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Shahin: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten für den Bruder

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Shahin: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten für den Bruder

Beitrag von Shahin » Montag, 21.05.18, 16:27

Hallo Leute,

in meinem Fall geht es um meinen Bruder der seit er 14 Jahre alt ist von der Psychiatrie zwangsweise Medikamente bekommt.
Heute ist er 27 und hat schon alles durchgemacht an Heimen und Anstalten und Misshandlungen.

Er wurde definitiv missdiagnostiziert als schizophren von einer unkompetenten Ärztin und ich bin mir 100% sicher dass je weniger Medikamente er nimmt, desto weniger verhaltensauffälig und "schizophren" verhält er sich und je mehr er nimmt desto paranoider wird er.

Es ist auch sehr schwer die Medikamente abzusetzen, da er durch die vergangenen Misshandlungen heute ein stark aggressives Verhalten entwickelt hat, welches er damals nicht hatte. Jedoch versuche ich es gemeinsam mit ihm dies durchzuziehen.
Manchmal jedoch wird er aggressiv und endet wieder in der Psychiatrie wo sie ihm wieder die volle Ladung an Cocktail verabreichen und alles zunichte wird.

Er bräuchte unbedingt therapeutische Hilfe von jemandem, der in ihm nicht den Kranken sieht. Vielleicht ein Arzt oder ein Psychotherapeut der einfach mal mit ihm redet, da er tatsächlich seit 13 Jahren einfach niemanden hat mit dem er reden kann und nicht in ihm den "Kranken" sieht.

Ich weiss jedoch 100 pro, dass er viel normaler ist je weniger Tabletten er nimmt, einmal hatte er sogar gar keine mehr genommen und war einfach komplett normal, jedoch stark aggressiv aufgrund genau der Misshandlungen die ich bereits erwähnt hatte. Sodass mein alter Vater Angst kriegte und ihn in die Psychiatrie überredet hatte, wo sie ihn dann einfachmal 6 Wochen festhielten.

Wir kommen aus der Region Mainz/Wiesbaden, falls jemand neutrale Therapeuten oder Ärzte hier aus der Region kennt, wäre ich ziemlich dankbar für jegliche Informationen.

Liebste Grüße
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von padma » Montag, 21.05.18, 18:43

hallo Shahin, :)

willkommen im ADFD.

Es tut mir sehr leid, was deinem Bruder widerfahren ist. Er ist sicherlich durch die Zwangsbehandlungen sehr traumatisiert.
Ich finde es schön, dass du an ihn "glaubst" und ihn unterstützt
und ich bin mir 100% sicher dass je weniger Medikamente er nimmt, desto weniger verhaltensauffälig und "schizophren" verhält er sich und je mehr er nimmt desto paranoider wird er.
Ja, das halte ich für sehr gut möglich.

Wie versucht ihr zu reduzieren? Ich vermute mal, dass ihr jeweils zu schnell vorgegangen seid.
Lest euch hier bitte ein: viewtopic.php?f=32&t=12884.

Wir haben zwar eine sehr kleine Liste mit ein paar Arztempfehlungen, allerdings beziehen die sich darauf, dass ein Arzt die Absetzproblematik anerkennt. Inwieweit da eine Offenheit für die Situation deines Bruders besteht, kann ich nicht einschätzen.
Wenn man erstmal eine solche Diagnose hat, ist es ja leider sehr schwer, dass einem jemand Glauben schenkt. :(

Wir können euch vom Forum aus, eine gewisse "Begleitung" beim Reduzieren anbieten. Aber es wäre sicherlich hilfreich, wenn dein Bruder jemand hätte, der ihn durch Gespräche unterstützt.

Es gibt verschiedene Hilfsmöglichkeiten, wie z.B. ambulante psychatrische Pflege oder ambulantes betreutes Wohnen. Schaut mal hier viewtopic.php?f=4&t=10823

liebe Grüsse,
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Jamie » Montag, 21.05.18, 19:14

Hallo Shahin,

willkommen im Forum :)

Schön, dass du nach deinem Bruder schaust.

Jenseits einer ärztlichen Betreuung halte ich es für essentiell, dass sich dein Bruder einen Therapeuten (bzw. Therapeutin) sucht, um die Misshandlungen und Demütigungen aufzuarbeiten, die ihm widerfahren sind.
Das ist wirklich schrecklich :(.

Möglicherweise muss irgendwann auch ergänzend Traumatherapie gemacht werden, aber für den Anfang wäre wohl schon ein vertrauensvolles therapeutisches Verhältnis hilfreich und wichtig; einfach jemand Professionelles zum reden-haben.

Wie sieht es denn aus - ist dein Bruder überhaupt in der Lage ein eigenständiges Leben zu führen? Hat er seine eigene Wohnung? Kann er arbeiten?
Ambulantes betreutes Wohnen wie von padma :) angeregt wäre ein Sozialarbeiter, der einmal die Woche (oder je nachdem, wie groß der Hilfebedarf ist) nach ihm schauen könnte und ihm bei diversen Dingen unterstützen könnte, zB auch bei der Arztsuche.
Wenn ihr im Raum WI / MZ wohnt, dann gib mal "Landeswohlfahrtsverband Hessen ambulantes betreutes Wohnen" bei google ein bzw. tausche Hessen gegen Rheinland-Pfalz aus.

Kannst du ferner mal auflisten, was er denn jetzt alles einnimmt?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Shahin » Montag, 21.05.18, 23:05

Vielen Dank für die Antworten,

also er nimmt zurzeit 150 mg Clozapin 25 mg Fluvoxamin und 75 mg Troxal, aber das alles auch nur weil ich es soweit heruntergesetzt habe, gemäß der Klinik, die nichts von dem absetzen weiss, müsste er von allem das doppelte nehmen.
Und die gleiche Klinik hat ihn schon mal dazu gewzungen das 4fache von diesen zu nehmen gleichzeitig mit Haldol, also an alle Menschen hier die Mainer Psychiatrie ist die unfähgiste der Welt :)

Er war 14 als er ein paar Probleme in der Schule hatte und sich dann mit einem Schüler gestritten hatte und von diesem immer wieder schickaniert wurde. Mit diesen Problemen kam er einfach nicht klar, sodass mein Vater ihn dann zur Psychiatrie brachte und seit diesem Moment fing er an Zyprexa zu nehmen. An ein 14 jähriges Kind das muss man sich mal vorstellen.

Lange Rede kurzer Sinn, er war zuvor ein ganz einfacher Junge mit vielen Freunden, jedoch seit diesem Moment, musste er die Schule schmeissen und anfangen in Heimen zu leben, weil er durch die Medikamente halt ein echter Problemfall wurde. In einem Heim gab man ihm dann 600mg CLOZAPIN!
Und ich wusste von Anfang an dass er einfach nichts hatte außer ein paar emotionalen Problemen, die besonders durch meine geschiedenen Eltern immer wieder entfacht wurden.
Er war auch naiv sich zur Psychiatrie überreden zu lassen. Aber zugleich zum ersten mal in der Psychiatrie angekommen hat man ihn nicht mehr losgelassen und er ist sogar 2 mal von dort geflüchtet. Aber man hat ihn wieder zwangsweise zurückgeholt, obwohl er einfach ein 14 jähriges Kind war mit emotionalen Problemen.

Heute 13 Jahre später hat er weder einen Abschluss, noch Freunde noch einen hat er irgendwann mal in seinem Leben gearbeitet und macht auch keinen Sport, er sitzt einfach den ganzen Tag zuhause und macht absolut nichts und vertraut auch keinem Menschen mehr, genau wegen den Misshandlungen die ihm in den Heimen und Psychiatrien widerfahren sind.
Das ist das eigentliche Problem, er hat keine schizophrene Erkrankung er wurde einfach nur viel zu oft von der Gesellschaft in Stich gelassen und missbraucht.

Wenn er viele Medikamente nimmt, fühlt er sich ständig schlecht und hat völlige Wahnvorstellungen, wenn er wenige nimmt, hat er diese Wahnvorstellungen nicht mehr, wird aber aggressiv aufgrund dem was ihm alles widerfahren ist und macht das Leben der einzigen Personen mit denen er heute reden kann zur Hölle, was in diesem Fall ich und sein Vater sind.

Alles was er bräuchte wäre ein Arzt oder Therapeut der einfach mal mit ihm redet, er hat auch einen Betreuer, welcher der ignoranteste und faulste Mensch ist der eigentlich nur die Betreuung angenommen hat für das Geld, und als ich mal versuchte die Betreuung von ihm zu übernehmen, hat er alles möglich schlimme dem Gericht über unsere Familie erzählt, darunter auch Lügen. Und im Endeffekt hat er aber gar keinen Bock auf seinen Job hält sich den aber immer wieder zurück, ohne Grund.

Es ist schwierig diese Medikamente abzusetzen, aber was es noch schwieriger macht ist dass er seiner bitteren Realität nahe kommt je weniger er davon einnimmt und merkt wie viel Mist ihm passiert ist, und wie viel Lebenszeit er verloren hat, welches seine Aggressionen fördert.
Deswegen bin ich hier im Forum um im seinem Namen zu sprechen, da er selbst einfach diese Foren und Möglichkeiten, nicht kennt und sein eigentliches Problem auch nicht, man hat ihm sooft gesagt er wäre krank, dass er es heute einfach glaubt, obwohl er damals wusste dass er nicht krank ist und sich dagegegen gewehrt hatte.
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 21.05.18, 23:28

Hallo,

Ich hatte auch bis vor kurzem eine völlig unfähige Betreuerin, dir Ihre Aufgaben so gut wie gar nicht erledigt hat. Ich hab dann mit der Betreuungsbehörde geredet und mit dem Richter. Und jetzt hab ich ein echt tolle Betreuerin. Ich würde mal versuchen einen neuen vom Gericht bestellten Betreuer zu bekommen. Es sind nicht alle so mies.

Kann er nicht eine ganz normale ambulante Verhaltenstherapie machen? Vielleicht auch ein Skill-Training.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von vindi74 » Dienstag, 22.05.18, 7:50

Hallo,
das klingt ja echt heftig,
macht denn dein Bruder eine therapie? ich denke nicht.
ich würde mit einfach einen therapeuten suchen der sich auskennt und mal die diagnose ganz aussen vor lassen, die führen gespräche (vorgespräche) und finden heraus was da los ist.
die stellen dann eine geeignete VT (Verhaltenstherapie) zusammen.
die Therapeuten die ich kenne sind auch keine Freunde von AD.

Gruß

crazy
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von crazy » Dienstag, 22.05.18, 8:19

Hallo,

du könntest dich auch mal an den SpDi (Sozialpsychiatrischen Dienst) vor Ort wenden. Die haben auch viele Adressen, z.B. von betreutem Wohnen, können auch Angehörige beraten.
Ich weiß nicht, wie selbständig dein Bruder ist, es gibt ja auch geschützte Ausbildungen, wenn er noch keinen Abschluss hat. Hat er schonmal eine medizinische und dann eine berufliche Reha gemacht?
Dass viele Betreuer nicht wirklich Zeit haben für den Einzelnen, das ist nix Neues.

Wegen Therapeuten hast du ja schon Tips bekommen.

Alles Gute
Veronika
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2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (weiß nicht mehr wieviel), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente
2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch ist auch ein Thema mit 32 und in festen Händen
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens

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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von padma » Dienstag, 22.05.18, 13:49

hallo Shahin, :)

es ist erschütternd, was deinem Bruder passiert ist.
Er wurde ja komplett zugedröhnt.

Ich habe seine Medikamente in den Wechselwirkungscheck der Apothekenumschau eingegeben.
Clozapin darf nicht mit Truxal kombiniert werden, wegen des Risikos von schwerwiegenden Wechselwirkungen.(vermutlich u.a. Agranulozytose)
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck

Auch zwischen den anderen Medikamenten gibt es Wechselwirkungen.
Lass bitte in einer Apotheke einen genauerern Wechselwirkungscheck durchführen.
Werden denn sehr engmaschig Blutbildkontrollen durchgeführt und ein EEG gemacht? Das halte ich für zwingend erforderlich.

Ich denke, er muss wirklich mit den Medikamenten runter gehen.
Entweder Clozapin oder Truxal sollte abgesetzt werden.

Dies sollte soweit vertretbar langsam erfolgen, auch damit die Aggression nicht zu massiv wird. Ich weiss nicht, ob gerade wirklich der passende Zeitpunkt für eine Psychotherapie ist. Entscheidend finde ich, dass er Gespräche bei einem empathischen Menschen bekommt. Das könnte ein Therapeut sein, aber auch jemand anderes.

Eine klassische Psychotherapie wird aktuell eher noch nicht möglich sein. (Zumal viele Psychotherapeuten lieber "leichtere Fälle" übernehmen).

Bei "ambulant betreutem Wohnen" könnte der "Betreuer" auch versuchen, ob dein Bruder an irgendetwas Interesse hat und könnte kleine Aktivitäten anbahnen. Das wäre für den Heilungsprozess deines Bruders sicher auch sehr wichtig. Er braucht Kontakt und etwas, das ihm Freude bereitet, denke ich.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Kekskatze » Dienstag, 22.05.18, 19:19

Hallo Shahin und Herzlich Willkommen :D

Ich finde es wirklich großartig, wie Du Deinen Bruder unterstützt.
Ich hatte leider nur die gleiche Idee wie Crazy, mit dem sozialpsychiatrischen Dienst.
Aber ich habe unabhängig von der Therapeutensuche einen weiteren Vorschlag.
Wenn er den ganzen Tag zu Hause ist und den Großteil davon vielleicht allein, tut ihm das sicher nicht gut :( Aber vielleicht gibt es die Möglichkeit für ein Haustier, oder, falls die Möglichkeit nicht besteht, könnte er im Tierheim mit einem Hund Gassi gehen oder bei den Katzen helfen? Das wären viiieeele Fliegen mit einer Klappe. :lol: Sein Tag hätte mehr Struktur, er hätte eine Aufgabe und würde sich gebraucht fühlen. Die Hunde/Katzen hätten jemanden auf den sie sich freuen können und die Tierheimmitarbeiter wären sicher auch dankbar. Und man sollte absolut nicht unterschätzen, was für eine heilsam Wirkung Hund und Katze auf die Seele haben können :)
Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, aber seit meine Katze bei mir eingezogen ist, hat sich eigentlich alles zum Positiven verändert. Und gerade Menschen, die anderen Menschen nicht mehr vertrauen können, brauchen Beziehungen und auch ein Übungsfeld um positive Erfahrungen zu sammeln.
Ich denke an Euch beide und Du hast meinen absoluten Respekt :hug:

Liebe Grüße
Kekskatze
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Stimmungsschwankungen, Selbstverletzungen, Antriebslosigkeit (schleichender Beginn ca Mitte 2005)
2007 Diagnose Borderline (ab 2007 bis Mai 2015 immer wieder Aufenthalt in psychiatrischen Kliniken mit immer wieder neuen Medikamentenumstellungen, für diesen Zeitraum kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an all die verschiedenen Medikamente und Dosierungen erinnern)
2008 Schlafstörungen erstmalig Verschreibung von Zopiclon, seither durchgängig täglich 7,5 mg Zopiclon (bis Februar 2018)
Medikation seit Juni 2016, täglich 19:30 Uhr:
Zopiclon 7,5 mg
Pregabalin 150 mg
Promethazin 100 mg
Pregabalin zur Stimmungsstabilisation, Promethazin & Zopiclon zum Einschlafen, keine Nebenwirkungen außer Abhängigkeit vom Zopiclon und metallischer Geschmack nach Zopiclon

Weitere Erkrankungen: Heuschnupfen
allergisches Asthma - Salbutamol Spray b. Bed.(v. A. Im Frühling/Frühsommer)

Absetzverlauf Zopiclon 7,5 mg


12.02.'18
Dienstag, Donnerstag-Sonntag jeweils Zopiclon 7,5 mg
Montag & Mittwoch Zopiclon 3,75 mg
Nur die erste Woche etwas unruhig, kann aber auch an der Psyche gelegen haben, ansonsten keinerlei Probleme
12.03.'18
Dienstag, Donnerstag, Samstag 7,5 mg
Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag 3,75 mg
09.04.'18
Täglich Zopiclon 3,75 mg
07.05.'18
Montags 1/2 Zopiclon 3,75mg ; Dienstag-Sonntag Zopiclon 3,75mg
Seit 07.05.: immer wieder gereizt, unruhig, müde und Kopfschmerzen, allgemeine Zerschlagenheit
22./23.05.'18
3,75 mg
24.05.'18-17.06.
tgl. 4,5 mg
18.06.-15.07.
tgl.3, 75 mg
16.07.-12.08.
tgl. 3,375 mg
13.08.
3,0 mg (Kopfschmerzen, schneller Puls, Zittern,gereizt)
seit 14.08.
3,75mg

Shahin
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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Shahin » Samstag, 23.06.18, 21:48

Hey cool danke euch allen für eure Antworten, ich werde demnächst die Möglichkeiten ausprobieren.

Ich würde gerne generell wissen, wenn man den Menschen von den Medikamenten runternimmt und so beweist, dass die Krankheit hauptsächtlich durch die Medikamente erzeugt wurde, kann man die Psychiatrie und die Wohnheime dann alle irgendwie anzeigen?

Wie funktioniert das?
Das wär der erste Schritt, damit der Mensch wieder als voll funktionierendes Wesen der Gesellschaft funktionieren kann. Weil so zurzeit hat er auch gar keine Chancen auf Arbeitsplätze, da er einen Stempel an seine Persönlichkeit gehaftet bekommen hat als psychisch krank und arbeitsunfähig.

Sobald die Medikamente runter sind und er wieder zu Bewusstsein kommt, müsste es doch eine Möglichkeit geben die ganzen Jahre an Misshandlung zu Gerechtigkeit zu bekommen.

Wer hat Erfahrungen :)
Liebste Grüße

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Re: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten

Beitrag von Gwen » Samstag, 23.06.18, 22:09

Hallo Shahin,

ich habe zum Thema Begandlungsfehler in einem anderen Thread schon Mal was geschrieben und kopiere Dir die Infos Mal hier rein:
Behandlungsfehler

Bei Verdacht auf einen Behandlungsfehlers leiden Patientinnen und Patienten oftmals unter massiven gesundheitlichen Einschränkungen und sind verunsichert, weil eine Behandlung nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hat. Medizinische Sachverhalte und Behandlungen sind häufig schwer zu verstehen, es besteht das Gefühl von Hilflosigkeit. Da Ärzte und die Angehörigen anderer Heilberufe nicht den Erfolg ihrer medizinischen Maßnahme garantieren können, sondern nur verpflichtet sind, ihre Durchführung nach dem allgemein anerkannten fachlichen Standard vorzunehmen, ist die Beurteilung, ob ein Behandlungsfehler vorliegt oder nicht, sehr schwierig. Dazu kommen Fragen der Ursachenzusammenhänge, die nicht immer eindeutig sind, beispielsweise folgende: Sind die negativen Folgen einer Behandlung auf ihre womöglich fehlerhafte Ausführung zurückzuführen oder hat sich der Gesundheitszustand insgesamt verschlechtert? Hat sich vielleicht nur ein typisches allgemeines Risiko einer medizinischen Maßnahme verwirklicht? Um diese Fragen zu klären und um solche schwierigen Lebenssituation zu bewältigen, bestehen im Gesundheitswesen kostenfreie Unterstützungsangebote
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ehler.html

Weiter steht dort:
Ein weiterer wichtiger An­sprechpartner bei einem Verdacht auf Vorliegen eines Behandlungsfehles ist Ihre Krankenkasse. Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihre Mitglieder bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen, die bei der Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen aus Behandlungsfehlern entstanden sind, kos­tenlos zu unterstützen. So können sie bei Verdacht auf eine fehlerhafte Behandlung ein Sachverständigengutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) ein­holen um zu klären, ob überhaupt ein Behandlungsfehler vorliegt.

Die Ärzteschaft selbst hat Einrichtungen gegründet, die Patentinnen und Patienten bei der Klärung eines Behandlungsfehlerverdachts unterstützen. Diese Gutachterkommissionen oder Schlichtungsstellen sind meistens bei der jeweils zuständigen Landesärztekammer oder der Landeszahnärztekammer angesiedelt. Hier können Sie ebenfalls begutachten lassen, ob Ihr Verdacht zutrifft oder nicht. Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen greifen Fälle auf, die noch nicht Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens sind und die in der Regel nicht länger als fünf Jahre zurückliegen dürfen. Der Vorteil an diesem Vorgehen ist, dass während des Verfahrens die Verjährungsfrist Ihres möglichen Schadensersatzanspruchs unterbrochen wird.

Bei der Unabhängigen Patientenberatung kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger kostenlos und, wenn gewünscht, auch anonym am bundesweit kostenfreien Beratungstelefon oder online von unabhängigen Beraterinnen und Beratern beraten lassen: www.patientenberatung.de; Telefon: 0800 - 0 11 77 22.
Viele Grüße Gwen
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Arianrhod
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Re: Shahin: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten für den Bruder

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 24.06.18, 12:40

Hallo Shahin,

in dem thread Ambulante Hilfen, den Padma verlinkt hat, stelle ich Soziotherapie vor . Ich glaube , dass wäre das richtige, weil sie als niederschwelliges Angebot auch für Menschen gedacht ist, die noch keine Psychotherapie hinbekmmen würden.
Vorteile: Die ersten Stunden KANN der Hausarzt verordnen, da muss er nicht zum Psychiater, und man kommt wesentlich schneller rein als in eine Psychotherapie.

Alles Gute, Arianrhod
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Towanda1
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Re: Shahin: Suche nach kompetenten, neutralen Therapeuten/Ärzten für den Bruder

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 24.06.18, 12:46

Hallo Shahi,

wäre der Verein Psychiatrieerfahrener vielleicht eine Ansprechadresse für euch?

http://www.bpe-online.de

LG Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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