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Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Freitag, 25.05.18, 12:45

Hey Maja,
auch dir vielen Dank für die Begrüßung und ich drück dir die Daumen, dass es bei dir so stabil bleibt. Tut mir leid, dass du auch diese gemeinen Gedanken hattest!!

Gestern abend hat bei uns der Familienrat zusammen gesessen und mein Freund möchte den Versuch des Einschleichens wagen. Er würde gerne 1mg nehmen und ich rate zu 0.5 mg. Da ist noch Unsicherheit.
Er versteht das mit der paradoxen Reaktion und der Unverträglichkeit nicht so ganz und warum man dann sofort die Einnahme stoppen soll. Es gäbe ja auch beim Ansetzen des Mittels gewisse negative Reaktionen!??
Hab im Forum schon viel gesucht, aber meist steht dort nur das es nach kaltem Entzug und Wiedereinnahme zu paradoxen Reaktionen/ Unverträglichkeiten kommen könne. Nach meinem Stand würde paradox reagieren heissen, das man ganz arg müde und antriebsarm wird. Und wie kann ich eine Unverträglichkeit gegen das Mittel von normalen Ansetzproblemen unterscheiden?

Die Feinwaage ist übrigens auch schon bestellt😉...

Viele liebe Grüße

Hope
Angst und Panikstörung diagnostiziert 12/2013/ 12 Wochen in Psychsomatischer Klinik/ Vom Psychiater im Dez.2013 20mgParoxitin 2mal täglich verschrieben bekommen. (morgensund abends) September 2014 in reduziert auf 40mg jeden zweiten Tag(empfehlung Psychiater. Starke Ängste und Unruhe im Frühjahr 2015 und wiedereinahme der alten Dosis(tägl. 40mg. Anfang 2017 nochmals auf 40mg jeden 2. Tag reduziert. Von Juli 2017 bis November 2017 auf 1x 20mg jeden zweiten Tag reduziert. Panikattacke Dezember 2017. Nach Erholung die restlichen 20mg auf einen Schlag am 15. Januar weggelassen. Seitdem Achterbahnfahrt: Ängste, Schlafstörung,Panik, mir geht es gut, starke Stimmungsschwankung, gereizt, wenig belastbar, Quälende Gedanken (schlimmstens Suizidgedanken), mir geht wieder besser, Kopfschmerzen, benommenheit, unwirlichkeitsgefühl, Unruhezustände....

padma
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von padma » Freitag, 25.05.18, 13:14

hallo Hope, :)

mit Unverträglichkeit/paradoxer Reaktion meinen wir, eine sehr starke negative Reaktion auf das Mittel. Diese zeigt dann sehr deutlich, dass das ZNS mit der Substanz nicht mehr zurecht kommt.
Würde man es dann dennoch weiter einnehmen, würde es zu einer massiven Verschlechterung kommen.

Davon unterscheiden muss man, eine leichte Symptomverschlimmerung, die bei einer Wiedereindosierung auch auftreten kann. Auch eine Wiedereindosierung belastet das ZNS zunächst.

Diese Symptomverschlimmerung sollte jedoch moderat sein. Ggfs. empfiehlt es sich, die Dosis dann etwas zu reduzieren.
Es gäbe ja auch beim Ansetzen des Mittels gewisse negative Reaktionen!??
Die Situation jetzt ist eine völlig andere, da das ZNS bereits extrem gereizt ist.
Wir empfehlen jedoch auch beim normalen Eindosieren, die Einnahme zu beenden, wenn zu starke NW auftreten. Wir sind nicht der Meinung, das man dem ZNS und dem Körper etwas aufzwingen sollte, gegen das er sich so eindeutig wehrt. Ärzte sehen das oft anders.

Tendenziell ist es so, dass jemand der bereits unter der Einnahme starke NW hat, es auch schwerer beim Absetzen hast. Der Umkehrschluss stimmt jedoch nicht (also keine NW bedeutet nicht, auch keine Absetzsymptome).

1 mg wäre mir zu riskant. Wenn er die 0,5 mg verträgt und dann das Gefühl hat, es wäre zuwenig, kann er nach einiger Zeit höher gehen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Freitag, 25.05.18, 18:40

Hallo Padma,
danke für deine Bestärkung zu 0,5 mg!! Was meint du, wie lange sollte man mindestens bis zu einer Anhebung der Dosis warten? Ich hoffe so sehr, dass er das Mittel noch verträgt...Jetzt ist mir noch eine Frage eingefallen, wäre morgens die beste zeit oder abends, wenn man ruhe hat daheim für die erste Einnahme?

Herzlichen Dank euch allen!

Hope
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Murmeline
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von Murmeline » Freitag, 25.05.18, 19:48

Hallo Hope,

hier gibt es auch Infos zum Thema
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 15#p106315

Eine Woche würde ich mindestens mal schauen, wie es sich entwickelt, sofern es soweit vertragen wird.

Hat er die Tabletten früher morgens genommen? Dann würde ich dabei bleiben. Vielleicht Samstag starten?

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Freitag, 25.05.18, 21:28

Guten Abend, murmeline
auch dir vielen Dank und ich freue mich für dich, dass du erfolgreich abgesetzt hast!!!!
stimmt- an einem freien Wochenende wär s am besten, allerdings muss er samstags auch immer arbeiten.
Leute- sorry, dass mir immer wieder irgendwas einfällt, aber jetzt überlegte ich gerade, ob er baldrian mit hopfen, melisse und pascoflair zum einschleuchen lieber absetzten sollte 😕???

Liebe Grüße

Hope
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Lana19
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von Lana19 » Freitag, 25.05.18, 22:04

Hallo Hope,

ich melde mich auchmal. Habe Paroxetin selbst 12 Jahre genommen und bin es nach einem zweijährigen Entzug seit September endlich los!

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Ich konnte nebenbei gar nichts anderes vertragen! Vitamin D geht heute noch nicht....Geht es ihm denn besser seit er die pflanzlichen Sachen nimmt? Wenn er wirklich wieder anfängt mit einlogieren...ich persönlich würde dann erstmal gar nichts sonst nehmen, sondern versuchen zu stabilisieren und dann kann man austesten was er verträgt. Aber das ist meine eigene Meinung, das Problem ist ja, das es wirklich bei jedem anders ist....

Wichtig ist , dass er trotz allem einen gewissen Rhythmus hat. Wenn das mit dem Arbeiten noch klappt ist das super. Viele hier können das gar nicht mehr. Mir ging es auch so.
Aber sollte es dazu kommen oder auch am Wochenende, bitte nicht im Bett bleiben, sondern wenn es irgendwie geht rausgehen. Spazieren, laufen, mit Freunden treffen. Aber alles in Maßen. Ich muss sagen, dass das sehr wichtig für das Gesundwerden ist. Aufschreiben was gut tut, damit man es in schlechten Zeiten nachlesen kann.

Alles Gute
Lana
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Freitag, 25.05.18, 23:04

Huhu Lana,
super, dass auch Du das Absetzen schon erfolgreich hinter dich gebracht hast und danke für Deine Ratschläge!!!
Mein Freund wiegt gerade die Tablette und berechnet wieviel er genau abwiegen muss....

Schlaft gut....
Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Freitag, 01.06.18, 22:51

Guten Abend,
ich wollte euch mal den neusten Stand der Dinge berichten. Mein Freund hat die 0,5 mg soweit wohl ganz gut vertragen :party2: .
Er hat nun auf 0,7 mg erhöht und ich hoffe es bleibt so.
Ich werde euch weiterhin auf dem laufenden halten und möchte euch allen noch mal danken für eure Ratschlage und für jedes liebe Wort :hug:!!! Ihr seid wirklich klasse :group: .
Ich wünsche euch allen da draußen ganz viel Kraft...

Es grüßt euch herzlichst,

Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Dienstag, 05.06.18, 20:42

Guten Abend zusammen,
mein Freund würde euch um eine Einschätzung bitten, weil er(wir) gerade etwas verunsichert sind. Seitdem er das Paroxetin wieder nimmt und vor allem seit er es erhöht hat, haben seiner Meinung nach die körperlichen Symptome- vor allem starke Unruhe, Kribbeln und Ziehen im ganzen Körper, Fußsohle, Arme, Wade- stark zugenommen. Allerdings hat er auch Baldrian und Passionsblume abgesetzt um keine Wechselwirkung zu bekommen. Zusätzlich hat er auch weiterhin mit Angst und leichten Panikattacken zu kämpfen. Was die Ängste betrifft kann er nicht sagen ob es schlimmer geworden ist. Da er weiterhin arbeitet und viel in der Öffentlichkeit zu tun hat, hat er sie vermehrt wahrgenommen. Gerade morgens und im Laufe des Vormittags fühlt er sich phasenweise ziemlich haltlos, verzweifelt und strukturlos und fühlt sich total ausgelaugt und schwach. Teilweise hat er aber auch tagsüber sehr gute Momente, wo er sich richtig wohl fühlt. Gegen Abend wird es in der Regel immer besser, die Unruhe läßt nach und er ist besser gestimmt. Positiv wäre, dass die ganz schlimmen Gedanken stark abgenommen haben.
Was meint ihr, könnten die vermehrte Unruhe mit Körpersymptomen, die Schwäche Zeichen einer paradoxen Reaktion sein? Oder doch eher normale Einschleichsymptome( 9Tag jetzt).

Ganz liebe Grüße

Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von Ululu » Dienstag, 05.06.18, 20:49

Hallo Hope,

für mich klingt das eher nach Nebenwirkungen als nach einer paradoxen Reaktion, vor Allem auch, weil er auch Verbesserungen verspürt.
Das wäre nicht so, wenn er das Medikament grundsätzlich nicht mehr vertragen würde.

Ich würde eine Weile auf den 0,7 mg bleiben und schauen, wie es sich weiter entwickelt.

Dass sich das Befinden abends verbessert, geht der vielen Betroffenen so. Abends produziert unser Körper weniger Cortisol, um uns auf die Nacht und das Schlafen vorzubereiten.
Viele werden dann insgesamt ruhiger und Symptome lassen nach.

LG Ute
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.06.18, 21:53

Hallo hope und Freund :),

ich möchte nur ergänzen, dass Baldrian und Passionsblume meines Erachtens nicht mit Paroxetin interagieren und beruhigt weitergenommen werden dürfen.
Wenn man es in den Wechselwirkungscheck der Apotheken Umschau gibt, dann kommt auch nichts bei raus.

Nach einer klassischen paradoxen Reaktion hört es sich nicht an; normalerweise ist die von sofortiger panikartiger Unruhe und anderen extremen Zuständen gekennzeichnet; scheint mir also eher eine Aufdosierreaktion oder Nebenwirkung zu sein, wie auch Ululu :) schrieb.

Wenn sich das nicht bessert, muss man drüber nachdenken, ob man evtl. auf 0,65mg zurück geht (oder eine andere, niedrigere Dosis). Aber jetzt erst mal weiter beobachten.

Alles Gute
Jamie
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Dienstag, 05.06.18, 22:58

Huhu ihr beiden,
danke für eure so schnellen Antworten!!! Das hat uns jetzt beruhigt und wir werden jetzt mal in Ruhe weiter beobachten. Baldrian und Passionsblume kommen dann auch wieder an den Start :) ....

Wir wünschen Euch einen schönen Abend und schlaft schön :bettzeit:

Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 06.06.18, 14:48

Hallo Ihr zwei,

es könnte sein, dass Ihr zu schnell aufdosiert habt. Dein Freund ist doch gerade mit 0,5 mg eingestiegen und kurze Zeit später hast Du geschrieben, er sei jetzt bei 0,7 mg. Und die Probleme kamen erst nach der Erhöhung, oder?

Gerade bei einer Wiedereindosierung, speziell nach so langer Abstinenz, sollte man dem Nervensystem ordentlich Zeit geben. Es dauert im Mittel sowieso um die 4 Tage, bis Dosisveränderungen richtig im ZNS angekommen sind. Und da der Körper nach langer Zeit ohne das Medikament ohnehin meist länger braucht, um eine Wiedereindosierung zu verkraften, sollte man richtig viel Geduld mitbringen und beim Start mal eher 14 Tage zuwarten (sofern nicht gleich heftige NW eine Änderung erfordern), bevor man weiter an der Dosis schraubt, eher länger.

Auch sind 0,2 mg in diesem Dosisbereich NICHT wenig, auch wenn das so scheinen mag. Diese nur vermeintlich kleine Menge hat das Potenzial, ordentlich was im ZNS zu bewegen. Das sollte man nicht unterschätzen.

Man muss sich da wirklich ganz behutsam vortasten, um das schon angeschlagene ZNS nicht zusätzlich zu erschüttern.

Wenn es erst mal keine oder wenig Reaktionen auf einer Dosis gibt, also diese erst mal nur vertragen wird, ist das nach der langen Zeit auf null erst mal nur positiv. Dann sollte man einfach mal zuwarten, wie gesagt, es kann Wochen dauern, ehe man merkt, dass die Wiedereindosierung greift in dem Sinne, dass sie Entzugssymptome abfängt. Und wenn dann immer noch nichts weiter passiert, kann man ganz vorsichtig aufdosieren, wenn man möchte.

Viele machen den Fehler und gehen übereilt nach oben, weil sie sich so schneller eine positive Wirkung erwarten, aber so funktioniert v. a. ein bereits angeschlagenes ZNS nicht. Man muss es wie ein rohes Ei behandeln.

Es kann schon sein, dass eine sehr geringe Dosis zur Stabilisierung ausreicht. Wenn man die benötigte Dosis durch zu schnelles Hochdosieren quasi "überspringt", nimmt man sich nicht nur die Chance, sie überhaupt festzustellen, sondern läuft Gefahr, dass die Sache nach hinten losgeht, weil das ZNS u. U. durch zu hohe Dosen zu stark irritiert wird. Denn was in der Vergangenheit mal von diesem Medikament an Dosierungen vertragen wurde, ist kein Maßstab für den Ist-Zustand, da sich das Nervensystem durch vorherige Einnahme plus Entzug verändert hat.

Es stellt sich ergo nicht immer die Frage nach "überhaupt noch vertragen"/"gar nicht mehr vertragen", sondern häufig auch die, welche Dosis das ZNS noch toleriert. Und im nächsten Schritt eben die Frage danach, welche Dosis zu einer etwaigen Stabilisierung notwendig ist. Beide Fragen hängen zusammen.

Seit wann genau habt Ihr erhöht? Und wie lange war das nach der Wiedereindosierung?

Man kann das jetzt versuchen auszusitzen und zuwarten oder aber man korrigiert vorsichtig etwas nach unten, wie schon vorgeschlagen.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

hope3
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Mittwoch, 06.06.18, 18:14

Hey Carlotta, am 27.05 hat er mit 0.5 mg eindosiert und bereits 4 Tage später auf 0.7mg erhöht. An dem Tag hat er sich wohlgemerkt sehr gut gefühlt und hatte, wie er sagte ein Gefühl von Heilung.
Um es ehrlich zu sagen, die Erhöhung hat er nicht mit mir abgesprochen und es frustriert mich auch, da ich ihm ja so oft gesagt hatte, dass man ganz vorsichtig sein müsse und ganz langsam und mit einer ganz geringen Dosis. Aber mein Frust soll hier natürlich nicht das Thema sein, aber es tut auch mal gut es einfach mal sagen zu dürfen.
Wie du schreibst, Carlotta, hat er sich wohl einfach nicht vorstellen können, dass eine so gerine Dosis etwas bewirkt und nach dem Motto "viel hilft viel" gehandelt.
Ich denke es ist jetzt wohl bei ihm angekommen und er wird jetzt die Dosis von 0.7mg halten. Er hat auch heute mal wieder einen recht guten Tag.
Liebe Carlotta, danke, dass du die Thematik noch mal so deutlich angesprochen hast :hug: !!!!

Ganz liebe Grüße von

Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von hope3 » Samstag, 07.09.19, 18:51

Ihr Lieben,

ich wollte mich an dieser Stelle einfach noch mal bei Euch bedanken, dass es Euch gibt und Ihr Euch so viel Mühe macht :-)
Ich hoffe es geht Euch allen noch ein gutes Stück besser...wir sind und bleiben dran!!!!

Hope
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Re: Frage einer Angehörigen, Kaltentzug Paroxetin

Beitrag von padma » Montag, 09.09.19, 18:22

liebe Hope, :)

schön, dass du dich meldest.
Wie geht es deinem Freund denn?

Ich verschiebe deinen thread später nach "Antidepressiva absetzen"

liebe Grüsse,
padma
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