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fcpts: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Mittwoch, 14.02.18, 20:13

Hallo,

habe mich gerade neu angemeldet.

Um auf den Punkt zu kommen, es geht derzeit bei mir um das absetzen von dem oben genannten Neuroleptikum.

Ich habe seit 2011 die Diagnose paranoide Schizophrenie.

Die letzten Jahre waren gefüllt mit Aufenthalten in Kliniken, Reha-Einrichtungen, einem gescheiterten Ausbildungsversuch usw. Habe mit meinen jungen Jahren schon einiges durch gemacht, wie viele hier.

In dieser Zeit habe ich sehr viele verschiedene Medikamente bekommen.

Stand heute nehme ich: 10 mg Fluoxetin, 400 mg Amisulprud und zum schlafen 6,25 mg Clozapin(ich viertele eine 25 mg Tablette). Außerdem Trevicta-Depot von ca. 268 mg

Habe seit 2013 zwei bis dreimal die Woche psychotische Phasen, obwohl ich immer die Medikamente der Arzte genommen habe. Nie eigenmächtig abgesetzt. Nicht mal das so gepriesene Clozapin in höherer Dosis als momentan hilft gegen meine immer wieder auftretenden Phasen.

Ich habe das ganze Psychiatrie-System oder sollte ich sagen Syndikat satt.

Zurück zum Punkt: Bin der Meinung, dass mir das Amisulprid nicht gut tut und will langsam ausschleichen. Habe seit ca. 2 Wochen von 600 mg auf 400 mg reduziert. Läuft unproblematisch. Als ich meinen Psychiater vor zwei Wochen meinen Wunsch äußerte, reduzieren zu wollen, hat er tatsächlich gesagt ich solle die 600 mg sofort komplett absetzen. :party:
Schlau wie ich bin habe ich ihm wiedersprochen, ich hatte mich vorher hier informiert, und ihm gesagt ich will erst 200 mg runter.

Im März habe ich wieder einen Termin mit meinem Psychiater. Dann will ich von 400 auf 350 mg reduzieren.

Vielen Dank an jeden der sich die Mühe gemacht hat, sich meinen Text durch zu lesen.
Wäre dankbar über Meinungen und Anregungen.

fcpts
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Grund: Namen im Titel zugefügt zur besseren Übersicht im Forum
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Seroquel, Solian, Abilify, Clozapin, Escitalopram, Venlafaxin, Xeplion, Trevicta, Haldol, Fluoxetin, Paroxetin

Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

Seit September Fluoxetin von 10 auf 7,5 mg
Noch im September Fluoxetin zurück auf 10 mg
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Chris
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Chris » Donnerstag, 15.02.18, 1:11

Hallo,
ich teile deine Meinung bezüglich der Machenschaften
die in diesem Bereich praktiziert werden.
Mir wurde ein Medikament verpasst was hauptsächlich
für Schizophrenie eingesetzt wird obwohl ich mich nur in Ängste reingesteigert habe die mit guten Gesprächen und etwas Zeit problemlos gelöst hätten werden können.
Seitdem schlage ich schon jahrelang rum um von diesem Medikament runterzukommen. Habe schon massiv reduziert aber der Niedrigdosisbereich macht mir zu schaffen. Ich drücke dir die Daumen das du auch erstmal gut runterfahren kannst ,aber wenn du weit unten bist sei vorsichtig und gehe behutsam um was die Dosisreduzierungen betrifft.
Gruß Christian
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Januar 2010 200mg Seroquel angesetzt
wegen einer Angststörung.
Ab Anfang 2012 begonnen auszuschleichen.
Ich war 2 mal auf 0.
November 2014:War 3 Monate weg von Seroquel,hatte es geschafft wieder relativ normal zu schlafen.
Plötzlich falle ich in ein tiefes Loch.
Kann nicht damit umgehen und gehe in die
Klinik.Sie setzen erneut 200 mg an.
Schleiche seitdem aus (sehr sehr langsam)
und bin aktuell bei stabilen 25mg.
20.04.2017. 25 mg Quetiapin

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 15.02.18, 9:30

Hallo,

Schön, dass Du hierher gefunden hast. Leider bin ich Grad etwas kränklich, daher von mir nur eine kurze Antwort.
Mit hat es geholfen, im Internet nach "Rezeptorbelgung" bzw. "Receptor occupancy" von dem jeweiligen Medikament ein Bild zu suchen. Dort findest Du einen Graphen, der Dir Zeigen kann, dass die oberen Dosisbereiche leichter die unteren aber langsamer auszuschleichen gehen . Das kann Die auch helfen, wenn Dein Psychiater meint, das Amisulprid wäre angeblich schnell abzusetzen.

Sicher meldet sich bald jemand aus dem Forum bei Dir und gibt Dir noch genauere Hinweise zum Ausschleichen.

Alles Gute und herzliche Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 15.02.18, 9:54

Hallo fcpts,
und auch von mir erst Mal ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Hast Du Dich schon in die Grundlagen zum Absetzen von Neuroleptika eingelesen?
hier der Link: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 73#p182873
Es gibt auch eine Broschüre der DGSP, die kostenlos runter geladen werden kann. Du findest sie auf dieser Seite: https://www.dgsp-ev.de/psychopharmaka/n ... batte.html

Schön, dass Du schon eine Signatur angelegt hast! Kannst Du bitte sie bitte etwas ausführlicher gestalten? Wichtig wäre, dass Du Deine Diagnose und den Medikamentenverlauf dort festhältst. Medikamenten bitte mit konkretem Datum und der jeweiligen Dosis. Schreib auch dazu, falls Du noch andere Medikamente, Vitamine oder ähnliches nimmst, da diese auch Einfluss auf das Absetzen haben können.

Viele Grüße Gwen
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 15.02.18, 13:20

Hallo fcpts,

du hattest Recht, nicht auf den Psyciater zu hören!
fcpts hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 20:13
ch meinen Psychiater vor zwei Wochen meinen Wunsch äußerte, reduzieren zu wollen, hat er tatsächlich gesagt ich solle die 600 mg sofort komplett absetzen.
ich habe das 2007 getan, weil ich es nicht besser wusste. Und dieser Entzug war ohne Übertreibung eines der schlimmsten Sachen, die ich in meinem Leben erlebt habe. Und der Entzug geht nicht ein paar Tage, das geht wochen-und monatelang.
fcpts hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 20:13
Bin der Meinung, dass mir das Amisulprid nicht gut tut und will langsam ausschleichen. Habe seit ca. 2 Wochen von 600 mg auf 400 mg reduziert. Läuft unproblematisch. Als ich meinen Psychiater vor zwei Wochen meinen Wunsch äußerte, reduzieren zu wollen, hat er tatsächlich gesagt ich solle die 600 mg sofort komplett absetzen.
Schlau wie ich bin habe ich ihm wiedersprochen, ich hatte mich vorher hier informiert, und ihm gesagt ich will erst 200 mg runter.

Im März habe ich wieder einen Termin mit meinem Psychiater. Dann will ich von 400 auf 350 mg reduzieren.
Mehr als alle Rezeptoren belegen kann ein Medikament nicht - alles was darüber hinausgeht , hat keine Hauptwirkung, sondern nur noch Nebenwirkungen. Daher kann es gut sein , dass du bei einem solch großen Absetzsprung keine Probleme hast. Aber je mehr du dich dem niedrigen Bereich näherst, desto langsamer musst du vorgehen.
Dein Gehirn hat sich angepasst, und auf Grund des Dopaminmangels ( NL sind Dopamin- Blocker) vermehrt Andockstellen ausgebidet; lässt du die Blocker weg, wird dein Gehirn förmlich mit Dopamin geflutet. Das kann bis zu einer Absetzpsychose gehen,
daher ab jetzt sehr langsam.
Amisulprid gibt es auch in Tropfenform, damit könntest du wesentlich langsamer runterdosieren, als mit den 50 mg - Tabletten. Meinst du, dein Psychiater verschreibt dir sie?

liebe Grüße Arian
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Cashi
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Cashi » Donnerstag, 15.02.18, 15:14

Auch von mir herzlich willkommen.. Es tut mir sehr leid was du alles durchmachen musst. Konntest du denn mittlerweile eine erneute Ausbildung machen oder war es dir nicht mehr möglich. Ich wünsch dir viel Kraft.
LG Cashi
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1996 erstmals wegen Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Massive Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb zwei Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg. Alles normal.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl doch zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen Tags und nachts. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor wieder angefangen. Besserung. Beschwerden weg. Nur paar Nebenwirkungen
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme machnmal. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober ...5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken :shock: ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Wieder Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wochen Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16..wieder 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16 wieder 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig..wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla...Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016 reduziert auf 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 reduziert auf 48,6 mg Trevilor
15.01.17 reduziert auf 46,17 mg Trevilor
12.02.17 reduziert auf 43,50 mg Trevilor
28.02.17 wieder Erkältung mit Bronchitis trotz Einnahme von allem möglichen. .Zink vitamin C usw
13.03.17 reduziert auf 41,40 mg Trevilor
11.04.17 reduziert auf 39 mg Trevilor
01.05.17 reduziert auf 37,5 mg Trevilor. ...Halbzeit :party2:
20.06.17 Blasenentzündung
11.07.17 reduziert um 5 %.
28.08.17 reduziert auf 33.75 mg Trevilor
25.09.17 reduziert auf 31.25 mg Trevilor
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg Venlafaxin
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg Venlafaxin
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg Velafaxin
07.04.18 reduziert auf 30 mg Venlafaxin
20.05.18 reduziert auf 28 mg Venlafaxin

Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 15.02.18, 15:18

Hallo fcpts

willkommen im Forum :).

Ich möchte nur kurz an einem Punkt weiter nachfragen.
Du schreibst das Amisulprid tut dir nicht gut. Ich nehme an du kannst das an Symptomen festmachen. Kannst du uns schreiben, was diese sind und woher du weißt, dass das vom Amisulprid kommt?
Also ich schreibe nicht, um deine Wahrnehmung anzuzweifeln, im Gegenteil.

ich schreibe auch warum ich nachfrage, Es ist so, dass mir beim Blick auf deine Medikation das Trevicta sofort ins Auge fällt. Durchweg all diejenigen, die bisher Paliperidon auf depot bekommen haben und bei uns ins Forum gefunden haben, schreiben nämlich, dass das das mit Abstand schlimmste Mittel ist, das sie je verabreicht bekommen haben und dadurch, dass es auch noch depot ist, wirkt es ja ewig und ist nicht zu beeinflussen.
Möglicherweise bekommt dir auch dieses Mittel nicht.
Ich wollte es einfach mal erwähnen.

Das Clozapin ist natürlich auch heftig.
Insgesamt begünstigt deine ganze Medikation (Amisulprid, Clozapin und Paliperidon) schwere Risiken für die Zukunft (extrapyramidal-motorische Störungen, Spätdyskinesien, Gehrinschwund) und es wäre gut, so viel und so weit es geht abzusetzen, aber nur unter der Prämisse, dass du dich dabei wohl fühlst und auch die Erkrankung noch zu kontrollieren ist.

Ich verstehe auch jeden mit schwerer paranoider Schizophrenie, der sagt er nimmt lieber die Mittel weiter als wieder einen heftigen Absturz und Hospitalisierung erleiden zu müssen.
Diese Entscheidung steht nur dir alleine zu.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Samstag, 17.02.18, 20:04

Cashi hat geschrieben:
Donnerstag, 15.02.18, 15:14
Auch von mir herzlich willkommen.. Es tut mir sehr leid was du alles durchmachen musst. Konntest du denn mittlerweile eine erneute Ausbildung machen oder war es dir nicht mehr möglich. Ich wünsch dir viel Kraft.
LG Cashi

Ich konnte noch keine Ausbildung machen.
Erfahrungen mit:

Seroquel, Solian, Abilify, Clozapin, Escitalopram, Venlafaxin, Xeplion, Trevicta, Haldol, Fluoxetin, Paroxetin

Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

Seit September Fluoxetin von 10 auf 7,5 mg
Noch im September Fluoxetin zurück auf 10 mg
Seit September Amisulprid auf 200 mg

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Samstag, 17.02.18, 20:18

@ Jamie

Hi erstmal,

ich merke, dass ich extrem Lustlos bin und meine Gefühlswelt extrem eingeschränkt ist. Ich kann nicht weinen. Als ich im November in der Klinik war, haben sie was an den Medis geändert und war eine kurze Zeit ohne Schutz laut Arzt. In der Zeit konnte ich weinen.

Ich kenne natürlich auch das Risiko, wenn man keinen "Gefühlsschirm" um sich hat. Man kann in gute oder schlechte Gefühle rein rutschen. Aber ich will wieder mehr Mensch sein.

Ist sch :censored: e wenn man keine Freude mehr hat.

Ich denke die oben genannten Nebenwirkungen kommen vom Amisulprid, weil ich ähnliche Erfahrungen im Internet gelesen habe zwecks Lustlosigkeit.

Ich bin auch nicht ganz mit meinem Gewicht bzw. meinem kleinen Bauch zufrieden.

Interessant, dass das die Paliperidon Depots hier so schlechten Ruf haben.
Zuletzt geändert von Murmeline am Sonntag, 18.02.18, 6:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editierr
Erfahrungen mit:

Seroquel, Solian, Abilify, Clozapin, Escitalopram, Venlafaxin, Xeplion, Trevicta, Haldol, Fluoxetin, Paroxetin

Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

Seit September Fluoxetin von 10 auf 7,5 mg
Noch im September Fluoxetin zurück auf 10 mg
Seit September Amisulprid auf 200 mg

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Mittwoch, 07.03.18, 17:50

Ab heute dann 350 mg, statt 400.

Bin echt unsicher,ob ich die Reduzierung schaffe. Glaube irgendwie nicht, dass ich ganz ohne Amisulprid kann. Wird ein hammerharter Weg, aber eigentlich habe ich ja noch das Depot, das mich bisschen schützen sollte.

Bin sehr labil an manchen Tagen und wenn dann private Probleme dazu kommen, steigen die Ängste.

Ich will doch einfach nur normal leben.

Was mich interessieren würde ist, ob es hier in diesem Forum Leute gibt die vollkommen von Neuroleptikern los sind, die mal im Bereich von 400 mg waren und so zurechtkommen.

In vielen Signaturen lese ich, seit so und so am reduzieren. Ist es überhaupt möglich von solchen Mengen runter zu kommen???
Erfahrungen mit:

Seroquel, Solian, Abilify, Clozapin, Escitalopram, Venlafaxin, Xeplion, Trevicta, Haldol, Fluoxetin, Paroxetin

Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

Seit September Fluoxetin von 10 auf 7,5 mg
Noch im September Fluoxetin zurück auf 10 mg
Seit September Amisulprid auf 200 mg

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 08.03.18, 12:44

Hallo fcpts :-)

bitte ergänze doch noch deine Signatur mit deinen aktuellen Medikamenten und den letzten Veränderungen mit Datum - Danke.

Es wäre auch lieb wenn du an eine Anrede/Hallo am Anfang deiner Beiträge denkst und an einen Gruß am Schluss, das ist hier so üblich und klingt viel freundlicher :-)

gerade wenn du dir unsicher bist, wäre es vielleicht besser ein wenig langsamer zu reduzieren? 50 mg weniger sind ja schon ein wenig mehr als die empfohlenen 10 % der letzten Dosis.

Erfolgsgeschichten findest du übrigens hier http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=9603

Arianrhod :-) ist soweit ich mich erinnere von höheren Dosierungen runter gekommen und jetzt schon eine ganze Weile Medikamentenfrei, im Thread findest du vielleicht noch andre, musst dich mal durchlesen.

Liebe Grüße
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Sonntag, 11.03.18, 14:00

Hallo,

ich hätte ein paar Fragen:

Es ist ja bekannt, dass Neuroleptiker großen Einfluss auf das Hirn, vegetative Nervensystem, Synapsen usw. Haben.

Ich habe gelesen, dass sich das Gehirn auch wieder erholen kann. Mich würde interessieren wie schnell ich nach der Reduzierung bzw. des erfolgreichen Absetzens "wieder der Alte bin".

Ich merke halt, dass ich vorallem interessenloser geworden bin in den letzten Jahren. Das hat glaube ich viel mit dem Hirn zu tun.

Im Nachhinein denke ich, dass ich es vielleicht zu leicht hingenommen habe, dass ich Psychopharmaka brauche. Aber wie viele Fehler im Leben, bemerkt man sie spät. Ich hoffe das ich jetzt nicht zu spät die Reißleine gezogen habe.

Nach über 6 Jahren Psychopharmaka ist es denke ich an der Zeit einen Versuch zu starten zu Reduzieren

Grüße
fcpts
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- 263 mg Trevicta
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Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
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Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 11.03.18, 20:27

Hallo fcpts, :)

leider können wir keine Prognosen machen was zeitliche Räume betrifft.
Auch eine vollständige Heilung ist nicht garantierbar.

Es ist nur unsere echte und ehrliche Erfahrung, dass vielen Betroffenen jedes Milligramm weniger oft gut tut bzw. Nebenwirkungen sich zurückziehen und dass man es daher anstreben sollte, wenigstens versuchsweise a) die Dosis zu senken und b) idealerweise ganz davon wegzukommen.

Neuroleptika haben eine ungünstigere Prognose als AD (Stand heute), da sie zu Gehirnschwund führen können und massiv in die Kognition eingreifen können. Ferner sind Spätdyskinesien und extrapyramidal-motorische Störungen eine gefürchtete Spätwirkung der NL, möglicherweise auch irreversibel.

Dass viele Patienten darüber erst gar nicht aufgeklärt werden, macht das Ganze nur noch grässlicher.

Ich würde dir empfehlen aktiv etwas für deine grauen Zellen zu tun. Knobel herum, mache Sudoku und Kreuzworträtsel, frische eine früher gelernte Sprache auf oder eigene dir neue Vokabeln an; mach kleine Denkspiele (gibts ja auch fürs Handy oder Nintendo).
Auch leichte sportliche Übungen mit Koordination sind gut fürs Gehirn, zB Tanzschritte in einem Muster ausführen, sich beim Yoga eine komplexe Abfolge merken etc.
Man kann auch als Rechtshänder zB mal versuchen sich die Zähne mit links zu putzen etc.
Mach das, was dir Spaß macht. Die Liste ist fast unbegrenzt fortsetzbar.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 12.03.18, 15:21

Hallo ,

du schriebst:
fcpts hat geschrieben:
Mittwoch, 14.02.18, 20:13
Habe seit 2013 zwei bis dreimal die Woche psychotische Phasen, obwohl ich immer die Medikamente der Arzte genommen habe. Nie eigenmächtig abgesetzt. Nicht mal das so gepriesene Clozapin in höherer Dosis als momentan hilft gegen meine immer wieder auftretenden Phasen.
ich wollte fragen, wie ich mir das vorstellen muss.
ich persönlich würde nie jemandem, der gerade eine akute Psychose hat, zum Absetzen raten - nicht, weil die Neuroleptika so superwirksam sind, sondern weil das ZNS schon eh sehr überfordert ist. Es ist geistige Schwerarbeit, psychotisch zu sein. Da noch Absetzsymptome draufzusatteln , ist eben oft zu viel.....

es geht ja auch nicht nur ums Absetzen, sondern wie du in Zukunft einigermaßen zufrieden und mit Abstand zum psychiatrischen System leben kannst.
liebe grüße arian
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Montag, 12.03.18, 18:07

Hallo,

die psychotisch Phasen tretten eigentlich nur unter zu großem Stress und wenn ich zum Beispiel draußen unter vielen Leuten bin. Meistens eher abends, morgens überhaupt nicht.

Ich würde sagen, dass ich sehr eingeschränkt bin durch die Psychose. Ich kann den größten Teil der Zeit eigentlich verhindern psychotisch zu werden, aber damit ist ein großer Verzicht in meinem Leben verbunden, vorallem freizeitmäßig. Ich würde gerne viel mehr unternehmen, wie meine Altersgenossen. Freunde treffen und wieder mal in die Disko gehen.

Ich bin mit 24 dem Leben schon manchmal überdrüssig. Ich bin froh, dass ich meine Eltern habe.

Gruße
fcpts
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Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 14.03.18, 14:42

Hallo,
fcpts hat geschrieben:
Montag, 12.03.18, 18:07
Hallo,

die psychotisch Phasen tretten eigentlich nur unter zu großem Stress und wenn ich zum Beispiel draußen unter vielen Leuten bin. Meistens eher abends, morgens überhaupt nicht.
Welche Symptome hast du genau? Gab es einen Auslöser?
Du schreibst, du hast nur Symptome wenn du gestresst bist bzw. mit vielen Leuten. Ich lese da heraus, dass du reizoffen oder reizemfindlich bist.
Haben die Neuroleptika daran etwas verbessert? Ihre Aufgabe ist ja anfürsich, die Reizfilter hochzusetzen, in dem sie Dopamin blocken.
fcpts hat geschrieben:
Montag, 12.03.18, 18:07
Ich würde sagen, dass ich sehr eingeschränkt bin durch die Psychose. Ich kann den größten Teil der Zeit eigentlich verhindern psychotisch zu werden, aber damit ist ein großer Verzicht in meinem Leben verbunden, vorallem freizeitmäßig. Ich würde gerne viel mehr unternehmen, wie meine Altersgenossen. Freunde treffen und wieder mal in die Disko gehen.
Das heisst aber, du hast schon einen eigenen Weg gefunden, Reize auszuschalten . Was genau machst du , wenn du das Gefühl hast, alles wird dir zu viel? Wurdest du beraten? Hast du eine Psychotherapie gemacht?
fcpts hat geschrieben:
Montag, 12.03.18, 18:07
Ich bin mit 24 dem Leben schon manchmal überdrüssig. Ich bin froh, dass ich meine Eltern habe.
Ich habe eine Tochter in deinem Alter. Dein Leben ist gerade schwierig, aber du stehst noch lange nicht am Ende. Schön, dass du dich mit deinen Eltern verstehst.
ich frage nicht nach aus Neugier,
sondern weil es meiner Erfahrung nach nicht genügt , Tabletten abzusetzen. Wegen irgendwas produziert das Gehirn ja eine Psychose ,und es ist sehr wichtig, sich selbst gut zu kennen, um zu wissen, wie man das (möglichst) vermeiden kann. Ein wichtiges Puzzleteil hast du schon: Die Reizabschirmung. Du bist aber ein junger Mann - und immer nur Abschirmen ist logischerweise erstickend und langweilig.
Daher wäre der zweite Schritt jetzt langsam eine Balance zu finden zwischen Action und Überforderung.
Hast du Hobbys? Machst du etwas besonders gerne?
liebe Grüße Arian
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von JjNn11 » Montag, 19.03.18, 23:01

AN DIE ADMINISTRATION

Ich habe in den letzten Stunden einen ellenlangen einfühlsamen Bericht geschrieben und war eingeloggt.
JETZT IST ALLES WEG NACHDEM ICH IHN ABSCHICKEN WOLLTE !
WIE KANN DAS SEIN??

Ich verlange dass er wiederhergestellt wird.

Ich habe einen schwierigen Psychiatrieaufenthalt hinter mir aus dem ich mich selbst entlassen habe.
Ich bin jahrzehntelang mit Medikamenten malträtiert worden.
Ich habe so viel Herzblut in diesen Bericht gegeben und kann einfach nicht glauben dass er plötzlich weg ist.

Bitte stellt ihn wieder her!

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von padma » Montag, 19.03.18, 23:14

hallo JjNn11 :) ,

das tut mir sehr leid, dass dein Beitrag weg ist. Sowas ist natürlich sehr frustrierend, gerade wenn du solange mit viel Herzblut daran gearbeitet hast.

Wenn du über mehrere Stunden daran geschrieben hast, hat dich das System ausgeloggt. Nach ca 1 Stunde wird man automatisch ausgeloggt, wenn man nichts anclickt.

Es ist technisch für uns nicht möglich den Beitrag wieder herzustellen, da er bei uns nicht gespeichert ist.

Wenn du so lange an einem Text schreiben möchtest, hilft es nur ihn zwischenzuspeichern, damit er nicht verloren geht.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 19.03.18, 23:32

Hallo jjnn...

hast du den Tab noch offen?
Manchmal kann man über drücken des zurück-Buttons tatsächlich noch mal zu dem Text kommen, den man schrieb, bevor man auf senden drückte.
Solltest du ihn so noch einmal rekonstruieren können, dann speichere ihn unbedingt per copy und paste in die Zwischanblage, da er beim erneuten Senden wieder verschwinden könnte, da du zwischenzeitlich vermutlich ausgeloggt wurdest.

Es tut mir leid, dass der lange Text verloren gegangen ist :(
Aber wir vom Team haben nix damit zu tun.

Viele Grüße, ich hoffe dass du trotz Frust noch mal etwas schreiben wirst :)
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von fcpts » Donnerstag, 29.03.18, 23:58

Hallo,

ich melde mich mal wieder. Das Reduzieren ist langwierig, aber läuft gut. Außer circa einmal in der Woche psychotisch werden, ist es erträglich. Psychotisch wurde ich aber auch bei 800 mg Amisulprid plus Depot! Ich meine das es mir mit weniger Ami besser geht.

Habe eine Psychotherapie bei einer scheinbar kompetenten Therapeutin angefangen. Ich hoffe das die Therapie positiv wirkt.

Sind eigentlich diese sogenannten Absetzpsychosen bei abrupten Absetzen eines Psychopharmakums so häufig?
Ich habe mit Leuten gesprochen die abrupt abgesetzt haben. Sie sagten beide nach ca. einem halben Jahr hätten sie einen Rückfall erlitten und seien in der Klinik gelandet. Aber es waren bei einem auch Drogen im Spiel, wenn ich mich richtig erinnere.

Grüße und schöne Feiertage
fcpts
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Aktuelle Medikation:
- 10 mg Fluoxetin
- 200 mg Amisulprid
- 263 mg Trevicta
-6,25 mg Clozapin


Reduzierungsschritte:
Februar 2018, Amisulprid von 600 auf 400 mg
Seit 7. März 2018, Amisulprid 400 mg auf 350 mg
Seit 18. April 2018, Amisulprid 350 mg auf 325 mg
Seit Anfang Mai 2018 Amisulprid auf 300 mg
Seit Mai 2018 auf einmal 6,25 mg Clozapin abgesetzt
Mai 2018 Clozapin wieder auf 6,25 mg wg. Schlaflosigkeit
Seit 24. Mai Amisulprid auf 275 mg
Seit Juli Amisulprid auf 250 mg
Seit August Amisulprid auf 225 mg

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