Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Nic: Sertralin, Trittico, Oxazepam...

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Nicole
Beiträge: 63
Registriert: Samstag, 07.01.17, 13:17

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Nicole » Sonntag, 03.09.17, 7:49

Hallo ihr Lieben
Nun sind ein paar Wochen vergangen, wieder Zeit den aktuellen Stand zu berichten, bzw brauche ich ein paar Ratschläge:
Seid Juli bin ich auf 100mg Sertralin u :) (für mich ein Erfolg) 3 mg bromazepam, psychisch/emotional geht es gut, nach wie vor Unruhe in der früh die nur mit Brom weggeht..(hab's noch nicht ohne probiert, Bequemheit.).ich bilde mir ein je weniger Sertralin desto besser, aber....weiter reduzieren auf z.b. 82,5mg Sertralin jetzt vorm Winter traue ich mich nicht bzw ist das klug? Ich habe sehr viel in der Richtung Vitamine u Mineralstoffe unternommen (vit D, Folsäure,Eisen,etc...auch Akupunktur !..) was mir beim Absetzen unheimlich hilft!!! Dennoch steckt das "Gift" in mir, habe seid 14 Tagen extreme Gliederschmerzen,d.h Gelenke u Kreuz Schmerzen ,ja habe zugenommen (danke Brom) aber sowas kenn ich nicht...der Idealfall: alle Medikamente wären von heut auf morgen weg aber dann ist der Supergau vorprogrammiert :( :shock:
Jetzt hoffe ich auf Ratschläge/Erfahrungen wie ihr jetzt vor der trüben Jahreszeit weiter vorgehen würdet...
Meinen Psychiater Brauch ich nicht fragen, der sagt nur "probieren", aber hier im Forum haben doch viele Erfahrungen hierzu...
Ein Kampf
LG Nicole

Ululu 69
Team
Beiträge: 3400
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 9331 Mal
Danksagung erhalten: 5857 Mal

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 03.09.17, 13:09

Hallo Nicole, :)

es ist auf jeden Fall schon mal sehr positiv, dass du dich auf einer gleichbleibenden Dosis zumindest einigermaßen stabilisieren konntest.
:roll:
Ich denke, dass deine morgendliche Unruhe vom Sertralin kommt, was ja antriebssteigernd wirkt. Du sagst ja selbst, dass du das Gefühl hast, dass es nach der Abdosierung etwas besser geworden ist.
Das ist auch der Grund, warum ich an deiner Stelle versuchen würde, die Dosis noch etwas abzusenken. Allerdings würde ich höchstens auf 90 mg reduzieren. Das wären dann ja schon 10 % deiner Ausgangsdosis.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
LinLina
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Nicole
Beiträge: 63
Registriert: Samstag, 07.01.17, 13:17

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Nicole » Freitag, 03.11.17, 7:56

Hallo ihr Lieben,
Es ist eine Qual, aber wem sag ich das.
Stand heute ist dass ich seid 7 wochen bei 75 mg Sertralin bin, reduziert wegen der starken Unruhe,meiner Meinung nach ist das Sertralin schuld, u nach wie vor morgens 3mg bromaz.
Bis seid einigen Tagen ging's mir gut, stimmungsmäßig, aber nun merke ich wieder noch verstärkte Unruhe, leichte Aggressivität U vorallem gedrückte Stimmung.(Beklemmung)...soll ich da jetzt "drüber "stehen U es als Absetzsymptomatik ansehen, mein Körper muss sich ja wieder selbst ordnen oder kann das ein Rückfallanzeichen sein? Ja der Reduktionsschritt war vielleicht zu groß. Ich weiß ihr seid keine Ärzte, aber was sagt eure Erfahrung? Ich bin so unsicher U komme schnell ins verzweifelt sein U verstehn tun das die wenigsten, außer hier, nach außen scheint man "normal" aber innerlich ein Kampf!!!
So genug Gejammer,danke für eurer offenes Ohr
Vielleicht kann mir der ein oder andere von euch helfen
LG
Nicole

Ululu 69
Team
Beiträge: 3400
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 9331 Mal
Danksagung erhalten: 5857 Mal

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 03.11.17, 14:22

Hallo Nicole, :)

Ich gehe, wie du es selbst ja schon erkannt hast, davon aus, dass dein letzter Absetzschritt zu groß war.
Das ist jetzt natürlich schon eine Weile her, ich würde es aber trotzdem mit einer Dosiserhöhung versuchen.
Allerdings würde ich nur ein wenig erhöhen also auf keinen Fall auf die 100 mg zurück.
Du könntest es fürs erste mit 3 mg mehr versuchen und schauen, ob es besser wird. Aufdosieren kannst du immer noch.
Dass die Unruhe am Morgen am schlimmsten ist, ist bei vielen so und liegt daran, dass dann der Cortisolspiegel am höchsten ist.
Ich kann mir bei dir aber auch vorstellen, dass du mit dem Bromazepam inzwischen in der Toleranz bist und es deswegen keine beruhigende Wirkung mehr hat.

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag:
LinLina
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Eva
Beiträge: 1957
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47
Hat sich bedankt: 1836 Mal
Danksagung erhalten: 3000 Mal

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Eva » Freitag, 03.11.17, 18:16

Hallo Nicole,

mit einer ähnlichen Menge Broma bin ich schon nach wesentlich kürzerer Zeit in die Toleranz (Wirkungsverlust) geraten, deshalb könnte ich mir dies auch als Ursache für Deine Unruhe vorstellen.

LG Pons
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Eva für den Beitrag:
Clarissa
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 spürte ich nachts Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mir mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

Aufgrund dieser merkwürdigen "halben" Wirksamkeit und gerade in höheren Mengen bedrohlich erscheinender Nebenwirkungen setze ich ab. Gleich heute beginne ich mit 12,5 mg - einer halben Einzeltablette - weniger, das für 2 Nächte.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

Kevin05

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 03.11.17, 20:51

Hallo Nicole,

wenn ich deine Signatur lese, wie lange du schon kämpfst bzw. was du alles genommen hast, dann denke ich mir, dass man da nicht mehr sagen kann, welche Symptome von welcher Substanz kommen. Das ist kein Trost, aber für mich durchaus erklärbar, weil so viele verschiedene Substanzen ergibt einfach Chaos. Du hast ja vor dem Bromazepam schon Diazepam und Oxazepam genommen früher, also es ist nicht dein erster Benzodiazepin Berührungspunkt. Sertralin ist auch komplett ungeeignet in Kombination mit Benzodiazepinen, siehe Prof. Asthon, sogar sie schrieb keine SSRI bei Benzodiazepin Entzügen schon gar nicht antriebssteigernde.

Wie man sich hier wieder stabilisiert, da wäre und bin ich überfordert, ich wollte dir nur kurz schreiben, dass ich eben nicht glaube, dass es eine Sache ist, sondern das Zusammenspiel von deiner doch langen PP-Vergangenheit, alles Gute Kevin

Nicole
Beiträge: 63
Registriert: Samstag, 07.01.17, 13:17

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Nicole » Samstag, 04.11.17, 6:55

Hallo ,
Danke euch allen für die Rückantwort. :pillowtalk:
Kevin@ ja nach meinem Medikamemten Märtyrium stimme ich dir voll zu, harte Worte aber wahr
danke nochmal an die liebe Ärzteschaft :-( aber ich arbeite hart an mir !!! U habe es schon weit gebracht
Zur Erklärung: Sertralin hat mich "stabilisiert" was die Gefühlswelt betrifft , wobei ich mir nicht sicher bin ob es nicht doch die Zeit war die mich wieder erholen ließ U nicht das Medikament, naja, nun bin ich ja am reduzieren siehe Signatur, Sertralin kann ich nicht von heute auf morgen weglassen, das benzo will ich loswerden , bin nun schon in der Toleranz , rauf auf keinen Fall, aber wie die Unruhe überstehen? Weiter runter U durch? Benzo 3 mg abrupt weglassen doofe Idee (aber sehr verleitet dazu)...ich habe viel in Sachen orthomolekularer Medizin unternommen um den Schaden in Grenzen zu halten....hilft auch... dennoch stehe ich nun an wie ich weiter vorgehen soll.... :?
@Kevin: wieder einen Schulmediziner aufsuchen ;-) ? Ähm "da probieren wir da was anderes aus, dieses Medikament ist super verträglich U macht absolut nicht abhängig!!" :frust:
Was tun?
LG U wünsche euch ein wunderschönes Wochenende
Sonnige Grüße aus Österreich
Nicole

Nicole
Beiträge: 63
Registriert: Samstag, 07.01.17, 13:17

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Nicole » Samstag, 04.11.17, 7:04

Pons hat geschrieben:Hallo Nicole,

mit einer ähnlichen Menge Broma bin ich schon nach wesentlich kürzerer Zeit in die Toleranz (Wirkungsverlust) geraten, deshalb könnte ich mir dies auch als Ursache für Deine Unruhe vorstellen.

LG Pons
Hallo Pons
Ich hab's seid April mit 3mg geschafft ,fast 8monate, ich frage mich oft ob's nicht doch eine reine Kopfsache ist bei mir, d.h. So wie Placebo , weil dass ich so lange mit einer Dosis auskomme ist schon komisch....
Vielleicht mal mit TicTac probieren;-)
Ironie erlaubt!
LG
Nicole

Clarissa
Beiträge: 1764
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Clarissa » Samstag, 04.11.17, 7:29

Hallo Nicole,

leider nicht reine Kopfsache mit Benzo, und Schulmedizin wird nicht hilfreich sein. Alternativmedizin auch nicht, kostet bloss Geld. Meine Erfahrung, alles probiert.

Du musst Deine eigene Strategie finden und befolgen.

Benzoentzug ist eine ernstzunehmende Angelegenheit wegen der Toleranz. Nichts da mit eben mal Ersatz durch TicTac, sonst wäre es ja ganz leicht. Ist es aber nicht.

Viel Erfolg.

VG von sleepless
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Kevin05

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 04.11.17, 7:57

Hallo Nicole,

meine Worte waren hoffentlich nicht hart, aber halt Erfahrung wie bei Sleepless oder Pons oder den anderen, die dich beraten.

Was mir wichtig ist, du hast ein Benzoproblem ja, aber ich finde es unfair, immer alles auf den Benzos festzumachen, weil bei all dem was du schon ausprobiert hast, spielt das eine Rolle, da wirken dann auch Benzodiazepine nicht mehr wie sie sollen. 3 mg ist nicht viel, hast du recht, aber deine Leidensgeschichte geht laut Signatur zumindest über mehr als ein Jahrzehnt und du hast unglaublich viel versucht, was allesamt nicht hilfreich war.

Entgegen anderen glaube ich, dass bei leichten Fällen ein AD viele Jahre stützen kann, wenn man eines erwischt, was zufällig wirkt. Wenn jetzt mir jemand entgegenhält, das ist ein Medikamentenkritisches Forum akzeptiere ich das. Es ist immer nur eine Frage dessen, was ist möglich und was nicht.

Ich halte keine Substanzgruppe für ungefährlich im Langzeiteinsatz, aber ich persönlich würde lieber ein AD konstant nehmen als ein Benzodiazepin mal rauf mal runter. Bei dir ist es glaube ich nicht das Bromazepam alleine, ja, eines deiner Probleme.

Wenn man einmal so viel genommen hat wie du oder auch ich, dann ist es schwer den Körper von sämtlicher Chemie zu entgiften, ob das möglich ist, weiß ich nicht. Wenn es möglich ist, dann eben so, dass man sich dafür bereit halten muss massive Lebenseinschränkungen zu haben, wie dass man eben nicht mehr arbeiten kann, nur mehr bedingt leistungs- wie belastungsfähig ist und auch die sozialen Kontakte brechen weg.

Aber auch um diesen harten Weg zu schaffen, den meines Wissens nach nur Sleepless geschafft hat, muss man extrem stark sein und es ist eine Frage dessen, was erwartet man sich.

Ich möchte realistisch schreiben, es macht ja keinen Sinn zu schreiben, alles was du nimmst muss weg, weil das wird sehr schwer, weil du hast eine Grunderkrankung und eine Geschichte hinter dir, da kann man nicht einfach so aufhören mit allem. Und ja das Benzo wegzubekommen wäre natürlich am Wichtigsten. Ich würde es als Erfolg sehen, wenn du mit einer Substanz ein lebenswertes Leben dir erhalten könntest, wobei ich deine Geschichte nicht kenne, ob du noch im Arbeitsprozess bist oder in Rente.

Wobei egal, ich glaube nicht an Wunderheilungen, spar dir bitte jeden Euro für irgendwelche Hokuspokus Methoden, Heilpraktika und wie sie alle heißen haben keine Ahnung von Benzos und Psychopharmaka, das ist eine Gruppe, die durchaus bei vielen Dingen helfen kann, aber gegen diese Chemie sind auch die chancenlos. Nicole, ich habe über die letzten 6 Jahre - ich hab jetzt extra nachgesehen ca. 40.000 Euro bezahlt, da war die ganze Palette dabei von Schamanen über Akupunktur, über Ozon und Alternativmedizin, Schuldmedizin. Spar dir bitte das Geld, nichts von dem hat mir in irgendeiner Form Linderung gebracht. Mir würde es weder besser noch schlechter gehen, hätte ich das Geld nicht ausgegeben.

Deine Geschichte hat übrigens auch meine zwischendurch immer wieder mal aufkeimende Hoffnung, dass ich vielleicht doch auch mal auf was anderes umstellen kann komplett desillusioniert, was ich zwar wusste, aber grad Sertralin stand auch bei mir auf der Liste, was ich noch nicht versucht hatte, weil mir inzwischen klar ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meiner Geschichte und Grunderkrankung ohne irgendwas funktionieren kann gering ist und ich bin auch auf der Suche nach dem geringsten Übel.

Es ist einfach ein Teufelskreislauf alles was du machen kannst ist deine eigenen Stärken auszuspielen und das ist megaschwer, das weiß ich selbst, weil wenn nichts mehr hilft, dann versucht man eben, aber jeder dieser Versuche hat mich zurückgeworfen und irgendwann hilft gar nichts mehr und was dann? Weil in einer Klinik haben die auch keine Wundermittel, alles was die haben, kann ich mir selber auch besorgen. Ich betone sämtliche Versuche mich auf egal welches AD umzustellen sind so geendet, dass es mir schlechter ging als vorher.

Wenn du mich jetzt nach einer Lösung fragst, viel Geduld, nicht aufgeben und wirklich auf dich fokussieren. Weißt du ich habe jahrelang tausende Beiträge hier für andere geschrieben, warum? Auch um von meinem eigenen Problem abzulenken, das möchte ich in Zukunft anders machen, auch wenn ich dir hier schreibe, ich weiß gar nicht, warum ich das mache, weil eigentlich wollte ich wirklich meine Zeit dafür verwenden den Fokus auf meine eigene Problematik zu richten.

Das ist auch etwas was PT kritisierten bei mir, sie lenken immer ab und bleiben nie bei sich. Gut, wie gesagt, du hast viele Jahre ein Problem, erwarte dir keine schnelle Lösung, alles was leicht bergauf geht ist Erfolg, auch was stabil bleibt ist schon Erfolg, wenn es dir stetig ein wenig besser geht in Laufe der Wochen, Monate und Jahre - das ist das Maximum, was es zu erreiche gilt. Ich hoffe, ich war nicht zu ehrlich, alles Gute, Kevin

Nicole
Beiträge: 63
Registriert: Samstag, 07.01.17, 13:17

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Nicole » Samstag, 04.11.17, 8:42

Hallo Kevin
Danke für deine Worte, nicht zu ehrlich ,nur realistisch!! Stimme dir in vielem zu...nicht in allem ;-)
Also ich arbeite 30 Stunden ,liebe meinen Job U habe Familie U Freunde, so gesehen ein relativ normales Leben, bin knapp um die 40 ;-) also hab noch nicht vor mein Leben so hinzunehmen....also kein Aufgeben in Sicht....halte auch nicht viel von Energetiker, Schamanen etc..alles probiert....Kinesiologie hat mir zu mehr Körperwahrnehmung verholfen, also gut, Akkupunktur habe ich seid 1 Jahr, holt mich in Akutsituationen runter, also daran glaub ich U funktioniert ,bei mir!!,....
Hat mir gut getan mich hier austauschen zu können und komischerweise weckt das wieder meinen Kampf Geist, also so gesehen danke ich euch für die konstruktiven Rückmeldungen:-)
Ich werde das Benzo angehen....U weiter berichten
Danke euch Allen!
LG
Nicole

LinLina
Team
Beiträge: 6525
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 21702 Mal
Danksagung erhalten: 9967 Mal

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von LinLina » Samstag, 04.11.17, 8:48

Liebe Nicole :-)

ich habe jetzt nicht alle Antworten an dich gelesen, aber möchte dir dringend raten dich nochmal mit einem langsamen und achtsamen Entzug auseinander zu setzen.

Hier ist ein guter zusammenfassender INfo-Text dazu:
viewtopic.php?f=50&t=11497

Ein Teil deiner wiederkehrenden Probleme könne sehr wahrscheinlich von Anfang an den großen Schritten rauf- und runter in der Dosis liegen. Deswegen scheint mir hier auch der wichtigste Ansatz zu sein, etwas zu ändern um erfolgreich und nachhaltig deine Dosis senken zu können und letztlich auch das Absetzen zu schaffen.

Liebe Grüße und alles Gute

Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
NicoleJamie

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,005 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Kevin05

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 04.11.17, 12:42

Hallo Nicole,

wo bist denn nicht meiner Meinung? Rein interessehalber? LG Kevin

Eva
Beiträge: 1957
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Eva » Samstag, 04.11.17, 13:01

Hallo zusammen,

Kevin, ich zitiere Dich:
Deine Geschichte hat übrigens auch meine zwischendurch immer wieder mal aufkeimende Hoffnung, dass ich vielleicht doch auch mal auf was anderes umstellen kann komplett desillusioniert,
Ich mag Dir als unverbesserliche Optimistin erscheinen, aber sorry: Das ist kein Fakt, sondern DEINE WAHL. Wenn Du glaubst, dass Nicoles Geschichte Deine beeinflusst, dann wird es auch so sein. Wenn Du es nicht glaubst, u. a. weil Du nicht Nicole bist :wink: , hast Du gute Aussichten, dass Deine Geschichte anders, positiver, verlaufen kann.

Nicole: TicTac? Bei aller netten Ironie und so sehr ich selbst auch zur Persiflage neige: Nee. Mir hat mein Absetzen schon sehr viel Respekt eingeflößt, denn selbst die Winzschritte von etwa 10 % wirken sich aus, und die Toleranz spricht ihre Sprache.

Ich verstehe aber, dass Du den Placeboeffekt ansprichst, und da muss ich Dir Recht geben; wir wissen nicht, egal wieviel geforscht wird, was unser Unbewusstes mit uns und den Dingen - wozu auch die Medis gehören - macht.

LG Pons
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 spürte ich nachts Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mir mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

Aufgrund dieser merkwürdigen "halben" Wirksamkeit und gerade in höheren Mengen bedrohlich erscheinender Nebenwirkungen setze ich ab. Gleich heute beginne ich mit 12,5 mg - einer halben Einzeltablette - weniger, das für 2 Nächte.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

Kevin05

Re: Oxazepam Entzug, dann Wechsel auf Bromazepam, Sertralin und Trazodon (Trittico)

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 04.11.17, 15:50

Hallo Pons,

Nicoles Geschichte hat mich vor allem darin bestätigt, dass ich eigentlich nur solche Geschichten kenne, nämlich dass genau nichts hilft außer eben Stabilität und runter fahren, andere Medikamente nicht - das wollte ich eigentlich sagen, also ich habe ja genug experimentiert und es ging mir nur jedes Mal schlechter danach, also die Forenlinie die hat schon ihre Wahrheit um das Klarzustellen und hier nicht für Medikamente zu werben, LG Kevin

Carpediem100
Beiträge: 97
Registriert: Donnerstag, 14.06.18, 12:40

Carpediem: Was kann ich jetzt bloß nur tun? / Sertralin

Beitrag von Carpediem100 » Donnerstag, 14.06.18, 13:03

Hallo ihr lieben,
Ich (weibl, 43)war schon einmal hier erfolgreich begleitet worden bei meiner Medikamentenreduktion/absetzung...von vielen AD und Benzo (Depression mit Panik) auf bis zuletzt "nur" mehr Sertralin 25mg... Das Forum hat mir die Augen geöffnet dass diese ganzen Medikamente im Endeffekt leider alles verschlimmern. Es ist mir auch herrlich gegangen die letzte jahre... Nun aber zu meiner aktuellen Situation:
Ich hatte vor fast einer Woche ein schockerlebnis innerhalb der Familie (Todesfall) und dieses Ereignis hat in mir einen Schalter umgelegt... Schwerste Panik und niedergeschlagenheit... Keine normale trauer sondern richtiger Tiefgang der momentan unaufhaltsam scheint... Und ich Idiot, sorry, hab natürlich in meiner Not gleich gemeint das sertralin zu erhöhen auf 75mg...körper auf Hochtouren und gestern ü heute früh Alprazopam (Benz) genommen, anstatt dass es mich beruhigt bin ich abgedreht, paradox...alles noch schlimmer... Hätte ich bloß alles lassen sollen?
Was denkt ihr? Trauer zulassen auch wenn man glaubt man wird wieder rückfällig?Und bitte ja schimpfen erwünscht🙁!
Signatur wird asap ergänzt
Lg
Carpediem
Zuletzt geändert von padma am Freitag, 15.06.18, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
Einnahme von Sertralin ca 10 Jahre lang
Depressive Phase:umstieg auf mehrere andere AD aus den Ssri, snri ,trizykl. Gruppen, einige Benzos
Vor ca 4 Jahren Stabilisierung mit 200mg sertralin! Und oxazepam 15-30mg
Vor ca 2 Jahren Reduktion bis aktuell auf 25mg sertralin und 0 mg bromazepam (Umstieg zwischendurch weil besser absetzbar durch Schockerlebnis am 08.06. sertralin auf 75mg :frust: und bromazepam bei Bedarf....
14.06. 50mg sertralin und oxazepam
Sehr starke innere Unruhe, grosse Erschöpfung und Niedergeschlagenheit...
Nehme Magnesium und GABA auch noch ein...
Keine NEM
18.06. 75mg sertralin, 0,25mg Alp., 150mg Trittico abends
24.06. 75mg sertralin, 0,5mg Alpr., 150mg trittico
Sehr starke Depressionen, Erschöpfung, Unruhe.... Ursache Depression oder Medikamente?
28.06. 75mg sertralin, 3mg Bromazepam, 50mg 5htp (nie wieder) und 75mg trittico, melatonin
29.06. 50mg sertralin, 1,5 bromaz, 7,5mg oxazep
Abends 75mg trittico, 15mg oxazepam
30.06. 75mg sertralin, 10 mgDiazepam, 50mg trittico
01.07. 75mg sertralin,5 Diazepam /7,5mg oxazepam, 50mg trittico abends
02.07. 75mg sertralin,15mg oxazepam, 50mg trittico
05.07 75mg sertralin, 3mg bromazepam, 50mg trittico
06.07. - 16.07. 100mg sertralin, zu viel( Unruhe bis Hysterie)
15 oxazepam, 75 mg trittico wegen Schlafstörungen
17.07. 75mg sertralin, 15mg +7,5mg oxazepam, 75mg trittico
22.07. 87,5mg mg sertralin, oxazepam bei Bedarf, 75mg trittico
25.07. 87,5 mg sertralin, oxazepam, 75mg trittico
26.02. 75mg seit, 15mg +7,5mg oxaz , 75 trittico
29.07. 75mg sertralin, 15mg+7,5 mgoxazepam, 75mg trittico
06.08. 75mg sertralin, 11,5 oxaz + 7,5oxaz, 75mg trittico
08.08. 75mg sertralin, 18,75mg oxazepam, 75mg trittico
10.08. 75mg sertralin, 15mg oxazepam, 75mg trittico
12.08. Leichte stimmungsschwankungen, 75mg sertralin, 15mg Oxazepam morgens ,75mg trittico
13.08. 75mg sertralin, 22,5mg oxazepam, 75mg trittico
14.08. 75mg sertralin, 15mg oxaz, 3 mg Bromazepam75mg trittico
15.08. 87,5mg sertralin, 15 mg oxaz, 7,5mg oxaz, 100mg trittico

Anikke
Beiträge: 591
Registriert: Mittwoch, 05.07.17, 7:20
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 1354 Mal

Re: Was kann ich jetzt bloß nur tun?

Beitrag von Anikke » Donnerstag, 14.06.18, 15:44

liebe carpediem,
ojeee das ist ja schwer was du zu tragen hast- fühl dich, wenn es für dich tröstlich ist- ganz liebevoll gedrückt :group:
du hast einen schweren Verlust und stehst unter schock, ich glaube du reagiert gerade völlig normal.. und du brauchst bestimmt gerade richtig viel Unterstützung.. ich habe beim lesen an bachblüten gedacht- rescuetropfen. mit Sertralin erhöhen und benzos wäre ich vorsichtig - benzos- machen schnell abhängig, und vom Sertralin willst du eig. weg, dennoch ist grad Ausnahmezustand :( vllt kann dir da noch jmd etfahreneres raten..
ich wünsche dir alles erdenklichbgute und viiieeel trist und kraft!!
liebe grüße Anikke
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anikke für den Beitrag (Insgesamt 4):
padmaUlulu 69KatharinaCarpediem100
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 14988
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36756 Mal
Danksagung erhalten: 19569 Mal

Re: Was kann ich jetzt bloß nur tun?

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.06.18, 18:04

hallo Carpediem, :)

mein Mitgefühl zu dem Todesfall in deiner Familie. :hug:
Es gibt keine "normale Trauer" in dem Sinn, jeder Trauerprozess verläuft anders. Und gerade wenn es so schockartig passiert, kann es einem den Boden unter den Füssen wegziehen und kann zu heftigen Reaktionen führen.

Hast du eine Trauerunterstützung? Das wäre vermutlich hilfreich.

Was war denn dein alter Benutzername? Dann würde ich deine Beiträge zusammen schieben.
hab natürlich in meiner Not gleich gemeint das sertralin zu erhöhen auf 75mg...körper auf Hochtouren und gestern ü heute früh Alprazopam (Benz) genommen, anstatt dass es mich beruhigt bin ich abgedreht, paradox...alles noch schlimmer..
Du hast höchstwahrscheinlich auf die starke Erhöhung von Sertralin reagiert. Das hat eine aufputschende Wirkung und solch heftige Erhöhung sind sowieso riskant.


Seit wann genau hast du es erhöht? Ich würde es wieder reduzieren, auf wieviel hängt davon ab, wie lange du die erhöhte Dosis schon nimmst.

Mit dem Benzo besteht ein erhöhtes Risiko, da du abhängig warst. Es ist unterschiedlich, manche können ein Benzo nach überstandener Abhängigkeit bedarfsmässig wieder einnehmen, andere haben ein ausgeprägtes Suchtgedächnis und rutschen gleich wieder in die Abhängigkeit.

Sei vorsichtig damit.
Trauer zulassen auch wenn man glaubt man wird wieder rückfällig?
Trauer zulassen ist ganz wichtig, sonst kannst du sie nicht verarbeiten. Ein Benzo kann für ein paar Tage einen Schock dämpfen, es hilft aber nicht bei der Verarbeitung der Trauer.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69KatharinaSiggi
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Katharina
Beiträge: 5485
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 6523 Mal
Danksagung erhalten: 5633 Mal

Re: Was kann ich jetzt bloß nur tun?

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 14.06.18, 19:19

Guten Abend, Carpe Diem,

Verurteile Dich nicht.

Hast Du jemanden der Dir zu hören könnte ?

kannst Du sprechen über diesen Schicksalsschlag
Ich persönlich würde eine Gemeinde aufsuchen, sprechen, eine Pastorin vielleicht, am Telefon die Seelsorge versuchen

Ein Arzt im heutigen System hat kaum Zeit.
Ich meine Du benötigst jetzt Zeit, nur Zeit. -

Trauer bedarf Verständnis, auf Wunsch Nähe
keine Therapie

Eventuell Trauer Begleitung, im Sinne von Therapie.

Es gibt solltest Du Dich ganz alleine fühlen, Selbsthilfe Gruppen für Trauer,

erwäge alles,
aber erlaube der Trauer ihren Platz ein zunehmen,

schick sie nicht weg, sie wird weiter ziehen wenn es reif dafür ist.

Mir halfen Rituale,
mir halfen Kerzen.

( Schwarz muss nicht sein,

man sieht mich sonst hell oder in weiß
weswegen ein schwarzes Tuch mir eine Art Ruhe gab
und man ließ mich gewähren,
man lies mich in Ruhe mit meiner Trauer,

Ich sehe es nach wie vor als ein Signal für unsere Gesellschaft,

vielleicht wird weniger an der Kasse gedrängelt, etwas Rücksicht und Vorsicht walten gelassen

Aufmerksamkeit nach außen ist jetzt Einkehr nach innen,
das verstehen die anderen oftmals besser durch eine veränderte Kleidungsfarbe, bedeckt

Die Gefühle sind jetzt bedeckt

auch wenn schwarz - es muss nicht schwarz sein und nicht vollständig

ich habe das positiv erlebt,

schau was Dir gut tut,
hör auf Dein Gefühl
Sei Dir gut )

Ich schicke Dir Mit - Gefühl.

Katharina






Kein neues Rezept.

Die Erlaubnis zu trauern.
Angehört zu werden.

Ich kann manchmal nicht sprechen, wenn es mir nicht gut geht, dann fotografiere ich irgendwie irgendwas, fahre Rad, schreibe Stichworte, für mich ist wichtig: nicht in mich hinein fressen.

Schock ist normal und 'erlaubt',in unserer schnellen taffen Zeit

Ebenso völlige Fassungslosigkeit.

Endsetzen.

Nerven - Zusammenbruch, das ist eine gesunde Reaktion, so lange sie Dir niemand krank redet.
Und bitte nicht zu schütten.
Sei Dir nicht hart jetzt.




Ist jemand bei Dir
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaBlumenwieseSiggi
► Text zeigen

Carpediem100
Beiträge: 97
Registriert: Donnerstag, 14.06.18, 12:40

Re: Was kann ich jetzt bloß nur tun?

Beitrag von Carpediem100 » Donnerstag, 14.06.18, 19:23

Hallo Silke, hallo Parma.... Danke euch für die Antworten :hug:
Ja es hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen.
Aber warum kann ich nicht "normal"traurig sein und muss gleich in so ein Loch fallen :frust:
Die Steigerung von 25 auf 75 passierte innerhalb von 4 Tagen in meiner Verzweiflung, das gefühl dieses innerlichen zerbrechens war so übermächtig. :cry: .. Hat sich genau so angefühlt wie vor meiner letzten depressiven Phase.... Vieleicht habe ich es aber mit Trauer verwechselt.... Auf jeden Fall bin ich aktuell bei 50mg sertralin.... Alprazolam ist zu stark für mich, Lieber nix und ablenken so weit geht..im Notfall wenn das Herz wieder meint aus der Brust rausspringen zu müssen :wirbel: :wirbel: :wirbel: dann viell etwas andres.. .. Trauerbegleitung habe ich innerhalb der Familie...
Ich hoffe dieses "fertig mit der Welt"Gefühl legt sich etwas innerhalb der nächsten Wochen wieder ...auf jeden Fall hat sich gezeigt dass gewisse Medikamente alles nur verschlechtern können..was das aufwühlen angeht.
Mich würde interessieren ob jemand unter den Mitgliedern ähnliches erlebt/durchlebt hat..... :pillowtalk:
Lg
Carpediem :group:
Einnahme von Sertralin ca 10 Jahre lang
Depressive Phase:umstieg auf mehrere andere AD aus den Ssri, snri ,trizykl. Gruppen, einige Benzos
Vor ca 4 Jahren Stabilisierung mit 200mg sertralin! Und oxazepam 15-30mg
Vor ca 2 Jahren Reduktion bis aktuell auf 25mg sertralin und 0 mg bromazepam (Umstieg zwischendurch weil besser absetzbar durch Schockerlebnis am 08.06. sertralin auf 75mg :frust: und bromazepam bei Bedarf....
14.06. 50mg sertralin und oxazepam
Sehr starke innere Unruhe, grosse Erschöpfung und Niedergeschlagenheit...
Nehme Magnesium und GABA auch noch ein...
Keine NEM
18.06. 75mg sertralin, 0,25mg Alp., 150mg Trittico abends
24.06. 75mg sertralin, 0,5mg Alpr., 150mg trittico
Sehr starke Depressionen, Erschöpfung, Unruhe.... Ursache Depression oder Medikamente?
28.06. 75mg sertralin, 3mg Bromazepam, 50mg 5htp (nie wieder) und 75mg trittico, melatonin
29.06. 50mg sertralin, 1,5 bromaz, 7,5mg oxazep
Abends 75mg trittico, 15mg oxazepam
30.06. 75mg sertralin, 10 mgDiazepam, 50mg trittico
01.07. 75mg sertralin,5 Diazepam /7,5mg oxazepam, 50mg trittico abends
02.07. 75mg sertralin,15mg oxazepam, 50mg trittico
05.07 75mg sertralin, 3mg bromazepam, 50mg trittico
06.07. - 16.07. 100mg sertralin, zu viel( Unruhe bis Hysterie)
15 oxazepam, 75 mg trittico wegen Schlafstörungen
17.07. 75mg sertralin, 15mg +7,5mg oxazepam, 75mg trittico
22.07. 87,5mg mg sertralin, oxazepam bei Bedarf, 75mg trittico
25.07. 87,5 mg sertralin, oxazepam, 75mg trittico
26.02. 75mg seit, 15mg +7,5mg oxaz , 75 trittico
29.07. 75mg sertralin, 15mg+7,5 mgoxazepam, 75mg trittico
06.08. 75mg sertralin, 11,5 oxaz + 7,5oxaz, 75mg trittico
08.08. 75mg sertralin, 18,75mg oxazepam, 75mg trittico
10.08. 75mg sertralin, 15mg oxazepam, 75mg trittico
12.08. Leichte stimmungsschwankungen, 75mg sertralin, 15mg Oxazepam morgens ,75mg trittico
13.08. 75mg sertralin, 22,5mg oxazepam, 75mg trittico
14.08. 75mg sertralin, 15mg oxaz, 3 mg Bromazepam75mg trittico
15.08. 87,5mg sertralin, 15 mg oxaz, 7,5mg oxaz, 100mg trittico

Antworten