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Re: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 8:52

Hallo Jamie, ich verweigere eine Einstellung der Medis und auch Atosil als Bedarf verweigere ich. Ich fühle mich hier wirklich überhaupt nicht gut aufgehoben, hab ja schon weiter oben ein paar Dinge geschildert. Ich hab Angst vor jeglichen Tabletten. Auch vor Benzos, ich hab damit keine Erfahrung. Ich weiß nur, dass ich das alles nicht Jahre aushalten werde. Mein Venla Entzug ist 8 Monate her und seit ca 3 Tagen ist es einfach nur der krasseste Horror. Es war davor auch schon krass, wirklich, aber mehr geht scheinbar immer. Ich hab einfach so ne krasse Leere im Kopf, und Angstzustände und kann nix essen. Das kam alles von jetzt auf gleich, vor ein paar Tagen konnte ich wenigstens noch essen und abends einschlafen. wurde zwar immer um 6 mit ner panikattacke geweckt, aber ich konnte einschlafen. ich tu alles, ich geh spazieren, ich mache EFT, ich mache PMR. Ich versuche mich positiv abzulenken. Grübelattacken zu unterbrechen. Ich fühle mich echt als würde ich mich auflösen.
*2013-2017 Einnahme Venlafaxin 225 retard, Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit/Erschöpfungsgefühle, Nachtschweiß, grausame Alpträume
*08/17 "Ausschleichen" von Venlafaxin 225 mg retard
*09.10.17 Dosis: 0
Seitdem Entzugserscheinungen.
Aktuelle Symptome :
*Tinnitus 3fach
*Angstzustände, Panikattacken
*Schlaflosigkeit
*Kaum was essen können
*Teilweise sehr aktive/euphorische Schübe tagsüber
*Schwankende Stimmung
*Weinanfälle, häufig mit Suizidgedanken
*Hoffnungslosigkeit
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Re: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 8:57

letzte Woche hatte ich pillenpause nach 8 mon. ich nehm dauerzyklus wg endometriose. Außerdem habe ich in einem anfall von Verzweiflung am FR eine Elontril 150 mg genommen, weil ich DO beim Psychiater war und ich mich doch irgendwie habe breit quatschen lassen. dann hab ich hier noch mal nachgelesen und es dann am nächsten tag sofort gelassen. außerdem hatte ich 1 woche 5htp genommen bis ich von 200 mg ne art halluzination bekommen habe, das hatte ich dann auch vergangene woche wieder gelassen. ich muss mich wohl also nicht wundern.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 13.06.18, 9:26

Hallo chrissima, :)

du bist freiwillig gekommen, du kannst auch wieder freiwillig gehen, solange du kein selbstgefährdendes (Suizidgedanken) oder fremdgefährdendes Verhalten zeigst.

Wenn du dich so schlecht dort aufgehoben fühlst, wirst du ja eigentlich nur verwahrt.
Die Frage ist - schaffst du es zuhause das Elementarste hinzubekommen?
Also Klo gehen, irgendwas essen und ab und zu sich waschen?

Mehr ist für den Anfang nicht nötig - weil dann kannst du auch nach Hause gehen.

Ich würde mich dann auf die Liste für eine psychosomatische Klinik setzen lassen, wenn du willst und meinst, dass es gut wäre - und die Wartezeit daheim überbrücken.
Akutpsychiatrien sind nichts (meistens) für Menschen mit Entzugssyndrom. Es wird weder erkannt noch anerkannt und man will einfach nur Medikamente geben und dich schnell wieder los werden - das ist vermutlich nicht das, was du willst und brauchst.

Grüße
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 10:10

hey, ich weiß nicht, ich fühle mich definitiv so, dass ich hier irgendwie nur tiefer hinein gerate. ich wohne aber mit meinem freund zusammen und er wird durch meine Schlaflosigkeit etc ja auch völlig mitgenommen. ich habe folgende überlegung: könnte ich vllt 2 Nächte benzos nehmen, um meinem Körper ein wenig ruhe zu geben, damit diese Angst-Angst vor der Angst-Adrenalin-Kette unterbrochen wird? kann die hoffnung bestehen, dass nach dem unterbrechen dieses kreislaufes vielleicht wieder etwas Beruhigung eintritt? und glaubst du, mein medikamenten-chaos letzte woche könnte das mit ausgelöst haben? danke, dass ihr für mich da seid.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 12:32

Hey, noch Mal ich. Heute war Visite und Benzos wurden verweigert. Kritik an der schlechten Betreuung wurde weggelächelt und Mirtazapin vorgeschlagen. Das kann ja wohl nicht deren ernst sein... Also stehe ich wohl alleine da.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 13.06.18, 13:09

Hallo, chrissiema.

Ja, leider stehen wir alleine da.

Bitte nimm nichts Neues, jedes Medikamentenchaos verschlechtert Deinen Zustand.
Das mit den zweimal wöchentlich Benzos klappt nicht, da bist Du ruck zuck in der Abhängigkeit.

Ich finde Jamies Vorschläge sehr gut.

Ich bin damals auch nach Hause und habe mir gesagt: Sterben kann ich auch zu Hause. Ich habe zu Hause nur Minimum gemacht und: überlebt. Ohne erneut Medis.
Mit Geduld geht das. Du bist jung, das wird wieder. Es braucht halt viel Zeit und Durchhaltevermögen Deinerseits.

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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 13:33

Kann mir einer von euch den Mechanismus erklären, warum kann ich zwanzig Minuten schlafen und dann schrecke ich mit ner Panikattacke hoch? Leute, ich kann das nicht. Ich schaffe das nicht.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 13.06.18, 13:51

Hallo Chrissiema,
und glaubst du, mein medikamenten-chaos letzte woche könnte das mit ausgelöst haben?
Klares Ja.

Ein völlig durch den Entzug destabilisiertes ZNS reagiert leider oft nicht wie erwartet auf ZNS-aktive Substanzen bzw. kann u. U. damit nicht mehr umgehen. Und bei Dir waren es gleich mehrere Veränderungen auf einmal.

Grundregel im Entzug: Wenn man schon etwas verändern/ausprobieren will, dann immer nur eine Sache auf einmal und ganz vorsichtig (Minidosen, ggf. langsam steigern).

Selbst bei homöopathischen Präparaten habe ich schon stärkere paradoxe Reaktionen bei Betroffenen mitbekommen. Hochpotenzen sind im Regelfall riskanter bezüglich Triggergefahr, aber auch ungünstige Reaktionen auf Niedrigpotenzen können vorkommen.

All das heißt nicht, dass es nicht auch Leute gibt, die davon profitieren. Ich bspw. vertrage manche solcher Mittel und sie erleichtern mir etwas die Symptome, andere triggern. Man kann es nur vorsichtig ausprobieren, was individuell möglich ist.

Nimmst Du eigentlich die Pille mittlerweile wieder?

Man kann mal ein Benzo nehmen, aber - wie Clarissa schon sagte - man muss sich schwer in Acht nehmen wegen der Abhängigkeit. Abhängigkeit bedeutet auch Toleranz, d. h., sie wirken dann irgendwann nicht mehr, aber man kann sie auch nicht mehr einfach weglassen. Und das Nervensystem hat noch eine weitere Belastung.

Wenn man sich soweit im Griff hat, dass es bei ca. drei Mal im Monat bleibt, kann man es mal machen. Aber das muss gewährleistet sein.

Bei mir persönlich haben sowohl Z-Drugs als auch Benzos bei entzugsbedingter Schlaflosigkeit fast gar nichts gebracht - im Gegenteil ging es mir durch den Überhang am Folgetag noch mieser. Aber das ist auch bei jedem anders.

Nach all den Medikamententurbulenzen der letzten Woche wird das ZNS einige Zeit brauchen, um sich wieder zu beruhigen. Das können die in der Klinik auch nicht beschleunigen, sie verstehen ja nicht mal, worum es geht.

Wenn Du irgendwie daheim zurechtkommst, würde ich das vorziehen.

Solltest Du Dich, wie von Jamie vorgeschlagen, für eine psychosomatische Klinik entscheiden, würde ich im Vorfeld eine Behandlungsvereinbarung machen und festlegen, dass nicht anderweitig medikamentiert wird. Beschleunigen hinsichtlich der Genesung lässt sich dort aber auch nichts.

Liebe Grüße
Carlotta
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 14:10

Gibt es eine Liste, welche Substanzen ZNS aktiv sind? Ich kann echt die Uhr danach stellen. Ich lege mich hin und zwanzig Minuten später, sobald der REM Schlaf einsetzt, werde ich hochgepeitscht und bin mitten drin in der Attacke.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 14:13

Ich leide einfach auch deshalb so sehr darunter, weil schlafen immer mein größter Skill war, ich konnte einfach Dinge wegschlafen, was ich auch einen Großteil der Zeit gemacht habe. Jetzt hab ich sehr viel wache Zeit, die ich aber nicht sinnvoll nutzen kann, weil ich mich nicht konzentrieren kann. Ich kann nicht mal Hörbuch hören, mein zweiter großer Skill. Es stresst mich, ich kann nicht folgen. Dann werde ich wieder schläfrig und das Unheil nimmt wieder seinen Lauf.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 13.06.18, 14:48

chrissiema hat geschrieben:
Mittwoch, 13.06.18, 14:13
Ich leide einfach auch deshalb so sehr darunter, weil schlafen immer mein größter Skill war, ich konnte einfach Dinge wegschlafen, was ich auch einen Großteil der Zeit gemacht habe.
Das war bei mir früher (vor den Medikamenten) genauso.

Dieses "Hochschießen" kurze Zeit nach dem Einnicken ist ganz entzugstypisch, das kennen ganz ganz viele Betroffene (ich auch). Hängt u. a. mit erhöhter Cortisolausschüttung zusammen. Der Körper interpretiert alles als Gefahr (auch die harmlosesten Sachen) und läuft nur noch im Alarmmodus.

Mit der Zeit lässt das nach, dauert aber u. U.

Ich weiß, es ist sehr schwer und erscheint womöglich undurchführbar aktuell, aber versuche, so gut es geht, ruhig zu bleiben und die momentane Situation anzunehmen. Wenn Du Dich darüber aufregst, stresst Du Dein Nervensystem zusätzlich. Du wirst das überstehen, es braucht "nur" Zeit und Schonung. :hug:

ZNS-aktiv kann alles Mögliche sein. Es gibt auch Betroffene, die nicht gut auf Baldrian reagieren, andere wiederum kommen gut damit klar. MSM kann sich nur vorsichtig herantasten.

Was machst Du denn jetzt mit der Pille? Darauf bist Du gar nicht eingegangen.

Du fragtest nach (wissenschaftlichen) Schriften zum Entzug, Risiken von PP etc. Schau mal in den Hintergrundinformationen, da ist einiges gesammelt:
http://www.adfd.org/austausch/viewforum ... f5537aab44

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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 15:59

Hey Carlotta, ich nehme die Pille erst Mal unverändert weiter. Ja, es erscheint mir undurchführbar. Ich kann kaum noch leben. Eigentlich gibt es mich gar nicht mehr. Und ich hab nicht die Kraft, mich auch noch damit auseinander zu setzen, ob ich ggf auch noch Weizen oder Casein oder Histamin weglassen sollte etc pp... ich habe außerdem so gut wie keine Copingstrategien, besonders das den Umweltreizen so krass ausgesetzt sein belastet mich extrem. Die Vorstellung jetzt noch JAHRE so weiter zu machen bringt mich um.
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 16:47

Eine Frage: Wenn ich jetzt zB Baldrian (oder irgendwas anderes, was ich ausprobiere) nicht vertrage, merke ich das dann unmittelbar als Reaktion auf die Einnahme oder kann sich das dann wiederum als "Schub" äußern, der wieder unbestimmte Zeit anhält?
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Mittwoch, 13.06.18, 17:18

Und außerdem: Wieso würden sich die Benzos nicht auf mein ZNS auswirken, im Gegensatz zu Atosil zB?
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 13.06.18, 17:40

Hallo, :)

alles wirkt sich auf dein ZNS aus, Baldrian als auch Benzos.
Teste an, ob dir das Baldrian bekommt. Wenn es dir nicht gut tut, wirst du es merken.
Baldrian wird in Kombination mit Hopfen ein synergistischer Effekt nachgesagt; also probiere es vielleicht mal mit Baldrian-Hopfen-Dragees.

Grüße
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 13.06.18, 18:45

Hallo Chrissiema,
chrissiema hat geschrieben:
Mittwoch, 13.06.18, 16:47
Eine Frage: Wenn ich jetzt zB Baldrian (oder irgendwas anderes, was ich ausprobiere) nicht vertrage, merke ich das dann unmittelbar als Reaktion auf die Einnahme oder kann sich das dann wiederum als "Schub" äußern, der wieder unbestimmte Zeit anhält?
Kann beides vorkommen, also eine direkte Reaktion nach der ersten Einnahme zum Beispiel. Habe aber bei Betroffenen auch schon erlebt, dass es erst nach der zweiten Einnahme (das waren normale Dosen, keine reduzierten) einen Einbruch gab, der tatsächlich eine Art Symptomschub über einige Zeit ausgelöst hat.

Daher: Zum Einstieg stets ganz kleine Dosen wählen und ganz allmählich steigern, wenn man nach einigen Tagen merkt, dass es nicht triggert (und ggf. was bringt).

Wie kommst Du darauf, dass Benzos nicht ZNS-aktiv seien? Jamie hat ja schon darauf geantwortet.

Du wirst nicht Jahre in dem Zustand sein, die krasse Reaktion ist vermutlich mit ausgelöst durch die medikamentösen Experimente der letzten Zeit. Es wird auch Fenster geben, Zeiten, in denen die Symptome nicht so extrem sind. Das ist ein Prozess.

Man kann es anheizen durch weitere Medikamente (on und off), auch Alternatives, v. a. wenn man unvorsichtig zu Werke geht. Dazu hatte ich Dir ja schon geschrieben.

Es ist hart, mit der Situation erst mal klarzukommen. Das kennen wir hier alle. Aber Du kommst da durch. Nur bitte lass die Zeit für Dich arbeiten und mach keine Kurzschlusshandlungen. Solche reißen Leute immer tiefer rein, das muss man leider in Betroffenengruppen des Öfteren erleben.

Ob man ernährungsmäßig was umstellen sollte (wenn dann eh nur vorsichtig und schrittweise), wird die Zeit zeigen. Das musst Du nicht ad hoc entscheiden.

Lass Deinen Körper seine Arbeit tun und gönn ihm Ruhe. Damit fährt an in Sachen Entzug erfahrungsgemäß am besten und sichersten.

Liebe Grüße
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Freitag, 29.06.18, 13:42

hey leute. ich hab gemerkt, dass mir das surfen hier gar nicht gut tut, deshalb war ich weg. es hat verzweifkung und Panik und stress ausgelöst und meine situation hat sich nicht wesentlich verändert. aber die "andauernden panikattacken" und das nicht schlafen können machen mich so dermaßen fertig und mittlerweile auch suizidal (dann, in den Schüben). manchmal bin ich bis zu 16 std im delirium. ich weiß einfach nicht mehr, wie ich das überleben soll. ich kann kaum schlafen, kaum essen, wie ist denn da an "entspannen" zu denken?? ich bin so verdammt verzweifelt
*2013-2017 Einnahme Venlafaxin 225 retard, Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit/Erschöpfungsgefühle, Nachtschweiß, grausame Alpträume
*08/17 "Ausschleichen" von Venlafaxin 225 mg retard
*09.10.17 Dosis: 0
Seitdem Entzugserscheinungen.
Aktuelle Symptome :
*Tinnitus 3fach
*Angstzustände, Panikattacken
*Schlaflosigkeit
*Kaum was essen können
*Teilweise sehr aktive/euphorische Schübe tagsüber
*Schwankende Stimmung
*Weinanfälle, häufig mit Suizidgedanken
*Hoffnungslosigkeit
*Sensorische Überempfindlichkeit bei Gerüchen und auf der Haut (Bündchen an Socken zB), Licht und Lärmempfindlich
*Zwangsgedanken
*Erhöhte Durchlässigkeit und Ängste für zb gewaltvolle Szenen in Filmen, Umweltverschmutzung- "dünne Haut" - zb auch weinen bei Werbung mit glücklichen Familien, "nah am Wasser gebaut"

padma
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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von padma » Freitag, 29.06.18, 17:28

hallo Chrissiema, :)

du hörst dich sehr verzweifelt an. :hug:

Das Lesen hier im Forum ist nicht immer für jeden jederzeit hilfreich, es kann auch Symptome verstärken. Da kann nur jeder für sich selbst das passende Maß finden.

Du bist in einem wirklich schweren protahierten Entzug, leider gibt es da keine schnelle Lösungen. Eine tiefere Entspannung ist bei dir zur Zeit vielleicht wirklich nicht möglich, dann geht nur ansatzweise in einigen Momenten ein klein wenig zu entspannen. Und wenn es nur ein paar tiefere Atemzüge sind.

Diese schlimme Zeit wird vorüber gehen, bis dahin bleibt nur, zu überleben, Moment für Moment.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von chrissiema » Freitag, 29.06.18, 17:57

schlimmer als nicht schlafen, nicht essen und diese lauten verstörenden Gedanken in meinem kopf... kann es schlimmer werden? ich überlege, mit einer halben 37,5 venlafaxin einzudosieren, es auszuprobieren. so mache ich es nicht mehr lange.
*2013-2017 Einnahme Venlafaxin 225 retard, Nebenwirkungen: Sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit/Erschöpfungsgefühle, Nachtschweiß, grausame Alpträume
*08/17 "Ausschleichen" von Venlafaxin 225 mg retard
*09.10.17 Dosis: 0
Seitdem Entzugserscheinungen.
Aktuelle Symptome :
*Tinnitus 3fach
*Angstzustände, Panikattacken
*Schlaflosigkeit
*Kaum was essen können
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*Schwankende Stimmung
*Weinanfälle, häufig mit Suizidgedanken
*Hoffnungslosigkeit
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*Zwangsgedanken
*Erhöhte Durchlässigkeit und Ängste für zb gewaltvolle Szenen in Filmen, Umweltverschmutzung- "dünne Haut" - zb auch weinen bei Werbung mit glücklichen Familien, "nah am Wasser gebaut"

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Re: chrissiema: Ich möchte mich vorstellen... (Venlafaxin)

Beitrag von padma » Freitag, 29.06.18, 18:22

hallo Chrissiema, :)

wenn du es mit einer Wiedereindosierung versuchen möchtest, dann bitte deutlich weniger als 18,75 mg. Du bist über 8 Monate auf 0, da besteht das Risiko einer Unverträglichkeit und 18,75 mg wären ein Schock für dein ZNS.

Ich würde es ggfs. mit 0,5 mg versuchen, bzw. mit der niedrigsten Möglichkeit, also 1 Kügelchen aus einer Kapsel mit vielen kleinen Kügelchen.

Eine kleine Chance besteht, dass eine Wiedereindosierung einer Minimalmenge deine Symptome lindert.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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