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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Eva » Donnerstag, 03.05.18, 12:56

Liebe Juelie,

Du schriebst in Mellis Faden:
Das ist lieb, Eva, vielen Dank für düse Worte. Ich habe sie erst jetzt gelesen. Das ist das, womit ich am wenigsten klarkomme in meinem Leben: dass ich selbst verantwortlich bin und war für all die schlimmen Dinge, die geschehen sund und immer noch passieren. Ich kann damit nicht leben, ich bin nur noch im "hätte ich doch" Modus und bin gedanklich nur noch damit beschäftigt, die Zeit zurückzudrehen. Ich weiß, dass das alles noch schlimmer macht, trotzdem kann ich es nicht abstellen. Wie akzeptiert man Dinge? Ich weiß das nicht, ich habe das nie gelernt, ich weiß nicht, wie das geht, ernsthaft, ich hadere immer immer.
Ich antworte Dir besser hier in Deinem eigenen Thread.

Das eine ist so sehr das Extrem, wie das andere, meine ich; nämlich sich zu viel Verantwortung zumessen oder gar keine. Ich neigte früher sehr zu ersterem und hatte vor allem meinem Kind gegenüber starke Schuldgefühle. Bis mir mal ein kluger Mensch sagte, nein, Frau Eva, sie haben im Grunde in ihrem Leben bisher keinen Fehler gemacht, folge"richtiges" Handeln ist kein Fehler. Denn es besteht zunächst nur scheinbar eine Wahl ...

Als ich ungläubig guckte, kam noch: So wie Sie handelten, taten Sie es aus dem heraus, was sie in dieser Zeit dachten und empfanden, und etwas anderes war Ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich - denn sonst HÄTTEN SIE ES JA ANDERS GEMACHT. Wir meinen vielleicht im Nachhinein, wir hätten die Wahlfreiheit gehabt, aber unser Handeln ist solange determiniert, wie wir uns innerlich in Unfreiheit befinden! Innere Freiheit ist aber ein Lernprozess, der seiner eigenen Logik folgt, und wir können ihn nicht abkürzen; deshalb gehört auch all das dazu, was wir später als Fehlentscheidung werten können.

Meine Frage daraufhin: Machen wir es uns damit nicht zu leicht? Seine Antwort: Wenn es sich einer nicht selbst leichtmacht, dann wohl Sie.

Diese Sätze habe ich mir gut gemerkt, und sie haben mir aus dem schlimmsten Tief herausgeholfen; deshalb möchte ich sie heute an Dich weitergeben, in der Hoffnung und dem Wunsch, dass Du Dir selbst vergeben kannst, wie auch ich es damals mir gegenüber konnte.

Liebe Grüße an Dich, Eva
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23.08.18 : Hab's bis hierher schon auf 75 mg geschafft, nun weiter ca. alle 5 Tage 1/2 Tablette = 12,5 mg weniger
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 03.05.18, 16:08

Danke liebe Eva. Das sind gute Worte. Bei mir ist totales Chaos. Gestern Nacht hab ich den Chefarzt meiner Klinik angeschrieben- der mich vorher rausgeschmissen hat, weil er mich aufgrund von 6 x irgendwas absetzen ohne Absprache nicht mehr behandeln will, er hatte die Nase richtig voll von mir. Ich hab geschrieben und gejammert und akutfall und bitte um Aufnahme etc. von Suizidgedanken hab ich ni bzw geschrieben obwohl die mit zu wenig Tavor immer da sind. Er hat geantwortet und gesagt, er setzt sich für mich ein, mich unterzubringen. Heute morgen hatte ich einen Anruf von einer psychosomatischen Klinik zum Vorgespräch am montag. Seitdem wieder Gedankenraserei über die Entscheidung, hin und her ohne Kontrolle, hin und her und hin und her, ich fühle mich zerquetscht und will eigentlich weder das eine noch das andere. Dann wieder endlos recherchiert über Kliniken und Medikamente und das geht den ganzen Tag so, ich lese schon hundert mal die gleichen Sachen, stehe gar nicht mehr auf, nur noch Ambivalenz, Druck, Zerrissenheit, Raserei, Widersprüche, Zerreißen, Kopf gibt keine Ruhe, kein Weg, keine Lösung, nur Medikamente können jetzt noch helfen, ich kann nicht mehr aufstehen und nicht mehr essen, wie soll ich die Entscheidung treffen ich springe dauernd zwanghaft hin und her, Hölle Horror Druck trotz Tavor ich kann nicht mehr. Verzweifelte Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Eva
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Eva » Donnerstag, 03.05.18, 16:28

Liebe Juelie,

mir scheint es vor allem dieses Durcheinander von Medikamentengruppen zu sein und das Hin- und Herspringen in den Dosierungen, das Dich besonders fertigmacht - und dieses vermaledeite Quetiapin ist auch dazwischen, wie bei Melli! Ein Horrormedikament!

Deine jetzige Lage ist "nicht echt", sie entspringt Deinem förmlich Amok laufenden ZNS - was gleichzeitig schlimm und tröstlich ist, finde ich. Tröstlich, weil es sich wieder ändern kann und wird.

Es gibt hier Teilnehmer, die aus diesem Loch herausgekommen sind; das Entscheidende scheint ein klarer Absetzplan zu sein und leider auch eine gewisse Leidensfähigkeit. Ich will Dir keine Hoffnung nehmen, aber dass jetzt nur noch Medikamente helfen können, ist schwer zu glauben, liebe Juelie, da viele verschiedene Dich ja erst so durcheinander gebracht haben.

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 03.05.18, 17:54

Liebe Eva, danke für deine Nachricht. Dieses hin und her und diese Zerrissenheit ist meine Grundsymptomatik von damals ohne Medikamente, das macht mich schier fertig, ist total zwanghaft und du kannst dir vielleicht vorstellen, wie das während meiner Berufswahl abgelaufen ist. Damals haben mir Fluctin und Quetiapin schon geholfen, denke ich. Die anderen Symptome sind sicherlich vom gereizten ZNS und Entzüge von SSRI und / oder Tavor, ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht mehr, wem ich glauben soll und was ich tun soll. Es geht nichts mehr, ich komme nicht mehr aus dem Haus. Einerseits können nur Medikamente jetzt helfen, andererseits schaden sie, welche Klinik, die alte oder die neue, wer hilft mir meine unglaublichen Ambivalenzen und Widersprüchlich auszuhalten, wenn ich je entscheiden sollte, dann zerreißt es mich und ich muss wieder zwanghaft umentscheiden und damit verärgere ich wiederum alle Ärzte aber das ist doch ein Krankheitssymptom und keine böswillige Absicht, das ist wie wenn sich ein Schalter im Gehirn umlegt und ich habe das GAR nicht mehr unter Kontrolle. Tavor absetzen werden beide Kliniken wollen, aber wie in meinem Zustand? Wo soll das alles hinführen? ICH WILL DAS ALLES NICHT WAHR HABEN!!! Ich will einfach nur gesund sein, ohne diese Zustände, einfach normal mit normal funktionierendem Gehirn, ICH KANN DAS NICHT AKZEPTIEREN, dass das so ist und ich so leide, das ist NULL Lebensqualität! sorry, dass ich das so auf dir ablade! Es gibt keinen Ausweg, in Klinik wird es nur noch schlimmer, schon allein dadurch dass ich andere Menschen sehe, denen es nicht halb so dreckig geht wie mir. Ich kann das nicht ertragen. Jeder in meinem Umfeld sagt: vertrau jetzt einfach mal einen Arzt, geh in eine Klinik, egal welche und bleib da und lass dir helfen, das ist doch absurd... Oh Gott, ich kann nicht mehr. Das haben wir nicht verdient. Und wie soll ich JEMALS von meinem Medikamentencocktail herunterkommen??? Das ist doch überhaupt gar nicht zu schaffen, so viele und so hoch wie die sind. Ich brauche Hoffnung!!! Dringend!!! Bitte betet für mich. Danke. Gruß Juelie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Eva » Donnerstag, 03.05.18, 18:23

Liebe Juelie,

ich bete gern für Dich.

Herzlich, Eva
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Donnerstag, 03.05.18, 18:25

hallo Juelie, :)

jetzt geht es erstmal darum, dass du wieder zur Stabilität findest.
Wie du von den Medikamenten wieder runter kommst ist aktuell zweitrangig, das muss man sehen, wenn es dir wieder besser geht.

Ich würde zu dem Vorgespräch in der psychosomatischen Klinik gehen und mir diese Klinik anschauen. Besprich gleich beim Vorgespräch, wie es mit den Medikamenten weiter gehen soll.

Ich habe den Eindruck, dass du zurzeit alleine mit der Situation und deiner Zerissenheit überfordert bist. Meine Sorge ist, dass wenn es so weiter geht, du irgendwann auf der Geschlossenen landest.

Eine psychosomatische Klinik wäre da schon die bessere Alternative. Bei dem Vorgespräch würde ich allerdings keine akute Suizidalität äussern, damit nehmen sie dich nicht. Sowas wie, dass du aktuell keine Lebensperspektive siehst, dass die Symptome unerträglich sind etc. kannst du sagen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 03.05.18, 19:54

Hallo padma, dank dir. Einerseits will ich einiges an Medikamenten loswerden, wie Tavor und diess vermaledeite Escitalopram, was mir das alles eingebrockt hat, andererseits weiß ich, dass absetzen wieder in noch fürchterliche Zustände bringt. Teufelskreis. Dann ist da noch folgendes: Therapien - zu nichts in der Lage, diese Zustände sind auch nicht therapiefähig, das ist ja das absurde, und wenn man nicht mal genau erklären kann, was mit einem los ist, was wollen die denn da machen?!? Deshalb bin ich so im Zweifel. Ich weiß nicht mal, wie ich übers Wochenende kommen soll. Gerade war ich kurz draußen Tabak kaufen, total überfordert und dermaßen schwach auf den Beinen, und dann hab ich all die Menschen lachend in der Sonne gesehen und an meinen Exfreund gedacht, der jetzt sicher auch fröhlich in der Sonne sitzt, und das hat so geschmerzt der Neid dass ich wieder Gedanken hatte ich will nicht mehr. Jetzt bin ich zurück in meiner Wohnung, meinem Gefängnis, aber zumindest abgeschirmt von glücklichen Menschen, die nicht diese Probleme haben. Das fühlt sich so schlimm an. Ich will das alles einfach nicht wahrhaben, hätte ich doch... Nur so eine winzige Tablette, und was die angerichtet hat, ist nicht zu glauben. Damit werd ich einfach nicht fertig. Und mein Leben ist tatsächlich leer, ich hab niemanden mehr außer meinem Eltern. Oh Gott, bitte betet für mich. Danke. LG Juelie
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2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
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Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Lilly71 » Mittwoch, 09.05.18, 17:23

Liebe Juelie!

Wie geht es dir?

Mir geht es unverändert grausam!
Ich glaube auch, ich schaffe es nicht mehr!
Und ich kann auch nicht mehr!
Und ich kenne meine Gedanken!

Deshalb mache ich mir ein wenig Sorgen!

Melli
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Anikke
Grunderkrankung, schwere Angstörung, Depressionen.

2005 Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschied. Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, lange Zeit bettlägerig, depressiv. Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome.

Wieder Klinik.
Versuch Atosil, Dipiperon.
Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam paradox, Psychiaterin hat mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, zurück zu Tavor. Verschlimmerung geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, nur 3 Tage, Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Weitere Versuche versch. Neuroleptika.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Aktuelle Medikamente:
125mg Quetiapin
7,5mg Tavor (ohne Wirkung!)
Auf einmal red. auf 4mg!!!
Schlimme Zustände!!!
Bedarf: Truxal, Dipiperon, Dominal

Seit fast 1 Jahr im protrahierten Entzug Venlafaxin!!!

Symptome:
Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Derealisierung, Zittern, Schwäche, Kopf weg, nicht mehr in dieser Welt, Kopfkrämpfe, verwirrt, kann nichts mehr ertragen, nicht länger als 5-10min auf den Beinen sein, ü. 30Kg abgenommen, Darmkrämpfe, Durchfälle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenprobleme, Haare gehen aus, Schmerzen, Taubheit, Missempfindungen, Krämpfe überall, schlimme Durchdrehgefühle und noch viel mehr!!!
Vegetieren im Bett, mit schlimmsten Symptomen und Qualen!!!

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 09.05.18, 19:30

Hallo Melli, ich kann auch nicht mehr. Symptome schlimm. Bin jetzt in Klinik. Escitalopram 5 mg abgesetzt, Behandlung mit Mirtazapin, Quetiapin, Lamotrigin, Tavor, Lyrica, Truxal, Tavor 3 mg soll jetzt ausgeschlichen werden, in meinem Zustand nicht möglich, doch das ist das "Therapieziel". Horrorzustände, Grübelzwänge, Hin- und Her-Grübeln und -Entscheiden zwischen Medikamenten, soll ich Lyrica nehmen und erhöhen lassen oder Lamotrigin oder Fluoxetin neu dazu, Symptome werden immer schlimmer, allen auf der Station geht es besser, etc., nur noch Horror und Hölle. Hab aufgegeben und lass die Ärzte machen, bin eh sonst verloren. Entweder sie kriegen es hin oder nicht. Behandlungsdauer wurde auf 4 Wochen festgelegt, bin freiwillig hier, zu Hause ging es nicht mehr. Verzweifelte Grüße, Juelie
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2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Mittwoch, 09.05.18, 21:03

Hallo Julie


Es tut mir leid dass es dir so schlecht geht! Du glaubst dass du das mit irgendeinem Medikament lösen kannst. Das ist das eigentliche Problem. Was in der Vergangenheit geklappt hat verträgt dein ZNS nicht mehr.

Ich hab dir schon einmal geschrieben, dass das Lyrika ein eher unerforschtes Medikament ist, das gegen Angststörungen in Europa nur durch bedenkliche wirtschaftliche Zusammenhänge überhaupt erst die Zulassung gekriegt hat. In Amerika nicht,
Das wissen die Ärzte hier nicht mal!

Und kriegst du Truxal wegen schlafen?
Ein Antipsychotikum, das Ärzte einem als normales Schlafmittel,verkaufen'.

Es tut mir leid, das zu sagen, aber die Verantwortung an die Ärzte abzugeben, ist nicht gut. Sie ignorieren die Probleme die die Medis machen.

Liebe Julie ich weiß, ich sag dir nix neues und ich versteh deine Verzweiflung wirklich. Ich war auch ganz unten, hab auch gedacht ich überleb das nicht.

Vielleicht kannst du versuchen, die Anzahl der PP und deren Dosierung so gering wie möglich zu halten?
Du merkst ja dass es mit zusätzlichen Medikamenten schlechter statt besser wird.

Alles Gute liebe Juelie :hug:
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Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 09.05.18, 22:50

Hallo Gioia, danke für deine Nachricht. Es kann sein, dass es alles noch schlimmer macht, ich weiß es nicht, aber ich weiß: wenn ich jetzt nicht hier in der Klinik wäre, wäre ich jetzt tot. Es ging nicht mehr. Ich versuche zu vertrauen, auch wenn die Ärzte vieles nicht wissen und falsch machen. Es ist meine letzte und einzige Chance hier, dass es besser wird. Zuhause und alleine und mit dem Medikamentenchaos ist es immer noch schlimmer geworden. Hier wird wenigstens jetzt erstmal Ordnung rein gebracht, ich selber zuhause war ja nicht mehr in der Lage, jeden Tag die gleichen Dosierungen zu nehmen, weil ich so hin und her gerissen war. Hier stehe ich unter Beobachtung, und ganz ehrlich: ich schlucke jetzt erstmal alles, was hilft oder helfen könnte, denn schlimmer kann es nicht mehr sein, glaub ich. Und ich werde hier versorgt und muss dreimal am Tag essen, dafür bin ich erstmal echt dankbar, auch für die Struktur. Und mit den Ärzten kann man reden. Egal wie, ich muss aus dieser Hölle raus und irgendwie von Tavor weg. Liebe Grüße Juelie
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jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 10.05.18, 11:15

Hallo, Update von mir. Mir geht es schlecht. Gestern Abend war es besser. An mir wird ja jetzt in der Klinik herumprobiert, allerdings auf der offenen Station, erst gestern Abend noch hab ich gedacht, sollen die Ärzte doch machen, sollen sie doch jetzt den Scheiß in Ordnung bringen, den sie verursacht haben, habe gedacht ich schlucke jetzt alles, mir egal, hab nichts mehr zu verlieren, bin jetzt auf 6 Medikamenten, das alles hab ich gestern Abend gedacht, und heute morgen war es so schlimm wie noch nie, nur noch Suizidgedanken, so krass, jetzt glaub ich grad dass die neuen Medikamente Lyrica und Truxal die Situation noch verschlimmert haben. Ich bin so verzweifelt. Gerade geht es mir etwas besser, ich hab eine heimliche Tavor aus meinem Privatvorrat genommen, das wissen die natürlich nicht, aber es ging nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt so weitermachen soll. Das ist scheinbar noch das einzige was hilft, aber morgens 1,0 ist leider inzwischen zu wenig. Zuhause hab ich noch 100 Stück 2,5 mg, vielleicht hole ich die heute, das wäre komplette Verarschung der Ärzte, aber was soll ich denn machen??? Tavor ist besser als tot, oder? Ich weiß nicht, ob Lyrica bzw. Truxal mir helfen, ich krieg das ja jetzt alles zusammen und meine Zustände wechseln dauernd. Wie es weiter geht, keine Ahnung. Vielleicht lasse ich Truxal und Lyrica wieder rausnehmen, auf die hatte ich so gehofft, Escitalopram ist ja jetzt abrupt raus 5 mg seit ein paar Tagen, wahrscheinlich ist es deshalb gerade so schlimm. Ich kann auch nicht mehr, hab dauernd irgendwelche schlimmen Symptome und Gedanken nicht mehr leben zu wollen, das ist echt nur noch Hölle. Ich bin sehr sehr verzweifelt. Liebe Grüße Juelie
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2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
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Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Li-la022 » Donnerstag, 10.05.18, 11:35

Hallo Juelie,

Ich lese seit länger in deinem Threat, es tut mir so unglaublich leid das es dir so schlecht geht.

Ich glaube allerdings das es keine gute Idee ist noch heimlich Medikamente zu nehmen. Du bist ja in die Klinik und dir helfen zu lassen. Entweder musst du den Ärzten vertrauen ( und auch eine Stabilisierung in deinem Zustand dauert sicher einige Tage ) oder du tust es nicht... allerdings suchst du ja die Hilfe.
Wenn du immer wieder Mittel rein und raus nimmst oder ständig die Dosierung änderst kann sich dein Nervensystem nicht beruhigen. Ich weiß du möchtest Alles tut um aus dieser unerträglichen Situation raus zu kommen. Und wie gesagt es tut mir wahnsinnig leid das es dir so schlecht geht. Aber versuche deine Dosierung erstmal so zu halten wie man es dir verordnet hat.

Alles Gute
Lila
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 30Wochen opipramol 0 , 29Wochen ohne Escitalopram


10.0918 Aktuelle Symptome :
Ab und an Angst vor der Angst

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Donnerstag, 10.05.18, 12:16

Hallo Juelie

Nur kurz von mir. Ja würde Lyrika und Truxal rausnehmen lassen, bevor sich dein Körper auch daran noch länger anpassen muss. Du nimmst es ja erst seit der Klinik.
Jedes neue Medikament wird es meiner Meinung nach eher verschlimmern.
Und nein, die Ärzte können das leider nicht so schnell und leicht wieder in Ordnung bringen. Sie verstehen die wahre Problematik hier meistens gar nicht.

Es ist gut, dass du nicht allein bist und du Struktur in der Klinik hast, aber immer neue Medikamente werden nicht die Lösung sein.
Leider!! Ich weiß, das wäre einfacher!!
Alles Gute! :hug:
Gioia
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Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 12.05.18, 16:46

Hallo Ihr Lieben und Dankeschön für eure Antworten. Es hilft mir sehr. Mir geht es weiterhin gar nicht gut und ich habe Schwierigkeiten den Ärzten zu vertrauen, Lyrica hilft mir zwar glaub ich, aber ich hab so Angst, dass dann da auch wieder Entzugssymptome auftreten - was ja bekannt ist - und Haarausfall. Vielleicht statt dessen ein trizyklisches AD rein? Oh, ich bin so hin und her gerissen dauernd es ist echt fürchterlich. Habe Angst, dass meine Situation so bleibt. Ich danke euch sehr für eure Unterstützung. Liebe Grüße Juelie
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2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Samstag, 12.05.18, 21:08

Hallo Julie, :)
Mir geht es weiterhin gar nicht gut und ich habe Schwierigkeiten den Ärzten zu vertrauen, Lyrica hilft mir zwar glaub ich, aber ich hab so Angst, dass dann da auch wieder Entzugssymptome auftreten - was ja bekannt ist - und Haarausfall. Vielleicht statt dessen ein trizyklisches AD rein? Oh, ich bin so hin und her gerissen dauernd es ist echt fürchterlich.
also nein. Klares direktes Nein.
Subjektiv gesprochen, denn ich kenne dich nicht, aber das sagt mir mein Gefühl und mein Gesunder Menschenverstand.

Sollte Pregabalin / Lyrica dir gerade tatsächlich etwas helfen, dann danke Gott oder dem fliegenden Spaghettimonster oder dem Schicksal... oder sonstwem oder was, dass du etwas Erleichterung bekommst, aber höre endlich auf dein Leben und das Angebot der Medikamente als Cocktailbar zu sehen, wo man hier zugreift, da was mischt und hier mal kostet.

Diese massive Unentschlossenheit, dieses Zerrissensein - das gehört wirklich therapeutisch aufgearbeitet.
Ich weiß, du kannst nichts dafür und hast oft genug betont, dass genau das dein Problem ist, aber hier sollte mal der gesunde Menschenverstand eingeschaltet werden und bei dem, was du alles an Medikamenten nimmst und zusätzlich noch bekommen hast, sollte jeder Zustand, der nur annähernd besser ist im Vergleich zu dem Tag, als du dich hast einweisen lassen, bevorzugt werden - und das heißt auch, jetzt STOPP zu sagen und bei den Medikamenten zu bleiben, die du nimmst respektive wenn du zuordnen kannst, dass eines deinen Zustand verschlechtert, dann dieses bitten wegzulassen.

Haarausfall, falls er denn käme, wird dich nicht umbringen und du wirst das Medikament irgendwann weglassen und die Haarpracht kommt zurück und Entzugserscheinungen können alle auslösen. Es gibt sowieso kein einziges AD ohne massivste Nebenwirkungen!

Sorry für meine eindringlichen Worte; ich bin auch explizit nicht für AD, aber du hast deinen Zustand als unaushaltbar bewertet (und so kommt es auch dem neutralen Leser vor) und die Unterstützung in einer Klinik gesucht und schreibst gerade, dass du dich einen Ticken fängst - da würde ich jetzt mal gerade überhaupt nichts mehr an den Medikamenten ändern.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 13.05.18, 10:29

Hallo Jamie und danke für deine Worte. Es geht mir wieder schlimmer und ich kann und will die Realität nicht akzeptieren - die Medikamente, meine Absetz-Zustände, die Trennung meines Partners, den Schmerz, die unendliche Traurigkeit, die Verzweiflung, die Leere, die Sinnlosigkeit, meine Unfähigkeit mein Leben zu gestalten, meine Ziellosigkeit, einfach alles unaushaltbar. Es helfen mir nur Medikamente aus diesem Teufelskreis heraus, dass ich wenigstens wieder leben will und nicht seit Februar jeden Morgen mit krassesten Zuständen und Suizidgedanken aufwache. Ich bin so verzweifelt wie noch nie in meinem Leben und weiß nicht mehr weiter, nichts und niemand kann mich glaub ich gerade dazu bewegen, dass ich wieder will, weil ich nicht weiß wofür, ich habe keine Kraft mehr die Gefühle auszuhalten, ich weiß nicht mehr wofür es sich zu kämpfen und zu leben lohnt, und ich weiß da kann mir auch kein Therapeut helfen. Aussichtslose Grüße Juelie
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Clarissa
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 13.05.18, 10:45

Hallo Julia,

das liest sich wirklich schlimm, aber noch mehr Medikamente helfen Dir ganz sicher nicht nachhaltig aus dem Teufelskreis heraus. Vielleicht vorübergehende Betäubung, aber dann kommt das ganze Elend zurück. Glaub mir, ich weiß, worüber ich schreibe.

Ich kann jedoch auch schreiben, daß es möglich ist, solch eine Krise zu überwinden. Nicht einfach, aber möglich. Und das Leben geht weiter und kann trotzdem noch schön sein.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 13.05.18, 10:49

Danke Clarissa. Für mich sieht es nicht so aus, als würde sich das jemals verändern 😢😢😢. Es ist so hoffnungslos. Ich möchte nur noch schlafen. Liebe Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

activS
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von activS » Sonntag, 13.05.18, 11:02

Clarissa ich habe dir eine PN geschrieben!

Dir juliekrie gute Besserung!!!
Seit Anfang den 20igern rezidivierende Depressionen, angefangen mit ZG
- Einnahme von Fluoxetin + Verhaltenstherapie
- Wechsel auf Sertralin in der Schwangerschaft
-2016- 02/2018 Lithium + Fluoxetin
- eigenmächtiges kaltes Absetzen
- 6 Wochen später Rückfall bzw Absetzsymptomatik
- seit Mitte April erneutes Einschleichen Fluoxetin 40mg

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