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Sertralin (SSRI)

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Joerg
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Sertralin (SSRI)

Beitrag von Joerg »

Hallo erstmal, ich bin neu hier, und bin durch die Google-Suche auf dieses Forum gestoßen! Ich bin schon sehr erleichtert, daß ich doch so viele (Leidens)Genossen habe!

Zu mir: Ich bin der Jörg, 43 Jahre alt/jung, leide an einer relativ gutartig verlaufenden MS, voll berufstätig, und habe meine MS Diagnose seit 1997. Viele meinen jetzt bestimmt, dann sollte ich mich doch lieber in einem MS Forum anmelden! Das habe ich schon alles gemacht und musste feststellen, das meine Krankengeschichte wohl sehr einzigartig ist. In MS Foren haben die Meisten mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, als ich mit meinem (zum Glück) sehr gutartigen Verlauf! Aber genug zu meiner MS.

Das ich so gut dabei bin, ist wohl das Ergebnis meiner Entscheidung, ziemlich direkt nach Erhalt der Diagnose, eine Basistherapie mit Interferon ß begonnen zu haben. Ich spritze seit 1998 AVONEX 1x wöchentlich intramuskulär.
Diese Basistherapie birgt leider die Gefahr des Entstehens einer endogenen Depression und wird sehr häufig von Neurologen mit einem SSRI verordnet, um diese Gefahr im Zaum zu halten!

Ich bekam auch damals Fluoxetin verordnet. Nach ca. 2 Jahren Fluctin trat ein Wirkungsverlust auf und ich entschied gemeinsam mit meinem Neurologen auf ein anderes SSRI umzusatteln. Sertralin war unsere Entscheidung! Nie wurde ich vom Sertralin enttäuscht. Kaum Nebenwirkungen, wie beim Fluoxetin. Fluoxetin ließ mich wie auf Amphetaminen rumspringen. Ständige Nervosität und Unruhe. Das Sertralin ließ sich einfach besser steuern.

Ich war über diesen gesammten Zeitraum immer alleine, doch dann lernte ich eine wundervolle Partnerin kennen. Alles schien zu stimmen, doch eine Sache machte sich bemerkbar: Im Bett kam es des Öfteren zu schwierigkeiten meinerseits. Jetzt kam von ärztlicher Seite der Komentar, es könnte auch an der MS liegen. Das tat es aber nicht. Also kam nur noch das Sertralin in Frage. Gemeinsam mit meiner Partnerin entschied ich mich das Sertralin wegzulassen, und siehe da, ein ausbleibender Orgasmus war Geschichte! Diese Begleiterscheinung von fast allen SSRI's brachte eine ganze Menge Unruhe in unsere Beziehung! Ständig dachte meine Partnerin, es könnte an Ihr liegen.

Nun sitze ich hier vor meinem Rechner und habe ziemlich unschöne Gedankengänge, was mich auch dazu brachte, mich hier zu registrieren!
Ich glaube ich habe das Sertralin zu schnell abgesetzt, um meiner Partnerin gerecht zu werden. Den letzten Streifen der 50er Schachtel habe ich einfach halbiert eingenommen. Also von 50mg auf 25mg über 2 Wochen. Momentan bin ich leider Arbeitsunfähig und ich habe deshalb umsomehr Zeit, mir Gedanken zu machen.

Zur Zeit belastet mich die Frage, soll ich morgen zu meinem Neurologen rennen und mir wieder etwas aufschreiben lassen, oder stehe ich diese Sache durch?! Nur wenn ich wieder damit anfange, entsteht das alte Problem wieder erneut!
Zuletzt geändert von padma am 09.10.2017 22:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze wegen der besseren Lesbarkeit eingefügt
Muryell
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Muryell »

Hallo Joerg,

willkommen im Forum :hug:

Ich denke, Du hast tatsächlich zu schnell abgesetzt.
Verstehe ich richtig, dass Du die halbe Dosis von Sertralin 2 Wochen lang genommen und es danach ganz abgesetzt hast?

Wenn es so ist, dann war es in der Tat zu schnell. Die Sache durchzustehen ist keine gute Idee, weil Absetzsymptome zeitverzögert kommen können. Ich verstehe, dass Du diese Nebenwirkungen nicht in Kauf nehmen möchtest, aber ein Absetzsyndrom ist auch nicht zu unterschätzen.

In solchen Fällen wird eine Wiedereindosierung empfohlen. Danach kannst Du langsam ausschleichen. Wie lang bist Du schon bei 0?

Bald melden sich die erfahreneren Foris mit konkreten Vorschlägen zur Wiedereindosierung, aber es ist wichtig zu wissen, seit wann Du bei 0 bist.

Liebe Grüße

Muryell
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padma
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von padma »

hallo Jörg, :)

willkommen im ADFD.
Du bist mit deinem Anliegen bei uns richtig

Es kann bei uns manchmal etwas mit den Antworten dauern, aufgrund der vielen Anfragen.
Das ich so gut dabei bin, ist wohl das Ergebnis meiner Entscheidung, ziemlich direkt nach Erhalt der Diagnose, eine Basistherapie mit Interferon ß begonnen zu haben. Ich spritze seit 1998 AVONEX 1x wöchentlich intramuskulär.
Diese Basistherapie birgt leider die Gefahr des Entstehens einer endogenen Depression und wird sehr häufig von Neurologen mit einem SSRI verordnet, um diese Gefahr im Zaum zu halten!
Dass die Interferontherapie dir gut bei deiner MS hilft, ist natürlich sehr erfreulich. Wegen der Gefahr einer substanzinduzierten Depression prophylaktisch ein SSRI zu geben, finde ich allerdings fragwürdig. Einem anderen ADFD Mitglied, Katharina :) , ist dasselbe passiert, bei ihr war es eine Interferontherapie wegen Hepatitis. Vielleicht magst du dich mit ihr austauschen.
Also kam nur noch das Sertralin in Frage. Gemeinsam mit meiner Partnerin entschied ich mich das Sertralin wegzulassen, und siehe da, ein ausbleibender Orgasmus war Geschichte!
Das ist eine häufige und sehr belastende NW der SSRI/SNRI. Gut, dass ihr den Übeltäter herausgefunden habt.
Ich glaube ich habe das Sertralin zu schnell abgesetzt, um meiner Partnerin gerecht zu werden. Den letzten Streifen der 50er Schachtel habe ich einfach halbiert eingenommen. Also von 50mg auf 25mg über 2 Wochen.
Das war natürlich sehr schnell. Von welcher Ausgangsdosis aus, hast du in welchen Schritten reduziert? Verspürst du Absetzsymptome http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12534
Zur Zeit belastet mich die Frage, soll ich morgen zu meinem Neurologen rennen und mir wieder etwas aufschreiben lassen, oder stehe ich diese Sache durch?! Nur wenn ich wieder damit anfange, entsteht das alte Problem wieder erneut!
Es ist eine Überlegung eine sehr kleine Dosis wieder einzudosieren und nach einer Stabilisierungsphase langsam ausschleichen. Das Problem ist, dass eine Wiedereindosierung am besten innerhalb eines Zeitfensters von ca. 6 Wochen funktioniert. Danach steigt das Risiko von Unverträglichkeiten.
Seit wann genau bist du auf 0 ?

Bei einer Minimaldosis wirst du möglicherweise/ hoffentlich keine Orgasmusschwierigkeiten haben.

Hier findest du die wichtigsten Infos und Erläuterungen http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

soviel fürs Erste,
liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Joerg
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Joerg »

Hallo und danke für das rasche Feedback!
Am Donnerstag (also vor 5 Tagen) nahm ich das letzte mal 25mg. Ich sprach aber auch vorher mit meinem Neurologen und erwähnte auch die Absetzproblematik von SSRI! Die steht ja sogar im BPZ. Doch er meinte, bei einer solch niedrigen Dosierung wäre da mit nicht viel Symtomatik zu rechnen. Er ist eigentlich ein guter Neurologe mit viel Erfahrung. Aber ich werde gleich nochmal zu Ihm laufen und mir eine neue Schachtel aufschreiben lassen. Diese Option ließ er ja auch noch für mich offen. Er verharmlost diese Absetzerscheinung und ist der Meinung, wenn überhaupt treten diese bei hoher Dosierung auf und überwiegend bei SNRI's! Aber die ganzen Erfahrungsberichte, welche man so ließt sprechen wohl doch für sich! :?
Jamie
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Jamie »

Hallo Joerg, :)

ich würde sofort in den nächsten Tagen wieder Sertralin eindosieren.
5 oder 10mg für den Anfang. Notfalls auch 25mg. Was dir sympathischer ist.

Ich habe 2006 Sertralin innerhalb von 6 Tagen von 100 auf ärztliche Anweisung auf Null gesetzt, war 3 Monate in einem Höllenzustand, der jeder Beschreibung spottet (in meiner Signatur findest du einen Erfahrungsbericht dazu, gelb markiert) und habe weitere 2 Jahre auf Couch und Bett verbracht, unfähig zu arbeiten, weiterzustudieren oder sonstwas. 2 Jahre aus dem Leben katapultiert.
Gott sei Dank konnte ich mich fangen und erholen; das ZNS / Gehirn ist neuroplastisch und kann heilen.

Wie du litt ich unter Sertralin unter Orgasmusunfähigkeit, was wirklich quälend war.
Es ist zurückgekommen.

Ich würde wirklich dringend das Sertralin wieder einnehmen, dich stabilisieren und dann langsam ausschleichen. Von AD muss man sich sanft und langsam entwöhnen und es ist auch möglich!

Grüße und willkommen im Forum :group:
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Murmeline
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Murmeline »

Hallo Joerg,

Es sprechen nicht nur die Erfahrungsberichte für sich. Es gibt zunehmend Fachliteratur und Artikel dazu. Wirf gerne einen Blick in die Hintergundinfos, dort findest du auch diesen Artikel. https://der-arzneimittelbrief.de/de/tex ... 5_7387.pdf

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Joerg
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Joerg »

Guten Morgen!
So, ich bin gerade vom Neurologen zurück und habe ein erneutes Rezept (N3 Schachtel Sertralin) bekommen.
Soeben habe ich wieder eine Tablette geteilt und eingenommen. Bin mal echt gespannt, ob sich meine Verfassung heute schon wieder bessert! Nun habe ich 50x50mg zur Verfügung. Ich denke das sollte zum ausschleichen genügen. Aber eins ist mir unklar: Wieso haben die Tabletten keine Kreuzbruchrille? Jamie schrieb etwas von 5 oder 10mg zum Eindosieren. Man kann die doch garnicht aufs mg genau teilen (vierteln)? Da muss ich wohl mit einem Skalpel drangehen, wenn es soweit ist. Da ich nur auf 25mg vor 6 Tagen runterging, habe ich jetzt wieder mit 25mg angefangen.
Eine weitere Frage, die ich mir stelle: Warum spielen Fachärzte diese Geschichte so runter? Die Reaktion von meinem Neurologen heute erschien mir doch sehr phlegmatisch. Er hörte mir zwar zu, aber schmunzelte ständig und meinte, er kenne so etwas in so einem unteren Dosisbereich nicht. Er sei bereit mir zu helfen, aber für einen Dr.med. der Neurologie und Psychiatrie welcher mich seit über 15 Jahren behandelt, kommt mir seine Reaktion etwas fragwürdig vor. Aber das ist ja jetzt auch egal.
Ich bedanke mich hiermit bei Allen hier für das offene Ohr und werde die Tage nochmal einen Statusbericht dalassen! DANKE!!!
Lisamarie
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Jörg, gut das du dich fürs Wiedereindosieren entschieden hast. Tja warum spielen Ärzte Absetzprobleme so runter, ist mir auch ein Rätzel zumal es selber im Waschzettel steht, und unser Forum voll von Menschen ist die eben nicht mal eben so absetzen können. Aber Ärzte schieben das auftreten von Absetzproblemen lieber darauf das die Grunderkrankung zurück sein und man am besten sein Psychopharmaka ein Leben lang nimmt.

Und es stimmt auch nicht das man im unteren Dosisbereich die Medikamente einfach weglassen kann, gerade im unteren Bereich ist sorgsames Ausschleichen wichtig, da im unteren Bereich noch übermässig viel Rezeptoren mit Wirkstoff belegt sind.

Jetzt würde ich mindestens erstmal vier Wochen auf der Dosis bleiben, dann alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% absetzen.

Schick dir allgemeine Infos, darin ist auch der Link zur Wasserlösmethode enthalten , womit wir jede erdenkliche Dosis herstellen können.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
padma
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von padma »

hallo Joerg, :)

gut, dass du das Rezept bekommen hast.
Ich wäre niedriger eingestiegen, da oft kleine Doses bereits ausreichen und dann nicht soviel zum Ausschleichen ist.
Zudem hast du ja das Problem mit den NW.
Wieso haben die Tabletten keine Kreuzbruchrille? Jamie schrieb etwas von 5 oder 10mg zum Eindosieren. Man kann die doch garnicht aufs mg genau teilen (vierteln)? Da muss ich wohl mit einem Skalpel drangehen, wenn es soweit ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ich würde zunächst versuchen, ob die Wasserlösemethode geht
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=10923

Die weiteren Möglichkeiten findest du hier http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880 unter praktische Hinweise und Tipps
Nun habe ich 50x50mg zur Verfügung. Ich denke das sollte zum ausschleichen genügen.
Das ist sehr fraglich. Lies dich bitte noch in unsere Absetzinfos ein. (bei dem link dabei). Seit wann nimmst du es?

Wenn du jetzt erst einmal die 25 mg eingenommen hast, könntest du etwas niedriger gehen, mein Vorschlag wäre jetzt 20 mg. Dann hättest du eine Reduzierung schon geschafft.
Eine weitere Frage, die ich mir stelle: Warum spielen Fachärzte diese Geschichte so runter?
Das ist eine sehr gute Frage, auf die es keine wirkliche Antwort gibt. Ein Punkt ist, dass das Absetzen von Psychopharmaka im Studium nicht gelehrt wird. Die Pharmaindustrie, die die meisten Fortbildungen ausrichtet, hat grosses Interesse daran, dieses Thema kleinzureden. Und sie hat keinerlei Interess daran, die Problematik zu erforschen.
Die meisten Ärzte erkennen Absetzsymptome nicht, sondern ordnen sie fälschlicherweise der "Grunderkrankung" zu.


Es gibt erste Ansätze, dass sich in der Fachwelt etwas bewegt, Artikel etc. findest du in den "Hintergrundinformationen"

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Petra :)
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Re: Sertralin (SSRI)

Beitrag von Katja »

Hallo Jörg,

ich dachte mir, ich lasse dir einen kurzen Gruß als Leidensgenossin da - ich habe auch MS und nehme auch Sertralin, allerdings 100mg und zusammen mit zwei Antipsychotika, die ich als Erstes reduziere.
Ich drück dir die Daumen, dass das langsame Ausschleichen ohne Nebenwirkungen klappt!

Lieben Gruß
Lolina
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