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Ivory06: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

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Ululu
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ululu » Mittwoch, 18.04.18, 16:57

Hallo Ivory,

wir haben einen Thread zum Thema Melatonin.

Ich lasse dir mal den Link da.

viewtopic.php?f=4&t=12852&hilit=Melatonin#p181792

LG Ute
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Mittwoch, 18.04.18, 17:08

Liebe Eva,

ich liege auch im Bett und stelle mir vor, wie schön es ist von selbst einzuschlafen. Ich bin im Nachhinein dankbar, dass ich es in den letzten Wochen meistens jede 2. Nacht alleine geschafft habe! Es ist so ein wahnsinnig tolles Gefühl morgens oder nachts wach zu werden und zu wissen, man hat es geschafft! Ich weiß, ich muss an schöne Dinge denken und ich bin so bl.., weil es davon wirklich viele gibt in meinem Leben, aber nachts ist dieser Kopf aus Verzweiflung einfach leer und unfähig. Das macht mich verrückt! Ich setze mich am Tage und nachts solchem Stress aus, dass mir der Schlafdruck total abhanden gekommen ist. Ich habe schon überlegt, mir unsere Fotoalben nun ans Bett zu holen und jede schlaflose Nacht eines anzusehen, viell. gelingt es mir dann ein bisschen besser mit den guten Gedanken.

LG, Ivory
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Freitag, 20.04.18, 6:30

Guten Morgen ihr Lieben,

nachdem ich gestern ca. 7 h mit Unterbrechungen alleine schlafen konnte, blieb diese Nacht wieder ohne Schlaf. Gedankenkarussell und Herz ratterten fast die ganze Nacht. Aber ich will weiter tapfer sein! Meine Therapeutin ist leider krank und das macht sich bei mir schon bemerkbar. Nochmal die Frage an euch: Wie überwinde ich ohne AD und Z. in einer schlaflosen Nacht meine Angst und bleibe freundlich zu mir? Ich habe es so oft mit Stop probiert, aber sie kamen immer wieder. Ich ärgere mich, dass ich die ganze Nacht liegen geblieben bin und immer gehofft habe einzuschlafen.

Lg, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Freitag, 20.04.18, 8:30

Liebe Ivory,

leider gibt es einfach kein Rezept gegen die Schlaflosigkeit, das jeweils beliebig einsetzbar ist. Du kannst nur von Fall zu Fall reagieren.

Ich mach das inzwischen "in Stufen", beginne also z. B. mit Tee trinken und Lesen und guck, wenn ich partout nicht müde werde, im Liegen noch etwas auf dem Tablet an usw. ... die letzte Stufe ist dann das Aufstehen und vom Thema Schlafen für diese Nacht ganz wegzugehen, beispielweise durch interessante Sendungen aus den Mediatheken im TV oder Spiele oder ... - je nach Wahl.

Das Allerwichtigste ist einfach, nicht in Panik zu verfallen wegen des fehlenden Schlafs, sondern möglichst friedlich und dann bewusst die Nacht zum Tage zu machen und die Zeit positiv zu nutzen, wenn es nunmal für eine Nacht nicht hinhaut. Wir brauchen auch zum guten Schlafen das, was uns in der Lage am schwersten fällt: viel, viel Geduld.

Liebe Grüße,
Eva
Zuletzt geändert von Eva am Freitag, 20.04.18, 9:32, insgesamt 1-mal geändert.

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Freitag, 20.04.18, 8:47

Liebe Eva,

lieben Dank für deine Antwort. Da es immer heißt Handy, Fernseher etc sind schädlich und hemmen den Melatoninspiegel, habe ich das noch nicht so oft ausprobiert. Aber es wird jetzt an der Zeit! In der nächsten schlaflosen Nacht bleibt das Licht gedimmt im Schlafzimmer und ich werde versuchen mich bestmöglich abzulenken. Versuche noch durchzuhalten aber ich gehe auf dem Zahnfleisch. Habe diese Woche erst eine Nacht ordentlich geschlafen so schlimm war es noch nie.

Traurige Grüße, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Freitag, 20.04.18, 9:33

Liebe Ivory,

jeder gleich Geplagte versteht Dich. Aber eine Weile hält man das Ganze körperlich ganz gut aus, und dann wird es besser! Glaub daran. Das Wichtigste ist wirklich, jeden Druck herauszunehmen, jeden!, auch das was man anderswo so liest zu dem Thema ...

(Ich schlafe von anfangs keine einzige Nacht mit mehr als max. 2 Stunden jetzt schon bis zu 5 Stunden und etwa jede 4. oder 5. sogar 6-7 Stunden ganz durch.)

Herzlich, Eva

Jamie
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Jamie » Freitag, 20.04.18, 9:51

Hallo Ivory, :)

installiere dir einen Blaulichtfilter auf Handy und Tablet und PC.
Das filtert dir die Anteile des Lichts raus, die die Melatoninproduktion stören.
Der Filter wird entweder abends zum Sonnenuntergang automatisch aktiviert oder man kann ihn manuell einschalten.

Ich habe auf meinem PC f.lux und auf dem Handy Twilight und mein amazon firetablet hat einen internen Blaulichtfilter. Das soll keine Werbung sein, zumal die apps / Programme kostenlos sind; nur eine Info, wonach du mal googlen kannst.

Ich leide in den letzten Wochen auch wieder schlimm unter meiner Schlaflosigkeit.
Sie war mal ein wenig besser, aber jetzt ist es wieder zum Verzweifeln. Ich sehe schon richtig fertig aus und das trotz Berentung :(

Nach bald 17 Jahren nicht mehr schlafen können gewöhnt man sich an diese Nächte, aber erträglich ist ein anderes Wort.... :oops:

Ich versuche durchzuhalten und nicht den Mut zu verlieren.

Grüße
Jamie
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Monalinde
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Monalinde » Freitag, 20.04.18, 9:59

Hallo Ivory,

google mal nach dem Forum "Schlafgestört de". Da gibt es viele, die schlaflos sind, auch ohne das Absetzen von Medis. Manchmal helfen die Tricks, die dort aufgeführt sind, ein bisschen weiter. Das Forum wird von einem Schlafmediziner geleitet. Das mit dem gedimmten Licht und auch der Schlafphasenverlagerung wird dort auch empfohlen.

Ich selbst gehörte auch zu den Schlafgestörten infolge der Medis. Mein Schlaf, so er denn kam, war sehr leicht, so dass ich das Gefühl hatte, ich sei die ganze Nach wachgelegen. Gegen Morgen um 4.00 Uhr war dann aber endlich Schluss mit Schlafen, nicht nur das, ich war auch aufgeputscht wie nach zehn Tassen Bohnenkaffee und brauchte Stunden um mich wieder einzukriegen.

Ich habe schon geglaubt, dass dieser Spuk niemals enden würde, aber jetzt geht es mir in dieser Hinsicht deutlich besser, ich kann wieder durchschlafen bis morgens um 7.00 Uhr und habe nur noch ganz selten Ausfälle in dieser Hinsicht. Aber, es hat einige Zeit gedauert.

Neurexan, ein homöpathisches Mittel hat bei mir am besten gewirkt, als ich stabiler wurde.

Vielleicht könnte auch bei dir das eine oder das andere helfen.

LG Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Freitag, 20.04.18, 11:36

Hallo ihr Lieben,

herzlichen Dank für eure Unterstützung! Den Blaulichtfilter werde ich installieren, nur habe ich dann noch das Problem die Uhrzeit zu sehen und das setzt mich noch mehr unter Stress. Aber viel schlimmer geht es eigentlich nicht mehr, also werde ich mein Smartphone nachts für Spielerchen mal nutzen. Suche mir nachher was schönes raus. Neuexan habe ich auch zu Hause, hilft mir nicht oder viell habe ich es zu unregelmäßig genommen. Das Forum schlafgestört existiert leider nicht mehr. Vor ein paar Wochen habe ich noch einiges gelesen. Auch in Bezug auf die Schlafkompression, aber ich gehe immer früher ins Bett, als ich sollte, weil man dem Druck auch gewachsen sein muss. Hat euch das mal geholfen oder lieber ins Bett, wenn mir danach ist und dann ablenken, falls es nicht klappt. Eva, ich freue mich, dass du es soweit geschafft hast! Jamie, ich bin ganz bei dir und drücke dir die Daumen, dass es bald wieder besser wird!

Lg, Ivory
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Freitag, 20.04.18, 11:38

Liebe Mona,

ich freue mich, dass es auch dir besser geht!

Lg, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Freitag, 20.04.18, 13:44

Hallo,

wie unterschiedlich das doch ist.

Neurexan hat mir tagsüber schon mal geholfen, aber nachts - keine Wirkung. Mir helfen nachts die beruhigenden Kräuter besser, aber das ist wohl total individuell. L-Tryptophan behält bei mir einen Sonderplatz, weil es am effektivsten ist, ich behalte es aber dem Notfall vor (gelingt bis jetzt gut).

Ivory, eine Bitte an Dich: Wenn Du ein nettes Spiel gefunden hast, sende mir doch eine PN dazu; ich hab von Spielen bisher nur ganz wenig Ahnung und beschränke mich derzeit noch auf ein einziges ...

LG Eva

Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Freitag, 20.04.18, 13:53

Hallo Jamie,

an Dich die Frage (hoffe, das ist für Ivory okay): dass Du akut schlaflos bist - hat es mit unmittelbaren Sorgen zu tun?

Ich fürchte ja auch, wenn direkte Sorgen kommen, wieder nicht schlafen zu können und glaube, dagegen hilft kein Kraut, wortwörtlich.

Mit diesem Schicksal müssen wir uns möglicherweise abfinden: Sind wir innerlich ruhig, kann sich der Schlaf irgendwie von alleine wieder einstellen, sind wir aufgekratzt, wird es für alle Schlaf-Sensiblen wohl schwierig bleiben.

Liebe Grüße, Eva

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Sonntag, 22.04.18, 11:19

Hallo ihr Lieben,

ich werd noch zum Running Gag mit jeder 2. Nacht! Habe in der Nacht zu Samstag 9,5 h Schlafzeit aufgeholt und hatte gestern einen schönen Tag und dann wieder ne Horror Nacht. Melantonin probiert und außer dass ich Herzrasen und ein leichtes Brennen im Hals hatte, ist nix passiert. Lesen hat mich etwas beruhigt..ansonsten stand ich wieder unter Anspannung und Angst. Habt ihr es mal mit einem Glas Rotwein abends probiert?

Lg, Ivory
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carlotta
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von carlotta » Sonntag, 22.04.18, 11:41

Hallo Ivory,

wie viel Melatonin hast Du genommen?

Im US-Absetzforum survivingantidepressants wird empfohlen, um die 0,5 mg Melatonin zu versuchen. Höhere Dosen können paradox wirken.

Du könntest das noch mal testen.

Alkohol ist nicht zu empfehlen. Abgesehen davon, dass er Entzugssymptome triggern kann, ist der dadurch angestoßene Schlaf (wenn's denn wirkt) i. d. R. viel leichter und auch eher unterbrochen.

Grundsätzlich dauert es oft, bis das Nervensystem sich stabilisiert.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Jamie
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 22.04.18, 11:43

Hallo Eva und ivory, :)

ich habe deine Frage erst jetzt gelesen.
Ja, ich habe Sorgen und Kummer wegen eines todkranken Familienmitglieds.
Sechseinhalb Wochen jeden Tag Intensivstation.... Ich frage mich, ob selbst Gesunde da nicht irgendeinen Hau von kriegen würden (?)

Da ich aber gelernt habe meine Gedanken zu kontrollieren, ist es nicht so, dass ich nachts im Grübelkarussell oder in der Druckfalle wie ivory gefangen bin und deshalb nicht zur Ruhe komme.
Es ist eher so, dass die gesamte Stresssituation meinen Körper so aktiviert und hochfährt, dass ich abends / nachts nicht runterkomme, weil auf ganz sensitiven Ebenen mein Körper überreizt ist, die ich nicht mal einfach so "bearbeiten" kann.

Das ist wirklich hoch diffizil und ich glaube, dass das auch nur Menschen nachempfinden können, die wirklich selbst sehr mit einem überaktiven Sympathikus zu tun haben und anhaltend Schlafprobleme leidvoll kennen. Mich kann selbst ein nicht ordentlich aufgeräumtes Zimmer abends unruhig machen und meinen Schlaf beeinflussen.

@ ivory: Also immerhin hast du eine 50%-Quote mit dem Schlaf ;).
Das Schlafnachholen ist natürlich im ersten Moment wohltuend, hat aber den Nebeneffekt, damit gleichzeitig wieder den Schlafdruck für die Nacht drauf zu senken.
Ist fies, ich weiß.
Die nach wie vor beste Einstellung dazu ist und bleibt Gelassenheit. :hug:

Das Melatonin hast du jetzt probiert, es wirkt nicht und macht Nebenwirkungen, also lässt du es künftig weg. Eine Erfahrung mehr, aber jetzt weißt du, woran du bist :)

Rotwein? Das kann keine Lösung sein. Er macht schläfrig, aber durch den Alkoholabbau werden deine Körperfunktionen wieder massiv hochgefahren (die Leber holt sich das, was sie braucht) und das führt dann dazu, dass im Laufe der Nacht der Schlaf immer schlechter / leichter wird und genau das Gegenteil von dem eintritt, was du erhoffst.
Von der Gefahr irgendwann abhängig zu sein und statt einem Glas zwei oder drei... zu trinken erst gar nicht zu sprechen.
Das geht vielleicht mal einen Abend gut, aber auf Dauer ganz sicher nicht :oops:

Grüße
Jamie

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edit: überschnitten mit carlotta
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Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Sonntag, 22.04.18, 12:46

Hallo Jamie, hallo Carlotta,

ich hab 2 mg Circadin eingenommen. Und ich grübele auch nicht bewusst. Lege mich ins Bett und merke wie ich unruhig werde oder schon bin und denke an nichts. Bzw. warte ich auf positive Gedanken, die leider meistens ausbleiben. Was wohl an der Unruhe liegt. Mein Hirn hat es antrainiert und projiziert Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft. Ruhig liegenbleiben und auf das Einschlafen warten hat im Februar noch gut geklappt aber da war die Angst noch nicht so groß wie heute.

Lg, Ivory
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Sonntag, 22.04.18, 13:01

Jamie, dein Kummer tut mir sehr leid, ich wünsche dir viel Kraft und drück die Daumen, dass du die Situation gut überstehst! Und das wirst du, da du eine Kämpferin bist und es kommen wieder bessere Zeiten, man muss daran glauben. Ich selber bin leider wie du gut beschrieben hast dem Eigendruck gerade nicht mehr Herr.

Lg, Ivory
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Eva

Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Eva » Sonntag, 22.04.18, 13:07

Hallo Jamie und Ivory, :)

danke für Deine Antwort, Jamie. Auch ich habe einen "austickenden" Sympathicus. Zum Glück wirken noch Kräuter auf ihn ein, bis zu einem gewissen Grad wenigstens. Damit kriege ich ihn klein. :D Nein, im Ernst, solche Belastungen würden wohl so gut wie jeden um den Schlaf bringen können, denke ich. Du hast eine gute Art des Umgangs damit gefunden, alle Achtung dafür.

Ivory, ich hatte das anfangs auch mit dem Unruhigwerden, genauso. Irgendwann wurde es anders, und die Gedanken ließen mehr Ruhe bis hin zum Schläfrigwerden. Was gar nicht geht - und ich habe bei Dir noch nicht verstanden, wie Du es machst - ist ein Hinlegen und Licht ausmachen mit Wachsein. ZUERST muss ich richtig schläfrig werden, sonst schieße auch ich u. U. wieder hoch, wenn das Licht aus ist. Das macht heute einen der Hauptunterschiede aus bei mir, meine ich.

Irgendwie die Gedanken anders lenken. Wie aufmüpfige Affen, die trainiert werden. Magst Du so ein Bild? Kleine Affen, die Du in Gedanken mit Bananen trainierst? Nur ein Beispiel, wie ein Ablenken klappen könnte. :wink:

Rotwein ist aus den von Jamie genannten Gründen keine Alternative. Ich werde davon irgendwann mit Herzklopfen und Schwindel wach, das habe ich zum Glück nur ein, zweimal ausprobieren müssen - never!

LG Eva

Katze85
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Katze85 » Sonntag, 22.04.18, 17:34

Hallo, ich habe mich jetzt erst angemeldet und deinen Bericht gelesen..Kenne das sehr gut mit heftigen Schlafstörungen. Hast du mal Baldrian versucht? Lg Katze
2005/2006= wurde lavierte Depression festgestellt
2006- 2010= Citalopram ( verschiedene Dosierungen)
2010-2016= Sertralin 200 mg
Reduzierung Anfang 2011 auf 150mg
2016=danach Wechsel auf Flouxetin erst 20 mg und dann Steigerung auf 40 mg
Reduzierungsversuch seit 08.04.2018 von 40 mg auf 35 mg/ leichte Magenprobleme und Kopfschmerzen/ hat sich wieder gelegt
21.04.2018= Reduzierung von 35 mg auf 30 mg / wieder Magen und Kopfweh, aber es hält sich in Grenzen
24.04 wieder auf 35 mg hoch da es mir nicht sehr gut ging
29.05.2018= Aufdosierung von 35 mg auf 40 mg, da ich einen Art Crash hatte ( Weinkrämpfe etc)
Ergänzend bei Schlafstörungen: Baldrian
29.05.-20.11.2018= 40mg Flouxetin
21.112018-28.02.2019= 35mg
01.03.2019-30.05.2019 30mg
01.06.2019-31.07.2019 25mg
01.08.2019-05.08.2019 20mg ( crash)
05.08.2019-05.08.2019 25mg
06.08.2019-dato 30mg
07.08.2019-dato 40mg

Ivory06
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Re: Schlaflos seit längerem- lieber doch Mirtazapin?

Beitrag von Ivory06 » Montag, 23.04.18, 8:18

Hallo Katze,

willkommen im Forum. Baldrian alleine noch nicht, nur ergänzend in Schlaftees. Welches Produkt und in welcher Dosis hat dir denn geholfen? Hat sonst noch jemand Erfahrung damit? Diese Nacht habe ich sehr gut geschlafen aber die Angst vor der nächsten Nacht ist leider schon da. :( Es ist einfach keine Dauerlösung nur jede 2. Nacht zu schlafen und daher schweife ich an meinen schweren Tagen in meinen Gedanken ab und denke, dass ein AD mir mittelfristig zusammen mit der Therapie und auch mit eurer lieben Unterstützung viell helfen könnte, diese Angst in den Griff zu bekommen.

Lg, Ivory
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