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WhenIam64: Sertralin absetzen

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WhenIam64
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WhenIam64: Sertralin absetzen

Beitrag von WhenIam64 » Freitag, 22.06.18, 18:58

Hallo washaeltunsauf. Schöner Username übrigens: nix sollte uns aufhalten...

Ich nehme seit 16 Jahren Sertralin die meiste Zeit 100mg damals verordnet aufgrund einer Angststörung. Ansage war: Serotoninmangel im Gehirn. Ausgleich nötig evtl dauerhaft. Gegen die Angst und die Angst vor der Angst hat mir das Medikament nie geholfen. Nebenwirkungen im Rahmen daher Medikation nie hinterfragt.

Nach sehr hilfreichem Seminar bei Klaus Bernhard in Berlin (Panikattacken loswerden) sind mir viele Dinge klar geworden u.a. warum Therapien keinen Erfolg brachten und wie unsinnig Sertralin gegen meine Angstprobleme als Dauermedikation ist.

Habe in Rücksprache mit Psychiater im März erste Reduktion von 100mg auf 75 vorgenommen. 14 Tage Stimmungsschwankungen und Sehstörungen dann ok. Anfang Juni zweite Reduktion auf 50 mg. Deutlich mehr Nebenwirkungen die seit 3 Wochen anhalten u.a. Schwindel, Grippegefühl, Erschöpfung, Schlafstörungen. Der wesentliche Punkt für meinen ersten Beitrag in diesem Forum ist aber: die innere Unruhe, Nervosität und Ängstlichkeit die ich nun spüren kann fühlt sich definitiv völlig anders an als die Angst damals. Für mich ist die Ärzteaussage das sei ein Wiederaufflammen der Grunderkrankung eine Schutzbehauptung um sich vor einer Flut verunsicherter Patienten zu schützen. Das System hat keine Antwort! Ich werde weiter machen und reduzieren notfalls langsamer mit viel Geduld. Bin übrigens 58 und glaube daran dass es mir irgendwann ohne SSRI wieder richtig gut geht.

Euer Forum hilft denn von Ärzteseite erwarte ich mangels Wissen bzw. Bereitschaft das System infrage zu stellen nichts.

Kopf hoch!
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JamiemückereddiepadmaSeventhWave
1989: Erste Panikattacke mit Herzrythmusstörungen unter starker Stressbelastung und nach Blinddarm-OP. Unerkannt und rein internistisch behandelt mit Beta Blocker.
Bis 1999: Selbständigkeit und hoher Selbstanspruch führen zu chronischer Überlastung und mehrfachen Notarzteinsätzen.
1999 erkennt ein Arzt meine massiven Symptome nach 10 Jahren erstmals als Panikattacken.
1999 bis 2003 Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Therapien. Traumata jetzt bekannt. Hilfe in der Praxis Null.
2003 erstmals Psychopharmaka. Schlecht toleriert. Lande 4 Wochen in Klinik. Alles abgesetzt.
2004 Sertralin als Dauermedikation 100 mg.
2010 Empfehlung Medikament zu wechseln geht völlig schief. Psychiater im Urlaub. Hausarzt ordnet kalten Entzug an. Völliger Zusammenbruch. Rettung mit Seroquel schlägt fehl. Erneut Klinik.
Schnellentzug Seroquel brutal mit starken Halluzinationen. Wiedereinstellung auf 100 mg Sertralin. Angst vor der Angst unverändert. Keine Wirkung spürbar.
2017 erster eigener Entzug: 100 - 50 -0 in 2 Wochen. Misslingt gründlich. Rückkehr auf 100 mg.
2018 Absetzversuch in Absprache mit Psychiater 100 - 75 - 50 - 25 - 0 mg in 3-Monats-Schritten. Derzeit von 25 auf 37.5 zurück wegen zu stärker Nebenwirkungen. 5 mg Schritte im 4 Wochen Takt in Planung.
2019 Sommer als Ziel für 0 mg..

WhenIam64
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Re: washaeltunsauf: Sertralin akute Probleme Abdosieren

Beitrag von WhenIam64 » Montag, 15.10.18, 18:13

Hallo washaeltunsauf.
Was macht die Sertralinreduzierung? Habe auf meinem quartalsweisen Weg von 100 - 75 - 50 -25 vor 3 Wochen die 25 mg erreicht und nach 14 Tagen festgestellt: der Schritt von 50 auf 25 mg war deutlich zu groß. Eigentlich logisch: prozentual gerechnet war es der größte Schritt.

Reaktionen vor allem Schwindel, Schmerzen (Kopf, Nacken. Rücken). Sehstörungen, Brennen der Haut in Gesicht und Rücken, Ohrgeräusche und eine unselige Mischung aus starker Müdigkeit und innerer Unruhe. Außerdem deutliche Alkohol Unverträglichkeit. Plötzliche Stimmungsschwankung selbst bei kleinsten Mengen.

Habe jetzt wieder auf 37.5 mg hochdosiert. Besserung nach 4 Tagen spürbar. Habe in den letzten Monaten trotz Reduzierung keine echte Panikattacke mehr gehabt aber die körperlichen Symptome triggern die Gedanken daran vor allem beim Autofahren. Fühlt sich anders an als früher hat aber ähnliche Konsequenzen: die Symptome ersetzen die alte Angst vor der Angst mit dem Unterschied dass die Symptome nachlassen werden.

Ich versuche mich in den nächsten Wochen bei 37.5 mg zu stabilisieren. Auf 50 mg möchte ich nicht zurück. Danach versuche ich in 5 mg Schritten weiter zu kommen. Werde berichten.

Euch allen viel Erfolg und wenig Zweifel!
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Jamie
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1999 erkennt ein Arzt meine massiven Symptome nach 10 Jahren erstmals als Panikattacken.
1999 bis 2003 Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Therapien. Traumata jetzt bekannt. Hilfe in der Praxis Null.
2003 erstmals Psychopharmaka. Schlecht toleriert. Lande 4 Wochen in Klinik. Alles abgesetzt.
2004 Sertralin als Dauermedikation 100 mg.
2010 Empfehlung Medikament zu wechseln geht völlig schief. Psychiater im Urlaub. Hausarzt ordnet kalten Entzug an. Völliger Zusammenbruch. Rettung mit Seroquel schlägt fehl. Erneut Klinik.
Schnellentzug Seroquel brutal mit starken Halluzinationen. Wiedereinstellung auf 100 mg Sertralin. Angst vor der Angst unverändert. Keine Wirkung spürbar.
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Anikke
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Re: WhenIam64: Sertralin absetzen

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 17.10.18, 10:25

hallo whenlam64,
herzlich willkommen hier im adfd forum.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:
Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen.
Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein:

Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit".
Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.
Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig. Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden. Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken. Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.
Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein. Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld. Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse anikke
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Re: WhenIam64: Sertralin absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 17.10.18, 10:57

Hallo whenIm64, :)

alles richtig gemacht mit der Aufdosierung.
Ich wünsche rasche Stabilisierung und ab jetzt bitte nur noch in 10%- Schritten runtergehen.
Wer so lange wie du AD genommen hat, der muss sich wirklich ganz besonders konsequent über mehrere Jahre entwöhnen und dem Gehirn die Chance geben, ein neues Gleichgewicht zu finden.

Mich würde interessieren, was für dich nun die Konsequenzen sind, außer abzudosieren, nachdem dir nach dem Seminar klar geworden ist, dass Medikamente nicht heilen, sondern nur deckeln (und möglicherweise ein krankes System mit aufrechterhalten).
Machst du eine Therapie oder hast andere Strategien?

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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