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Die Teams des ADFD




Absetzen Quetiapin und Amisulprid

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Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die Aufnahme.
Wie ihr meine Signatur entnehmen könnte geht es ums Absetzen von Quetiapin und Amisulprid bei meiner Frau.
Seit ca. 3 Monaten ist meine Frau nun Medikamenten frei. Wir wissen auch, dass das Absetzen etwas zu schnell ging.
Aktuelle kämpft Sie mit sehr vielseitigen körperlichen Symptomen:
- Kopfdruck
- Schwindel
- Immer wieder starke Schwäche
- Rückenschmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Empfindlicher Magen Darm Trakt
- Auch schon mal Gelenkschmerzen
Darüber hinaus, ist das Schlafen ein riesen Thema. Meist schläft meine Frau erst morgens gegen 5-6 Uhr ein. Vorher ist Sie zwar Hundemüde, kann jedoch nicht einschlafen, bzw. wenn doch schreckt sie nach 10min wieder auf. Dann schläft sie bis Mittag (also 5-6 Std.). Evtl. kommen einige der Symptome auch durch den schlechten Schlaf!?
Zur Linderung dieser Symptome schon versucht: Hanföl, Baldrian,
Leider ohne nennenswerten Erfolg.

Was denkt ihr, wie sollen wir weitermachen?
Kennt ihr diese Symptome als Absetzerscheinung? Ist das noch plausibel nach 3 Monaten?
Ideen zum Thema Schlafen?

Vorab vielen Dank für euer Antworten.
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Arianrhod
Beiträge: 1951
Registriert: 15.11.2015 15:16

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Arianrhod »

Hallo Juhe,

die Psychiatriegeschichte deiner Frau, die ist leider so typisch für viele Leidenswege. Man hat ein Problem - das mit der Lärmempfindlichkeit kann ich voll nachvollziehen, ich bin hochsensibel akkustisch (zumindest wurde mir beim Ohrenarzt ein überdurchschnittliches Gehör bescheinigt) und mich stört das kolossal, wenn die Nachbarn Mucke machen - leider höre ich alles. Mit Psychose hat das nix zu tun, eventuell mit Hyperakusie, Sensibilität oder - einer Vorstufe von Migräne.
Aber leider bekommt man dann Psychosemedikamente , und wenn man als Nebenwirkung "Angst" hat, noch MEHR davon, statt WENIGER. Ängste und Panik als Nebenwirkung kommen bis zu 13 % vor, die Dunkelziffer wird höher liegen, denn Psychiater lachen einen da aus: Die Medikamente sollen doch gegen Ängste wirken, nicht welche verursachen. Leider haben sie auch nie etwas von paradoxer Wirkung gehört, also das Medikament wirkt gegenteilig, auch das ist bei Psychopharmaka häufig.
Juhe141086 hat geschrieben:
27.03.2018 09:54
Wie ihr meine Signatur entnehmen könnte geht es ums Absetzen von Quetiapin und Amisulprid bei meiner Frau.
Seit ca. 3 Monaten ist meine Frau nun Medikamenten frei. Wir wissen auch, dass das Absetzen etwas zu schnell ging.
Aktuelle kämpft Sie mit sehr vielseitigen körperlichen Symptomen:
- Kopfdruck
- Schwindel
- Immer wieder starke Schwäche
- Rückenschmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Empfindlicher Magen Darm Trakt
- Auch schon mal Gelenkschmerzen
Darüber hinaus, ist das Schlafen ein riesen Thema. Meist schläft meine Frau erst morgens gegen 5-6 Uhr ein. Vorher ist Sie zwar Hundemüde, kann jedoch nicht einschlafen, bzw. wenn doch schreckt sie nach 10min wieder auf. Dann schläft sie bis Mittag (also 5-6 Std.). Evtl. kommen einige der Symptome auch durch den schlechten Schlaf!?
Zur Linderung dieser Symptome schon versucht: Hanföl, Baldrian,
Das Absetzen ging wohl zu schnell und deine Frau ist im Entzug. Stell dir vor, das zentrale Nervensystem ist gestresst. Hier eine Liste der möglichen Absetzsymptome:
also SEHR wahrscheinlich. Was du beschreibst , entspricht auch dem Wirkungsprofil der entsprechenden Neuroleptika. Quetiapin ist beispielsweise stark schlaffördernd - zu schnell raus, ergo Schlafstörungen.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=8022

und leider ist es auch nicht so, dass sich das ZNS immer von alleine beruhigt , wie beispielsweise bei einem Drogenentzug, sondern der Entzug kann sehr lange dauern, schlimmer werden.

Gut, was ICH persönlich machen würde - ich weiss, dass euch das wenig gefallen wird: Quetiapin wieder einschleichen ,und zwar unretardiert abends und zwar so lange , bis deine Frau wieder schlafen kann.

Und dann , wenn sie ca. 6 Wochen einigermaßen Schlaf findet, wieder ausschleichen und zwar nach der 10%- Regel: 10% alle 6 Wochen und nur bei psychischer Stabilität.
Juhe141086 hat geschrieben:
27.03.2018 09:54
Zur Linderung dieser Symptome schon versucht: Hanföl, Baldrian,
Leider ohne nennenswerten Erfolg.
Wenn das ZNS geärgert ist, wirken Nahrungsergänzungsmittel und auch Alternativmedizin entweder nicht oder werden schlecht vertragen.
ich selbst würde raten zu : Magnesium und Vitamin B12, das hat eine gute Wirkung auf alle Vorgänge mit den Nerven. Aber auch da gilt: Gucken, ob es einem bekommt. Die Verdauung etc. wird auch durch Neurotransmitter gesteuert, das heißt die Irritation bezieht sich auch auf die Verdauung.

alles Gute Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Jamie »

Hallo,

willkommen im Forum :)

Ich teile Arianrhods Meinung.
Die Substanz mit der größten Wirkung auf den Schlaf bzw. den sedierendsten Eigenschaften ist Quetiapin. Meines Erachtens macht es Sinn damit wieder einzusteigen und zu hoffen, dass sich damit die Schlafstörungen bessern.
Nach so langer Zeit auf Null würde ich da aber höchstens mit 5mg einsteigen und dann ggf. steigern.
ist das Quetiapin unretardiert? Dann dürft ihr es auflösen und / oder auf einer Feinwaage bearbeiten.

Wie kommt deine Frau denn durch den Tag? Das klingt nicht so, als ob man da noch arbeiten kann.
Ich kann die Lage deiner Frau übrigens gut nachvollziehen, ich bin seit 2001 in unterschiedlichen Ausprägungen schlaflos bis extrem schlaflos; mittlerweile bin ich berentet, das ging ja einfach nicht mehr. Ich kenne das also, wie das ist, bis ins Morgengrauen wachzuliegen :oops:....

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Hallo,

erst mal danke für eure Antworten. :wink:

@Arianrhod: Es ist wirklich seltsam, meine Frau reagiert nahezu auf jedes Medikament selbst auf ne Aspirin mit irgendwelchen Symptomen. Bauchschmerzen, Herzrasen, ... War früher nicht so. Haben gestern mal Schüsslersalze geholt, sowie Neurexan. Wobei heute Nacht ehr schlimmer war Herzrasen, Schlaflos, ... . Werden das Neurexan jezt ersmal wieder weglassen. :frust:

@ Jamie: Mein Frau ist aktuell auch berentet. Unser Alltag ist aktuell mehr ein Überleben. Mit vielen Auf und Ab's.

Das wiederb einschleichen hören wir wirklich nicht gerne. Wir hoffen een, dass die Absetzsymptome endlich nachlassen.
Psychiater meint das sind keine Absetzsymptome mehr nach so langer Zeit. Es sind psychosomatische Symptome. Sprich die Psyche löst diese körperlichen Symptome (Gelenkschmerzen, Kopfdruck, Schwäche, Schwindel, Unterleibsschmerzen) unmittelbar aus.
--> Wieder Tabletten nehmen --> Psyche gehts wieder gut --> Körperlichen Symptome verschwinden

Für meine Frau würde ein wieder einschleichen von Quetiapin bedeuten, dass Sie nie wieder davon wegkommt. Deshalb will Sie es nicht. Wir hatten auch schon überlegt kurzzeitig mit Benzos bzw. Z-Substanzen zu arbeiten, bis sich der Zustand etwas stabilisiert hat !?

Es ist schon so ein bisschen zum verzweifeln.
Und helfen kann irgendwie auch niemand. :(

Viele Grüße

juhe141086
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Gwen
Beiträge: 1935
Registriert: 12.01.2017 12:31

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Gwen »

Hallo juhe141086,
Juhe141086 hat geschrieben:
28.03.2018 13:06
Psychiater meint das sind keine Absetzsymptome mehr nach so langer Zeit. Es sind psychosomatische Symptome.
Diese Aussage hört man sehr oft, da sich die meisten Psychiater weder mit dem Absetzen noch den Entzugssymptomen auskennen. Wenn Du Dich hier umschaust, wirst Du sehen, dass es einige Betroffene gibt, die monatelang und länger mit den Symptomen kämpfen.
Juhe141086 hat geschrieben:
28.03.2018 13:06
Für meine Frau würde ein wieder einschleichen von Quetiapin bedeuten, dass Sie nie wieder davon wegkommt. Deshalb will Sie es nicht. Wir hatten auch schon überlegt kurzzeitig mit Benzos bzw. Z-Substanzen zu arbeiten, bis sich der Zustand etwas stabilisiert hat !?
Was das Wiedereindosieren betrifft: Es geht dabei darum, nur eine kleine Menge wieder zu nehmen, um den Entzug aufzufangen und diese dann nach dem Stabilisieren langsam und kontrolliert wieder auszuschleichen. Also nicht, wie vermutlich vom Arzt empfohlen, wieder zu den früheren Dosen zurück zu kehren.
Benzodiazepine machen schnell abhängig und sie müssen dann ebenso, wie auch die Z-Drugs wieder langsam ausgesschlichen werden.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]

Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Vielen Dank für eure Meinung.

Dieser Kopfdruck und der Schwindel, denkt ihr das kommt vom Absetzen? Und geht auch mal wieder weg? MRT war unauffällig.

Viele Grüße
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Gwen
Beiträge: 1935
Registriert: 12.01.2017 12:31

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Gwen »

Hallo juhe141086,
ob das wirklich vom Absetzen kommt, kann Dir per Ferndiagnose niemand sagen, aber es sind typische Absetzerscheinungen und daher ist es schon gut möglich.
Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]

Juhe141086
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Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

3Monate nahezu durchgehender Kopfdruck schlägt meiner Frau schon ganz schön aufs Gemüt. :frust: Jemand ne Idee was man da tun kann?
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Jamie
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Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Jamie »

Hallo Juhe, :)

also ich gehe an solche Sachen immer recht pragmatisch ran.
Man hat komische, unerklärliche Symptome, was kann man daraus folgern?

1) Ihr geht zum Arzt und checkt die Organik. Es ist evtl. was Organisches
2) Es könnte was Psychosomatisches sein (sagt der Arzt)
3) Es könnte mit dem Absetzen und dem Mittel zusammenhängen, vermutet ihr (und wir)

Angenommen der Arzt findet nichts, und so sieht es aus (Blutwerte und MRT sind ja schon mal ganz gute Anhaltspunkte), dann fällt Möglichkeit 1 weg.
Möglichkeit 2 erscheint euch selbst nur halb einleuchtend.
Bleibt Möglichkeit 3 übrig.
3Monate nahezu durchgehender Kopfdruck schlägt meiner Frau schon ganz schön aufs Gemüt. :frust: Jemand ne Idee was man da tun kann?
Natürlich können wir hier keine Diagnosen stellen; hinter jedem Kopfdruck und Schwindel können auch organische Ursachen stecken, aber wenn man da nichts findet, bleiben ja nur andere Gründe übrig.
Ich weiß leider nicht, was lindern könnte, da jeder individuell gucken muss, was ihm bekommt, aber falls deine Frau sich auch sehr verspannt fühlt, dann wäre eine gute Massage beim Physiotherapeuten oder versierten Masseur mal eine Idee.
Wenn danach die Beschwerden besser werden würden, hätte man einen Anhaltspunkt, dass es mit Verkrampfungen zusammenhängen könnte.

Ich verlinke dir auch den Kopfschmerzthread des Forums:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=10913

Verkrampfungen: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=11493

Umgang mit Schmerz: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=13702

Mole25 leidet auch unter Schwindel und Kopfdruck:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=12705


Noch einmal zur Wiedereinnahme. Also da es deiner Frau echt nicht gut geht und diese Symptome schlimmstenfalls Monate und Jahre gehen können, solltet ihr wirklich drüber nachdenken.
Ziel ist nicht, auf dem Zeug hängen zu bleiben, sondern sich zu fangen und dann auszuschleichen.
Die Frage, ob ihr retardiertes oder unretardiertes Quetiapin habt, ist glaub ich noch nicht beantwortet worden? Danke :)

Schönen Gründonnerstag

Jamie


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editiert: ich hatte ein Wort vergessen
Zuletzt geändert von Jamie am 29.03.2018 14:07, insgesamt 2-mal geändert.
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Unretardiertes Qutiapin
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Arianrhod
Beiträge: 1951
Registriert: 15.11.2015 15:16

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Arianrhod »

Juhe141086 hat geschrieben:
29.03.2018 13:55
Unretardiertes Qutiapin
umso besser, dass könnt ihr teilen.

liebe Grüße Arianrhod
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .

Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Hallo Zusammen,

Ich wende mich an unsere Moderatoren. Ich habe gelesen, dass Ihr eine kleine List habt mit Ärzten, welche dem Absetzen von Neuroleptika etwas offene gegenüber stehen, bzw. Einen da etwas unterstützen können.
Könnt ihr mir diese zukommmen lassen? :whistle:

Aktuelles Hauptproblem, meine Frau kann kaum mehr schlafen. Schläft eine und schreckt nach 5 Minuten panisch hoch. Hatt dann Herzrasen und kriegt schlecht Luft. :x :frust:

Viele Grüße
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

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Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Murmeline
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Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Murmeline »

Hallo Juhe,

unsere Liste ist leider klein und wir geben sie nicht heraus. Du kannst mir deine PLZ senden dann kann ich schauen, ob in deiner Nähe eine Empfehlung vorliegt und würde dir das dann mitteilen.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Juhe141086
Beiträge: 11
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Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Meine plz ist xxxx
Zuletzt geändert von Murmeline am 01.04.2018 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editiert
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

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--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
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05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

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01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

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03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Murmeline
Moderatorenteam
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Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Murmeline »

Hallo Juhe,

Hab deine PN erhalten. Werde mich im Laufe der Woche melden, nachdem ich in Ruhe schauen konnte.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Kennt jemand von euch Halsschmerzen, Jucken in den Ohren als Absetztsymptom?
Wir haben schon überlegt ob es sich um eine Art Reflux handelt könnte wegen dem ganzen Stress.
Die Beschwerden waren schon mal über mehrere Wochen da, waren dann aber Plötzlich verschwunden. Jetzt gehts wieder los.
HNO meinte damals könnte Reflux sein. Wollten gleich Pantoprazol geben.
Ein Anderer wollte Antialergikum geben.

Beides nicht genommen.

Ich hoffe es hat jemand einen Rat.

Schon mal vielen Dank!
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

lollarossa
Beiträge: 523
Registriert: 01.08.2016 16:20

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von lollarossa »

Hallo Juhe,

das mit den juckenden Ohren kenne ich nur zu gut, dass habe ich auch.
Ich nehme auch Amisulprid 200mg, habe das Absetzen allerdings noch nicht gestartet.

Ich habe letztes Jahr einen Kaltentzug von Escitalopram (Antidepressivum) machen müssen und da hatte ich oft Halsweh. Unter den Absetzsymptomen gibt es auch eine Art Entzugsgrippe, denke unter diesem Stichwort könntest du auch einiges finden.

Wünsche dir und deiner Frau alles Gute!
LOLLA
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Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Ululu »

Hallo Juhe,

gerade wenn Symptome so wechselhaft sind und zwischendurch plötzlich komplett verschwinden um später wieder genauso plötzlich aufzutauchen, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Absetzerscheinungen handelt.
Ein solcher Verlauf ist sehr typisch dafür.
Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass etwas anderes dahinter steckt, aber es klingt einfach sehr typisch.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Juhe141086
Beiträge: 11
Registriert: 17.03.2018 02:06

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Juhe141086 »

Hallo Zusammen,

Also, da es meiner Frau körperlich immer schlechter geht, Kopfschmerz, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Druck im Hals, Klosgefühl, haben wir die Vermutung, das evtl was mit den Hormonen nicht stimmt (Stichwort Hashimoto)? Woran liegt es den sonst??

Meine Frau hat schon immer eine Schilddrüsenunterfunktion, nimmt 135ug Euthyrox. TSH wert vor ca. 6 Wochen untersucht war io.
Wir haben gelesen das der TSH wert allein nicht aussagekräftig ist. Weitere Werte müssen untersucht werden sowie Ultraschall der Schilddrüse.
Werden dazu jetzt mal nen Experten für sowas aufsuchen, heißt glaub Endokrinologen 😝

Diese verdammten körperlichen Symptome, das kann doch nicht mehr am absetztn liegen!!!!???
Sind echt verzweifelt!

Gruß an euch alle
Ich bin Angehöriger, sprich meine Frau nimmt, bzw. hat Psychopharmaka genommen.

Grunderkrankung in der Vergangenheit: Angststörung, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörung, ... wurde viele Diagnostiziert.

Vor vier Jahren hat sich dann alles Hoch-geschaukelt Schlafstörungen --> Meine Frau fühlte sich dann sehr durch die Nachbarn gestört (sehr hellhöriges Mehrfamilien Haus).

--> Psychiater diagnostizierte Psychose und verschrieb Amisulprid 200mg und gegen Schlafstörungen immer mal wieder kleine Dosis Pipamperon.

Gleichzeitig wechselten wir die Wohnung (ruhiger, nur zwei Parteien) und ich zog mit meiner Frau zusammen.

--> Ab dann ging es steil bergauf. Vier Jahre nahm meine Frau dann
200mg Amisulprid
Pipamperon bei bedarf

04.2017: Plötzlich setzen Starke Ängste ein wenn meine Frau unter Menschen ist. Sie kann diese im Gespräch nicht mehr anschauen (Kopfdruck, Schwindel,...)

05.2017: Psychiater erhöht Dosis Amisulprid 400mg

06.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Quetiapin bis 600mg

09.2017: Keine Besserung. Zusätzlich Setralin 50mg

11.2017: Verschlimmerung meine Frau kann kaum mehr unter Menschen gehen. Zusätzlich starke Einschränkung der Verdauung.

12.2017: Alle drei Medikament über vier Wochen "aus geschlichen" (wir wissen mittlerweile das dies viel zu Schnell war)

01.2018: Ängste unter Menschen nahezu weg. Extreme körperliche Schwäche, Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz, Schlafstörung

02.2018: Gesamtbefinden etwas besser. Kopfdruck eine Woche weg, eine Woche da.

03.2018: Seit 3 Monaten Medikamenten frei.
Fühlt sich wieder, bzw. immer noch extrem Schwach. Kopfdruck und Schwindel. Keine Kraft. Gelenkschmerzen. Unterbleischmerzen. Blutwerte im Februar i.O. Die Körperlichen Symptome sowie die Krankheitsangst zerren an den Nerven. Schlafen von 6morgen bis 2nachmittags. Schlafrhythmus komplett verdreht.

Jamie
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Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Absetzen Quetiapin und Amisulprid

Beitrag von Jamie »

Hallo juhe, :)

also vielleicht gehört beides abgeklärt - Magen als auch Allergie.
Eine Magendiagnose ist aber oft nur durch eine Magenspiegelung wirklich zu bestätigen, bei bisschen Halsweh und Jucken in Ohren finde ich das zu massiv, zumal anscheinend keine anderen Magen-Symptome vorliegen.
Man könnte, falls es euch dennoch nicht geheuer ist, dennoch einen Versuch mit Pantoprazol oder Omeprazol machen, für 7-10 Tage. Wenn besser, dann Magenproblematik, wenn keine Veränderung, dann nix mit Magen.

Gleiches gilt für Allergie. Wie Pantoprazol und Omeprazol sind auch Allergietabletten / Antihistaminika frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich. Eine Allergie kann auch einfach so im Laufe des Lebens auftreten, selbst wenn man vorher nie Allergiker war. Das könnte man recht unkompliziert mit einem Allergietest abklären oder man nimmt mal 5 Tage versuchsweise Cetirizin oder Loratadin.

Das zum ganz pragmatischen Ansatz.

Nun aber hierzu:
Diese verdammten körperlichen Symptome, das kann doch nicht mehr am absetztn liegen!!!!???
Doch das ist sehr wohl möglich und wird euch von allen Teilnehmern auch bestätigt werden.
Absetzsymptome können ein bunter Symptomblumenstrauß sein und jeden Tag ist was Anderes.
Das ist sogar geradezu typisch für einen Entzug!
Leider wissen das viele Ärzte nicht und so wird man erst mal durch die ganze ärztliche Maschinerie geschleußt, ehe man dann ratlos da steht und es heißt, es sei dann eben psychisch, psychosomatisch oder man wisse nicht, was los ist.

Kennt ihr die Absetzsymptomliste des Forums? Ein Blick ist erhellend, schaut mal hier: :)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12534

Ich finde es dennoch gut, dass ihr die Schilddrüse mal genauer abchecken lasst - die kann wirklich massiv Probleme machen und dadurch eine Absetzsymptomatik noch verstärken.

Grüße und alles Gute
Jamie

PS. Hatte deine Frau mal eine Ohrenentzündung / Erkältung / Grippe in letzter Zeit? Seit einer schweren Mittelohrentzündung im Dezember leide ich unter anhaltend juckenden und feuchten Ohren; ich war sogar noch mal in der Uniklinik deshalb; aber man konnte absolut nichts finden.
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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