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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch ein frohes 2021.

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.

Erste Hilfe ... Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Grüße vom Team

Vorstellung Karu

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Karu

Vorstellung Karu

Beitrag von Karu »

Hi,

ich bin Karu und würde mich gerne als neues Mitglied mit meiner Geschichte vorstellen. Kann aber ein wenig länger werden... Ich bin 43 Jahre alt, männlich, Dipl.-Ing., in Arbeit und lebe in Berlin.

Angefangen hat alles bei mir im Jahr 1997. Zu diesem Zeitpunkt studierte ich in Hamburg und kam (mal abgesehen von ca. 4x Marihuana-Konsum bis dahin) in Kontakt mit Drogen - Kokain, um genauer zu sein. Es entwickelte sich sehr schnell eine Abhängigkeit von Kokain in Zusammenspiel mit Alkohol, die sich dann auch mittels intravenösem Kokain-Konsum manifestierte. Das Studium war sehr stressig und ich hatte scheinbar ein "Ventil" gefunden. Wie das so am Anfang einer Drogenkarriere ist... man findet es toll. Nach ca. 1 Jahr kam als "Runterkommhilfe" auch noch Heroin dazu. Da ich aber (beides) immer "nur" 1-2x pro Woche konsumiert habe, blieb mir (Gott sei Dank) eine körperliche Heroinabhängigkeit erspart. Außerdem war Heroin echt nicht meine Droge vom Wirkspektrum her, ich habe sie nur als starkes "Medikament" missbraucht, um vom Kokain-Crash verschont zu bleiben.

2001 schließlich habe ich mich in ein Krankenhaus einweisen lassen. Ich konnte und wollte einfach nicht mehr. Es folgte eine zweijährige Abstinenz von Alkohol und Kokain (und auch allem anderen außer Nikotin), in der ich regelmäßig NA-Meetings (Narcotics Anonymous, sind eine Abspaltung von AA) besucht habe. Anschließend hielt ich mich für geheilt. Ich begann auch wieder Alkohol zu trinken.

Heirat 2003. Es folgte 2006 die Geburt meiner ersten Tochter. Die neue Verantwortung zusammen mit beruflichem Stress führten zu gesteigertem Alkoholkonsum. Ich war zwar immer nur Biertrinker, aber 6 Weizen am Abend waren durchaus üblich, wenn ich unterwegs mit Freunden war.

2009 kam die zweite Tochter. Eheprobleme. Rollenprobleme als Vater immer noch da. Der Alkoholkonsum bedrückte mich zunehmend. Aber irgendwie hatte ich keiner Energie - oder besser, in diesem Zeitraum auch keine Lust - meinen Konsum einzuschränken. Hinzu kam, dass ich auch ab und an immer öfter Craving (das starke Verlangen, Kokain zu konsumieren) hatte, wenn ich betrunken war. Aber als richtiger Mann, der tagsüber viel Stress auf Arbeit hat, hatte ich ja wohl das "Recht" dazu, am Wochenende oder zum Feierabend auch mal einen drauf zu machen.

2010 kam dann der Selbstmord von Torhüter Robert Enke. In der darauffolgenden Berichterstattung wurde ja auch Depression bei Männern stark thematisiert - und ich erkannte mich mit meiner Mischung aus Gereiztheit, Niedergeschlagenheit und Fatalismus wieder. Also ab zum Hausarzt, dem mein Herz ausgeschüttet. Diagnose "mittelschwere Depression" -> erster Aufschlag mit "Mirtazapin" (furchtbares Zeug) -> Überweisung zum Psychiater.

Beim Psychiater wurde ich dann auf Citalopram eingestellt. Eine Therapie lehnte ich ab. Ich trank weiter Alkohol. Ich nehm ja jetzt was, damit es mir besser geht.

2012 dann der große Doppelknall. Im Abstand von 6 Wochen bin ich mit Kokain rückfällig geworden. Beim zweiten/letzten Rückfall hatte ich ein Nierenversagen, aber Gott sei Dank kamen beide Nieren wieder hoch. Es folgte eine 13 monatige ambulante Drogentherapie. Seit 10/2012 bin ich alkohol- und drogenfrei. Die Therapie hat mir echt die Augen geöffnet. Ich bin (und bleibe) suchtkrank. Ich habe eine chronische Erkrankung, die auch nicht mehr weggeht. Meine Droge ist Cocaethylen, d.h. beim alkohol-betrunkenen Konsum von Kokain wird dieser "neue" Stoff in der Leber gebildet - und daher sind sowohl Alkohol als auch Kokain für mich bis zum Lebensende durch. Auch alleiniger Alkoholkonsum würde das Suchtgedächtnis kitzeln - daher kam früher das Craving im betrunkenen Zustand. Seit dem Ende der Therapie gehe ich regelmäßig alle 2 Wochen noch zur Selbsthilfegruppe. Im Zeitraum 2012/2013 habe ich dann auch auf Escitalopram umgestellt. Die Psychiaterin meinte, wegen der der Herz-Nebenwirkungen bei höheren Citalopram-Dosen und um noch "Luft nach Oben" zu haben wäre das angebracht.

Durch dieses ganze Trara war die Ehe nicht mehr zu kitten. Wir haben noch ein paar Jahre versucht, wieder Vertrauen aufzubauen - aber 03/2017 bin ich ausgezogen und lebe jetzt alleine.

Der Auszug hat mir echt gut getan. Endlich freue ich mich nach der Arbeit wieder auf zuhause. Ich habe wieder mit Kraftsport angefangen, was auch sehr gut angeschlagen hat. Ich habe neue Freunde gefunden. Auch eine Freundin, mit der ich schöne Zeiten verlebe. Ein richtiges "Loch" nach dem Auszug, was ich befürchtet habe, blieb daher aus.

Irgendwann im Sommer 2017 kam dann eine Minderwirkung des AD. Konzentrationsprobleme, auf Arbeit nix mehr hinbekommen, Antriebsprobleme, Schlafprobleme. Ich habe von 10mg auf 15mg erhöht. Eine leichte Besserung trat ein, der Antrieb hat sich verbessert. Aber die Laune leider nicht. Ich bin immer noch verhalten und nicht mehr so optimistisch/gut gelaunt wie ich es von zuvor kenne.

Lange Rede, gar kein Sinn... warum bin ich hier? Ich stelle mir mittlerweile wirklich die Frage, ob das jetzt ewig so weiter gehen soll/muss/kann mit den ADs. Ich müsste auf die finalen 20mg Escitalopram hoch. Es ist absehbar, dass ich auf ein anderes Medikament wechseln müsste. Und dann? In 7 Jahren wieder ein Poop-Out und wieder wechseln...?

Auf der anderen Seite - alle drei Psychiater mit denen ich bislang zu tun haben (inkl. meinem Drogen-Therapie-Psychiater) hatten die Ansicht, dass ich die ADs bis an mein Lebensende nehmen müsste. Aufgrund des vierjährigen Konsums von Kokain hätte ich mir eben bleibende Schäden im Gehirn zugezogen, was die Botenstoff-Balance angeht. Dem entgegen steht, dass es mir nach dem Ende der Drogenphase 2001 bis zur Geburt meiner ersten Tochter 2006 gut ging. Ich hatte ein schönes Leben ohne Mutlosigkeit und Gereiztheit.

Und da wäre jetzt meine Hoffnung, dass hier vielleicht auch das ein oder andere "Drogenopfer" zu finden ist, was mir Mut machen kann, ein Ausschleichen zu beginnen. Oder mir hilft zu akzeptieren, dass mein Gehirn wirklich 'nen Hau wech hat und einfach Support braucht.

Yepp, det war's... ist janz schön privat geworden... was soll's... any comments welcome!

LG
Karu


Edit 1,2: Rechtschreibung
Edit 3: Sinn 1. Absatz
Zuletzt geändert von Karu am 12.10.2017 21:50, insgesamt 2-mal geändert.
Eva

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Eva »

Hallo Karu,

ich möchte Dich schon mal willkommen heißen - bevor sich die Versierteren des Forums zu Deiner Problematik äußern. Schön, dass Du hierher gefunden hast.

Und es liegt mir am Herzen, Dir zu schreiben, dass ich niemals so ohne weiteres glauben würde, die Drogen hätten Dir dauerhaft das Hirn zerschossen - :x was für eine unverantwortliche Aussage von "Fachleuten"! Wie Du sehr richtig schreibst: Es ging Dir danach ja länger gut - wie hätte das sein können bei einem manifesten Schaden? Außerdem formulierst Du klar und geordnet ... für mich sind da keinerlei Anzeichen für eine derartige Beeinträchtigung zu erkennen.

Ich würde nicht aufgeben, bevor ich es nicht wenigstens, mit aller gebotenen Vorsicht, versucht hätte, von dem Dauermedikament wegzukommen. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Hier werden sicher bald noch weitere Beiträge kommen, die dann auch im Detail auf Dein Medikament eingehen. :)

Viele Grüße,
die Pons
Zuletzt geändert von Eva am 12.10.2017 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
Karu

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Karu »

Hey,

Vielen Dank. Ja, ich bin beruflich voll "dabei", IT Teamleiter und eigentlich müsste alles schick sein... Klar, manchmal ist man der Hund und manchmal der Baum, es ist nicht jeder Tag im Leben toll. Aber irgendwie glaube ich wirklich so langsam, dass es mal an der Zeit wäre, den ADs Goodbye zu sagen. Ich bin nämlich sonst sehr, sehr sparsam mit Medikamenten und versuche sie immer zu meiden. Und dann hau ich mir seit Jahren ADs rein...

Ich hab ja seit gestern schon ein wenig hier gestöbert - und ich sehe viele Sachen, die ich kenne aber bislang nicht auf die ADs geschoben habe. Meine Müdigkeit tagsüber, mein Chronorythmus, gegen den ich permanent ankämpfen muss... usw. usf.

Na, dann bin ich mal auf weitere Aufmunterung gespannt. ;-)

Dank Dir!

LG
Karsten
Benedikt24
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Benedikt24 »

Hallo Karsten, :)

herzlich willkommen hier bei uns im ADFD. Nun, es ist gut das Du da bist. Und Du Absetzen möchtest.

Ich möchte sagen, dass nur eine Therapie langfristigen Erfolg bringen kann. Ich weiß natürlich nicht was bei der Suchttherapie gemacht worden ist - und wie Du dort gearbeitet hast und zu welchen Erkenntnissen Du gekommen bist. Aber oftmals sind das ja Verhaltensweisen - die neu gelernt werden.

Süchtige Menschen (ich gehöre dazu) suchen nach etwas. Und kompensieren diese Suche (diesen Mangel) mit Alkohol, Tabak, Anerkennung, und so weiter.

Oftmals liegen hier frühkindliche Probleme vor. Diese sollten aufgearbeitet werden. (der Mangel muss bewusst gemacht werden)

Wenn das bei Dir so ist, wäre es sehr gut. Denn nach der Reduktion von PP sind die ursächlichen Probleme noch da, wenn keine therapeutische Behandlung stattgefunden hat.

Fachleute werden sich hier bestimmt noch melden - die etwas über die Medikamente sagen können.


Herzlich, Benedikt
2007 erste Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
12/2008 Lebenskrise, Aufnahme psychosomatische Klinik 6 Wochen (Diagnose: manisch/depressiv)
3/2009 Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
2009 Wahnvorstellungen, manische/depressive Phasen
11/2009-9/2014 Haft
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
20.6.17 Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zum Therapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
25.7.17 Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin
25.8.17 Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
30.10.17 Reduktion von 2.5 mg auf 2,25 mg Olanzapin Probleme mit der Wahrnehmung vorhanden, aber verantwortbar.
1.12.17 Reduktion von 2,25 mg auf 2 mg Olanzapin Probleme mit Wahrnehmung vorhanden, manische und depressive Phasen. Bei schlechten Phasen ist aber alles unter Kontrolle. Keine Gefahr für mich und andere.
6.12.17 Leberwerte halbierte Verbesserung (noch nicht gut)
9.12.17 Habe beim Therapeutischen Malen: Mutter-Kind Übertragung
24.12.17 Reduziere Selbstgespräche und Sexualität
1.1.18 Reduziere von 2 mg auf 1,8 mg Olanzapin
23.1.18 Erhöhung von 1,8 auf 2 mg Olanzapin
paar Tage auf 0 keine gute Verfassung
20.2.18 Aufdosierung 2,5 mg
20.3.18 Stabilisierung bei 2,5 mg Olanzapin
Gwen
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Gwen »

Hi Karsten,
meiner Meinung nach klingt Deine Geschichte danach, dass Du schon eine Menge mitgemacht hast, aber trotzdem auch echt was geschafft hast! Kompliment!

Ich denke auch nicht, dass man von außen beurteilen kann, wie "zerschossen" ein Gehirn ist. Und dass deine Stimmung über Jahre stabil war, spricht da Mal nun gar nicht für!

Ich finde es gut, dass Du jetzt versuchen willst, das Zeug los zu werden. Du hast die Empfehlungen hier (5-10% reduzieren und dann mindestens 4-6 Wochen warten, bis die Symptome zu 95% weg sind) bestimmt schon gelesen. Ich würde Dir sehr ans Herz legen, das zu berücksichtigen um alltagstauglich zu bleiben. Vor allem im unteren Bereich sind diese Medikamente noch sehr wirksam, dh es sind viele Rezeptoren besetzt und entsprechend stark wirken sich Dosisänderung aus.
Und da Du das Zeug jetzt sowieso schon so lange nimmst, dürfte es ja egal sein ob Du ein paar Wochen früher oder später mit dem Absetzen durch bist.

Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier,
viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
Karu

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Karu »

@Benedikt:

Hi,

danke für den Hinweis. Ja, in der Therapie ging es auch darum. Heute sehe ich die Eheprobleme als Hauptursache zumindest mal der Depression an. Mein Leben war für mich nicht mehr so, wie ich es mir vorstellte. Goldener Käfig. Eine Rolle spielen müssen, für die ich nicht gemacht war. Das war auch schon im Studium das Problem. Die Drogen, bzw. der Alkohol waren dann mein Korrektiv, mit dem ich dem Bild von mir wieder mehr entsprechen wollte. Etwas der Spießigkeit und dem Funktionieren müssen entgegensetzen. Mal ausflippen.

Letztendlich sind das natürlich auch bei uns in der Nachsorge immer die Themen schlechthin - wie geht es uns, warum geht es schlecht, wie können wir uns ändern, damit wir aus einem Verhalten rauskommen, was schadet. Um damit Rückfälle zu verhindern. Und nach all den Jahren sind wir sehr gute Freunde. Ich kann mich nirgendwo so öffnen wie dort. Da ist auch alles vertreten - Unternehmer, Ärzte, Ingenieure, Reinemachfrauen... das ist super.

@Gwen:

Hi,

ich hab heut sogar schon ne Excel gebaut... mit den Änderungszeitpunkten und der dann gültigen Dosierung. Und wieviel Milliliter das dann sind bei Basis 50ml... :D

LG
Icke


Edit: Gwen hinzu
weg

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von weg »

hallo karu

danke für deinen bericht und herzlich willkommen im forum. hier nur eine kurze bemerkung zu deiner angst, dass dein gehirn von den drogen zerschossen ist.

ich habe drogenerfahrung (speed, lsd, heroin) bin aber schon jahrzehnte lang weg davon. ja, dass gehirn leidet darunter - aber es ist nicht kaputt. es regeneriert sich wieder.

ich meine, wir verwechseln hier etwas. man verändert sich im laufe des lebens und das ist nicht auf ein zerschossenes gehirn zurückzuführen, sondern halt eine neue andere lebenserfahrung die durch drogen anders wahrgenommen wurde als neu in nüchternen "normalem" zustand. ich denke, wir machen nochmals eine neue entwicklung durch und da wir älter werden ist das ob und zu etwas befremdlich, aber normal.

ich schaue meine entwicklung als einen gewinn an und hoffe, dass du das auch so sehen lernen kannst.

herzlich
weg
SeventhWave
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von SeventhWave »

Hi Karsten.

Ich bin 42, männlich, der IT-Typ in der Firma, hatte einen Drogencrash mit 21, habe Kinder und Ehe und versuche mich nach wie vor mit dem goldenen Käfig zu arrangieren. Dazu gehörten in der schlimmsten Zeit auch 4-6 Bier am Abend (mit Citalopram und Co.)

Schon immer war ich süchtig. Auf alles.

Letztes Jahr erhielt ich die ADHS-Diagnose und nehme seit Mai MPH in Form von Medikinet Adult. Seitdem kann ich sehr maßvoll umgehen und auch so habe ich keinen Bock mehr auf Zigaretten, Kaffee oder Alkohol. Langfristig möchte ich auch gerne wieder ohne MPH auskommen. Aber mein Akku hat gerade erst von rot auf gelb gewechselt.

Was ich aber sagen möchte: Ich verstehe dich. Zerbrochen bin ich an der Kombination hyperaktives, auffälliges undiagnostiziertes ADHS Kind, die überforderte Ehefrau (selber undiagnostiziertes ADS), mein undiagnostiziertes ADHS, beruflichem Ehrgeiz, Gnadenlosigkeit mir gegenüber und währenddessen falschen Absetzen von Citalopram. Ich hatte derbe Nebenwirkungen, die ich nicht als solche zu erkennen vermochte – und dazu gesellten sich die Absetzsymptome die auch nicht als solche erkannte. Und immer schön was saufen dagegen.

Man meint, man kann das stemmen. Die anderen können es ja auch. Doch das stimmt nicht. Jeder hat seinen Karren zu ziehen. Wir pressen uns in ein System, mit der sich jede Faser unseres Körpers sträubt, uns bleibt nur die Betäubung.

Mit MPH versuche ich jetzt das zu ordnen. Ein ADHS Freund hat erzählt, er hat sein Studium aufgegeben und ist jetzt Zirkus-Clown für Kindern. Einige haben gelacht, ich hab sehnsüchtig genickt.

Schau, dass du von dem Citalopram weg kommst, ich habe davon schon irreparable Schäden.

Vielen Grüß

7th
Zuletzt geändert von SeventhWave am 13.10.2017 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
Vorgeschichte:

[spoil]18.03.1996 Permanente Panikattacke, Grund Drogenkonsum und PTB. Ein halbes Jahr später erhiehlt ich AD und Benzo (Clonazepam). Stabilisiert ca. 1 Jahr später. Absetzversuche des AD führten zu obligatorischen Symptomen. Alle paar Jahre gab es Medikamentenwechsel. Diverse Präparate, ich erinnere mich an Imipramin, Fluoxetin und Clomipramin, letzteres hat mich jahrelang sediert.
2012 Umstieg von Clomipramin auf Citalopram 20 mg. Tagesmüdigkeit verschwindet.
Seit 2012 bin ich Stammgast bei diversen Ärzten. u. a. werde ich ein Jahr wg. Dauer-Augenbrennen gegen Bindehautentzündung behandelt.
2014 Reduktion von 20 mg auf 10 mg nach Gespräch mit dem Betriebsarzt.
2015 Dezember. "Herzschmerzen" EKG etc. Zuvor Brain-Zaps, kaum noch Konzentration, Aggressionen
Energieverlust und Agitiertheit.
2016 Januar. Durchschlafstörung, rasende Gedanken.
2016 Februar. Zusammenbruch im Badezimmer, anschließend Klinik. Nach allen gängigen Untersuchungen lande ich beim Psychosomatiker.
2016 Juli. Tagesklinik. Erhöhung wieder auf Citalopram 20 mg.
2016 August. ADHS Diagnosestellung, Umstellung von Citalopram 20 mg auf Elontril (Bupropion) 150 mg. Zusammenbruch bis zur passiven Suizidalität, stationäre Aufnahme. Nach 2 Wochen zurück auf alte Medikation, dazu Tavor und Atosil (Promethazin)
25.08.16 Schrittweise Erhöhung von Citalopram 20 mg über 30 mg auf 40 mg. Abends Trimipramin Tropfen (jeden Tag ein Tropfen mehr). Schlaf stabilisiert sich erstmalig wieder mit Trimi.
Trimipramin eigenständig bis Januar 2017 tropfenweise ausgeschlichen. Kein Problem. Schlafqualität bleibt erhalten.
20.04.17 Erstmalig Medikinet Adult 5 mg am Morgen. Gesamtzustand bessert sich massiv innerhalb von 3 Tagen.
19.05.17 Erhöhung Medikinet Adult auf 10 mg + 5 mg am Mittag. Starke Stabilisierung.
26.06.17 Erhöhung Medikinet Adult auf 10 mg + 10 mg am Mittag. Am Wochenende lasse ich gerne aus. Die Kinder mögen Ace Ventura. Fühle mich nahezu vollständig genesen. Arzt verringert Citalopram von 40 mg auf 20 mg.
04.07.17 Bereits um 8:00 Uhr schwere Erschöpfung
05.07.17 Panikattacken, Durchfall, Agitiertheit, Appetitverlust, Schlaflosigkeit, Depression, passive Todessehnsucht. Sofort wieder hoch auf 40 mg.
10.07.17 Einigermaßen stabil, aber zutiefst entsetzt.[/spoil]

Mein Thread

Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)
22.10.18 20,8 mg (-3,67 %)
24.02.19 20 mg (-3,846 %)
lunetta

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen auch von mir!

Zuerst möchte ich deine Bedenken ausräumen - das Gehirn ist regenerierbar wie z.B. auch die Leber!

Je länger und häufiger Mißbrauch mit Drogen, Alkohol, Medikamenten getrieben wurde, desto länger dauert es, aber es kann sich langsam regenerieren.

Ein AD hilft da nicht, im Gegenteil - es bringt ein neues Ungleichgewicht rein, das dann auch wiederum durch langsames Absetzen, ins Gleichgewicht gebracht werden muß.

Wie du schon selbst festgestellst hast, verlieren AD nach einer gewissen Zeit ihre Wirkung - eine Erhöhung bringt meistens nichts, da durch höhere Dosen nicht mehr Rezeptoren belegt werden. Anhand von lineraren Kurven kann man feststellen, dass bei den meisten AD schon in geringer Dosierung die meisten Rezeptoren belegt sind, und bei höherer Dosierung nur mehr wenige Prozent mehr Rezeptoren belegt werden.

Ein Ausschleichen halte ich für sinnvoll, wenn du ohnehin nicht mehr die richtige Wirkung des AD spürst - ein Höhergehen, ändert daran nichts.


Wir hier setzen ca. 10% der letzten Dosis ungefähr alle 4 Wochen ab. Für diese kleinen Schritte benötigts du entweder eine Feinwaage oder gehst nach der Wasserlösemethode vor.
Dieses langsame Vorgehen hilft die Absetzsymptome gering zu halten (ohne wird es nicht gehen), und dass man alltagskopmatibel bleibt. Gegen Ende hin, bei kleinen Dosierungen raten wir sogar noch langsamer vorzugehen ( 5% oder weniger), da nach unten hin immer noch sehr viele Rezeptoren belegt sind, und man dadurch mehr Absetzsymptome hat.

Unsere Absetzmethode ist ein Langzeitprojekt, aber schonend.
Die meisten Ärzte kennen es nicht, und meinen dass man alle 2 Wochen die Dosis halbieren kann, was dazu führt, dass man nach "0" ein paar Wochen später das volle Absetzsyndrom haben kann, lt. Ärzten aber wieder die Grunderkrankung durchbricht, und man genötigt wird, wieder das Medikament einzunehmen.
Meistens wird einem dann zur Linderung der Symptome noch ein zweites AD, oder ein Benzo oder gar ein NL auf`s Auge gedrückt, sodaß man dann nur noch weitere Medikamente an der Backe hat, die Grundproblematik damit aber nie gelöst wird, da Medikamente nur symptomatisch wirken, aber nicht heilen können.

Was ich bei dir gelesen habe, bist du ausgesprochen willensstark, hast schon einiges abgesetzt, sodaß ich mir sicher bin, dass du das AD auch noch schaffst.
Geduld ist hier die Devise und Konsequenz! Beides hast du;)

Alles Liebe und GLG!
Jamie
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Jamie »

Hallo SeventhWave

Einfach nur für dich mal ein paar Knuddler
:hug: :hug: :hug:

Hat mich berührt, die Sache mit dem Clown

MfG
Eine, die auch nicht so kann, wie sie will, aber die jetzt schon mehr hat als viele Jahre ihres Lebens (und ich rede nicht von Geld)
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Karu

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Karu »

Hi,

ja vielen Dank an Euch alle!

Ich hab heute angefangen - siehe Signatur.

Ich habe eine Frage allerdings: Ab welcher Menge sollte ich auf die 5%-Schritte gehen? Ich habs jetzt mal ab 6mg eingeplant, da meines Wissens nach die therapeutisch als wirksam geltende Menge bei 5mg liegt.

Ich nutz die Wasserlösemethode. Klappt super. Die Tabletten lösen sich quasi instantan auf. Das benötigte Werkzeug hab ich als E-Zigaretten-Dampfer eh zuhause, also 12ml-Spritze und 100ml Messbecher.

Bin für Tips dankbar!

LG
Karsten
Clarice
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Clarice »

Karu hat geschrieben:Hi,

ja vielen Dank an Euch alle!

Ich hab heute angefangen - siehe Signatur.

Ich habe eine Frage allerdings: Ab welcher Menge sollte ich auf die 5%-Schritte gehen? Ich habs jetzt mal ab 6mg eingeplant, da meines Wissens nach die therapeutisch als wirksam geltende Menge bei 5mg liegt.
Herzlichen Willkommen auch von mir, Karsten!
Du hast ja wirklich schon einiges mitgemacht und auch geschafft!

Offensichtlich bist du auch topmotiviert, mir scheint fast zu sehr: einen konkreten Absetzplan bis Oktober 2018 zu haben, setzt dich m.E. zu sehr unter Druck. Vor allem weil du ja auch gar nicht weißt, wie es dir mit den einzelnen Absetzschritten gehen wird. Evt. musst länger bei einer Dosis bleiben, oder kleinere Schritte machen. Das wirst du aber erst im Laufe sehen.

Ich gehöre auch zu den Ungeduldigen, aber habe festgestellt: in der Ruhe liegt die Kraft. Nach den Absetzschritten habe ich mehrere Symptome, Phasen, die sich dann irgendwann legen, erst dann wenn das stabil ist, gehe ich weiter runter. Bisher war das nach gut 5 Wochen.
Wenn ich mich eingependelt habe, stelle ich insgesamt aber auch schon durch die Reduzierung BEsserung fest - meine extremen Erschöpfungszustände sind z.B. weniger geworden.

Ich wünsche dir viel Erfolg!
Clarice
Aktueller Stand:
31.01.2020 0,6 mg E. (Erhöhung um 25 %)
Januar 2020: viele Schmerzmittel sowie Omeprazol
ab 11.01.2020: Hormonersatztherapie wegen extremer Hitzewallungen.
KW 5: 3 Tage Mirtazapin (7,5 mg/1mg/1mg)

[spoil]Langjährige AD-Historie: seit ca 1999, hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
.
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
.
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.
25.01.2018 2,4 mg. E.
19.02.2018Wechsel Hersteller meiner E-Tropfen: ein paar Tage später massive Depri-Gefühle; Agitiert; Herzrasen; Hautbrennen/Kribbeln, allgemeine Unzufriedenheit, etc.pp.
08.03.2018 2,2 mg E.
28.03.2018 2 mg E.
26.06.2018 1,7 mg E.
17.08.2018 1,5 mg E.
19.09.2018 1,3 mg E.
13.10.2018 1,1 mg E.
09.11.2018 1 mg E.
09.12.2018 0,9 mg E.
06.01.2019 0,8 mg E. - nach ca. einem halben Jahr ziemlich beschwerdefreiem Reduzieren setzen die bekannten Probleme (Schlaflosigkeit, starkes Herzpochen, verstärkung der eh vorhandenen Muskelverhärtungen/Schmerzen) nun wieder ein.
01.03.2019 0,75 mg E. - in dieser Zeit 3 Wochen Cortison erhalten: Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen
26.04.2019 0,70 mg E.
In dieser Zeit 3 Tage Cortison erhalten-Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen, vermehrt Schmerzen. Außerdem zwei Tage Oxycodon: Horror-NW - nicht weiter genommen.
19.05.2019 0,66 mg E.
Cortison-Depotspritze am 12.6.: nach einer Woche extreme psychische Reaktionen.
30.06.2019 0,6 mg E.
28.07.2019 0,5 mg E.
Ab 15.01.2020 Abbruch nach 2 Tagen! (Stufenschema Prednisolon (Cortison) 20 Tage)
23.12.2019 0,48 mg E.
[/spoil]
Lisamarie
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Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Karsten, schön das du begonnen hast zu reduzieren. Schau mal die nächsten Wochen wie dir der Schritt bekommen ist. Wenn es nur akzeptable Absetzprobleme gibt, dann kannst du vorerst die 10% Schritte beibehalten. Also immer 10% von der letzten Dosis. Wenn du merkst das die Schritte zu groß werden und du immer mehr an Absetzproblemen leidest würde ich die Schritte auf 5% von der letzten Dosis verringern. Sicher kann dich das alles nicht vor dem einen oder anderen Entzugssymthome bewahren, aber wir setzen so langsam ab das die im Rahmen bleiben sollen und man größtmögliche allerstauglich bleibt.

Ne Plan würde ich mir nicht machen, jeder Entzug ist individuell und es kommt in erster Linie darauf an das du die Entzugsschritte einigermaßen gut verpackst. Da braucht nur ne Erkältung zwischen kommen und schon ist der Plan Makulatur, da wir nicht weiter absetzen wenn wir an irgendeinem Virus erkranken und erst dann weiter machen wenn wir uns davon erholt haben.
Lg Petra

Überschnitten mit Clarice :)
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
Karu

Re: Vorstellung Karu

Beitrag von Karu »

Hi,

vielen Dank für's Feedback. Mein Absetzplan ist ein Plan... ich bin da natürlich variabel und offen für notwendige Anpassungen. ;-)

LG
Karsten
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