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jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

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jueliekrie
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jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Freitag, 16.03.18, 10:01

edit Jamie:
Beitrag aus Frakkivanis Thread abkoppelt, eigenen Thread erstellt

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Hallo,
ich benötige dringend Hilfe. Nach letztmaliger Stabilität unter 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin in 2016 ging die Hölle los, als ich Escitalopram innerhalb von 6 Wochen ausgeschlichen habe. 7. Klinikaufenthalt und erst nach vier Monaten mit folgender Medikation einigermaßen stabil: 10 mg Escitalopram, 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 50 mg Lamotrigin. Im letzten Sommer Lamotrigin ausgeschlichen, hat funktioniert, dann über ein halbes Jahr Escitalopram von 10 auf 5 mg, und urplötzlich kam die Hölle zurück, vielleicht getriggert durch hohe Dosis Vit. D im Dezember. Jetzt, schon wie vorher: Escitalopram greift nicht mehr, nehme jetzt seit 6 Wochen Tavor 0,5 - 2 mg pro Tag wegen unbeschreiblicher und unaushaltbarer Zustände, Angst, Panik, Gedankenraserei, Depression, Weinkrämpfe, Suizidgedanken, der Horror auf Erden. Das hatte ich schon 7 x bei jeglicher Reduktion von ssri oder snri. Hilfe. Ich brauche dringend einen Arzt, der sich mit Entzugssymptomen auskennt, Keines der Medikamente hilft mehr außer Tavor, und ich bin seit 6 Wochrn so verzweifelt wie noch nie in meinem Leben. Vorab danke. Julia
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 13:12, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

Gwen
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Gwen » Freitag, 16.03.18, 11:02

Hallo Julia,
herzlich Willkommen im Forum!
Was Du schreibst, hört sich nach sehr heftigen Symptomen an und ist bestimmt schwer auszuhalten :cry:
jueliekrie hat geschrieben:
Freitag, 16.03.18, 10:01
Im letzten Sommer Lamotrigin ausgeschlichen, hat funktioniert,
Wie hast Du das Lamotrigin ausgeschlichen?
jueliekrie hat geschrieben:
Freitag, 16.03.18, 10:01
dann über ein halbes Jahr Escitalopram von 10 auf 5 mg, und urplötzlich kam die Hölle zurück,
Es kann sein, dass Du beim Lamotrigin zu schnell abgesetzt hast. Auch das Escitalopram von 10 auf 5mg in nur 6 Monaten war sehr schnell. Wie hast Du das abdosiert? (Benutzt Du eine Feinwaage oder die Wasserlösemethode?)
Es kommt öfter vor, dass Absetzsymptome zeitversetzt und plötzlich einsetzen, wenn die vorherigen Absetzschritte zu groß und zu schnell waren.
Hohe Dosen von Vitaminen können die Symptome zusätzlich anheizen.
jueliekrie hat geschrieben:
Freitag, 16.03.18, 10:01
Jetzt, schon wie vorher: Escitalopram greift nicht mehr,
Wieviel Escitalopram nimmst Du aktuell?
jueliekrie hat geschrieben:
Freitag, 16.03.18, 10:01
nehme jetzt seit 6 Wochen Tavor 0,5 - 2 mg pro Tag
Damit dürftest Du auch hier mittlerweile in einer Abhängigkeit sein. Das Problem ist, dass Lorazepam eine kurze Halbwertszeit hat, Du immer wieder in Zwischenentzüge kommst und sehr schnell eine Gewöhnung hast und dann immer mehr brauchst.

Kannst Du bitte eine Signatur anlegen, dann kann man überlegen, was Du jetzt am Besten tun kannst. Die Anleitung dafür findest Du in den Grundlageninfos:
viewtopic.php?f=18&t=12880

Wir haben hier auch eine Liste mit Ärzten bei denen andere Mitglieder gute Erfahrungen mit dem Thema Entzug gemacht haben. Es sind aber leider nicht viele, wir können aber schauen, ob jemand in Deiner Gegend dabei hat.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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Clarissa
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Clarissa » Freitag, 16.03.18, 11:36

Hallo, Julia,

da hast du ja ganz schön was durchgemacht und nun eine Latte Medikamente am Hals und keinen einfachen Weg vor Dir.

Aber ich möchte gleich zu Anfang zu bedenken geben: Verlass Dich nicht allzu sehr auf Ärzte. Günstigenfalls hat ein Arzt Verständnis und begleitet Dich auf Deinen Weg - wesentliche neue Impulse sind leider von dieser Seite nicht zu erwarten. In Fachkreisen gibt es wenig Wissen und Akzeptanz zum Thema "Absetzen von Psychopharmaka", man glaubt ja kaum die Nebenwirkungen!

Ich will damit sagen: Du musst Verantwortung für Dich selbst übernehmen und Dich hier im Forum orientieren, das ist der beste Weg.

Ich wünsche Dir dabei recht viel Erfolg.

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 18.03.18, 9:43

Hallo und vielen Dank schonmal für die lieben und verständnisvollen Worte. Es ist kein Land in Sicht, die Symptome sind mega heftig. Zu den Fragen: Lamotrigin habe ich im letzten Sommer ausgeschlichen, alle 6 Wochen ca. 10 %, ich glaube, daher kommen die Symptome nicht. Vom Escitalopram nehme ich aktuell 5 mg, die doppelte Dosis greift nicht mehr, das hatte ich krümelweise reduziert. Vor all dem war ich in 2016 stabil mit 100 mg Quetiapin und 10 mg Escitalopram. Jetzt habe ich Lamotrigin wieder von 0 auf 50 mg aufdosiert und verliere wahnsinnig viele Haare davon und es greift eher mäßig. Eine Signatur versuche ich anzulegen. Danke und liebe Grüße, Julia

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 18.03.18, 21:18

Hallo Ihr Lieben, ich habe meine Signatur erstellt, sie ist etwas chaotisch, weil ich das alles nicht mehr so genau weiß. Ich bin dankbar dafür, dass es Euch gibt und der Horror einen Namen hat. Bitte helft mir, was jetzt am Besten zu tun ist, ich bin ziemlich am Ende und halte die Zustände nicht mehr aus und will nicht wieder in die Psychiatrie. Danke. Herzliche Grüße, Julia
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

padma
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Montag, 19.03.18, 18:22

hallo Julia, :)
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
Du hast Escitalopram zwar schrittweise reduziert, aber es war für dich immer noch zu schnell. Je mehr Entzüge man hinter sich hat, umso sensibler reagiert das ZNS, und umso langsamer muss man reduzieren. Zudem ist die Krümelmethode zu ungenau. Das Vit D kann die Entzugssymptome zusätzlich getriggert haben.
Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
Der Schritt gleich auf 10 mg zurück, war zu gross, es hätte behutsam aufdosiert werden müssen. Das Rauf- und Runter stresst dein ZNS jetzt zusätzlich.
Jetzt habe ich Lamotrigin wieder von 0 auf 50 mg aufdosiert und verliere wahnsinnig viele Haare davon und es greift eher mäßig.
Wir empfehlen es nicht, weitere Medikamente zur Entzugsdeckelung einzusetzen, du hast damit alledings ja gute Erfahrungen gemacht. Wenn du es damit nochmal versuchen möchtest, muss es anschliessend wieder ausgeschlichen werden.

Du bist seit Ende Dezember auf 5 mg Escitalopram ( mit Ausnahme der Episode auf 10 mg)?
Du könntest es mit einem vorsichtigen Höherdosieren versuchen. Mein Vorschag wäre 5,5 mg.
Du kannst dafür die Wasserlösemethode verwenden viewtopic.php?f=16&t=10923, Krümeln ist zu ungenau

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 19.03.18, 22:28

Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort. Es geht mir etwas besser, ich glaube, durch das Lamotrigin, das möglicherweise wirkt. Falls sich dadurch die Lage entspannt, kann ich das dann hyperlangsam wieder ausschleichen... Es ist echt ein Wahnsinn, was diese Medikamente machen, wenn man sie absetzt, das glaubt einem wirklich niemand - außerhalb dieses Forums. Ich habe noch eine Frage: wenn ein ssri (damals bei mir Fluoxetin) einmal nicht mehr gegriffen hat, ist das dann für immer vorbei oder könnte es sein, dass es nach mehreren Jahren doch noch wieder greift? Nur interessehalber, ich habe nicht vor, noch mehr von dem Zeug zu nehmen... Bezüglich des Escitalopram werde ich die Wasserlösmethode probieren. Oder geht das auch mit einer Feinwaage, habt Ihr da Erfahrung? Tausend Dank nochmal! Liebe Grüße, Julia
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Montag, 19.03.18, 22:39

Hi jueli :)
Ich habe noch eine Frage: wenn ein ssri (damals bei mir Fluoxetin) einmal nicht mehr gegriffen hat, ist das dann für immer vorbei oder könnte es sein, dass es nach mehreren Jahren doch noch wieder greift? Nur interessehalber, ich habe nicht vor, noch mehr von dem Zeug zu nehmen...
Man kann keine sichere Prognose machen, aber ich tendiere dazu zu sagen, wenn etwas nicht mehr greift, dass es danach auch nicht mehr greifen wird.
Natürlich käme es auf einen Versuch an, aber Aussagen von Ärzten auf einem Hearing, auf dem ich eingeladen war, lassen mich zweifeln.

Es ist so, dass aufgeschlossene Ärzte mittlerweile sagen, dass ein AD schnell wirken muss.
Oder anders ausgedrückt die Maxime, dass ein AD 3 Wochen braucht, ehe es wirkt, scheint falsch zu sein.
Die Ärzte erzählten mir, sie würden nicht länger als ein paar Tage warten und wenn es dann nicht wirkt, kann man es vergessen. Dann würde die Wirkung auch nicht mehr kommen.

Dieses unsägliche Herumraten, welches AD dann als nächstes getestet werden könnte, haben wir dem Umstand zu verdanken, dass wir immer noch nicht genau wissen, was eigentlich im Gehirn los ist, wenn Menschen ängstlich oder depressiv werden.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 19.03.18, 23:05

Hallo, ich danke Dir sehr für diese echt sehr hilfreiche Information! Dieses Forum ist Gold wert!!!!!!
Für alle, die wie ich massivste Entzugserscheinungen haben und sich im Akutzustabd befinden, kann ich Lamotrigin empfehlen: es wirkt (bei mir) relativ schnell und zuverlässig und lässt sich wesentlich leichter wieder ausschleichen als die ssri. Ich sitze zwar jetzt auf einigen Medikamenten, die ich weiterhin versuche nach und nach loszuwerden, aber Lamotrigin wird im Hintergrund mein Retter für Akutfälle bleiben, immerhin komme ich dadurch von Tavor los...
Vielen vielen Dank nochmal euch allen, die mir geschrieben haben!
Herzliche Grüße, Juelie
Ich melde mich, wie es bei mir weitergeht...
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 19.03.18, 23:09

Nachtrag: Habt Ihr auf Eurer Liste einen Arzt in meiner Nähe (PLZ xxx), der bezüglich Ausschleichens und Entzugserscheinungen offen ist und unterstützen kann? Danke vorab...
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 21.03.18, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: PLZ aus Datenschutzgründen entfernt
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Dienstag, 20.03.18, 10:34

Ich schicke dir eine PN, bitte beachte, dass du mir nicht zurückschreiben kannst, da meine PN Funktion deaktiviert ist

padma
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Mittwoch, 21.03.18, 18:22

hallo Julie, :)

wir empfehlen hier keine Medikamente zur Entzugsdeckelung.

Du hast Glück, dass Lamotrigin bei dir hilft, bei anderen kann es nach hinten los gehen.
Es gibt bis jetzt kein Medikament, dass man allgemein empfehlen kann.

Auch das Absetzen kann sich unterschiedlich schwer gestalten. Dass du bisher Lamotrigin gut absetzen konntest, heisst nicht, dass es bei jemand anderem sehr schwer sein kann.
Auch ist es so, dass auch wenn man ein Mittel bisher problemlos absetzen konnte, es beim nächsten Mal schwer sein kann.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 22.03.18, 8:28

Hilfe, WAS IST DAS??? Guten Morgen an Euch, also, es war bei mir vier Tage lang besser, wie eine andere Welt, ich habe gespürt, dass das Lamotrigin wirkt, die Symptome waren verschwunden. Heute Morgen wache ich auf und die Symptome sind wieder da. Was war gestern? Ich habe aufgrund eines gestern diagnostizieren Eisenmangels (Wert 18) mit Eisentabletten begonnen, 2 x 40 mg. IST DAS JETZT DER ÜBELTÄTER??? Das kann doch nicht wahr sein, dass Eisen jetzt wieder die massiven Symptome auslöst, oder?? Was mache ich jetzt? Ich habe solche Angst, dass das Leid jetzt wieder von vorne beginnt, so, wie es ja wahrscheinlich im Januar begonnen hat mit dem Triggee hohe Dose Vitamin D. Das kann doch nicht wahr sein, bitte gebt mir Rückmeldung und sagt mir, was ich jetzt tun kann. Ich war so froh und erleichtert l, dass der Höllen-Horror vorbei war, und jetzt wieder?!? Danke vorab. Viele Grüße, Juelie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Donnerstag, 22.03.18, 18:30

hallo Julie, :)

prinzipiell kann bei einem sehr sensbilisierten ZNS alles triggern. Bei Eisen ist die Triggergefahr nicht so hoch, wie bei Vit D aber auch möglich.

Ich würde das Eisen jetzt sofort weglassen und auch keine sonstigen NEM nehmen.

Es ist nicht gesagt, dass diese Welle jetzt auch wieder so schlimm ist, vielleicht beruhigt sie sich in ein paar Tagen wieder.

Erstmal abwarten und versuchen Ruhe zu bewahren.

liebe Grüsse,
padma
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jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Freitag, 23.03.18, 9:27

Hallo, ich danke dir sehr für deine Nachricht und werde es so machen. Melde mich wieder. Liebe Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
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2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
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Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 25.03.18, 14:45

Hallo, hier bin ich wieder, total desolat und auf Hilfe angewiesen. Bitte helft mir. Seit Donnerstag hat sich meine Situation nochmal zugespitzt, es ging immer weiter bergab und ich sitze heute hier mit Weinkrämpfen, Depersonalisation, komischen Gedanken, beliebige Erinnerungen an vergangene Erlebnisse in rasendem Tempo, Suizidgedanken, völliger Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Aktuell nehme ich 5 mg Escitalopram (ich war zuletzt auf etwas unter 5 mg, als die Symptome im Januar losgingen, und hab ja wieder auf 5 mg erhöht, mehr will ich nicht erhöhen, weil diese Tablette schon so viel Leiden verursacht hat in meinem Leben), 30 mg Mirtazapin, 250 mg Quetiapin und 50 mg Lamotrigin und 0,5 mg Tavor. Hatte am Montag eindeutig eine Wirkung vom Lamotrigin verspürt, und jetzt ist alles wieder im Keller, vielleicht getriggert durch das Eisen, was ich dann sofort wieder weggelassen habe. Ich kann nicht aufstehen, nicht essen, nichts geht mehr, die Symptome sind nicht mehr auszuhalten. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, und grübele ständig darüber: Tavor erhöhen? Lamotrigin erhöhen? Mirtazapin erhöhen? Mirtazapin hab ich aus purer Verzweiflung drei Tage zwischendurch von 30 auf 45 mg erhöht, aber ich weiß nicht mehr wann, ich glaube letzte Woche, alles geschieht nur noch aus Verzweiflung und aus Angst vor den Zuständen. Was tun? Es geht so nicht mehr, keine Stunde länger. Zusätzlich bin ich so unglaublich verzweifelt darüber, dass ich so viele Medikamente nehme und es mir so schlecht geht und diese Menge auszuschleichen fast nicht möglich ist wegen der Heftigkeit der Symptome, das ist ein totaler Wahnsinn, so viel Leid. Bitte gebt mir eure Meinung, ich muss so schnell wie möglich aus der Situation raus, sie ist so bedrohlich und lebebsgefährlich, und ich bin so verzweifelt darüber, dass es nur Stunden bzw. Tage benötigt, Medikamente aufzudosieren, aber Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, sie wieder loszuwerden. Auch grübele ich ständig darüber nach, ob das überhaupt Entzugssymptome sind oder ob ich das bin, aber ich tendiere doch eher dazu, dass es sich um heftigste Entzugserscheinungen vom Escitalopram handelt. Verzweifelt hab ich mir im Forum erfolgreiche Absetzverläufe durchgelesen, aber glaube, dass ich es nicht schaffe und es jetzt schon nicht mehr aushakte und es nie schaffen werde. Was soll ich jetzt machen? So lassen und abwarten geht nicht, nicht mehr. Tausend Dank vorab. Liebe Grüße, Juelie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 25.03.18, 15:06

Hallo und Nachtrag: Entzugserscheinungen von Tavor sind das ganz sicher nicht: von Tavor bin ich in der Vergangenheit auch nach Monaten der Einnahme problemlos losgekommen, das ist das verdammte verfluchte, teuflische ssri und die greift nicht mehr, wie auch schon öfters in der Vergangenheit. Bitte helft mir. Danke.
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Ululu
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Ululu » Sonntag, 25.03.18, 20:46

Hallo Juelie,

oh je, das klingt wirklich schlimm bei dir, das tut mir leid.
:hug:
Für mich hört es sich so an, als würdest du unter einem extrem gereizten ZNS leiden.
Das schlimmste, was du da tun kannst, ist ständig an den Medikamenten und ihren Dosierungen herumzuschrauben.

Psychopharmaka greifen massiv in den Stoffwechsel deines Gehirns ein. Je öfter du etwas an den Dosierungen änderst oder neue Medikamente an- und wieder absetzt, desto schwerer fällt es deinem Gehirn sich anzupassen.
In Folge davon können Zustande auftreten, wie du sie jetzt gerade leider erleben musst.

Unser Gehirn ist neuroplastisch, das bedeutet, es kann sich wieder anpassen und heilen. Leider kann das dauern und es ist wichtig, dass jetzt Stabilität in deine Medikamentierung eintritt, das heißt du solltest vorerst überhaupt nichts mehr daran ändern, weil jede Veränderung die Situation weiter verschlimmert.

Ich weiß, dass deine Zustände sich absolut unaushaltbar anfühlen und die normale Reaktion ist, dass man etwas dagegen unternehmen möchte, leider zeigt die Erfahrung, dass nichts tun und von Moment zu Moment durchhalten der einzige Weg ist, wenn das ZNS so gereizt reagiert.

Und sei bitte vorsichtig mit dem Lorazepam. Die Tatsache, dass du es bisher immer gut wieder absetzen könntest, bedeutet nicht, dass das in Zukunft auch so sein wird. Dein ZNS ist extrem gereizt und reagiert dann anders.
Das Lorazepam hat eine kurze Halbwertzeit, sodass man auch schnell zwischendurch in Minientzüge rutscht.

Ich würde dir sehr gerne einen Wunder-Tipp geben, der dir sofort und nachhaltig hilft, leider haben wir den auch nicht.

:group:

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 26.03.18, 7:43

Hallo und vielen Dank. Es ist nicht mehr aushaltbar, ich bin so verzweifelt und zittere und weine nur noch. Das ist die Hölle auf Erden, und ich schreie innerlich, das kann nicht wahr sein, das darf nicht wahr sein, das kann Gott nicht wollen, niemand in meinem Umfeld versteht das, dieses unendliche Leid, die Zustände, diesen Horror. Das ist nicht in Worte zu fassen und Ärzte verstehen es auch nicht, ich musste mir schon sagen lassen "Sie veranstalten Theater" und "Medikamente sind ein Segen" und vieles vieles Schreckliches mehr. Ich weiß nicht mehr weiter, das geht schon über zwei Monate so und dann war es drei Tage besser - durch Lamotrigin wahrscheinlich, aber jetzt ist es wieder so schlimm und ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum gibt es nichts, was hilft? Das kann man einfach nicht ertragen und aushalten, ich bin schon versucht, mir für teures Geld eine Ketamin-Infusion verpassen zu lassen aus purer Verzweiflung, ich halte das nicht mehr aus und niemand versteht das außer euch hier. Diese Medikamente sind der personifizierte Teufel und ich war schon so oft deshalb am Abgrund. Ich muss irgendwas hochsetzen, sonst wird das eine Gefahr für mein Leben, denn es geht so nicht mehr, keine Stunde länger. Oh, warum gibt es keine Hilfe? Man sagt doch immer, es gibt für alles eine Lösung... Wo ist der Weg, wo ist diese Lösung? Ich kann nicht mehr. Danke, dass ihr mir zuhört und mir schreibt. Verzweifelte Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

gioia
Beiträge: 492
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Dienstag, 27.03.18, 11:48

Hallo Juelie

Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht!
Also ,hochsetzen' würde ich jetzt auf keinen Fall etwas! Du nimmst schon eine ganze Menge an unterschiedlichsten Medikamenten, und das sind Medikamente, wo jedes für sich tief in die Gehirnchemie eingreift. Jedes rauf und runtersetzen stresst dein ZNS zusätzlich.

Falls du das noch nicht gelesen hast, die Information über ein gereiztes ZNS von Dr. Breggin

viewtopic.php?f=19&t=9910&p=106081&hili ... NS#p106081

Warum nimmst du ein Antikonvulsivum, also Epilepsie Mittel? Sollte das wahrscheinlich,stabilisierend' sein??? Dann nimmst du ein AD und ein NL. Wie gesagt, jedes für sich ist hochpotent!
Habe mit deinen Medikamenten, bis auf MIrtazapin keine Erfahrung, aber ganz generell würde ich dir eher raten, nach und nach die Medikamente eher runter als weiter hochzufahren. Und dabei nie mehrere Medikamente gleichzeitig runterfahren, sondern immer nur eines nach dem anderen.

Liebe Grüße und baldige Besserung!
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich

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