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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch ein frohes 2021.

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.

Erste Hilfe ... Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Grüße vom Team

Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Jamie!

Danke für deine Antwort!
Jamie hat geschrieben: 22.04.2018 11:30 aber mit all dem zusammen ist das ja wirklich kaum zu ertragen
Ich schaffe das auch kaum noch...

Ich drehe heute schon wieder durch!
Ich kann das alles nicht mehr aushalten!
Ich wünsche mir jeden Abend, daß ich morgens nicht mehr aufwache!
Diese Qualen sind unaushaltbar!!!
Jamie hat geschrieben: 22.04.2018 11:30 Es sollte auf ein Benzo mit längerer HWZ umgestellt und dann ausgeschlichen, zumindest aber in der Dosis langsam und sachte runter gegangen werden.
Diazepam wirkt paradox und ein anderes Benzo weigern sie sich zu geben!
Jamie hat geschrieben: 22.04.2018 11:30 Wo kannst du denn jetzt unterkommen,
Ein Betreuer ist bestellt und ich soll in ein Heim. Aber das schaffe ich nicht mehr!

Ich stecke in einem Teufelskreis!
Es geht weder vor noch zurück, was die Tabletten betrifft. Alles macht es nur noch schlimmer.
So ist keine Verbesserung zu erwarten. Und wenn wir weiter absetzen, wird es ja auch noch schlimmer!

Meine Zustände habe ich auch nicht im Griff und wie du oben gelesen hast, sind die sehr schlimm, quälend und für mich unkontrollierbar! Also Bedarf rein gepresst, ohne Erfolg!

Ich kann an keinen Ausweg mehr glauben!
Wo soll der sein?!?!?

Ich werde diese Station wohl nicht mehr verlassen können (außer tot) und es wird noch grausamer werden!

Warum, lieber Gott, warum??

Meine Schwester versorgt mich, kann mir aber in meinem Zustand auch nicht mehr helfen...

Ich kann nichts mehr, außer Liegen, oder Durchdrehen!

Erlösung bitte!!!

LG Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
edgar
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von edgar »

Liebe Melli :) ,

ich bin Sozialarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung und Angehöriger (meine Frau ist Betroffene) und bin erschüttert über Deine Geschichte. :cry:

Zu meiner Idee: Wäre Deine Schwester dazu bereit, die Gesetzliche Betreuung für Dich zu übernehmen ?

Ich frage deshalb, weil ich häufig mit Gesetzlichen Betreuern zu tun habe und die Erfahrung gemacht habe, dass diese i.d.R. das umsetzen, was Ärzte vorschlagen.

Ich denke, Du brauchst aber dringend jemanden, der Deine Interessen vertritt (Du bist Expertin Deiner selbst und kennst Dich selbst am besten und was Du gerade brauchst oder gar nicht gebrauchen kannst).

Das Problem in der Psychiatrie ist häufig auch, dass der Klinikalltag der Mitarbeiter vereinfacht werden soll und dass man dann häufig schnell und mehrere Medikamente verordnet, damit die Patienten den Arbeitsalltag nicht "stören". Dies ist oft aber nicht zum Wohle des Patienten und man bietet keine Alternativen an. Nach dem Patientenrechtegesetz hat man aber Anspruch auch auf Alternativen. Wenn Du Deine Einwilligung zu einer Behandlung nicht gibst und wirst trotzdem behandelt, dann begeht man dort eine Körperverletzung, was strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Lediglich, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt, darf man vorübergehend die Einwilligung übergehen. Wenn Du aber nicht äußerst, dass Du Dir was antun wirst, muss man Deine Zustimmung einholen.

Damit Du zu Deinen Rechten kommst, brauchst Du dringend einen Vertrauten (Deine Schwester z.B.), die Deine Interessen durchsetzt.

Falls Du es Dir vorstellen kannst, dass Deine Schwester diese Aufgabe übernimmt, und sie sich das auch vorstellen kann, solltet ihr dann schnellstmöglich beim Amtsgericht ein Schreiben einreichen, wo man die Gesetzliche Betreuung beantragt hat, und mitteilen, dass Deine Schwester diese Aufgabe übernehmen würde.

Zu klären wäre allerdings vorab, ob Du eine Einwilligung erteilt hast, dass Du überhaupt eine Gesetzliche Betreuung willst.Falls nicht, müsste es ein Gutachten gegeben haben, das zu dem Ergebnis kommt. Würde mit Dir darüber ausführlich gesprochen ?

Soweit erst mal von mir.

Viele liebe Grüße !
Edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.
edgar
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von edgar »

Noch ein Nachtrag:

An Jamies Frage, ob Du eine Wohnung hast, schließe ich mich an ?

Wenn ja, hätte ich noch eine zusätzliche Idee.

Liebe Grüße
Edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Ululu »

Hallo Edgar,

Melli hat in der Vergangenheit häufig Suizidabsichten geäußert, wohl auch im Krankenhaus.
Zudem hat sie wohl auch schon einen Versuch unternommen, auch im Krankenhaus.

Das Krankenhaus geht daher ganz sicher von einer Selbstgefährdung aus, was die Sache sehr erschwert.

Ich denke Nach der Trennung ihres Mannes ist auch kein wirkliches Zuhause mehr vorhanden, in das Melli zurück könnte.
Die Situation ist insgesamt schlimm und sehr verfahren.

Viele hier überlegen ja schon längere Zeit mit Melli, wie es weiter gehen könnte.
:group:

LG Ute
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Lieber Edgar!

Danke für deine Antwort!
edgar hat geschrieben: 22.04.2018 12:40 Zu meiner Idee: Wäre Deine Schwester dazu bereit, die Gesetzliche Betreuung für Dich zu übernehmen ?
Sie hat darüber nachgedacht, fühlt sich aber überfordert.
edgar hat geschrieben: 22.04.2018 12:40 Ich frage deshalb, weil ich häufig mit Gesetzlichen Betreuern zu tun habe und die Erfahrung gemacht habe, dass diese i.d.R. das umsetzen, was Ärzte vorschlagen.
Ja, ich weiß und bin auch deswegen so Verzweifelt. Unter diesen Umständen, in der Situation und meinem jetzt schon schlimmen, grausamen, quälenden Zustand, wird es keine Lösung (Heilung) mehr geben können...
edgar hat geschrieben: 22.04.2018 12:40 Lediglich, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt, darf man vorübergehend die Einwilligung übergehen. Wenn Du aber nicht äußerst, dass Du Dir was antun wirst, muss man Deine Zustimmung einholen.
Dadurch, daß ich nicht mehr kann und ständig Durchdrehe und mich dabei nicht mehr im Griff habe und die Zustände dann auch keine Sekunde mehr ertragen kann, äußere ich in dem Moment schon, daß ich sofort sterben will.

Ich schrieb ja schon, ich wünsche mir jeden Abend, daß ich morgens nicht mehr aufwache! Was ich an Qualen erleiden muss (ich weiß nicht, ob du schon länger mitliest), die von Tag zu Tag schlimmer werden, ist unmenschlich und übersteigen nun bei weitem meine Kräfte!!!
edgar hat geschrieben: 22.04.2018 12:40 Falls nicht, müsste es ein Gutachten gegeben haben, das zu dem Ergebnis kommt. Würde mit Dir darüber ausführlich gesprochen ?
Es war eine Ärztin hier deswegen und mein Zustand ist nicht zu übersehen!
edgar hat geschrieben: 22.04.2018 12:43 An Jamies Frage, ob Du eine Wohnung hast, schließe ich mich an ?
Wenn ja, hätte ich noch eine zusätzliche Idee.
Nein, ich habe nichts mehr!

Wie gesagt, in dem Zustand, in der Situation... Ich habe wohl kaum noch eine Chance...

Ich komme hier nicht mehr raus, denn es ist ein Teufelskreis!

Ich möchte den Bedarf ja nicht, aber in dem Moment kann ich es nicht mehr kontrollieren!

Es ist einfach zuviel passiert, was die Medikamente angeht!
Schau dir meine Symptome an!!!
Wie soll ich hier wieder rauskommen?!?!?

Ich habe Angst!!!
Angst, noch ewig so schlimm leiden zu müssen und noch schlimmer!!!

LG Melli

Ute, hat sich überschnitten.
Ist aber so, wie du sagst...
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
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7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

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Symptome:
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Clarissa
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa »

Hallo.

Ich war fast in der Situation, in der sich Melli jetzt befindet, und es ist in der Tat so, daß man kaum in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, geschweige denn, sie zu realisieren. Ich kann schlecht erklären bzw. einschätzen, was damals mit meinem Gehirn passiert ist. Es war irgendwie abgeschaltet und bei der kleinsten Kleinigkeit überfordert.
Mir selbst hat Quetiapin (zur Substitution im Zolpidementzug!) das eingebrockt, da bin ich ganz sicher. Die NL haben mich komplett ausgebremst und ich habe mich bis heute nicht vollkommen davon erholt.

Auch meine Angehörigen zeigten sich vollkommen überlastet und entnervt durch die Situation. Die Partnerschaft war gerade zerbrochen. Meine einzige Schwester konnte nichtmal mehr mit mir telefonieren, weil sie das so runterzog.

Ich bin dann wirklich "zum Sterben nach Hause gegangen". Ich bin nicht gestorben!

Warum schreibe ich das? Nicht, um zu entmutigen, sondern um Mellis Partei zu ergreifen.

Es ist unvorstellbar für jeden, der das nicht selbst durchgemacht hat.

Ratlose Grüße von Clarissa.
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Clarissa, ihr Lieben!!!
Clarissa hat geschrieben: 22.04.2018 13:54 Ich bin dann wirklich "zum Sterben nach Hause gegangen".
Nicht mal das kann ich, da ich kein Zuhause mehr habe!
Mein Mann hat mich entsorgt, wie Müll und behandelt mich auch so. Müll in die Tonne und weg, aus den Augen, aus dem Sinn!
Selbst wenn ich sterben würde, wäre es ihm egal!!!

Muss ich wirklich sterben um erlöst zu werden?!?!?!
Ich kann nicht mehr!!!
Ich liege hier seit Stunden und weine, mit wieder schlimmsten Symptomen und Qualen!

Ist mir in meiner Situation noch irgendwie zu helfen?!?!?
Ich glaube nein....

Ich habe, wie gesagt, furchtbare Angst vor endlosen Qualen!!!!

Lieber Gott hilf mir!!!!

Was soll ich nur tun?!?!?!
Ich kann nichts mehr tun...

Gibt es denn wirklich keinen Ausweg mehr?!?!?

Betet bitte für mich!!!

LG Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
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Schlimme Zustände!!!
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Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Flummi

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Flummi »

Liebe Melli,
ich bete für Dich!
Alles Liebe,
Claudia
Guglhupf
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Guglhupf »

Liebe Melli,

ich denke so oft an dich und wünsche mir nichts mehr, als dass deine Qualen zumindest Mal gelindert werden.

Ich kann dir keinen Rat geben ich wollte nur sagen, dass es mich sehr freut, dass du heute ganz klar und in perfekter Rechtschreibung schreibst - zumindest da merkt man als Außenstehender, dass sich dein Zustand verbessert hat.
Ich denke weiterhin ganz ganz fest an dich und wünsche dir Linderung.

Alles Liebe,
Anna
Meine Signatur
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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."
edgar
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von edgar »

Liebe Melli,

ich gehe davon aus, dass Du zu Deiner Schwester Vertrauen hättest, wenn Sie Gesetzliche Betreuerin wäre. Falls Deine Schwester grundsätzlich bereit dazu wäre, könnte sie sich von einer Betreuungsstelle, die es in jedem Kreis gibt, dazu beraten lassen. Oftmals sind Menschen überfordert, wenn sie nicht genau wissen, welche Aufgaben etc. da auf sie zukämen. Zumindest hast Du nicht geschrieben, dass Deine Schwester dies kategorisch ablehnen würde.

Ich kann nur dazu raten, damit Du jemand Vertrauten hast, um noch etwas selbst bestimmen zu dürfen, auch was den Aufenthaltsbestimmungsort etc. anbelangt. Falls Du in ein Heim kommen würdest und Dir ginge es nach einiger Zeit besser und Du würdest gerne wieder allein in einer Wohnung wohnen, dann könnte es Probleme geben, wenn Du eine Gesetzliche Betreuerin hast, die nicht eine nahestehende Angehörige ist.

Auch wäre Deine Schwester als Betreuerin insofern wichtig, weil sie in Absprache mit Dir viel eher umsetzen könnte, was Du an Deiner Medikation verändern möchtest.

Du könntest in der Klinik wegen der Suizidalität zu Protokoll geben, dass Du zwar Äußerungen gemacht hast, dass Du nicht mehr Leben möchtest, aber Du es darauf bezogen hast, dass das Leid endlich aufhören soll, aber Du nicht aktiv Deinem Leben ein Ende bereiten würdest und dass das nicht missinterpretiert werden soll. Sowas kannst Du auch mehrmals in Abständen von Tagen zu Protokoll geben. Sowas ist sehr wichtig, um das Zepter wieder mehr selbst in die Hand zu kriegen.

Ich weiß nicht, wie lange der Suizidversuch her ist, aber wenn es ein paar Monate her ist, dann kann man diesen ärztlicherseits nicht auf die Zukunft einfach übertragen.

Viele Grüße
Edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.
jueliekrie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von jueliekrie »

Melli ich denk an dich und leide genauso wie du und ich bin in der Falle von 6 Psychopharmaka. Wie oft hab ich gebetet wenn es einen Gott gibt bitte hilf bitte. Ich fühle mich komplett verloren und bin bei dir. Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen

2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok

2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok

2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D

2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein

Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme

2018: Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
seit 15.12.2018 Mirtazapin 22,5 mg


2019
Mirtazapin 15 mg seit 26.08., 7,5 mg seit 16.09.

Amitriptylin neu 50 mg seit 26.08., 100 mg seit 10.09., 125 mg seit 16.09., 150 mg seit 23.09.

Seroquel 300 mg, 200 mg seit 10.09.

Lorazepam 3 mg

Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.
Eva

Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva »

Hallo,
jueliekrie hat geschrieben: 26.04.2018 22:10 Melli ich denk an dich und leide genauso wie du und ich bin in der Falle von 6 Psychopharmaka. Wie oft hab ich gebetet wenn es einen Gott gibt bitte hilf bitte. Ich fühle mich komplett verloren
So eine Verfassung ist schlimm, und Du hast mein Mitgefühl.

Es kann aber sein, dass ein Gebet immer beantwortet wird, allerdings nicht in der Weise, wie wir es uns vorstellen und erhoffen, also so, dass wir über die Antwort "stolpern". Oftmals ist sie versteckt und geheimnisvoll, dies ist meine Erfahrung. Gebete enthalten eine Kraft, wie Gedanken, vielleicht auch ähnlich wie die Elektrizität: Wir können sie nicht sehen, aber sie ist vorhanden.

So befreit uns Gott nicht unmittelbar von den Medikamenten - weil das unserer eigenen Handlung unterliegt und wir unsere Handlungen selbst bestimmen, denn er wollte mit uns wohl keine Marionetten erschaffen - aber vielleicht schickt er uns Engel in Menschengestalt, die wir nur wahrnehmen müssen, oder lässt uns auf ein Forum wie dieses stoßen ... ?

Ich kann ihm keine Vorwürfe machen: Vieles brocken wir uns selbst ein und fragen dann oft, wie konnte Gott das nur zulassen? Man hört es ja oft.

Aber all das mag man, wenn man mitten in der Bredouille steckt und keinen Ausweg finden kann, anders sehen.

Als es mir sehr schlecht ging, habe ich auch Gott um Hilfe angefleht, und ich habe sie teilweise dann überhört/übersehen. Mir hat er sie nicht zuletzt in Form einiger geöffneter Türen geschickt - hindurchgehen musste ich selbst - und er hat auch versucht, andere, weniger empfehlenswerte Türen zu schließen; so empfinde ich es heute, und so glaube ich es.

Alles Gute wünsche ich gerade den Verzweifelten hier.

Liebe Grüße, Eva
jueliekrie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von jueliekrie »

Das ist lieb, Eva, vielen Dank für düse Worte. Ich habe sie erst jetzt gelesen. Das ist das, womit ich am wenigsten klarkomme in meinem Leben: dass ich selbst verantwortlich bin und war für all die schlimmen Dinge, die geschehen sund und immer noch passieren. Ich kann damit nicht leben, ich bin nur noch im "hätte ich doch" Modus und bin gedanklich nur noch damit beschäftigt, die Zeit zurückzudrehen. Ich weiß, dass das alles noch schlimmer macht, trotzdem kann ich es nicht abstellen. Wie akzeptiert man Dinge? Ich weiß das nicht, ich habe das nie gelernt, ich weiß nicht, wie das geht, ernsthaft, ich hadere immer immer. Melli wie geht es Dir? Liebe Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen

2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok

2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok

2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D

2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein

Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme

2018: Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
seit 15.12.2018 Mirtazapin 22,5 mg


2019
Mirtazapin 15 mg seit 26.08., 7,5 mg seit 16.09.

Amitriptylin neu 50 mg seit 26.08., 100 mg seit 10.09., 125 mg seit 16.09., 150 mg seit 23.09.

Seroquel 300 mg, 200 mg seit 10.09.

Lorazepam 3 mg

Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.
Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Ihr Lieben!!!

Mir geht es noch schlechter, wie oben beschrieben!!!

ICH KANN NICHT MEHR!!!

Nun wollen sie mich auf die Suchtstation verlegen!!!
Mir ist nicht mehr zu helfen!!!
Ich bin verloren!!!

ERLÖSUNG BITTE!!!

Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
Muryell
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Muryell »

Liebe Melli,

es tut mir leid, dass es Dir noch so schlecht geht.

Theoretisch wäre die Suchtstation keine schlechte Idee, wenn sie schonend die Medikamente ausschleichen können.

Haben die Ärzte einen Plan? Was sagen sie, warum die Suchtstation?

Ich bin in Gedanken bei Dir.

Liebe Grüße

Muryell
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Liebe Muryell, ihr Lieben!

Nun doch keine Suchtstation.
Bin ich auch nicht in der Lage dazu.
Mir geht es immer noch so, bzw. noch schlechter:
Lilly71 hat geschrieben: 22.04.2018 08:45 Es gibt nur noch grausame Tage!
Es fäng oft morgens schon an. Dieses Gefühl der Sinnlosigkeit, der Hoffnungslosigkeit, welches ich sowieso habe und dieser massive Druck und Drang durchzudrehen! Ich bin dann den ganzen Tag getrieben, kann es keine Sekunde länger mehr aushalten, andererseits kann ich fast nur noch liegen! Es ist die Hölle! Habe schon öfters Tassen geschmissen, mich geritzt (?), getobt und furchtbare Qualen erlitten!
Ich kann nichts dagegen tun!!!
Ich habe extremes Glück, daß ich noch nicht isoliert und fixiert wurde. Es gibt dann Medikamente, die wieder nicht helfen (Bedarf: Tavor, Truxal, Dipiperon, Dominal) aber extrem meine Symptome verschlimmern! Am schlimmsten ist gerade die Kraftlosigkeit, daß mein Kopf immernoch nichts erträgt,
ich kann mich mit nichts ablenken, dadurch wird alles noch schlimmer!
Und dieses Durchdrehen und keine Sekunde mehr ertragen zu können.
Ich habe dem nichts entgegenzusetzen!
Von allen anderen Symptomen ganz zu schweigen (Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, bin nicht mehr hier in dieser Welt, Kopfkrämpfe, schwer verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, über 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit,
Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, trinken eine Qual, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit,und noch viel mehr!!!)
Mein Tag besteht aus atmen und Rauchen, alles was mir geblieben ist und auch das schmeckt nicht mehr! Pure Verzweiflung!
Das ist kein Leben mehr! Sondern nur noch irgendwie existieren, da ich nun mal noch lebe. Duschen geht schon lange nicht mehr.
Jede Veränderung der Medikamente macht alles noch schlimmer! Wie soll ich die abgesetzt bekommen? Und dann auch noch unter diesen Voraussetzungen! Ich fürchte, ich werde die geschlossene nicht mehr verlassen! Wie soll es besser werden??? Wie soll ich es noch in ein Heim schaffen??? Es ist zu spät! Zu viel passiert mit denn Medikamenten! Ich hätte nicht mehr in die Klinik dürfen!!!
Ich habe solche Angst! Vor jedem neuen Tag, der höchstwahrscheinlich furchtbare Qualen mit sich bringt!
Ich möchte so gerne noch einmal richtig leben. Aber ich kann nicht mehr, ich weiß nicht, wie ich das noch schaffen soll! Es wird ja immer schlimmer!!! Und ich muss ja mit Jahren rechnen! Und wie sollen die aussehen? Dieser Zustand ist so grausam und Menschenunwürdig!
Das ist nicht leben, nichtmal annähernd. Das ist nur noch quälen!!!
Und es kann unter diesen Umständen nicht besser werden nur schlimmer! Und so komme ich hier nie raus!!! Ich bin verloren!!! Wer weiß, wie mein Ende aussieht...

So möchte ich keine Sekunde länger mehr leben!!!
ICH KANN WIRKLICH NICHT MEHR UND WEIẞ NICHT, WIE ES WEITERGEHT...

Ich habe große Angst!!!
Es wird immer schlimmer!!!

HILFE!!!

Bitte betet für mich!!!

Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von jueliekrie »

Oh Melli, das tut mir so unendlich leid. Ich leide mit dir, bei mir ist es auch nicht viel besser, nur dass ich noch zuhause bin und aber nächste Woche in eine Klinik muss, weil es nicht mehr geht. Ich bete für dich. Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen

2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok

2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok

2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D

2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein

Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme

2018: Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
seit 15.12.2018 Mirtazapin 22,5 mg


2019
Mirtazapin 15 mg seit 26.08., 7,5 mg seit 16.09.

Amitriptylin neu 50 mg seit 26.08., 100 mg seit 10.09., 125 mg seit 16.09., 150 mg seit 23.09.

Seroquel 300 mg, 200 mg seit 10.09.

Lorazepam 3 mg

Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Muryell »

Liebe Melli,

ich bete für Dich.

Muryell
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 »

Ihr Lieben!

Mir geht es immernoch so, wie oben beschrieben!

Ich bin immernoch auf der geschlossenen und werde diese wohl auch nicht mehr verlassen!?!?!?

Wie auch???
Aus meinem Teufelskreis gibt es kein Entrinnen mehr!?!?!

Ich bin vollkommen am Ende!!!
Verloren!!!

Bitte, denkt an mich und betet für mich!!!

Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!
Clarissa
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Clarissa »

Liebe Melli - wie sieht denn Deine aktuelle Therape aus und was ist der Plan der Ärzte?

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa
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