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Ash: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von Ash » Mittwoch, 06.06.18, 4:18

Hallo alle zusammen,

ich lese nun seit einiger Zeit in diesem Forum mit und bin sehr dankbar für die bisher erhaltenen Informationen zur Diagnose Schizophrenie, dem Medikamentenabsetzen und allem weiteren bezüglich dieses psychischen Leidens.

1, Ich werde alsbald meine Signatur mit allen wichtigen Informationen erstellen.
2. Ich bin (auch aufgrund der Informationen dieses Forums) mittlerweile mitten beim Reduzieren/Absetzen meines Medikamentes. Daten werden folgen.
3. Ich weiss, dass dieses Forum und ja auch ich (Aufgrund von Studien und eigenen Erfahrungen) eher Psychopharmaka-kritisch eingestellt ist
.
.
.
dennoch wollte ich zwecks Informationsaustausch und vielleicht auch weitere Hilfe durch Medikamente einmal auf diesen eben gefundenen Artikel und somit das Medikament Cariprazin aufmerksam machen. Leider ist der Artikel nicht wirklich sehr ausführlich und kaum durch Quellen belegt. Womöglich gibt es aber interessierte die sich weiter damit auseinandersetzen möchten.

Medikment Cariprazin
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Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ash » Mittwoch, 06.06.18, 5:18

Hallo liebes ADFD Team und Mitglieder,

ich lese nun schon seit einer Weile in diesem Forum mit. Als Schizophrenie Betroffener und Interessierter. Ich muss sagen ich war die letzten 6 Jahre positiv den Medikamenten gegenüber eingestellt und habe mich, erst aufgrund eines vom Arzt empfohlenen Medikamentenwechsels, dazu entschieden näher mit den Medikamenten zu beschäftigen.
Ich hatte außer einer Gewichtszunahme von 30Kg keine Nebenwirkungen vom verschriebenen Amisulprid.
Ich hatte eine allgemeine emotionale Verflachung bemerkt (Höhen und tiefen waren gedämpft). Dies ist von den Medikamenten aber gewünscht und ich muss sagen ich empfand, das sogar eher als Erleichterung.
Da sich mein Prolaktinwert nun erhöht hat wurde mir nahegelegt auf ein Substitut zu wechseln. Ich bin allerdings sehr schnell der Auffassung gewesen, dass dies keinen Sinn ergibt. Erstens wirkt nicht jedes Medikament bei jedem Menschen (Mein erstes Medikament hatte auch eher für Verschlechterung gesorgt) und zweitens befand ich mich in der Remission und würde somit garnicht merken ob ein neues Medikament überhaupt wirkt oder nur einen Placebo Effekt/keine Wirkung hat.
Zum Abklingen meiner letzten Episode fing ich außerdem an mehr wissenschaftliche Bücher und Internetartikel zu lesen. Diese brachten mich zu den eher neueren Studien/Erkenntnissen, dass eine Reduzierung oder gar Absetzen der Medikamente mindestens zu einem gleichen, wenn nicht sogar besserem Verlauf führt.
Deshalb stieß auf dieses Forum und ich las viele Beiträge welche mich zum Reduzieren/Absetzen ermutigten.
Vor allem waren euere Tipps über die Abwiegemethoden, 10% Regel, 4 - 6 Wochen Regel und die Absetzsymptome hilfreich. Ich muss sagen hätte ich nach ärztlicher Vorgabe gehandelt, wäre bereits vieles schief gelaufen.

Ich wollte mich jetzt beteiligen und mit euch Austauschen.

Ich wünsche euch alles gute und uns einen regen Austausch.
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 06.06.18, 8:30

Hallo Ashe,

herzlich willkommen hier im Forum.

Schön, dass du dich schon so gut belesen hast, ich glaube, das ist sehr wichtig.

Wenn du Fragen hast, kannst du sie jetzt hier in deinem Thread stellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch.

LG Ute
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 06.06.18, 9:57

Hallo Ashe,

Ich habe deine Beiträge zusammengeführt, schreibe bitte in deinem Thread weiter, damit deine Geschichte zusammen bleibt.

LG Ute
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ash » Mittwoch, 06.06.18, 14:55

Vielen Dank für das zusammenführen und freigeben. Ich werde nun weitere vorhaben und Fragen hier dokumentieren.
Ich weiss nicht genau wieso der Artikel zum Medikament gegen Schizophrenie Negativsymptomatik in meinen Thread eingebunden wurde und nicht allgemein lesbar bleibt, da es ja als Information für alle dienen und schneller findbar sein sollte aber vielleicht ist es ja nur zwecks aufgermäumten Forum.

Ich gebe mal einen kurzen Überblick. Derzeitiger Amisulprid-Stand: 140 - 0 - 140 mit der Hoffnung, dass die mittlerweile erträglichen Symptome bald nachlassen um nach ca. 2 -3 Wochen ohne Symptome auf 125 -0 - 125 zu gehen.
Da die Symptome diesmal ähnlich meiner ersten Episode und meiner Prodomalphase sind habe ich ab und an bedenken, dass doch die Grunderkrankung durchkommt. Bin aber weiter am beobachten und werde mich wieder melden.

Schöne Grüße an alle.
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Logisches Denken bleibt erhalten.

Beitrag von Ash » Freitag, 08.06.18, 15:50

Hallo alle zusammen,

ich wollte mal nachfragen wie es bei euch ist, weil mir während meiner letzten Absetzsymptome folgendes aufgefallen ist.
Ich hatte nach meiner letzten Reduzierung vermehrt auftretende Symptome. Depression, Derealisation, Zwangsgedanken, Beginn von Angstempfinden (Aber keinen Teufelskreis), dröger Kopf.

Was mir aber dabei aufgefallen ist, ist dass ich bei allen Symptomen durchgängig mein logisches Denken behalten habe. Heisst ich konnte diese Wahrnehmungen immer rational erklären (Absetzsymptom/Grunderkrankung/abnormales Empfinden also versteife dich nicht darauf) und dementsprechend die Zeit besser überstehen. Meiner Meinung nach hat das auch das Gefangen werden in einem Teufelskreis verhindert.
Mir ist nur aufgefallen, dass ich in meiner ersten Episode solch eine Möglichkeit garnicht hatte.

Mich würde interessieren ob es anderen da ähnlich geht. Liegt es einfach nur an erträglichen Symptomen, an mir oder zeichnet sich da ein Muster zur Abgrenzung zwischen Absetzsymptom und Grunderkrankung ab?

Schöne Grüße
Ashe
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von padma » Samstag, 09.06.18, 19:03

hallo Ashe, :)
oder zeichnet sich da ein Muster zur Abgrenzung zwischen Absetzsymptom und Grunderkrankung ab?
Du kannst daran klar erkennen, dass du aktuell keine psychotische Episode sondern Absetzsymptome hast.
Es gibt auch eine "Absetzpsychose" (Hypersensitivitätspsychose), diese kann bei zu schnellem Absetzen eines NL auftreten, da das Gehirn seine Rezeptoren nicht so schnell anpassen kann und von Dopamin überflutet wird (laienhaft ausgedrückt)
Da die Symptome diesmal ähnlich meiner ersten Episode und meiner Prodomalphase sind habe ich ab und an bedenken, dass doch die Grunderkrankung durchkommt. Bin aber weiter am beobachten und werde mich wieder melden.
Ich würde sicherheitshalber langsamer reduzieren.

Zu deinem link zu Cariprazin:
Wir tauschen uns hier im Forum nicht darüber aus, ob ein Psychopharmakon besser ist als ein anderes. Dies hat sicher auch seine Berechtigung, ist aber nicht unser Thema hier.

liebe Grüsse,
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Re: Logisches Denken bleibt erhalten.

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 10.06.18, 17:32

Hallo Ashe,
Ashe hat geschrieben:
Freitag, 08.06.18, 15:50

Ich hatte nach meiner letzten Reduzierung vermehrt auftretende Symptome. Depression, Derealisation, Zwangsgedanken, Beginn von Angstempfinden (Aber keinen Teufelskreis), dröger Kopf.

Was mir aber dabei aufgefallen ist, ist dass ich bei allen Symptomen durchgängig mein logisches Denken behalten habe. Heisst ich konnte diese Wahrnehmungen immer rational erklären (Absetzsymptom/Grunderkrankung/abnormales Empfinden also versteife dich nicht darauf) und dementsprechend die Zeit besser überstehen. Meiner Meinung nach hat das auch das Gefangen werden in einem Teufelskreis verhindert.
Mir ist nur aufgefallen, dass ich in meiner ersten Episode solch eine Möglichkeit garnicht hatte.

Mich würde interessieren ob es anderen da ähnlich geht. Liegt es einfach nur an erträglichen Symptomen, an mir oder zeichnet sich da ein Muster zur Abgrenzung zwischen Absetzsymptom und Grunderkrankung ab?
Das liegt manchmal auch daran, dass die Diagnose nicht stimmig ist: " Depression, Derealisation, Zwangsgedanken, Beginn von Angstempfinden "
sind eben nicht typisch für Psychosen , zumal du die ganze Zeit einen klaren Kopf hattest. Da kann auch eine starke Depression, ein Trauma (PTBS), etwas Dissoziatives dahinter stecken - und für all das sind Neuroleptika völlig ungeeignet.
Waren das immer alle Symptome, die du hattest oder traten früher auch Wahn und Stimmenhören auf?
( auch beim Stimmenhören muss man nachfragen , als mich Ärzte danach gefragt haben, wusste ich offen gesagt nicht genau, was sie meinten.
Es ist keine innere Stimme gemeint, selbst wenn man das Gefühl einer Fremdheit dabei hat , sondern wirklich eine akkustische Hallu - also ein Gerede, als wäre ein Radio an - und das hat mir in der Psychiatrie keiner erklärt. :frust: )

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ash » Montag, 11.06.18, 3:07

Hallo @Padma:

Danke für die Erklärung. Ist deine Aussage bezüglich Absetzsymptome oder Psychose gesichert? Ich meine gibt es dazu Untersuchungen, gesammelte Aussagen hier im Forum oder ist es deine Erfahrung? Was auch immer es klingt beruhigend. Ich habe diesesmal allerdings tatsächlich nur 8% reduziert aber womöglich bin ich auch jemand der sehr vorsichtig vorgehen muss. Habe Amisulprid immerhin schon 6 Jahre genommen. (Und unter uns ich hatte nach 1 Woche tatsächlich einen Abend recht viel Alkohol getrunken. Das wird sicherlich nicht nochmal gemacht.)

Bezüglich des Medikaments, weiss ich nun Bescheid. Ich weiss ja das dieses Forum Medikamentenkritisch ist habe mir dann gedacht kritisch heisst nicht grundsätzlich ablenend. Wollte somit Menschen die vielleicht doch gut auf Medikamente ansprechen oder sich einfach nur Informieren wollen in Kenntniss setzen. Ich muss nämlich tatsächlich sagen, dass das Amisulprid bei mir 2011 gut gewirkt hat und mich meiner Meinung nach aus der Psychose geholt hatte. Außerdem hatte ich 5 Jahre lang ausser der Gewichtszunahme keinerlei ungewünschte Nebenwirkungen. Ich habe dich aber verstanden und weiss jetzt Bescheid.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo @Arianrhod:

Ich musste etwas schmunzeln, denn bei deiner Aussage zum Stimmenhören kann ich nur zustimmen. Ich wurde auch per Fragebogen gefragt ob ich Stimmen höre, Halluziniere oder an eine höhere Macht glaube und wusste damit überhaupt nichts anzufangen. Dachte immer nur was sind das für unnütze Fragen? Aber tatsächlich bin ich mir sehr sicher die Diagnose "paranoide Schizophrenie" ist korrekt, da ich mich mit den Symptomen auseinandergesetzt habe und diese wieder fand. Ich hörte damals auch keine nicht vorhandene Stimme sondern habe wirkliche Aussagen/Gespräche komplett missgedeutet und immer auf mich bezogen und nicht reell verstanden. Das war dann natürlich was ganz anderes.
Bezüglich deiner Nachfrage der Symptome:
- Paranoidität (im späteren Verlauf der 1. Episode)
- Missdeuten von Geräuschen/Aussagen/Gesprächen/Verhalten/Mimik/Gestik und auch auf mich und eingebildete Werte
- Dachte ich kann mit Tieren/Pflanzen kommunizieren
- totaler Angststrudel
- sozialer Rückzug
- Spracharmut
- Emotionsverlust
- Introvertiertheit/eine art Autismus (Bin sonst das komplette Gegenteil. Wirklich sehr extrovertiert)
- Grübeln

Das waren so die Hauptsymtpome würde ich sagen.


Schön das ihr euch in meinen Thread eingelesen und geantwortet habt.
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von padma » Montag, 11.06.18, 18:57

hallo Ashe, :)
. Ist deine Aussage bezüglich Absetzsymptome oder Psychose gesichert? Ich meine gibt es dazu Untersuchungen, gesammelte Aussagen hier im Forum oder ist es deine Erfahrung?
Das Kennzeichen einer Psychose ist ja der Realitätsverlust. Das was du als Symptome nach deiner Reduktion aufzählst sind, wie auch Arian schreibt, für sich genommen, keine Psychosesymptome.

Du beschreibst ja auch sehr klar den Unterschied zu den Symptomen, die du selbst als psychotisch einordnest.

Deine Absetzsymptome hingegen erleben hier sehr viele Betroffene beim Absetzen, die noch nie eine Psychose hatten und die absolut nicht psychotisch sind.
Bezüglich des Medikaments, weiss ich nun Bescheid. Ich weiss ja das dieses Forum Medikamentenkritisch ist habe mir dann gedacht kritisch heisst nicht grundsätzlich ablenend.
Es gibt Situationen, in denen ein vorübergehender Einsatz von Psychopharmaka sinnvoll sein kann. Aber das ist nicht unser Thema hier. Unser Fokus ist wirklich das Reduzieren und Absetzen.

liebe Grüsse,
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ash » Donnerstag, 21.06.18, 3:02

Hallo zusammen,

ich wollte einfach mal einen Zwischenbericht hier lassen. Bin nun seit 5 1/2 Wochen auf gleichbleibender (140 - 0 - 140) Amisulprid Dosis. Die anfänglichen Beschwerden haben sich wirklich immens gebessert. Ich muss allerdings sagen, dass ich tatsächlich so blöd war und vor 1 Woche etwas mehr Alkohol trank. Das war so blöd, dass ich nun wieder und immernoch gesteigerte Symptome habe. Also kurzer Rat an alle, was ja hier auch schon tausendmal steht. Lasst den Alkohol weg bei der Krankheit, an sich aber besonders während der Reduktion.
Ich habe nun irgendwie alle 3 -5 Sekunden, dass Gefühl meine Augen fallen nach unten, also senken sich ab. Ich habe mich dann mal auf Kamera aufgenommen und sah, dass die Augen fixiert bleiben. Nur das Gefühl ist vorhanden. Kann auch einfach ein kurzer Moment sein in dem ich mich nicht konzentrieren kann und visuell die Umgebung verschwommen/unkonzentriert wahrnehme. Vielleicht Probleme des Dopaminhaushalts? Bin nur etwas verwundert, da ich dieses Symptom noch garnicht bei mir kenne und es zweimal unter Alkoholeinfluss entsand und diesesmal nicht wirklich wieder weggeht.

Ansonsten hoffe ich alsbald wieder etwas reduzieren zu können.

Schöne Grüße an alle.
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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.06.18, 19:18

hallo Ashe, :)

im Entzug können allerhand seltsame Empfindungen auftreten. Das mit deinen Augen rechne ich dazu. Da es sich "nur" um eine Empfindung handelt, musst du dir da keine weiteren Gedanken dazu machen.

Dass das mit dem Alkohol ungünstig war, hast du ja jetzt selbst gemerkt. Manchmal lernt man halt nur durch eigene Erfahrung :wink: .

liebe Grüsse,
padma
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von escargot » Sonntag, 24.06.18, 19:03

Hallo Ashe,

mir fällt auf, dass du zu seltsamen Uhrzeiten hier schreibst. Wichtig ist auch auf deinen Schlaf zu achten. Das mit dem Nicht-Alkohol hast du schon selbst herausgefunden.

Ich habe das auch mit den Augen bzw. bei mir ist es nur eines. Ist bei mir Stresssymptom. Kannst es auch mit Magnesium probieren. Vielleicht hilft es ja was.

Liebe Grüße
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von Ash » Montag, 25.06.18, 3:21

Hallo Escargot,

danke für deine Antwort. Wirkt beruhigend wenn man nicht der einzige ist mit solchen Symptomen.
Ich muss Sagen, es hat sich mittlerweile auch recht gut gebessert aber noch nicht komplett aufgehört. Dauerte aber tatsächlich über 1 Woche.

Interessant, dass du mich auf meine Schlafgewohnheiten ansprichst. Tatsächlich schlafe ich von der Menge her ausreichend 9 - 11 Std pro Nacht und zum Glück auch gut. Also tatsächlich ist das okay. Ich habe allerdings öfter für 1 -2 Wochen das Problem, das sich mein Tag & Nacht Rhytmus verändert. Das dürfte daran liegen, dass ich zur Zeit krank geschrieben bin und somit nicht zwangsläufig feste Aufstehzeiten habe. Nach kurzer Zeit versuche ich dass dann immer wieder in den Griff zu kriegen. Hat bisher immer wieder geklappt und ich bin zuversichtlich es auch weiterhin zu schaffen. Danke, dass du dir Gedanken gemacht hast. Ich werds wieder angehen.

Schöne Grüße und Viel Erfolg dir weiterhin.
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von escargot » Montag, 25.06.18, 7:48

Guten Morgen Ashe,

9-11 Stunden sind richtig gut! Dann muss ich mir ja keine Gedanken machen bei dir :)

Ja, wenn man krank geschrieben oder verrentet ist, läuft der Tag etwas anders. Ist nicht ungewöhnlich. Schön, dass du auch in meinem Thread vorbei geschaut hast!

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Re: Hallo zusammen / Vorstellung / Amisulprid

Beitrag von Ash » Montag, 02.07.18, 19:17

Hallo zusammen,

es ist wirklich unglaublich. Nach vorherigen 6 Wochen stark - mittel ausgeprägten Symptomen, sind nun wirklich alle Symptome für schon 6 Tage komplett verschwunden. Auch ich dachte zwischenzeitlich, dass womöglich die Grunderkrankung durchkommt. Gerade auch weil einige der Symptome stark an die Grunderkrankung erinnerten. Aber die Informationen hier im Forum sind schon sehr konkret und entsprechen der Realität.

Ich denke ich werde alsbald wieder in einem kleinen Schritt reduzieren.

Vielen Dank für eure Informationen und den bisherigen Beistand.
Zuletzt geändert von Ash am Montag, 02.07.18, 20:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von escargot » Montag, 02.07.18, 20:01

Cool Ashe,

ich freu mich mal ne Runde mit! Das sind ja tolle News! Lese ich sehr gern!

Weißt du schon, wie dein nächster Schritt aussehen wird?

Alles Liebe weiterhin!
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von Ash » Montag, 02.07.18, 20:24

Hi Escargot,

klaro freuen wir uns zusammen. Schöne Sache.
Also ich denke ich werd nächstesmal etwas vorsichtiger vorgehen und nur 16 mg reduzieren. Also auf Tagesdosis 132mg - 0 - 132mg gehen.
Mir scheint stark ich bin ein langsamer Typus, der vorsichtig vorgehen sollte.
Lese gerade in deiner Signatur, dass auch du seit einigen Tagen Symptomfrei bist. Sehr schön. Also immer weiter voran mit der Gesundheit.

Ach btw den Schlaf bin ich zwischendurch auch angegangen und wieder auf normale zeiten gekommen. :)

Schöne Grüße.
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von escargot » Montag, 02.07.18, 20:33

Hallo Ashe,

super auch mit dem Schlaf! Irgendwo habe ich mal gehört die Schlafenszeit zwischen 2 und 5 Uhr sei die wichtigste zur Erholung. Habe aber den genauen Kontext vergessen.

Glaube übrigens, dass es eine Art Erfahrungskurve gibt und man, wenn man wie du und ich viel, viel liest und ein oder zwei psychotische Episoden erlebt hat, die danach folgenden- glimpflicher ablaufen. Zumindest war es bei mir so und der "seidene Faden" zur Realität ist nicht mehr komplett gerissen und es blieb immer sowas wie "Restverstand".

Übrigens : Gegen die Negativsymptomatik hilft mir (moderater Ausdauer)sport!

Auch glaube ich noch an Recovery!
Gibt so unendlich viele Berichte auch. Das macht Mut!

Liebe Grüße
escargot

P.S.: Vorsichtig vorgehen ist nie verkehrt! Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen....
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Re: Ashe: Mittel gegen Negativsymptomatik

Beitrag von Ash » Montag, 02.07.18, 20:43

Hi Escargot,

das mit dem Schlaf habe ich auch schon gelesen. Nehme es also gerne ohne Quellennachweis an. :)

Also an Recovery direkt glaube ich nur in gewisser Weise. Bei mir war es bisher so, dass ich eigentlich nach jeder Episode (2 psychotische + 1 vorphase die ich rechtzeitig erkannte)wieder komplett normal wurde. Auch gab es bei mir eher gleiche Auslöser sodass ich eher glaube, dass wenn man es schafft die Auslöser zu erkennen und umgehen/oder damit umzugehen die psychotischen Schübe kaum bis nicht mehr auftreten. Das ist jetzt aber nur meine persönliche bisherige Meinung. Es gibt ja auch Personen bei denen kein direkter erkennbarer Auslöser vorhanden ist/war.

Zu deinem Punkt der Erfahrungskurve kann ich eigentlich nur sagen, dass dies irgendwie schon Stimmt. In der ersten Episode wusste ich ja garnicht was los ist und habe alles als zwar andersartig aber nötig erachtet. Mittlerweile ist mir bewusst, dass dieses Denken Teil einer Krankheit ist und somit sehe ich ja auch solche Phasen mit ganz anderen hinterfragenden Augen. Also ich stimme dir da vollkommen zu.

Schöne Grüße
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