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Haarausfall durch Citalopram / jetzt Absetzen

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dani_california
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Haarausfall durch Citalopram / jetzt Absetzen

Beitrag von dani_california »

Hallo zusammen,

wegen einer depressiven Episode nehme ich seit 6 Wochen Citalopram 20mg ein. Ich habe das Medikament vor 3 Jahren schon einmal für 1 Jahr eingenommen und es gut vertragen.
Letzte Woche musste ich mit Schrecken feststellen, dass mir plötzlich deutlich mehr Haare ausgehen. Das war damals nicht der Fall.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist das eine Nebenwirkung, die nur kurze Zeit auftritt?
Ich denke darüber nach, das Medikament auszuschleichen. Von ärztlicher Seite wurde mir davon abgeraten, da ich da Citalpram ja erst seit 6 Wochen einnehme. Ich sollte es noch mindestens 6 Monate weiter nehmen. Stimmungstechnisch geht es mir seit ca. 3 Wochen um Welten besser. Ich habe Angst vor einem Rückfall in die Depression, wenn ich nun ausschleiche - auch wenn ich das über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen machen würde.
Hat jemand von euch Citalopram nach nur ein paar Wochen abgesetzt? Und wie ging es euch damit?

Danke für eure Hilfe.

LG Dani
Jamie
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo dani :)

willkommen im Forum :).

Alle Antidepressiva (AD) sind - mehr oder weniger - hormonell wirksam.
Du wirst in unzähligen Beipackzetteln Hormonstörungen als Nebenwirkungen (NW) finden, sei es in Form von Libidoverlust, Orgasmusstörungen, Haarausfall, Hautprobleme, Milchfluss und ganz häufig: Menstruations- und Zyklusstörungen bei Frauen oder auch subtiler - Änderungen der Schilddrüsensituation.

AD sind hochpotente Substanzen, die zu einem Umbau deines Gehirns führen, die Gehirnchemie verändern, Neurotransmitter modulieren etc. und in der Folge zu kaskadenartigen Effekten im ganzen (!) Körper führen, wovon auch die Hormone betroffen sind.

Ich fürchte, dass der Haarausfall nicht nur temporär ist, sondern eine längerfristige NW des Citaloprams.
Es wäre aber auch zu prüfen, ob ein Nährstoffmangel für den Haarausfall verantwortlich ist (zB Eisenmangel, Zink, B-Vitamine..). Das kann ein Arzt mit einem Bluttest feststellen.

Wenn du das Citalopram ausschleichen willst, dann lass dich bitte bei uns beraten.
Man sollte es kleinschrittig und über einen längeren Zeitraum ausschleichen, weil das sanfter zum Körper ist und er lernen kann, ohne Anwesenheit des AD wieder seine Funktionen korrekt aufzunehmen.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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dani_california
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Hi Jamie,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort!
Mich würde noch eines interessieren: Findest du es riskant, Citalopram nach nur ca. 6 Wochen Einnahmezeit wieder auszuschleichen?

LG Andrea
Lisamarie
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Andrea, Psychopharmaka deckeln höchstens Symptome, sie heilen nicht und haben dafür viele Nebenwirkungen , daher wäre es hilfreich wenn du gegen deine Depression eine Therapie in Erwägung ziehst. Oder machst du schon eine ? Nach sechs Wochen Einnahme kannst du wahrscheinlich schneller ausschleichen wie unsere empfohlenen 10% alle vier bis sechs Wochen. Würde , wenn du jetzt ausschleichen willst auf 15 mg runter gehen, die ein paar Tage halten dann auf 10 mg runter und dann schauen wir gerne mal mit dir zusammen wie du die zwei Absetzschritte vertragen hast.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
dani_california
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Hi Lisamarie,

lieben Dank für deine Antwort. Ich mache im Moment keine Therapie. Erwarte mir von Citalopram auch keine Heilung. Mir gings vor ein paar Wochen allerdings so mau, dass ich einen kleinen Lifter haben wollte. Das hat stimmungstechnisch auch super funktioniert. Ich habe halt nur Angst, wenn ich das Medikament jetzt schon wieder (sei es auch behutsam) absetze, dass ich dann wieder ne Krise bekomme.
Von ärztzlich/psychiatrischer Seite hört man halt immer nur, dass man das Zeug mindesten 6-9 Monate nehmen soll.

LG Andrea
Eva

Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von Eva »

Hallo dani,

welche dramatischen Auswirkungen diese "kleinen Lifter" haben, sehen wir hier im Forum; medizinisch sind sie, finde ich, ein Ausdruck der Hilflosigkeit: Man hat lediglich Mittel gefunden, bei denen sich super der Spruch "Teufel mit dem Beelzebub austreiben" anwenden lässt, und das wird für ADs verharmlost.

Will sagen, egal wie hilfreich sie - und das sind sie bei weitem nicht immer - wirken mögen: das, was sich an Nachteilen daraus ergibt, überwiegt drastisch. Ein AD würde ich für mich höchstens bei akuter Lebensgefahr tolerieren, und das auch nur so kurz wie es nur ginge. Denn was sie mit unserem Kopf anrichten, kann noch deutlich schlimmer sein als das auf dem Kopf, wenn ich das mal so ein wenig flapsig ausdrücken darf. :zombie:

Ich würde also unabhängig vom Haarausfall anstreben, so rasch wie möglich und so langsam wie nötig auszusteigen. Das musst und wirst Du natürlich für Dich entscheiden, meine Einstellung dazu ergibt sich durch das Lesen hier. Ich selber habe durch Benzos "nur" eine Abhängigkeit entwickelt und ein deutlich ramponiertes Gedächtnis mit teilweise desolater Konzentrationsfähigkeit.

Alles Gute für Dich und Grüße,
Pons
Zuletzt geändert von Eva am 09.09.2017 15:42, insgesamt 5-mal geändert.
dani_california
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Hi Pons,

danke für deine Meinung dazu. Ich habe schon mal drei Jahren ein knappes Jahr Cito eingenommen und hatte bis auf intensive Träume und leichtes Nachtschwitzen keine Nebenwirkungen. Bei jedem wirken Medikamente unterscheidlich und ich kann es nachvollziehen, dass Konsumenten mit starken Nebenwirkungen AD's verurteilen. Mich persönlich hat Citalopram jetzt zweimal aus dem gröbsten rausgeholfen. Ich sehe AD's nicht als Dauerlösung sondern als Krücke, die einen kurze Zeit lang stützt und die man dann schnellstmöglich wieder absetzt.

LG Andrea
Eva

Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von Eva »

Hi Andrea,

das verstehe ich. Auch ich habe mit meinen Benzos speziell nur gute Erfahrungen gemacht, was die Wirkweise angeht. Dennoch machen sie eine "Matschbirne" und zwar erst im Laufe der Zeit, quasi unbemerkt. Ich habe zudem einen riesengroßen Respekt vor Langzeitfolgen dieser Medikamente, die noch gar nicht richtig erforscht sind ...

Wie gesagt, ich würde nie verurteilen, wenn jemand in einer schlimmen Lage so etwas einnimmt - habe ich ja schließlich selbst getan - nur ist es eben keine echte Lösung. Meine Schlaflosigkeit werde ich dadurch ebenso wenig wirklich los, wie sich meine Psyche dadurch stärken lässt, das ist nicht möglich. Für mich akzeptiere ich, Irgendwann muss man sich den Problemen tatsächlich stellen.

Aber wie gesagt, das muss und kann jeder für sich entscheiden.

Liebe Grüße, Pons
Zuletzt geändert von Eva am 09.09.2017 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
LinLina
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von LinLina »

Hallo Dani :-)
dani_california hat geschrieben: Ich habe schon mal drei Jahren ein knappes Jahr Cito eingenommen und hatte bis auf intensive Träume und leichtes Nachtschwitzen keine Nebenwirkungen. Bei jedem wirken Medikamente unterscheidlich und ich kann es nachvollziehen, dass Konsumenten mit starken Nebenwirkungen AD's verurteilen. Mich persönlich hat Citalopram jetzt zweimal aus dem gröbsten rausgeholfen. Ich sehe AD's nicht als Dauerlösung sondern als Krücke, die einen kurze Zeit lang stützt und die man dann schnellstmöglich wieder absetzt.
Ich kann gut verstehen, dass du Antidepressiva als zeitweilige Hilfe siehst, gerade wenn du bisher vergleichsweise leicht absetzen konntest :hug:

ich möchte dir noch meine Erfahrung da lassen, bzw. die Erfahrung vieler anderer von denen ich gelesen habe, dass man bei wiederholter Einnahme teils irgendwann nicht mehr die erhoffte/gewohnte Wirkung erlangt, dass Nebenwirkungen sich verändern können und neue hinzukommen können, und dass das Absetzen irgendwann schwieriger werden kann. Nicht muss, aber kann.

Unser Körper ist kein statisches System, jede einnahme Zentralwirksamer Substanzen verändert potentiell verschiedene Regelkreise, dadurch kommen Effekte wie Toleranzentwicklung zustande.

Es könnte z.b. dadurch auch passieren, dass man durch vorherige Einnahme von Psychopharmaka schneller wieder in Zustände kommt, wo man sie "benötigt", weil sich das Gehirn zunächst unmerklich der Einnahme angepasst hat, also für eine gewisse Zeit vulnerabler wird.

Von Benzodiazepin Entzügen ist schon länger der Kindling-Effekt bekannt (wiederholte Entzüge werden teils ungleich schwieriger, der Körper "merkt" sich vorherige Einnahmen und das Absetzen), aber auch die Erfahrungen mit wiederholter Antidepressiva-Einnahme lassen vermuten, dass ein solcher effekt vorkommen kann, und einige berichten dass sie in der Vergangenheit problemlos absetzen konnten, und nun plötzlich kaum noch reduzieren können.

Ich möchte dir das nur mitgeben, damit du entsprechend Vorsichtig mit der zukünftigen Einnahme umgehen kannst und gut abwägst. Unsere Haltung ist hier im Forum generell, möglichst auf Psychopharmaka zu verzichten, und wenn sie doch angewendet werden, möglichst nur bei Verträglichkeit und guter Abwägung selten, geringdosiert und kurzzeitig einsetzen. ich denke, ein vorsichtiger Umgang mit diesen Substanzen macht generell für jeden Sinn, auch wenn man nicht direkt im Sinne von starken Nebenwirkungen eine starke Reaktion registriert, denn die meisten Prozesse laufen ja zunächst unbemerkt ab, spürbar wird erst wenn unser System nicht mehr kompensieren kann.

Alles Gute :group:

Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Vielen Dank für deinen Rat, Lina. Ich habe Citalopram vor drei Jahren genommen. Ich würde es gerne nach unn 6 Wochen Einnahme über 6-8 Wochen in 5mg-Schritten absetzen. Allerdings war ich verunsichert, weil mir mehrere Psychiater geraten haben, es noch ca. 6 Monate weiter zu nehmen. Jetzt weiß ich nicht recht, wie ich handeln soll. Ich habe Angst, das es mir wieder schlechter geht, wenn ich jetzt absetze.
Eva

Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von Eva »

Dani,

nur noch ein ganz kurzer Einwurf dazu von mir, dann habe ich fertig. :D Bei mir besteht auch die begründete Möglichkeit, wieder schlaflos zu liegen am Ende des Entzugs. Wir können uns nur entscheiden, den Kampf aufzunehmen oder nicht. Und es dann festzustellen, ob es nicht doch vielleicht besser läuft als befürchtet.

LG Pons
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Hi Pons,

das gefällt mir :D
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass es bei dir klappt!

LG Dani
LinLina
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von LinLina »

Hallo Dani :-)

du kannst das Absetzen ja so gestalten, wie es dir gut damit geht. Wenn du das möchtest, versuche es erstmal in etwas größeren Schritten mit längeren Stabilisierungspausen, und wenn du merkst es geht gerade nicht so gut bzw. es bahnt sich was an, dann bleibe länger auf der Dosis und warte bis sich das "Unwetter" gelegt hat, und danach geht es in kleineren Schritten weiter.

Wenn du gleich mit kleineren Schritten startest, ist es wahrscheinlich noch verträglicher. Schau einfach wie es für dich passt.

Dein Psychiater gibt dir einen Rat, den er so gelernt hat, aber es gibt keine wirkliche biologische/physiologische Begründung dafür die Medikamente 6 Monate nehmen zu müssen - er geht einfach davon aus, dass es im Zweifelsfall besser ist, die Medikamente länger zu nehmen, weil sie vor Rückfällen schützen würden. Wir vertreten hier einen anderen Ansatz, die Risiken der längeren Einnahme sind einfach zu wenig bekannt und vieles deutet darauf hin, dass eine längere Einnahme das Rückfallrisiko danach eher erhöht.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Haarausfall durch Citalopram

Beitrag von dani_california »

Liebe Lina,

bei "wie sie es gelernt haben" musste echt schmunzeln :D Das glaube ich auch und dann wollen Sie verständlicherweise auch keine Verantwortung übernehmen, falls was schief geht. Ich beschreit ab morgen den Absatzweg der kleinen Schritte und schau was passiert. Wie im restlichen
Leben :D
Bin sehr begeistert von den schnellen und seriösen Rückmeldungen in diesem Forum. Nochmal danke in die Runde und alles Gute für Euch.
Kann ja dann über meine Absatzerfahrungen berichten:

Schönes Wochenende,
Dani
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Bitte um Rat - Absetzen von Citalopram

Beitrag von dani_california »

Hallo zusammen,

habe mich entschieden, Citalopram abzusetzen.
Nehme seit ca. 6 Wochen Citalopram 20 mg von 1A Pharma.
Wie würdet ihr beim Ausschleichen vorgehen bzgl. Zeitraum und Dosiesreduzierung.
Zum Test habe ich mal eben eine 20 mg Tablette geviertelt. Teilen geht ja gut, aber die Hälften zu
halbieren führt zu ungleich großen Stückchen und es bröselt...

Freu mich auf Eure Empfehlungen und Erfahrungen.

Liebe Grüße
Dani
Murmeline
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Re: Haarausfall durch Citalopram / jetzt Absetzen

Beitrag von Murmeline »

Hallo Dani,

bitte schreib in deinem Thread weiter, damit dein Verlauf zusammenbleibt. Ich hab Deine Überschrift ergänzt, ist das ok?

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
dani_california
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Re: Haarausfall durch Citalopram / jetzt Absetzen

Beitrag von dani_california »

Hi Murmeline,

na klar. Sorry, bin Anfänger :)

LG Dani
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Re: Haarausfall durch Citalopram / jetzt Absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Dani,

Du kannst das Citalopram mit der Wasserlösmethode absetzen.
Ich lasse dir einen Link da, in dem das und vieles Andere erklärt wird.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Lies dich dort mal bitte ein.
Bei Fragen melde dich einfach nochmal.

LG Ute
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