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Biney84
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Azttermin - was nun? Neues Med? Bedarfsmed?

Beitrag von Biney84 » Dienstag, 26.09.17, 12:38

Ihr Lieben,

schon wieder hätte ich sehr gern eure Meinung und euren Beistand.
Nachdem ich meinen alten Hersteller vom L-Thyroxin wieder einnehme bin ich etwas ruhiger geworden, aber ich habe weiterhin arge Probleme in der Nacht und auch die Zwangsgedanken sind vollauf da.
Heute habe ich einen Arzttermin, eigentlich wegen Schilddrüse und Asthma, aber ich würde gern auch mit ihm über die Angst reden, weiß aber auch, dass er mich fragen wird was ich denn will.
Mein Problem ist nach wie vor: in zwei Wochen MUSS ich eine Woche allein durchhalten, so wie es jetzt ist ginge das gar nicht. Mein Mann kann nicht noch einmal hier bleiben und auch ich kann nicht mit ihm fahren. Was ist nun das beste? Das Parox hochdosieren? Auf ein neues Med umsteigen (das würde sicherlich so fix gar nicht anschlagen) oder ein Bedarfmed?? (womit ich mich gar nicht auskenne)
Ich wäre euch sehr dankbar für euren Rat!!!!
Erster bewusster Panikanfall: 2002
Auf Insidon eingestellt --> nicht vertragen
Auf Paroxetin 20 mg eingestellt noch 2002
Paroxetin auf 10mg reduziert 2007
Paroxetin abgesetzt 2017/02
Paroxetin wieder eingeschlichen 2017/09/05 2,5mg nach schwerer Panikattacke und vorausgegangenen Zwangsgedanken
Paroxetin auf 5mg hoch-dosiert 2017/09/10
keine Besserung zu spüren, weiterhin starke Zwangsgedanken und Schlafstörungen 2017/09/19
Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
Eingeschlichen bis auf 10 mg bis zum 01.11.17 - weniger Schlafprobleme, nur in bestimmten Situationen noch Ängste, aber Gefühlskälte zu spüren.

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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von padma » Dienstag, 26.09.17, 19:18

hallo Biney, :)

der Arzttermin war jetzt vermutlich schon.

Ich würde jetzt aktuell gar nichts verändern. Ich denke, es braucht jetzt Zeit bis es sich mit dem L-Thyroxin wieder einpendelt.

Ich verstehe, dass du unter dem Druck stehst in 2 Wochen funktionieren zu müssen. Aber schnelle Änderungen an den Medikamenten sind wirklich kontraproduktiv.
Auf ein anderes Medikament zu wechseln wäre grundverkehrt, damit würdest du dich noch mehr destabilisieren.
Höher dosieren würde ich aktuell auch noch nicht, ich denke, die 5 mg brauchen noch mehr Zeit.

liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Dienstag, 26.09.17, 19:25

Liebe padma,

was denkst du wann könne ich ans Hochdosieren denken?
Mein Arzt sagte mir nur einmal mehr, dass es dumm war, dass ich überhaupt absetzen wollte. Er sagte mir nur - hoch auf 20mg und "Ruhe ist":( Ich finde sowas ganz schlimm zu hören.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Dienstag, 26.09.17, 19:56

Hallo Biney,
es tut mir leid, dass du so eine blöde Antwort von deinem Arzt bekommen hast! Ich kann verstehen, dass Du das schlimm findest. Das ist Mal wirklich keine Hilfe :evil:
Liebe Grüße Gwen

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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von padma » Mittwoch, 27.09.17, 11:45

hallo Biney, :)

ich hoffe, dass du dich auf den 5 mg stabilisieren kannst und nicht höher gehen musst.

liebe Grüsse,
padma
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Jofab
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 27.09.17, 14:01

Hallo Biney :)
leider habe ich vor einem halben Jahr auch gedacht, wenn ich wieder ( von 0 ) auf 20 mg Fluoxetin eindosiere, habe ich mein "altes Leben" wieder, wie auch dein Arzt so schön bemerkt hat. Das war ein Trugschluss !!! Die positive Wirkung, wie beim ersten Mal vor 11 Jahren ist nicht mehr eingetreten ! Hatte schon voher nicht mehr sonderlich gut gewirkt. Habe nach 3 Monaten wieder aprupt abgesetzt auf 0 ( auf Empfehlung meines Neurologen :evil: ).
Nach 2 Monaten setzten extreme Absetzbeschwerden ein ! :cry: Auf Rat des Forums habe ich vor 5 Wochen 0,5 mg Fluox. wieder eindosiert. Bin in 2 Schritten jetzt gerade mal bei 0,83 mg und gehe demnächst auf 1 mg.
Man hat mir immer wieder gesagt, dass ich langsam vorgehen soll, weil der Spiegel bis zu 6 Wochen immer noch steigt und es unklar ist, ob ich es überhaupt noch vertrage ! :(
Meine Symptome haben sich nicht verschlechert, da kann ich froh sein.
Wie gerne würde ich auf 5 mg steigern, um vielleicht ( !!! ) diese Tortur jeden Morgen los zu werden.
Aber alle Entscheidungen, die ich in dieser Hinsicht allein (aus Unwissenheit) getroffen habe, waren grundfalsch !!!
Also vertraue ich hier auf die Ratschläge von wirklich erfahrenen Mitgliedern.

Ich kann dir nur raten : warte noch ab !
Liebe Grüsse Ilse :zombie:
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Ein "therapeutischer" Tipp wird benötigt

Beitrag von Biney84 » Sonntag, 01.10.17, 14:15

Meine Lieben,

was soll ich euch sagen? Ich könnte den ganzen Tag nur weinen. Die Nebenwirkungen der Paroxetin nehme ich war, aber ich nehme keinerlei Wirkung wahr.
Gern hätte ich einen Rat von Euch: ihr wisst, meine "neuste" Angst ist ja das allein sein, da ich denke bei den Panikanfällen, die hierbei entstehen verrückt zu werden. In zwei Wochen fährt mein Mann für sechs Tage in die Schule. Ich kann nur zwei Dinge tun - "aushalten" oder einen Kredit aufnehmen, meine Pflegetochter aus der Schule nehmen und mit ihm fahren.
Mein Kopf weiß, dass ich allein bleiben sollte, da ich mich immer abhängiger mache - aber meine Angst....ist so unerträglich. Ich erwache morgens mit zitternden Händen und rasendem Herzen und zähle wie viel Tage es noch sind bis ich allein bin. Die Angst vor der Angst ist übermächtig. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen :(
Die Schichten meines Mannes ( 12 Stunden ) kann ich gerade so überbrücken mit Ablenken.

Was würdet ihr tun?
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Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
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Muryell
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Sonntag, 01.10.17, 14:54

Liebe Biney,

ich nehme auch Paroxetin und kenne diese Angst, allein zu sein.
Letztes Jahr gab es Momente, in denen ich in Panik geraten bin, weil mein Mann aus dem Haus gegangen war, obwohl mein erwachsener Sohn zu Hause war.

Es war unerträglich. Die Ärztin sagte, ich sollte die Angst überwinden. :cry: Ich bin mir sicher, dass sie von Paroxetin kam. :evil:

Wie habe ich sie überstanden? Ich habe mir eine Wohlfühlecke mit vielen Kissen und Decken gebaut, wo ich mich sicher fühlte. Ich habe eine Puppe dahin mitgenommen und die Puppe getröstet. Es hat geholfen, als ich bemerkt habe, ich bin in der Lage, diese Puppe zu trösten.

Ich habe zum Beispiel gesagt: „Habe keine Angst, ich bin da, ich kümmere mich um Dich.“ Das stundenlang.

Ich habe mir gedacht, da ist ein kleines Wesen, das mich braucht und dem ich Sicherheit geben muss. Irgendwie hat es geklappt.

Ich wünsche Dir, dass Du eine gute Lösung findest.

Liebe Grüße

Muryell
Zuletzt geändert von Muryell am Sonntag, 01.10.17, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Eva » Sonntag, 01.10.17, 14:55

Hallo Biney,

schwierig zu sagen ...

Könnte Dein Mann sich um Dich kümmern, oder wäre er den ganzen Tag unterwegs, und Du wärest auch dort weitgehend alleine? Wie steht er zu Deiner Frage? Ich denke, Ihr beiden müsstet darüber gemeinsam entscheiden.

Lieber Gruß, Pons
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Auch das geht vorbei.

Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Ein halbes Jahr später kurzen Rückfall mit beidem zum Schlafen gehabt.
Anfang Juli 2018 100 mg Trimipramin - aus Verzweiflung (vielleicht auch Dummheit?) und wider besseres Wissen; es folgen starke und belastende Nebenwirkungen. Daher, und weil mir die Einnahme einfach nicht geheuer war, der Wunsch abzusetzen.
23.08.18 : Hab's bis hierher schon auf 75 mg geschafft, nun weiter ca. alle 5 Tage 1/2 Tablette = 12,5 mg weniger
06.09.18: 50 mg Trimi. erreicht - gehe nun langsamer vor.

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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von lakeSonne1 » Sonntag, 01.10.17, 14:58

hallo Biney84,

geh der Angst bitte nicht aus dem Weg - du machst sie dann nur stärker. Ich hatte das auch alles.
Hier ein paar Tipps:

- nicht reinsteigern! Nur beobachten der Symptome. Immer dran denken: Sie können dir nix tun, sie sind nur unangenehm.
sag dir: ah das Herz rast, alles klar. ich habs registriert, wird sich auch wieder beruhigen, wie IMMER bisher.

- Wenn es ganz schlimm wird, nimm die "Fahrt" raus: Hinlegen, Augen zu und mit der Angst reden, etwa so: "ok Angst, hier bin ich, komm verschlinge mich, ich renn nicht weg, ich bin hier , na los, komm schon, ich wehre mich nicht" etc....
(ok, das braucht Mut und Überwindung.. ist aber super effektiv. )

- Die Angst und ihre Symptome kann sich nur bis zu einem gewissen Punkt steigern. Dann baut sich das ganze wieder langsam ab.

- denk bitte nicht so weit in die Zukunft (was wäre wenn..? etc..) , das ist nur Futter für die Angst.
Bleibe ihm hier und jetzt. Wenn du merkst, dass deine Gedanken in Richtung Zukunft abdriften: Sag dir laut "Stop, das bringt nix!!!" und lenk dich ab.


Viel Erfolg beim Üben,
lake
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
9.8.18 8,3mg Cita
14.8.18: 8,2mg Cita
26.8.18: 8,1mg Cita

Biney84
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Sonntag, 01.10.17, 15:29

Ihr habt so Recht, mein Kopf weiß das auch! Die Angst lacht und sagt mir, dass ich schon mit 12 Stunden Probleme habe - wie soll ich dann ganze sechs Tage schaffen? :(
Es bleibt mir nichts anderes übrig. Ich werde allein hier bleiben. Was kann schon passieren außer, dass ich den Notarzt rufe und mir meine Pflegetochter weggenommen wird? Ich muss diese Angst durchbrechen - und das geht nur, wenn ich mich ihr stelle.
Ich werde in dieser Woche sicher Dauergast hier im Forum sein :)
Schickt mir eure positive Energie :) DANKE
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Muryell
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Sonntag, 01.10.17, 15:38

Liebe Biney,

es wird alles gut gehen.
Magst Du Puzzle? Malen? Nähen? Singen?

Finde irgendwas, was Dich zum Hier und Jetzt bringt.

Biney, wir sind stärker als Paroxetin. Du hast jetzt schon Probleme, diese 12 Stunden zu überbrücken, aber Du hast es immer geschafft! :D

Wenn Du hier Dauergast wirst, ist es auch schön. :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Rückfall - Paroxetin wirkt nicht mehr

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 14:24

Hallo ihr Lieben,

vor genau vier Wochen habe ich mein Paroxetin wieder eingeschlichen - ich merke viele viele Nebenwirkungen, jedoch keine Wirkung gegen die Angst. Was kann ich nun tun? Ist es noch zu früh zu behaupten, dass das Paroxetin nicht mehr wirkt?
Am Montag habe ich einen Arzttermin - jedoch, wie ihr wisst, ist mein Arzt nicht immer ganz so.....einfühlsam und kompetent. Jedoch ist er der einzige Arzt zu dem ich allein komme :( Sicher fragt ER mich wieder was ich nun tun will.....und ich bin mir unsicher. Habe Angst das Präparat zu wechseln, gerade jetzt zehn Tage bevor ich dann eine Woche lang "funktionieren" muss :(
Man das Leben hat aber auch ein Timing :(
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 05.10.17, 14:51

Hallo, liebe Biney,

ich persönlich würde das Medikament auf keinen Fall wechseln. Nach meiner Erfahrung mit Paroxetin würde ich auch nicht erhöhen, aber warte ab, um zu sehen, was die erfahreneren Foris sagen.

Du scheinst ruhiger zu sein, ist das tatsächlich so? Das würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 14:57

Liebe Muryell,

danke für deinen Rat.
Ich musste schmunzeln als ich das mit dem ruhiger las - es hat mich gefreut, jedoch arbeite ich noch daran. Ich wache morgens auch, zähle die Tage bis mein Mann wegfährt und denke mich total in den Kreislauf rein. :( Ich habe Panik vor der Panik und denke mit Sicherheit zu wissen in dieser Woche "auszurasten". Wir werden sehen!

Hab vielen Dank fürs "Zuhören" und auch für die lieben Worte
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 05.10.17, 15:03

Liebe Biney,

ich kenne diese Panik vor der Panik. Sie ist furchtbar, aber das ist auch alles. Mehr ist sie nicht. :haha:

Du bist doch ruhiger, habe ich den Eindruck.

Das freut mich sehr. :party2:

Liebe Grüße

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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 05.10.17, 15:41

Hallo Biney,

sag mal, sind die Nebenwirkungen in letzter Zeit stärker geworden, auch nach dem Aufdosieren auf 5 mg?

Oder hat sich diesbezüglich nicht viel geändert?

Auch anhanddessen könnte man überlegen, ob ein ganz leichtes Aufdosieren überhaupt sinnvoll sein kann. Allerdings ist es natürlich auch immer mit Risiken verbunden. Und es kann durchaus sein, dass Dein ZNS einfach noch Zeit braucht, um sich auf die aktuelle Dosis einzustellen bzw. darauf zu stabilisieren. Leider interessiert den Körper die Zeitplanung im täglichen Leben da recht wenig. :?

Auf ein anderes Präparat wechseln würde ich auf keinen Fall. Das wäre ein erneuter Kaltentzug, zeitgleich mit der Herausforderung, sich an ein neues Mittel zu gewöhnen. Zudem wirken sog. mod. AD gerade bei bereits angegriffenem ZNS oft nicht mehr wie erwartet, auch andere Präparate.

Es geht aktuell nicht um eine Behandlung Deiner Ängste, es geht darum, den Paroxetin-Entzug abzufangen und potenziell längerwierige Problematiken zu verhindern. Wenn Du Dich stabilisierst, wird sich aber höchstwahrscheinlich auch die Angstsymptomatik bessern. Einen ruhigeren Ton nehme ich bei Dir auch wahr. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 16:09

Liebe Carlotta,

mhhh das ist eine gute Frage, aber ich denke nein, die Nebenwirkungen begannen gleich nach Wiederbeginn mit Paroxetin! Ich bin soo vergesslich, depressiv (in einer Form, die mir Angst bereitet!), Panik am Morgen und nachts, Schlafstörungen, Schwindel, Fresssucht, faul.....na ihr kennt das ja.

Die Vorzimmerdame sagte heute, dass der Doc wohl auf ein Bedarfsmed. zurückgreifen werde (war wohl schon in meiner Akte vermerkt) ...aber auch davor habe ich natürlich Angst.

Ich bin echt verzweifelt :?
Erster bewusster Panikanfall: 2002
Auf Insidon eingestellt --> nicht vertragen
Auf Paroxetin 20 mg eingestellt noch 2002
Paroxetin auf 10mg reduziert 2007
Paroxetin abgesetzt 2017/02
Paroxetin wieder eingeschlichen 2017/09/05 2,5mg nach schwerer Panikattacke und vorausgegangenen Zwangsgedanken
Paroxetin auf 5mg hoch-dosiert 2017/09/10
keine Besserung zu spüren, weiterhin starke Zwangsgedanken und Schlafstörungen 2017/09/19
Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
Eingeschlichen bis auf 10 mg bis zum 01.11.17 - weniger Schlafprobleme, nur in bestimmten Situationen noch Ängste, aber Gefühlskälte zu spüren.

carlotta
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 05.10.17, 17:18

Hallo Biney,

Deine Schilderung klingt danach, dass man aktuell besser nicht höherdosieren sollte.

Was heißt Bedarfsmedikament? Ein klassisches wäre ja höchstens eine Benzo (Achtung, es droht schnelle Abhängigkeit, zudem Sucht, wenn, dann wirklich nur selten nehmen!). Alle anderen im psychiatrischen Bereich üblichen Substanzen sind ja im Grunde auf regelmäßige Anwendung ausgelegt (haben aber alle auch Abhängigkeitspotenzial).

Du brauchst Dich da auf gar nichts einzulassen, Du entscheidest, was Du nimmst und was nicht.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Donnerstag, 05.10.17, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 17:39

Hallo Biney, ein Bedarfsmedikament kann auch seine guten Seiten haben. Ich habe in schlimmen Zeiten Mal Tavor als Bedarf gehabt. Ich wußte da auch, dass es ein Abhängigkeitspotential hat. Ich hab es dann nur wenige Male gebraucht, weil die Tatsache, dass ich es hatte und nehmen könnte wenn gar nichts mehr ging, mir schon Sicherheit gegeben hat. Ich wußte, dass ich es nicht endlos würde aushalten müssen und das half schon.

Ich weiß nicht, wie es Dir damit geht. Ich denke, das muss jeder individuell Entscheiden. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass es eben abhängig machen kann. Ich hatte damals aber auch nur eine kleine Menge, ich glaube der Arzt hatte mir 5 oder 10 Stück mitgegeben.

Viele Grüße Gwen
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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