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Borussia99: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

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Borussia99
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Borussia99: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Hallo und herzlichst willkommen zu meinem Thread.

Ich hab als Kind die Krankheit ADHS gehabt und habe von meinem 5 - 16 Lebensjahr ADHS Pillen geschluckt. Ich war immer sehr ruhig und schüchtern quasi Ruhiggestellt mit 16 haben wir meine Tablette absetzen lassen und dann hab ich angefangen wieder was zu fühlen meine schüchternheit wurde besser und ich fand meine erste Freundin.... die mir dann auch noch mit jemanden anderen gegangen ist.
Das war vor 1 Jahr im April. Ich wurde schwer depressiv und wollte mich wegen dieser und anderen Geschichten Mitte Mai umbringen. Ich sagte es meinen Psychologen zu meinem erst Termin er verwies mich auf die Kinder und Jugend Psychiatrie wo ich mit 17 freiwillig rein bin.

Dort habe ich gesehen wie mit einem Umgegangen wird mir wurde erstmal das Medikament Seroquel reingedrückt.... obwohl ich nicht Bipolar bin und hatte in der selben Nacht einen Kreislaufkollaps..... hab mich am nächsten Tag entlassen lassen....

Im Sommer 2017 bin ich im Juli bis August in eine Tagesklinik für Kinder und Jugendliche.... Freiwillig.... mir wurde nicht geholfen ich habe nach Medikamenten gefragt wegen meiner Depression..... wollte man mir nicht geben weil ich es auch ohne schaffen konnte....

Ich hab dann ohne Medikamente meine Ausbildung angefangen die ich dann kurz vor Ende der Probezeit verloren habe.... ich und meine Familie haben dann entschieden dass ich im August wieder in die Schule gehe eine Privatschule.

Ich war bereits 18. Und meine Selbstmordgedanken waren immer da.... bin dann im Dezember freiwillig zu einer Psychiaterin und ich habe mir dann freiwillig Antidepressiva verschreiben lassen.... sie hat mir dann etwas namens Venflaxin geben lassen 70mg.... ich hab gesagt Nein. Ich hab mir selber ein besseres Medikament ausgesucht mit wenigeren Nebenwirkungen es heißt Flouxetin.....

Und nun kommt warscheinlich der größte Fehler meines Lebens.....

Ich sollte erst 5mg nehmen und dann auf 10mg hochdosieren.... was ich auch gemacht habe, aber mir ging es richtig dreckig mit 10mg deswegen bin wieder runter auf 5mg dann wieder auf 10mg und bin dann wieder zu meiner Psychiaterin und habe gesagt dies dass Nebenwirkung.

Dann wieder auf 5mg runter und wollte sie bis April genommen.... bis zum 8 April..
Aber am diesen Tag hab ich was anderes gemacht ich habe meinen Teiler nicht gefunden und mir einen neuen Teiler gekauft.... mit den ich falsch geschnitten habe und etwas weniger als 5mg genommen habe weil ich auf Arbeit musste.....
Ich weiß nicht ob diese Aktion das ausgelöst hat....


Das war die Vorgeschichte....

Nun etwas zu mir ich hab nicht viel Freunde und hatte auch eine schwere Schulzeit....
Ich leide unter Ängsten und da ich mit meinen eigen Diagnosen meist recht habe auch unter Zwangstörungen und Angstörung und Zwangsgedanken.

Nun zum Punkt warum ich euch dies alles erzählt habe

ich arbeite bei meiner Mutter als studentische Aushilfe und war auf Arbeit und war auf der Toilette etwa 1 Stunde danach nach der falschen Einnahme der Tablette hab ich weil es sehr ruhig ist eine Art sleises stöhnen gehört... ich dachte mir Schizophrenie höre ich Stimmen?

Bin dann in Angst geratten und wusste nicht weiter hab dann auch nichts mehr gehört bin aber aus Angst am Montag zu meiner Psychiaterin und liest es euch durch.... ich verstehe die Welt nicht mehr.... sie wollte mir ein Antipsychitikum verschreiben.... ich hab dann gesagt ich will freiwillig in die Klinik und das testen lassen.....

Meine Mutter hat mich dann in die Klinik gefahren und schnell hatte ich eine sehr nette Ärztin:)

Wirklich. Sie war wirklich gut ich habe ihr meine Vorgeschichte erzählt.... sie hat Psychologie und Medizin studiert und wir haben uns über 1 Stunde unterhalten und ich habe gefragt was denken sie habe ich eine schiziphrenie sie sagte nein und du hast das nicht weil du mir offen alles erzählst schizophrene Patienten würden das nicht sagen.... dann meinte sie ich sollte auch keine Tabletten mehr nehmen und mein Antidepressivum absetzen am nächsten Tag.

Ich soll an meinen Ängsten arbeiten sagte sie. Ich durfte eigentlich auch sofort gehen, aber ich bin freiwillig eine Nacht geblieben weil ich Angst hatte Entzugserscheinungen zu bekommen.

Dann ist nochmal die stellvertretende Leitung der Klinik gekommen weil mein Fall ungewöhnlich war die Oberärztin hat mich dann entlassen und meinte auch dass ich keine Anzeichen für eine Psychose mache....

Ich bin arbeiten gegangen und hab auch wirklich keine Stimme gehört, aber ich habe angefangen auf Geräusche zu achten und hab auch eine schlimme Angst diese Krankheit zu bekommen und sie zu haben. Ich höre meist viel Musik weil ich mich nicht traue ohne... ich höre ja nichts, aber die Angst ist noch da.

Ich denke jeden Tag ununterbrochen daran dass ich sehr krank sein könnte... ich leide auch nicht unter Verfolgungswahn oder was anderes.

Ja, weil ich unter der Angstsstörung sehr leide hab ich dann letzte Woche die Oberärztin angerufen und wollte eine Kur machen, um daran zu arbeiten. Ebenfalls möchte ich keine Medikamente nehmen und hab mir eine homöopathische Therapeutin für Mai wo ich auch hingehen werde.

Ich interpretiere mittlerweile vieles es könnte eine Stimme sein und ich frag auch Leute ob sie dies auch gehört haben... dies ist mittlerweile ein Zwangsgedanke geworden.

Gestern am Freitag hatte ich ein Termin wegen Kur Beantragung..... ich hab den Psychologen über meine Paranoia vor Stimmen erzählt obwohl ich nichts höre... und er meinte es könnte eine Angstörung sein oder ein Anzeichen für eine Psychose weil aber nur wegen diesen einen Symptom dass macht mir Sorgen.

Er hat mich auf eine psychosomatische Klinik verwiesen und die sollen diagnostizieren was ich habe und weiter schauen und nun habe ich Angst unter einer Psychose zu leiden und unter den Folgen. Ich will nicht mit so einer Krankheit Leben und dies kann man wenig heilen und ich hab so Angst was denkt ihr dazu.
Zuletzt geändert von Gwen am 30.06.2018 15:36, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Clarissa
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Clarissa »

Hallo, in aller Schnelle ein Willkommen!

Was hast Du schon alles durch, Du Armer!

Ich denke dazu, Du solltest Dich so annehmen, wie Du bist, auch mit Deinen Defiziten, auf dieser Basis versuchen, ein glückliches Leben zu führen, und Dich v.a. von der Psychiatrie fernhalten!

Ich krieg gleich Gänsehaut, wenn ich Deine Geschichte lese! Das wird ja immer schlimmer mit der Psychiatrie ... Mönsch, Liebeskummer ist normal und daß es einem dabei schlecht geht.
Die Pillen machen Dein Gehirn kaputt, fürchte ich.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa
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padma
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von padma »

hallo Borussia, :)

willkommen im ADFD.

Du hast wirklich schon viel mitgemacht.

Was du beschreibst hört sich absolut nicht nach einer Psychose an, auch nicht nach einer beginnenden.
Ich glaube nicht, dass du eine schwere Krankheit hast.

Ich kann natürlich keine Diagnose stellen, aber für mich hört es sich nach Angst/ Zwangsgedanken an.
Das ist mit Psychotherapie behandelbar.

Schau mal, hier schreibt jemand über das gleiche Problem: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... gsgedanken

Nimmst du aktuell noch Fluoxetin oder etwas anderes?
Hat du mal an eine ambulante Psychotherapie gedacht?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
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Arianrhod
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Arianrhod »

hallo Borussia,

die Vorstellung , "verrückt" zu werden, kommt als Angsterkrankung und Zwangsgedanke vor, das bedeutet auf keinen Fall, dass du eine Psychose bekommst. Da wäre die richtige Behandlung eine Psychotherapie.
https://www.angst-verstehen.de/angst-ve ... zu-werden/
Hier ein Artikel, der das meiste zu diesem Thema zusammenfasst.
Medikamente braucht es dazu nicht.
Davon unterscheiden muss man die Absetzsymptome von Psychopharmaka. Diese Absetzsymptome sind leider höchst real, aber haben nix mit Schizophrenie zu tun, sondern sind Reaktionen deines zentralen Nervensystems, das sich an einen chemischen Stoff angepasst hat, der ihm jetzt entzogen wird - in diesem Forum bekommst du für den Umgang mit dem Entzug gute Tipps.

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Jamie
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Jamie »

Kann dieser Beitrag bitte in die richtige Rubrik verschoben werden?
Hier geht er unter. Danke :)
Gwen
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Gwen »

Hallo Borussia,
Ich hab Deinen Thread jetzt in den Bereich für neue Teilnehmer verschoben.
Viele Grüße Gwen
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

padma hat geschrieben: 28.04.2018 18:11 hallo Borussia, :)

willkommen im ADFD.

Du hast wirklich schon viel mitgemacht.

Was du beschreibst hört sich absolut nicht nach einer Psychose an, auch nicht nach einer beginnenden.
Ich glaube nicht, dass du eine schwere Krankheit hast.

Ich kann natürlich keine Diagnose stellen, aber für mich hört es sich nach Angst/ Zwangsgedanken an.
Das ist mit Psychotherapie behandelbar.

Schau mal, hier schreibt jemand über das gleiche Problem: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... gsgedanken

Nimmst du aktuell noch Fluoxetin oder etwas anderes?
Hat du mal an eine ambulante Psychotherapie gedacht?

liebe Grüsse,
padma
Ich nehme aktuell nichts und ich hab auch seit der Einnahme von Flouxetin keine depressiven Symptome gezeigt....

ich hab mir eine homoophatische Psychotherapeutin gesucht.....:)

Aber ich habe immernoch angst vor stimmen obwohl ich sie nicht höre.... ich habe eine Cranibinuäre Disfunktion und eine der Symptome sind Depressionen.... eventuell sollten Ärzte das mal Untersuchen.
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Arianrhod hat geschrieben: 28.04.2018 19:33 hallo Borussia,

die Vorstellung , "verrückt" zu werden, kommt als Angsterkrankung und Zwangsgedanke vor, das bedeutet auf keinen Fall, dass du eine Psychose bekommst. Da wäre die richtige Behandlung eine Psychotherapie.
https://www.angst-verstehen.de/angst-ve ... zu-werden/
Hier ein Artikel, der das meiste zu diesem Thema zusammenfasst.
Medikamente braucht es dazu nicht.
Davon unterscheiden muss man die Absetzsymptome von Psychopharmaka. Diese Absetzsymptome sind leider höchst real, aber haben nix mit Schizophrenie zu tun, sondern sind Reaktionen deines zentralen Nervensystems, das sich an einen chemischen Stoff angepasst hat, der ihm jetzt entzogen wird - in diesem Forum bekommst du für den Umgang mit dem Entzug gute Tipps.

liebe Grüße Arian

Ich hoffe dass ich diese Angst in Griff bekomme....
warum denkst du ich habe keine Psychose... ich habe kein Verfolgswahn und andere Symptome nur diese Angst davor... und ich interpretiere alles als stimme.
Borussia99
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Gwen hat geschrieben: 29.04.2018 13:03 Hallo Borussia,
Ich hab Deinen Thread jetzt in den Bereich für neue Teilnehmer verschoben.
Viele Grüße Gwen
Ist voll okay weiter so gutes Forum :)
Clarissa
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Clarissa »

Hallo Borussia,

was ist denn das: "Cranibinuäre Disfunktion" ?

VG von Clarissa
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Ululu »

Hallo Borussia,

meintest du vielleicht eine Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD)?
Wir haben hier einen Thread zu Kieferproblemen.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=13081

LG Ute
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Arianrhod »

Borussia99 hat geschrieben: 29.04.2018 16:36

Ich hoffe dass ich diese Angst in Griff bekomme....
warum denkst du ich habe keine Psychose... ich habe kein Verfolgswahn und andere Symptome nur diese Angst davor... und ich interpretiere alles als stimme.
Eben.
Selbst der bösartigste Psychiater könnte dir aus diesen Symptomen keine Psychose stricken. Das was du hast ist eine Angsstörung.
oder noch knapper: Hättest du eine Psychose, hättest du keine Angst davor.


Ich wünsche dir auch, dass du diese Angst in den Griff bekommst. Außerhalb dieser Angst - hast du noch andere Baustellen?
liebe Grüße Arian
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Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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Wie geht es weiter

Beitrag von Borussia99 »

Meine Geschichte begann letztes Jahr im Februar ich habe die Blogging Website Tumblr endeckt und ich war wirklich Glücklich ich konnte über meine Gefühle schreiben und habe dort ein Mädchen kennengelernt.

Um anfangen zu können möchte ich noch eine Vorgeschichte erzählen ich wurde seid meiner 1 Klasse gemobbt und hatte leider auch nicht viele Freunde gehabt und bin leider auch von einer Realschule in eine Hauptschule gelandet, wo es dann richtig losging weil ich eben nicht so blöd bin. Ich hatte keine Freunde und auch keine Freundin gehabt hab dann mir 1 Jahr in einem Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung gesucht.... die ich dann Ende 2017 verloren habe weil die Ausbildung gesagt hat sie hätten keine Zeit gehabt und es liegt nicht an mir.
Nun gehe ich im Sommer 2018 auf eine Privatschule, wo ich in einem Jahr die mittlere Reife nachholen kann und dann werde ich eine Ausbildung bei meiner Mutter in einem großen Unternehmen nachholen.


Ich habe auf Tumblr dieses Mädchen kennengelernt und tatsächlich habe ich mich in sie verliebt und wir haben uns dann mit 17 getroffen leider wohnte sie etwa 280km weit weg.... ich und sie haben uns geküsst und was junge Leute halt machen:)


Ende April letzten Jahres haben wir uns dann gestritten weil wir weit weg wohnten und paar andere Sachen. Ich wurde depressiv... ich habe sie halt geliebt und wollte nicht ohne sie, also habe ich mir letztes Jahr im Mai versucht das Leben zu nehmen seitdem geht es schlimm bei mir Freunde habe ich auch nicht wirklich. Ich sehe gut aus für mein Alter und ich werde auch öfters von Mädchen angeschaut:)

Aber wie soll ich ein Leben beginnen ohne Freunde....?

Wie soll ich weiter machen ebenfalls plane ich mein eigenes Unternehmen zu gründen und mir ein finanzielles Standbein aufzubauen. Ich bin nicht dumm....


Ebenfalls Liebe ich dieses Mädchen immernoch und kann sie nicht vergessen obwohl ich sie nur einmal gesehen habe.
Ich hatte danach auch noch andere Mädchen gehabt, aber sie kann ich nicht vergessen.


Bin ich so anders für meine 18 Jahren....?
Ululu
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Ululu »

Hallo Borussia,

bitte schreibe in deinem Thread weiter, damit deine Geschichte zusammen bleibt.
Ich habe deinen Beitrag jetzt verschoben.
LG Ute
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Ich hab bis jetzt keine Stimmen gehört.... hab ich noch eine Schizophrenie?
vindi74

Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von vindi74 »

hallo Borussia,
Venflaxin das neue Wundermittel (Ironie), eben kenne ich viele denen die das verabreicht wird. Darüber kann man sich streiten. Ich mag keine AD, naja du willst weg davon das ist schon mal gut, wirst du auch schaffen wenn du dich an die Regeln hältst.

Zu ADHS kann ich dir eine Menge erzählen, ich habe es auch und kenne viele die das haben und auch medis genommen haben.

jetzt kommt der Knackpunkt.
ADHS Medis enthalten Ephedrin bzw Pseudo Ephedrin. Dies ist Hauptbestandteil von Speed bzw Amphetamine.

Ich kenne Jungs die nehmen heute Speed um Runter zu kommen!!! Was ich nicht für gut heiße. weil die Nebenwirkungen heftig sind.

Ich glaube auch das in Chrystal Meth dies der Hauptbestandteil ist.

Ephedrin ist bekannt dafür das es die Psyche angreift. Wenn man sich die Psychiatrien anschaut sind viele da die Probleme nach dem Konsum von Speed haben oder ADHS Medikamente.

meine Verhaltenstherapeutin behandelt viele Drogen Psychosen und die sind in den Griff zu bekommen.

Mit einer guten Therapie bin ich mir sicher das du wieder "normal" wirst du musst einfach nur lernen den Blickwinkel im Leben zu verändern.

Dinger von einer anderen Perspektive zu sehen, positiv zu denken.

Machst du eine Verhaltenstherapie?

Ich würde mich mal umschauen ob du eine Therapeutin bekommst und keinen Psychiater der dir Medis verschreibt. Ich habe von einem Neurologen in der Klinik mal das Medikamenten Problem erklären lassen, ich weiss nicht ob er recht hatte aber er hat gesagt bei Akuten Fällen wird es verschrieben um das Leben wieder in die richtige bahnen zu lenken dann nach max. einem Jahr sollte man das AD wieder langsam absetzen und schauen ob die Therapie was gebracht hat.

Selbstverständlich nehmen es viele weiterhin weil ne Pille gegen Kummer ist ja einfach und der Mensch sucht immer den bequemsten weg.

Gesund kann man aber nur werden wenn man aktiv was dagegen tut.

Bei einer Erkältung legt man sich auch hin und ruht sich aus trinkt Tee und Kraftbrühe. Nur in besonders schweren Fällen nimmt man dann Medikamente um Vieren abzutöten. Wenn man gesund ist nimmt man keine mehr.

Das ist alles Kopf Sache, ich habe nie Medikamente genommen gegen ADHS und lebe noch.
Du bist noch Jung gebe deinen Körper Zeit von den Medis loszukommen. Habe Geduld in einer Therapie lernt man sich ziele zu setzen.

Die Depris und die ganzen Sachen wirst du überstehen, ich weiss von was ich rede ich habe das alles auch schon durch gemacht.

Mir hilft die Verhaltens Therapie unwahrscheinlich. Lasse den Kopf nicht hängen hole dir Hilfe wenn du das ohne Medis möchtest sage es ein guter Therapeut wird das akzeptieren und dich unterstützen.

Ich drücke dir die Daumen...

Gruß Vindi
lakeSonne1
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von lakeSonne1 »

Hallo Borussia,

ich hatte auch eine Angsterkrankung mit Zwangsgedanken.
Ich kann dir nur sagen, mach dich nicht irre deshalb, Zwangsgedanken sind einfach eine Krankheit, aber die kriegt man auch wieder los. Ich habs auch geschafft. Medikamente sind nicht notwendig, eine Verhaltenstherapie mit einem Therapeuten der sich mit Zwangserkrankungen auskennt wäre sinnvoll. Literatur dazu gibts auch, schau einfach mal bei amazon.

Ich will mich hier jetzt nicht aufdrängen, wenn du ein paar Tipps haben willst, melde dich.

Gruß,
lake.
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,7mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden
29.1.19: Herzstolpern weg. immer noch Brustraumbeschwerden, Atemnot, Kurzatmig, hohe Grundanspannung (8/10), Panikattacken. Neu: Schultern/Arme Nervenschmerzen beidseitig , Bodyzaps Körpermitte,
31.1.19: fast alle Symtome weg, niedrige Grundanspannung (3/10)
3.2.-20.2 : Übelkeit, Panik, Brustraumbeschwerden, Atemnot, Hypersensibilität(Haut, Geruchssinn, Schmerzempfinden), Schulterverspannungen, Zaps, Nervenschmerzen, Magen/Darm, Migräne, Schlapp
18.2.-19.2.: Zusätzlich teilweise Depri.
21.2. -: Es wird insgesamt besser; PAs und Nervenschmerzen noch da, Depri weg.
22.2-25.2: PAs mit Atemnot, Brustschmerzen
25.2. - 10.3: es stabilisiert sich langsam: körperliche Symtome gehen zurück, dafür vermehrt PAs
10.3.- 25.3: Massive PAs, teilweise über Stunden
1.4.: seit 4 Tagen keine Symptome mehr. ich fühle mich gut.
14.4.: es wird immer besser; fühle mich gut. Ab und zu kleine Einbrüche, nicht der Rede wert
1.8.: zurück auf 10mg. 2019 keine weiter Reduktion
20.12.2020: zurück auf 15mg wg starken Ängsten/Panik. Stimmungsschwankungen
Jamie
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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Jamie »

Hallo lake :)

Die Tipps wären auch für alle anderen Interessierten, die sich mit Zwangsgedanken herumschlagen, sicher sehr hilfreich. :whistle:

Vielleicht möchtest du in der Rubrik Alternativen zu Psychopharmaka einen Artikel dazu posten?
Ich bin mir sicher, da gibt es dankbare LeserInnen :)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Hallo Leute, meine Angst vor den akkustischen Hallozinationen hat aufgehört, aber ich habe andere Sachen erlebt. Ich habe dann im Anschluss zu der Angst Muskelzuckungen bekommen, Rückenprobleme = Skoilose bei Jugendlichen habe gedacht ich hätte sowas wie ALS, MS, Entzüngungen im Gehirn.
Bin erstmal zu einer Neurologin nach Frankfurt ist nichts. Dann zu meinen Hausarzt der meinte dass ist psychisch. Dann zu einem Ortopäden der gibt mir nun Einlagen. Weil nun habe ich bei jedem Schritt eine Art Schwindel laut Schuhmacher habe ich Plattfüße. Es fühlt sich an wie Schwindel, aber es ist kein Schwindel. Naja ich hoffe mit meinen Einlagen wird es besser. Ich habe letztze Woche Sonntag sowas wie einen Kopfdruck bekommen warscheinlich psychsich dann Nasenbluten habe aus Panik den notruf gerufen und dann ins Krankenhaus laut Neurologin wieder nichts habe mich, aber mit ihr geeinigt 2 Nächte zu bleiben und dafür MRT, EEG und HNO Untersuchungen zu bekommen. Wieder nichts außer eine gutartige Zyste im Gehirn.

Nun hoffe ich dass meine Schwindel der kein Schwindel ist weggeht mit den Einlagen und ich mein Leben beginnen kann. Ich bin verdammte 18 und ich will ein normales Leben führen.
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Re: Borussia99: Mit 18 Jahren und warscheinlich schwerst Krank

Beitrag von Borussia99 »

Hallo Katharina,

ich werde aber langsam wirklich Sauer. Ich habe eine CMD und einen falschen Biss und meine Kiefer rutscht und alles böse man kann nichts machen....

Wegen den Schwindel dass ist so schlimm. Ich weiß nicht weiter woher kann der Schwindel denn kommen es ist so eine Schande dass ich mich nicht mehr raustraue wegen den Schwindel ich bin verdammte 18.
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