Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Lucaaa » Donnerstag, 22.03.18, 16:26

Hallo!

Mein Name ist Luca und ich bin 20 Jahre alt und nehme seitdem ich 13 Jahre alt war Sertralin. Von 13- 17 Jahre 50mg und nach einem Absetzversuch mit 17 jahren 150mg, weil vermehrt Zwänge und Ängeste aufgetreten sind..
Grund für die Einnahme des Sertralin war der Tod meines Bruders als ich 13 Jahre alt war.
Nun bin ich 20 Jahre alt und merke immer mehr wie mich diese Emotionale abflachung des AD's blockiert und möchte es jetzt endlich absetzen, weil sich auch immer mehr eine Gleichgültigkeit entwickelt und ich möchte einfach diese “Benebelung“ durch das AD loswerden..
Ich hab leider extreme Angst davor, ich befürchte dass mein Gehirn so an das Zeug gewohnt ist weil ich es ja über meine gesamte Pubertät einnahm wo mein Gehirn ja noch nicht fertigentwickelt war/ist. Und vorallem nach so langer Zeit.. nehme jetzt schon mal statt 150mg 100mg aber habe halt extreme befürchtungen dass meine Persönlichkeit sich durch das AD so stark verändert hat dass ich ohne dem ein Wrack bin...

würde gerne andere Meinungen zu dem Thema hören da ich in meinen Gedanken gerne zur Übertreibung neige.
Zuletzt geändert von Annanas am Donnerstag, 23.05.19, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18986
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von padma » Donnerstag, 22.03.18, 17:51

hallo Luca, :)

willkommen im ADFD.

Ich bin fassungslos, dass man dir mit 13 ein AD verschrieben hat. In dem Alter sollte laut den Richtlinien, Sertralin nicht angewandt werden.

Du hättest Unterstützung gebraucht, eine Trauerbegleitung um das Geschehene zu verarbeiten. Aber doch keine Pillen. :frust:

Ich finde es gut, dass du das AD nun los werden möchtest.
Du solltest es sehr, sehr langsam ausschleichen, gerade auch, weil du es so früh bekommen hast.

Lies dich bitte hier ein: viewtopic.php?f=18&t=12880
nehme jetzt schon mal statt 150mg 100mg
Diese Reduktion war viel zu gross. Wann genau hast du reduziert und merkst du etwas davon?
Bitte erstelle noch eine Signatur mit den genauen Datumsangaben.

Jetzt müsste man erstmal schauen, wie es dir mit den 100 mg geht.
Ich würde in frühestens 2 Monaten, von der Reduktion an gerechnet, weiter reduzieren. Und auch nur, wenn du keine Absetzsymptome hast.

Als nächstes könntest du dann auf 90 mg gehen.
Ich würde jeweils mindestens 6 - 8 Wochen auf einer Dosis bleiben.
dass meine Persönlichkeit sich durch das AD so stark verändert hat dass ich ohne dem ein Wrack bin...

Diese Befürchtung möchte ich dir gerne nehmen. Dein Gehirn muss möglicherweise noch nachreifen, aber dazu ist es prinzipiell in der Lage.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


vindi74

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von vindi74 » Freitag, 23.03.18, 11:46

Hallo Lucaaa,

ich will jetzt keine panik machen aber du musst sehr sehr sehr vorsichtig sein. vieleicht mit deinem arzt das ganze besprechen. um es wirklich super soft und gaaaaaaanz langsam ausschleichen. padma hat recht mach das soft.... 50er schritte sind zu heftig.

Gruß Vindi

lionel
Beiträge: 56
Registriert: Sonntag, 18.03.18, 11:10

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von lionel » Freitag, 23.03.18, 14:01

Hey Luca,

wie geht es dir gerade mit der Reduktion? Ich bin davon überzeugt, dass mit 20 dein Gehirn sich umstellen kann. Zeit und sich selbst nicht zu Stressen ist dabei ganz wichtig.
Hast du die Möglichkeit in Therapie, mit friends oder in einer Selbsthilfegruppe über die Ängste zu reden?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Nin
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 100-0-100mg

Nahrungsergänzungsmittel
Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von Lucaaa » Samstag, 24.03.18, 0:52

padma hat geschrieben:
Donnerstag, 22.03.18, 17:51
hallo Luca, :)

willkommen im ADFD.

Ich bin fassungslos, dass man dir mit 13 ein AD verschrieben hat. In dem Alter sollte laut den Richtlinien, Sertralin nicht angewandt werden.

Du hättest Unterstützung gebraucht, eine Trauerbegleitung um das Geschehene zu verarbeiten. Aber doch keine Pillen. :frust:

Ich finde es gut, dass du das AD nun los werden möchtest.
Du solltest es sehr, sehr langsam ausschleichen, gerade auch, weil du es so früh bekommen hast.

Lies dich bitte hier ein: viewtopic.php?f=18&t=12880
nehme jetzt schon mal statt 150mg 100mg
Diese Reduktion war viel zu gross. Wann genau hast du reduziert und merkst du etwas davon?
Bitte erstelle noch eine Signatur mit den genauen Datumsangaben.

Jetzt müsste man erstmal schauen, wie es dir mit den 100 mg geht.
Ich würde in frühestens 2 Monaten, von der Reduktion an gerechnet, weiter reduzieren. Und auch nur, wenn du keine Absetzsymptome hast.

Als nächstes könntest du dann auf 90 mg gehen.
Ich würde jeweils mindestens 6 - 8 Wochen auf einer Dosis bleiben.
dass meine Persönlichkeit sich durch das AD so stark verändert hat dass ich ohne dem ein Wrack bin...

Diese Befürchtung möchte ich dir gerne nehmen. Dein Gehirn muss möglicherweise noch nachreifen, aber dazu ist es prinzipiell in der Lage.

liebe Grüsse,
padma

Danke für die Antwort! Ich denke auch das 50mg aufeinmal vlt zu überstürtzt sind ich werde mal mit 25mg anfangen zu reduzieren und schau wie es mir damit geht bevor ich weiter mache.
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von Lucaaa » Samstag, 24.03.18, 0:54

vindi74 hat geschrieben:
Freitag, 23.03.18, 11:46
Hallo Lucaaa,

ich will jetzt keine panik machen aber du musst sehr sehr sehr vorsichtig sein. vieleicht mit deinem arzt das ganze besprechen. um es wirklich super soft und gaaaaaaanz langsam ausschleichen. padma hat recht mach das soft.... 50er schritte sind zu heftig.

Gruß Vindi
Ja denke ich auch!
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von Lucaaa » Samstag, 24.03.18, 0:58

lionel hat geschrieben:
Freitag, 23.03.18, 14:01
Hey Luca,

wie geht es dir gerade mit der Reduktion? Ich bin davon überzeugt, dass mit 20 dein Gehirn sich umstellen kann. Zeit und sich selbst nicht zu Stressen ist dabei ganz wichtig.
Hast du die Möglichkeit in Therapie, mit friends oder in einer Selbsthilfegruppe über die Ängste zu reden?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Nin

Ich habe es erst seit 3 Tagen reduziert daher kann ich noch nicht sagen ob es eine Wirkung auf mich hat.. ich denke es wäre wirklich besser es langsam zu machen.
Das ist jetzt vlt eine blöde Frage aber ab welchen Alter wäre eine Umstellung zu spät? Habe gehört dass das Gehirn mit 21 Jahren ausgereift ist und wenn das stimmt dann macht mir das schon ziemlichen Druck 😅
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

vindi74

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von vindi74 » Samstag, 24.03.18, 7:32

Hallo Luca,
versuche die Gedanken abzustellen denke nicht daran. Es gibt ganz viele Leute die es Abgesetzt haben ohne Probleme. Ich kann dir nur raten sprich mit deinem Arzt darüber.

Viel Glück

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 5328
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von Ululu » Samstag, 24.03.18, 14:44

Hallo Lucaaa,

ich kann sehr gut verstehen, dass du dir Sorgen machst. Auch ich halte es für absolut unverantwortlich solche Medikamente für so eine lange Zeit einem Teenager zu verschreiben.
:hug:
Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb solltest du beim Absetzen vorsichtig vorgehen, damit dein Gehirn bei jedem Schritt die Chance hat, sich anzupassen.

Unser Gehirn ist neuroplastisch und hat somit ein hohes Selbstheilungspotential.

LG Ute
► Text zeigen
7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

yberion45
Beiträge: 237
Registriert: Donnerstag, 11.01.18, 21:54
Wohnort: Köln

Re: Sertralin nach 7 Jahren absetzen?

Beitrag von yberion45 » Samstag, 24.03.18, 15:32

Hey du,

Das Gehirn hört nie auf sich anzupassen und gegebenenfalls zu ändern, wenn die Sache nötig ist. Wäre es nicht so, hätten viele die Drogen abhängig sind und das seid ihrer Pubertät, riesen Probleme, den Stoff abzusetzen. Was man meint mit 21 ist die reife abgeschlossen ist eher deine Persönlichkeit und das Gehirn ist voll ausgewachsen. Heißt aber nicht, dass er sich nicht mehr ändert oder dazu lernen kann.
LG yberion
Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Sertralin reduziert -> Ständig hungrig?

Beitrag von Lucaaa » Donnerstag, 23.05.19, 15:53

Hallo, ich habe im März letzten Jahres langsam angefangen meine Dosis von Sertralin 150mg langsam zu reduzieren. Bin jetzt bei 25mg und jetzt fängt es an mit den Absetzproblemen, habe Panikattacken, depressive Verstimmungen und vor allem mehr Hunger! Und das ist das größte Problem für mich derzeit weil ich ständig essen muss und zunehme und der Hunger wird von Woche zu Woche stärker und ich frage mich ob ob jetzt meine Schilddrüse verrückt spielt wegen den reduzierten Tabletten.. immerhin nehme ich Sertralin seit 8 Jahren. Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen oder weiss was da los ist? Habe noch nie davon gehört dass es da einen Zusammenhang geben könnte..

Hoffe jemand kann mir weiterhelfen,
Mit freundlichen Grüßen Luca
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 2245
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Sertralin reduziert -> Ständig hungrig?

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 23.05.19, 16:11

Hallo Lucaaa,

Hier ist Dein bereits vorhandener Thread - bitte schreib dort weiter, damit Deine Geschichte zusammen bleibt.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 31#p237831

Jemand vom Team wird diesen Beitrag dahin verschieben.

LG Towanda
► Text zeigen

31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 5828
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 23.05.19, 18:48

Hallo, erl. lG Anna

FineFinchen
Teamunterstützung
Beiträge: 1896
Registriert: Mittwoch, 08.04.15, 17:34

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von FineFinchen » Donnerstag, 23.05.19, 19:51

Hallo Luca,

bitte sei so nett und lege Deine Signatur an. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Viele Grüße
Finchen
➡️ Fragen- und Antwortkatalog. Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!

➡️ Was finde ich wo im Forum?
► Text zeigen

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18444
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Jamie » Freitag, 24.05.19, 7:54

Hallo Luca, :)

wie erbeten, bitte denke an die Signatur.
Wir können so deine Absetzschritte nicht verfolgen und haben keine Ahnung, ob der letzte Schritt ggf. zu groß war und man darüber nachdenken müsste, etwas aufzudosieren.

Da AD zentral wirken und in unsere Steuerungszentrale (Gehirn) reinpfuschen, können natürlich auch die Hormone beeinflusst werden, genau so wie das Hungergefühl oder sonstwas.
Sogar in die Temperaturregulierung und Grundumsatz können diese Stoffe eingreifen und vieles mehr.

Die Schilddrüse solltest du mal überprüfen lassen, allerdings sind die Werte im Entzug mit gewisser Vorsicht zu genießen. Aber es könnte ein Anhaltspunkt sein.

Gegen Heißhungerattacken durch Entzug ist es natürlich schwer anzukommen.
Vielleicht wäre es eine Maßnahme wirklich viel Wasser zu trinken, um dem Magen ein gewisses "Füllungsgefühl" zu vermitteln (?)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

svenja2014
Beiträge: 143
Registriert: Sonntag, 03.03.19, 9:36
Wohnort: Österreich

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von svenja2014 » Freitag, 24.05.19, 9:34

Hallo Lucaaa,

auch ich bin ziemlich fassungslos, dass man Dich mit Sertralin sooo lange behandelt hat in Deinem Alter..., hast Du auch psychotherapeutische Unterstützung bekommen?

Ich hoffe, Du kannst die Ratschläge, die Du hier bekommst, gut annehmen, hier sind die einzigen Leute, die sich WIRKLICH auskennen mit dem Absetzen....

Ich schleiche auch gerade Venlafaxin aus und zwar extrem langsam, weil sonst die Absetzsymptome zu stark sind..

Die Ärzte haben normalerweise keine Ahnung vom Absetzen....die machen einfach das, was die Pharmaindustrie vorschreibt....
Und da ist die Vorgabe zum Absetzen viel zu schnell....gerade jetzt wo Du schon bei NUR noch 25 mg bist, musst Du extrem langsam weiter vorgehen!

Du wirst es schaffen, wenn Du schon soooo weit gekommen bist, da bin ich sicher....

Alles Liebe
Svenja
Seit ca2005 Antidepressiva, zuerst Sertralin, dann Venlafaxin150 mg + Trittico 150 mg wegen Panikattacken und Depression
Trittico reduziert auf 50 mg wegen völlig blockiertem Gehirn am Vormittag
2011 Scheidung Psychische Rehabilitation 6 Wochen , entlassen Venlafaxin150 mg, Trittico 100 mg, Seroquel 25 mg
ca.2014 Seroquel abgesetzt, ohne Ausschleichen, Panikattacken Angstzustände VerzweiflungWeinen
Trittico aufdosiert auf 100 mg, daraufhin verschwinden Absetzerscheinungen in kurzer Zeit
2015 -2017 Trittico ausgeschlichen ( langsam, genau weiß ich es nicht mehr), nehme Same und Gaba als NEM, das hilft mir
seit 2018 NUR noch Venlafaxin 150 mg, fühle mich meistens antriebslos, depressiv, habe Angst in der Arbeit nicht mehr zu funktionieren, gefühlsarm, fühle mich wie von mir abgeschnitten,
Ab 2018 langsame Reduzierung in ca. 10 Prozent Schritten, bis Herbst 75mg +27;5mg seit Herbst Reduktionspause
Seit 5.3.2019 Versuch weiter zu reduzieren momentan also 75mg plus ca.20 mg
Schwitzen, Kopfweh, Blutdruckprobleme( zu hoch),mulmiges Gefühl( Kloß im Hals) innere Anspannung,Herzklopfen, Depression,bin zuviel alleine
Bin seit2005 in Gesprächstherapie 1 mal im Monat
seit 15.4. -4 mg= 91,5 mg
totale Reizbarkeit, frühes Aufwachen Schwindel, Übelkeit, Durcheinander im Gehirn....kann keinen klaren Gedanken fassen, Zwangsgedanken nach 1 bis 2 Wochen besser...

krasiva
Beiträge: 238
Registriert: Donnerstag, 21.02.19, 11:59

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von krasiva » Freitag, 24.05.19, 10:53

Hallo Lucaaa,

bei Hungerattacken könnte Chrom gut helfen (Chromium 200 morg. und abds.)
Außerdem geregelte Mahlzeiten (immer zu gleichen Zeiten) und zwischendurch gesunde Snacks (z.B. Trockenfrüchte, Nüsse...).
Hier ein Link der behilflich sein könnte (bitte manuel eingeben, da ich per computer nicht eingeübt bin).

www. Heißhunger stoppen - diese Vitamine fehlen Ihrem Körper

Viel Erfolg und gute Besserung,

krasiva :)
► Text zeigen
Risperidon 0,54 mg ab 01.09.2019

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Lucaaa » Freitag, 24.05.19, 21:05

Jamie hat geschrieben:
Freitag, 24.05.19, 7:54
Hallo Luca, :)

wie erbeten, bitte denke an die Signatur.
Wir können so deine Absetzschritte nicht verfolgen und haben keine Ahnung, ob der letzte Schritt ggf. zu groß war und man darüber nachdenken müsste, etwas aufzudosieren.

Da AD zentral wirken und in unsere Steuerungszentrale (Gehirn) reinpfuschen, können natürlich auch die Hormone beeinflusst werden, genau so wie das Hungergefühl oder sonstwas.
Sogar in die Temperaturregulierung und Grundumsatz können diese Stoffe eingreifen und vieles mehr.

Die Schilddrüse solltest du mal überprüfen lassen, allerdings sind die Werte im Entzug mit gewisser Vorsicht zu genießen. Aber es könnte ein Anhaltspunkt sein.

Gegen Heißhungerattacken durch Entzug ist es natürlich schwer anzukommen.
Vielleicht wäre es eine Maßnahme wirklich viel Wasser zu trinken, um dem Magen ein gewisses "Füllungsgefühl" zu vermitteln (?)

Grüße
Jamie
Danke für die Antwort, habe jetzt meine Signatur erstellt.
& Ja ich bin mir sicher dass das zusammenhängt, weil desto mehr die Entzugserscheinungen kommen desto mehr kommt auch dieser unstillbare Hunger, schließe jedoch aus, dass es psychisch bedingt ist, da ich wirklich vom Magen aus Hunger habe. Bin mir jetzt nur nicht sicher was ich machen soll, bin derzeit auf 25mg und bleib jetzt mal auf der Dosis jedoch ist die Stimmung teilweise sehr down und wenn Grübeln dazu kommt werde ich schnell depressiv, teilweise unaushaltbar... habe mir auch überlegt auf 50mg hoch zu gehen und mal dort zu bleiben und später wieder zu reduzieren.

Mit freundlichen Grüßen, Luca
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Lucaaa » Freitag, 24.05.19, 21:12

svenja2014 hat geschrieben:
Freitag, 24.05.19, 9:34
Hallo Lucaaa,

auch ich bin ziemlich fassungslos, dass man Dich mit Sertralin sooo lange behandelt hat in Deinem Alter..., hast Du auch psychotherapeutische Unterstützung bekommen?

Ich hoffe, Du kannst die Ratschläge, die Du hier bekommst, gut annehmen, hier sind die einzigen Leute, die sich WIRKLICH auskennen mit dem Absetzen....

Ich schleiche auch gerade Venlafaxin aus und zwar extrem langsam, weil sonst die Absetzsymptome zu stark sind..

Die Ärzte haben normalerweise keine Ahnung vom Absetzen....die machen einfach das, was die Pharmaindustrie vorschreibt....
Und da ist die Vorgabe zum Absetzen viel zu schnell....gerade jetzt wo Du schon bei NUR noch 25 mg bist, musst Du extrem langsam weiter vorgehen!

Du wirst es schaffen, wenn Du schon soooo weit gekommen bist, da bin ich sicher....

Alles Liebe
Svenja

Danke für die Antwort! Ja habe von Anfang an psychotherapeutische Ünterstützung bekommen, war aber jetzt seit 1 Jahr bei keinem Therapeuten mehr, weil es mir nicht wirklich geholfen hat. Ich weiss garnicht ob ich jetzt weiter runtergehen soll mit der Dosis weils mir eben im Moment psychisch schlechter geht, hab mir auch mittlerweile wieder überlegt auf 50mg zu gehen und dort etwas zu bleiben bevor ich wieder reduziere..

Mit freundlichen Grüßen, Luca
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Lucaaa
Beiträge: 14
Registriert: Donnerstag, 22.03.18, 16:11

Re: Lucaaa: Sertralin reduziert - ständig hungrig?

Beitrag von Lucaaa » Freitag, 24.05.19, 21:16

krasiva hat geschrieben:
Freitag, 24.05.19, 10:53
Hallo Lucaaa,

bei Hungerattacken könnte Chrom gut helfen (Chromium 200 morg. und abds.)
Außerdem geregelte Mahlzeiten (immer zu gleichen Zeiten) und zwischendurch gesunde Snacks (z.B. Trockenfrüchte, Nüsse...).
Hier ein Link der behilflich sein könnte (bitte manuel eingeben, da ich per computer nicht eingeübt bin).

www. Heißhunger stoppen - diese Vitamine fehlen Ihrem Körper

Viel Erfolg und gute Besserung,

krasiva :)
Danke für die Empfehlung, werde mir das anschauen!
Ich esse seit Jahren eine ausgewogene Ernährung mit 3 Mahlzeiten am Tag und zwischendurch Obst und Nüsse als Snacks, nur reicht es eben nicht mehr, brauche jetzt fast das Doppelte an Mahlzeiten um richtig satt zu werden..

Mit freundlichen Grüßen, Luca
21 Jahre alt/seit 8 Jahren Sertralin (13-17 Jahren 75mg & 17-20 Jahren 150mg)

Grund für erste Einnahme: Miterlebter Tod des Bruders

Seit März 2018 alle 2 Monate um 25mg reduziert/ seit Jänner 2019 auf 25mg

Absetzsymptome seit Mai 2019: Unruhe, Panikattacken, gedrückte Stimmung, Herzklopfen, mehr Hunger, teilweise Schlafstörungen

Antworten