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jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

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chrissiema
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von chrissiema » Freitag, 08.06.18, 14:46

Liebe Julie!
Ich bin heute auf dieses Forum gestoßen und bin durch die Suchfunktion zu einem ganz anderen Thema zufällig über deinen Faden hier gestolpert. Ich habe mir einige Einträge durchgelesen und es "juckte mich in den Fingern", deshalb habe ich mich jetzt angemeldet, um dir zu antworten- in vielem erkenne ich mich gerade wieder und bin erst Mal froh, nicht die einzige zu sein, die so eine Höllen-Achterbahn gerade durchmacht, im Leben und in der Kopfchemie, dass das alles nicht "eingebildet" ist... Ich habe seit ein paar Tagen das Gefühl, dass es wieder einzelne "Lichtmomente" gibt, Momente in denen sich das Leben in Fragmenten, ein paar Atemzüge lang, "aushaltbar" anfühlt. Noch vor zwei Wochen war ich fest davon überzeugt, dass der Tod die einzig sinnvolle Lösung für mich und alle an meinem Leben beteiligten ist, weil alles so verknotet ist und die Lösungsvorschläge sich gegenseitig blockieren, außerdem sind bei mir noch chronische Krankheiten im Spiel, wo die Schulmedizin ebenfalls nicht vertrauenswürdig ist, was auch ziemlich viel Verzweiflung auslöst ("wem soll ich noch glauben?"). Ich muss jetzt leider einige Besorgungen machen, aber ich möchte dir nachher noch ein paar Worte schreiben, Gedanken, die vielleicht nützlich sein könnten. Es ist gut, dass du uns hier im Forum schreibst, denn auch, wenn gerade im "Außen" keine Kontakte da sind, du bist nicht allein! 🌻 Ich melde mich später wieder, bis dahin; bleib tapfer! 🐞
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor chrissiema für den Beitrag:
Anikke
*2013-2017 Einnahme Venlafaxin 225 retard, Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit/Erschöpfungsgefühle, Nachtschweiß, grausame Alpträume
*08/17 "Ausschleichen" von Venlafaxin 225 mg retard
*09.10.17 Dosis: 0
Seitdem Entzugserscheinungen.
Aktuelle Symptome :
*Tinnitus 3fach
*Angstzustände, Panikattacken
*Schlaflosigkeit
*Kaum was essen können
*Teilweise sehr aktive/euphorische Schübe tagsüber
*Schwankende Stimmung
*Weinanfälle, häufig mit Suizidgedanken
*Hoffnungslosigkeit
*Sensorische Überempfindlichkeit bei Gerüchen und auf der Haut (Bündchen an Socken zB), Licht und Lärmempfindlich
*Zwangsgedanken
*Erhöhte Durchlässigkeit und Ängste für zb gewaltvolle Szenen in Filmen, Umweltverschmutzung- "dünne Haut" - zb auch weinen bei Werbung mit glücklichen Familien, "nah am Wasser gebaut"

Gwen
Team
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Gwen » Freitag, 08.06.18, 15:05

Hallo Chrissiema,

herzlich Willkommen hier im Forum!
Bitte stell Dich und Dein Anliegen doch in einem eigenen Thread im Bereich neue Teilnehmer/hier bist Du richtig vor.

Viele Grüße und einen guten Austausch,
Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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chrissiema
Beiträge: 29
Registriert: Freitag, 08.06.18, 14:18

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 12:47

Hey, Julie, was gibt's Neues bei dir?
*2013-2017 Einnahme Venlafaxin 225 retard, Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit/Erschöpfungsgefühle, Nachtschweiß, grausame Alpträume
*08/17 "Ausschleichen" von Venlafaxin 225 mg retard
*09.10.17 Dosis: 0
Seitdem Entzugserscheinungen.
Aktuelle Symptome :
*Tinnitus 3fach
*Angstzustände, Panikattacken
*Schlaflosigkeit
*Kaum was essen können
*Teilweise sehr aktive/euphorische Schübe tagsüber
*Schwankende Stimmung
*Weinanfälle, häufig mit Suizidgedanken
*Hoffnungslosigkeit
*Sensorische Überempfindlichkeit bei Gerüchen und auf der Haut (Bündchen an Socken zB), Licht und Lärmempfindlich
*Zwangsgedanken
*Erhöhte Durchlässigkeit und Ängste für zb gewaltvolle Szenen in Filmen, Umweltverschmutzung- "dünne Haut" - zb auch weinen bei Werbung mit glücklichen Familien, "nah am Wasser gebaut"

jueliekrie
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Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 16.06.18, 9:33

Hallo Chrissiema, vielen Dank für deine Nachrichten und deine Anteilnahme. Ich kann nicht viel schreiben, mir geht es schlimm und es gibt keine Veränderung, ich wache jeden Morgen mit Suizidgedanken und Überforderung auf, habe schlimmste Symptome den Tag über, nehme massig Medikamente ohne Wirkung, Tavor wird ausgeschlichen, bin nach wie vor in der Psychiatrie, habe hier nur noch ein bis zwei Wochen und weiß nicht wie es weitergehen soll. Gibt es bei dir eine Besserung? Ich wünsch es dir. Verzweifelte Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Sonntag, 17.06.18, 10:11

Hilfe. Bitte, weiß irgend jemand hier weiter? Zwei Tage war es für ein paar Stunden besser, dann ist alles wieder zusammengestürzt. Ich wache morgens auf, ab der ersten Sekunde Suizidgedanken, immer noch Zustände, die nicht in Worte zu fassen sind, Depersonalisation, Verzweiflung, schlimm, jetzt seit fünf Monaten, ich bin im Tavor Entzug auf 0,25 mg pro Tag, dies noch bis morgen, dann Tavor raus, habe nur noch 1 - 2 Wochen in der Klinik und muss jetzt irgendwie sehen dass ich eine Lösung finde für danach, es geht nicht zuhause, es geht nicht mit diesen Zuständen zu leben, ich halte das nicht weiter aus. Also weitere Klinik im Anschluss? Andere Medikamente? Zusätzliche Medikamente? Wieder Tavor? Ich hab noch 50 Stück Lorazepam 2,5 mg zuhause. Andere Methode? Ketamin? EKT? THS? Ich kann keine Entscheidung mehr treffen, weiß nur, es geht nicht mehr, ich kann so nicht mehr weiterleben, weil ich keine Kraft mehr habe es weiter durchzustehen. In der Vergangenheit gingen die Zustände nur weg, wenn irgendwann ein anderes Medikament gewirkt hat, und dann war es innerhalb von 3 Tagen wie ein umgelegter Schalter und die Zustände waren weg. Diesmal dauert die Phase schon so lange an und ich hatte noch nie so massive Suizidgedanken so lange. Ich glaube ich bin immer noch im Entzug von Escitalopram und zusätzlich lamotrigin, in der Vergangenheit konnte man Tavor einfach unproblematisch rausnehmen auch nach mehreren Monaten, als etwas anderes gewirkt hat. Jetzt wird es seit sechs Wochen rausgenommen, ohne dass was anderes vorher gewirkt hat. Ich bin am Limit. Ich kann nicht mehr. Ich brauch eine Lösung außer Zeit, ich habe keine Zeit mehr, das ist lebensgefährlich. Bitte, weiß irgend jemand Rat, was ich jetzt versuchen könnte? Warten geht nicht mehr! In neuer Klinik müsste ich wieder die Entzugserscheinungen beschreiben - wahrscheinlich ohne dass man mir glaubt oder mich versteht. Aber reicht es nicht aus, wenn man sagt, es geht sehr schlecht, damit gehandelt wird? Andere Medikamente zusätzlich, Ketamin, EKT, THS, ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur: ICH KANN NICHT MEHR UND ICH WILL SO NICHT MEHR, das hält der stärkste Mensch nicht aus. Bitte helft mir. Danke. Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Li-la022 » Sonntag, 17.06.18, 10:34

Liebe Julie,

Ich kann dir leider zu ketamin, ekt,ths überhaupt nichts sagen. Aber ich wollte dir etwas mut zusprechen. Ich lese schon länger in deinem Thread mit... und bin erschüttert wie schlecht es dir geht. Ich glaube diese ständigen versuche mit Medikamenten rein und raus geben dir den rest. Ich verstehe wirklich das du alles tun möchtest damit dieser schlimme Zustand vorbei geht... aber ich denke dein Nervensystem schafft das mit den Medikamenten nicht.

Ich glaube du musst wegen deiner suizidgedanken unbedingt in einem geschützen Raum bleiben... ob eine Klinik die ausschließlich mit ad's Experimentiert das richtige ist weiß ich nicht... aber vielleicht hast du die Möglichkeit beim Freunden / familie. Betreutes wohnen ect unter zu kommen wo jemand immer ein Auge auf dich hat. Ich finde allein solltest du auf keinen Fall bleiben... das wäre Lebensgefährlich in deiner jetzigen verfsssung.

Ich wünsche dir so sehr das du durchhältst... das du weiter kämpfst und das du den Kampf gewinnst. Du bist stark julie... das beweist du jeden tag.

Halte durch!!! Ich hoffe es hat noch jemand eine Idee was dir Erleichterung verschaffen könnte.

Alles Gute Lila
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padmaJamieLinLinaJofab
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 30Wochen opipramol 0 , 29Wochen ohne Escitalopram


10.0918 Aktuelle Symptome :
Ab und an Angst vor der Angst

padma
Team
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Sonntag, 17.06.18, 19:07

liebe Juelie, :)

es ist erschütternd, was du durchleidest. :hug:
Der viel zu schnelle Tavorentzug hat sicherlich deine Symptomatik mit verschlimmert.

Weitere Medikamente, EKT, THS, Ketamin sind keine Lösung.
Dein ZNS ist mittlerweile so überreizt, dass keine Medikamente mehr greifen. EKT und THS greifen massiv ins Gehirn ein, helfen kann das m.M.n. nicht, aber es kann deine Situation nachhaltig verschlimmern.

Heilen tut wirklich nur die Zeit. Es gibt keine schnelle Lösung, keine Wunderpille, die den Schalter umdreht.
Leider kann ich dir nichts anderes schreiben.

Diese Zustände werden sich wieder bessern, das Wichtigste ist, dass du durchhälst, auch wenn das unmöglich zu sein scheint. Moment für Moment kannst du es durchstehen. Und irgendwann hast du es geschafft.

Wenn es zuhause nicht geht und du auch nirgends anders unterkommen kannst, bleibt leider nur eine andere Klinik.


Ich denke an dich und wünsche dir ganz viel Kraft. Du kannst das schaffen. :hug:
Gib nicht auf!

liebe Grüsse,
padma
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JamieUlulu 69gioiaLinLinaSiggiJofab
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

jueliekrie
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 20.06.18, 7:47

Ihr Lieben, ich danke euch für eure Antworten und euer Mitgefühl. Meine Verzweiflung ist so groß dass ich einfach nicht mehr weiter weiß und auch nicht mehr weiß woher ich die Kraft nehmen soll weiterzumachen. Jeden Morgen wache ich gleich auf, jede wache Stunde am Tag ist Quälerei, das ist nicht mehr menschenwürdig. Ich glaube euch, dass Medikamente nicht die Lösung bringen, und doch hat irgendwas an Medikamenten in der Vergangenheit funktioniert, diese Höllenzustände zu beenden, und so werde ich wahrscheinlich doch wieder irgendwas ausprobieren in der Hoffnung es hilft, weil es eben so nicht weitergeht. Ich bin zerrissen darüber, die Zeit heilt aber ich habe keine Zeit mehr, ich will keine Medikamente aber ohne geht es nicht. Das schlimme an der aktuellen Situation ist: ich habe gerade immer wieder die Symptome, mit denen bei mir eine schwere Krise ANFÄNGT, und das macht mir brutale Angst. Mitten in der schweren Krise die schon seit Januar dauert habe ich die Symptome einer gerade beginnenden Krise, das hat mit Entzug zu tun, aber ich weiß inzwischen nicht mehr von was: Escitalopram, Lamotrigin oder Tavor oder alles. Es ist die Hölle auf Erden und ich kann und will so nicht mehr. Danke dass ihr da seid und dass es euch gibt. Verzweifelte Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

gioia
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Mittwoch, 20.06.18, 14:51

Liebe Julie

Es tut mir sehr leid dass es dir so schlecht geht!! :hug:

Haben sie das Lyrika und Truxal jetzt wieder rausgenommen? Und Escitalopram wieder rein? auch das Lamotrigin war schon weg, richtig?

du weißt selbst, dass dieses hin und her mit den Medikamenten leider sehr viel an Symptomen auslöst.

Ich verstehe dass du auf ein Medikament hoffst, aber dein Nervensystem ist überlastet.
Und trotzdem Julie kann sich das alles wieder beruhigen, auch wenn du dir das gerade nicht vorstellen kannst!
wie Padma dir schon geschrieben hat, Moment für Moment iwie durchstehen und vielleicht versuchen, dich erst mal auf einer gleichbleibenden Medikation zu stabilisieren. Ich weiß, wie viel Geduld und Kraft das fordert, liebe Julie, aber du wirst das schaffen! Es haben schon viele geschafft, denen es echt schlimm gegangen ist. Laut Baylissa Frederick heilen wir alle!!!
Liebe Julie es tut mir echt leid dass ich dir nichts anderes sagen kann.

Liebe mitfühlende Grüße :hug:
Gioia
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JamieLinLinapadmaUlulu 69Jofab
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

jueliekrie
Beiträge: 88
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Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 21.06.18, 20:55

Danke liebe gioia. Ich kann grad nicht mehr schreiben es geht mit zu schlecht und ich bin ohne Hoffnung. Herzliche Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Freitag, 29.06.18, 20:45

Hallo ihr Lieben,
ich gebe euch mal ein Update.

Leider geht es mir unverändert schlecht und ich bin nach wie vor in der Psychiatrie, weil mein Leben in Gefahr ist durch die Heftigkeit meiner Symptome.

Aktuelle Medikation: 45 mg Mirtazapin, 400 mg Quetiapin, 150 mg Lyrica, 90 mg Truxal (erhöht).

Die Symptome sind gleichbleibend und bedrohlich, es ist schlimm, es gibt leider keine Stunde am Tag, die ok ist, zudem Rebound massive Verstärkung meiner Grundsymptomatik: Depression und Zwangsgrübeln und Entscheidungslosigkeit und zwanghaftes Hin- und Her-Entscheiden in rasender Geschwindigkeit.

So kommt es, dass ich aus purer Verzweiflung folgendes überlege: Wechsel Medikamente (Amitriptylin oder Fluoxetin oder Duloxetin oder anderes rein, was raus, ja oder nein, Stationswechsel ja nein, klinikwechsel ja nein, EKT?, THS?, entlassen und zuhause wieder Tavor? etc. etc. etc. Tavor ist jetzt raus seit eineinhalb Wochen.

Mir geht es wirklich schlimm, aber ich habe nicht den Entzug von Tavor im Verdacht, sondern immer noch den vom Escitalopram. Es sind die gleichen Symptome und diese begannen im Januar durch Escitalopram, da war Tavor noch nicht im Spiel. Dann komme ich nach wie vor mit der Trennung (April) nicht zurecht, schlimmer Schmerz, Überflutung, dauernd Erinnerungen, Horror.

Derzeitiges (und leider schon mehrfach erlebtes) Problem in der Klinik: sie haben mich hier in der Schiene Borderline aufgrund der verteufelten Entzugssymptome, obwohl ich der Auffassung bin, dass ich das nicht habe.

Heutiges Erlebnis mit der Pflege - total demütigend, verletzend und unmenschlich: ich stand massiv unter Druck wegen der schlimmen Symptome den ganzen Tag, die ganzen letzten Wochen und ja schon Monate, wollte ein kurzes Gespräch und die Antwort war: "Warum soll ich mit Ihnen sprechen? Sie sollen hier lernen, sich selbst zu regulieren. Es geht Ihnen ja gleichbleibend schlecht seit zwei Monaten und es tut sich gar nichts." - Ach ja??? Ich habe keine Probleme mich selbst zu regulieren, wenn ich nicht unter Entzugserscheinungen leide! Ich hatte seit 2 Wochen kein Einzelgespräch, alles ausgefallen wegen Wechsel und Rotationsprinzip!!! Antwort: "Was für Entzugserscheinungen denn? Das Tavor ist doch schon seit 2 Wochen raus! Ihnen darf es doch gar nicht gut gehen!" Ohne Worte. Leider bin ich also nach wie vor total verzweifelt. Würde ich es zu Hause alleine schaffen, so hätte ich heute diese Klinik verlassen.

Was soll ich nur tun?
Herzliche aber verzweifelte Grüße, Juelie
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 29.06.18, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Jamie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Freitag, 29.06.18, 20:56

Hallo juelie, :)

schlimm, dieser Umgang mit dir :(.

So herzlos und menschenverachtend; ja wirklich demütigend, wie du selbst schreibst. :oops:

In so einer Umgebung kann kein Mensch gesund werden.

Und wer einem verzweifelten Patienten unterstellt, er wolle gar nicht gesund werden, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen :frust: .
Das ist die Bankrotterklärung von Pflegern, Schwestern, Ärzten und Therapeuten.

Ich kann dir leider nichts raten; ich wäre schon längst weg aus diesem Laden.

Gut, dass du das Tavor los bist, wenngleich ich um dein Leiden weiß. :(
Aber diese Menge war intolerabel.

Alles Gute
Jamie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Freitag, 29.06.18, 22:31

Hallo liebe Juelie

Es ist schlimm, was du aushalten musst! Unverständnis rundherum, das ist so unmenschlich!

Liebe Juelie, ich kann dir nichts sagen, was ich nicht schon vorher geschrieben habe.
Jamie hat geschrieben:
Freitag, 29.06.18, 20:56
Aber diese Menge war intolerabel.
Liebe Jamie, ich weiß nicht...es hängt davon ab, wie gut man Benzos verträgt oder nicht. Natürlich muss man immer damit vorsichtig sein, aber ich weiß aus eigener Erfahrung und auch in meinem Bekanntenkreis dass Benzos nicht IMMER und ausschließlich zu dramatischer Abhängigkeit und Entzugssymptomen führen müssen.

Mir hat das Benzo mein Leben gerettet. Das ist keine Übertreibung.

Mir scheint die Menge an Mirtazapin und Quetiapin da intolerabler. Lyrika und Truxal noch obendrauf.

Liebe Juelie vielleicht kannst du trotz allem selber erspüren, welches Medikament du instinktiv am ehesten reduzieren würdest?

Liebe Grüße
Gioia :hug:
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Freitag, 29.06.18, 23:58

Ihr Lieben, ich danke euch sehr für eure schnellen Antworten und euer Mitgefühl. Das tut so gut. Also, tatsächlich hat auch mir das Benzo das Leben gerettet, viele Tage aufs Neue, das ist tatsächlich so. Wenn ich wüsste, dass ich es zuhause allein schaffe, dann wäre ich längst weg von hier. Das Problem ist, ich schaffe es grad nicht. Zuhause stehe ich nicht auf und kann mich nicht versorgen. Habe zwei andere Kliniken angeschrieben, aber spielt die Krankenkasse mit? Das geht nicht nahtlos und ich bin ohne Tavor täglich suizidgefährdet... Das ist so eine Zwickmühle, dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Meint ihr nicht, es wäre es wert, in meinem Zustand Amitriptylin auszuprobieren? Ich hab ja eigentlich nichts mehr zu verlieren... Am ehesten raus würde ich sagen Truxal und Lyrica, doch Lyrica hilft gegen meine Zahnschmerzen... Bin so unsicher. Nochmal danke für eure liebe Reaktion. In Verbundenheit, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
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2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
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Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 30.06.18, 11:16

Hallo ihr Lieben. Hilfe. Ich stehe so wahnsinnig unter Druck es ist nicht mehr erträglich. Ein so heftiger Druck im Körper gleichzeitig wie gelähmt, entsetzt schockiert über meinen Zustand, Gedankenraserei, Angst, ich halte das nicht mehr aus. Es gibt jetzt gerade nur noch: Tavor nehmen oder Suizidgedanken, der Druck ist immens, unerträglich, ich komme überhaupt nicht mehr raus aus dem Zustand, rauche eine nach der anderen, Nervosität und Druck pur, Tavor ist besser als sterben, oder??? Ich hab seit paar Stunden die Tavor in der Hand und weiß nicht soll ich oder soll ich nicht, wenn ich sie nehme fliege ich aus der Klinik, wenn ich sie nicht nehme habe ich massive Suizidgedanken, was soll ich tun??? Nichts hilft, nichts geht mehr, ich kann und will so nicht mehr, die Situation spitzt sich immer weiter zu. Oh Gott ich habe schon gefleht geweint geschrien bitte Erlösung von diesen Höllenzuständen von diesen Qualen von diesem Leid was nicht enden will. Ich kann nicht mehr, es geht nicht mehr, was soll ich machen??? Ich bin doch schon Endstation Psychiatrie und keine Hilfe, was ist mit anderen Mitteln Rescue Tropfen oder dergleichen es muss doch irgendwas geben was Erleichterung bringt - immer die gleiche Frage und immer die gleiche Antwort - Zeit, keine neuen Medikamente mehr, ich weiß, aber ich habe keine Zeit mehr, mein Leben ist in Gefahr, das ist doch Notsituation und berechtigt zur Tavor Einnahme, oder??? Oh. Mein. Gott. Das ist der Teufel persönlich. Dämonen. Fremdbesetzung. Das bin nicht mehr ich. Das ist Entzug von Escitalopram oder Lamotrigin oder Tavor oder alles zusammen. Es hört nicht auf und ich kann nicht mehr, was macht man dann??? Ich übertreibe nicht und steigere mich nicht hinein, der Horror ist DA und macht mich fertig und niemand in der Klinik versteht das und niemand hier kann bzw. will helfen. Was. Soll. Ich. Tun. Meine Verzweiflung könnte größer nicht sein. Es ist jeden Tag seit Februar, die verschiedensten Zustände, alle unerträglich und unaushaltbar. Bitte helft mir. Bitte schreibt mir. Ich brauche so dringend Zuspruch und Verständnis und Hilfe und Erlösung und Erleichterung. Es grüßt euch Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
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2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
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Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von apanza » Samstag, 30.06.18, 12:09

Hallo Juelie,
wenn du in einer Klinik bist geh zur Schwester oder vorhandenen Arzt und lass dir Atisol oder sonst was geben was dich erstmal schlafen lässt. Muss und sollte der Arzt entscheiden. Wenn du dich nicht gut fühlst sollte auch jemand vor Ort sein der sich mit dir unterhält und auf deine Gefühlslage eingeht. Diese Person könnte dich beruhigen und dir evtl auch ein Medikament geben. Ich hoffe du hast es nicht nötig die Tavor zu nehmen.
Alles Gute dir. Hattest du jetzt eigentlich schon eine Ketamin Theraphie? Hat dir diese gefallen bzw war diese bei dir wirksam?
Viele Grüße
apanza
2013 Therapie Einnahme von Seroquel, Atisol etc.
2014 Lorazepam 1-4mg täglich
2015 Umstellung auf Cipralex
2018 Reduziert auf 5mg
Aktuell 1-5mg täglich je nach Bedarf
Ziel: Konstante Einnahme von 3mg mit langsamer Reduzierung auf 0mg

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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Samstag, 30.06.18, 12:14

Liebe Juelie :hug:

Ich habe noch Kontakt zu meiner ehemaligen Zimmerkollegin im KH. Sie nimmt seit der Entlassung 2016 fast durchgehend Tavor. In diesen zwei Jahren hat ihre Dosierung immer wieder gewechselt, aber fast nie ganz aufgehört. Sie konnte teilweise runter auf halbe Tablette, manchmal bis zu zwei Tabletten, jetzt ist sie bei einer Tablette pro Tag.

Vor kurzem hatte sie massive selbstmordgedanken und hat in ihrer Verzweiflung ihren Arzt angerufen. Er hat ihr gesagt, sie soll sofort eine Tavor nehmen.

Fliegst du aus der Klinik weil du von dort dann die Tavor verlangst oder hast du selber welche mit? Natürlich ist es auch nicht gut hinter dem Rücken der Ärzte was heimlich zu nehmen.


Ich denke, wenn man zehn verschiedene Psychiater fragt, was man tun soll kriegt man leider zehn verschiedene Antworten.
Liebe Juelie ist so schwer dir das Richtige zu raten, weil doch jeder wieder anders auf alles reagiert.
Ich kenne nur diesen immensen Druck und Spannung im Körper seit Pregabalin. Das ist aber meine persönliche Erfahrung.

Seit Monaten habe ich mich innerlich fertig gemacht, ob wohl das Benzo für meine Spannung und Grusel verantwortlich ist. Heute weiß ich, dass es nicht schuld war. Die Spannung im Körper, die so grausam war, kam vom Pregabalin, Monate und Monate nach der letzten Einnahme. Sowohl meine Hausärztin als auch mein Facharzt sehen das so, dass das Benzo für mich der letzte rettungsanker war. Und beide sind prinzipiell nicht begeistert davon, Benzos zu verschreiben.

Liebe Juelie halt durch :hug:
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Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Clarissa » Samstag, 30.06.18, 12:20

Liebe Juelie.

Das ist ganz schwer bzw. zu schwierig für uns, Dir zu helfen, damit ist solch ein Forum überfordert, glaube ich.

Ich kann Dir nur versichern, daß ich Dich sehr gut verstehe und mich in Deine Lage hineinversetzen kann. Weil ich in einer ähnlichen Situation war.

Ich sehe es ähnlich wie Jamie weiter oben in Deinem Thread.
Ich bin geflohen und habe mein Ding zu Hause alleine durchgezogen, aber es war hammerhart.
Medikamente jedenfalls haben mir nicht geholfen, auch Atosil oder Benzos nicht.

Ganz betroffene und teilnahmsvolle, leider auch ratlose Grüße.

Clarissa.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 30.06.18, 15:20

Hallo Ihr Lieben, danke für eure schnellen Nachrichten und euer Engagement. Zu den Fragen: Schwestern wimmeln mich ab ich soll mich selbst regulieren - erst gestern geschehen! Arzt gibt nichts anderes als Truxal, hilft mir nicht, schaltet nur meinen Körper aus aber nicht meinen Kopf. Erst letztes Wochenende Kontakt mit Diensthabenden Ärzten, auch da es gibt nichts anderes als Truxal. Nehme ich schon 3 x 30 mg, ohne Veränderung, habe es zudem im Bedarf aber schreckliche Wirkung. Atosil hat null geholfen, als ich das mal probiert hab. Tavor geben sie mir nicht, Einnahme wäre wenn heimlich und das kommt wahrscheinlich bei der nächsten Urinprobe raus. Ketamin hab ich nicht probiert, in der Klinik bieten sie das nicht an, auch nicht EKT, und ich bin nicht in der Lage etwas anderes zu organisieren wo sie das anbieten und bin nicht mehr in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß, für euch ist das super schwierig zu reagieren oder etwas zu empfehlen, das ist mir bewusst. Ich weiß auch dass Tavor nicht die Lösung ist. Ich hab nur noch 50 Stück zuhause von einem Arzt der mich nicht mehr behandeln will und ich habe keinen Psychiater oder Hausarzt der mir das weiter verschreibt. Egal wie ich es drehe, es gibt irgendwie KEINE Lösung. Deshalb meine Verzweiflung. Und wegen meines Zustands natürlich. Ich dank euch trotzdem sehr. Liebe Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
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Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
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Re: jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 30.06.18, 15:23

Gioia, kennst du den Druck durch Pregabalin durch die Einnahme oder durch die Reduktion??? Danke...
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2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

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