Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

jueliekrie: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Donnerstag, 26.04.18, 21:25

Hallo und vielen Dank für eure Nachrichten. Melli: deine ganze Geschichte hab ich schon vor einiger Zeit gelesen und fühlte mich da schon wie du und es hat mich wirklich schockiert und fassungslos gemacht. Genauso schockiert und fassungslos bin ich angesichts meiner Situation. Bin heute aus der Klinik geflogen, weil die mein ständiges hin- und her bezüglich bleiben oder gehen und bezüglich Medikamente nicht mehr mitgemacht haben und ich gesagt habe, ich halte es hier und mit mir nicht mehr aus. Im Entlassbrief steht "geht auf eigenen Wunsch". Dann war ich in der Ambulanz "meiner" Psychiatrie und wollte aufgenommen werden und die haben mich aufgrund des Entlassbriefs der anderen Klinik weggeschickt, weil da drin steht "Suchtproblematik und Abhängigkeit von Tavor" - ich soll in eine Suchtklinik gehen und Entgiftung von Tavor machen - was unmöglich ist in meinem Zustand, sie schreiben mir jetzt auch letztmals Tavor auf (20 x 0,5 mg). Ich will nicht mehr leben. Keinen Tag länger. So nicht. Es beruhigt sich gar nichts, ich muss gegensteuern, in der Ambulanz haben sie mir jetzt noch Lyrica und Truxal verschrieben. Ich halte das nicht mehr aus. Aufwachen ist die Hölle, und das bleibt fast den ganzen Tag. Aufwachen mit Panik und Herzrasen, unbeschreibliche Zustände im Kopf, die man keinem Arzt erklären kann, weil sie nicht zu erklären sind, das Grauen, der Horror, ich halte das nicht mehr aus. Vielen Dank für eure lieben Worte. Verzweifelte Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

lionel
Beiträge: 22
Registriert: Sonntag, 18.03.18, 11:10
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von lionel » Freitag, 27.04.18, 0:00

Hallo Julie,

dass tut mir sehr leid! Es ist wirklich schrecklich was dir da passiert!
Bist du ein sensorischer Mensch? Oft ist so in Akutsituationen mit sehr viel Panik Aromadüfte, warmer Teig zum Kneten, intensive Geschmäcker oder die Hände in Hirse, Reis oder andere Körner eintauchen hilfreich.

Es geht gerade voll viel in deinem Zentralennervensystem ab und gerade dann sind solche intensiveren Sinneserlebnisse sehr hilfreich.

Vielleicht ist das jetzt eine eine komische Frage, aber wie geht es dir mit deiner Verdauung?
Wenn diese unruhig ist, kann sich ein Unruhe Gefühl im Körper oft sehr verstärken oder auch auslösen. Psychopharmaka haben einen ziemlich starken Einfluss auf die Verdauung und können sie ungut verändern.

Ganz viel Kraft!
Nin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lionel für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaKatharinapadmaJofab
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

Nahrungsergänzungsmittel
Vitamin D3 40.000 i.E. pro Woche, Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag und Vitamin K2 100mg/Tag

Reiger
Beiträge: 76
Registriert: Mittwoch, 15.11.17, 19:59

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Reiger » Freitag, 27.04.18, 4:40

Hallo Juielkrie,

ich habe gerade Deinen Thread verfolgt und muss mit erstaunen feststellen Dein Verlauf ähnelt sehr dem meinen. Diese unbeschreiblichen Zustände im Kopf besonders der Grübelzwang fixiert auf ein Thema jeder Gedanke agstbesetzt, absurde Angstgedanken und ständige Intrusionen aus der Vergangenheit in sekundenschnelle, Gedankenrasen und Durchdrehgefühle kenne ich sehr gut bei mir noch aggressive Zwangsgedanken.

Ich glaube nicht das Du eine Panikstörung hast bzw. Panikattacke, vielleicht früher mal, aber wenn dem so wäre, dann hättest Du endlich mal Entspannung. Viele verwechseln das oft. Nach einer PA lösen sich die Ängste wieder auf u Dein Körper mündet in Erschöpfung.

Leider bist Du darüber hinaus. Du bist im permanenten Stressmodus der Angsgedanken u. kommst da nicht mehr runter. Du beschäftigst Dich mit Deinen Medis zwanghaft, was Dein Pegel oben hält. Natürlich auch mit Endzeitszenarien usw. Zwanghaft angstbesetztes grübeln u als neutralisierungs Handlung nach Lösungen im Internet recherchieren (Medis Ärzten usw.)
Damit steigerst Du aber dein Angstlevel kontinuierlich.
Du solltest Dich mal mit Deiner Grunderkrankung auseinandersetzen für mich hört sich das jedenfalks sehr zwanghaft an mit ständiger Unsicherheit, wie geht es weiter u Zweifeln etc. Dein Vertrauen ist weg u Entscheidungsfähigkeit nicht vorhanden.

Vertraue Dir wieder etwas mehr Du schaffst das u lass Dich nicht zu sehr auf Deine Angsgedanken ein nur so geht der Weg raus.

Du solltest dringen Deinen Fokus auf was anderes richten. Wenn Du bemerkst, dass das nicht geht dann weisst Du was Dein Problem ist. Es ist sehr schwer aus diesem Teufelskreislauf raus zu kommen.

Die absurden angstbesetzten Gedankenschübe in Sekunden kenne ich zu genüge da wird man irre, verliert den Verstand u denkt sofort an Suizid. Mein Grübelzwang ist so ausgewuchert; dass ich mittlerweile fast jeden Gedanken mit Angst besetzt habe. Kontroliere nur noch meine Gedanken u Symptome 24h.

Diese absurden Gedankenstürme kommen nicht von Deiner Grunderkrankung das sind Deine Mediversuche.
Besonders prägend das Tavor. Das ist der Grund Numner 1. Du wirst mit Tavor nichts mehr anrichten können. Nur noch raus, dann bläst Dir aber Dein Hirn die Gedanken u Ängste um die Ohren. Aber mit geht es jetzt halt in die Toleranz.

Mirta würde ich nicht auf 60mg dosieren das speedet zu sehr. Gehe langsam auf 22.5mg runter besser noch auf 15mg, ab dann wirkt es sedierend alled darüber aktivierend.

Bloss kein Escitalopram das pusht.

Leider gibt es kein Medi mehr für Dich was Dir jetzt noch helfen kann , vielleicht ein NP noch probieren, aber das musst Du entscheiden. Jetzt hilft nur Dein Problem zu erkennen.

Was ist eigentl Dein Problem? In erster Linie die Angst vor den vielen Medis u fatalerweise drehts sich alles nur um Medis damit feuerst Du Dich unnötig an ja gerade zu zwanghaft fokusiert u als Endlösung Klinik oder Suizid, aber auch das macht Dir Angst u feuert Dich hoch.

Wenn Du wirklich suizidale Absichten hast, solltest Du dringend in eine Klinik. Wenn Du "nur" Suizidgedanken hast, die Dir Angst machen, dann lerne Dich davon etwas zu distanzieren, dann musst Du auch nicht in eine Klinik.
Die Entscheidung liegt bei Dir. Steigere Dich nicht zu sehr rein auch wenn es im Moment schwer fällt.

Du lenkst Dich ständig ab mit diesem sinnlosen Medi-Grübeln vor Deinem Gefühl was eigentl dahinter steckt.
Vielleicht geht es doch vielmehr um die Trennung Deines Partners? Damit solltest Du Dichvauseinandersetzen, vielleicht verunsichert Dich das?

Dein Problem ist eben, Du musst jetzt erstmal runter kommen u leider hilft Dir kein Medi mehr, auch nicht Ketamin. Denn würdest Du das bekommen, würdest Du auch das in Frage stellen. Du hast andere Probleme das löst kein Ketamin.

Schau lieber nach was Dein wahres Problem ist u. mach Dicht nicht mit Deinen Tabletten verrückt, der Zug ist abgefahren. Was soll es jetzt noch geben, wenn Du schon in der Tavor Sucht bist?
Nur noch ausschleichen u. dann an die Grunderkrankung ran. Ja das wird hart u. die irren Symptome werden auch erstmal explodieren. Aber danach wirst Du wieder klarer sehen und real Probleme lösen können.

Hier eine Adresse von einem Arzt der Cannabioide verschreibt aus Köln bei dem bin ich auch nächste Woche: dr-grotenhermen 

Aber auch das wird Dich nicht runter bringen. Denn Du drehst Dich im Kreis u grübelst in der falschen Schleife,
such Dir ein neues Grübelthema, das sollte die Aufgabe sein.

Du solltest zu erst Deine Tavorsucht angehen, vielkeicht Suchtklinik?
Dein Gedankenwirrwar wird explodieren u Suiziddruck vielleicht noch stärker werden.

Ich war heute auch wieder Knopf auf Spitz, schleich auch gerade Tavor aus und hatte tausende Gedanken im Raketenflug da will man nur noch schreien oder sich exen. Aber das muss man eben jetzt aushalten. Es gibt kein anderen Weg mehr kein Medi der Welt wird die Tavortoleranz jetzt noch deckeln u. eigentl weisst Du das auch, darin bist Du ja panisch. Du weisst was jetzt auf Dich zu kommt u weiter nach Medis zu grübeln ist der falsche Grübelansatzt. Jetzt gehts um Entzug oder Sucht.

Glaub mir ich mach die gleiche sch... wie Du durch u auch ich weiss nur ohne Tavor wird das Gedankenchaos besser. Die Wut u Aggression u die Angst vielleicht milder.

Hör auf mit googeln Du wirst keine Lsg im Netz finden, beschäftige Dich mit was anderem.
OK ein NP kannst ja noch probieren.

Drück Dir die Daumen Du musst jetzt entscheiden Tavor weiter oder Sucht bekämpfen, oder Psychiatrie wenn Suizidgefahr besteht.
Ich steck in der gleichen Falle, aber kämpfe zu Hause egal wie gross der Suiziddruck ist. Die Symptome jeden Falls sind unbeschreiblich.

Zur Info, ich bin kein Arzt meine Vorschläge sind nur Ratschläge basierend auf persönlichen Vermutungen.
Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / general. Angsstörung

seit 1998: Erst Diagnose: Angst-Zwangsstörung
Fluoxetin nach 8 We abgesetz null Wirkung nur NW.

Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 2mg Diaz - (0.5mg Tav / 2mg Diaz)

Clarissa
Beiträge: 1832
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 1979 Mal
Danksagung erhalten: 3996 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Clarissa » Freitag, 27.04.18, 6:21

Hallo, Leute.

Reiger: was ist ein NP? Ein Neuroleptikum? Wenn ja: Himmel: bloß das nicht noch drauf, das hat MIR im Zolpidementzug den Rest gegeben. Unter den Folgen leide ich, fast vier Jahre später, noch heute.

Keine weitere Chemie wird das Leid von Jueliekrie lindern können.

Ich bezweifle auch, daß sie im aktuellen Zustand zu einer Problembearbeitung in der Lage ist.

Meine eigene Geschichte weisst Parallelen auf. Ich bin auch aus der Psychiatrie mehr oder weniger gegangen worden und ließ mich dann tatsächlich zur stationären Turbo"entgiftung" innerhalb von drei Wochen überreden, was vollkommen in die Hose ging. Diese Klinik verließ ich benzofrei, aber mit Neuroleptikum, das war unaushaltbar.

Aber ich weiß auch von einer stationären Abdosierung über 18 Wochen. Die Kontaktdaten der Klinik hatte ich schon per PN zugeschickt, glaube ich? Natürlich ist auch das ein Kampf und man bekommt dort unentwegt "Deckelung" angeboten, die man aber selbstbestimmend ablehnen kann. Eine Bekannte von mir hat nach mehreren vorherigen vergeblichen Anläufen den Entzug dort nachhaltig geschafft. Aber natürlich ist auch sie nicht beschwerdefrei, empfiehlt aber trotzdem diese Klinik weiter.

Eine andere, einfachere Lösung sehe ich nicht. Ich war selbst ein schwerer Fall und beobachte solche seit einigen Jahren. Fälle, denen hier im Forum von uns nicht ausreichend geholfen werden kann, bei aller Empathie und allem Wissen darüber.

Ich wünsche von Herzen, daß Juelie eine Lösung finden kann.

VG von Clarissa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaMurmelineReigerJamie
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Reiger
Beiträge: 76
Registriert: Mittwoch, 15.11.17, 19:59
Hat sich bedankt: 148 Mal
Danksagung erhalten: 103 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Reiger » Freitag, 27.04.18, 11:12

@ Clarissa

stimme ich Dir zu wir können im Forumen nicht weiterhelfen u. nur unsere Erfahrungen mitteilen u. Vorschläge geben.

Mit Problem meinte ich nur sich von dem Problem "ich bin schwerst Tabletensüchtig" etwas zu distanzieren u die Gedanken auf andere Lebensfelder zu verlagern.

Weitere Einnahmen von Tabletten sehe ich auch kritisch,
aber auch hier muss juliekrie Ihren Weg finden und weiteres Vorgehen, dann mit Ihrem Arzt besprechen.

Eine Entzugsklinik wäre ein sicherer Hafen u. in schwerster Not ist Klinik immer das Beste, das muss man dann selbst entscheiden.

Stimme ich Dir vollkommen bei, wir im Forum können natürlich bei aller Empathie nicht audreichend weiter helfen, man kann nur seine eigenen Erfahrungen mitteilen am Schluss muss jeder selbst entscheiden welchen Weg man geht u. in grosser Not sollt man immer in eine Klinik gehen u. mit seinem Behandler weitere Vorgehensweisen besprechen, auch was die Medikamentation angeht.

wünsche Juelue auch weiter viel Kraft u. Mut

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Reiger für den Beitrag:
Jamie
Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / general. Angsstörung

seit 1998: Erst Diagnose: Angst-Zwangsstörung
Fluoxetin nach 8 We abgesetz null Wirkung nur NW.

Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 2mg Diaz - (0.5mg Tav / 2mg Diaz)

gioia
Beiträge: 271
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 725 Mal
Danksagung erhalten: 712 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Freitag, 27.04.18, 11:21

Liebe Julia :hug:

Es ist schrecklich, was du da aushalten musst!!! Das weiß man nur wenn man selber durch diese Hölle gegangen ist!

Jeder reagiert anders auf PP.
Ich kann dir nur aus meiner zweijährigen Leidensgeschichte sagen, dass für mich SSRI, SNRI und Pregabalin die Hölle waren und mich nur ein Benzo über Wasser gehalten hat.
Muss allerdings sagen, dass das Benzo bei mir nach nun einem halben Jahr täglicher Einnahme fast immer noch genauso wirkt wie am Anfang und ich deshalb nicht erhöhen musste oder nach kurzfristiger Erhöhung auch problemlos wieder runterdosieren konnte. Ziel ist natürlich, es los zu werden, aber für mich ist das eine Abwägung, was im Moment aushaltbar ist und was nicht.

Nach momentaner ärztlicher Erkenntnis sind Benzos jetzt ,böse' und ,gefährlich ' und SSRI, SNRI, NL ohne große Bedenken einsetzbar. Ja Benzos SIND für viele Menschen sehr gefährlich, aber all die anderen Wirkstoffe eben auch!

Da aber jeder ganz unterschiedlich darauf reagiert, finde ich es auch nicht richtig, hier das Tavor in jedem Falle als das Hauptproblem zu sehen.

Ich habe meine Situation meiner Hausärztin geschildert und sie hat dann auch gemeint dass das Benzo für mich momentan mein einziger rettungsanker ist, obwohl sie ansonsten damit sehr vorsichtig ist.
Wie ich dir, glaube ich schon mal geschrieben hab, deine Probleme gingen doch erst mit dem Absetzen des Escitaloprams los, oder?
Ich würde dir nur dringend raten, bloß keine neuen PP noch zusätzlich probieren!!

Alles Gute liebe Julia :hug:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag:
Jamie

Eva
Beiträge: 2015
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1860 Mal
Danksagung erhalten: 3032 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Eva » Freitag, 27.04.18, 12:44

Hallo,

schüchtern angefragt, ob ich hier mitschreiben darf ...? Ich lehne mich als "Low-Dose" wahrscheinlich ein Stück zu weit aus dem Fesnter damit, aber vielleicht kann man es als mein "gesundes Gefühl" einbeziehen, was ich sagen möchte?

Clarissa schrieb hier:
Aber ich weiß auch von einer stationären Abdosierung über 18 Wochen. Die Kontaktdaten der Klinik hatte ich schon per PN zugeschickt, glaube ich? Natürlich ist auch das ein Kampf und man bekommt dort unentwegt "Deckelung" angeboten, die man aber selbstbestimmend ablehnen kann. Eine Bekannte von mir hat nach mehreren vorherigen vergeblichen Anläufen den Entzug dort nachhaltig geschafft. Aber natürlich ist auch sie nicht beschwerdefrei, empfiehlt aber trotzdem diese Klinik weiter.

Eine andere, einfachere Lösung sehe ich nicht. Ich war selbst ein schwerer Fall und beobachte solche seit einigen Jahren. Fälle, denen hier im Forum von uns nicht ausreichend geholfen werden kann, bei aller Empathie und allem Wissen darüber.
Das ist definitiv meine Sicht! Würde ich rückfällig und hinge drin in der "Schleife", dann würde ich genau so etwas anstreben. Und für High Dose sähe ich überhaupt keine andere Möglichkeit; auf sich allein gestellt, schafft man das kaum noch, nach allem, was ich hier gelesen habe. (Mein früherer Optimismus, was das betrifft, hat sich ersatzlos verabschiedet und einer tiefgreifenden Skepis den Platz räumen müssen, leider. Aber da möchte ich schon ehrlich bleiben.) Auf ein friedliches: "Na, dann bleibe ich halt bei meiner unbedingt notwendigen Dosis" ist bedauerlichweise auch kein Verlass, da in den allermeisten Fällen mit der Toleranz zu rechnen ist - und dann? So und so bleibt doch nur: Runter und weg von dem Zeug! Hier wäre eine Klinik, in der man lang genug und behütet absetzen darf, OHNE Zwang zu neuen Medis! doch eine echte Möglichkeit.

Bei Dir selbst, liebe Clarissa, traf sich vermutlich in einem kurzen Zeitfenster Absicht, Notwendigkeit und Möglichkeit - das ist einfach die Ausnahme - und umso schöner, dass es bei Dir so war! :hug:

Hier stimme ich voll und ganz Reiger zu:
Reiger schrieb:
Mit Problem meinte ich nur sich von dem Problem "ich bin schwerst tablettensüchtig" etwas zu distanzieren u. die Gedanken auf andere Lebensfelder zu verlagern.
Es tut nicht gut, alle Gedanken darum kreisen zu lassen, denn es hilft in der Lage einfach nicht und schürt nur sinnlose Schuldgefühle.

Und Jueliekrie: Du hast mein volles Mitgefühl. Auch ich kenne Suizidgedanken, und sie sind schlimm. Mehr will ich an dieser Stelle davon nicht schreiben, aber ich würde - auch aufgrund der eigenen Erfahrung - unbedingt eine Klinik suchen, die Dich erst einmal vor Dir selbst bewahrt, idealerweise eine solche, wie Clarissa oben benennt. NL hielte ich auch für fatal, aber dazu weiß ich wirklich zu wenig davon.

Liebe Grüße, Eva
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag:
Jamie
Auch das geht vorbei.

Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Ein halbes Jahr später kurzen Rückfall mit beidem zum Schlafen gehabt.
Anfang Juli 2018 100 mg Trimipramin - aus Verzweiflung (vielleicht auch Dummheit?) und wider besseres Wissen; es folgen starke und belastende Nebenwirkungen. Daher, und weil mir die Einnahme einfach nicht geheuer war, der Wunsch abzusetzen.
23.08.18 : Hab's bis hierher schon auf 75 mg geschafft, nun weiter ca. alle 5 Tage 1/2 Tablette = 12,5 mg weniger
06.09.18: 50 mg Trimi. erreicht - gehe nun langsamer vor.

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 10:38

Hallo und Hilfe. Bitte, es muss doch Hilfe geben, das ist nur noch krass, ich hab nur noch Suizidgedanken. Wie es weiterging: weil ich es nicht mehr ausgehalten habe in der Klinik und ständig hin und her gesprungen bin zwischen dort bleiben und in "meine" Klinik gehen, haben sie dort nach vier Tagen gesagt: ok, wir machen das hin und her nicht mehr mit, Sie werden jetzt entlassen und können sich in "Ihrer" Klinik weiterbehandeln lassen. Daraufhin bin ich dann gegangen und sofort in die Ambulanz meines Wohnorts, wo ich schon sechs mal stationär war. In der Ambulanz sprachen zwei Ärzte mit mir, Aufnahme verweigert aus dem Grund, dass ich tavorabhängig bin, ein Suchtproblem habe und erst in einer anderen zuständigen Klinik entziehen müsse. Der Witz ist: der Arzt, der die Aufnahme verweigert hat, hat mich selbst beim letzten Aufenthalt für 5 Monate mit 2,0 mg Tavor behandelt!!! Suchtklinik will ich auf keinen Fall, die haben einen schlechten Ruf und dort wird alles noch schlimmer. Also zuhause geblieben. Gestern bei ambulsntem Psychiater, Umstellung von Tavor auf Diazepam zum langsamen ausschleichen, ich hab so Hoffnung gehabt. Gestern zweimal je 5 Tropfen Diazepam genommen, keine Wirkung. Heute 10 Tropfen, außer 2 Std. Schlaf keine Wirkung. Ich glaub ich reagiere paradox. Jetzt gerade 1 mg Tavor genommen in der Hoffnung dass das hilft. Es ist nicht mehr zum aushalten. Niemand wird mir Tavor weiter verschreiben. Ich kann die Zustände nicht mehr aushalten, ich will nicht mehr leben, ich weiß nicht, wie ich die nächste Stunde überstehen soll. Warum reagiere ich nur noch paradox?? Es ist nicht mehr auszuhalten und ich will in KEINE Klinik mehr, es ist garantiert protrahierter Entzug, ich weiß aber nicht mehr von was, total überreiztes ZNS, das beruhigt sich nicht mehr, ich bin suizidal und weiß nicht wohin, will nicht mehr Klinik, zuhause geht es nicht, in Klinik auch nicht, bei Eltern auch nicht, es beruhigt sich nicht, soll ich noch Lyrica ausprobieren als letzte Hoffnung? Hat das noch Sinn, wenn schon Diazepam nicht greift? Wenn sich nicht innerhalb der nächsten Tage was ändert, kann ich nicht mehr garantieren, dass dann was schlimmes passiert, ich halte es nicht mehr aus, ich will in keine Klinik mehr, die verstehen es doch nicht und wollen nur Tavor entziehen und DAS GEHT JETZT NICHT, ich kann froh sein, wenn die jetzt überhaupt noch wirken nach dreimal Diazepam. Oh was soll ich vloß machen, es ist die Hölle auf Erden, ich stehe jeden Tag vor den Tabletten und weiß nicht was nehmen und was nicht, nichts hilft mehr, keine Erhöhung hat gegriffen, Mirtazapin auf 45 mg nicht, Quetiapin auf 400 mg nicht, Lamotrigin auf 100 mg nicht, pipamperon Bedarf in Klinik nicht, Diazepam nicht, oh Gott ich bin so verzweifelt und halte die Zustände nicht mehr aus, ich bin nur noch Symptome, die wechseln ständig und sind alle unaushaltbar, nochmal 1 Eckchen Escitalopram mehr nehmen? Ich kann nicht mehr, es muss doch etwas anderes geben als abwarten, ich kann nicht mehr warten, dann bin ich tot, es muss doch irgendeine Lösung geben, das kann doch nicht sein, bitte recherchiert nochmal für mich, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, es ist Grauen und Hölle und unerträglich und unaushaltbar, bitte helft mir, ich habe Angst dass ein Suizid misslingt, ich will das meinen Eltern nicht antun aber es gibt bald keine andere Lösung mehr. Ich kann nicht mehr "abwarten", "meine" Klinik nimmt mich nicht auf, ich will in keine Klinik mehr, keiner hat das dort und keiner versteht das, was soll ich denn jetzt machen? Lamotrigin nochmal erhöhen auf 200 mg? Lyrica probieren? Wieviel Tavor? Ich hab noch 20 Stück à 0,5 mg. Oh Gott warum hilfst du nicht warum gibt es dich nicht warum muss ein Mensch so leiden ohne Hilfe? Ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr. Ich will nicht mehr. Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Jamie
Beiträge: 15542
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19164 Mal
Danksagung erhalten: 25269 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Samstag, 28.04.18, 10:56

Hallo jueli, :)

das ist wirklich eine sehr schlimme Situation.

Wie viel Tavor hast du die letzten Tage im Krankenhaus genommen?

Falls es 1mg war, sind die Äquivalent 10 mg Diazepam, was 20 Tropfen der Firma ratiopharm entspricht.
Dann warst du gestern völlig unterdosiert und kannst überhaupt nicht einordnen, was da los bei dir war und ob das Diazepam wirklich nicht wirkt.
Es wirkt vielleicht nicht, weil du um 50% (oder noch mehr) unterdosiert warst! (?)

Außerdem braucht das Diazepam 3-5 Tage, ehe die Wirkung sich voll entfaltet.
Weil sich das Medikament in dieser Zeit erst aufspiegeln muss.

Evtl. noch mal über eine erhöhte Einnahme nachdenken und dem eine Chance geben und erst nach 5 Tagen ein Fazit ziehen?
Tavor scheint eine Sackgasse, es verschreibt dir ja keiner mehr :oops:

Mitfühlende Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
ClarissagioiaLinLinapadma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 11:27

Hallo, ich hab jetzt erst eure Nachrichten gesehen. Vielen Dank. Die genannte Klinik ist zu weit weg, das schaffe ich nicht mehr... Jetzt mit 10 Tropfen Diazepam und 1,0 Tavor geht es mir recht gut, ich bin gerade mal symptomfrei. Ich weiß dass das trügerisch ist. Aber jetzt Tavor schnell zu entziehen wäre mein Tod, ich muss das langsam machen und mit Diazepam geht es wohl nicht. Wenigstens hab ich gerade keine Suizidgedanken mehr. Ja richtig: die Krise und der Horror begannen mit Escitalopram und nicht mit Tavor, es kann jedoch sein, dass inzwischen auch Tavor die Ursache ist, ich weiß es einfach nicht mehr, oder eben die Trennung. Am wenigsten komme ich damit zurecht, dass ich so viele Medikamente nehme und es mir so dreckig geht und andere, wie auch mein ex-Freund, nehmen nicht viel oder nichts und haben ein gutes Leben, mein ex jetzt jedenfalls auch ohne mich. Das trifft mich schon sehr und ich habe massive Neid-Gefühle, Panik und Unruhe, wenn ich daran denke, dass andere Menschen ein gutes Leben haben ohne Tabletten und ich so leide. Das trägt auch wesentlich zu meiner Situation bei, zusätzlich zu Zerrissenheit und Ambivalenz und Grübeln. Warum ich auf Diazepam so komisch reagiere weiß ich nicht. Vor ein paar Wochen war meine Situation genau drei Tage besser, dann habe ich Tavor von 1,5 - 2 mg direkt auf 0,5 gesetzt, vielleicht ist das auch die Ursache, und vier Tage danach kam die Trennung. Also ist entweder Tavor-Entzug oder Trennung der Auslöser oder beides, oder protrahiert Escitalopram, oder alles, ich weiß nichts mehr. Jetzt muss ich aber unbedingt noch dazu schreiben: im vorletzten Jahr bin ich über 5 Monate mit Tavor 2 x 1,0 mg plus Bedarf behandelt worden und hatte damals, also im letzten Jahr, als es mir dann abrupt mit Lamotrigin besser ging, keinerlei Probleme, Tavor - sogar schnell - auszuschleichen. Das kann ich nur noch hinzufügen. Ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll, Diazepam ist jedenfalls LEIDER keine Lösung. Danke für euer Mitgefühl und eure Meinung. Verzweifelte Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 11:47

Hallo Jamie, danke für deine schnelle Antwort. Also, im KH hab ich 2 mg genommen, Diazepam ist von der Firma Abz-Pharma. Der Arzt hat mir 3 x 5 Tropfen täglich verordnet. Keine Ahnung... Ich hab in einer Umrechnungstabelle nachgeschaut, da hieß es 1 mg Tavor = 10 Tropfen Diazepam, ist das nicht richtig? Gestern der Tag vormittags und nachmittags ging eigentlich etwas besser, da hab ich morgens nur 0,5 mg gebraucht, und dann am frühen Abend hab ich 5 Tropfen genommen gegen 19 Uhr und es wurde schlimmer inkl. Angst, Panik und so etwas wie ein Herzkrampf, dann nochmal 6 Tropfen gegen 22 Uhr mit gleicher Reaktion: keine Wirkung. Was würdest du tun? Diazepam erhöhen mit dem Risiko, dass es schlimmer wird, oder wieder zurück auf Tavor und am Montag mit dem Arzt nochmal sprechen? Oder mischen??? Danke vorab... Herzliche Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 11:49

Vielleicht verschreibt der Arzt mir doch noch Tavor wenn ich sage, dass ich auf Diazepam paradox reagiere, keine Ahnung, er denkt sich gerade über ein anderes ssri oder trizyklisches nach - oh Gott.
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Clarissa
Beiträge: 1832
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 1979 Mal
Danksagung erhalten: 3996 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Clarissa » Samstag, 28.04.18, 12:06

Hallo Juelie.

Ich sehe das wie Jamie: Du bist unterdosiert mit den paar Tropfen Diazepam, wenn Du in der Klinik tgl. 2 mg Tavor bekommen hast.

2 mg Tavor würden 40 Tropfen von diesem Diazepam entsprechen.

Ehe Du das Diazepam in die Tonne trittst, solltest Du vielleicht nochmal ausprobieren, ob Dich eine höhere Dosis als Deine bisherige stabilisieren kann? Und von da aus dann die Abdosierung versuchen?

Du änderst die Dosis oft, nicht gut für gereiztes ZNS. Ebenso schlecht: weitere PP. Die bringen Dir nichts bei gereiztem ZNS, kannste glauben.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 3):
gioiaLinLinapadma

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 12:49

Hallo. Aber der Arzt hat mir nur 3 x 5 Tropfen aufgeschrieben?! Wenn ich da am Montag hingehe und sage ich habe z.b. 3 x 15 Tropfen genommen dann schmeißt er mich vielleicht raus?? Außerdem haben heute morgen um 07 Uhr 10 Tropfen nicht geholfen und nach 3 Std. 1 mg Tavor hat um 12:30 Uhr die Wirkung verloren. Oh Gott das wird immer schlimmer ich schaffe das nicht mehr, weder mit Klinik noch ohne, das ist die grausamste Hölle auf der ganzen Welt. Ich kann einfach nicht mehr. Also würdet ihr heute Mittag mit 10 - 12 Tropfen weitermachen? Oder wieder zurück auf Tavor? Ich will nur noch aus diesen Horrorzuständen raus, niemand glaubt mir das alles und es lässt sich nicht in Worte fassen und ich werde nie wieder gesund und vor Psychopharmaka-Einnahme hatte ich nur Entscheidungs- und Grübelzwänge und leichte Ängste und leichte Depression und das alles hier nicht und es geht nicht mehr weg und ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Bitte helft mir und bitte betet für mich. Ich kann nicht mehr. Meine Familie wird mich verlieren, wenn das so weitergeht... Es gibt keine Worte mehr für die Verzweiflung, die ich empfinde. Ich bin schon komplett traumatisiert durch diese Erlebnisse und Zustände. Bitte helft mir. Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

padma
Team
Beiträge: 15147
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 37214 Mal
Danksagung erhalten: 19854 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Samstag, 28.04.18, 13:34

hallo Julie, :)

die Umrechnung deines Arztes passt nicht. Es gibt diverse Tabellen im Internet mit unterschiedlichen Angaben. Unseren Erfahrungen hier nach passt die Angabe von Ashton mit: 1 mg Lorazepam entspricht 10 mg Diazepam für die meisten. Bei deinen Tropfen sind 10 mg 20 Tropfen.

Die 10 Tropfen heute morgen waren zuwenig. Bei Tavor ist das Problem, dass es nur sehr kurz wirkt.
Jetzt mit 10 Tropfen Diazepam und 1,0 Tavor geht es mir recht gut, ich bin gerade mal symptomfrei.
Das entspricht 15 mg Diazepam, das ist schon mal ein Anhaltspunkt.

Für mich hört es sich nicht so an, als ob du auf Diazepam paradox reagierst. Ich denke, der nächste Schritt ist jetzt eine Dosis zu finden, auf der du dich stabilisieren kannst.

Du könntest versuchsweise auf 3 x 10 Tropfen Diazepam (15 mg) gehen und schauen, wie es dir damit geht. Evtl. brauchst du noch etwas mehr.

Möglicherweise wird dir die sedierende Wirkung von Diazepam zunächst zu schaffen machen, aber ich denke, das ist bei dir gerade nicht so entscheidend.

Vielleicht kannst du deinem Arzt die Umrechnungstabelle von Ashton ausdrucken?
https://benzo.org.uk/german/bzcha01.htm#24

Das Verhalten dieser Klinikärzte finde ich unmöglich.

Gib jetzt bitte nicht auf, so schlimm es gerade auch ist. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
gioiaClarissaLinLinaJofab
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Samstag, 28.04.18, 18:44

Hallo padma, vielen Dank. Also 3 x 10... Mir geht es trotzdem sehr schlecht. Abgesehen von den Symptomen des protrahierten Entzugs von was auch immer sind meine Lebensbedingungen auch Horror. Mein Partner hat mich verlassen, ich habe nur noch eine Freundin, die kaum Zeit hat, die Eltern sind überfordert und ich kann nichts unternehmen, hänge nur im Bett, kann nicht essen, alles Horror. Neid auf alle Menschen, die das nicht haben und denen es gut geht. Mein Kurzzeitgedächtnis ist eine Katastrophe, ich weiß gar nicht, was ich hier schon alles geschrieben hab. Ich hab heute schon 2 x 10 Tropfen und 1 mg Tavor drin und trotzdem geht es mir katastrophal. Bin am Tag mehrere Male kurz eingeschlafen und mit Herzrasen erwacht und sofort Suizidgedanken. Ich weiß nicht mehr weiter. Wie sieht man das denn in der Tabelle mit den Tropfen? Ich versteh das irgendwie nicht. Ich kann nicht ertragen, dass es meinem Exfreund gut geht und er sein Ding macht und all die schönen Sachen, die ich mit ihm machen wollte. Aber es wäre eh nicht möglich aufgrund meiner Zustände. Er hat sich getrennt, weil ich diese Zustände hab seit Januar und er es nicht mehr ertragen konnte und sagt ich sei selbst schuld weil ich Tabletten reduziert hab. Ich glaub es geht nicht mehr ohne Klinik aber ich will nicht und bin so müde, mich erklären zu müssen, ich schaff das nicht mehr, und welche Klinik soll das denn sein. Ich bin so verzweifelt. Liebe Grüße Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

padma
Team
Beiträge: 15147
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 37214 Mal
Danksagung erhalten: 19854 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Samstag, 28.04.18, 19:04

liebe Juelie, :)

ich verstehe deine Verzweiflung. :hug:

Da kommt gerade viel zusammen, das Verlassenwerden und die Medikamentenproblematik.

In der Tabelle siehst du, dass 1 mg Lorazepam 10 mg Diazepam entspricht.
Bei deinen Tropfen ist 1 Tropfen 0,5 mg Diazepam, 2 Tropfen sind also 1 mg Diazepam.

Bei Kliniken ist es erfahrungsgemäss so, dass sie mit solchen medikamenteninduzierten Zuständen nicht umgehen können und wild mit weiteren Psychopharmaka experimentieren.

Wenn zuhause allerdings dein Leben in Gefahr ist und du keine andere Zufluchtsstätte hast, bleibt wohl nur Klinik.

Du könntest hier mal schauen http://www.offener-dialog.de/ (unter Angebote), ob das was in deiner Nähe ist. Wie die Stationen dann wirklich sind, weiss ich leider nicht.

Aber vielleicht kannst du dich mit dem Diazepam auch noch stabilisieren, der Spiegel muss sich noch aufbauen

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieLinLinaUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 30.04.18, 22:23

Liebe padma. Danke für deine Nachricht. Heute hat mich ein weiterer Psychiater rausgeschmissen, in dem ich große Hoffnung gesetzt hatte - ich hab erzählt, dass ich mit den Tropfen und der Menge nicht zurechtgekommen bin und deshalb heute (nach drei Tagen) wieder Tavor genommen hab, daraufhin er: ja dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen. Das Problem ist einfach dass ich immer hin und her schwanke und nicht mehr weiß was richtig und falsch ist. Er war verärgert und hat gesagt das sei Kliniksache, dabei wollte er mich eigentlich unterstützen und ich weiß jetzt nicht ob ich weiter Tavor oder Diazepam (darunter ging es mir noch schlechter) nehmen soll. Er hat gesagt, er kann mir Tavor nicht mehr aufschreiben und hat mir dann aber ein Rezept über 2,5 mg N3 hingelegt und mich rausgeschmissen. Ich nehme seit 2 Tagen nicht mehr die 5 mg Escitalopram, ich will diese Tablette aus meinem Hirn haben, sie hat so viel Unheil und Leid angerichtet. Wahrscheinlich wird es jetzt in Kürze noch mehr Horror, aber der Scheiß greift eh schon nicht mehr und mir ist inzwischen alles egal, ich bin eh suizidal und hab das Tavor Rezept, mein Leben ist leer, ich hab keine Freunde mehr, allen geht es gut und sie vergnügen sich und genießen dem Frühling und ich leide wie ein angeschossenes Tier, mir ist jetzt alles egal. So viele Tabletten, Escitalopram 5 mg jetzt kalt raus, ich weiß es wird davon nur noch schlimmer aber ich hab keine Kraft mehr und keine Lust mehr zu leben, tavorabhängig, ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Alle Psychiater um mich herum haben mich verwiesen und sind sauer, weil ich immer mein eigenes Ding mit dem Medikamenten gemacht habe. Ich weiß nichtmals, wo ich jetzt die Pillen herkriege, selbst mein zuständiges KH hat mich verwiesen und weggeschickt an eine Suchtklinik, doch das schaffe ich nicht mehr. Am liebsten würde ich alle Medikamente jetzt kalt absetzen und dann gehen. Ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Gruß Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 88
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 30.04.18, 22:37

Mich kann niemand mehr retten, es ist jetzt alles egal und mein Leben ist nur noch eine einzige Quälerei, es ist leer, ich habe keine Freunde mehr, keinen Partner mehr, keinen Arzt mehr, habe neuralgische Zahnschmerzen, wenn Tavor nachlässt, kann nicht mehr arbeiten und kaum mehr essen und schlafen und die Qualen einer Klinik tue ich mir auch nicht mehr an, das schaffe ich einfach nicht mehr. Ich liege nur noch im Bett, bin durch und durch ambivalent mit den Tabletten, was nehmen, was nicht, was neu dazu, stärkstes AD, trizyklisch oder ssri oder Lyrica oder keins oder alles oder Lamotrigin erhöhen oder oder völlige Zerrissenheit, ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

padma
Team
Beiträge: 15147
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 37214 Mal
Danksagung erhalten: 19854 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Montag, 30.04.18, 22:42

liebe Julie, :)

eine gleichbleibende Medikation wäre jetzt wirklich sehr wichtig.
Von einem Kaltentzug von Escitalopram kann ich dr nur dringend abraten. Ein weiteres Medikament würde höchstwahrscheinlich noch mehr Chaos in dein ZNS bringen.

Ich verstehe, dass dir in deiner Verzweiflung gerade alles egal ist, aber gerade jetzt ist es ganz wichtig, nicht unüberlegt zu handeln.

Mit dem Tavor scheint mir eine Sackgasse zu sein. Es deckelt nur kurz, und du kommst damit schnell in die Toleranz.

Was war das Problem mit den Diazepamtropfen? War die Dosis nicht ausreichend oder hattest du NW?

Hast du einen Hausarzt, von dem du Rezepte bekommen könntest?

Auch wenn du es dir gerade überhaupt nicht vorstellen kannst, du kannst aus diesem Elend wieder herauskommen. Doch es bedarf wirklich eines überlegten Vorgehens.

Dein Leben lässt sich wieder mit Inhalt füllen, sobald es dir wieder etwas besser geht.

liebe Grüsse, :hug:
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 6):
LinLinalakeSonne1lionelUlulu 69GwenJofab
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

Antworten