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Sunnyyy: Entzug Saroten (Amitriptylin)

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Sunnyyy: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Montag, 01.01.18, 14:39

Hallo, ich bin neu hier und habe hier schon viel gestöbert...

kann mir vielleicht jemand helfen... ??:.. ich nehme seit ca 15 Jahren Saroten 25 mg wegen chron Schmerzen... es hiess immer die sind so niedrig dosiert das macht nix...
jetzt werden meinen Leukos mit den Jahren immer schlechter und ich bekomme Muskelkrämpfe... muss dazu sagen dass ich sehr wenig wiege und in letzter Zeit aufgrund Unverträglichkeiten nochmals abgenommen habe.. vielleicht wurde die Dosis zu stark...

jetzt hiess es absetzen ohne Hinweis auf Ausschleichen .. ich dachte wenn es so niedrig ist, wird das schon gehen.. habe 11 Tage durchgehalten... konnte dann nicht mehr.... war die Hölle... nicht mehr geschlafen... jede Stunde auf Toilette weil ich Blase drückt, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzbeschwerden... das schlimmste war ein zunehmendes Stechen vom Kopf bis ins Herz .... dachte dann immer ich Falle um...

die Beschwerden wurden schlimmer statt besser.... jetzt hab ich vorgestern wieder Saroten 12,5 mg genommen... 1. Nacht endlich gut geschlafen.... 2. Nacht auch... allerdings habe ich jetzt glaub Beschwerden vom Ansetzen und neu Einschleichen... das Stechen war besser aber ist nicht ganz weg.... was soll ich denn nun tun... ??... weiter bei 12,5 mg bleiben... ??.... oder wieder auf 25 mg... ??... oder weniger als 12,5 mg...lassen die Entzugserscheinungen denn sicher irgendwann nach ... habe Angst dass sie mir bleiben... hätte ich das gewusst hätte ich das Teufelszeug nie genommen... bin nur noch halblebig.. :( ...

vielleicht weiß mir jemand einen Rat oder es ging jemand genauso oder ähnlich ??
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Re: Entzug Saroten

Beitrag von lunetta » Montag, 01.01.18, 18:37

Hallo und willkommen bei uns!

Du leidest eindeutig unter Absetzsymptomen!
Nach so vielen Jahren Einnahme sollte man nicht sofort auf 0 absetzen, das ist ein Kaltentzug! Kein Wunder dass es dir schlecht geht.

Und auch wenn die Mediziner immer meinen, es wären nur Mickymaus-Dosierungen - das stimmt nicht!!! Schon bei geringen Dosierungen sind die meisten Rezeptoren im Gehirn belegt, und mehr hilft da auch nicht mehr, das ist völliger Unsinn!

Wir hier setzen maximal 10% der letzten Dosis, ca. alle 4 Wochen ab.
Das wären bei dir 2,5 mg gewesen.

Ich würde dir raten auf keinen Fall weniger als 12,5 mg weiterzunehmen, eher noch etwas höher zu gehen, so ca. 20-22,5 mg.

Ich kenne Saroten nicht - sind das Tabletten oder Kapseln? Kann man die Tabeltten teilen oder könnte man sie auflösen?

Es ist jetzt nämlich ganz wichtig, dass du eine zeitlang wirklich exakt dieselbe Menge wieder einnimmst, damit sich dein ZNS beruhigen kann, und das kann es nur wenn wieder eine gleichmäßge Zufuhr des gewohnten "Stoffs" gegeben ist.

Entweder kann man das mit der Feinwaage machen, oder wenn es eine Kapsel mit vielen kleinen Kügelchen ist, diese auszuzählen, oder mit der Wasserlösemethode. Bitte suche in der Suchfunktion dazu unter Wasserlösemethode, mir geht es nicht so gut, dass ich jetzt suchen und verlinken könnte.
Vielen Dank dafür!

Das ist nun dein thread, hier kannst du alles schreiben und fragen, was dich bedrückt oder wo du noch Rat und Hilfe brauchst!

LG
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Jamie » Montag, 01.01.18, 23:09

Hallo sunnyyy,

willkommen im Forum :).

Ich habe deinen Beitrag in diese Rubrik verschoben, weil du hier mehr Antworten bekommst.

Du hast das richtig gemacht, dass du wieder 12,5mg Amitriptylin eindosiert hast.
Deine Ärzte haben dich sehr schlecht beraten; wenn man 15 Jahre ein AD nimmt (auch wenn es der Schmerzbekämpfung dient), muss man dies auf jeden Fall sorgfältig über viele Monate, realistischerweise über 1-2 Jahre, ausschleichen.

Ich kann mir das jetzt alles nur wegen der abnormen Leukozytenwerte erklären. Was heißt, dass die schlecht sind. Sind sie zu hoch oder zu niedrig? Wie hoch / niedrig sind sie?
Nimmst du weitere Medikamente?

Du hast schwere Absetzsymptome, das kann jetzt einige Tage dauern, bis es sich bessert; wobei du ja bereits von ersten Verbesserungen berichtest, was ein gutes Zeichen! ist.
Wunder darfst du nicht erwarten, dein ZNS ist jetzt sehr gereizt und das wird dauern, bis es sich beruhigt. Ein paar Tage und Wochen musst du dem schon geben, innerhalb von 48 Stunden ist nicht alles wieder gut.

Ich würde angesichts der schlechten Blutwerte auch erst einmal nicht weiter erhöhen, bleibe erst mal bei 12,5mg. Ziel muss es sein möglichst wenig zu nehmen, aber sich zu fangen.
Und parallel zu hoffen, dass sich die Werte erholen. Meinst du denn, deine Ärzte halten es für akzeptabel, wenn du die 12,5mg nimmst? Diese Entscheidung musst du auch mit ihnen besprechen.
Es gibt manchmal bedrohliche Nebenwirkungen, wo ein Kaltentzug gerechtfertigt ist, aber das ist für die Patienten dann natürlich ein Drama, weil sie dann schlimme Symptome haben.
Das Optimale ist es dann wieder etwas zu nehmen, aber nur wenig, und zu hoffen, dass sich die Blutwerte bessern, aber die Dosis auch eben ausreicht, dass man nicht völlig am Rad dreht.
Nimmst du Saroten retard oder unretardiert?

Grüße
Jamie
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Donnerstag, 04.01.18, 20:23

Hallo, lieben Dank für Eure Antwort... !!!!! ... habe hier schon viel gestöbert... hätte ich das vorher gewusst, hätte ich ausgeschlichen... der Arzt meinte aber nur absetzen... punkt... hab gestern auf 10 mg reduziert... das war gar nix... heute wieder Herzrasen wie bekloppt.... bis ich jetzt gelesen habe, man soll nur alle 4 Wochen reduzieren... ich nehme Saroten (amitryptillin) ret... nehme immer 75 er und teile sie durch 3... da sie 3 Kerben zum teilen haben... man darf sie (laut Google) auch auflösen... wenn das stimmt... denn mit der Feinwaage wird es auch schwer... meine Leukos sind auf 1900 runter... nach den 11 Tagen absetzen waren sie schon wieder auf 3000.... das wär schon toll... normal ist glaub über 4000... jetzt wollte ich sie halt so schnell wie möglich absetzen.... aber es ging nicht... ich konnte nicht mehr... jetzt gehen die Leukos bestimmt wieder in den Keller... ich hab auch richtig Angst, die Dosis weiter zu reduzieren... aber wenn ihr das so schreibt, dann werde ich schauen ob ich mit 12,5 klar komme und es wohl 4 wochen so lassen... ich bin eigentlich völlig geschockt, dass es solche Auswirkungen hat... ich habe auch Amitryptillin Tropfen gehholt... weiß allerdings nicht ob die sich anders auswirken, da sie nicht ret sind.. ebenso ist die Wassermthode gelöst sicher auch nicht mehr ret, oder.... ??... die Ärzte kennen sich damit doch gar nicht aus... und bezweifeln meine starke Reaktion.... da ist man völlig allein damit gelassen.. bin echt verzweifelt ... und froh, jetzt hier hilfe gefunden zu haben... !!!!!
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Wieder geschlafen, Müdigkeit, Schwindel und stechende Schmerzen etwas besser, aber immer noch alles da nur gemindert, Herzklopfen, von Durchfall auf Verstopfung gewechselt.
Leukos vor Absetzen 1900, nach 11 Tagen absetzen auf 3000, nach Wiedereinnahme wohl Kontrolle in 4 Wochen?
Jede Woche Reduktion um ca 1 mg Saroten ret..die Beschwerden liessen nach 1 Woche meist nach, dann der nächst Schritt
Vor 1 Woche abgesetzt auf 0... ersten 2 Tage relativ gut.... dann Kopfschmerzen mit Schwindel und Sekunden"ohnmacht"gefühl ... kribbeln im Kopf ... alles verkrampft bis ins Herz und Atmung... atmen fällt schwer...
Schlaf allerdings wieder besser, Druchblutung Hände und Füsse auch... Verschleimung in Nase und Hals hat sich in Laufnase gewandelt
Verzweifelt !!!
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.01.18, 10:02

Liebe sunnyyy, :)

ich möchte dich bitten mal in die Apotheke zu gehen und nachzufragen, ob es überhaupt noch Saroten retard 75mg gibt / es hergestellt wird.
Meines Wissens nach, ohne dir Angst machen zu wollen, wurde die Produktion zum Ende des Jahres 2017 eingestellt. Wenn man noch welche kriegt, sind es wohl Restbestände.

Das heißt, es stünde (wenn sich die Info bewahrheitet) eh ein Wechsel auf eine andere Firma an.
Die Tropfen sind prima, aber sie wirken halt nicht zeitverzögert.
Ein Tropfen enthält 2mg Amitriptylin, wenn es von der Firma neuraxpharm ist.
Hast du neuraxpharm?
Man könnte sich aber so behelfen, dass man eben die Tropfen über den Tag verteilt nimmt, zB morgens, mittags abends je 2 Tropfen, dann hättest du am Ende des Tages 12 mg.

Hast du weitere Fragen?
Ich drücke so sehr die Daumen, dass die Werte nicht weiter fallen.
Vielleicht führen die 12mg ja gar nicht zu einer weiteren Verschlechterung? Das wäre so toll! :hug:

Grüße
Jamie
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Freitag, 05.01.18, 15:04

Hallo Jamie,
lieben Dank für die nette aufbauende Nachricht... das tut gerade echt gut... !!! ... stimmt, hab gerade geschaut...in der Internetapotheke gibt es Saroten ret gerade ?? nicht... einfach so mal gibt es die nicht mehr... :/ ... ??... hmmm... ich habe noch einige... da ich 75 mg habe und sie ja teilbar sind, halten sie noch eine Weile... ja, ich habe die Tropf von neuraxpharm... den Tipp habe ich aus dem Forum übernommen... danke dafür... !!! ... habe auch schon gedacht, dass ich sie sonst über den Tag verteilt nehmen könnte... im Moment habe ich gerade richtig Angst irgend etwas zu versuchen oder zu ändern, weil es letzte Woche so schlimm war... aber ich komme wohl nicht darum herum... im Moment experimentiere ich mit der Feinwaage... wenn es stimmt, dann wären das 6 g Saroten ret... sprich 12 mg... gestern war ein übler Tag... Herzrasen, Übelkeit, Schwindel... heute geht es ein bischen besser.... das wechselt ... ich hoffe auch dass die Leukos nicht wieder so fallen... Kontrolle werde ich wohl in 3-4 Wochen machen... da beobachten die Ärzte das über Jahre hinweg... und keiner kam auf die Idee mit Saroten... bis ich jetzt mal gefragt habe... ich ärgere mich dass ich nicht früher drauf gekommen bin... aber die Saroten in der Stärke wurden immer als total harmlos abgetan... sonst nehme ich auch nichts einfach so.. ich verstehe mich da gar nicht... aber jetzt ist es so... und jeder hier muss da wohl durch... :( ...nochmal lieben Dank für die nette und schnelle Hilfe... ich bin wirklich froh, hier zu sein... das hilft ungemein... !!!
Liebe Grüße
Gabi
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Freitag, 05.01.18, 18:16

Hallo, ich habe nochmal eine Frage.. sorry, schon wieder... das passt jetzt nicht zum Absetzen.. aber hat vielleicht jemand Erfahrung mit einer Langzeiteinnahme von Saroten (Amitriptyllin) ... ich habe in all den Jahren nämlich zunehmend Beschwerden bekommen... vor allem kommen vermehrt anfallsartiges Herzstolpern vor und Schwindel... das dann auch genauso plötzlich wieder verschwindet... das ist aber immer total übel...da bekommt man total Angst und verschnappt es kaum... manchmal geht es 10 min... vorgestern 2 Std... :( ... dazu stoplert es öfters... und es kommen eben vermehrt Muskelkrämpfe und Schwäche vor... und hartnäckige Verstopfung... womöglich sind das alles auch Nebenwirkungen von dem Saroten... wie die Leukos auch... im Moment vermischt sich das wohl mit den Absetzsymptomen ... da kann ich gar nichts mehr deuten...:( ... aber womöglich ist blos noch niemand drauf gekommen... ??.. da bekommt man lieber neue Tbl dazu.... bei mir Betablocker.. aber helfen tun sie auch nicht wirklich... vielleicht hat auch jemand solche Erfahrungen gemacht... ??... über weitere HIlfe oder Erfahrungen wäre ich dankbar... !!! ... liebe Grüßle Gabi
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.01.18, 21:01

Hallo Gabi, :)

jedes Medikament, auch niedrig dosiert, kann potentiell Nebenwirkungen auslösen.
Leider ist das auch dann möglich, wenn man es jahrelang genommen hat, es gut vertragen hat und keine NW hatte.
Es kann immer der Tag X kommen, wo es kippt.

Ich glaube in der Tat, dass eine Reihe deiner Beschwerden mit dem Amitriptylin zu tun haben können.
Es ist bekannt, dass es NW an Herz auslösen kann - ich möchte dich herzlich bitten irgendwann in nächster Zeit mal ein EKG schreiben zu lassen und idealerweise auch mal an ein 24-Std-EKG gehängt zu werden, um genau zu sehen, was dein Herz in einem längeren Zeitraum so macht.
Dein Arzt soll bitte auf die QTc Zeit achten.

Verstopfung ist ganz typisch für Amitriptylin; ich nehme es ja auch und leide seit Jahren drunter.
Auch Muskelschwäche ist eine bekannte NW beim Ami und die Krämpfe auch.
Amitriptylin sediert und "lähmt" den Körper etwas; dadurch wird auch die Schmerzwahrnehmung runtergefahren und moduliert. Die beruhigende Eigenschaft wird in dem Fall aber zur Belastung, weil damit die Verdauung träge wird, man selbst wird träge, die Muskeln fühlen sich schwach an usw.
Du kannst mal vorsichtig Magnesium probieren, um gegen die Museklkrämpfe anzugehen; aber bitte ein gutes aus der Apotheke, kein Billigröhrchen für 50 Cents; das sind anorganische Magnesiumverbindungen, die der Körper gar nicht gut verwerten kann, lieber zB Magnesium Verla Dragees oder eine andere gute organische Mg-Verbindung.

Was mir half ist, als ich anfing täglich Kokosöl nativ bio in meinen Speiseplan einzubauen. Seitdem ist die Verstopfung sehr viel besser und teilweise auch ganz weg.
Ich tue morgens einen Klecks in meinen Kaffee; es schmeckt wirklich lecker und ich brate damit auch alles an. Ab und zu nasche ich auch einfach so etwas vom Öl; es hat viele positive Eigenschaften. Vielleicht wäre es ein Versuch wert?

Für dich wird es essentiell sein zu schauen, ob du eine Dosis findest, wo die Leukos nicht weiter spinnen und die aber ausreichend ist, um zumindest das Gröbste an deinem Entzug abzupuffern.

Viele Grüße, verliere den Mut nicht :group:
Jamie
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Samstag, 06.01.18, 12:45

Hallo Jamie,
nochmals lieben Dank für Deine Antwort... !!! .. wenn ich so überlege habe ich den Jahren immer mehr Beschwerden dazu bekommen... Verstopfung, Herzstolpern, ich sehe schlechter in Ferne und Nähe, die Leukos, das Renaud Syndrom... etc... ich weiß nicht ob das alles !! vom Saroten kommt... aber es könnte...vor allem Deine Erklärung macht mir vieles klar... wenn das Nervensystem gedämpft wird, dann wird auch die Verdauung, Durchblutung... gedämpft... aber warum ist da niemand vorher drauf gekommen... :cry: ... naja besser spät als nie ... bei meiner Verstopfung half bisher nichts... ich nehme auch Magnesium und Kalium... da dachte ich zuerst es hilft, dann war es aber wieder nix... Kokosöl nehme ich auch zum backen .... aber eben nicht regelmäßig wie Du... wäre ein Versuch wert... vielen Dank für den Tipp... !!!
Ansonsten mache ich jetzt eben mit 12,5 mg weiter... schlafe immer noch schlecht ... Übelkeit und Schwindel... aber vielleicht lässt es mit der Zeit nach... möchte halt auf keinen Fall erhöhen... nur weiter absetzen geht eben jetzt wohl auch nicht... ich warte wie Du gemeint hast, bis ich mich wieder stabiler fühle und beobachte meine Leukos...
Lieben Dank nochmal für Deine Hilfe... auch für Dich alles Gute... :)
Liebe Grüße
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Leukos vor Absetzen 1900, nach 11 Tagen absetzen auf 3000, nach Wiedereinnahme wohl Kontrolle in 4 Wochen?
Jede Woche Reduktion um ca 1 mg Saroten ret..die Beschwerden liessen nach 1 Woche meist nach, dann der nächst Schritt
Vor 1 Woche abgesetzt auf 0... ersten 2 Tage relativ gut.... dann Kopfschmerzen mit Schwindel und Sekunden"ohnmacht"gefühl ... kribbeln im Kopf ... alles verkrampft bis ins Herz und Atmung... atmen fällt schwer...
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Samstag, 03.03.18, 15:39

Hallo,
jetzt melde ich mich mal wieder... mir geht es gar nicht gut... und ich bin selbt schuld... :( ich habe wohl zu schnell reduziert... habe ca jede Woche 1mg Saroten ret. reduziert... habe immer gewartet bis die Nebenwirkungen nachgelassen haben und dann den nächsten Schritt getan... jetzt habe ich vor 1 Woche ganz abgesetzt... die ersten 2 Tage ging es noch... hatte mich schon so gefreut.. dann hat es zugeschlagen... Kopfschmerzen immer an der selben Stelle am Oberkopf... dann kommt eine Art Erschrecken dazu... es fährt bis in Herz und ich meine ich falle in Ohnmacht... immer nur sekunden... dann kribbelt oft der ganze Kopf oder krampft... das geht bis ins Herz und die Atmung... hab richtig Atemprobleme... kann das sein... ??... seit 1 Woche... ??.. es wird eher schlimmer als besser.... kaum zum Aushalten... komisch ist, dass meine Unruhe besser ist, ich schlafe zwar nicht gut, aber wieder bessser... die Verschleimung im Hals ist auch besser .. jetzt eben Laufnase... und die Durchblutungsstörungen in den Händen und Füssen (bei Kälte immer total erfroren) ist auch besser... aber das sind Nebensachen... der Schwindel, Herz und Atmung ist echt schlimm... soll ich denn nochmal ein paar Tage aushalten ... in der Hoffnung dass es besser wird...?? oder soll ich nochmal vorsichtig etwas nehmen...?? das Reduzieren ging eh nicht so genau bei Saroten ret.. habe eben ganz kleine Krümel gemacht... was soll ich denn nun am besten machen? Aushalten oder nochmal was nehmen... fände es halt soo schade, wieder anzufangen... aber so... ??... wie lange kann das denn dauern... ??
Liebe Grüßle von der heute sehr verzweifelten
Gabi
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Leukos vor Absetzen 1900, nach 11 Tagen absetzen auf 3000, nach Wiedereinnahme wohl Kontrolle in 4 Wochen?
Jede Woche Reduktion um ca 1 mg Saroten ret..die Beschwerden liessen nach 1 Woche meist nach, dann der nächst Schritt
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Samstag, 03.03.18, 15:46

ach ja... Leukos habe ich noch nicht wieder kontrolliert...wollte eigentlich abwarten wie es nach Absetzten aussieht...

Überlege ob ich mal zum Neurologen soll... das macht mir echt Angst... :(
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von padma » Samstag, 03.03.18, 18:55

hallo Gabi, :)

du hast viel zu schnell reduziert. :shock:

Wir empfehlen einen 4 Wochen Abstand, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Absetzsymptome sich anreichern und dann irgendwann, z.B. nach 0 zuschlagen.

Da du schreibst, dass die Symptome sich weiter verschlechtern, würde ich wieder eindosieren, zunächst 1 mg.
das Reduzieren ging eh nicht so genau bei Saroten ret.. habe eben ganz kleine Krümel gemacht..
Eine retardierte Tablette zu teilen ist nicht so gut. Du hattest dadurch starke Spiegelschwankungen. Du bräuchtest wirklich nicht reardierte Tabletten oder eben die Tropfen.
fände es halt soo schade, wieder anzufangen... aber so... ??.
Es wäre ja nicht dauerhaft sondern nur um anschliessend vernünftig auszuschleichen.
.. wie lange kann das denn dauern... ??
Kann man nicht sagen. Es kann kurz dauern oder sehr lange, Wochen, Monate, in schweren Fällen Jahre.
Überlege ob ich mal zum Neurologen soll... das macht mir echt Angst...
Dein Neurologe wird dir vermutlich nicht weiter helfen können. Mit Absetzsymptomen kennen sich die meisten nicht aus.

Lies dir am besten nochmal unsere Absetzinfos durch viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



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sunnyyy
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Montag, 05.03.18, 20:55

Hallo Padma, lieben Dank für Deine Antwort... !! ... ich habe seit vorgestern wieder wie Du gesagt hast ca 1m g Saroten genommen... ich kann das ja nicht so ganz so genau messen... teilen darf man die Tabs, da sie 3 Kerben haben und ich sie von Anfang an geteilt habe (75mg in 3x 25 mg) ... umsteigen auf normle Tropfen ist sicher auch nicht einfach, da sie ja anders wirken, oder ??... geholt habe ich mit die Tropf zwar aber nicht getraut zu nehmen... die Nebenwirkungen sind jetzt wieder etwas besser, aber noch nicht weg... meinst Du ich soll bei den ca 1mg bleiben ?? oder noch etwas mehr... ??... und dann bleibe ich auf jeden Fall 4 Wochen mal dabei...... zum Neurologen dachte ich nur, weil ich inzwischen Angst habe, dass es doch was anderes als Entzugserscheinungen sind... das alles macht echt Angst.... ich kann immer gar nicht glauben was dieses viertel Reiskorn an Saroten das ich noch nehme für Auswirkungen hat ... :cry: .. meine Leukos haben sich leider auch noch noch nicht verbessert... sie sind aber immerhin nicht mehr auf dem Sinkflug sondern stabil... wie lange kann das denn gehen bis sich die Leukos wieder erholen... (wenn es denn daher kommt) ... oder erholen sie sich erst wenn ich ganz auf 0 bin... ??... oder bin ich einfach zu ungeduldig.... ??... wie gesagt, es macht halt alles Angst und kostet so viel Kraft... aber da muss ich eben durch... wie viele andere hier auch ........... :(
Nochmals lieben Dank und liebe Grüßle
Gabi
Nach 11 Tagen Absetzen von 25 mg Saroten re auf 0 mg, wieder Einnahme auf 12,5 mg ...
Beschwerden bei Absetzen:
Herzklopfen, Schwindel, Stechene Schmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Harndrang, Stechen mit kurzem Wegdriften im Kopf, Übelkeit, Angst
Bei 12, 5 mg:
Wieder geschlafen, Müdigkeit, Schwindel und stechende Schmerzen etwas besser, aber immer noch alles da nur gemindert, Herzklopfen, von Durchfall auf Verstopfung gewechselt.
Leukos vor Absetzen 1900, nach 11 Tagen absetzen auf 3000, nach Wiedereinnahme wohl Kontrolle in 4 Wochen?
Jede Woche Reduktion um ca 1 mg Saroten ret..die Beschwerden liessen nach 1 Woche meist nach, dann der nächst Schritt
Vor 1 Woche abgesetzt auf 0... ersten 2 Tage relativ gut.... dann Kopfschmerzen mit Schwindel und Sekunden"ohnmacht"gefühl ... kribbeln im Kopf ... alles verkrampft bis ins Herz und Atmung... atmen fällt schwer...
Schlaf allerdings wieder besser, Druchblutung Hände und Füsse auch... Verschleimung in Nase und Hals hat sich in Laufnase gewandelt
Verzweifelt !!!
05.03. Leukos nicht verbessert. sind bei 2900

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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Gwen » Montag, 05.03.18, 21:10

Hallo Gabi,
sunnyyy hat geschrieben:
Montag, 05.03.18, 20:55
ich habe seit vorgestern wieder wie Du gesagt hast ca 1m g Saroten genommen... ich kann das ja nicht so ganz so genau messen
Es ist wichtig, dass Du genaue Dosierungen einnimmt. Schwankende Dosen sind nicht gut, da Dein Körper sich dann nicht entsprechend einstellen kann.

Wenn Du Tropfen hast, würde ich es an Deiner Stelle damit versuchen. Bei retardierten Tabletten kann die Zerkleinerung dazu führen, dass die Retardierung "kaputt geht". Und bei so extrem kleinen Mengen dürfte der Unterschied mE aber auch nicht ins Gewicht fallen.
sunnyyy hat geschrieben:
Montag, 05.03.18, 20:55
die Nebenwirkungen sind jetzt wieder etwas besser, aber noch nicht weg...
Wenn sich eine positive Tendenz zeigt, bleib erst Mal ein paar Tage bei dieser Dosis, um Deinem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Etwas Hochdosieren kann man dann immer noch. Aber im Zweifel dann auch nur kleine Schritte und langsam.
Viele Grüße Gwen
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Sonntag, 22.04.18, 12:58

Hallo,
ich möcht mich mal wieder melden... ich schaffe es einfach nicht die Saroten ganz abzusetzen... bin immer noch bei 2 mg...seit ca 5 Wochen... immer wenn ich versuche sie ganz wegzulassen (1-2 Tage), dann kommt dieser Kopfdruck und Schwindel extrem.... er ist so schon nicht ganz weg...kann es sein, dass man da nie ganz weg kommt... ??... in 4 Wochen lasse ich die Leukos kontrollieren und hoffe dass sie sich bei 2 mg auch schon erholt haben.. aber es ist unglaublich, wenn ich die Saroten ganz weg habe ist die Mundtrockenheit sofort besser und wenn ich wieder nur 2 mg nehme sofort wieder da.... das ist ja nicht schlimm, aber dass das so anspricht.. ich habe echt Angst nie ganz weg zu kommen... :( .. und kann es denn sein, dass ohne die Tbl eben auch der Kopfdruck wieder da ist, weil ja die Tbl fehlen ... ??.. ich habe sie ja wegen chron Kopfschmerzen bekommen... was soll ich dann machen... ??.. ich nehme gerade Rhodeolan (Rosenwurz) .. kennt das jemand... ??.. ich meine es tut mir gut... ??... aber ich hoffe, dass das nicht abhängig macht... ist ja pflanzlich... hoffe es stimmt so... das ist schon alles zermürbend... :( ...
Einen schönen Sonntag allen... !!!
Liebe Grüßle
Gabi
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 22.04.18, 13:36

Hallo Gabi,

Die 2 mg auf einmal weglassen ist auch keine gute Idee. Gerade bei niedrigen Dosierungen wird es oftmals sehr schwierig.
Wir empfehlen auch oder gerade dann 10% abzusetzen, alle vier bis sechs Wochen.
In deinem Fall wären das 0,2 mg.

LG Ute
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 22.04.18, 14:18

Hallo Gabi, :)

also gerade bei diesen mg-Zahlen, die so niedrig sind, finde ich Amitriptylin und andere TZA schwierig.
Das gilt für fast alle AD; niedrige Dosen --> oft noch sehr hohe Potenz.

Ich nehme selbst noch 2 Tropfen Amitriptylin (= 4mg).
Wenn ich das nur eine Nacht vergesse, dann geht da am nächsten Tag der Entzug los.

Ich hab dann zwar keinen Schwindel und keine Kopfschmerzen, dafür kribbeln mir Stellen auf den Oberschenkeln und mein Gesicht und es fühlt sich taub an, ich fühle mich flau im Magen, habe Angstzustände, die aber nicht aus meiner Psyche heraus kommen, sondern sich sehr körperlich anfühlen, stehe unter Strom etc.

Ich kann auf keinen Fall so absetzen wie du und es klappt ja auch nicht wirklich bei dir. ;)

Bitte beherzige den Rat von ululu nur noch sehr kleine Mengen wegzulassen.
Mit der Brechstange kommst du nicht runter, also sei nett zu dir und deinen Körper und schnecke :schnecke: dich eben zur Null :roll:.

Alles Gute
Jamie
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Montag, 23.04.18, 9:53

Hallo Jamie und Ute,
vielen lieben Dank für Eure Antworten... !!!! ... ich dachte 2 mg ist schon so wenig... weniger geht ja fast nicht... dann kommt null... dachte ich zumindest... das ist ja echt schwer so wenig zu reduzieren... aber es beruhigt mich, dass es Euch auch so geht...nicht falsch verstehen... ich wünsche Euch das natürlicht nicht... !!! ... aber ich dachte echt schon dass das gar nicht sein kann... ich merke sofort den Unterschied wenn ich 2 mg nehme oder nicht... das sollte man doch nicht glauben... ist aber wohl so... dann versuche ich noch weniger zu nehmen... das geht aber nur noch mit der Wassermethode, oder... ??.. dass ich Geduld brauche habe ich inzwischen verstanden und dass ich frühestens nach 4 Wochen wieder reduzieren kann auch.... also weiter dran bleiben und schnecken... ;) .... nochmals vielen lieben Dank für Eure Antworten... das beruhigt mich jetzt doch mal etwas....
Einen schönen Tag und Euch beiden und allen anderen... :) ... und auch viel Erfolg beim weiteren Absetzen ........
Liebe Grüße
Gabi
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von Murmeline » Montag, 23.04.18, 12:42

Hallo!

Hier im Forum zeigt sich deutlich, dass kleine Dosierungen große Auswirkungen haben können. 2 mg können ganz schön potent sein. Wasserlösemethode sollte funktionieren, probiere einfach mal aus, wie sich die Tablette im Wasser auflöst.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Entzug Saroten (Amitriptylin)

Beitrag von sunnyyy » Montag, 23.04.18, 14:45

Danke Murmeline... das mach ich.... irgendwie bin ich echt fassungslos was so kleine Mengen für Auswirkungen haben....

@ Jamie: ich habe übrigens nicht direkt Kopfschmerzen ... wegen Kopfschmerzen hab ich die zwar Tbl bekommen ... aber jetzt kribbelt mein ganzer Hinterkopf wie 100000 Ameisen und fühlt sich taub an... dazu habe ich dann so kurze Aussetzer... aber das Kribbeln und Taubheitsgefühl das Du in den Beinen hast, habe ich am ganzen Hinterkopf... :( ... hoffe das wird alles besser... ich neige dann immer dazu einfach wieder zu erhöhen und alles so zu lassen... aber das möchte ich natürlich nicht... !!!!... also weiter durchhalten... danke nochmals...

LIebe Grüßle
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