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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Dienstag, 19.06.18, 13:02

hallo carlotta,

vielen dank für die Erklärungen!

so ganz ohne nem komme ich leider nicht aus. ich habe zb auch eine mthfr genmutation weshalb ich zb b12 und folsäure substituieren muss. nur: manchmal vertrage ich es, manchmal nicht. es kommt ganz darauf an, wieviel psychischen stress ich habe.

ich habe lange zeit die Pille genommen. dazu noch eine weitere antiandrogene Tablette (wg Haarausfall). dann irgendwann mal das venlafaxin. den psycho stress habe ich ja eh seit meiner Kindheit. dann phasenweise viel geraucht und Alkohol, momentan ziemlich viel sport.... das sind alles nährstoffräuber. schlechte Ernährung kommt auch phasenweise dazu.

es stimmt, mit Nem ist das so eine Sache. Ich wechsele häufig und gehe da mittlerweile komplett nach meinem Gefühl. als grundgerüst dient mir der plan meiner Hp. wenn ich mir unsicher bin, kann meine Hp Nem auch kinesiologisch austesten bzw ich habe auch einen Tensor. ist dennoch nicht einfach, da hast du recht. ich merke aber schnell, ob meinem Körper etwas nicht bekommt. ich habe dann eine starke Abneigung gegenüber des Nahrungsmittels oder des Nems.

ich merke bei mir ganz klar: ist meine Psyche ausgeglichen, ernähre ich mich auch automatisch gesünder, habe dann keinerlei Probleme mehr mit der Verdauung/ Nährstoffaufnahme und die selbstheilungsprozesse des Körpers springen an. der Stoffwechsel läuft normal. leider sind das aber noch viel zu wenig tage, wo es mir psychisch annehmbar bis gut geht.

es ist wahnsinnig, wie viel die Psyche ausmacht. ist da ein Ungleichgewicht durch zb nicht verarbeitete Traumata etc. kann ich Pillen schlucken wie ich will (egal ob Chemie oder Natur) es bringt nichts... es geht so durch, landet im Klo oder macht Nebenwirkungen ohne ende. der Körper lässt sich eben nicht austricksen- man muss schon an den kern des ganzen gehen und sich dafür genug zeit geben
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daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von carlotta » Dienstag, 19.06.18, 13:38

Hallo Steffi,

dass sich psychische Probleme auch körperlich abbilden, davon gehe ich aus. Allerdings gilt noch zu beachten, dass bei Dir sich auch eine Entzugssymptomatik daruntermischt, die recht ähnliche Symptome auslösen kann, die dann aber vom Ursprung her nicht psychisch ist, sondern neurophysiologisch, also körperlich. Die Medikamente verändern so viel im Nervensystem bzw. erzeugen einen unnatürlichen Zustand, mit dem der Körper erst mal fertigwerden muss. Nur als Ergänzung. (Von diesen unnatürlichen Veränderungen rühren dann auch häufig diverse (temporäre) Unverträglichkeiten gegenüber NEM, oft auch Medikamenten allgemein sowie bestimmten Nahrungsmitteln her.)

Natürlich kann man auf einschneidende Entzugssymptome wiederum seelisch reagieren, weil diese schlichtweg belasten können. Das trägt man dann noch zusätzlich zu etwaigen älteren "Paketen" mit sich herum, was die Gesamtsituation sicherlich nicht einfacher macht.

Liebe Grüße
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Dienstag, 19.06.18, 13:51

hallo carlotta,

danke für deine Antwort.
bis auf die brain zaps kannte ich die "Entzugssymptome" auch vorher schon- ohne medis. Grippegefühl zb. das hatte ich auch ohne Medikamente bzw Entzug sehr häufig.
es ist verdammt schwer zu sagen: das ist jetzt vom Entzug, das ist jetzt psychisch (zb ne panikattacke) und das ist tatsächlich nur eine Erkältung... bestes Beispiel: Muskelkater vom Sport. der kann punktuell sein, oder aber auch mittelstark im ganzen Körper... fühlt sich dann manchmal an wie ne Erkältung. Müdigkeit kann sich mit panikattacken mischen und wenn dann auch noch das Wetter verrückt spielt... man evtl etwas verdorbenes gegessen hat oder das eine nem am Vortag super war, an diesem tag aber unverträglich ist... es ist tatsächlich kompliziert.

ich kann häufig nicht sagen warum genau es mir schlecht geht. ebenso warum es mir dann auf einmal gut geht. einige dinge passieren auch etwas zeitversetzt.

liebe grüße,
steffi
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Dienstag, 19.06.18, 13:53

carlotta hat geschrieben:
Dienstag, 19.06.18, 13:38


Natürlich kann man auf einschneidende Entzugssymptome wiederum seelisch reagieren, weil diese schlichtweg belasten können. Das trägt man dann noch zusätzlich zu etwaigen älteren "Paketen" mit sich herum, was die Gesamtsituation sicherlich nicht einfacher macht.

ganz wichtiger Punkt!!
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 22.06.18, 9:50

Hallo zusammen,

ich habe nun endlich die zusage für eine psychosomatische Klinik bekommen, für die Trauma station. ich gehe ins zi mannheim- falls es jemand kennt und mir dazu etwas schreiben möchte, würde ich mich sehr freuen. gern auch per pn.

jetzt muss ich auf jeden fall schauen, wie ich in den nächsten drei Wochen von den Tabletten runterkomme... denn ich denke nicht, dass ich denen dort die Tabletten geben kann, inkl feinwage und der anweisung sie ganz klein zu bröseln XD

bin nach wie vor bei 2,5mg

wie würdet ihr vorgehen?

momentane probleme (ob entzugsbedingt oder nicht, kein plan): Übelkeit, leichtes grippegefühl, etwas matschig, ko, innere Anspannung, tinnitus- aber alles gut auszuhalten und eigentlich auch nix neues- dh, es muss nicht zwingend von den Tabl kommen
hab die tabl ja auch nicht aus spaß genommen

Aufnahme ist am 17.7
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.06.18, 10:05

Hallo gemüsemuffin :)

was spricht dagegen die Feinwaage mitzunehmen und es selbst zu machen?
Vertrauen gegen Vertrauen - du bist ja nicht benzoabhängig oder suizidal oder missbrauchst Substanzen, insofern spricht überhaupt nichts dagegen, dich selbst ums Paroxetin zu kümmern.

Ich würde es besprechen beim Eingangsgespräch und mit dem Doc aushandeln - alle anderen Tabletten dürfen die verwalten, du kümmerst dich ums Paroxetin, fertig.

Ich - aber das ist nur meine Auffassung - fände es fatal jetzt unter Druck in 3 Wochen was runterbrechen zu wollen.

Alternativ könntest du dich auch dafür entscheiden, einfach mal ein paar Wochen oder Monate auf der Dosis zu bleiben und das Präparat daheim vorbereiten.
Leerkapseln kaufen, eins zwei gute Freunde / Familienmitglieder bitten zu kommen und dir zu helfen für 8 oder 1o Wochen Kapseln zusammenzustellen, indem ihr die abgewogenen und gebröselten Teilchen in die Leerkapseln füllt und schließt.
Dann kannst du die Kapseln an den Doc / die Schwester geben und sie sollen sie dir morgens in dein Kästchen legen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 22.06.18, 10:28

hallo jamie, das sind sehr gute Ideen! ich denke, da es mir einigermaßen geht, werde ich Sonntag nochmals reduzieren- auf 1,25mg und dann während des klinikaufenthalts (3mon) dabei bleiben.
dann hat mein Körper wirklich genug zeit- und so ein klinikaufenthalt ist ja auch kein Larifari urlaub. da wird's schon genug stress geben.

welche kapseln meinst du denn?

Ich müsste der Einfachheit halber einige paroxetin Tabletten pulverisieren, die entsprechende menge abwiegen und in kapseln füllen, oder?
schlucke ich dann die ganze Kapsel (wirkeintritt ist ja dann verspätet...) oder mache ich die auf und kippe das Pulver mit Wasser runter?

sry, so ganz verstanden hab ich das noch nicht wie ich da vorgehen soll.
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.06.18, 10:33

Hallo muffin, :)

es gibt im Internet günstig Leerkapseln, google das mal.
Es gibt sie auch in der Apotheke, aber viel teurer.
Es gibt auch vegane Leerkapseln (normal sind welche aus Gelatine).
Egal was, bestelle, was dir zusagt. Beides ist OK.
Die Standardkapselgröße ist Null (00 oder 0) oder max. 1.

Du musst dir nicht die Arbeit mit dem Pulverisieren machen, das Zeug wirkt auch als Bröckchen in deiner Kapsel ;). Aber du kannst, wenn du willst.
Ich wäre zu faul zum Pulverisieren, aber wie gesagt, entscheide selbst.

Dia Kapsel wird NICHT geöffnet und in Wasser getan, sondern als ganzes geschluckt.

Ist das so verständlich? :)

Viele Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 22.06.18, 12:24

jupp, hab ich kapiert :) vielen lieben dank!
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Dienstag, 03.07.18, 20:47

hallo ihr lieben,

hier mal der neueste stand:

ich bin mit dem paroxetin auf 1,25 runter dank feinwaage.

entzugssymptomtechnisch geht es mir sehr gut. ich spüre es gaaaaaaanz minimal.
die alte symptomatik ploppt aber wieder hoch. dh, ich habe intrusionen und mal sehr starke Gefühle- aber manchmal auch gar keine und viele Dissoziationen und Tagträume und Konversionen.
das ist altbekannt. ich versuche, mich mit den ängsten nicht zu identifizieren und alles mit abstand zu betrachten. trauer lasse ich raus. da ist grad auch viel da. noch immer schwanke ich zwischen Unglaube, Verwirrung und täteridentifikation. da komme ich auch alleine nicht wirklich raus.

das beste ist:
ich habe endlich den Anruf für die Klinik bekommen. in 2 Wochen gehts los auf die traumastation. ich setze alle meine Hoffnungen da rein und werde mir den a :censored: aufreissen damit ich endlich gegen all das ankomme. ich habe ein wirklich gutes Gefühl, was die Klinik angeht. die vorgespräche waren wahnsinnig ausführlich, das team dort ist sehr jung. es ist eine ganz kleine station und sie konfrontieren auch wenn man keine konkreten Erinnerungen hat. das therapiekonzept ist auf schwere Verläufe einer komplexen ptbs ausgerichtet. eine Freundin hat ihre komplette Ptbs symptomatik dank deren Hilfe hinter sich lassen können. aber es wird richtig harte Arbeit. faul sein ist dann nicht mehr- dem mist gehts an den kragen.
aber so soll es sein. und dahinter wartet das leben mit seinen höhen und tiefen für die ich dann hoffentlich die passenden Werkzeuge habe
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von padma » Freitag, 06.07.18, 18:05

hallo Muffin :) ,

ich wünsche dir alles Gute für die Klinik.

liebe Grüsse,
padma
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Samstag, 14.07.18, 10:17

soo, seit 2 Tagen bin ich auf 0. ich bin froh das ich den schritt doch noch vor der Klinik geschafft habe. jetzt kann ich mir sicher sein, das ich ich bin- egal was demnächst so alles hochkommt.

danke für die liebe Unterstützung!
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von padma » Montag, 16.07.18, 18:08

hallo Muffin, :)

herzlichen Glückwunsch zur 0
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Ich drücke dir die Daumen, dass nichts nachkommt.

liebe Grüsse,
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