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Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Freitag, 22.09.17, 16:06

Liebe Anna, liebe Pons, ihr Lieben!

Danke für eure Antworten!

Anna, solche Panikattacken kenne ich auch.
Leider habe ich mittlerweile ganz andere Angstzustände und das durchgehend.
Wobei ich nicht herunterspielen möchte, was du erlebt hast!
Es ist einfach alles furchtbar!

Pons, es ist die Angst, so durchzudrehen, dass ich es nicht mehr kontrollieren kann und dann gezwungenermaßen in die Klinik komme.
Vorallem, wenn mein Mann wieder arbeiten geht.
Und die Angst, vorm Aufgeben, weil ich nicht mehr kann.

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

neuling
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von neuling » Freitag, 22.09.17, 16:22

Hallo Melli,

mir geht es auch so. Es ist keine angst oder Panik Attacke. Es ist ein Gefühl aus tiefstem inneren das die ganze Zeit sagt ich kann nicht mehr. Keine zeit ist gut.
Keine Erholung.
Kann nichts mehr ertragen. Kann Gesprächen kaum folgen. Der Körper fühlt sich komisch an.
Alles rieselt in mir. Kennst du das? Und das mit dem Gedächtnis. Als ob gleich gar nichts mehr geht? Kann nirgends mehr hin.
Fühlt sich an als ob alles kaputt gegangen ist.
Und ich weiß das es durch die Tabletten gekommen ist.

Aber wie soll man das ertragen.
LG Mary
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Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva » Freitag, 22.09.17, 16:26

Hi liebe Melli,

danke für die Erklärung.
Pons, es ist die Angst, so durchzudrehen, dass ich es nicht mehr kontrollieren kann und dann gezwungenermaßen in die Klinik komme.
Vorallem, wenn mein Mann wieder arbeiten geht.
Und die Angst, vorm Aufgeben, weil ich nicht mehr kann.
Das bedeutet, Du würdest lieber vorher selbst aufgeben, damit es nicht zwangsweise passiert? Hm, abgesehen davon, dass es allein Deine Gedanken und Emotionen sind, die das Szenario aufstellen, kann es nur Sinn machen, wenn wenn Du vorsorgst, dass Du nicht mit Medikamenten "versorgt" wirst.

LG Pons
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 22.09.17, 16:31

Pons hat geschrieben: All das hat Dich nicht getötet, Du hast es überstanden! :sports:
Oh an sowas mag ich gar nicht denken :shock: nein, davon war und bin ich zum Glück immer weit weg. Ich habe das große Glück eine wunderbare Familie zu haben, die mich in schweren Stunden auffängt <3

LG Anna
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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Freitag, 22.09.17, 17:59

Ihr Lieben!

Mary, ich kann dich gut verstehen!
Mir geht es ebenso!

Pons, das mit dem Aufgeben war irgendwie anders gemeint.
Irgendwie Angst zu sagen, okay, ich gehe jetzt in die Klinik und die sollen mich nur noch ruhig stellen, damit ich es nicht mehr aushalten muss!
Und nicht mehr dran zu denken, was dann passiert.

Bin auch schon wieder durchgedreht!

Ich glaube, ich bin schon schwer traumatisiert durch die Situation und habe einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen.

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva » Freitag, 22.09.17, 18:41

Liebe Melli,

ja, der blinde Wunsch, dass alles Denken, alles schreckliche Fühlen aufhört, egal was danach mit uns passiert - das ist genau das, was ich auch vor meinen unkontrollierten Benzo-Einwürfen spürte. Wir haben immer nur Angst vor unseren Gefühlen, es gibt keine andere Angst als diese! Wir wollen nicht fühlen, was wir gerade fühlen - oder später fühlen könnten - und dafür sind wir bereit, einen hohen Preis zu bezahlen.

Es war mir in den schrecklichsten Momenten wurscht, ob diese Tabletten mich abhängig machen, ich wollte sie haben, ich wollte sie schlucken, ich wollte nichts als Erleichterung: Nichts. Mehr. Fühlen. - Und es wäre mir beinahe gleichgültig gewesen, wenn ich dabei "hops gegangen" wäre, allerdings hätte ich DAS meinem Mann und meinem Sohn denn doch nicht antun wollen ... Aber es ist total schrecklich, wozu wir bereit wären, wenn "es nur aufhören würde"! Ich verstehe Dich so gut!

Nur: Irgendwann kommen wir wieder zu uns selbst zurück, zwangsläufig. Und dann kann es durchaus sein, dass nichts gelöst ist, nichts von unseren Problemen hat sich in Luft aufgelöst, manchmal scheint sogar alles de facto noch schwieriger geworden zu sein ... abtauchen, ob in Tabletten oder in die Klinik, hat sich unter den Umständen leider nicht bewährt und wird sich auch nicht bewähren. Die Problemlösung ist selbst das Problem.

Wir haben am Ende nur diese Wahl: Wir geben uns auf und die Verantwortung an andere ab, oder wir stellen uns. Dann aber mit allem was dazu gehört. MIT Schlaflosigkeit, MIT Angst, MIT allen Zuständen ... Dazu dürfen wir uns dann alle Hilfe der Welt suchen, alles, nur keine weitere chemische Keule. Die tötet unsere Empfindungen zuerst ab oder verzerrt sie und lässt sie dann überborden, und wir müssen uns mit dem Entzug herumschlagen, gewinnen können wir nichts. Harte Erkenntnis, tiefer Fall, aber Fakt. Und wenn wir das akzeptiert haben, können wir uns aufrappeln.

Es stimmt, man hat nicht immer die Wahl. Manchmal geht es darum, uns vor uns selbst zu schützen. Aber in den meisten Fällen haben wir mehr Handlungsmöglichkeiten, als wir annehmen; es sei denn, eine Krankheit sucht uns heim, die uns die Sache aus der Hand nimmt. Zumeist ist das aber mit Psychopharmaka nicht der Fall, sondern wir selbst können Einfluss darauf nehmen, ob wir damit aufhören und gesund werden wollen oder nicht - auch wenn der Weg knochenhart ist, er ist vorhanden und zum Glück von den meisten begehbar.

Das ist nicht einfach zu akzeptieren, ich kann es auch nicht immer, und ich habe keine Ahnung, ob mich nochmals eine solche Verzweiflung packt wie Dich jetzt gerade. Was meint denn Dein Mann zu weiteren Klinikaufenthalten?

Ich hoffe, Du erträgst meine offenen Worte. Es ist das, was ich gelernt habe, und mir helfen diese glasklaren Erkenntnisse. Wenn sie Dir nichts sagen oder momentan zu schwierig sind, ignoriere sie einfach.

Liebe Melli, Dein Zustand geht mir zu Herzen, ich möchte Dich auch trösten, aber ich weiß nicht, ob Trost Dir gerade helfen kann? :group:

Liebe Grüße,
Pons
Zuletzt geändert von Eva am Freitag, 22.09.17, 19:04, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 22.09.17, 18:49

Hallo Melli, :)

Es tut mir so leid, dass du so tief in deiner Angst gefangen bist.
Aber dir wird wohl nichts Anderes übrig bleiben als es auszuhalten. Du schreibst von Aufgeben. Aber was meinst du damit ? Niemand wird im Moment etwas an deinem Zustand ändern können.
Du sagst selbst, dass du von der Wirkung des Benzos gar nichts mehr spürst und alles, was man dir sonst gibt wird dein Zentrales Nervensystem nur noch mehr reizen.

Das heißt doch im Umkehrschluss, dass du gar nicht stark sein musst, du musst nur aushalten. Es bleibt dir sogar überhaupt keine Alternative. Du musst aushalten und das wirst du auch.

Ich schicke dir noch einen Mut Drücker :hug:

LG Ute
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Samstag, 23.09.17, 9:26

Liebe Pons, liebe Ute, ihr Lieben!

Vielen Dank für's Trösten und Mutmachen!

Und danke, für die offenen Worte!

Ute, doch ich muss kämpfen, um die Symptome auszuhalten.

Ich weiß ja, daß es so ist, aber ich bin fassungslos, wie extrem es ist und fühle mich so hilflos.

Die Symptome, die ja bei mir sehr schwer sind, machen mir solche Angst und ich hab' Angst, ich überlebe das nicht.

Und diese ständigen Zustände, mit durchdrehen, weil ich einfach nicht mehr kann.
Das hält doch niemand lange aus.

Auch denke ich oft, woher weiß ich, daß es nichts anderes ist.

Ich weiß, das habt ihr schon oft gelesen.

Ich bewundere euch, wie ihr damit umgeht!!!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

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immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
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Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

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Bisoprolol 1,25mg

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Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
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neuling
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von neuling » Samstag, 23.09.17, 11:47

Hallo Melli,

habe auch so angst das ich das nicht überlebe. Hast du auch so augenprobleme? Und gedächtnisstörungen?
Als ob da Bereiche kaputt sind?
Das ist doch der Wahnsinn was wir hier durchleben.

Ich hätte nie gedacht das es solche Zustände gibt.

Kannst du lesen oder fernsehen? Bei mir geht das nicht.
Kapier gar nichts mehr. Hab so angst das es so bleibt.

Wenn doch nur ein hoffnungsschimmer wäre.
Dachte bisher immer wenn man Beschwerden hat geht man zum Arzt und dann wirds wieder gut. War sonst in meinem Leben so.

Und jetzt ist alles kaputt?
Für mich immer noch unvorstellbar.

Wie geht's dir heute? Kannst du schlafen? Kannst du dich ausruhen?
Hab auch so angst noch was anderes schlimmes zu haben. Kann ja meine ursprüngliche Erkrankung weshalb ich die Tabletten versuchsweise genommen habe gar nicht mehr weiterverfolgen.

Also so ein Horror. Bin gefühlt nur im überlebenskampf.

Meld dich, ja?
LG Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Samstag, 23.09.17, 14:04

Ihr Lieben!

Mary, kann dir gerade nicht antworten, mir geht es sehr! schlecht!

Helft mir bitte!

Ich kann wirklich nicht mehr!

Ich habe schon Gedanken, die man nicht haben sollte...

Ich stehe das nicht weiter durch.

Doch was hab' ich für Möglichkeiten.

Ich habe gelesen, daß manche mit Amitriptylin gedeckelt haben.
Das hatte ich schon mal und bekam davon eine Qt-Zeit-Verlängerung.

Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Sollte ich, jetzt im Notfall vielleicht das Tavor erhöhen?

Oder doch mehr Venlafaxin nehmen?

Ich schaff' das wirklich nicht mehr!

Auch mein Mann ist am Ende seiner Kräfte...

Verzweifelte Grüße
Melli
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

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Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva » Samstag, 23.09.17, 14:15

Liebe Melli,

ich schreibe Dir direkt zurück, weil Du so schrecklich verzweifelt klingst.

Wieviel Tavor nimmst Du denn zur Zeit? Hast Du den Eindruck, dass es noch etwas anschlägt? Selber würde ich vermutlich in solcher extremen Notlage noch eine Tavor nehmen, ob es aber jetzt gerade das Richtige wäre, vermag ich nicht zu sagen. Es kann ja auch paradox wirken und ist somit wirklich schwer zu entscheiden.

Ich kann Dir also eigentlich keinen Tipp geben. :cry: Du solltest nur wissen, dass ich Dich lese, also hier sofort jemand für Dich da ist.

:group: Pons
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Samstag, 23.09.17, 14:27

Liebe Pons!

Danke für deine schnelle Antwort!

Ich nehme 3mg (1morgens, 1/2 mittags, 1 abends und 1/2 zur Nacht) Tavor.
Von dieser Dosis merke ich nichts mehr.
Glaube eher, daß ich schon im Toleranzentzug bin.

Vielleicht macht das ja alles noch schlimmer und ich sollte erhöhen?
Ich weiß es nicht!

Ich bin so hilflos und weiß gar nicht mehr weiter.

Mein Mann auch nicht...

Wir sind sehr verzweifelt!!!

Liebe Grüße
Melli
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2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
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Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
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Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
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7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Eva » Samstag, 23.09.17, 14:32

Hallo Melli,

dann könntest Du mit einer zusätzlichen Tavor doch vielleicht erst einmal zur Ruhe kommen. Das würde natürlich an der Absetzproblematik nichts verbessern; es klingt jedoch so, als ob du unbedingt ein inneres Herunterkommen brauchst, und wenn es nur für einen Nachmittag, den Abend und die Nacht wäre. Manchmal hilft einem eine seelische Pause wieder auf die Füße, so würde ich es sehen. Andererseits weiß keiner, wie Du reagierst.

Vielleicht meldet sich gleich noch eines der versierteren Forumsmitglieder und kann das bestätigen oder auch nicht ...

Wie gesagt, ich würde es machen, aber ich kann leider nicht die Verantwortung für eine derartige Empfehlung übernehmen, entscheiden musst ja auch in jedem Fall Du selbst bzw. Du und Dein Mann.
Och Mönsch ... :hug:

Mitfühlender Gruß,
Pons
Zuletzt geändert von Eva am Samstag, 23.09.17, 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von micha68 » Samstag, 23.09.17, 14:40

Liebe Melli,

zu Deinen Medikamenten kann ich Dir leider keinen Rat geben :cry:

Deine Berichte erinnern mich an meine schlimmsten Tage und ich kann so gut nachvollziehen, dass Du hilflos und ängstlich bist. Ich kann Dir nur von mir sagen, es ging bei mir wieder weg, allerdings durch sehr hochdosierte Psychopharmaka, die ich jetzt langsam ausschleiche... und ich hoffe Du kannst Dich auch ohne "Hammerkur" wieder stabilisieren!!!!

Ich wollte Dich nur wissen lassen, dass ich an Dich denke und Dich in meine Gebete mit einschliesse. Ich wünsche von ganzem Herzen, das es Dir ganz schnell besser geht!!!!

:hug:
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Muryell » Samstag, 23.09.17, 14:44

Hallo, liebe Melli,

ich leide mit. Was mir auch geholfen hat, als es mir zu Hause so schlecht ging, war es mit meinem Mann spazieren zu gehen und dabei Schaufenster beobachten, Schilder lesen, egal was bewusst wahrnehmen.

Einmal hat mein Sohn mich aus einer Panikattacke rausgeholt, indem er mit mir in den Garten gegangen ist, und mir klare Anweisungen gegeben hat, was ich machen soll:

Zieh deine Jacke an.
Schau, ob die Pflanzen Wasser brauchen.
Hol die Gießkanne.
Hol Wasser.

Und so weiter.

Er hat mir keine Zeit und Gelegenheit gegeben, an etwas Anderes zu denken. Ich habe wie ein Roboter seine Anweisungen befolgt, und es ging so weiter, bis die Panikattacke vorbei war. Das hat lang gedauert.

Vielleicht hilft es, nicht in der Wohnung zu bleiben.

Ich drücke Dich ganz herzlich.

Muryell
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Samstag, 23.09.17, 14:57

Liebe Pons, liebe Micha, liebe Muryell!

Danke für eure Antworten!

Pons,
ich werde schauen, ob ich gleich eine Tavor als Bedarf versuche. Hab allerdings auch Angst, was passiert.
Danke für's Mitfühlen!

Micha,
kamen deine schlimme Zeiten von einem Entzug?
Und es halfen weitere Psychopharmaka?
Das wäre ja sehr ungewöhnlich, oder?
Ich stecke ja im protrahierten Entzug vom Venlafaxin.
Danke für's Beten!

Muryell,
es ist keine Panikattacke.
Es ist bei mir leider durchgehend so!
Deshalb auch so schlimm!
Danke für's Drücken!

Liebe Grüße
Melli
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2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Muryell » Samstag, 23.09.17, 15:25

Liebe Melli,

was mir noch einfällt, was Dich aus Deinem Angstzustand rausnehmen könnte, wenn Du fühlst, dass Du gleich wieder durch die Wohnung rennst:

- eiskalt duschen
- auf fünf Geräusche in der Wohnung achten
- auf eine Chilischote beißen
- ein Blatt Papier nehmen und Zahlen rückwärts schreiben, beginnend mit 200. Wenn Du fertig bist, noch einmal, beginnend mit 300 und so weiter

Liebe Grüße

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von micha68 » Samstag, 23.09.17, 15:55

Hallo Melli,

zu Deinen Fragen, ich hatte nach meiner Schwangerschaftspsychose (Postnatal) zu schnell die Medikamente abgesetzt. Und dann kam irgendwie alles zusammen mit den Hormonumstellungen (hat bei mir sehr lange gedauert) und ohne die Medikamente- dazu "auf einmal" ein Kind, um das ich mich kümmern sollte... bin dann erneut in die Klinik und dort wurde ich dann hochdosiert u.a. auf 1000mg Quetiapin (dazu Diazepam, irgendetwas was sie mir gespritzt haben..., Valproinsäure retard 900-0-900, Risperdal, Akiniton, Pantroprazol, mehr weiss ich nicht mehr :cry: )...

Am Anfang hatte ich dann dafür andere Zustände... zB. mussten mich die Mitpatienten zur Morgenrunde unter den Arm nehmen, weil ich nicht mehr alleine laufen konnte und bin dann dort auch regelmäßig vom Stuhl gekippt... war also wirklich nicht mehr ganz bei Bewusstsein :zombie: dafür ohne Angstzustände :frust: ALSO diesen WEG kann ich auch NICHT empfehlen!

Die Ideen von Muryell würde ich an Deiner Stelle ausprobieren. Mir fallen dazu noch ein:

- die Kissen auf der Couch "vermöbeln"
- Stressbälle kneten (am besten harte mit Noppen- vllt hast Du solche irgendwo?)
- Eiswürfel lutschen und Arme mit abreiben
- Eisspray auf die Unterarme

eben alles versuchen, was Dich aus dieser "Hochspannung" runterbringen könnte. Die Idee, die dahinter steckt ist, dass Du einen starken anderen Reiz setzt - wie erwähnt Chilli- oder Deine Energie umlenkst- Couch "verhauen"...

Ich drück Dich :hug: und hoffe Du findest schnell Erleichterung!!!
Ganz liebe Grüße
Micha
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 23.09.17, 16:19

Hallo Ihr Lieben, :)

Ich wollte mich mal dafür bedanken, wie toll ihr Melli, der es ja leider so schlecht geht, unterstützt. <3
Ich finde es toll, wie ihr all eure super Tipps " rauskramt" und versucht zu helfen. :fly:
Ihr seid toll.

Melli, du bist nicht alleine. Alle denken an dich und leiden mit dir. :group:

LG Ute
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitrag von Lilly71 » Samstag, 23.09.17, 16:44

Ihr Lieben!

Auch von mir natürlich nochmal herzlichen Dank!!!
Ich kann gar nicht sagen, wie wertvoll ihr alle seid!!!

Ihr werdet es nicht glauben, aber das versuche ich fast alles schon. Ohne Erfolg!

Ich war gerade noch ein paar Meter mit meinem Mann und unserem Hund laufen und bin danach total zusammen gebrochen.
Ein schlimmer Heulkrampf und wieder Hilfe schreien.

Nur im Bett geht aber auch nicht!

Ich habe das Gefühl, es geht nichts mehr!

Was hab ich da bloss für Zustände?!

Es ist auch nicht wirklich nur ein Angstzustand, sondern auch ein ganz tiefes inneres Gefühl, daß laut um Hilfe schreit.
Was mir ja dann auch nach außen passiert!

Mein Herzstolpern, Herzklopfen und Schmerzen machen mich auch fertig.

Ich glaube, ich verkrafte einfach psychisch meinen Zustand nicht mehr!

Ich danke euch nochmal sehr und hoffe, dass ich erstmal heute noch durchhalte!

Liebe Grüße
Melli
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Muryell
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

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