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Lioni89: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

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Lioni89: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Samstag, 09.06.18, 16:53

Huhu,

ich bin Lio und nehme wie im Betreff stehend so einiges an Psychopharmaka...
Ich befinde mich derzeit in einer psychiatrischen Klinik und gerade werden meine Medikamente umgestellt und abgesetzt teiweise.

Das Chlorprotixen habe ich bestimmt vier Jahre genommen und es wurde in der Klinik von Dienstag bis gestern von 250 mg auf 0 mg gesetzt. Ich fühle mich damit irgendwie nicht wohl, zum einen, weil ich das schon ziemlich lange genommen habe und andererseits weil es jetzt so schnell abgesetzt wird.
Als "Alternative" wird jetzt das Trimipramin eindosiert und als Bedarf, welchen ich nicht unbedingt so gerne auch noch zusätzlich nehmen möchte, bis zu 150 mg Melperon und 10 mg Diazepam.
Seit Dienstag hab ich kaum geschlafen, bin fix und fertig.
Das Zolpidem nehme ich jetzt auch schon vier Jahre. 10mg täglich, aber das wirkt schon nicht mehr. Nun frage ich mich, was ich machen soll. Zulassen, dass wieder ein neues Medikament eindosiert wird, oder aushalten, dass ich so gut wie gar nicht mehr in den Schlaf finde?

Ich habe Depressionen, eine PTBS, DIS, Bulimie und eine Angststörung.

Liebe Grüße,

Lio

Ps: Ich hoffe ich hab alles beachtet und nun richtig gemacht.
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 27.06.18, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
Als ich auszog, fing mein Leben dann richtig an.
2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
2017-2018 Aufenthalt in einer Klinik mit Schwerpunkt Trauma - endlich gut aufgehoben, allerdings wollten sie nix an den Medikamenten ändern
08.04.18 Eindosierung von Tillidin 400 mg wegen eines Schlüsselbeinbruchs
14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

Meine derzeitige Medikation nochmal im Überblick:
Sertralin 200 mg
Trimipramin 75 mg
Zolpidem 10 mg
Melperon 100 mg
meistens 10 mg Diazepam
Bei Bedarf: bis zu 75 mg Melperon und 10-20 Tropfen Diazepam

Ich hoffe ich habs jetzt nicht zu wirr gemacht.

padma
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von padma » Samstag, 09.06.18, 18:11

hallo Lio, :)

willkommen im ADFD.

Du hast alles richtig gemacht. Sobald du dazu kommst, wäre es wichtig, dass du noch eine Signatur erstellst http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035
Bitte gib alle Medikamente an, die du aktuell nimmst oder bis vor kurzem genommen hast, mit Dosierung und Datumsangaben; und einen Überblick über deine Medikamentengeschichte.

Das hört sich so an, als ob du eine heftige Geschichte hinter dir hast. :(
Das Chlorprotixen habe ich bestimmt vier Jahre genommen und es wurde in der Klinik von Dienstag bis gestern von 250 mg auf 0 mg gesetzt.
Wir raten von einem solchen Vorgehen dringend ab. Psychopharmaka sollten sehr langsam ausgeschlichen werden und keinesfalls abrupt abgesetzt werden.
Als "Alternative" wird jetzt das Trimipramin eindosiert und als Bedarf, welchen ich nicht unbedingt so gerne auch noch zusätzlich nehmen möchte, bis zu 150 mg Melperon und 10 mg Diazepam.
Das halte ich für gar keine gute Idee. Zum einen ist es sehr fraglich, ob Trimipramin den Entzug von Chlorprothixen abfagen kann, zum andern hast du dann ja gleich 3 Psychopharmaka an der Backe.

Warum bist du denn in der Klinik und warum werden die Medikamente umgestellt?
Seit Dienstag hab ich kaum geschlafen, bin fix und fertig.
Das wundert mich gar nicht. Du leidest unter Entzugssymptomen von Chlorprothixen.
Das Zolpidem nehme ich jetzt auch schon vier Jahre. 10mg täglich, aber das wirkt schon nicht mehr.
Zolpidem ist benzoähnlich, macht genau so abhängig und verliert nach einer gewissen Zeit seine Wirksamkeit. Es müsste ausgeschlichen werden.
Nun frage ich mich, was ich machen soll. Zulassen, dass wieder ein neues Medikament eindosiert wird, oder aushalten, dass ich so gut wie gar nicht mehr in den Schlaf finde?
Weder noch. Die Lösung wäre Chlorprothixen wieder einzudosieren und anschliessend sehr langsam auszuschleichen.

Nur wird dies die Klinik vermutlich nicht zulassen.
Daher ist es sehr schwierig dir jetzt einen Rat zu geben.
Ist der Klinikaufenthalt wirklich erforderlich? Profitierst du davon?

Hier unsere Infos zum Einlesen:
Neuroleptika viewtopic.php?f=32&t=12884
Antidepressiva viewtopic.php?f=18&t=12880
Benzos viewtopic.php?f=16&t=12883

Was ist mit Sertralin? Wieviel nimmst du und seit wann?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Samstag, 09.06.18, 18:56

Hallo padma,

vielen Dank, für die schnelle Antwort!

Das halte ich für gar keine gute Idee. Zum einen ist es sehr fraglich, ob Trimipramin den Entzug von Chlorprothixen abfagen kann, zum andern hast du dann ja gleich 3 Psychopharmaka an der Backe.

Warum bist du denn in der Klinik und warum werden die Medikamente umgestellt?
Ich bin in der Klinik, weil ich im dissoziativen Zustand zuviele Tabletten eingenommen hatte... und daraufhin bin ich da hin gekommen. Die Ärztin hat daraufhin erst komplett das Zolpidem rausgenommen, wo ich dann aber gestreikt habe - das geht einfach gar nicht...wurde dann wieder reingenommen. Direkt an dem nächsten Tag. Meine Tabletten werden auch von einem Pflegedienst gestellt, allerdings "nur" noch einmal die Woche. Soll aber jetzt wieder erhöht werden, eben wegen der Diss. Zustände.
Die Medikamente werden umgestellt, weil ich das Chlorprothixen nicht so gut vertrage, ich nehme zusätzlich immer Pantoprazol, weil ich von den Chlorprothixen Tabletten so Sodbrennen bekomme. Zuerst wurde dann das Trimipramin eindosiert, weil ich halt trotz der ganzen Medis nicht mehr gescheit geschlafen habe und der Oberarzt es als eine gute Idee gesehen hat. Daraufhin wurde das Chlorprothixen aber noch nicht reduziert. Erst in der Visite am Dienstag hat er es um die Hälfte reduziert von 0-0-100-150 auf 0-0-50-75 und gestern dann, ohne mein Wissen (!) auf 0-0-0-0... stattdessen wurde mir als Bedarf Melperon zweimal 25 mg eingetragen.
Das wundert mich gar nicht. Du leidest unter Entzugssymptomen von Chlorprothixen.
Ja das dachte ich auch, habe mich auch "beschwert" und dann haben sie den Melperon Bedarf auf insgesamt bis zu 150mg erhöht.
Zolpidem ist benzoähnlich, macht genau so abhängig und verliert nach einer gewissen Zeit seine Wirksamkeit. Es müsste ausgeschlichen werden.
Das wollen sie nicht, sie sagen, es sei nicht gut in meiner derzeitigen Verfassung. Sie wollen das Zolpidem erstmal beibehalten, weil sie denken, dass ich den "Entzug" nicht schaffe.
Weder noch. Die Lösung wäre Chlorprothixen wieder einzudosieren und anschliessend sehr langsam auszuschleichen.

Nur wird dies die Klinik vermutlich nicht zulassen.
Daher ist es sehr schwierig dir jetzt einen Rat zu geben.
Ist der Klinikaufenthalt wirklich erforderlich? Profitierst du davon?
Ich habe zur Zeit einige Probleme und brauche deshalb einen geschützten Rahmen... den kann mir die Klinik bieten. Das ist das Gute und weshalb ich auch weiterhin dahingehe. Mein Psychiater außerhalb der Klinik ist allerdings auch nicht so der Freund vom Ausschleichen der Medikamente, die gehören irgendwie mit der Klinik zusammen und sind sich deshalb ziemlich einig.
Was ist mit Sertralin? Wieviel nimmst du und seit wann?
Puh seit wann müsste ich raussuchen, ich nehme jedenfalls 200 mg, daran soll auch erstmal nichts geändert werden...

Das mit der Signatur, das wird etwas dauern, da ich eine sehr lange Medigeschichte habe und ich das erstmal alles raussuchen muss um es hier einzutragen. Ich habe schon ziemlich viele Medis durch, die meisten hab ich irgendwann selbst abgesetzt, was sich dann in der Verstärkung meiner Symptome gerächt hat. Aber durch das eine hab ich z.B. 50 (!) kg zugenommen und durch wieder ein anderes war ich zwar weniger häufig traurig, dafür aber auch nie so richtig glücklich...einfach total gefühlsmäßig abgestumpft.
Ich hoffe das ist in Ordnung.

Liebe Grüße,

Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
Als ich auszog, fing mein Leben dann richtig an.
2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
2017-2018 Aufenthalt in einer Klinik mit Schwerpunkt Trauma - endlich gut aufgehoben, allerdings wollten sie nix an den Medikamenten ändern
08.04.18 Eindosierung von Tillidin 400 mg wegen eines Schlüsselbeinbruchs
14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

Meine derzeitige Medikation nochmal im Überblick:
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Trimipramin 75 mg
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Gwen » Samstag, 09.06.18, 20:00

Hallo Lio,
Lioni89 hat geschrieben:
Samstag, 09.06.18, 18:56
Das mit der Signatur, das wird etwas dauern, da ich eine sehr lange Medigeschichte habe und ich das erstmal alles raussuchen muss um es hier einzutragen.
Du kannst bei der Signatur gerne erst Mal für den Anfang die aktuellen Medikamente und Veränderungen eintragen. Alles weitere kannst Du dann auch später noch ergänzen.

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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Samstag, 09.06.18, 20:35

Gwen hat geschrieben:
Samstag, 09.06.18, 20:00
Hallo Lio,
Lioni89 hat geschrieben:
Samstag, 09.06.18, 18:56
Das mit der Signatur, das wird etwas dauern, da ich eine sehr lange Medigeschichte habe und ich das erstmal alles raussuchen muss um es hier einzutragen.
Du kannst bei der Signatur gerne erst Mal für den Anfang die aktuellen Medikamente und Veränderungen eintragen. Alles weitere kannst Du dann auch später noch ergänzen.

Viele Grüße und ein herzliches Willkommen,
Gwen
Liebe Gwen,

danke für deine Rückmeldung, hab jetzt mal so weitesgehend das Meiste eingetragen nur noch nicht mit den Symptomen und so..

Liebe Grüße,

Lio
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Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
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2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
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29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von padma » Samstag, 09.06.18, 23:05

hallo Lio, :)

danke für deine Signatur, sie ist sehr übersichtlich.
Nimm am besten die Ortsangaben der Klinikien wieder raus, aus Datenschutzgründen.

Du hast ja wirklich Schlimmes hinter dir.
Meine Tabletten werden auch von einem Pflegedienst gestellt, allerdings "nur" noch einmal die Woche. Soll aber jetzt wieder erhöht werden, eben wegen der Diss. Zustände.
Du kannst eine mehrfach tägliche Medikamentengabe verordnet bekommen. Dann werden die Tabletten zur jeweiligen Einnahmezeit dir gebracht.

Dass du einen geschützen Rahmen brauchst ist verständlich. Das hat natürlich wirklich Vorrang.
Das Problem ist , dass du ja nur sehr begrenzt Einfluss auf die Medikation hast. Wobei ich finde, dass bei dir Veränderungen besonders vorsichtig angegangen werden sollten, da zu schnelles Absetzen/Eindosieren ja auch dissoziative Zustände begünstigen kann.


Vielleicht kannst du erreichen, dass Chlorprothixen wieder auf 125 mg eindosiert wird. Das könnte schon etwas abfangen. Das fände ich deutlich sinnvoller als die Bedarfmedikamente.

Mit dem Ausschleichen von Zolpidem meinte ich, dass es nicht abrupt abgesetzt werden darf. Aktuell würde ich das auch nicht entziehen.

Sertralin sehe ich kritisch aufgrund seiner pushenden Wirkung. Das kann mit zu Schlafstörungen führen und wäre wirklich noch ein Ansatzpunkt. Aber zunächst sollte nicht noch mehr verändert werden.

liebe Grüsse,
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Diane » Samstag, 09.06.18, 23:38

Hi..

Und Willkommen...

Nimmst du das Trimipramin zur Nacht?

Ich denke auch, das es deine Entzugserscheinungen nicht deckeln wird. Zumal es ein älteres AD ist... Es wirkt nicht direkt aufs Serotonin sondern auf andere Botenstoffe im Hirn.

Padma hat recht... du wirst eventuell einen kalten Entzug hinlegen, was Ärzte aber auf deine Psyche schieben werden. Hab ich alles durch. Zum Ausschleichen ist eine Klinik der unvorteilhafteste Ort überhaupt.

Ich find deine Dosierungen wirklich recht hoch. Venlafaxin sind eigentl nur bis 300mg zugelassen... 350mg ist schon eine Hausnummer.

Du sagst auch, das du viele ADS einfach abgesetzt hast. Hattest du die DIS schon vor dem Absetzen?

Alles Gute
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Lioni89
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Sonntag, 10.06.18, 11:21

Huhu padma,

danke für deine Antwort...
danke für deine Signatur, sie ist sehr übersichtlich.
Nimm am besten die Ortsangaben der Klinikien wieder raus, aus Datenschutzgründen.
Danke :lol: hab ich gemacht :)
Du kannst eine mehrfach tägliche Medikamentengabe verordnet bekommen. Dann werden die Tabletten zur jeweiligen Einnahmezeit dir gebracht.
Eigentlich wollte ich das nie, weil ich mir ein bisschen Eigenständigkeit bewahren wollte, aber ich werde mal drüber nachdenken...und mit meinem Psychiater sprechen. Ich werde am 27.06 entlassen und habe da auch direkt einen kurzen Termin...da wird dann alles besprochen. Mal sehen was bei rum kommt.
Das Problem ist , dass du ja nur sehr begrenzt Einfluss auf die Medikation hast. Wobei ich finde, dass bei dir Veränderungen besonders vorsichtig angegangen werden sollten, da zu schnelles Absetzen/Eindosieren ja auch dissoziative Zustände begünstigen kann.
Ja da hast du recht... aber normalerweise hat man etwas mehr Mitspracherecht... in der nächsten Visite werde ich das mit den Medis nochmal ansprechen. Das mit den dissoziativen Zuständen stimmt, hab ich ja 2016 in der Reha Klinik gemerkt, das war die Hölle...
Sertralin sehe ich kritisch aufgrund seiner pushenden Wirkung. Das kann mit zu Schlafstörungen führen und wäre wirklich noch ein Ansatzpunkt. Aber zunächst sollte nicht noch mehr verändert werden.
Ich glaube das hab ich drin, weil ich halt auch schwere depressive Episoden habe...irgendwie muss das ja abgefangen werden...aber ich werde mal drüber nachdenken ob ich da was ändern lasse.

Dankeschön und liebe Grüße,

Lio
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Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
Als ich auszog, fing mein Leben dann richtig an.
2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
2017-2018 Aufenthalt in einer Klinik mit Schwerpunkt Trauma - endlich gut aufgehoben, allerdings wollten sie nix an den Medikamenten ändern
08.04.18 Eindosierung von Tillidin 400 mg wegen eines Schlüsselbeinbruchs
14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

Meine derzeitige Medikation nochmal im Überblick:
Sertralin 200 mg
Trimipramin 75 mg
Zolpidem 10 mg
Melperon 100 mg
meistens 10 mg Diazepam
Bei Bedarf: bis zu 75 mg Melperon und 10-20 Tropfen Diazepam

Ich hoffe ich habs jetzt nicht zu wirr gemacht.

Lioni89
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Sonntag, 10.06.18, 11:43

Huhu Diane,
Und Willkommen...

Nimmst du das Trimipramin zur Nacht?
Danke sehr. Ja das Trimipramin nehme ich zur Nacht, wurde letzte Woche von 50 mg auf 75 mg erhöht..aber so richtig viel merk ich von der Wirkung nicht. Abfangen des Entzugs kann es nicht. Und ich werde das auch in der nächsten Visite ansprechen.
Du sagst auch, das du viele ADS einfach abgesetzt hast. Hattest du die DIS schon vor dem Absetzen?
Ja, die hab ich theoretisch in der Kindheit entwickelt...da ist einiges vorgefallen, was die DIS ausgelöst hat.

Letzte Nacht gings mir sehr schlecht, habe wieder kaum geschlafen und war häufig wach wegen Kreislaufproblemen...bin auf Wochenendurlaub und konnte so mit niemanden sprechen, werde es aber nachher ansprechen.. mir ist die ganze Zeit übel und ich weiß nix mit mir anzufangen nachts...
Oh man... irgendwas muss sich auf jeden Fall ändern...

Lg Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
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Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
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14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

Meine derzeitige Medikation nochmal im Überblick:
Sertralin 200 mg
Trimipramin 75 mg
Zolpidem 10 mg
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Ich hoffe ich habs jetzt nicht zu wirr gemacht.

Lioni89
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Sonntag, 10.06.18, 19:42

Hallo alle Mitlesenden,

ich habe jetzt vorne Bescheid gesagt, dass ich unter Schwindel und Übelkeit und Unruhe leide, sie schieben es aufs Wetter :frust: und sagen, dass das Chlorprothixen nicht abhängig macht und das ich das mit dem Oberarzt besprechen soll, wenn er wieder da ist.
Ich vertrage das ja einfach nicht so gut, deshalb hat ers abgesetzt. Bekomme übles Sodbrennen, seit Anfang an, wo es nur die Tabletten gab. Mit dem Saft ging es. Aber seitdem ich die Tabletten nehmen muss, muss ich auch Pantoprazol einnehmen und derzeit nehme ich ja auch noch Tillidin und Ibuprofen ein.
Ich weiß nicht ob es da irgendwelche Zusammenhänge gibt. Hab mich hier ein wenig eingelesen und hab gelesen, dass Pantoprazol auch auf die Psyche schlägt... im Moment nehme ich da 40 mg jeden Morgen, eben auch wegen der Ibuprofen, sonst 20 mg.

Sie haben mir hier das Melperon angeboten - vom Regen in die Traufe, oder? Ach ich weiß auch nicht was ich jetzt machen soll, hab schon überlegt mich entlassen zu lassen, aber das würde auch nix bringen. Dann würde ich zuhause wieder außer Sicherheit geraten und hab viel zu viele Tabletten zuhause... müsste die erstmal beim Pflegedienst wieder loswerden. Und das lässt sich heute alles so schlecht organisieren. Außerdem würde mein ambulanter Psychiater da nicht mitspielen, hatte heute ein Gespräch mit ihm, weil er manchmal hier die 24h Schicht macht. Alles verzwickt :cry:

Liebe Grüße,

Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
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Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
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Jamie
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 10.06.18, 20:18

Hi Vio, :)

Medikamente morgen sofort von den Ärzten überprüfen lassen!!

Wieviel mg Tilidin nimmst du?
200mg Sertralin sind eine superhohe Dosis.
SSRI und Tilidin dürfen wegen der Gefahr einer schweren Wechselwirkung namens Serotoninsyndrom nicht miteinander kombiniert werden.
Könnte sein, dass die Symptome auch daher rühren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Serotoninsyndrom

Eines von beiden muss unbedingt angepasst (Dosis runter) werden.

Wenn man die beiden Substanzen bei der apotheken umschau in den wechselwirkungscheck eingibt, kommt das raus (Umschreibung eines möglichen Sersyndroms)
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinflussen. In diesem Zusammenhang könnten unerwünschte Wirkungen, die möglicherweise lebensbedrohlich sein können, vermehrt auftreten wie beispielsweise starkes Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Herzrasen, Zittern, krampfartige Muskelzuckungen, Unruhe, Verwirrung, Krampfanfälle oder starke Erhöhung der Körpertemperatur.
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck

Grüße
Jamie

PS Keine anderen Medis erst mal dazu nehmen, wenn es geht.
Zuerst muss das geklärt werden.
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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-----------------------------

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Lioni89
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Sonntag, 10.06.18, 20:30

Hallo Jamie,

danke für deinen informativen und hilfreichen Beitrag!
Wieviel mg Tilidin nimmst du?
Im Moment noch 150 mg, bin seit Wochen dabei zu reduzieren, war auf 400 mg
Sie sagten mir, dass das geht mit meinen Medikamenten... na toll wie gut man sich auf die Ärzte verlassen kann :frust:
Ich hatte einen Schlüsselbeinbruch und unerträgliche Schmerzen, deshalb wurde mir das Tillidin verordnet, erst nur 50 mg, dann sind sie hoch gegangen auf insgesamt 400 mg, weil die Schmerzen einfach zu stark waren. Sie sagten aber stets, dass sie das Tillidin geben, weil es da keine Probleme mit meinen anderen Medis gibt.
Das Tillidin hab ich jetzt insgesamt 8 Wochen genommen. Seit 4 Wochen wird jede Woche 50 mg reduziert, jetzt bin ich noch auf 50-0-0-100 ...

Ich hoffe ich kann das morgen alles besprechen, denn eigentlich ist es ja wichtig, das zeitnah zu besprechen... aber der OA nimmt sich montags nur Zeit für die Neuankömmlinge und "Notfälle" vom Wochenende...
Meine eigentliche Visite ist immer dienstags.

Ich werde gleich nach der Übergabe meine Bedenken bei den Nachtschwestern äußern...

Liebe Grüße,

Lio
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Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
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Diane
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Diane » Montag, 11.06.18, 0:50

Hallo...

Wie Padma schon äusserte, hört es sich nach einen Serotininüberschuss an.. Zwar noch nicht arg, aber du steuerst drauf zu.

Ja, die lieben Schwestern.... Du weisst, das jede Schwester ihren Patient hat u beobachtet u dementsprechend alles notiert u es dem Arzt weiterreicht? Sry, in meinen Augen haben die meisten Schwestern eine tatsächliche :censored: u sehen nur noch Psyche u keine anderen Ursachen für Symptome. Habs selbst erlebt. Hatte in der Klinik mal Blut erbrochen. Erst hieß es, ich habe Farbe aufgrund einer angeblichen Hypochondrie reingemischt. Ich solle beim nächsten Mal eine Probe abgeben. Wurde gemacht u es war Blut nachweisbar. Weisst, was ihre Antwort war?

"Die Psyche kann so einiges"

Scheint wohl Satz Nr 1 bei den Ärzten in Psychiatrien zu sein. Nächsten Tag war ich da weg u im KH. Magenschleimhautentzündung .... aber hey, ist ja nur die Psyche. Ich bekomme da solch einen Hals, wenn Sprüche wie "ist das Wetter" kommen.

Das Gespräch wird nix bringen. Kann ich dir jetzt schon Brief u Siegel drauf geben.
Es wird heißen "Entweder Sie vertrauen uns oder Sie können gehen"... Und weisst du, warum? Weil ohne Medis verdienen sie an dir nichts...

Ich war auch im Entzug in der Klinik.. Mehr o weniger gedrängt...
Ich wollt eine Therapie ohne Medis. Das ging 2 Wochen gut, dann kam der Arzt u meinte "Nu sollten Sie etwas nehmen, was sollen wir der Krankenkasse im Bericht schreiben?"... ich sagte nur noch, wie unmöglich das System ist u zu Medis förmlich gedrängt wird u gar nicht die Chance auf eine richtige Therapie bekommt. Oh wie oft habe ich mich mit denen angelegt 😁 Die hatten richtig die Nase voll.
Die Chefärztin allerdings war begeistert von mir... Keine Ahnung, warum.. Aber sie hatte mich noch nach Klinikaufenthalt therapiert was Klinikärzte eigentlich nicht machen dürfen, bzw war es in der Einrichtung der Fall.

Sie machte einen IQ Test u sehe da ... 120... Ihre Aussage : " Sie denken zu logisch u rational u sind deshalb austherapiert" AHA.
Wenn sie meint... Seitdem hab ich keinen Therapeuten mehr u kämpf mich alleine durch! Seit gut 1.5j....

Was ich dir sagen will ist, das sich das Kollegtiv alles so hindrehen wird, wie sie es wollen. In ihren Augen bist du nur eine (sry) Bekloppte von vielen, die in ihren Einrichtungen keine eigene Meinung haben darf u schon gar nicht beurteilen darf/kann, was sie einzunehmen hat. Schliesslich sind die die Ärzte und nicht du. *Ironioff*

Noch ein Beispiel: Ich litt eine zeitlang unter Herzrasen u Stolpern u bekam Betablocker. In der Klinik war man jedoch der Meinung, das es die Psyche sei u nahmen mir von heut auf morgen die Beta weg! Sowas muss man Ausschleichen, weils zu gefährlichen Komplikationen kommen kann u der Fall trat ein. Ich lag im Flur mit einem Ruhepuls von 150... Die Schwestern verweigerten mir das Medi. Der Bereitschaftsarzt stieg über mich rüber u beachtete mich nicht u meinte nur " Frau XY, das kennen wir doch alles schon".. Was, wie bitte? Ich rief meinen Hausarzt an u der hat die Ärzte in der Klinik erstmal zurechrgewiesen u ich bekam das Medi wieder.

Sry, aber ich hab grad solch einen Hals, wenn ich deinen Bericht lese. Das Wetter???

Unfassbar... In meinen Augen ist es ein rumexperimentieren, da dies alles sowas von schwach erforscht ist!

Lass dich nicht unterkriegen.

Sry für mein deutsch. Bin Halbungarin u hab lang nur ungarisch gesprochen;)

Lg

Nachtrag:

Und sei dir bitte immer bewusst, das schlussendlich DU das letzte Wort hast u entscheidest, was einnimmst u was nicht... dir darf keiner etwas aufdrängen o gar spritzen ohne Einverständnis. Das ist in Deutschland verboten. ;)
Zuletzt geändert von padma am Montag, 11.06.18, 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit Smiley versehen
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ClarissaSeventhWaveLioni89
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

padma
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von padma » Montag, 11.06.18, 13:13

Off Topic
hallo,

viele von uns haben negative Erfahrungen mit Ärzte und Kliniken gemacht. Schimpfen ist gestattet, aber bitte mit Smiley.
Was wir nicht wollen, ist ein allgemeines Ärzte/Pflegepersonen Bashing. Schliesslich gibt es ja durchaus auch Ärzte/Krankenschwestern, die respektvoll mit Patienten umgehen.
liebe Lio, :)
Das Tillidin hab ich jetzt insgesamt 8 Wochen genommen. Seit 4 Wochen wird jede Woche 50 mg reduziert, jetzt bin ich noch auf 50-0-0-100 ...
Okay, das würde ich jetzt so weiter reduzieren. Du bist in der Klinik ja unter Beobachtung. Man sollte es aber im Auge behalten. Abrupt absetzen würde ich nicht. Kannst du Tillidin noch in deine Signatur aufnehmen.
ich habe jetzt vorne Bescheid gesagt, dass ich unter Schwindel und Übelkeit und Unruhe leide, sie schieben es aufs Wetter :frust: und sagen, dass das Chlorprothixen nicht abhängig macht und das ich das mit dem Oberarzt besprechen soll, wenn er wieder da ist.
Entzugssymptome werden leider von vielen Ärzten nicht anerkannt. Vielleicht wäre ein bessere Argumentation, dass es dir unter Chlorprothixen deutlich besser ging und dass du das gerne wieder hättest.
Bekomme übles Sodbrennen, seit Anfang an, wo es nur die Tabletten gab. Mit dem Saft ging es. Aber seitdem ich die Tabletten nehmen muss, muss ich auch Pantoprazol einnehmen
Kannst du denn nicht wieder den Saft bekommen?
Sie haben mir hier das Melperon angeboten - vom Regen in die Traufe, oder?
Ja, genau.
Ich weiß nicht ob es da irgendwelche Zusammenhänge gibt. Hab mich hier ein wenig eingelesen und hab gelesen, dass Pantoprazol auch auf die Psyche schlägt... im Moment nehme ich da 40 mg jeden Morgen, eben auch wegen der Ibuprofen, sonst 20 mg.
Pantoprazol darf ebenfalls nicht abrupt abgesetzt werden, sondern muss schrittweise ausgeschlichen werden. Aktuell würde ich daran nichts ändern.
Ach ich weiß auch nicht was ich jetzt machen soll, hab schon überlegt mich entlassen zu lassen, aber das würde auch nix bringen. Dann würde ich zuhause wieder außer Sicherheit geraten und hab viel zu viele Tabletten zuhause.
Eine Entlassung scheint mir auch zu unsicher zu sein. Ich würde versuchen, ob du den Oberarzt nicht überzeugen kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Lioni89
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

Lioni89
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Montag, 11.06.18, 20:01

Huhu Diane,

tut mir leid, was du dir alles anhören musstest und dass du dich jetzt alleine durchschlagen musst. Das stelle ich mir wirklich schwer vor. Auch ich habe derzeit keine ambulante Therapeutin mehr und das begünstigt das ganze, dass es mir so schlecht geht natürlich zusätzlich. Habe fünf Jahre TP gemacht, aber wir haben uns immer nur im Kreis gedreht, bis ich es irgendwann abgebrochen habe, weil es für mich keinen Sinn mehr machte. Dann hatte ich eine VT und die sagte mir, sie kann mich nicht behandeln, da meine Symptome zu schwerwiegend sind und sie nicht allzu viel Erfahrung im Bereich DIS hat. Das war schade, ich mochte sie und ihren Hund, aber kann auch verstehen, wenn jemand frühzeitig sagt, dass es nicht passt, als dass wir wieder fünf Jahre rumgedümpelt wären.
Wie Padma schon äusserte, hört es sich nach einen Serotininüberschuss an.. Zwar noch nicht arg, aber du steuerst drauf zu.
Das Tillidin wird derzeit reduziert, bin schon von 400mg auf 150 mg runter, noch nicht das Beste, aber immerhin etwas. Mit dem Sertralin werde ich zu gegebener Zeit mit meinem Psychiater sprechen, ob wir da etwas runter gehen können... im Moment ist das glaub ich keine so richtig gute Idee, da ich in einer depressiven Phase hänge, aber ich bleibe dran.
Das Gespräch wird nix bringen. Kann ich dir jetzt schon Brief u Siegel drauf geben.
Es wird heißen "Entweder Sie vertrauen uns oder Sie können gehen"... Und weisst du, warum? Weil ohne Medis verdienen sie an dir nichts...
Hmm ich hatte heute ein Gespräch mit der Stationsärztin und nicht mit dem Oberarzt. Sie hat mir jetzt doch :frust: das Melperon als Festmedikation verordnet...sie sagt, die Unruhe, das nicht-schlafen und die Angstzustände bekommen wir nur mit sowas in den Griff und weil ich Chlorprothixen nicht so gut vertrage, wollen sie das andere jetzt ausprobieren, auch um meine DIS Zustände abzufangen, die seit Freitag wieder vermehrt aufgetreten sind.
Es hat also wie du schon sagtest, nicht wirklich viel gebracht, außer dass ich jetzt ein Präparat zusätzlich einnehme.
Sry, aber ich hab grad solch einen Hals, wenn ich deinen Bericht lese. Das Wetter???
Da war ich auch sehr unzufrieden mit... vor allem weil das ja soviel heißt, wie, ich bilde mir das ein... und eine das von einer Schwester zu hören, die alle zwei Wochen zwei Wochenenddienste macht, war schon irgendwie paradox.
Sry für mein deutsch. Bin Halbungarin u hab lang nur ungarisch gesprochen;)
Dein Deutsch ist super! Ich hab alles verstanden!!

Liebe Grüße,

Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
Als ich auszog, fing mein Leben dann richtig an.
2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
2017-2018 Aufenthalt in einer Klinik mit Schwerpunkt Trauma - endlich gut aufgehoben, allerdings wollten sie nix an den Medikamenten ändern
08.04.18 Eindosierung von Tillidin 400 mg wegen eines Schlüsselbeinbruchs
14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
Außerdem Diazepam 10 - 20 Tropfen als Bedarf

Meine derzeitige Medikation nochmal im Überblick:
Sertralin 200 mg
Trimipramin 75 mg
Zolpidem 10 mg
Melperon 100 mg
meistens 10 mg Diazepam
Bei Bedarf: bis zu 75 mg Melperon und 10-20 Tropfen Diazepam

Ich hoffe ich habs jetzt nicht zu wirr gemacht.

Lioni89
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Montag, 11.06.18, 20:17

Hallo padma,

danke für deinen Beitrag.
Okay, das würde ich jetzt so weiter reduzieren. Du bist in der Klinik ja unter Beobachtung. Man sollte es aber im Auge behalten. Abrupt absetzen würde ich nicht. Kannst du Tillidin noch in deine Signatur aufnehmen.
Hab ich gemacht 8-) ... das Tillidin wird denk ich mal abends jetzt auch noch um 50 mg reduziert, sodass ich auf 100 mg insgesamt runter komme, nächste Woche noch ein Schritt und dann darauf die Woche die letzten 50 mg weg, sodass ich ohne Tillidin nach Hause gehen werde.
Entzugssymptome werden leider von vielen Ärzten nicht anerkannt. Vielleicht wäre ein bessere Argumentation, dass es dir unter Chlorprothixen deutlich besser ging und dass du das gerne wieder hättest.
Das hab ich heute versucht, da kam sie mir dann mit den körperlichen Symptomen die ich habe, seitdem ich das Chlorprothixen einnehme. Stattdessen hat sie mir das Melperon fest angesetzt, was ich jetzt auch nicht so gut finde. Aber ich hoffe einfach, dass ich die niedrigere Dosis leichter wieder rausdosieren kann als die hohe bei Chlorprothixen...
Kannst du denn nicht wieder den Saft bekommen?
Leider nicht, den gibt es nicht mehr. Ich hab den viel besser vertragen als die Tabletten und dann wurde der einfach ausm Programm genommen :cry:
Pantoprazol darf ebenfalls nicht abrupt abgesetzt werden, sondern muss schrittweise ausgeschlichen werden. Aktuell würde ich daran nichts ändern.
Ich würde im Moment schon allein wegen dem Ibuprofen 1200 mg das Pantoprazol gerade auch ungerne absetzen... was aber auch doof ist, ist, dass ich das halt auch schon so lange nehme. Da graut es mir vor dem "Entzug", weil ich ja wahrscheinlich gar nicht mehr gut mit Magensäure umgehen kann. Das ist alles auch sehr nervig. In der Klinik wo ich zuletzt war, haben wir das Pantoprazol mal weg gelassen um zu schauen was passiert und prompt hatte ich heftiges Sodbrenen, sodass wir gesagt haben, dass ich es doch wieder nehme. Ob es schon chronifiziert ist, kann ich nicht sagen, oder ob es tatsächlich an dem Chlorprothixen liegt...
Eine Entlassung scheint mir auch zu unsicher zu sein. Ich würde versuchen, ob du den Oberarzt nicht überzeugen kannst.
Ja... ich werde morgen nochmal mit ihm reden. Die 25 mg Melperon die ich heute Abend bekommen habe, hauen mich total um, ich bin richtig müde und würde am liebsten jetzt schon schlafen gehen...aber da warten ja noch die anderen Medis auf mich, die ich nehmen "muss"...
Werde das alles in der OA Visite morgen ansprechen, ist ja ne ziemlich heikle Geschichte...ich weiß auch nicht ob ich jetzt sagen soll "Nö nehme ich nicht" oder ob ich der Stationsärztin vertrauen sollte, dass sich mein Zustand damit bessert. Ist alles nicht so einfach... heute Nacht werde ich sicher schlafen, aber zu welchem Preis? :censored:

Liebe Grüße,

Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
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2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
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2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
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14.05.18 Einlieferung in die Klinik nach schwerem diss. Zustand
15.05.18 Visite mit dem Oberarzt, konnte kaum sprechen, hab nur geweint, nix konstruktives bei rum gekommen
22.05.18Kann nicht schlafen, trotz der bestehenden Medikation, fordere zu häufig das Diazepam ein
29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
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08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
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padma
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von padma » Dienstag, 12.06.18, 19:38

hallo Lio, :)

es ist wirklich eine Gradwanderung.
oder ob ich der Stationsärztin vertrauen sollte, dass sich mein Zustand damit bessert.
Naja, wissen kann die Ärztin das nicht. Vielleicht hast du ja Glück und du verträgst die Umstellung auf Melperon. Eine Belastung für das ZNS sind solche abrupten Umstellungen immer. Aber du kannst eben nicht wirklich frei entscheiden.

Du kannst versuchen darauf Einfluss zu nehmen, dass nicht zuviel herumexperimentiert wird und dass du nicht so zugedröhnt wirst.

liebe Grüsse,
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Mittwoch, 27.06.18, 22:19

Hallöchen,

ich bin noch in der Klinik, bis nächsten Mittwoch, die DIS- und Angstzustände sind zur Zeit wirklich heftig.Ich schlafe teilweise ohne es zu merken auf dem Boden unter dem Waschbecken und das ist alles andere als gut, gerade auch im Hinblick auf meine Schlüsselbeinfraktur, die noch nicht ganz abgeheilt ist...mittlerweile bekomme ich 25 mg Melperon am Abend und 75 mg zur Nacht :( aber es gibt Melperon in flüssig und so werde ich zuhause anfangen das raus zu dosieren. Denn ich will ab August ein Praktikum in einer Kita machen und da sollte man nicht so abgeschossen sein. Schlafe jetzt zwar nachts meistens, aber eben in Wachphasen mit DIS Zuständen...ach ist das alles eine sch :censored: e...und wenn ich dann in so einem Zustand bin, dann bekomme ich meistens Diazepam 10 mg gereicht, als ob das helfen würde :augenroll:

Naja, zuhause wirds dann hoffentlich besser.

LG Lio
Zuletzt geändert von Murmeline am Mittwoch, 27.06.18, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
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-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
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08.06.18Das Chlorprothixen wird ohne mein Wissen abgesetzt.

Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
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Re: Lioni89: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von padma » Donnerstag, 28.06.18, 17:51

liebe Lilo, :)

das hört sich ja nicht so gut an, diese Dis- und Angstzustände machen dir bestimmt sehr zu schaffen.

Meinst du, du kommst zuhause zurecht?
Hast du ausreichend Unterstützung durch den Pflegedienst?

Ein Praktikum in einer Kita ist ja auch stressig, kannst du da evtl. mit wenigen Stunden beginnen und dann steigern?

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Re: Lioni89: Chlorprothixen, Zolpidem, Sertralin, Trimipramin, Diazepam und noch Melperon wo fang ich nur an?

Beitrag von Lioni89 » Samstag, 07.07.18, 18:20

Liebe padma,

danke für Deine Antwort!
Ja diese Zustände machen mir sehr zu schaffen. Ich bin jetzt zuhause und muss sagen, mir gehts schon um einiges besser. Ich habe nur Mittwoch Abend Diazepam gebraucht, von in der Klinik - beinahe täglich. Und auch sehr viel weniger.

Die Zustände sind immer noch da, aber ich bewerte sie nicht so stark, wie die in der Klinik und ich denke, das hilft schon enorm. Ich habe mir jetzt jeweils vom Diazepam und vom Melperon von meiner Hausärztin Tropfen bzw. Saft verschreiben lassen, sodass ich zumindest das mit dem vielem Diazepam in der Klinik abfangen und runterdosieren kann. Ich hoffe nur, dass sich meine jüngeren Anteile das nicht zu nutze machen und überdosieren, aber am Mittwoch, als meine Sozialarbeiterin da war, hat sie es für mich dosiert und dann weg gestellt und die Kleinen sind nicht dran gegangen. An das Melperon traue ich mich noch nicht so ganz ran, eben weil jetzt so eine große Veränderung ansteht.

Ich kann leider nicht mit weniger Stunden einsteigen, da das Jobcenter nur höchstens ein halbes Jahr finanziert und danach die Umschulung oder der Wechsel des Betriebes folgen muss. Aber vllt. ist das auch ganz gut so.

Ich frage mich nur, ob das mit dem Trimipramin noch sein muss, da ich ja jetzt auch das Melperon habe... und es geht ja darum, dass ich wenigstens etwas schlafe.

Der Pflegedienst kommt jetzt dreimal die Woche, eigentlich sollen sie jeden Tag dreimal kommen und die Medieinnahme überwachen, aber das will ich nicht. Ich habe mein Veto eingelegt, ich will gerne etwas Eigenständigkeit bewahren.

Eine ambulante Therapeutin habe ich jetzt nicht wirklich, aber eine prima Kunsttherapeutin, die sehr engagiert ist. Und eine Sozialarbeiterin mit der ich mich super verstehe. Wir haben vier Stunden die Woche.

Ich danke dir nochmal!

Liebe Grüße,

Lio
Puh wo fang ich an und wo höre ich auf. Vor allem weiß ich nicht, ob bei meiner Geschichte 3500 Zeichen reichen, aber ich probiere es einfach mal aus:
Bevor ich 18 wurde, also 2007 nahm ich überhaupt keine Medikamente.
Als ich auszog, fing mein Leben dann richtig an.
2007 - 2011 regelmäßige Gesprächstherapie
2007 - das erste Mal in Berührung mit Psychopharmaka - Fluoxetin 20mg wegen der Bulimie, die Essanfälle sollten reduziert werden.
Hab ich nicht vertragen, da der Geschmack der Tablette für mich so furchtbar war, dass ich die Kapseln nehmen musste. Dadurch ging es mir aber dann besser. Nur die Ess-Brech-Anfälle/Abführmittelmissbrauch wurden nicht weniger. Depressionen wurden weniger, dissoziative Störung sowie die PTBS waren noch ganz versteckt im Hintergrund.
2012 Klinikaufenthalt in der Klinik für Essstörungen, dort wurde mein Traumafass hochgeholt und nicht wieder verschlossen.
2013 erster Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin 40mg etwa 3 Wochen in der Psychiatrie
2014 drei-monatiger Aufenthalt in der Psychiatrie Fluoxetin wurde abgesetzt
-> Da eindosiert: Venlafaxin 350mg, Zolpidem 10 mg, Abilify 20 mg, Neurocil 225 mg, 4 Wochen lang 4,5 mg Tavor //Bei Bedarf Tavor zweimal 1 mg
2015 Neurocil kalt abgesetzt als Alternative Chlorprothixen 150mg Abilify kalt abgesetzt
2016 erneuter Klinikaufenthalt aufgrund eines Suizidversuchs Umstellung des AD und Erhöhung des Chlorprothixen auf 250 mg Neues AD - Sertralin 200 mg
2016 Rehaklinikaufenthalt in einer speziellen Traumaklinik - Medis wurden allesamt runterdosiert in rasanten Schritten. Schwere dissoziative Zustände die Folge - Rauswurf auf Grund der diss. Zustände
2016 Trennung von meinem Partner, vier Monate Psychiatrieaufenthalt Medis wurden wieder eindosiert - Sertralin 200mg, Chlorprothixen 250mg Zolpidem 10mg
2017-2018 Aufenthalt in einer Klinik mit Schwerpunkt Trauma - endlich gut aufgehoben, allerdings wollten sie nix an den Medikamenten ändern
08.04.18 Eindosierung von Tillidin 400 mg wegen eines Schlüsselbeinbruchs
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29.05.18Der Arzt schlägt in der Visite vor, das Trimipramin reinzudosieren - 50 mg
05.06.18Der Arzt schlägt vor, das Chlorprothixen zu reduzieren auf insgesamt nur noch 125 mg
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Ich habe jetzt noch Melperon als Bedarf bis zu 75 mg am Tag
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Trimipramin 75 mg
Zolpidem 10 mg
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Ich hoffe ich habs jetzt nicht zu wirr gemacht.

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