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Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

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Nachtwind
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Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo miteinander,

wie man meiner Signatur entnehmen kann, habe ich schon so einen ziemlichen Kampf mit dem Entzug von Paroxetin hinter mir.
Jetzt fragen sich bestimmt einige hier, warum ich so schnell heruntergegangen bin.Ganz ehrlich? Ich wusste nicht, dass es so schlimm und krass werden würde mit den Entzugssymptomen.
Ich hatte ja vor einigen Jahren schonmal abgsetzt und da war nach ein paar Tagen Schwindel alles überstanden.Dabei ahnte ich nicht, dass das Absetzen schlimmer wird, je länger man die Medikamente einnimmt.
Also gab ich mich geschlagen und unterbrach nach 4 Tagen das Absetzen.Leider konnte ich nur nicht bei den 10 mg bleiben, denn mein Körper meldet mir seit einigen Tagen immer wieder zurück, dass irgendwas nicht stimmt.Ständiges Frösteln, Herzstolpern, Vergesslichkeit, Erschöpfung..erst dachte ich, dass das von meinem Hashimoto kommt(autoimmune Schilddrüsenerkrankung) und ich nicht optimal eingestellt bin(was vermutlich auch der Fall sein wird, da muss ich aber leider noch auf meinen Arzttermin warten).
Aber so langsam glaube ich, dass das doch eher vom Absetzen kommt.Also heute zu den 10 mg noch 5 mg Tropfen genommen.
Die Tropfen habe ich aktuell von meiner Psychiaterin verschrieben bekommen, als ich, total fertig vom Absetzen, in ihrer Praxis aufkreuzte.So kann ich schön langsam herunterdosieren.
Was würdet ihr mir empfehlen, wie ich die nächsten Wochen/Monate mit dem Medikament runtergehe? In welchen Schritten?

Danke im Voraus für eure Antworten und frohe Ostertage :)

LG,
Nachtwind

Edit: Gerade las ich hier im Forum, dass man nachdem man auf 0 mg gegangen ist, dem Körper erst wieder eine kleine Dosis zumuten sollte.Habe ich das nun falsch gemacht, indem ich nach 4 Tagen gleich wieder auf 10 mg gegangen bin? Kommen daher vielleicht meine Symptome wie das Frieren, Herzstolpern usw.?
Bitte um Hilfe :)
Zuletzt geändert von Gwen am 22.06.2018 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Diagnosen: selbstunsichere-vermeidende Persönlichkeitsstörung, soziale Ängste, wahnhaftes Denken, depressive Episoden, Zwangsstörung
2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
Ende August-20.09.2018: 9,9 mg -> (im Wechsel) grippeähnliche Symptome/Nase verstopft, Atemnot/Panikattacken, starke Erschöpfung/Müdigkeit, zwischendurch aber auch gute, beschwerdefreie Phasen
27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
edgar
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von edgar »

Hallo Nachtwind,

herzlich Willkommen im ADFD. :)

Es war kein Fehler, von 0 mg wieder auf 10 mg zu gehen, denn Du warst nur wenige Tage auf Null und hattest zuvor 10 mg genommen.

Ich würde jetzt erst mal warten, bis die Symptome verschwunden sind und dann noch eine Stabilisierungsphase von mindenstens 2 Wochen einplanen nach Verschwinden der Symptome, bevor Du den nächsten Reduktionsschritt machst.

Gerade Paroxetin macht sehr häufig große Probleme beim Reduzieren.

Wichtig ist auch, dass nicht ständig die Dosis verändert wird.

Frohe Ostern und baldige Besserung !
Edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.
edgar
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von edgar »

Noch ein Nachtrag:

Du kannst später versuchen von 10mg auf 9 mg zu gehen. Dann 4-6 Wochen warten.
Grüße
Edgar
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von edgar »

Hallo Nachtwind,

habe übersehen, dass Du ja seit heute auf 15 mg bist. Große Dosissprünge sollten auch nach oben vermieden werden. Da Du erst seit heute die 15 mg nimmst, die gar nicht unbedingt nötig gewesen wären, würde ich morgen wieder die 10 mg einnehmen. Es kann aber einige Tage, manchmal auch Wochen dauern, bis die Symptome nachlassen. Falls Du aufdosieren möchtest, würde ich es mit 10,5 oder 11 mg erstmal versuchen.

Viele Grüße
Edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.
Lana19
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Lana19 »

Hallo Nachtwind,

als Leidensgenossin schreibe ich dir mal. Erstmal Willkommen!

Ich sehe, dass du nach deinem Absetzen 2012 nach 4 Monaten wieder angefangen hast mit Paroxetin. Ich nehme an, du hattest wieder Symptome und man sagte dir es wäre nötig das Midi wiederzunehmen. Dass die Symptome vom Absetzen kamen konntest du nicht wissen.... Ich habe das selbst so hinter mir. Wie viele andere hier auch.

Wichtig wäre es nun auf einer Dosis die du grade nimmst zu bleiben. Und zwar länger. Stell dich auf einen längeren Absatzweg ein, wenn du dauerhaft ohne das Paroxetin auskommen willst! Hier wird Absetzen mit der 10% Methode empfohlen, im Grunde genommen musst du es für dich erspüren wie es dir gut tut!
Ich habe 2 Jahre gebraucht um von 15mg Paroxetin runterzukommen. 1 Jahr bis auf 5 mg und dann nochmal ein Jahr, weil es so heftig wa<r. Lerne auf deinen Körper zu hören. Wir helfen dir hier gerne dabei!

Alles Gute
Lana
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
edgar
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von edgar »

Hallo Nachtwind,

Du hast es vemutlich schon gesehen, falls nicht, ist hier der Link zu einer Zusammenstellung von Infos zum Absetzen von Antidepressiva:

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Frohes Ostern und baldige Besserung !
Edgar
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo Leute,

keine Ahnung, ob das hier noch jemand liest, ich wollte mal ein kleines Update posten.
Ich bin jetzt langsam von 15 über Tropfen auf 10 mg runterdosiert(siehe meine Signatur) und bisher kam ich damit noch einigermaßen gut zurecht, die Symptome hielten sich in Grenzen, sodass ich meinem Alltag normal nachgehen konnte.
Doch seit einer Woche, wo ich 9 mg nehme, zeigen sich die Absetzsymptome wieder mit voller Wucht.
Obwohl ich jetzt seit genau einer Woche schon auf 9 mg Paroxetin bin, leide ich auch heute den ganzen Tag unter diesem "Nebel im Kopf", Benommenheit, kann kaum richtig denken, bin total verwirrt, hatte urplötzlich starke Halsschmerzen, dass ich dachte, ich kriege eine Erkältung und habe ab und an depressive Gedanken/Gefühle.
Gestern hatte ich hingegen einen richtig guten Tag, naja, abgesehen von den Magen-Darm-Beschwerden.
Auch hatte ich heute das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder Panik-Zwangsgedanken.Zum Glück konnte ich schnell auf Abstand dazu gehen.
Es ist alles so furchtbar unberechenbar. Man weiß nie, ist es jetzt vorbei oder kommt da noch was...?
Und der Weg bis zu 0 mg erscheint mir noch so furchtbar lang..wenn man bedenkt, dass mit jedem mg Reduzierung diese ganzen Symptome auftreten werden, die einem im Alltag so lähmen..
Diagnosen: selbstunsichere-vermeidende Persönlichkeitsstörung, soziale Ängste, wahnhaftes Denken, depressive Episoden, Zwangsstörung
2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
Ende August-20.09.2018: 9,9 mg -> (im Wechsel) grippeähnliche Symptome/Nase verstopft, Atemnot/Panikattacken, starke Erschöpfung/Müdigkeit, zwischendurch aber auch gute, beschwerdefreie Phasen
27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
Gwen
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Gwen »

Hallo Nachtwind,
wir empfehlen jeweils mindestens 4-6 Wochen Abstand zwischen den Reduktionen damit der Körper sich anpassen kann. Ansonsten kann es dazu kommen, dass Absetzerscheinungen zeitverzögert und kumuliert einsetzen. Das wird vermutlich jetzt dann bei Dir der Fall sein.

Es wäre daher zu überlegen, ob Du ein wenig hoch dosiert (9,25 zum Beispiel) und erst Mal eine Pause einlegst, bis sich Dein Zustand wieder stabilisiert.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
Nachtwind
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Gwen hat geschrieben: 21.06.2018 21:00 Hallo Nachtwind,
wir empfehlen jeweils mindestens 4-6 Wochen Abstand zwischen den Reduktionen damit der Körper sich anpassen kann. Ansonsten kann es dazu kommen, dass Absetzerscheinungen zeitverzögert und kumuliert einsetzen. Das wird vermutlich jetzt dann bei Dir der Fall sein.

Es wäre daher zu überlegen, ob Du ein wenig hoch dosiert (9,25 zum Beispiel) und erst Mal eine Pause einlegst, bis sich Dein Zustand wieder stabilisiert.

Viele Grüße Gwen
Ich kenne die 4-Wochen-Regel, hielt es aber für mich sinnvoller, auf meinen Körper zu hören und immer dann runterzudosieren, wenn ich mich gut fühle, über längere Zeit.Das war ja jetzt auch der Fall, bei den 3 Wochen auf 10 mg.
Ich kann leider auch nicht auf 9,25 mg gehen, denn soweit ich weiß eignet sich Paroxetin nicht für die Wasserlösemethode und eine andere Möglichkeit gäbe es ja nicht, oder? Wie gesagt, ich nehme derzeit die Troṕfen, könnte also nur mg-weise runterdosieren. Die Apothekerin hat mir zwar auch eine Spritze mitgegeben, aber ich wäre mit dem Um-Rechnen grade ehrlich gesagt total überfordert.. :zombie:
Diagnosen: selbstunsichere-vermeidende Persönlichkeitsstörung, soziale Ängste, wahnhaftes Denken, depressive Episoden, Zwangsstörung
2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
Ende August-20.09.2018: 9,9 mg -> (im Wechsel) grippeähnliche Symptome/Nase verstopft, Atemnot/Panikattacken, starke Erschöpfung/Müdigkeit, zwischendurch aber auch gute, beschwerdefreie Phasen
27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
Gwen
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Gwen »

Hallo Nachtwind,
bei Tropfen würde ich davon ausgehen, dass es mit der Wasserlösemethode funktionieren müsste. Kannst Du Mal im Beipackzettel nachsehen, ob da was steht, dass man die Tropfen nicht in Wasser einehmen darf (das ist bei Diazepam zb so). Ansonsten müsste das gehen.
Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo Gwen,

super, dass du mich auf diese Idee gebracht hast, vielen Dank! Die Tropfen, die ich nehme, nehme ich immer in Wasser ein.
Habe grade im Forum gestöbert und gesehen, dass dort auch jemand Paroxetin in Tropfenform runterdosiert.
Da ich grade so schummerig im Kopf bin, kannst du mir bitte sagen, ob ich hiermit richtig liege?
Ich möchte also nun 9,5 mg zu mir nehmen.Dafür müsste ich erst 9 Tropfen ins Wasser geben und dann(in einem anderen Behälter) einen Tropfen teilen, indem ich 1 Tropfen in 10 ml Wasser gebe und eine Hälfte wegschütte, sowie die andere einnehme, ist das richtig so?
Diagnosen: selbstunsichere-vermeidende Persönlichkeitsstörung, soziale Ängste, wahnhaftes Denken, depressive Episoden, Zwangsstörung
2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
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Re: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Ululu »

Hallo Nachtwind,

ja, das kannst du so machen.
:)

Viel Glück und LG Ute
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Nachtwind
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo liebes Forum,

ich bins mal wieder, mit einem kleinen Update.
Nachdem ich mich mit der Wasserlösemethode von 9,5 mg bis 9,9 mg wieder hochdosieren musste(siehe Signatur), weil es mir einfach nur schlecht ging und ich mich dauerkrank fühlte, nehme ich aktuell wieder 10 mg Paroxetin, in Tropfenform.
Damit geht es mir ganz ok, immerhin ist diese quälende Benommenheit nicht mehr da. Das war von allen Symptomen für mich eigentlich das, was mich am meisten belastete. Ich konnte den ganzen Tag keinen klaren Gedanken mehr fassen, habe mir nichts auch nur 1 Minute merken können und die ganze Zeit war da so ein Nebel und Druck in meinem Kopf.. eigentlich war ich weder lebens- noch arbeitsfähig. Ich habe nur vor mich hin vegetiert, weil nichts anderes mehr ging.
Als ich das dann auf Facebook in einer Gruppe schrieb, riet mir jemand, dass Tropfen und Tabletten vielleicht doch nicht haargenau gleich dosiert wären, also 1 mg nicht genau 1 Tropfen wären.
Darauf war ich noch gar nicht gekommen(wie auch, wenn der Kopf sich anfühlt, als laufe dort alles nur noch im Schneckentempo..).
Also neuer Versuch: ich musste schweren Herzens wieder rauf dosieren und nehme jetzt also 10 mg, bis ich kaum noch Symptome verspüre. Dann geht's Schritt für Schritt 10% runter(dafür habe ich mich nochmal im Prozentrechnen geschult ;).
Bisher ist das auch ganz ertragbar so. Habe nur ab und an Halsschmerzen, oft Alpträume(aber das kenne ich nicht anders von den Antidepressiva) und ab und zu Magen-Darm-Probleme.

(Bitte im Erfahrungsaustausch-Thread antworten, da das hier eigentlich nur mein Vorstellungsthread ist) :)
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20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
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Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Jamie »

Hallo,

nachgefragt:
(Bitte im Erfahrungsaustausch-Thread antworten, da das hier eigentlich nur mein Vorstellungsthread ist) :)
Das ist wo bzw. welcher?
Ich verstehe es auch nicht ganz, denn gerade die Vorstellungsthreads sind die, wo geantwortet werden sollte und das hier ist dein persönlicher Faden.
Liegt hier evtl. ein Missverständnis vor?
Danke :)


Grüße
Jamie
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von padma »

hallo Nachtwind, :)

wir haben keine extra Vorstellungsthreads. Dies hier ist dein persönlicher thread, in dem du über deine Erfahrungen berichten, Fragen stellen und dich mit anderen austauschen kannst.

Deinen anderen thread lösche ich, da doppelt.
Der Bereich "Erfahrungsberichte" ist gedacht, für Berichte in denen der zumeist abgeschlossene Absetzverlauf oder die Erfahrungen mit Psychopharmaka zusammengefasst werden.

Für fortlaufende Bericht mit Fragen und Austausch ist er nicht gedacht.

Schön, dass es dir mit den Tropfen wieder besser geht.
riet mir jemand, dass Tropfen und Tabletten vielleicht doch nicht haargenau gleich dosiert wären, also 1 mg nicht genau 1 Tropfen wären.
Ich halte es für denkbar, dass 1 Tropfen nicht genau 1 mg ist, obwohl es eigenlich so sein sollte.
Oder die Bioverfügbarkeit ist leicht anders, oder du verträgst die Hilfsstoffe der Tabletten nicht so gut, oder .....

Wenn du mit den Tropfen besser zurecht kommst, würde ich jetzt dabei bleiben

liebe Grüsse,
padma
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

@Jamie und Padma,

vielen dank für eure Antworten und die Richtigstellung. Dann habe ich das System hier falsch verstanden und schreibe weiterhin in diesem Thread hier meine Erfahrungen hin.
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2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
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Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
Ende August-20.09.2018: 9,9 mg -> (im Wechsel) grippeähnliche Symptome/Nase verstopft, Atemnot/Panikattacken, starke Erschöpfung/Müdigkeit, zwischendurch aber auch gute, beschwerdefreie Phasen
27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo Leute,

mal ein kleines Update von mir: ich bin mittlerweile in der 4.Woche auf 9,9 mg(ich nehme immer erst 9 Tropfen und für die restlichen 0,9 mg tropfe ich 1 Tropfen in 20 ml Wasser, nehme dann 2 ml mit einer Aufziehspritze weg und trinke den Rest).
Obwohl es mir zwischendurch auch mal gut ging, macht mir derzeit zu schaffen, dass ich immer wieder Panikattacken bzw. Atemnot habe. Ich denke, ich bekomme keine Luft und hyperventiliere, mir wird schwindelig und mein Kopf fühlt sich total benommen an. Sehr unangenehm.
Probiere es schon mit Achtsamkeit und Abklenkung, aber das hilft nur sehr begrenzt.
Weiß vielleicht jemand, was man da machen kann?
Nehme derzeit schon B-Vitamine und nach Bedarf auch Magnesium.
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2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
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Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
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27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Jamie »

Hallo Nachtwind, :)

schreibst du die Panikattacken / Luftnot / Hyperventilieren dem Entzug zu oder sind in letzter Zeit belastende Dinge passiert, die deinen Zustand getriggert haben können?

Hast du ein Notfall-Benzo zu Hause, das du in deiner Hosentasche tragen kannst? Alleine das Gefühl zu wissen, man hätte notfalls etwas da, das sofort hilft, hilft vielen Menschen eine Panikattacke besser zu bewältigen.

PA sind etwas, wo jeder einen individuellen Umgang dazu finden muss. Mir hilft persönlich sofortige Ablenkung und Fenster aufreißen, aber auch darauf zu achten, unbedingt nicht zu sehr auf die Atmung zu achten, denn die entgleitet mir auch und dann bekommt man das Luftnot- Gefühl bzw. hyperventiliert.

Kennst du unseren Thread zum Umgang mit Panik?:
viewtopic.php?f=50&t=11591

Grüße
Jamie

(ergänzt)
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Nachtwind »

Hallo Jamie,

danke für deine Antwort!
Nein, eigentlich gab es gar nichts, was mich irgendwie gestresst oder getriggert hat. Ich habe ja derzeit das Glück, dass ich an einem "geschützten" Arbeitsplatz bin und dort nicht der Druck und Stress wie auf dem 1. Arbeitsplatz herrscht.

Ich habe eigentlich immer Gaba in meiner Tasche, diese Sticks. Manchmal nehme ich die zum Einschlafen, was gut hilft.

Aktuell leide ich gar nicht mehr unter Panikattacken. Doch das ist kein wirklicher Grund zur Freude, denn stattdessen bin ich nun depressiv und könnte andauernd losheulen..
Ist das eine weg, kommt die nächste Überraschung..irgendwas ist immer, nicht wahr?
Diagnosen: selbstunsichere-vermeidende Persönlichkeitsstörung, soziale Ängste, wahnhaftes Denken, depressive Episoden, Zwangsstörung
2007: erster Klinikaufenthalt mit Paroxetin-Behandlung(60mg), Ende 2007 wieder abgesetzt, Schwindelattacken, aber überlebt ^^
2008: Klinikaufenthalt, erneut Paroxetin genommen, 2009 abgesetzt.
2012: Klinik, Paroxetin 40 mg, September 2012 abgesetzt->2-3 Tage heftige Schwindelattacken, dann wieder alles ok.
Seit Anfang 2013: 20 mg Paroxetin täglich
Erster Ausschleichversuch: 25.01.2018, von 20 mg auf 15mg(Tablette durchgebrochen)-28.01.2018.->Angst-/Panikgefühle, Derealisation
29.01.2018: kurzer Versuch auf 10 mg zu kommen, dann wieder auf 15mg wegen Schwindel, Schweißausbrüchen, Frieren, Übelkeit usw.
20.02.2018: erneuter Versuch mit 10 mg->Reizbarkeit, Kopfschmerzen, ansonsten keine nennenswerten Symptome(nächtliches Schwitzen schiebe ich auf meine Schilddrüsenerkrankung bzw. schlechte Einstellung)
14.03.2018-20.03.2018: 1. Absetzversuch mit 0mg Paroxetin->Panikattacken, keine Luft zu bekommen, starkes Frieren, nächtliches Schwitzen, Schwindelattacken, Herzstolpern, Angstgefühle, Heulkrämpfe(schwere depressive Stimmung), Magen-Darm-Probleme, surreal-Gefühl.
Am 20.03.2018 wegen Schwere der Symptome wieder 10 mg eingenommen.
20.03.2018-heute(31.03.2018):10 mg, immer wieder Herzstolpern, starkes Frieren, Erschöpfung, Vergesslichkeit, daher:
31.03.2018: zusätzlich zu den morgendlichen 10mg (Tablette) noch 5 mg Tropfen genommen, welche mir die Psychiaterin verschrieb.
Daraufhin bei gleichbleibender Dosis immer wieder Herzrhytmusstörungen.
30.03.18-16.04.2018: 14 mg, danach erhöht auf 15 mg wegen Panikattacken.
16.04.18-04.05.18: 15 mg danach langsam runterdosiert auf 10 mg, da nur leichte Beschwerden auftraten, erst wieder weiter runterdosiert als ich stabil war
24.05.18-14.06.18: 10 mg-> zeitweise depressive Stimmung, Frieren, Vergesslichkeit, Herzrhytmusstörungen, wurde mit zunehmender Zeit aber besser
seit 14.06.2018: 9 mg (in Tropfenform)-> starkes Benommenheitsgefühl, grippeähnliche Symptome, Schweißausbrüche, extreme Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Druck im Kopf-Stirn-Bereich, Vergesslichkeit
seit 22.06.2018: mithilfe der Wasserlösemethode auf 9,5 mg
22.06.2018-23.07.2018: immer wieder ein wenig höher dosiert(bis 9,9 mg), doch mir ging es immer noch schlecht(starkes Benommenheitsgefühl, ständig das Gefühl neben sich zu stehen, depressive Verstimmungen, Kopfdruck usw.).
Rat aus FB-Gruppe bekommen: evtl. liegt es an der Umstellung von Tabletten auf Tropfen.
Möglicherweise ist 1 Tropfen nicht genau 1 mg(?).
Unter 10 mg Paroxetin in Tablettenform ging es mir vergleichsweise gut. Daher->
23.07.2018- Ende August: 10 mg Paroxetin (Tropfen) ab und an Panikattacken(keine Luft bekommen), ab und zu grippeähnliche Symptome (Halsschmerzen)
Ende August-20.09.2018: 9,9 mg -> (im Wechsel) grippeähnliche Symptome/Nase verstopft, Atemnot/Panikattacken, starke Erschöpfung/Müdigkeit, zwischendurch aber auch gute, beschwerdefreie Phasen
27.09.2018-aktuell: habe von den 20 ml (=1 Tropfen) nur noch 1 ml statt wie sonst 2 ml weggenommen(keine Ahnung wieviel mg das nun sind), dann endlich mal wieder ein paar Tage "normal" gefühlt
Murmeline
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Re: Nachtwind: Paroxetin und ich..bitte um Hilfe

Beitrag von Murmeline »

Hallo Nachtwind!

Ja, diese Phasen, dass immer was ist, gibt es.
Vielleicht kannst du Mutmachsätze gebrauchen?
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Murmeline mit Grüssen
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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