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Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

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BlueLilith
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Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Dienstag, 02.01.18, 17:10

Hallo!

Ich hatte mir zu Neujahr vorgenommen, weg von der "Chemie" zu kommen. Am 31.12. habe ich keine Tablette genommen, am 01.01. dann gelitten und am 02.01. aufgegeben, auch nachdem ich bei euch gelesen habe, dass das eine ziemlich blöde Idee war.
Ich nehme Venlafaxin seit neun Jahren, 150mg retard. Ich hatte immer das Gefühl, damit impulsiver zu sein und reizbarer. Geholfen hat es hingegen gegen die depressiven Gedanken und die Schlafstörungen. Zuletzt hatte ich den Eindruck, dass die Wirkung gleich Null ist. Also wollte ich es absetzen und durch Johanniskraut ersetzen.
Die Entzugserscheinungen waren aber der Hammer! So schlimm hatte ich es mir in meinen schlimmsten Vorstellungen nicht erwartet. Stromschläge, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Schlafstörung, Alpträume, Zittern, taube Hände... Das "volle Programm". Nach "Kapitulation" und Tabletten-Einnahme wieder alles besser, bis auf den Magen/Darm - der rebelliert noch.
Jetzt habe ich gerade eine Feinwaage bestellt und werde mit eurer "Wir empfehlen Dosisreduktionen von 10% alle 4-6 Wochen nach Dr. Peter Breggin"-Regel reduzieren.
Was mache ich mit dem Johanniskraut? Beleitend einnehmen, hilft das? Hilft irgendetwas, um den langsamen Entzug zu unterstützen?

Viele liebe Grüße und Danke an das Forum ganz allgemein, diese Informationen sind so wichtig und niemand sagt einem das vorher...
Eure BlueLilith
Depressionen und PTBS.
Seit 1994 Johanniskraut.
Psychosomatik 2009, Umstellung auf Venlafaxin 150mg retard.
Kaltentzug von Venlafaxin vom 31.12.17 bis 02.01.18 mit schlimmen Entzugssymptomen.
Zurück auf volle Dosis.
08.01.18 Reduktion von Venlafaxin um 10% mit Feinwaage. Keine Entzugssymptome. :party2:
10.04.18 Seit Januar jede Woche Reduktion um weitere 10 mg. Befinden bestens. :schnecke:

padma
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Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Neujahrsvorsatz

Beitrag von padma » Dienstag, 02.01.18, 17:32

hallo BlueLilith, :)

willkommen im ADFD.

Dein Neujahrsvorsatz von dem AD weg zu kommen, ist sehr zu begrüssen, der Kaltentzug war jedoch, wie du nun selbst gemerkt hast, gar keine gute Idee. :roll:
Ich hatte immer das Gefühl, damit impulsiver zu sein und reizbarer.
Das ist eine bekannte NW, es ist die Kehrseite der antriebssteigernden Wirkung.
Zuletzt hatte ich den Eindruck, dass die Wirkung gleich Null ist.
AD verlieren irgendwann ihre Wirkung (falls sie überhaupt wirkten), da das Gehirn gegen diesen künstlichen Eingriff in sein System quasi gegen arbeitet. Dieser Wirkverlust nennt sich poop out.
Also wollte ich es absetzen und durch Johanniskraut ersetzen.
Davon rate ich dir ab. Johanniskraut ist einem synthetischen AD sehr ähnlich. Zudem ist es nach 9 Jahren AD Einnahme völlig unklar, ob überhaupt noch eine depressive Symptomatik besteht. Sollte noch eine Problematik vorliegen, wäre es wichtig diese direkt zu bearbeiten. AD können nicht heilen.
Jetzt habe ich gerade eine Feinwaage bestellt und werde mit eurer "Wir empfehlen Dosisreduktionen von 10% alle 4-6 Wochen nach Dr. Peter Breggin"-Regel reduzieren.
Da du so heftige Entzugssymptome hattest, würde ich jetzt mindestens 6 - 8 Wochen warten bis du mit dem Ausschleichen beginnst.
Hast du Kapseln mit vielen kleinen Kügelchen? Diese kannst du entweder abzählen oder abwiegen, was für dich besser händelbar ist.
Was mache ich mit dem Johanniskraut? Beleitend einnehmen, hilft das? Hilft irgendetwas, um den langsamen Entzug zu unterstützen?
Du darfst keinesfalls Johanniskraut paralell nehmen. Es besteht das Risiko eines potentiell lebensbedrohlichen Serotoninsyndroms.
Unterstützend sein können Fischölkapseln und Magnesium. Wir haben viele Tipps in den Bereichen "Gesundheit" und "Umgang mit dem Entzug".

Falls noch nicht geschehen, lies dich bitte hier viewtopic.php?f=18&t=12880 sorgfältig ein und erstelle noch eine Signatur.

Ich ergänze deinen Titel noch aussagekräftiger.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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BlueLilith
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Registriert: Dienstag, 02.01.18, 16:45

Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Dienstag, 02.01.18, 18:52

Ja, ich habe kleine Kügelchen drinnen. Ich habe sie gezählt - über 300. Danach habe ich die Feinwaage bestellt...

Danke für deine Antwort! Ich kann es wirklich kaum glauben, wie heftig die Entzugserscheinungen sind, das hätte ich nie gedacht.

Der Neujahrs-Vorsatz bleibt, davon gehe ich jetzt erst recht nicht mehr ab, nur eben mit viel Geduld...
Depressionen und PTBS.
Seit 1994 Johanniskraut.
Psychosomatik 2009, Umstellung auf Venlafaxin 150mg retard.
Kaltentzug von Venlafaxin vom 31.12.17 bis 02.01.18 mit schlimmen Entzugssymptomen.
Zurück auf volle Dosis.
08.01.18 Reduktion von Venlafaxin um 10% mit Feinwaage. Keine Entzugssymptome. :party2:
10.04.18 Seit Januar jede Woche Reduktion um weitere 10 mg. Befinden bestens. :schnecke:

Benedikt24
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Benedikt24 » Dienstag, 02.01.18, 21:47

Hallo BlueLilith,

ich möchte Dich recht herzlich bei uns begrüßen. Schön das Du da bist. Und schön das Du absetzten willst.
Dadurch das Du das Forum gefunden hast, bist schon auf der Siegerstraße. Und Du hast den Willen von dem zeug wegzukommen. Jetzt noch paar Dinge beachten die padma geschrieben hat und es wird am Ende gut werden. (das es auch Phasen evtl. gibt die nicht so schön sind ist klar - das muss man sich vorher bewusst machen. Da ist man vorbereitet und noch stärker)

Stöber ruhig hier im Forum etwas rum. Das hilft ungemein.

Ich hab mir noch die Broschüre: Neuroleptika reduzieren und absetzen vom DGSP besorgt. Kostest 2€. Ist etwas für Dich. Aber auch für den Partner, Freunde oder gar behandelte Ärzte (wenn sie so drauf sind)

Benedikt.
2007 erste Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
12/2008 Lebenskrise, Aufnahme psychosomatische Klinik 6 Wochen (Diagnose: manisch/depressiv)
3/2009 Psychotherapiegespräche - ich war nicht arbeitswillig
2009 Wahnvorstellungen, manische/depressive Phasen
11/2009-9/2014 Haft
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
20.6.17 Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zum Therapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
25.7.17 Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin
25.8.17 Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
30.10.17 Reduktion von 2.5 mg auf 2,25 mg Olanzapin Probleme mit der Wahrnehmung vorhanden, aber verantwortbar.
1.12.17 Reduktion von 2,25 mg auf 2 mg Olanzapin Probleme mit Wahrnehmung vorhanden, manische und depressive Phasen. Bei schlechten Phasen ist aber alles unter Kontrolle. Keine Gefahr für mich und andere.
6.12.17 Leberwerte halbierte Verbesserung (noch nicht gut)
9.12.17 Habe beim Therapeutischen Malen: Mutter-Kind Übertragung
24.12.17 Reduziere Selbstgespräche und Sexualität
1.1.18 Reduziere von 2 mg auf 1,8 mg Olanzapin
23.1.18 Erhöhung von 1,8 auf 2 mg Olanzapin
paar Tage auf 0 keine gute Verfassung
20.2.18 Aufdosierung 2,5 mg
20.3.18 Stabilisierung bei 2,5 mg Olanzapin

Gwen
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 02.01.18, 22:46

Hallo BlueLilith,
hallo Benedikt,

die Broschüre kann auch kostenlos runter geladen werden.
In diesem Thread ist der Link.
viewtopic.php?f=32&t=8997

Sie ist zwar eigentlich für das Absetzten von Neuroleptika geschrieben, aber viele Hinweise sind auch hilfreich beim Absetzen anderer Psychopharmaka.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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BlueLilith
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Montag, 15.01.18, 22:52

Bislang "funktioniere" ich problemlos mit 10% weniger, das macht Mut.
Die erste Woche ist fast rum.
Wenn es nur nicht so ewig dauern würde... *seuftz*
Depressionen und PTBS.
Seit 1994 Johanniskraut.
Psychosomatik 2009, Umstellung auf Venlafaxin 150mg retard.
Kaltentzug von Venlafaxin vom 31.12.17 bis 02.01.18 mit schlimmen Entzugssymptomen.
Zurück auf volle Dosis.
08.01.18 Reduktion von Venlafaxin um 10% mit Feinwaage. Keine Entzugssymptome. :party2:
10.04.18 Seit Januar jede Woche Reduktion um weitere 10 mg. Befinden bestens. :schnecke:

Cashi
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Cashi » Dienstag, 16.01.18, 12:05

Hallo von mir. Ich reduziere suggested gerade und musste wieder etwas hoch gehen.. Bitte mach langsam. Es wird ewig dauern. Ich reduziere nur um 5 Prozent anders geht es nicht. Und im Moment hänge ich.
LG Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr

Shonah
Beiträge: 917
Registriert: Dienstag, 05.01.16, 13:09

Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Shonah » Dienstag, 16.01.18, 12:54

Hallo Bluelilith,

Sei froh und dankbar das du noch "funktionierst".

Ich setze auch Venlafaxin ab und kann dir nur den Rat geben, nicht die Absetzdauer in den Vordergrund zu rücken.

Wichtig ist das man einigermaßen alltagskompatibel bleibt. Da ist es egal wie lange es dauert.

Ich setze auch schon 2 Jahre ab und habe sehr viele Symptome.

Alles Gute.


LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

NEM: VitD3/K2 Öl (600iE/ 20mykrogr)
150 mg Magnesiumcitrat

BlueLilith
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Sonntag, 08.04.18, 21:51

So, seit Wochen reduziere ich. Den ersten Schritt habe ich auf 50 mg gesetzt, danach jeweils um jeweils 10 mg weniger.
Bislang klappt alles bestens.
Von anfangs 550 mg in der Tablette bin ich jetzt auf 350 mg runter.
Ich bin sehr erleichtert und bemerke auch schon erste Verbesserungen, die Bandbreite an Gefühlen ist wieder lebendiger.
Weiter geht es.
Depressionen und PTBS.
Seit 1994 Johanniskraut.
Psychosomatik 2009, Umstellung auf Venlafaxin 150mg retard.
Kaltentzug von Venlafaxin vom 31.12.17 bis 02.01.18 mit schlimmen Entzugssymptomen.
Zurück auf volle Dosis.
08.01.18 Reduktion von Venlafaxin um 10% mit Feinwaage. Keine Entzugssymptome. :party2:
10.04.18 Seit Januar jede Woche Reduktion um weitere 10 mg. Befinden bestens. :schnecke:

Jamie
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 09.04.18, 10:13

Hallo Blue Lilith :)

noch mal nachgefragt
Von anfangs 550 mg in der Tablette bin ich jetzt auf 350 mg runter.
Sprichst du jetzt von Venlafaxin oder Johanniskraut?
Nimmst du beides gleichzeitig?
Das darf man nicht, das wäre ja lebensgefährlich (Serotoninsyndrom Gefahr).

Könntest du diesbezüglich auch deine Signatur noch mal konkretisieren? Danke :)
Stimmt denn der Titel des Threads dann noch oder soll er umbenannt werden?

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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BlueLilith
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Dienstag, 10.04.18, 21:03

Hallo Jamie,

Venlafaxin stimmt. Ich habe die Menge in der Tablette abgewogen und wie beschrieben reduziert.
Das Johanniskraut liegt unangetastet in der Schublade, nachdem ich von euch bereits frühzeitig gewarnt wurde, keine "Misch-Versuche" zu unternehmen.

Danke nochmals!
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Gwen
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 10.04.18, 21:46

Hallo Bluelilith,

kennst Du schon die Grundlageninformationen zum Absetzen?
Hier findest Du sie viewtopic.php?f=18&t=12880

In Deiner Signatur steht, dass Du wöchentlich um 10mg reduzierst. Wir empfehlen hier jeweils 5-10% der jeweiligen Dosis alle 4-6 Wochen. Ausgehend von einer Dosis von derzeit 350mg(?) wären das bei Dir dann alle 4 Wochen 40mg. Damit wärst Du derzeit schon recht zügig am Reduzieren. Im oberen Dosisbereich geht das auch oft noch. Bei geringerer Gesamtmenge solltest Du jedoch überlegen, das Tempo etwas zu reduzieren und Dir vor allem mehr Zeit zwischen den einzelnen Schritten zu lassen, um Deinem Körper Zeit zu geben, sich anzupassen. Manchmal kommen Absetzsymptome erst verzögert und summieren sich dann, wenn zu schnell schon wieder reduziert wird.

Kannst Du auch bitte Deine Signatur aktualisieren?
Schreib am besten immer ein Datum und die jeweilige Menge auf, dann kann man Deinen Verlauf am einfachsten nachvollziehen.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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BlueLilith
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Registriert: Dienstag, 02.01.18, 16:45

Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von BlueLilith » Dienstag, 10.04.18, 22:08

Hallo Gwen!

Ja, ich habe die Informationen gelesen.
Ich habe zunächst um 10% reduziert wie von euch vorgeschlagen, also von 550 mg auf 500 mg.
Dann dachte ich mir folgendes: Alle vier Wochen zehn Prozent entspricht in meinem Fall etwa jede Woche 10 mg. Momentan bei 350 mg komme ich in vier Wochen genau auf die 40 mg, die du beschrieben hast.
Aber: Die wöchentliche Reduktion gibt mir das Gefühl, dass sich etwas bewegt, dass ich etwas schaffe und meinem Ziel näher komme. Ich bin notorisch ungeduldig und könnte eine Wartezeit von vier Wochen bis zur nächsten Reduktion kaum bewältigen. Auch wenn ich genau weiß, dass ich im Endeffekt momentan nahezu das gleiche Tempo habe, unterm Strich. Ist einfach ein "Psycho-Faktor", hilft mir einfach.
Allerdings ist mir klar, dass rein rechnerisch in weiteren Verlauf die Schritte meiner 10 mg - Reduktion größer werden als die 10% alle vier Wochen. Sobald ich Entzugssymptome bei mir bemerke, werde ich also mein Vorgehen anpassen.

Viele liebe Grüße und Danke für´s "Kümmern"! :)
Depressionen und PTBS.
Seit 1994 Johanniskraut.
Psychosomatik 2009, Umstellung auf Venlafaxin 150mg retard.
Kaltentzug von Venlafaxin vom 31.12.17 bis 02.01.18 mit schlimmen Entzugssymptomen.
Zurück auf volle Dosis.
08.01.18 Reduktion von Venlafaxin um 10% mit Feinwaage. Keine Entzugssymptome. :party2:
10.04.18 Seit Januar jede Woche Reduktion um weitere 10 mg. Befinden bestens. :schnecke:

Sommersprosse
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von Sommersprosse » Mittwoch, 11.04.18, 10:52

Hallo BluLilith, ich begrüße dich und heiße dich recht "Herzlich Willkommen" in unserer großen :group: dem ADFD

du schreibst:
hat geschrieben:Die wöchentliche Reduktion gibt mir das Gefühl, dass sich etwas bewegt, dass ich etwas schaffe und meinem Ziel näher komme. Ich bin notorisch ungeduldig........Sobald ich Entzugssymptome bei mir bemerke, werde ich also mein Vorgehen anpassen.
Deine Ungeduld kann ich in etwa nachvollziehen da ich selbst ein Powermensch bin. "Kleine Brücken bauen" kenne ich ebenso.

Ich möchte dir aus meiner ganz eigenen Erfahrung aufzeigen, dass es bei der Reduzierung NICHT um eine Kopfsache geht, vielmehr um dein
körperliches Befinden. Schau dir meinen Reduzierungsverlauf einmal an - ich bin hier im Forum die einzige die KEINE nennenswerten Absetzsymtomatiken aufweist, es gut geht.

Sei bitte vorsichtig !! warum etwas povozieren wenn du informiert bist. Viele hier hatten nicht die Möglichkeit, fanden dieses Forum erst als es ihnen bereits sehr schlecht ging.

Seit fast 3 Jahren gehöre ich diesem Forum an und bedaure immer wieder zu lesen, dass ZEIT die wichtigste Rolle beim absetzen einnimmt.

Überdenke noch einmal dein Vorgehen, es könnte durchaus sein, dass du wieder eindosieren müsstest, weil du zu schnell unterwegs warst.
Damit hättest du nichts gewonnen !!

Viel Glück und Erfolg bei deiner Reduzierung.

Ich wünsche dir weiterhin einen netten und informativen Erfahrungsaustausch bei uns
und lasse ein paar liebe Grüße für dich hier, Sommersprosse (n) :schnecke:
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:
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padma
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Re: Neujahrsvorsatz - Venlafaxin absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 12.04.18, 18:52

hallo BlueLilith, :)

ich verstehe, dass dir psychologisch wöchentliche Reduktionen gut tun.
Was du machst ist eine Art Microtapering. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 14#p106314

Wichtig dabei ist jedoch, zwischendurch immer mal wieder 4 Wochen auf einer Dosis zu bleiben, damit das ZNS sich wirklich anpassen kann

liebe Güsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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