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jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

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Annanas
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Annanas » Montag, 28.01.19, 10:57

Liebe Juelie :hug: ,
es macht mich so betroffen, wie schlecht es dir noch geht.

Aber Juelie, bitte gib' nicht auf - in deinem Kern bist du noch die alte Juelie - das kam auch immer wieder in deinen letzten Beiträgen zum Ausdruck.

Dein altes Ich ist so verdammt zugeschüttet durch diese Medikamentenodyssee (kein Vorwurf an dich, sondern an unser ignorantes u. unwissendes Gesundheitswesen), aber darunter bist immer noch du, mit all deiner vorherigen Kraft.

Würdest du es schaffen, in eine andere Klinik oder Einrichtung zu wechseln?? Daß du jetzt einen Schutzraum brauchst ist richtig u. wichtig, denke ich.

Juelie, bekommst du Besuch - hast du Jemanden, dem du vertraust, der, auch wenn er diese medikamenteninduzierte Situation nicht nachvollziehen kann, sich kümmern würde???
Dahingehend, für dich die Kliniken zuerst in der Umgebung abzutelefonieren, ggf. auch die Einrichtung, die Carlotta :) vorgeschlagen hat, um zu erkunden, ob die eine andere Vorgehensweise haben, als eine multimedikamentöse Einstellung bzw dort eine Absetzsymptomatik anerkannt wird?!

Setze dich bitte nicht selbst unter Druck, daß du momentan an keiner Therapie teilnehmen kannst - das ist in meinen Augen auch unmöglich.

Mitfühlende Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Blumenwiese
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 28.01.19, 15:35

Liebe Juelie,

Es tut mir leid, dass es dir immernoch so schlecht geht. Danke, dass du trotzdem geantwortet hast.

Ich wünsche dir so sehr Besserung und denke oft an dich.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Aktuelle Absetzverläufe:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 0-0-50-0 (50 mg)
Promethazin 25-25-0-25 (75 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Movicol, Artelac Complete, Hylo-Vision HD Plus, Chelidonium D4
Bedarf:Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner, Salbutamol, Levociterizin

li-la
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von li-la » Mittwoch, 27.03.19, 22:24

Hallo juelie,

Wie geht es dir?
Du hast lange nicht mehr geschrieben.
Vielleicht gibst du mal ein Lebenszeichen von dir.

Liebe grüße
Lila
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 74 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 73Wochen auf 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 22.04.19)
- es hat sich vieles verbessert
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- immer noch wellen / Fenster

jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 28.03.19, 9:07

Hallo, danke vielmals fürs Nachfragen. Es geht mir schlimm. Immer noch. Nach wie vor. Aufwachen in der Hölle. Immer noch in Klinik. Ich spüre, dass der Horror nicht aufhört und es gibt kein normales Leben und keinen normalen Zustand mehr. Liege fast nur noch im Bett. Nichts geht mehr und ich weiß nicht mehr, wo ich noch Hoffnung hernehmen soll. Liebe Grüße an alle, die das hier lesen und mich so unterstützt und Anteil genommen haben. Mein Kopf schafft keinen normalen Zustand mehr. Es gibt nur noch schwerste Symptome. LG
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

li-la
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von li-la » Donnerstag, 28.03.19, 10:43

Liebe juelie,

Es tut mir leid das es dir so schlecht geht.. immer noch! Und keine Hoffnung in Sicht ist.

Nimmst du denn aktuell noch Medikamente?
Wie wirst du in der Klinik versorgt / behandelt?

Lg. Lila
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 74 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 73Wochen auf 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 22.04.19)
- es hat sich vieles verbessert
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- immer noch wellen / Fenster

Maria__
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Maria__ » Donnerstag, 28.03.19, 12:38

Arme Juelie,

ich habe Deinen gesamten Verlauf gelesen und es ist so schlimm, was Dir passiert! Es tut sehr weh, Dein Leid zu spüren...
All diese schrecklichen Symptome, gedanklich und emotional sind mir auch wohlbekannt und entsprechen in ihrer Komplexität einfach keiner "typischen" psychiatrischen Erkrankung sondern scheinen m.E. sehr eindeutig ein überreiztes ZNS widerzuspiegeln, dass sich durch weitere Psychopharmaka eben nicht "einfangen" lässt. Ich habe das alles auch erlebt, jeden Tag ist es ein Durchhalten, ein Kampf um nicht völlig unterzugehen. Es tut mir unendlich leid, dass so etwas Dir, mir und vielen anderen Menschen passiert ist oder immer noch passiert. Ich bin entsetzt, dass das sogenannte Hilfesystem (Psychiatrie) als einziges Mittel parat hat, noch mehr Psychopharmaka "draufzuschmeissen"...das ist so armselig. Eine Depression ist schrecklich, eine Angststörung auch, aber dieses ZNS-Syndrom wie ich es hier mal nenne, das ist etwas, was sich kein Mensch der es nicht selber hatte jemals vorstellen können wird. Es ist einfach katastrophal.

Mir hat im extremen Zustand geholfen, raus aus der Klinik und ihren Abläufen zu gehen, zu Hause zu sein und dann stumpf durch den Wald zu latschen...stundenlang und immer wieder, langsam aber kontinuierlich. Oft zähle ich innerlich auch langsam von 200 runter um Gedanken und Emotionen etwas zu "erden"...oder nehme eine Tavor, das einzige Medikament welches im Grunde noch geholfen hat. Auch wenn es selbst seine Schattenseiten hat...
Ich habe allerdings schon von mehreren Leuten gehört, dass sich Tavor einfacher ausschleichen lässt, als die modernen ADs...

Ich glaube, es ist in diesem Deinem Zustand das Beste, so wenig wie möglich an den Medikamenten zu drehen - fraglich finde ich allerdings die Ketamintherapie, ich arbeite selber im KH und weiß, dass dies noch kaum erforscht ist und u.U. den Organismus noch mehr durcheinanderbringen kann, es also keine stabilisierenden Effekte hat sondern eher kurze, aufhellende um "klassisch" depressive Patienten einmal kurz aus ihrem lethargischen Zustand rauszuholen. Ich bin da echt skeptisch, möchte Dich aber auf keinen Fall noch mehr verunsichern.

ich wünsche Dir von Herzen, dass Du alles an Dir vorbeiziehen lassen kannst, bis es sich beruhigt - irgendwann wird es sich beruhigen!
Du bist nicht allein mit diesen schrecklichen, kaum-sprechbaren Erfahrungen!

ich umarme Dich und hoffe, Du gibst von Zeit zu Zeit ein Lebenszeichen.
05/2004 - Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Bulimie;
2009-2015 - drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken, Anspannung, Unwohlsein, Desinteresse, Verzweiflung, Heulattacken, massive Verstopfung etc.)
Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-10/2016 auf 30mg-> hat funktioniert.
10/2016-08/2017 auf 20mg-> Grippegefühl, Hormonelle Störungen (starke Akne, Haarstruktur verändert sich), depressive Einbrüche, seltsame Empfindungen, aber insgesamt noch aushaltbar.
08/2017-04/2018 auf 10mg -> das war zu schnell, Deper- und Derealisationserleben, Ängste, Unwohlsein, Grübeln...
04/2017-10/2018 auf 5mg -> immer labiler, zunehmende Angstattacken, Anspannung, allgemeines Unwohlsein, soziale Unsicherheit, Phasen extremer Gereiztheit bis Aggressivität (sehr untypisch für mich!!), nichts macht mehr Spaß -> dachte ich halte es aus und dann wirds schon irgendwann vorbei sein mit dem Entzug...
10/2018 auf 5mg -> plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox. auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach zwei Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik
01/2019 unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf, Unruhe, ganzer Körper dauerangespannt, DR/DP, Neurogedanken, Neuroemos,schwer depressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
Anfang 02/2019 leichte Besserung der Symptome - Hoffnung! Nach 1 Woche jedoch wieder abrupte Zunahme der Spannung...nur bei Spaziergängen etwas besser.
26.02.2019 Fluox. 25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst, Gefühl von Instabilität, rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg; Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken, krasse Wut&Durchdrehgefühl, Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg -siehe oben
07.09.19 23mg -siehe oben
Ansonsten:
Notfallmed: Tavor, war bis März immer Stütze in den schlimmsten Momenten, dann plötzlich nicht mehr gut vertragen, ggw.funktinieren gerade wieder 0,25mg;

Rosenrot
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 16.04.19, 21:55

Liebe Juelie,

herzlichen Dank für deine lieben Worte in meinem Thread. <3

Wie geht es dir inzwischen?

Konnte sich dein Nervensystem ein klein wenig beruhigen?

Bitte sei zuversichtlich!
Die Heilung braucht unter Umständen Zeit, aber sie wird ganz gewiss kommen. :hug:

Ganz liebe Grüße
Rosenrot
Zuletzt geändert von Rosenrot am Dienstag, 16.04.19, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Dienstag, 16.04.19, 22:06

Liebe Lila, liebe Maria, danke für eure Nachrichten und euren Zuspruch. Ich kann nicht viel schreiben, es geht mir elend, schlimmste Symptome, weiter bergab, da mit Tavor längst in Toleranz und es wirkt kaum noch. Hier in der Klinik haben sie nach Ketamin jetzt noch 5-HTP probiert und danach Aurorix in Höchstdosierung, beides ohne Wirkung, letzteres nehm ich noch, aus purer Verzweiflung, nun seit 5 Wochen, ich halte den Zustand nicht mehr aus und möchte nur noch schlafen oder sterben, der Chefarzt will helfen und probiert herum, ich musste einwilligen, sonst wäre ich geflogen und ich käme zuhause nicht zurecht, könnte mich nicht versorgen oder hätte Angst, dass ich es nicht schaffe weiter durchzuhalten. Ich hab länger nicht geschrieben, weil es so schlecht ging. Die letzten Wochen fast nur im Bett, konnte kaum aufstehen, wollte auch nicht, die Konsequenz ist jetzt ein Vertrag mit strikter Einhaltung aller Therapietermine - was mich noch mehr runterzieht und echt extremen Druck macht - bei Funktionieren darf ich noch 6 Wochen bleiben, und in der Zeit wollen sie jetzt parallel Tavor entziehen - wohlgemerkt benötige ich aber gerade mehr als noch vor Wochen, weil die Zustände und Symptome und damit auch die Todessehnsucht krasser geworden sind oder weil Tavor nicht mehr so wirkt . Teufelskreis, kein Entrinnen, keine Lösung, wird immer schlimmer, zuhause hab ich keinen Psychiater mehr und weiß nicht, wie ich einen finden soll, der mir weiter Tavor verschreibt mehrere Monate zu langsamen ausschleichen- obwohl ich in meinem Zustand gerade weit davon entfernt bin überhaupt auch nur ans ausschleichen zu denken - viel zu instabil und gefährdet. Ich bin so verzweifelt und in Not, dass ich eine nochmalige EKT Behandlung überlege, obwohl die NW zu krass waren, aber psychisch war letzten Herbst zumindest für 3 Wochen die Hölle vorbei. Heute war ich - auch aus purer Verzweiflung- bei einem Privatarzt - Internist und Facharzt für Mitochondrien-Medizin und Vitamine, Nährstoffe, Vitalstoffe etc. Aus Verzweiflung hab ich eingewilligt in eine ausführliche Blutuntersuchung mit Laborkosten von über 800 Euro, aus Verzweiflung, so sehr hoffend und gleichzeitig so sehr wissend, dass das alles nichts bringt und mein / unser aller Problem nicht löst. Ich handele nur noch aus der Verzweiflung und Ohnmacht heraus und tue Dinge, von denen ich weiß, sie bringen nichts, kann das nicht mehr steuern, so sehr will ich, dass der Höllen-Zustand endlich aufhört, und falls nicht, dass mein Leben aufhören möge. Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht, woher ihr die Kraft nehmt. Zusätzlich zu den heftigsten psychischen Symptomen wie ausschließlich übelste negative Gefühle und Gedanken und Gedankenraserei und Erinnerungsraserei willkürlich durch mein Leben und Wahn im Kopf und Weinkrämpfe und Ohnmacht und das Gefühl, mit dem Kopf so lange gegen eine Wand zu rennen, bis es aufhört, zusätzlich dazu gibt es körperliche Symptome wie massiver Haarausfall, Nervenschmerzen und -ziehen in Zähnen ohne Ursache, völlige Erschöpfung und Kraftlosigkeit, zwischendurch heftige Rückenschmerzen. Ganz ehrlich: ich bin nicht mehr stark genug für das alles. Ich spüre, ich stehe das nicht mehr lang durch, es ist weit jenseits dessen, was ein Mensch ertragen kann, es ist die höchste Strafe des Lebens, meiner Meinung nach gibt es kein größeres Leid als das von Psychopharmaka. Aktuell nehme ich 2,5 - 3 mg Tavor, 22,5 mg Mirtazapin, 400 mg Quetiapin, 1/2 Tablette Lithium, 600 mg Aurorix. Ich hasse das Zeug so abgrundtief, es hat mein Leben, meine Gesundheit und mein Vertrauen zerstört und mir alles genommen. Ich weiß nicht mehr weiter. Verzweifelte Grüße und danke, dass ihr da seid und manche an mich denken. In Verbundenheit, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

Rosenrot
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 16.04.19, 22:21

Liebe Juelie,

es ist so schlimm, was du zur Zeit durchzustehen hast.

Lass dich einmal in den Arm nehmen. :hug:

Ich wünsche dir von Herzen, dass sich ganz bald Besserungen einstellen mögen.

Alles Liebe für dich! <3
Rosenrot
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Jamie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Dienstag, 16.04.19, 23:10

Hallo Juelie :),

ich bin entsetzt, was du da einnimmst in dieser wilden Mischung und natürlich auch, wie schlecht es dir weiterhin geht :(.

Ich bitte dich dringend den Oberarzt anzusprechen wegen Arzneimittelinteraktionen.

Ich habe deine Medikamente in den Wechselwirkungscheck der Apotheken Umschau eingegeben und es ploppt ein Warnfenster nach dem anderen auf. :o
Insb. das Aurorix (600mg ein Wahnsinn) in Kombination mit dem Mirtazapin ist brandgefährlich.
Das darf man eigentlich niemals zusammen verabreichen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, ohne dir die Hoffnung nehmen zu wollen, dass dieser Medikamentencocktail dir wirklich etwas bringt. Du bist völlig übermedikamentiert und dann noch in der Tavortoleranz. :(

Hast du denn keine Familie oder Verwandte, die dich bei der Wahl der Therapie unterstützen und deinen Standpunkt stärken können, mal eher die Medikamente zurückzufahren?
Es ist doch offensichtlich, dass dein Zustand statt besser eher nur immer noch schlechter wird; das müssen doch auch sie bemerken (?)

Dass nicht einmal Ketamin anspricht, sollte die Ärzte irritieren.
Ich vermute, sie können nicht zwischen einem schweren Entzugssyndrom und einer schweren Depression unterscheiden.
Da sie nur zweiteres sehen, greifen sie zu immer mehr Medikamenten; dabei ist das absolut kontraproduktiv zu dem, was dein ZNS wahrscheinlich eher bräuchte: graduelles sanftes Zurückfahren der Medikamentendosen und sanftes Entwöhnen.

Ich hoffe du überlegst es dir gut mit der EKT. Ich kann nur dringend abraten, da ich es für eine völlig unsichere "Therapie" halte, die zudem m. Er. auch Schäden im Gehirn hinterlassen kann, aber respektiere natürlich deine Entscheidung.

Bitte gib nicht auf :hug:

Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 17.04.19, 10:47

Liebe Juelie,

Danke, dass du hier noch schreibst wie es dir geht, obwohl es dir so schlecht geht.

Gibt es jemanden, der die gesetzliche Betreuung übernehmen könnte, dem du vertraust und der für dich den Kampf gegen die Ärzte übernehmen könnte und dir hilft, den bestmöglichen Weg zu finden, damit du dich nur ums Gesundwerden kümmern kannst?

Ich wünsche Dir von Herzen ganz viel Kraft.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Sonne27 » Mittwoch, 17.04.19, 14:28

Hallo liebe Julie,

erstmal tut es mir fürchterlich leid was du momentan durch machen musst.

Ich würde dir soooo gerne helfen, es tut im Herzen weh zu lesen was du derzeit durchstehst.

Ich schicke Dir, ganz ganz viel Kraft und halte bitte durch.

Lg Sonne27
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gioia
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Mittwoch, 17.04.19, 16:03

Liebe Juelie

Es tut mir in der Seele weh zu lesen, wie schlecht es dir geht!
Es tut mir so leid!
Ich denke immer wieder an dich! Ich hoffe sehr dass für dich die Vorschläge von Jamie und Blumenwiese vielleicht iwie umzusetzen sind. Und du vielleicht mit Hilfe deiner Eltern, oder anderen Person, der du vertraust, Unterstützung hinsichtlich der wilden Medikation bekommen kannst.
Juelie es haben schon so viele geschafft, die auch ganz unten waren!

:hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich

Sonne27
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Sonne27 » Mittwoch, 17.04.19, 16:26

Hallo,

ich könnte mir auch vorstellen dadurch da Julie ja mittlerweile gar nicht mehr wirklich reagieren kann Bzw. Den Ärzten ja auf „Gut deutsch gesagt“ völlig ausgeliefert ist das man halt probiert probiert probiert.

Jamie, ich glaube da ist „das Brandgefährliche“ nebensächlich für die Ärzte mir kommt es eher so vor als wenn Sie dort in der Klinik eher Mittel zum Zweck ist um Medikamente zu testen wieviel ein Mensch ertragen kann.

Es muss sich doch irgendjemand finden lassen ( Familie, Freunde oder dergleichen).

Mal ein ganz dummes rum “Gespinne“

Besteht nicht die Möglichkeit einer gesetzlichen Betreuung. Diesen gesetzlichen Betreuer/in kann sie auch sofern Handlungsfähig und bei Verstand selbst aussuchen.
Dann sind den Ärzten aber die Hände gebunden und diese dürften meines Wissens nichts mehr ohne Rücksprache gehalten zu haben.

Lg Sonne27
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Kaenguru
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Kaenguru » Mittwoch, 17.04.19, 18:37

Hallo Sonne und Julie,
Sonne27 hat geschrieben:
Mittwoch, 17.04.19, 16:26
Jamie, ich glaube da ist „das Brandgefährliche“ nebensächlich für die Ärzte mir kommt es eher so vor als wenn Sie dort in der Klinik eher Mittel zum Zweck ist um Medikamente zu testen wieviel ein Mensch ertragen kann.
Sonne, ich halte deine persönliche Ansicht für keine hilfreiche Aussage.
Zum einen können wir nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren und zum zweiten, sind Ärzte doch nicht per se Untermenschen.

Auch ich kenne einen Arzt, er ist sehr belesen und klug ist dadurch gut informiert. Er ist Narkosearzt und weiß eigentlich immer einen Rat, wenn es um eine spezielle Medikation geht.
Ich habe aber auch schon eine Narkoseärztin gehabt, die mir das Benzo vor der OP versagt hat, es könne NW mit dem Narkosemittel haben. Unfassbar.

Der eine Arzt ist also informiert und den Patienten zugewandt und der nächste nicht.

Die Psychiatrie arbeitet mit Medikamenten und wenn es einem Patienten schlecht geht, werden eben neue ausprobiert. Sie haben einfach keine andere Idee und wir ja letztlich auch nicht, außer ausschleichen. Was bei der Grunderkrankung hilft ist letztlich Ruhe, Zeit, Zuwendung, Therapie.

Sie haben es doch nicht anders gelernt. Das sind auch alles nur Menschen, überarbeitet, hilflos und wahrscheinlich steht einer gegen alle, wenn er wagt umzudenken.
Da muss schon von oben ein neues Konzept in die Psychiatrie gebracht werden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man ein Medikament nach dem anderen bekommt, wenn man weiter nicht gesund wird und sich auch beklagt. Ich habe irgendwann nichts mehr der Ärztin erzählt, weil ich keine weiteren Optionen mehr hatte (ich hatte so gut wie alles ausprobiert). In der Klinik kann man sich nun nicht verstecken.

Julie, dir wurde auch mal geraten die Klinik zu wechseln, ist das denkbar?

Du hast mal den Kliniknamen erwähnt, ich könnte dir die Zeitschrift schicken, die den Artikel über das Absetzen der Antidepressiva beinhaltet. Vielleicht reagieren die Ärzte darauf.
Ich stelle mir immer vor, dass man sie mit dem überzeugen muss, was sie kennen. Das ist Literatur, Fachartikel und am besten noch andere Ärzte, die umgedacht haben.

Ich hätte so gerne einen Zauberstab.

Julie, ich denke auch, dass du jemanden brauchst, der dir zur Seite steht und mir dir kämpft.

Ganz liebe Grüße
Sarah
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Sonne27
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Sonne27 » Mittwoch, 17.04.19, 18:52

Hallo Kaengeruh,

deswegen habe ich auch geschrieben ich „glaube“. Es liest sich halt für mich als Außenstehende so, zumal auf ihr Befinden scheinbar nicht eingegangen wird.

Ich weiß das es auch Ärzte gibt die nicht nach dem SChema X verfahren, und bin auch sehr Dankbar dafür.

Aber von dieser Sorte Ärzte gibt es nicht viele.

Lg Sonne27
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jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 17.04.19, 20:16

Oh ihr Lieben, vielen Dank für eure lieben und besorgten und fürsorglichen und mitfühlenden Nachrichten. Ich kann nicht auf alles u d auf Details eingehen, dafür geht es mir zu schlecht.

Klinikwechsel ist unmöglich, ich bin zu schwach, packe das nicht, nicht einen Wechsel, nicht eine Entscheidung und vor allem nicht mehr mich irgendwo neu zu erklären und zu beschreiben und die Symptome und was und wann und welche Medikamente und das alles, ich hab die Kraft nicht mehr dazu.

Mit dem Betreuer dasselbe. Es geht nur noch ein Minimum.

Das mit den Warnfenstern der Medikamentenkombination erschreckt und schockiert mich. Was muss raus am ehesten, was ist am gefährlichsten? Ich nehm all die Sachen ein und verspüre kaum Wirkung, mir geht es unfassbar schlimm aber wenn man beginnt etwas zu reduzieren, wird es NOCH SCHLIMMER!!!!!!!! ES IST EIN TEUFELSKREIS!!!!!!!

Auf die EKT komme ich, weil sie mir im September/ Oktober geholfen hat nach etwa 12 Sitzungen. Allerdings gab es drei Wochen später einen Horror-Rückfall mit krassesten Zuständen und vor allem massiven Denkstörungen und mein Gehirn hat nicht mehr richtig funktioniert, kaum beschreibbar, massiv beängstigend, es war wie eine Bombe im Gehirn, die alles durcheinander gebracht hat und ich konnte nicht mehr denken was ich sage und nicht mehr sagen was ich denke und war nicht in der Lage zu beschreiben was in meinem Gehirn grad los ist und nicht funktioniert, außer ES STIMMT WAS GANZ GRAVIEREND NICHT.

Das kann mehrere Ursachen haben: entweder durch EKT, oder durch Nachlassen der Wirkung der EKT, oder zu schnelles, fast sogar abruptes Absetzen von Tavor (weil es mir so ging, dass ich es nicht mehr brauchte und schnell loswerden wollte, und das hat in der Vergangenheit Schimmel funktioniert auch nach 5 Monaten Einnahme). Wenn ich die Ursache wusste könnte ich besser entscheiden!!! Aber ICH WEISS ES NICHT WODURCH. Die EKT wäre die einzige Chance eine schnellere Verbesserung meines definitiv lebensbedrohlichen Zustands zu schaffen und schneller die Medikamente oder Medikamentenkombinationen loszuwerden, die laut Jamie gefährlich sind.

Der Arzt - eigentlich ein lieber, besorgter, einfühlsamer Mensch - schlägt mir dauernd neue Medikamente vor als Möglichkeiten, die man noch probieren könnte, wie z. B. Amitriptylin oder ein Medikament gegen Parkinson oder noch andere Sachen oder die Vagusnervstimulation (!!!). Und ich kann nicht entscheiden. Und ein Betreuer könnte das aber auch nicht!!!

Es ist ausgeschlossen, den Zustand so zu lassen, denn ich bin kurz vor Suizid, das wissen die hier, und ich bin inzwischen seit über einem Jahr in diesem Akutzustand und nehme deshalb auch mehr Tavor (das NATÜRLICH nicht mehr so wirkt wie vor einem Jahr. Deshalb ist ein "alles so lassen" nicht möglich, denn es beruhigt sich nicht und der Arzt macht das nicht mit und die Versicherung auch nicht, und ein langsames Ausschleichen ist auch nicht möglich in meinem Zustand, weil der sich dadurch noch verschlimmert. Deshalb meine tiefe Verzweiflung und Resignation: es gibt keine Lösung, es beruhigt sich nicht, es wird immer schlimmer, es gibt keine Hilfe.

Dem Arzt hab ich schon x-mal irgendwelche Artikel und Links über Entzugssyndrome und überreiztes ZNS gezeigt und geschickt, er glaubt mir, allerdings mit Einschränkung, kann sich die Dauer und Massivität nicht vorstellen.

Meine Therapeutin leugnet alles, sie sagt, im Lehrbuch steht, Entzugserscheinungen dauern maximal 2 Wochen, und sie glaubt ihrem Lehrbuch tatsächlich mehr als dem Menschen, der ihr gegenüber sitzt und ihr aus eigenen schrecklichen Erlebnissen und Erfahrungen das Gegenteil berichtet - seitdem kann ich zu ihr NULL Vertrauen mehr aufbauen. Von ihr kam auch die glorreiche Idee, mir "drug holiday" zu verschaffen, d. h. für sie: alles kalt absetzen und "dann schauen". Ohne Worte.

Das wird aber auch in anderen Kliniken so sein... Welches Medikament muss am schnellsten und ehesten raus, Jamie? Kannst du mir mal den Link schicken von dieser Testung der Apotheke, geht das? Ich bin verzweifelt. Kann über Ostern so nicht nach Hause zu meinen Eltern, die ich wochenlang nicht gesehen habe, in dem Zustand bin ich nur am Heulen und Durchdrehen und würde es gar nicht bis dahin schaffen, weil mich grad selbst duschen und anziehen überfordert.

Es muss etwas passieren. Ich hab wirklich große Angst, dass ich durch Abwarten und gar nichts mehr verändern auf der Geschlossenen lande, und das will ich auf keinen Fall. Aurorix nehm ich erst seit fünf Wochen, das könnte man vielleicht noch am Unproblematischsten wieder rausnehmen, obwohl ich es gut vertragen hab, eben nur ohne Wirkung, glaub ich. Vorher haben wir 5-HTP probiert, keine Wirkung, glaub ich, ich erinnere mich schon gar nicht mehr genau. Massiver Haarausfall, Zahnnervenschmerzen, Horror im Kopf. Ich dank euch allen fürs Lesen und Unterstützen und Dasein und für alles.

Love, Juelie
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 17.04.19, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 17.04.19, 21:05

Jueli, :)

ich bin sehr erschöpft, deswegen gehe ich nur auf die dringlichste Frage ein.
Die laut Interaktionscheck wirklich hoch riskante Kombination besteht zwischen Aurorix (Moclobemid) und Mirtazapin.

Es wäre vermutlich schon deeskalierend die Aurorix Dosis zu senken.
Es hätte längst anschlagen müssen im Sinne, dass man eine pharmakologisch erwünschte Wirkung hat.
Es tut mir so leid, dass dem nicht so ist und du so leiden musst :cry: .

Ich schicke dir viele gute Gedanken :hug:
Jamie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 17.04.19, 21:26

Liebe Juelie,
jueliekrie hat geschrieben:
Mittwoch, 17.04.19, 20:16
Welches Medikament muss am schnellsten und ehesten raus, Jamie? Kannst du mir mal den Link schicken von dieser Testung der Apotheke, geht das? Lo
Hier ist der Link zum Medikamenten-Wechselwirkungs-Check:

https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck


Liebe Grüße. Ich wünsche Dir ein Wunder.

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jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 17.04.19, 21:47

Hallo Ihr Lieben, vielen lieben Dank. Herzliche Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg, Partner trennt sich, Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg, greift nicht, Erhöhung von Mirtazapin von 30 mg auf 45 mg, greift nicht, auf 60 mg, greift nicht, Psychiatrie, Beginn Tavorentzug stationär von 3 mg in schritten von 0,5 pro Woche, obwohl ich suizidal war, Escitalopram raus, Lyrica 200 mg rein, Lamotrigin raus, Bedarf Truxal greift nicht, Tavor irgendwann ganz raus, Aufenthalt abgebrochen weil extrem suizidal, wieder Tavor 2 x 0,5 mg, andere Psychiatrie, 4 x 0,5 mg, 12 x EKT, Lyrica raus, Tavor nicht mehr nötig, Mirtazapin raus, Valdoxan 50 mg rein, Krise, Tavor hoch auf 2 x 1 mg, Mirtazapin wieder rein
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils bis 2017 ohne Probleme
Aktuelle Medikation: hat sich in 2018 ständig geändert, jetzt (Dezember 2018): 30 mg Mirtazapin, 600 mg Quetiapin, 1/2 Lithium, 2 - 3 mg Tavor, 3 x wöchentlich Ketamin Nasenspray
Symptome: hochgradig suizidal wegen Heftigkeit des Zustands, Hypernervosität und Unruhe, Gedankenraserei, Erinnerungshüpferei, Panik, Angst, Grübelzwänge, Zwangsrecherchieren, Zerrissenheit bezüglich Medikamente, bezüglich Ärzte, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Weinkrämpfe, Resignation etc. etc.

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