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Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

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Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Dienstag, 15.05.18, 3:14

Hallo zusammen :)
Bin neu hier im Forum. Komme aus der Schweiz und bin 35 jährig.
Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll...Ich Versuchs mal kurz zusammenzufassen.

2006 wegen endogener Depression venlafaxin 75mg bekommen. Nebenwirkungen waren extremer Nachtschweiss, Hautausschlag.
2012 selber abgesetzt... nicht wie von euch empfohlen, wusste nichts zum Thema. Ich kann mich gar nicht mehr genau an die Zeit erinnern. Es ging ziemlich gut. Kurz danach auch mit langjährigem kiffen aufgehört.
Drei Wochen lang war ich etwas schlapp und habe keine körperliche Anstrengung ertragen.
Danach folgten drei der besten Jahre meines Lebens. Ich war noch nie so klar im Kopf wie zu dieser Zeit. Ich konnte das komplette Leben wieder spüren.

2016 begann die Hölle...alles ziemlich schleichend. Stresstoleranz wurde immer weniger es folgten Momente mit Übelkeit und Schwindel. Immer öfters auch müde und kraftlos. Das ging so einen Monat etwa. Dann beim einkaufen wie erstarrt stehen geblieben und zu meiner Frau gesagt es geht mir nicht gut. Mir ging eine Art Strom durch den Körper. Mir wurde übel und schwindelig. Ich wollte nur noch raus. Panikattacke??? Von da an war alles anders...es fühlte sich so unwirklich an. Dp/Dr ??? In den darauf folgenden drei Wochen stellte sich eine Art, habe ich in einem Buch gefunden, agitiert gehemmte Depression ein. Es ging nichts mehr.

Nach drei Wochen rief meine Mutter und meine Frau den Notfallpsychiater. Dieser sagte sie haben eine Depression. Und da begann der medicoctail. ( werde in der Signatur alles genau aufzählen)
Alprazolam und Escitalopram
Um von Alprazolam wegzukommen versuche mit Trimipramin ( fünf Tropfen und gleich suizidgedanken!!!Vorher in meinem ganzen Leben nie gehabt!!!) und Truxal ( sehr seltsamer Flash ).
Nach knapp drei Monaten escitalopram 20mg und Alprazolam zwischen 0.75 und 0.25 mg
nur leichte Besserung...kam dann olanzapin 5 mg hinzu.(Aussage des damaligen Psychiaters: olanzapin ist das gute alprazolam.)
Am folgenden Tag war die Unruhe weg und mein Zustand fast wieder wie normal. Ab diesem Tag alprazolam weg.
Mein Zustand wurde immer besser und als zückerchen obendrauf gab es noch agomelatin 50 mg hinzu. So nach dem Motto doppelt hält besser.
Ich fühlte mich wieder gut, hatte mein Leben zurück und war froh den ganzen Horror überstanden zu haben.
4 Monate lang ging alles gut.
Ende 2016 erste Verschlechterungen, depressive Verstimmungen, vereinzelt Unruhe und DR?.
März 2017 hat dann die wahre Hölle begonnen.
Mein Zustand war wieder wie zu Beginn.

Von da an wurde vieles ausprobiert teils mit turbowechseln und Entzügen.
Ich versuche es kurz zu machen.

März 2017
Escitalopram 20 mg in einem Monat weg...duloxetin einschleichen bis 60 mg
Dazu Lorazepam 2-4mg nach bedarf

April-Mai 2017
Keine Besserung. Agomelatine 50 mg ausgeschlichen

Juni 2017
Keine Besserung
Lorazepam Ersatz durch Truxal und Pregabalin
Habe ich nicht ausgehalten...fing alles an zu hinterfragen. Zwei neue Medikamente?
Also Lorazepam 1mg am Tag beibehalten

Lorazepam versucht selber abzusetzen..Doc sagte 1mg sei ja nichts mehr das müsse mit links gehen. Er drohte mit Klinik falls ich es nicht schaffen würde.
Hab’s nicht geschafft und mich dann selber auf eine akut Station begeben.Resultat: meine Frau holte mich nach vier Tagen wieder raus. Ich habe es nicht ausgehalten.

Juli 2017
Psychiater Wechsel
Ich bat um eine Einweisung auf eine Depressions und Angst Station.
Duloxetin 60 mg sofort Wechsel auf venlafaxin 75 mg
Lorazepam 1mg sofort Wechsel auf alprazolam 2mg

Aug.2017
Klinikaufenthalt 5 Wochen
Venlafaxin auf 150 mg erhöht
Olanzapin 5 mg in drei Tagen ausgeschlichen und mit quetiapin ersetzt
Alprazolam bis 4mg pro Tag
Relaxan und redormin (pflanzlich)
Heftige suizidgedanken!!!alles andere war nicht mehr zu verstehen was Nebenwirkung was Depression und Entzug war.
Von alprazolam wieder auf Lorazepam 4 mg wegen suizidgedanken
Sept.2017
Wieder zuhause...Klinik Trauma
Keine Besserung :evil:
Eigenständiges ausschleichen von quetiapin 200 mg
Lorazepam ganz langsam reduziert


Okt.2017
Neue Psychiaterin
Opipramol 50 mg einschleichen bis 150 mg

Nov.2017
Quetiapin 0

Dez.2017
Lorazepam 0

Aktuell sieht es so aus:
Venlafaxin 75 mg
Opipramol 50 mg

Ich habe leider dieses Forum viel zu spät gefunden. Werde jetzt versuchen nach den Empfehlungen von euch weiter zu machen.
Was haltet ihr von der ganzen Story? Ich weiss nicht mehr weiter. Meine psychische und physische Situation ist ziemlich schlecht.
Liebe Grüsse
Zuletzt geändert von Gwen am Dienstag, 15.05.18, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Wirkstoffe ergänzt
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

potatoiv
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Re: Medikamentenmix

Beitrag von potatoiv » Dienstag, 15.05.18, 8:08

Hallo!

Es melden sich sicher noch die Profis in diesem Forum- aber vorneweg- ich habe das auch so erlebt und durchgemacht- die Ärzte haben leider keine Ahnung, was sie mit den Medikamenten und diesem ständigen Ruck-Zuck-Wechsel anrichten können!
Mir haben sie dadurch Lebenjahre gestohlen....ABER mir geht es wieder recht gut- es kann aber dauern, je nachdem, wie sehr dein ganzes System gereizt wurde.
Ich war extrem elend nach meinen Psychiatrie-Aufenthalten und erst, als ich nichts mehr an Medis versuchte und begann ganz langsam auszuschleichen, wurde es ganz langsam besser!

Es wird wieder! Verzweifel nicht, wenn es dauert- ich dachte dazwischen auch oft, dass das nie wieder wird!
Alles Gute,
Eva
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Jamiepartenopeopadma
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
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Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
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Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
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Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
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Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017
Zyprexa 0,625mg...seit 27.4.2018
Zyprexa 0 mg ... seit 12.8.2018

Ich bin absolut Medikamenten- FREIIIIIIIIII :fly:

Jamie
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Re: Medikamentenmix

Beitrag von Jamie » Dienstag, 15.05.18, 10:09

Hi partenopeo,

willkommen im Forum :)

Da hast du wirklich was durchgemacht; - dein Fall ist ein schönes Beispiel, wie wahllos Psychopharmaka an Menschen ausprobiert werden.
Nein, das hat kein System im Sinne von medizinischem Knowhow. Das ist die blanke Verzweiflung, wenn Psychiater so mit einem herumexperimentieren.
Das einzige System darin ist, dass viele wild verschreiben - aber öfters ohne Sinn und Verstand.

Ich beglückwünsche dich, dass du eigenständig die Benzos losgeworden bist. Das war bestimmt nicht leicht und du hattest teilweise hohe Mengen. Toll gemacht :fly:

Machst du eigentlich Therapie? Und ist geklärt worden, was los war zu der Zeit, als du diesen komischen Anfall im Supermarkt hattest? Oft kommen Panikattacken gefühlt erst einmal aus dem Nichts, aber war das vielleicht eine Zeit in deinem Leben, die sehr stressig war?
Meistens finden sich im Rückblick dann nämlich Anhaltspunkte, dass man schon lange überlastet war und der Körper will dann mit so einer Panikattacke auf sein (seelisches) Elend hinweisen.
Dass danach eine DP und DR eintrat ist übrigens häufig; sie dient der Abschirmung von Reizen.
War dir also alles zuviel? Hast du dich evtl überlastet? Gab es belastende Ereignisse oder Zeiten zuvor?

Ich halte es für essentiell zu schauen, was bei dir psychisch los ist und war. Und parallel kann man sich dann sanft von den AD und Co entwöhnen.

Wünsche dir einen guten Austausch hier :group:
Jamie

Bitte lege bei Gelegenheit eine Signatur an (bei dir war das sehr viel, grobes Aufzählen der raschen Wechsel und Medikamente reicht und was du aktuell nimmst; du musst nicht so detailliert werden wie in deinem ersten Beitrag) und wenn du dich bei jemandem für einen Beitrag bedanken möchtest, dann kannst du den Daumen-hoch-Button drücken. :)
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Re: Medikamentenmix

Beitrag von Gwen » Dienstag, 15.05.18, 10:39

Hallo partenopeo,

auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum!

Ich lass Dir Mal den Link da zu unseren Grundlageninformationen zum Absetzen von Antidepressiva. viewtopic.php?f=18&t=12880
Dort findest Du auch den Link zur Anleitung für die Signatur.

Viele Grüße und einen guten Austausch!
Gwen
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Dienstag, 15.05.18, 20:20

Hallo Eva
Vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte. Bei dir ist ja auch eine ziemlich lange Liste aus Medikamenten zusammengekommen. Es freut mich dass es dir besser geht.
Lg
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Dienstag, 15.05.18, 20:47

Hi Jamie
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich konnte hier zum ersten Mal alles richtig loswerden.
Ja ich bin in Therapie, kenne auch viele Auslöser für die ganze Problematik.
Bei der Therapie im Moment werde ich einfach nicht ernst genommen. Keiner hat mir bis jetzt geglaubt wie es mir geht. Das einzige was ich immer wieder höre ist dass ich in diesem Zustand sofort in die Klinik muss. Das löst in meiner momentanen Verfassung extreme Unsicherheit aus. Mein Selbstwertgefühl ist gleich null. Wenn ich offen und ehrlich beschreibe wie es mir geht dann heisst es meist dass das alles Symptome der Depression und Angst sind.
Wieder in eine Klinik zu müssen würde ja bedeuten das ganze medikamentenchaos wieder aufs neue.
Ich habe in all den Jahren die Erfahrung gemacht dass meist über das Wetter, den Alltag an sich oder andere für eine Therapie unwichtige Dinge gesprochen wird.
Meine aktuelle Psychiaterin hat mein ganzes Leben auseinander genommen...mal wars die Kindheit, dann die Eltern, die Beziehung, die Tochter und als ich ihr wegen Arbeit erzählt habe was mich belastet hat sie weil die Zeit fast um war nur gesagt dass sei verkraftbar.
Mein Wunsch wäre es ernst genommen zu werden, auch wegen der ganzen Medikamenten Sache.
Liebe Grüsse
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2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

partenopeo
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Dienstag, 15.05.18, 20:48

Hallo Gwen
Vielen Dank für den link
Lg
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

padma
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von padma » Donnerstag, 17.05.18, 17:46

hallo Partenopeo, :)

es tut mir sehr leid, was dir da widerfahren ist.
Das Wichtigste ist, vertraue deiner Erfahrung. Du alleine weisst, was dir gut tut und was dir schadet. Und auch nur du weisst, was dich tatsächlich belastet.

Wenn du dich bei dieser Therapeutin verständlicherweise nicht gut aufgehoben fühlst, hat diese "Therapie" keinen Sinn. Gibt es die Möglichkeit zu wechseln?
und als ich ihr wegen Arbeit erzählt habe was mich belastet hat sie weil die Zeit fast um war nur gesagt dass sei verkraftbar.
Das ist unmöglich. Wie will sie denn wissen, was für dich verkraftbar ist? Deine Arbeitstelle könnte ein Ansatzpunkt sein, woher die Ursprungsproblematik gekommen ist.
Wobei die medikamenteninduzierte Symptomatik aktuell sicher das Hauptproblem ist.

Du hast sehr schnell reduziert, eigentlich zu schnell. Ich würde jetzt erstmal keinesfalls weiter runter dosieren, dein ZNS braucht jetzt Zeit sich anzupassen.

Was hast du aktuell denn an Absetzsymptomen?
Haben sie sich im Verlauf der Reduktionen verschlimmert?

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Donnerstag, 17.05.18, 18:47

Hallo padma
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe momentan die heftigsten Symptome:Benommenheit, müde, spühre mich irgendwie wie nicht mehr richtig, gefühlstot, nur noch Traurigkeit, ich weiss irgendwie gar nicht mehr wer ich bin, verwirrt, suizidgedanken, habe Angst eine Psychose zu haben, und noch einige mehr...
Als mir vor etwa einem Monat emphohlen wurde Opipramol von 100 mg auf 50 mg zu reduzieren hatte ich das Gefühl dass es schlimmer wurde. Meine Psychiaterin wollte alles absetzen um dann johanniskraut zu versuchen.
Lg
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

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06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von padma » Donnerstag, 17.05.18, 19:18

hallo Partenopeo, :)
Als mir vor etwa einem Monat emphohlen wurde Opipramol von 100 mg auf 50 mg zu reduzieren hatte ich das Gefühl dass es schlimmer wurde.
Dann würde ich damit wieder etwas höher gehen, um dich zu stabilisieren. Der Schritt war auch viel zu gross :shock: . Du könntest zunächst auf 55 mg gehen. Auch beim Hochdosieren ist es besser kleinschrittig vorzugehen. Ich vermute, dass die 55 mg nicht reichen werden, aber erst mal schauen.
Meine Psychiaterin wollte alles absetzen um dann johanniskraut zu versuchen.
Bitte nicht :shock: . Das wäre die nächste Runde in der Psychopharmakaspirale. Je mehr durchprobiert wird, umso schlimmer wird es zumeist.

Das Ziel ist jetzt, dass du dich zunächst auf einer Dosis stabilisierst und anschliessend dann langsames Ausschleichen. Du wirst Geduld brauchen. :schnecke:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Donnerstag, 17.05.18, 20:23

Hallo padma :)
Ich konnte vorher nicht ausführlich antworten...
Ich werde deinen Ratschlag befolgen wegen dem Opipramol.
Leider weiss ich schon seit einiger Zeit nicht mehr was das beste wäre für mich. Das bereitet mir auch solche Sorgen. Ich finde wie den Zugang zu meiner inneren Stimme nicht mehr. Deshalb vielleicht auch das Gefühl gar nicht mehr genau zu wissen wer ich bin. Die letzten zwei Jahre kann mein Verstand irgendwie nicht richtig verarbeiten. Vielleicht hat es auch mit Dp/Dr zutun? Ich wurde darüber nicht aufgeklärt. Habe deswegen enorme Angst mein Verstand zu verlieren oder bereits verloren zu haben, und eben diese Ängste von Psychose usw.
Mir bereiten meine kognitiven Symptome ziemlich sorge...es ist schwierig zu beschreiben, wie ein anderer Geisteszustand. Wie kein Zugriff mehr zu Gefühlen, Willen, Überzeugungen usw.
Können das alles Dinge sein wegen der Medikamententortur?
Ich hoffe ich kann irgendwann darüber lachen und wieder so sein wie früher.
Liebe Grüsse
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
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Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 17.05.18, 23:04

Hallo partenopeo, :)

Antidepressiva schirmen leider vor Gefühlen ab, guten wie schlechten.
Der Effekt mag anfangs erwünscht sein, kehrt sich aber irgendwann ins Negative, denn wir Menschen brauchen unsere Emotionen, um leben zu können.
AD nivellieren alles in gewisser Weise auf ein ziemlich trostloses Niveau.
Kreativität, echte Freude, Authentizität, Gefühlsdurchlässigkeit, Intuition... all das leidet.
Lachen fällt schwer und weinen auch. Weil es sich oft unecht anfühlt.

Es ist aus der Ferne nicht zu beantworten, ob Derealisation und Depersonalisation von den Medikamenten kommen oder Ausdruck von Reizabschirmung sind. Ein überfordertes und zutiefst erschöpftes ZNS bedient sich oft der DP und DR als Eigenschutz! Es will nämlich verhindern, weiter von Reizen überflutet zu werden.
Vielleicht hilft dir diese Sichtweise deine Symptome besser einordnen zu können?
Oft läuft es am Ende aber auf einen Mischmasch aus Grundproblematik, Nebenwirkungen und ggf. auch Absetzsymptomen hinaus.

Ja, all das können Auswirkungen der Medikamente sein.
Deine Signatur liest sich wie eine Liste des Schreckens; du hast ja unglaublich viel eingenommen in den letzten Jahren - da würde jede Rossnatur vermutlich schlapp machen. :oops:

Ich möchte auch auf diesen Teil der Signatur eingehen
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg
Der Schritt im Februar von 150mg Venlafaxin auf 75mg war extrem groß und parallel noch eine Reduktion des Opipramols - das hat dein ZNS vermutlich nicht verkraftet.
Hast du denn etwas von den Reduktionen bemerkt?

Und noch einen Satz zu deiner Sorge mit der Psychose. Diese Angst hatte ich ständig, als ich mein Sertralin 2006 falsch (fast kalt) abgesetzt habe. Ich dachte jeden Tag überzuschnappen.
Von deinen Schilderungen über dich selbst entnehme ich eine sehr reflektierte Person, die ganz genau analysiert und auch mitkriegt, wie sich alles zum Fremden, Negativen in einem selber verändert. Bist du ein Mensch, der viel (nach-) denkt und wert auf diese geistige Arbeit legt?

Ich denke ich kann dir sagen, dass du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl keine Psychose kriegen wirst. Du wirkst klar, orientiert und reflektiert. Du schreibst völlig verständliche Sätze, auch wenn sich dein Gehirn breiig anfühlen sollte und du manchen Gedanken vielleicht nicht zu fassen bekommst. Du bist verwirrt und ängstlich, das wäre ich aber nach dem, was du durchgemacht hast, auch.
Mein Doc in der Klinik sagte mir mal, dass die Menschen, die Angst haben eine Psychose zu bekommen, keine bekommen werden. Psychosen kriegen eher die Menschen, die nie im Leben einen Gedanken darauf verschwendet haben und gar nicht bemerken, wie ihr Denken ins Schräge abdriftet.
Da du dich selbst gut beobachtest (bitte nicht zu sehr beobachten!), halte ich ds wie gesagt für äußerst unwahrscheinlich und will dich beruhigen :hug: .

Viele Grüße
Jamie
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Mittwoch, 23.05.18, 23:23

Hallo Jamie
Ich bin dir sehr dankbar für deine Antwort.
Jamie hat geschrieben:
Donnerstag, 17.05.18, 23:04
Der Schritt im Februar von 150mg Venlafaxin auf 75mg war extrem groß und parallel noch eine Reduktion des Opipramols - das hat dein ZNS vermutlich nicht verkraftet.
Hast du denn etwas von den Reduktionen bemerkt?
Ich muss dazu sagen dass venlafaxin wurde vielleicht auch schon im Januar reduziert. Ich weiss es leider nicht mehr so genau. Ich habe durch das ganze auf und ab ziemlich den Überblick verloren.
Als ich nach der Klinik das Quetiapin absetzte ging’s mir für ein paar Wochen etwas besser, ich spürte sogar Hoffnung das ich den benzo Entzug schaffen kann. Das war im September.
Im Oktober kam dann noch opipramol hinzu.
Der Benzo Entzug hatte mich dann im Dezember wieder zurückgeworfen.
Nach der Reduktion vom venlafaxin ging’s eigentlich im Februar ganz ok. Zu dieser Zeit vergass ich immer wieder eine opipramol zu nehmen...also liess ich es irgendwann bei zwei am Tag.
Ich war im Februar soweit wieder langsam mit Sport zu beginnen, konnte relativ gut schlafen, ging spazieren, einkaufen ging teilweise auch.
Zwischen März und April wurde alles wieder schlechter.
Und dann noch die opipramol Reduktion von 100mg auf 50 mg.
Zurzeit ist es echt schlimm. Habe massive schlafprobleme. Es gibt Tage da schaffe ich es kaum mich zu bewegen, obwohl ich weiss wie wichtig es wäre.
Es fühlt sich so an als wäre ich am sterben.
Was soll ich nur tun?
Liebe Grüsse
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03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 24.05.18, 18:20

Hallo partenopeo,

Padma :) hatte dir ja weiter oben schon etwas dazu geschrieben. Ich sehe das auch wie sie und würde das Opipramol wieder etwas erhöhen.
Die Symptome aussitzen zu wollen funktioniert oft nicht und du riskierst sehr hartnäckige und schwerwiegende Absetzerscheinungen.

LG Ute
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Donnerstag, 24.05.18, 20:27

Hallo Ute
Vielen Dank für deine Antwort
Ich habe mir eine Feinwaage bestellt um genau abmessen zu können. Hab’s mit einem Mediteiler versucht, aber 5 -10 mg geht nur mit Feinwaage.
Es ist sehr schwierig für mich sagen zu können was von welchem absetz oder reduktionsschritt kam. Da es so ein Durcheinander war. Richtig stabil war ich nie!!!
Es verunsichert mich gerade sehr dass du sagst :
Ululu 69 hat geschrieben:
Donnerstag, 24.05.18, 18:20
Die Symptome aussitzen zu wollen funktioniert oft nicht und du riskierst sehr hartnäckige und schwerwiegende Absetzerscheinungen.
Ich kann momentan nichts weiter tun als mit dem Opipramol wieder etwas rauf gehen, oder sehe ich das falsch ?
Oder muss ich noch weitere Medis ausprobieren um überhaupt mal einigermassen stabil zu sein ?
Es bleibt mir nicht viel anderes übrig als die Symptome auszusitzen.
Liebe Grüsse
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06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
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09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
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10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von padma » Freitag, 25.05.18, 18:14

hallo Partenopeo, :)
Es ist sehr schwierig für mich sagen zu können was von welchem absetz oder reduktionsschritt kam. Da es so ein Durcheinander war. Richtig stabil war ich nie!!!
Das wird sich auch nicht eindeutig zuordnen lasse. Dein ZNS ist durch das ganze Durcheinander sehr gereizt.

Mit "Aussitzen" ist gemeint, an der Dosis gar nichts zu verändern. Du versuchst ja mit der leichten Erhöhung von Opipramol dein ZNS zu stabilisieren.
Eine komplette Stabilität wird du so schnell vermutlich nicht hinbekommen :( , aber etwas mehr Stabilisierung wäre ja auch schon was.

Du kannst dich jetzt nur langsam rantasten, welche Dosierung jetzt passend ist.
Von weiteren Medikamenten kann ich nur dringend abraten, sie würden noch mehr Chaos verursachen.

Es wird wieder, aber es braucht Geduld.

liebe Grüsse,
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Freitag, 25.05.18, 21:11

Hallo padma :)
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich bin euch allen sehr sehr dankbar für eure Antworten, mutmachenden und beruhigenden Worte.
Hattet oder habt ihr jemand mit dem ihr kritisch über Medis, Entzug und Symptome reden könnt? Ich meine einen Arzt oder Therapeuten.
Liebe Grüsse
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04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

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Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von LinLina » Sonntag, 27.05.18, 14:42

Hallo partenopeo :-)

Mit Ärzten habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie die Problematik des Entzugs nicht anerkennen, so ergeht es auch den allermeisten hier. Meine Therapeutin kennt sich zwar damit nicht aus, aber glaubt mir und begleitet mich das ist schon eine Erleichterung, aber ansonsten ist man meist ziemlich alleine damit.

Wir haben hier einen thread wo Mitglieder über verständnisvollen und kompetenten Umgang ihrer Ärzte/Therapeuten mit dem Entzug/den Medikamenten berichten http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15&t=11983

Liebe Grüße
Lina
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Montag, 28.05.18, 23:14

Hallo Lina :)
Vielen Dank für deine Antwort
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06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
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12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
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Re: Medikamentenmix - aktuell Venlafaxin und Opipramol

Beitrag von partenopeo » Montag, 28.05.18, 23:59

Hallo zusammen :)
Entschuldigt bitte meine negativität und meinen Pessimismus.
Ich bin total verzweifelt und so ziemlich am Ende...
Wie kann es sein das nach drei Jahren ohne Medis in denen es super lief, ich in so einen schlimmen Zustand gefallen bin?
Ich kann es mir nicht erklären. Habe ich mir mein Gehirn durch die 6 Jahre venlafaxin kaputt gemacht?
Es ist im Moment einfach nur ein Überlebenskampf. Kaum in Worten auszudrücken, einfach Sekunde um Sekunde nur ein aushalten. Ich kann es nicht glauben so etwas erleben zu müssen.
Etwas vom schlimmsten sind die Schuldgefühle gegenüber meiner 3jährigen Tochter. Aber auch allen anderen Menschen in meinem Umfeld.
Liebe Grüsse
2006 - 2012 Venlafaxin 75 - 225mg (endogene Depression) schnell abgesetzt, ohne Probleme

Medikamentenfrei!!! 3 sehr schöne Jahre, ich war fest davon überzeugt nie wieder Medis zu brauchen. Dann wie aus dem nichts eine Panikattacke mit darauffolgender Depression. Unaushaltbare innere Unruhe bis zur völligen Verzweiflung. Es kam ein Notfallpsychiater und ab da begann der Medicoctail...

03.2016 Alprazolam bis 2mg Tag
............ Escitalopram 20mg
06.2016 Olanzapin 5mg / Alprazolam 0
........... Agomelatin 50mg

Ich war ca. 5 Monate stabil, danach massive Verschlechterung

03.2017 Lorazepam bis 3mg Tag
........... Escitalopram in 4 Wochen ausgeschlichen /
........... Duloxetin 120 mg
04.2017 Agomelatin 50 mg in 4 Wochen ausgeschlichen (Psychiater gewechselt)
06.2017 Duloxetin 120 mg Wechsel mit
........... Venlafaxin 75mg
........... Lorazepam Wechsel mit
........... Alprazolam bis 2mg Tag
08.2017 Olanzapin 5mg in 3 Tagen ausgeschlichen (alles in der Klinik, 5 Wochen)
........... Quetiapin 200mg
........... Venlafaxin 150mg
........... Alprazolam wieder gewechselt mit
........... Lorazepam bis 4mg Tag
09.2017 Quetiapin in 4 Wochen ausgeschlichen
........... Lorazepam ausschleichen (wieder Psychiater Wechsel,...
10.2017 Opipramol 150 mg ...dem vorherigen wurde gekündigt)
12.2017 Lorazepam 0
02.2018 Venlafaxin von 150 auf 75 mg
........... Opipramol von 150 auf 100mg
04.2018 Opipramol von 100 auf 50mg

Aktuell: Venlafaxin 75 mg (das alles geschah auf Empfehlung der Psychiaterin.)
........... Opipramol 50mg

Ich habe in dieser ganzen Zeit unter heftigsten Symptomen gelitten, wurde natürlich alles auf die Grunderkrankung geschoben. Von den ganzen Demütigungen der Ärzte und Pfleger gar nicht zu sprechen.
Ich wünsche mir einfach wieder Mensch sein zu können. Vorallem für meine 3 jährige Tochter.
An alle die sich mit mir austauschen möchten, die die vielleicht Ähnliches erlebt haben meldet euch bitte...

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