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Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

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Christa-d
Beiträge: 9
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Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Christa-d » Mittwoch, 11.04.18, 12:25

Hallo miteinander,
Bin neu hier.
Habe vor 6 Tagen angefangen mit der Einnahme von Escitalopram Tr. 20 mg.
1. Und 2. Tag je 1 Tr.
3. und 4. Tag je 2 Tr.
5. Tag 3 Tr.
6. Tag und heute: zurück auf je 2 Tr. (Weil es täglich schlimmer wurde: Schwindel, Benommenheit, noch mehr Angstgefühle als vorher, schummeriges Sehen, Kopfdruck, Ohrendruck, Ohrensausen).
Kann ich sofort damit aufhören oder ist es besser, auszuschleichen?
Meinen Arzt (Neurologe) kann ich nicht erreichen. Bin seit Monaten auf der Suche nach einem Therapieplatz, ohne Erfolg. Überhaupt fühle ich mich mit meinem Problem allein gelassen. Überall lange Wartezeiten. Habe heute Mittag Gottseidank einen Termin bei einem Psychiater (60 km entfernt). Ich weiß nicht, ob der etwas zum Absetzen sagen kann....da habt Ihr vielleicht mehr Erfahrung?
Bin dankbar für jede Antwort.
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 12.04.19, 11:33, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel angepasst
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
Fortlaufende Behandlung 14-tägig: Psychotherapie
Weitere Medikamente:
Postoperative Hypothyreose mit medikamentöser Substitution:
seit Jahren: Thyronajod 75 µ/100 µ im täglichen Wechsel (Schilddrüsentherapeutikum)
seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Gwen
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Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31

Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 11.04.18, 12:52

Hallo Christa,
herzlich Willkommen hier im Forum!

Nach 6 Tagen ist das Escitalopram noch nicht in Deinen Stoffwechsel eingebaut. Ich würde es daher an Deiner Stelle einfach weg lassen.
Christa-d hat geschrieben:
Mittwoch, 11.04.18, 12:25
Meinen Arzt (Neurologe) kann ich nicht erreichen. Bin seit Monaten auf der Suche nach einem Therapieplatz, ohne Erfolg. Überhaupt fühle ich mich mit meinem Problem allein gelassen. Überall lange Wartezeiten.
Das ist leider ein weit verbreitetes Problem! :cry:

Was den Termin beim Arzt heute angeht: was erhoffst Du Dir davon? Ich vermute ganz stark, dass der Arzt entweder versuchen wird, Dir zu sagen, dass Du durchhalten sollst bis eine Wirkung einsetzt oder Dir einfach ein anderes Medikament aufschreiben wird. Das ist erfahrungsgemäß leider die häufigste Reaktion.
Alternativ kann er Dir wahrscheinlich sonst nur noch die Überweisung in eine Klinik anbieten. Oder bietet der Arzt auch selbst Psychotherapie an?

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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Christa-d
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Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Christa-d » Mittwoch, 11.04.18, 13:38

Hallo Gwen, schön, dass du mir gleich antwortest.
Der Arzt heute Mittag ist Psychiater. Ich kenne ihn noch nicht. Aber schon bei der Anmeldung vor 2 Tagen hat er mir gesagt, ich soll keine Psychopharmaka nehmen.
Morgen nehm ich nichts mehr.
Bin gespannt, wie das jetzt abläuft.
LG Christa
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
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seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Gwen
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Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 11.04.18, 16:11

Hallo Christa,

das hört sich ja schon Mal interessant an mit dem Arzt. Ich bin sehr gespannt, was er Dir empfiehlt!

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!
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Christa-d
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Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Christa-d » Freitag, 13.04.18, 17:54

Hallo Gwen,
nach der ersten Sitzung vorgestern war ich ganz schön fertig. Es ist reine Gesprächstherapie, und es geht um die seelischen Verletzungen, die man während des Lebens zugefügt bekommen hat. Jedenfalls ging es mir am nächsten Tag besser, heute aber wieder schlechter. Ich bin morgen wieder zur Sitzung. Am Anfang muss ich da wohl öfter hin, ohne zu lange zeitliche Abstände. Das wird ganz schön teuer, die Krankenksse bezahlt da nix. Aber das ist mir jetzt egal.
Ich habe seit 5 Monaten permanent Kopfdruck, Schwindel, Ohrensausen und Nackenschmerzen.
Habe jetzt noch Rosenwurzextrakt bestellt und hoffe, dass die Kapseln mir helfen, da besser durchzukommen. Jedenfalls ist er der Meinung, dass die Antidepressiva die Symptome nur überdecken. Man muss die Ursachen angehen. Das glaube ich auch.
Mal sehen, wie es mir in ein paar Wochen geht - es braucht seine Zeit.
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
Fortlaufende Behandlung 14-tägig: Psychotherapie
Weitere Medikamente:
Postoperative Hypothyreose mit medikamentöser Substitution:
seit Jahren: Thyronajod 75 µ/100 µ im täglichen Wechsel (Schilddrüsentherapeutikum)
seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Christa-d
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Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Christa-d » Mittwoch, 10.04.19, 13:02

Hallo Gwen,
nach einem Jahr komme ich zurück zum Forum. Kurz nach meiner Anmeldung bei Euch hatte ich den totalen Zusammenbruch - der Bahnsteig war schon ausgesucht. Nach meinem letzten post hier hatte ich kurzfristig einen Therapieplatz bei einer Psychotherapeutin bekommen. Schon beim dritten Gespräch hat sie mir angeboten, mir einen Platz in einer Akut-Klinik zu besorgen. Dort konnte ich schon Anfang Mai einchecken. Es war die Rettung.
Kurz: ich war dort 10 Wochen, hatte intensive Gespräche, Gruppen-, Bewegungs- und Maltherapie. Alles was dazu gehört. Schon nach 3 Wochen ging es wieder aufwärts. 5 Tage, bevor ich dort einchecken konnte (es aber noch nicht wußte), hat mich mein Mann noch zu einem Psychiater begleitet; der hat mir sofort eine schwere Depression attestiert und mir Venlafaxin 75 mg verordnet. Hätte ich da schon gewußt, daß ich einen Therapieplatz habe, ich hätte mit der Einnahme gar nicht begonnen...
Das Team in der Aktuklinik hat sich dann dafür ausgesprochen, das Präparat weiterhin einzunehmen.
Jetzt nehme ich es fast 1 Jahr lang und befasse mich mit dem Ausschleichen nach der "Kügelchenmethode". Es geht mir zwar besser, die Beklemmungen und die Nackenschmerzen sind nicht mehr da - aber ich habe immer noch leichten Schwindel und ziemlichen Ohrendruck. Deshalb meint meine Therapeutin, ich solle jetzt noch nicht ausschleichen. Aber ich befasse mich eben mal damit. Ich melde mich wieder, wenn es etwas Neues gibt.
Bis dahin, mal sehen wie es weitergeht.

LG Christa
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
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25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Katharina
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Re: Escitalopram Trp. 20 mg nach 6 Tagen absetzen

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 10.04.19, 13:32

Liebe Christa!

Alles alles Gute für Dich!

Liebe Grüße,
Katharina
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Christa-d
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Registriert: Mittwoch, 11.04.18, 11:55

Re: Christa-d: jetzt Ausschleichen Vnlafaxin 75mg

Beitrag von Christa-d » Freitag, 12.04.19, 11:28

hallo miteinander,
ich hab den Betreff geändert von Escitalopram Tr. in "Venlafaxin 75 mg ausschleichen"

Grüße
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
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Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
Fortlaufende Behandlung 14-tägig: Psychotherapie
Weitere Medikamente:
Postoperative Hypothyreose mit medikamentöser Substitution:
seit Jahren: Thyronajod 75 µ/100 µ im täglichen Wechsel (Schilddrüsentherapeutikum)
seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Christa-d
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Registriert: Mittwoch, 11.04.18, 11:55

Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Christa-d » Mittwoch, 17.04.19, 11:25

Hallo miteinander,
ich habe heute mit meiner Therapeutin gesprochen und sie über das Ausschleichen mittels der Kügelchen-Methode informiert.
Da mich das Ausschleichen in letzter Zeit schwer beschäftigt und ich zudem kontinuierlich an Gewicht zunehme, hat sie mich bestärkt, mit dem Ausschleichen zu beginnen. Ich drucke mir den Bericht von Jami vom 13.04.14 aus und gehe nach diesem Plan vor. Jetzt muß ich nur noch die entsrechenden Ersatzkapseln fürs Umfüllen besorgen...
Ich melde mich wieder

Grüße
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seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
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25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
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FineFinchen
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Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 17.04.19, 11:40

Hallo Christa, :)

wir hatten Dir noch gar nicht unseren Begrüßungstext eingestellt. Das wird umgehend nachgeholt :D

Hallo Christa,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Finchen
➡️ Fragen- und Antwortkatalog. Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!

➡️ Was finde ich wo im Forum?
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Christa-d
Beiträge: 9
Registriert: Mittwoch, 11.04.18, 11:55

Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Christa-d » Montag, 22.04.19, 17:23

Hallo miteindander,
ich habe die Signatur eingestellt.

In ein paar Tagen kommt meine Präzisionswaage zum Abwiegen der Pellets für's Ausschleichen nach der 10 %-Regel.
Zum Abwiegen die Pellets aus einerKapsel nehmen, 10% Gewicht entnehmen, den Rest wieder in die Kapsel füllen und einnehmen. Soweit klar.
Frage: hier muss ich nicht erst 10 Kapseln wiegen und das Durchschnittsgewicht ermitteln? Ich nehme an, jede einzelne Kapsel hat einen Wirkstoffgehalt von 75 mg?
Danke für jegliche Antwort
Ausgangssymptome:
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seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Towanda
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Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Towanda » Montag, 22.04.19, 17:34

Hallo Christa,

hast Du ein Präparat mit vielen Kügelchen oder nur mit wenigen Pellets? Soweit ich informiert bin dürfen die Pellets nicht geteilt werden. Um Venlafaxin nach der Kügelchenmethode auszuschleichen brauchst Du ein Präparat, das viele Kügelchen enthält (meist zwischen 150 und 200). Die kannst Du entweder wiegen oder auszählen, 10 % rausnehmen und die restlichen Kügelchen in die Kapsel zurückgeben und einnehmen.

Ich habe Dir den Link zur Kügelchenmethode nochmal eingefügt - steht auch schon oben im Begrüßungstext - hast Du den gelesen?

Ich zitiere mal aus unten angefügtem Link:
Bei Venlafaxin haben wir mittlerweile einige Hersteller gefunden, die viele Kugeln einfüllen. Diese sind u.a. Hexal, neuraxpharm, Winthrop, 1A Pharma, Henning oder das Original Trevilor.
Ungeeignet ist Heumana, da diese nur 3-6 Plättchen verwenden und betapharm und Aristo, da dort noch weniger Plättchen drin sind.
viewtopic.php?f=18&t=8897

LG Towanda
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31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Christa-d
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Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Christa-d » Montag, 22.04.19, 17:40

Hallo Towanda1
danke für die schnelle Antwort. Dann weiß ich Bescheid.
Grüße
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
Fortlaufende Behandlung 14-tägig: Psychotherapie
Weitere Medikamente:
Postoperative Hypothyreose mit medikamentöser Substitution:
seit Jahren: Thyronajod 75 µ/100 µ im täglichen Wechsel (Schilddrüsentherapeutikum)
seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

Christa-d
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Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Christa-d » Montag, 06.05.19, 18:19

Hallo, war heute wieder bei meiner Psychotherapeutin. Ohne diese Unterstützung möchte ich das Ausschleichen nicht machen. Wie schon öfter hier gelesen, sind viele Leidensgenossen beim Ausschleichen auf sich gestellt; vernünftige Anleitungen sind da wohl nicht so bekannt.
Auch meine Therapeutin war überrascht über die Kügelchenmethode (kannte sie nicht, auch nicht die Empfehlung mit der 10%-Reduzierung alle 4-6 Wochen).
Sie hat mir als Begleitmedikation das pflanzliche Mittel BAIKAL HELMKRAUT (Scutellaria baicalensis) in Tropfenform empfohlen. Es soll u.a. Angstgefühle deutlich mildern.
Habt ihr davon schon mal gehört? Weiß jemand etwas zu eventuellen Interaktionen mit Psychopharmaka?

Danke
Ausgangssymptome:
seit Oktober 2017: Schwindel, Ohrensausen, Kopfdruck, Ohrendruck, Kopfschmerzen und Schmerzen im Nackenbereich, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken besonders stark ab Januar 2018
Diagnose Mai 2018: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Medikation:
24.04. - 30.04.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens/1 x abends (wegen Panik vor Einnahme von Antidepressiva)
ab 24.04.18: 1 x tgl. Venlafaxin 75 mg
ab 01.05. bis 10.05.18: Alprazolam 0,5 mg, 1 x morgens
02.05. - 27.06.18: Aufenthalt Akutklinik:
Innerhalb dieser Zeit bis heute: deutliche Verbesserung der Symptome. Vorübergehende kurze Phasen (Rückfall) mit Ohrendruck, Ohrensausen und Schwindel - aber - keine Schmerzen mehr im Nackenbereich.
Fortlaufende Behandlung 14-tägig: Psychotherapie
Weitere Medikamente:
Postoperative Hypothyreose mit medikamentöser Substitution:
seit Jahren: Thyronajod 75 µ/100 µ im täglichen Wechsel (Schilddrüsentherapeutikum)
seit April 2019: Vertigoheel, 4x1 Tbl. tgl.: Damit habe ich das Gefühl, daß der Schwindel weniger wird

25.04.19:
Reduzierung Venlafaxin ret. 75 mg um 10% auf 67,5 mg. Leichtes Brennen der Zunge, leichter Kopfdruck (irgendwas tut sich jetzt schon da oben).Da denkt man gleich wieder an die Ausgangsdosis. Aber ich ziehe das jetzt weiter durch. Habe 11 Kapseln durch Abwiegen auf die 67,5 mg Dosis zubereitet.
06 05.19:
Es läuft gut, habe das Gefühl, dass Schwindel und Kopfdruck nachgelassen haben. Bin gespannt, ob das bei den nächsten Reduzierungen auch so problemlos geht.
25.05.19:
Reduzierung um 10 % auf 60,75 mg
Die ersten 2-3 Tage erhöhter Schwindel. Jetzt fällt mir auf, dass ich zunehmende Muskelschmerzen habe, vor allem in den Oberschenkeln, in den Knien und in den Hüften.
Nachts wache ich auf und kann mich kaum umdrehen wegen der Schmerzen in den Hüften. Etwa 1 - 2 Stunden nach dem Aufstehen noch starke Schmerzen beim Treppensteigen, wie Muskelkater. Im Lauf des Tages Besserung. Positiv: der Kopfdruck lässt nach, auch das Ohrenpfeifen. Bin gerade im Urlaub und habe Ablenkung; das ist ein weiterer positiver Aspekt.

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Re: Christa-d: Venlafaxin 75mg absetzen

Beitrag von Ululu » Montag, 06.05.19, 18:53

Hallo Christa,

ehrlich gesagt müsste ich das Kraut selbst erstmal googlen.

Es scheint wohl wie Baldrian zu wirken.

Du kannst es vorsichtig antesten, ob es hilfreich für dich ist.
Manch einer verträgt während des Absetzens aber überhaupt nichts, auch nicht aus der Pflanzenmedizin, also am besten erst mit einer sehr geringen Menge antesten.

Dass deine Therapeutin von der Kügelchenmethode noch nichts gehört hat, ist leider nicht ungewöhnlich.
:x
Hier und auch im englischsprachigen Absetzforum wird es aber schon länger empfohlen und vielfach erfolgreich angewendet.

LG Ute
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