumprobieren.
Wie du dich auch entscheidest, versuche bitte durchzusetzen, dass man mit kleinen Dosierungen beginnt.
Ich drücke dir die Daumen.

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Liebe Melli,

leider können wir hier nichts für Dich tun, außer uns mit Dir auszutauschen und mit Dir zusammen eine Klärung zu versuchen. Ich wünschte, jemand hätte DEN ultimativen Rat ...
Was der MAO-Hemmer bewirken soll, weiß ich nicht. Sie gehen halt von meiner Angsterkrankung aus.
Das Velafaxin soll nicht zusätzlich zu den anderen Optionen gegeben werden, aber zu den bestehenden Medikamenten. Also zum Quetiapin und Tavor.
Es soll entweder das Venlafaxin, oder der MAO-Hemmer gegeben werden, oder die Umstellung vom Quetiapin auf Zyprexa.
Die drei Optionen stehen im Raum.
Und Du sollst bzw. darfst als nichtwissender Patient jetzt entscheiden :frust: ... nun ja, wohl immer noch besser als eine Zwangsmedikation. Ich habe über MAO-Hemmer inzwischen nachgelesen, manchmal sollen sie bei atypischen Depressionen und Angststörungen helfen. Es gab aber schon frühere Versuche mit einem solchen Medikament, die nichts brachten, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Dann wäre es nicht das Mittel der ersten Wahl, oder?

Das mit dem Quetiapin finde ich besonders vertrackt; es scheint Dir bisher in keiner Weise geholfen zu haben, aber an Ausschleichen denkt in der momentanten Lage auch niemand.
Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.
Die letzte Venla-Eindosierung brachte Dir keine Erleichterung, also fiele das für mich so ziemlich raus.

Wenn es die perfekte Lösung nicht gibt, musst Du wohl auf Deine innere Stimme hören. Wir sind hier für Dich da, wie auch immer Du Dich entscheiden wirst.

Lieber Gruß, Pons
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Guglhupf »

Hallo liebe Melli :)

ich glaube ich wurde missverstanden. Nur weil ich nicht immer schreibe, dass ich nicht mehr kann heißt das nicht, dass es mir gut geht. Es ist nicht so, dass ich einen normalen Tag leben kann, das ist nur das mit dem ich mir versuche positivere Gedanken zu schaffen. Würde ich mich meinen Empfindungen hingeben ich würde seit Beginn der Reduktion vor 3 Monaten das Bett nicht mehr verlassen!

Meine direkten Worte bedeuten nicht, dass ich kein Mitgefühl habe. Im Gegenteil.Ich wünsche dir wirklich von Herzen, dass du etwas Ruhe finden kannst und es leichter für dich wird.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Muryell »

Liebe Melli,

man hat mir einmal in der Klinik 100 mg Quetiapin gegeben, und ich bin umgekippt. Es war das schlimmste Mittel, das ich je genommen habe. Bevor ich ohnmächtig geworden bin, fühlte ich mich wie in mir gefangen, aufgewühlt, aber gefangen, besser kann ich das nicht beschreiben.

Wochen später habe ich Olanzapin bekommen, und es hat mir geholfen. Ich war wieder ich selbst. Nach einigen Wochen habe ich es rasch und problemlos abgesetzt. Es steht ja im Beipackzettel als Nebenwirkung: „plötzlicher Tod“. Geholfen hat es ja. Mehr kann ich nicht sagen. Diese waren meine Erfahrungen.

Ich hoffe, es geht Dir bald besser. Ich denke an Dich.

Liebe Grüße

Muryell
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Ihr Lieben!

Ich danke euch allen für eure Antworten!

Ich kann im Moment nicht konkret darauf eingehen, denn es hat sich alles verändert und ich bin zu durcheinander!!!

Nun ist es so, daß sie mir weder Venlafaxin, noch den MAO-Hemmer, noch das Zyprexa geben wollen.
Das waren die Vorschläge des Stationarztes.

Der Oberarzt, der unsere Oberärztin vertritt, die im Urlaub ist, hat mir nun 4x15mg Truxal zusätzlich angesetzt!
Und als Bedarf könnte ich noch 2x15mg nehmen!

Was soll ich davon nun halten?

Haltet ihr das für genauso risikoreich?

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
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