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Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

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Clarissa
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 16.11.17, 16:42

Äääähh, ich hatte mal so eine Art psychiatrische Pflege, da ich ja allein lebte/lebe. Verordnet von meiner damaligen medikamentenfixierten Psychiaterin. Die Hauptsache der Angelegenheit bestand darin, meine exakte Medikamenteneinnahme (damals AD und Tavor) zu kontrollieren/überwachen und Aufbegehren meinerseits flugs der Psychiaterin zu melden.

Hat denn jemand schon gute Erfahrungen mit solch einer Pflege in solch einem Fall gemacht?

(Auch an Sozialarbeiter habe ich mich mehrfach gewandt. Ich war beruflich selbständig, was auch ein Problem war. Ich erhielt zur Antwort, es wäre das Beste, ich würde schnell wieder gesund werden. Hä? Eine andere Sozialarbeiterin, später, sagte mir auf den Kopf zu, mit meiner Problematik sei sie überfordert. Schulterzucken. Ich weine selten, aber da verließ ich weinend deren Zimmer.)

Weiss nicht, vielleicht habe gerade ich besonders negative Erfahrungen?

Mir blieb am Ende wirklich nichts anderes übrig, als mich selber durchzubeißen.

Tut mir leid, nichts Optimistischeres berichten zu können. Ich habe echt vieles durch und versucht, da allein lebend und auf Hilfe angewiesen.

Ich finde, es wäre das Beste, Mellis Partner stünde ihr ein wenig mehr bei.

VG von ratloser Clarissa.

Jamie
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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 16.11.17, 17:02

Hallo, :)

also ich finde es langsam stressig, dass ich hier wirklich viele gut gemeinte Ratschläge gebe, aber immer ein Grund gefunden wird, weswegen das jetzt nicht gut ist oder jenes.
Ich habe zu allen Punkten jeweils auch immer die Negativaspekte geschrieben, um ein möglichst vollständiges Bild zu geben.

Es ermüdet mich langsam.

Falls es noch keinem aufgefallen ist (ist es aber wohl :wink: ), ist Melli in einer sehr prekären Lage und das, was sie bräuchte, gibt es nicht, es sei denn einer von euch bietet sich an zeitweise zu ihr zu ziehen und für sie da zu sein :wink: :roll: .

Es ist alles ziemliches Stückwerk, das ist mir klar, aber irgendwo muss man ja mal ansetzen.
Immer nur schreiben, was nicht geht oder doof ist, empfinde ich nicht als hilfreich.

Und damit meine ich auch Melli selbst. Hier steht ein Kampf an. Egal mit wem. Mit sich selbst, den Verwandten, dem Mann, der Pflegekraft, den Kliniksmitarbeitern.... Irgendein Preis wird zu zahlen sein, so leid es mir tut das so deutlich zu sagen. Aber das ist eben das Thema eines Dilemmas.

Ich war beispielsweise in einer psychosomatischen Klinik, die mich mit Medikamenten halbwegs in Ruhe ließen. Ich musste allerdings kämpfen. Hart kämpfen.

Ich ziehe mich jetzt aus der Diskussion zurück.
Clarissa hat geschrieben:Hat denn jemand schon gute Erfahrungen mit solch einer Pflege in solch einem Fall gemacht?
Ich bin nicht sicher, ich glaube padma :). Ich werde sie fragen.

Schönen Abend
Jamie
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neuling
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von neuling » Donnerstag, 16.11.17, 17:04

Liebe Melli,

halte durch! !!!


Ich finde es derart zum k :censored: das man durch die Medikamente so krank gemacht wurde und keiner glaubt einem! !!!
Was glauben die Götter eigentlich wo solche Horror Zustände herkommen?

Wenn die auch nur mal 5 Minuten im Internet recherchieren würden hätten sie schon zig Fälle.

Ich bin so entsetzt über diesen Wahnsinn.
Man kommt in die Hölle und muss noch aufpassen was man sagt.

Ich weis nicht ob Melli/du in der Lage bist dich beraten zu lassen? Ich bin es im Moment definitiv nicht. Bin froh wenn ich daheim Minute für Minute überlebe.

Und dann wird man für psychisch krank abdegradiert. Wobei die ursprüngliche Erkrankung gar nicht psychisch war. Und nie im Leben solcher Horror vorher war.

Sorry das musste raus.

Ebenso verzweifelte Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Donnerstag, 16.11.17, 17:24

Ihr Lieben!

Danke dafür, wie sehr ihr euch Gedanken darüber macht, wie man mir helfen könnte!!!

Ich kann im Moment nur sehr kurz antworten, da es mir leider sehr, sehr schlecht geht!

Ich habe schon eine Pflegestufe und einen Pflegedienst. Aber wisst ihr was?! Die kommen am Tag 2x eine halbe Stunde. Mehr ist nicht drin. Man stellt sich da immer was anderes vor...
Wir versuchen gerade den Pflegegrad zu erhöhen, aber dafür muss ich Zuhause sein, damit der Medizinische Dienst kommen kann!

Das Truxal wird abgesetzt.
Ich habe große Angst, was dann passiert!!!
Aber mit geht auch nicht mehr...

Und mir geht es gerade so schlecht, daß ich Angst habe, nicht zu überleben...

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva » Donnerstag, 16.11.17, 17:32

Off Topic
Hallo,

dieser Text ist eine Änderung meines Beitrags von gestern. Ich möchte eine kurze Erklärung anfügen: Für meine gestrige Stellungnahme hier bin ich von einem Teammitglied zurechtgewiesen worden, deshalb erlaube ich mir diese Löschung; sie wird sicherlich auch im Sinne des Teams sein. Pardon für meine anscheinend unsensible Stellungnahme.

Grüße, Eva
Zuletzt geändert von Eva am Freitag, 17.11.17, 10:25, insgesamt 3-mal geändert.

Jamie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 16.11.17, 17:39

Hallo,

tut mir leid ich wollte keine Diskussion los treten oder dass man sich jetzt quer liegt.
Ich fühle mich einfach auch überfordert und hilflos.
Nur wenn es anfängt mich so aufzuregen, dann lass ich es erst mal lieber.

Ich gehe jetzt mal offline und widme mich dem Haushalt und einer baldigen Chorprobe

MfG
Jamie

padma
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von padma » Donnerstag, 16.11.17, 17:52

hallo zusammen, :)

Jamie :) hat sich richtig erinnert, ich hatte mal psychiatrische Pflege und auch ambulant betreutes Wohnen. Ich war damit sehr zufrieden, wobei ich ehrlicherweise dazu sagen muss, dass meine Problematik eine komplett andere und nicht ansatzweise so schwerwiegend war.

Dennoch halte ich das für einen Versuch wert.

Melli :) , ich habe nicht genau verstanden, was du jetzt bekommst, einen Pflegedienst über den Pflegegrad?
Psychiatrische Pfelge kannst du dazu zusätzlich bekommen, sie wird von einem Psychiater verordnet und hat nichts mit dem Pflegegrad zu tun.

Dass Truxal abgesetzt wird, sehe ich positiv, ich denke, dass es deine Situation eher verschlimmert.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Montag, 20.11.17, 10:47

Ihr Lieben!

Mittlerweile ist es so, daß mir jede kleinste Bewegung Herzbeschwerden und Schmerzen in der Brust macht.

Ich kann aber nicht immer die ganze Zeit liegen!
Manchmal muss ich liegen, aber manchmal kann ich nicht mehr liegen.

Aber sobald ich mich bewege, bekomme ich starke Beschwerden und die Knie werden weich.

Die Herzbeschwerden und vorallem
die Schmerzen in der Brust sind sehr stark und extrem unangenehm.

Ich habe Angst, wenn ich trotzdem aufstehe, mein Herz zu überfordern.

Kennt das jemand?

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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carlotta
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von carlotta » Montag, 20.11.17, 11:37

Hallo Melli,

von Herzbeschwerden und Druck in der Brust berichten Betroffene im Entzug öfter.

Du hast das Truxal abgesetzt, habe ich das richtig verstanden? Die Beschwerden Herz/Kreislauf betreffend sind doch im Zusammenhang mit diesem Mittel heftig aufgetreten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Leider können ähnliche Beschwerden auch beim Absetzen entstehen, weil im Körper dieselben Systeme betroffen sind. Es kann gut sein, dass es noch mit der Truxal-Geschichte in Zusammenhang steht, natürlich im Gesamtkontext Deines insgesamt sehr angeschlagenen ZNS.

Wie verhalten sich denn die Behandler insgesamt, machen sie Druck, dass Du ein weiteres Mittel ausprobieren sollst oder lassen sie Dich erst mal in Ruhe?

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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tigger123
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Registriert: Freitag, 06.01.17, 11:00

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von tigger123 » Montag, 20.11.17, 13:14

Hallo Melli,

das mit den Schmerzen in der Brust kenne ich auch seit fast einem Jahr. Mal mehr mal weniger. Mein Herz wurde untersucht (Röntgen EKG, Langzeit-EKG, Belastung EKG, Herz- CT). Alles in Ordnung. Seit einigen Monate kamen noch Extrasystolen dazu. Mir bleibt nichts anderes übrig, als zu warten dass es besser wird. Aber nerven tut es schon. Ich traue mich auch nicht mich viel zu bewegen aus Angst mein Herz zu schädigen. Es gibt aber auch ganz vereinzelt Tage ohne Beschwerden. Das zeigt mir dann, dass wahrscheinlich doch Entzug ist.

Also ich würde mein Herz untersuchen lassen. Wenn dann alles ok ist, ist es der Entzug

Viele Grüße

Tigger
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?
I
10.06.18 7,5mg - 7,5mg Opipramol

09.07.18 8,125mg - 7,5mg wegen sehr starken Symptomen :cry:

28.06.19 7,5mg - 7,5mg da seit langer Zeit keine Besserung in Sicht

April 2019 derzeitige Symptome
Tinitus
Schwindel
Benommenheit
Gangunsichheit
Herzbeschwerden ohne Befund
arbeitsunfähig
Brain zaps
HIT
Angst beim Aufwachen
Extrasystolen mit Schwindel
Psychisch und physisch unbelastbar
Geräuschempfindlich
Nacken- und Oberkörperchmerzen
Atemnot
usw.

05.03.2020 6,875mg - 6,875mg
10.04.2020 6,25mg - 6,25mg

LinLina
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Beiträge: 6844
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von LinLina » Montag, 20.11.17, 13:25

Hallo tigger :-) Hallo Melli :-)

wenn euer Herz untersucht und organisch gesund ist, und es euch irgendwie möglich ist, dann rate ich euch unbedingt zu (mäßiger) Bewegung.

Sich nicht zu bewegen schwächt das Herz und das gesamte Kreislaufsystem.

Natürlich sollte man sich im Entzug nicht zu anstrenden und komplett überfordernden Dinge zwingen, aber aus Angst Bewegung zu vermeiden ist normalerweise kontraproduktiv. Es ist wichtig mit der Kraft nicht über die Grenzen zu gehen (nicht wegen des Herzens, sondern wegen möglicher Symptomverstärkung) aber ruhige Spaziergänge sind in den meisten Fällen eher hilfreich, wobei schon wenige Minuten/wenige Meter ausreichend sein können, wenn mehr gerade nicht gut geht.

Alles Liebe

Liebe Grüße :group:
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Montag, 20.11.17, 13:26

Liebe carlotta, liebe Tigger, ihr Lieben!

Danke für eure Antworten!

Ja, das Truxal ist abgesetzt.
carlotta hat geschrieben:Hallo Melli,
von Herzbeschwerden und Druck in der Brust berichten Betroffene im Entzug öfter.
tigger123 hat geschrieben:Hallo Melli,
das mit den Schmerzen in der Brust kenne ich auch seit fast einem Jahr. Mal mehr mal weniger.
Das beruhigt mich etwas. Trotzdem habe ich Angst um mein Herz, wenn ich trotzdem auf den Beinen bin.
carlotta hat geschrieben: Wie verhalten sich denn die Behandler insgesamt, machen sie Druck, dass Du ein weiteres Mittel ausprobieren sollst oder lassen sie Dich erst mal in Ruhe?
Das erfahre ich erst morgen in der Oberarztvisite.

Ich weiß aber selbst nicht, ob ich nicht doch irgendein Medikament brauche.

Ich hatte gestern Tagesurlaub und ich bin wieder so dermaßen durchgedreht und hatte, glaube ich, einen schweren Nervenzusammenbruch!

Ich habe mich überhaupt nicht mehr im Griff gehabt!!! Ich hatte erst einen Wutanfall und hab Sachen um mich geschmissen, dann habe ich um mich geschlagen und mich zum Schluss auf den Boden geworfen und um Hilfe geschrien! Immerwieder musste ich sagen: Ich kann nicht mehr, mein Leben ist vorbei usw.
Mein Mann konnte nur noch mal wieder den Rettungswagen rufen, der mich zurück brachte. Auch im Rettungswagen ging es weiter. Ich habe mich erst später beruhigen können.

Ich weiß nicht, was das ist!!! Und ich bekomme es nicht in den Griff!!! So sehr ich es auch versuche, wirklich, ich habe dem nichts entgegen zu setzen!

Ich habe Angst, daß ich das nie los werde!!!
Es ist so schlimm und grausam!

Auch jetzt, stehe ich schon wieder kurz davor!

Liebe Grüße
Melli

Lina, hatte sich überschnitten.
Danke für deine Antwort!
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

carlotta
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von carlotta » Montag, 20.11.17, 13:38

Hallo Melli,
Ich weiß aber selbst nicht, ob ich nicht doch irgendein Medikament brauche.
Ich fürchte, Dein ZNS wird schlicht und ergreifend so gut wie nichts mehr tolerieren bzw. wird vermutlich nichts mehr wie erwartet wirken.

Es gibt auch leider kein Mittel gegen Entzugssymptome, außer die Zeut für sich arbeiten zu lassen und das ZNS währenddessen möglichst zu schonen. Aber man kann mit weiteren "Versuchen" viel verschlimmern und verlängern. Jetzt hast Du ja aller Wahrscheinlichkeit nach bereits zusätzliche Symptome durch das Truxal sowie einen zusätzlichen Entzug, wie viele sollen es noch werden? Ich fürchte, Du verstrickst Dich da in eine Teufelsspirale. :(

Solche Ausraster kenne ich auch (nicht nur ich!), v. a. von den früheren Entzugsphasen. Da sind auch ganz viele Neuroemotionen dabei, da kann man sich kaum dagegen wehren. Das wird mit der Zeit nachlassen, kann aber dauern.

Wenn Behandler Dich so erleben, werden sie das im Regelfall nicht in Zusammenhang mit Entzug bringen, sondern aufs Konto Deiner "Störung" schreiben, das muss Dir klar sein - mit allen Konsequenzen.

Heißt das, Du warst zwischendurch zu Hause? Auf Deinen Wunsch? Hattest Du da ausreichend Ruhe?

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Ululu
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Ululu » Montag, 20.11.17, 14:16

Hallo Melli, :)

das klingt ja wirklich schlimm bei dir.

Deine "Ausraster" hören sich für mich auch sehr nach Neuroemotionen an, vor allem, weil du schreibst, dass du das absolut nicht unter Kontrolle hast. Sicher ist da aber auch eine große Portion Angst dabei.
Wie geht es deinem Herzen, wenn du so tobst ? Merkst du dann irgendwas davon ?
Oder danach ?
Ehrlich gesagt, verstehe ich irgendwie auch deinen Mann, dass er unter diesen Umständen nicht möchte, dass du entlassen wirst. Für ihn ist das ja sicher auch extrem beängstigend. Ich denke, es müsste irgendeine andere Lösung gefunden werden.
Ich bin aber selbst ratlos, wie diese aussehen soll.
Auf keinen Fall würde ich jedoch weitere Medikamente an mir ausprobieren lassen. Psychopharmaka haben doch deine massiven Probleme erst ausgelöst, ich sehe nicht, wie sie jetzt plötzlich helfen sollen. :vomit:

Darf ich dich mal fragen, wie im Moment dein Tagesablauf aussieht ? Kannst du aufstehen und zum Essen gehen oder liegst du den ganzen Tag ?
Ich sehe das wie Lina :) , nur liegen macht sehr schnell einen schlappen Kreislauf.
Zwingt man dich im Moment zu Therapien? Kannst du vielleicht Entspannungsübungen annehmen ?
Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie ein Tag bei dir verläuft, deswegen frage ich.
:?

LG Ute
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Montag, 20.11.17, 14:49

Liebe carlotta, liebe Ute!
carlotta hat geschrieben:Ich fürchte, Dein ZNS wird schlicht und ergreifend so gut wie nichts mehr tolerieren bzw. wird vermutlich nichts mehr wie erwartet wirken.
Das befürchte ich auch!
Aber ich bin schon wieder durchgedreht und musste 15mg Truxal nehmen.
carlotta hat geschrieben:Solche Ausraster kenne ich auch (nicht nur ich!), v. a. von den früheren Entzugsphasen. Da sind auch ganz viele Neuroemotionen dabei, da kann man sich kaum dagegen wehren. Das wird mit der Zeit nachlassen, kann aber dauern.
Es geht ja auch schon seit Monaten so!
Ich kann nicht mehr...
carlotta hat geschrieben:Heißt das, Du warst zwischendurch zu Hause? Auf Deinen Wunsch? Hattest Du da ausreichend Ruhe?
Ich hatte am Sonntag Tagesurlaub und ich war völlig überfordert. Hatte Derealisierung usw. bis eben zum Durchdrehen.
Ululu 69 hat geschrieben:Wie geht es deinem Herzen, wenn du so tobst ? Merkst du dann irgendwas davon ?
Oder danach ?
Ich bekomme noch mehr Herzrasen und Schmerzen.
Ululu 69 hat geschrieben:Ehrlich gesagt, verstehe ich irgendwie auch deinen Mann, dass er unter diesen Umständen nicht möchte, dass du entlassen wirst. Für ihn ist das ja sicher auch extrem beängstigend. Ich denke, es müsste irgendeine andere Lösung gefunden werden.
Ich bin aber selbst ratlos, wie diese aussehen soll.
Ich verstehe es auch.
Aber hier in der Klinik kann mir ja auch nicht geholfen werden.
Wie die Lösung aussehen soll, weiß ich auch nicht.
Ululu 69 hat geschrieben:Darf ich dich mal fragen, wie im Moment dein Tagesablauf aussieht ? Kannst du aufstehen und zum Essen gehen oder liegst du den ganzen Tag ?
Ich kann zum Essen gehen.
Ansonsten ist es ein kurzrs Aufstehen und wieder Hinlegen. Liegen halte ich aber auch kaum aus. Aber mein Körper lässt nicht viel mehr zu!
Ululu 69 hat geschrieben:Zwingt man dich im Moment zu Therapien? Kannst du vielleicht Entspannungsübungen annehmen ?
Eigentlich ja, aber im Moment geht gar nichts!
Entspannungsübungen habe ich nicht. Könnte ich aber gerade auch nicht!

Jetzt gerade kommt noch dazu, daß ich fast nichts mehr lesen kann!
Meine Augen streiken irgendwie!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

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Schlimme Zustände!!!
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carlotta
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von carlotta » Montag, 20.11.17, 16:14

Ach Melli,

das mit den Augen kommt leider auch häufiger vor im Entzug. Man sieht an den vielfältigen Symptomen, wie heftig Dein ZNS angegriffen ist.

Es gibt leider immer wieder Fälle, in denen Betroffene so extrem reagieren (auch mit Neuroemotionen) über längere Zeiträume. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht irgendwann besser wird. Die Kunst besteht nur leider darin, all das durchzuhalten - möglichst ohne zusätzliche Eingriffe.

Ich weiß, dass das ganz furchtbar ist. Und ich würde Dir auch gerne (wir alle!) irgendein Mittel nennen zur Erleichterung, aber es bleibt nach vielfacher Erfahrung nur die Zeit und Ruhe. Im Prinzip besteht die Therapie darin, nicht einzugreifen. Das ZNS ist ein Überlebenskünstler; es reguliert ganz viel ganz von allein, wenn man es lässt.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft :group:
Carlotta
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Montag, 20.11.17, 16:24

Liebe carlotta!
carlotta hat geschrieben:Es gibt leider immer wieder Fälle, in denen Betroffene so extrem reagieren (auch mit Neuroemotionen) über längere Zeiträume. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht irgendwann besser wird. Die Kunst besteht nur leider darin, all das durchzuhalten - möglichst ohne zusätzliche Eingriffe.
Ich habe ja leider noch das Tavor und das Quetiapin. Habe ich so überhaupt eine Chance auf Besserung???
carlotta hat geschrieben:Liebe Grüße und ganz viel Kraft
Danke!!!

Liebe Grüße
Melli
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Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
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Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

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Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

carlotta
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von carlotta » Montag, 20.11.17, 16:39

Hallo Melli,

Du hast auch mit den zusätzlichen Medikamenten eine Chance auf Besserung, wenn sie die Gesamtsituation u. U. auch erschweren; das ZNS strebt ja immer nach einem Gleichgewicht.

An der Medikation schrauben solltest Du allerdings aktuell nicht. Dein Nervensystem braucht unbedingt Stabilität.

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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Montag, 20.11.17, 16:50

Liebe carlotta!

Danke für deine schnelle Antwort!
carlotta hat geschrieben:An der Medikation schrauben solltest Du allerdings aktuell nicht. Dein Nervensystem braucht unbedingt Stabilität.
Danke, das tue ich nicht.

Noch was:
carlotta hat geschrieben:Solche Ausraster kenne ich auch (nicht nur ich!), v. a. von den früheren Entzugsphasen. Da sind auch ganz viele Neuroemotionen dabei, da kann man sich kaum dagegen wehren. Das wird mit der Zeit nachlassen, kann aber dauern.
Wie hast du das Zuhause ausgehalten?
Wie bist du damit umgegangen?
War es bei dir auch so extrem?
Ich habe das ja schon so lange und so gut wie jeden Tag.

Liebe Grüße
Melli
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2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
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Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Leni
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Leni » Montag, 20.11.17, 19:12

Liebe Melli,

fühl dich zuerst gedrückt, ich kann deine momentane "Hölle" nachvollziehen.

Wenn du über deine jetzigen Symptome und das Durchdrehen schreibst, dann habe ich immer das Gefühl, dass du (die Ärzte leider auch) sie als krankhaft betrachtest und deshalb immer wieder nach einer medikamentösen Lösung suchst:
Lilly71 hat geschrieben:Aber ich bin schon wieder durchgedreht und musste 15mg Truxal nehmen
Sofern das so ist, glaube ich, dass es hilfreich sein kann, wenn du die Symptome und das Durchdrehen mal aus einer anderen Perspektive betrachtest. Diese Symptome sind nicht Ausdruck einer Krankheit, sondern der Ausdruck dafür, dass dein Körper sich selbst in ein Gleichgewicht bringen will. Leider geht das nun mal nicht ohne Symptome und leider fühlt sich das Ganze bei dir so heftig an, dass es zunächst normal ist, das als krankhaft zu bezeichnen. Aber genau das ist es eben nicht.

Wenn du nun diese Anfälle medikamentös unterdrückst, stellst du deinen Selbstheilungskräften nur wieder ein ordentliches Bein. Und es muss wieder von vorn anfangen. Im Grunde müsstest du bei jedem "Anfall" denken: "Oh endlich, jetzt arbeitet mein Körper wieder an einem Gleichgewicht. Weiter so, ich halte still und warte bis es vorüber ist." Aber ich weiß, dass das in deinem jetzigen Zustand unglaublich, fast höhnisch klingt. Und ich weiß, was es dir abverlangt, stillzuhalten und abzuwarten. Es fühlt sich für dich im Moment sicher unmöglich an. Leider ist es deine einzige Chance.

Vielleicht ist es ein kleiner Beweis für dich, wenn du an das Weinen denkst, auch wenn dieser Vergleich sehr hinkt, weil sich deine Symptome und Weinen nicht ansatzweise vergleichen lassen. Aber es geht um das Prinzip: Trauriges Weinen fühlt sich furchtbar an und man kann damit auch nicht einfach so aufhören, aber danach geht es einem meistens (für eine Zeit) besser, es wirkt entstressend. Und das nicht ohne Grund. Durch Weinen regelt der Körper, grob gesagt, etwas im Stoffwechsel. Das macht dein Körper auch gerade, aber natürlich leider auf einem ganz anderen Level. Ich denke trotzdem, wenn du es nur einmal schaffst, diese schlimme Situation auszuhalten (und damit meine ich nicht, dass du dich zusammenreißen sollst, im Gegenteil, raus damit), dann hast du auch einen Beweis dafür.

LG Leni
Erfahrungen mit Cipralex

Hashimoto Thyreoiditis, Nebennierenschwäche, HPU, Viren, Schwermetalle, Kieferostitis - wieder gesund

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