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Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

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Sandy338462
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Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Sandy338462 »

Hallo ihr Lieben ,
Mein Name ist Sandy und ich komme aus Berlin.
Nachdem ich das Jahr 2017 gerne abschreiben oder auch streichen wollen würde bin ich nun hier angekommen.

Ich habe noch nicht viel Erfahrung aber seit August soll ich Tavor 0.5 mg 3 mal am Tag nehmen und abends opipram.
Nun meine Frage ausser das ich müde werde für 10 min geht's mir weiterhin nicht gut. Ständig fang ich an zu heulen hab Suizid Gedanken und eigentlich auch gar keine Lust irgendwas zu machen.

Wie bin ich dazu gekommen?
Im Februar diesen Jahres ist meine Mama gestorben was mich bis heute nicht los lässt. Ich seh sie überall und leider auch so wie ich sie aufgefunden habe.


Nach langen hin und her und vielen Diskussionen hab ich mich durch gerungen mir Hilfe zu holen die nun aber mit Tabletten endet was ich eigentlich nicht will.
Ich habe Angst durch die Medikamente abhängig zu werden bzw gar nicht mehr Herr meiner Sinne zu sein.

Liebe Grüße sandy
Zuletzt geändert von Jamie am 25.09.2017 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
August 2017 3×0.5mg Tavor
1.Abends opipram 50 mg
Notfall Atemnot Bretaris Genuair 322ug

Diagnose: schwere Depression Panikattacken Trauerbewältigungsstörung
Gwen
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Gwen »

Hallo Sandy,
herzlich Willkommen hier im Forum :hug:
Und mein herzliches Beileid zum Tod deiner Mama.

Deine Beschreibung klingt, als hätte Dich der Tod deiner Mama und die Umstände traumatisiert. Hast Du außer den Tabletten noch Hilfe bekommen? Hast Du mit einem Therapeuten oder einem Seelsorger gesprochen?

Wenn die Suizid-Gedanken heftiger werden, solltest Du überlegen Dich an eine Hilfestelle zu wenden. Hast Du entsprechende Adressen?

Deine Angst von den Medikamenten abhängig zu werden ist begründet. Hast Du die Tabletten regelmäßig genommen? Vor allem wenn sie Dir nicht helfen, wäre es um so wichtiger sie wieder abzusetzen. Das solltest Du aber auf keinen Fall komplett und plötzlich machen. Erfahrenere Mitglieder werden Dir hier noch einen Rat geben, wie Du am Besten vorgehen solltest.

Viele liebe Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
Ululu
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Ululu »

Hallo Sandy,

herzlich willkommen hier im Forum und noch mein Beileid zum Tod deiner Mutter. Das ist sicher ein einschneidendes Erlebnis, zumal du sie ja anscheinend tot aufgefunden hast.

Eines vorweg, wenn deine Suizidgedanken konkreter werden musst du bitte unbedingt und unverzüglich Hilfe suchen und dich einen sicheren Bereich (Klinik) begeben, um dich vor dir selbst zu schützen.

Ich finde es, ehrlich gesagt unfassbar, dass man dir zur Trauerverarbeitung ein Benzodiazepin verordnet hat.
Diese Mittel lösen ganz sicher keine Probleme, im Gegenteil, sie machen schon nach wenigen Wochen süchtig und man entwickelt eine Toleranz, das heißt man muss ständig die Dosis steigern, um noch eine Wirkung zu erzielen.
Seit wann genau nimmst du jetzt das Tavor ? Und das Opipram ?

Kannst du bitte eine Signatur mit den genauen Daten und Dosierungen anlegen ?
Das machst du in deinem persönlichen Bereich, den du findest, wenn du rechts oben auf deinen grünen Namen klickst.

Du solltest dann möglichst zeitnah versuchen, dass Tavor loszuwerden, da dies wirklich ein hohes Abhängigkeitspotenzial hat und eine längere Einnahme dich immer tiefer in die Abhängigkeit treib. Wir beraten dich gerne, wie du am besten vorgehst, brauchen aber dafür genauere Angaben (Signatur).
Gleichzeitig sehe ich es als wichtig an, dass du Hilfe in deiner Trauerverarbeitung bekommst. Du könntest dir eine Psychotherapeutin suchen, die dir mit Gesprächen hilft oder dich einer Trauergruppe anschließen.

So viel für den Anfang.

Liebe Grüße Ute

Überschnitten mit Gwen
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Murmeline
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Murmeline »

Liebe Sandy,

es tut mir sehr leid, dass Du Deine Mutter verloren hast. Es ist sehr verständlich, dass Du seither in einer schwierigen Trauer steckst. Ein Todesfall kann traumatisch sein und alles auf den Kopf stellen.

Hast Du versuchst, psychologische Hilfe zu bekommen? Leider gibt es oft lange Wartezeiten, aber ich denke, das wäre ein wichtiges Puzzlestück. Vielleicht kann Dir der Berliner Krisendienst kurzfristig mit überbrückenden Gesprächen weiterhelfen? https://www.berliner-krisendienst.de/

Bei suizidalen Gedanken sind ambulante Dienste natürlich vorsichtig und legen ggf. auch eine stationäre Aufnahme nahe. Das ist auch richtig, wenn man das Gefühl hat, man könne für seine Sicherheit nicht mehr garantieren. Der Schutz des Lebens geht immer vor. Manchmal kann man solche Gedanken aber auch selbst einordnen als Ausdruck der Verweiflung, ohne dass ein akutes Gefährdungspotential vorliegt.

Wie lange, wieviele Wochen nimmst Du jetzt schon Lorazepam 0.5 mg 3 mal am Tag? Benzodiazepin sollen nur noch in Akutfällen über einen kurzen Zeitraum berschrieben werden, da sie körperlich und psychisch abhängig machen können. Es macht sicher Sinn, hier zu überlegen, wie es weitergehen soll, gleichzeitig wäre es aber ideal, wenn Du weitere Unterstützung hättest.

Erste kurze Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Lisamarie
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Sandy,willkommen im ADFD. Herzliches Beileid zum Tode deiner Mama, ich hab meine vor knapp zwei Jahren verloren.

Deine Angst ist durchaus begründet vor allem von dem Lorazepam wird man schnell abhängig, auch drei mal 0,5 mg ist eine Hammerdosis. Ich kann nicht erkennen ob du diese schon nimmst ? Ich hoffe nicht, denn die machen innerhalb von 14 Tagen süchtig. Auch das Opipramol hat Abhängigkeitsptenzial. Auch da kann ich nicht erkennen ob du es schon nimmst ? Wenn ja in welcher Dosis und seit wann.

Das dich der Tod deiner Mutter noch mitnimmt ist durchaus normal, früher gab es das Trauerjahr, heutzutage muss man nach ner Woche wieder fit sein, wenn nicht wird mit Medikamenten , die niemals eine Lösung sind nachgeholfen. Finde ich grauenvoll. Ich denke das die ein Psychotherapie viel besser tun um den Tod deiner Mama zu verarbeiten, Psychopharmka deckeln im besten Fall Symptome sie heilen niemals. Wenn es noch geht, lass die Finger von den Psychoparmaka, wenn du sie schon nimmst helfen wir dir sie schonend auszuschleichen, dazu müssen wir wissen wie lange und in welcher Dosis du sie genommen hast.
lg Petra

überschnitten mit Murmeline und Ute.
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
Sandy338462
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Sandy338462 »

Hallo ihr Lieben,
Ja ich habe eine Überweisung in eine Tagesklinik bekommen mit Trauerbewältigung als Hauptthema.
Alles nachdem ich zu Hause 4 mal hintereinander zusammen gebrochen bin mit atemstörung. Sprich ich bekomm keine Luft mehr und Ringe förmlich nach Luft.
Aufgrund dessen würde ich ins Krankenhaus gebracht wo man schwere Depression sowie Panikattaken feststellte und eine Trauerbewältigungsstörung. Die Medikamente nehme ich seit Mitte August jetzt. Zwischenzeitlich hat man mir ein Notfall Mittel gegeben falls ich wieder luftnot habe.was eigentlich für Copd Patienten ist.
Nein die Mittel helfen nicht im Gegenteil finde ich. Ich wache nachts mehrmals auf fang an zu weinen . Im Schlaf kratze ich mich teils so stark das es blutet.
Ja den Anhang mache ich fertig.

Liebe Grüße Sandy
August 2017 3×0.5mg Tavor
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Jamie
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Jamie »

Hallo Sandy,

auch von mir willkommen im Forum :)
Nein die Mittel helfen nicht im Gegenteil finde ich. Ich wache nachts mehrmals auf fang an zu weinen . Im Schlaf kratze ich mich teils so stark das es blutet.
Ich weiß nicht genau, was mit deiner Mutter vorgefallen ist, aber du tust mir wahnsinnig leid, denn du hörst dich traumatisiert an.
Ich denke das äußert sich über das Wachwerden und Weinen nachts. Deine Seele schreit "Hilfe" :oops:.

Es ist fahrlässig einem verstörten Menschen zur "Trauerbewältigung" einfach Tavor zu verordnen, das Tavor beruhigt einen zwar und lullt einen ein, aber natürlich hilft es Null komma Null bei der seelischen Verarbeitung.

Ich bitte dich dringend dir psychotherapeutische Hilfe zu suchen, sonst gerätst du nur tiefer in den Strudel.
Wenn schlimme Sachen passiert sind, dann ist es okay, dass es einem schlecht geht und man sich Hilfe sucht, aber Medikamente können höchstens eine Krücke sein, beim Verarbeiten helfen sie dir nicht.

Was hat es mit dem Juckreiz auf sich? Warst du vor den Medikamenten auch betroffen?
Es könnte eine Nebenwirkung des Opipramols sein oder dein Histamin-Haushalt ist so gestört (da kann auch das Benzo mit reinspielen), dass du so unter dem Jucken leidest. Ich denke nicht, dass das so bleiben kann.
Oder du hast vor lauter Stress eine Neurodermitis entwickelt. Hast du denn auch Ausschlag?
Das musst du beobachten.

Grüße
Jamie
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Sandy338462
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Sandy338462 »

Hallo ihr Lieben,
Nein den Juckreiz hatte ich vorher nicht. Und auch bis zu unserem Urlaub Ende Juli war auch alles soweit ok. Klar hab ich zwischendurch viel geweint usw aber ich bräuchte eben keine Medikamente.
Erst als ich das erste mal zusammen gebrochen bin und aus diesem Loch nicht mehr raus kam.
Ich fahre heute mit einer Freundin in eine Tagesklinik um mir das anzuschauen.
Achso Ausschlag oder sowas habe ich nicht.

Liebe Grüße Sandy
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Ululu »

Hallo Sandy,

schön, dass du eine Freundin hast, die dir dabei zur Seite steht. :hug:

Ich hoffe für dich, dass die Klinik für dich das Richtige ist und man dir dort wirklich bei der Trauerarbeit hilft, anstatt dir nur noch mehr Me3dikamente zu geben, die dich dämpfen und eine Verarbeitung unmöglich machen.

Ich wünsche dir alles Gute :fly:

LG Ute
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Sandy338462 »

Guten Morgen ihr Lieben,
Also Tagesklinik steh ich nun auf Warteliste.
Ich habe gestern den ganzen Tag ohne Tabletten durchgestanden und bis jetzt keine genommen.
Es geht den Umständen entsprechend gut finde ich.
Heule zwar viel und zitter etwas, gestern Abend nach panikattake zweimal zusammen gebrochen aber hätte sofort Hilfe durch meinen Partner.

Ich Lenk mich nun ab mit backen und kochen und hoffe das es weiter so gut läuft.
Liebe Grüße Sandy
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Eva »

Hallo,

meine These ist, dass wir mit Benzos unterdrückte Gefühle nicht verarbeiten können und dass sie irgendwann, auf irgendeine Weise wieder an die Oberfläche drängen. Gefühle sollen offenbar wahrgenommen und durchlitten werden.

Als absolutes Notfallmedikament für maximal eine Woche mögen sie den ersten Schock abmildern, als Langzeitmedikament sind sie aber auch im Extremfall nicht geeignet. Da helfen nur Gespräche, Menschen, die einem beistehen; davon bin ich inzwischen überzeugt.

Ich finde es tapfer, wie Du Dich Deinem Kummer nun zu stellen versuchst. Falls Du allerdings anstrebst, nun tageweise oder überhaupt ganz ohne die Tabletten durchzuhalten, kann das zu großen Problemen führen. Dein Organismus ist inzwischen ja darauf eingestellt; also täglich die geringstwirksame Menge zur Erhaltung einnehmen und sehr langsam ausschleichen, so wie es hier immer empfohlen wird.

Alle Gute Dir.

Pons
Zuletzt geändert von Eva am 28.09.2017 13:52, insgesamt 12-mal geändert.
LinLina
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von LinLina »

Hallo Sandy :-)

wenn ich deinen letzten Post richtig verstehe, hast du die Tabletten einfach komplett weg gelassen?

Das nennt man einen Kaltentzug und davon ist in den allermeisten Fällen ganz dringend abzuraten :shock:

Wenn du reduzieren möchtest, dann besser langsam und mit plan. Sonst riskierst du schlimme Zustände und bei den Benzos sogar möglicherweise einen Krampfanfall :?

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Sandy338462 »

Hallo ihr Lieben,
Ja ich habe sie einfach weg gelassen mir ging es auch ganz gut.
Vorhin habe ich meinen Freund ins Krankenhaus gebracht was mich etwas schockt.
Er hat ein schädelhirn Trauma muss ich erstmal verarbeiten.
Das erste mal seit 2 Jahren ganz allein ist schon hart.
Aber ich Pack das schon für mein Kind.
Ja na wie gesagt so Ansicht geht es mir gut aber ich merke auch das der Körper nach was verlangt.
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht das man sich so schnell dran gewöhnt.
Liebe Grüße Sandy
August 2017 3×0.5mg Tavor
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Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Jamie »

Hallo Sandy, :)

ich weiß nicht, ob das klappt, das Lorazepam einfach wegzulassen.
Du nimmst es zwar nicht so lange, aber das wäre ja ein Kaltentzug, was du da hinlegst. :o

Möglicherweise kann das klappen, aber ich vermute eher, dass sich in den nächsten Tagen bei dir ein Entzugszustand aufbauen wird, sprich irgendwann wird der Druck, eine Tablette einnehmen zu müssen, weil man sich so elend fühlt, dann möglicherweise zu groß und du nimmst wieder was.

Das macht dauerhaft keinen Sinn, dann lieber die Tabletten in der Dosis senken und so langsam absetzen.
Einfach weglassen wollen ist schon ambitioniert, zumal du auch gerade jetzt Stress mit deinem Freund und dem Alleinsein hast und alles auf dir lastet. Schau halt mal und sprich dich engmaschig mit uns ab, wenn du magst.

Grüße
Jamie
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Kevin05

Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Kevin05 »

Hallo Sandy,

ich habe es so verstanden, du nimmst seit Februar, bis vor kurzem Tavor und Opipram.

Heißt du bist leider schon abhängig vom Tavor (Lorazepam), wobei die Menschen verschieden reagieren, manche kommen gleich in den Entzug, andere wieder später, wenige gar nicht.

Die Aufgabe von Ärzten bei solchen Fällen, wie es dir widerfahren ist, ist Medikamente zu verschreiben, weil das ist das, was sie halt können.

Sinn gemacht hätte, wenn man dir 3 Stück Tavor in die Hand gedrückt hätte.

Jetzt hast du die Trauer und die Probleme mit den Medikamenten.

Und es geht dir nicht so gut, weil du schreibst mit Fehlern, das ist ein Zeichen, dass die Konzentration nicht da ist.

Sieh mal das Gute, du hast einen Mann, ein Kind, dir ging es nicht so schlecht bis zu dem Vorfall und das Leben ist leider unberechenbar, alles andere ist Realitätsverweigerung.

Manchen Menschen hilft es zu reden, mir würde es nicht mehr helfen, weil wie sollen die mich trösten, der Mensch, der mir wichtig war, ist nicht mehr da? Wenn ich bei Tragödien von Kriseninterventionsteams höre, denke ich mir immer, was machen die? Das sind fremde Leute und wie soll man Betroffene trösten oder helfen, weil es gibt ja nichts, also ich würde nicht wissen, was mich trösten könnte, wenn jemand stirbt, denn ich geliebt habe?

Okay, die Hilflosigkeit der Helfer, spiegelt sich ja genau in dem, was man dir gegeben hat, Lorazepam und ein AD. Da kannst du wirklich Danke sagen, weil jetzt hast du zwei Probleme, weil die Trauer bleibt und die Medikamente loszuwerden wird nicht einfach.

Meine persönliche Einstellung ist mit den vielen Verlusten pragmatisch geworden, ich versuche auf alles gefasst zu sein, weil das ist das Leben und egal, was kommt, man hat eigentlich ziemlich wenig Möglichkeiten Dinge zu verändern, die man eben nicht verändern kann.

Dass man traurig ist, oft auch lange Zeit ist berechtigt, aber wo kann da eine Hilfe ansetzen? Ich weiß es nicht, außer durch Ablenkung und Akzeptanz. Im Idealfall, dass man die Zeit, die man mit dem Menschen hatte, dass man dafür dankbar ist, wobei wenn der Mensch tragisch stirbt oder unerwartet ist das natürlich sehr schwer, auch das Alter spielt mit, ist ja ein Unterschied, ob jemand sehr jung stirbt oder ein gewisses Alter erreicht, okay, leicht ist es auch bei älteren Menschen nicht, aber hier kann man wenigstens sagen, Danke für die Zeit, die wir hatten.

Ich finde die Ansätze in jeder Richtung falsch, wie sie heute angeboten werden, sowohl von den Medikamenten her als auch sonstige Hilfe, weil man ist alleine mit dem Problem, da kann auch jemand anders nicht wirklich hilfreich sein, in deinem Fall, hast du eine Familie, das sehe ich durchaus als hilfreich, wildfremde Menschen und Medikamente nicht.

Weißt du ich will hier nicht klug über Dinge schreiben, die ich so nicht kenne, wie eben traumatische Erfahrungen.

Als ich die Nachricht bekam, dass meine Mutter einen Herzstillstand hatte und im Wachkoma liegt, war das für mich auch traumatisch, vielleicht sehen das andere anders, ich war 60 min. später bei ihr und sah sie, hat mich auch ziemlich umgeworfen.

Mein bester Freund ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, ich habe es in der Arbeit gehört und bin auch innerlich eingebrochen, ich war beim Tod meiner Eltern hautnah dabei, beim Tod meiner Freunde bedingt, aber ich gebe zu, dass wenn jemand bei einem Unfall neben einem stirbt, dass das durchaus nochmals eine andere Dimension ist als Beispiel.

Ich frage mich oft, wie Menschen weiterleben mit solchen Erlebnissen im Ernst. Ich denke, man vergisst es ein Leben lang nicht, das Einzige was verblast ist die Erinnerung, also die Zeit hilft zwar, aber vergessen tut es man es letztendlich nie.

Alles Gute Kevin
Eva

Re: Neu u. viele Fragen / Lorazepam nach Todesfall

Beitrag von Eva »

Hallo lieber Kevin (und hallo den anderen),

Du sagst, Du traust niemandem mehr und Dir könne auch im dringenden Bedarfsfall einfach niemand helfen.

Zwar finde ich schon auch, dass man sich letztlich immer selbst helfen muss, in dem Sinn, dass man ja der Ausführende, der Handelnde ist; niemand kann in dem Sinne "für uns selbst tun", das ist wahr. Bloß, so frage ich mich, was bleibt uns, wenn
a) Medikamente über kurz oder lang in ihr Gegenteil umschlagen,
b) niemand da ist, dem wir trauen,
c) wir den Dingen und Umständen gerade hilflos gegenüberstehen
und es somit keinerlei Hilfe zu geben scheint? :o

Ich meine doch, dann können andere Menschen ein Licht sein. Wer an Gott glaubt oder sonst gläubig ist, hat natürlich auch hierin indirekt eine Hilfe.
Aber werden nicht auch Menschen "gesandt", um einander zu helfen?

Manchmal sind schon einfach Umarmungen hilfreich oder sein Herz ausschütten zu können oder auch Verhaltenstipps von Freunden, die gefühlsmäßigen Abstand zur Situation haben, oder ein einziger kluger, positiver Satz von jemand, der sich besonders gut auskennt; übrigens auch das Lesen und der Austausch in einem guten Forum wie diesem ...

Müsste man sich tatsächlich sagen, es kann mir niemand, wirklich niemand helfen, dann wäre auch z. B. das Forum hier ja ganz und gar umsonst. :cry:

Wenn ich unter Schock stehe, hilflos bin, körperlich verletzt, gerade vollkommen betriebsblind bin - ... also, mir haben in solchen Lagen unbedingt andere geholfen. Schon meine Gedanken anders auszurichten und damit auch meine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen durch das Sprechen mit einem Gegenüber, konnte ausschlaggebend seub - bevor ich mir dann selbst weiter helfen konnte. Übrigens betrifft das auch Bücher, als indirekte Hilfe, die auf menschlichem Denken beruht.

Man hilft sich im Prinzip zwar wirklich immer nur selbst, aber andere bieten uns - im übertragenen Sinn - das Sprungbrett dazu; so erlebe ich es. Und manchmal können auch wir selbst anderen eine praktische, oder vielleicht unbemerkt eine geistig-seelische, Hilfe sein. Mich würde es sehr einsam machen, wenn ich dächte, ich bekomme nirgendwo Hilfe.

Liebe Grüße, Pons

P.S. Ich finde, Tiere können auch sehr helfen, allein durch ihr Dasein. In einer ganz und gar verzweifelten Zeit war es bei mir das Kätzchen, das ich ins Haus holte ... :)
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