Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

elfnik: venlafaxin absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
elfnik
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag, 14.06.18, 13:21
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von elfnik » Donnerstag, 14.06.18, 14:08

Hallo Zusammen,

bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich im richtigen Thread gelandet bin bzw. dass mein Beitrag hierpassend ist.
Es ist jetzt nicht so, dass ich hier eine Frage hätte, was ja oftmals ein Grund für das Anmelden in einem Forum ist, sondern, dass ich lediglich kurz über persönliche Absetz-/Reduziersymptome bzgl. Venlafaxin berichten möchte. Berichten deshalb, da es mir geholfen hat, lesen zu können, dass ich offensichtlich nicht ganz allein bin, mit den sich beim Reduzieren ergebenden Erscheinungen/Symptomen, sondern, dass teilweise echt hammermäßige Reaktionen den Körper durchschütteln. Evtl. hilft dieser Beitrag dann auch der oder dem Ein und Anderen, wenn er oder sie erkennen kann, dass so ziemlich alles an Reaktionen beim Absetzen/Reduzieren möglich ist, und dass die sonstigen permanenten Nebenwirkungen bei Venlafaxin durchaus nennenswert sein können und sehr unterschiedlich ausfallen. Auf meine "Kranken"- oder Medikamentengeschichte möchte ich gar nicht im Detail eingehen, da ansonsten hier ein Roman entstehen würde, von dem ich mir jedoch überlege, ob ich ihn ggf. dereinst tatsächlich noch schreiben werde, nachdem ich diesbezüglich schon die ein oder andere Anfrage bekam, dies doch bitte zu tun. Hab da momentan einfach keine richtige Lust bzw. Energie zu.

Also hier, nach dieser langen Vorrede, kurz die Auflistung der permanenten Nebenwirkungen, gefolg von den akuten Absetz-/Reduzierers heinungen.

Seit ca. 2 Jahren 225mg Venlafaxin retard.
Nebenwirkungen:
Immer wieder spontane heftige Schweißausbrüche
Kein wirkliches Temperaturempfinden (Verbrennungsgefühle im tiefsten Winter und Erfrierungsgfühle in praller Sonne... mit diversen Zwischenstufen und auch in umgedrehter Version... zumeist aber immer das Gefühl, dass es unendlich heiß ist).
Zeitgefühl nahezu abhanden gekommen.
Ab und an Stromschlaggefühle im ganzen Körper
Schmerzunempfindlichkeit (kann mich verletzen, ohne dass es mir weh tut oder mich irgendwie sonderlich stören würde).
Nicht aus der Ruhe zu bringen, selbst wenn es angebracht wäre.
Starke Schwankungen der Sehkraft bzw. der Fokusiermöglichkeiten.
Extreme Vergess- und Schusseligkeit.
Fehlendes Hungergefühl.
Diverse weitere Dinge, die jedoch eher undramatisch sind.

Möglicherweise sind die dargestellten Symptome nicht nur auf das Venlafaxin zurückzuführen, sondern eine Kombination aus Venlafaxin und persönlicher Begleitumstände... jedoch das auseinanderzuhalten ist mir nur sehr bedingt möglich (müsste ansonsten das Venlafaxin zum Vergleich weglassen, was dann jedoch eine Potenzierung der Nebenwirkungen zur Folge hat... schon erlebt, da hin und wieder die Einnahme vergessen).

Aktuell wird um 37,5 mg reduziert, was ich ca. 2 Wochen lang mehr oder weniger nicht sonderlich dramatisch fand. Dann aber plötzlich das Gefühl gehabt, als wenn ich die Einnahme komplett weggelassen hätte (das Gefühl kenne ich, weswegen ich es entsprechend zuordnen konnte, mich jedoch wunderte und mittelmäßig verzweifelt war, was da abgeht, obwohl ich nur minimalst reduziert habe).

Extremste Schweißausbrüche (Mensch gewordener Niagarafall).
Dauerndes Kribbeln in den Fingern.
Stromschlaggefühle.
Heftigste Kopfschmerzen.
Schwindelanfälle.
Durchfall.
Gefühl, sich ständig übergeben zu können.
Frierattacken.
Nach ca. 2 Tagen Besserung, jedoch megaplatt und gefühlt von ner anderen Welt kommend.

Sicherlich hab ich einige Dinge vergessen, die auch noch gewesen sind. Blöd ist jedoch, dass ich mal wieder ziemlich unverhofft aus dem ohnehin schon etwas chaotischen Leben gerissen wurde, was es extremst schwer für mich macht, meinen Job zu machen und Geld zu verdienen. Am liebsten würde ich alles hinschmeißen, was ich jedoch, aufgrund guter Freunde, ner tollen Therapeutin und meiner Tochter und auch des Zuredens (noch) meines Arbeitgebers nicht mache. Will hier auch nicht rumjamemern, sondern, wie geschrieben, nur darstellen, was ggf. an Nebenwirkungen bei mir auftreten und jenen Mut zu machen, die diese Dinge ebenfalls erleben (ihr seid nicht allein). Ob und wie es weitergeht, weiß ich nicht... bin da aber relativ gelassen, da derzeit mangels Zeitgefühl weder Vergangenheit noch Zukunft eine große emotionale Rolle spielt (was wiederum ebenfalls eine Nebenwirkung sein kann, jedoch laut Psychologe eher untypisch sein soll... naja.. egal... bei mir isses halt so).

So, das war's auch schon.

Wünsche euch allen ganz arg viel Kraft und eine Menge guttuender Menschen (die sind wichtig).

Ganz arg liebe Grüße

Elfnik
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor elfnik für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaDaniel89

Gwen
Team
Beiträge: 1833
Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31
Hat sich bedankt: 1874 Mal
Danksagung erhalten: 3461 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 14.06.18, 16:36

Hallo elfnik,
herzlich Willkommen hier im Forum!

Bei uns hier hat jeder seinen eigenen Thread, daher hab ich Deinen Beitrag abgetrennt und Dir hiermit Deinen Thread erstellt.

Viele Grüße und einen guten Austausch
Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 2):
zoricaUlulu 69
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

padma
Team
Beiträge: 14971
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36686 Mal
Danksagung erhalten: 19524 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.06.18, 17:43

hallo Elfnik, :)

auch von mir willkommen.

Danke dir für deinen Erfahrungsbericht.

Was mir auffällt ist, dass du zu schnell reduzierst. 37,5 mg ist keine minimale Reduktion, sondern eine sehr grosse. Wir empfehlen Reduktionen von 10 % der letzten Dosis.

Dass die Reduktion zu gross war, merkst du auch daran, dass du heftige Absetzsymptome hattest. Je weiter man mit der Dosis runter kommt, umso empfindlicher reagiert das ZNS und umso kleiner sollten daher die Reduktionsschritte sein.

Hier sind unsere Basisinfos viewtopic.php?f=18&t=12880

Hast du Retardkapseln mit vielen kleinen Kügelchen? Dann kannst du mit der Kügelchenmethode absetzen.

Für einen weiteren Austausch ist es wichtig, dass du noch eine Signatur erstellst http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
GwenUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

elfnik
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag, 14.06.18, 13:21
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von elfnik » Montag, 13.08.18, 12:29

Hallo Gwen,
Hallo Padma,
Hallo alle Anderen.

Vielen Dank für's Verschieben und die Rückmeldung/en.

Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Hab es nicht auf die Reihe gebracht , dies früher zu tun. Ist nicht gut und auch ziemlich unhöflich von mir.

Die Signatur kommt noch, wenngleich dies für mich einen regelrechten Act darstellt, den ich akut, auch wenn es kein Hexenwerk ist, nicht packe. Mal sehen... vieleicht finde ich ein paar energiereiche Sekunden (macht ja auch Sinn).

Inzwischen habe ich die Tabletten mit Kügelchen, allerdings ist momentan wieder die Dosis von 225mg angesagt (wenn auch über den Tag verteilt). Die Absetzerscheinungen waren einfach zu heftig. Witzigerweise hab ich nun jedoch, seitdem das mit der Reduzierung ein ziemlicher Schuss ins Knie gewesen ist, durchaus nennenswerte Probleme. Dies heißt: Irgendwie ist Einiges, aus dem ohnehin fragilen Gleichgewicht, massiv durcheinandergeraten.

Dauerndes Kribbeln in den Fingern.
Stromschlaggefühle.
Häufige Kopfschmerzen.
Oftmals Schwindelanfälle.
Durchfall.
Frierattacken und Gefühl, dass heiße Lava durch meine Adern fließt.
Nicht zu vergessen: Teilweise extreme Wahrnehmungsstörungen (um nicht das Wort Halluzinationen zu verwenden).
Und einige Dinge mehr.

Irgendwann hat es mich dann so sehr angek :censored: (Entschuldigung für dieses etwas unschöne Wort), dass ich mir dachte: "Schlimmer kann es nicht mehr werden, weswegen ich die ganze Ka :censored: auch komplett weglassen kann.". Ich wusste, dass man dies auf gar keinen Fall tun soll; allerdings hoffte ich, dass ich das jetzt einfach ein paar Tage durchstehe und dann die Welt tablettenmäßig wieder in Ordnung kommt. Ich schreib nun bewust nicht im Detail, was dann abging, sondern bleibe bei Andeutungen, damit hier niemand auf dumme Gedanken kommt. Es war die absolute Hölle bzw. es war ein Wechselspiel zwischen Himmel und Hölle. Die Kopfschmerzen waren die extremsten, die ich jemals hatte. Die waren so extrem, dass ich gar nicht in der Lage gewesen wäre, mir irgendetwas anzutun, da Bewegen vollkommen ausgeschlossen war. Es war dann ja auch so, dass ich dachte, dass ich da jetzt einfach hindurch muss. Ich hab keine Ahnung mehr, wie lange dies ging (sehr lange)... idealerweise kamen sämtliche mir bekannten Nebenwirkungen/Absetzerscheinungen noch hinzu (jedoch in gesteigerter Form). Ich bekomme es zeitlich nun auch nicht mehr auf die Reihe... jedenfalls wechselten absolutes Hochgefühl und tiefste Verzweiflung ständig. Da ich ahnte, dass es seelisch abwärts gehen würde, versuchte ich es abzuhaken und mich auf die kommenden Hoch's zu konzentrieren. Die Hoch's waren extremst hoch und ich war superglücklich mit meiner Entscheidung.... die Tiefs hingegen waren dermaßen tief und gingen immer tiefer, dass ich nicht fassen konnte, was da abgeht. Definitiv hochgradig lebensgefährlich... die Restbestände an Verantwortungsbewusstsein waren es, die dieser Gefahr entgegenwirkten. Ich bekomme es nicht mehr genau zusammen, warum, wieso, weshalb ich dann doch wieder die Tabletten nahm... ich glaube, dass es eine sehr gute Freundin war, die mich schließlich überredete... viele Erinnerungen sind komplett ausgelöscht, weswegen dies alles nur der Spur nach beschrieben ist. Was ich jedoch definitiv noch weiß, dass es sowohl körperlich, als insbesondere seelisch Harakiri war und zumindest ich nicht durchgestanden hätte.

Das Doofe ist, dass ich tablettenmäßig seit der damaligen Reduzierung und trotz der wieder hochdosierten 225mg Vormalsmedikamentierung nebenwirkungsmäßig ziemlich aus dem Tritt geraten bin. Wenn ich behaupten würde, dass ich verzweifelt bin, wäre das gelogen... denn eins machen die Tabletten tatsächlich bei mir ziemlich gut: Vermeintliche Gleichgültigkeit bzw. besser ausgedrückt "Dinge, die ich problematisch sehen sollte, kommen nicht an mich heran".

Auf Dauer geht Venlafaxin auf gar keinen Fall. Allerdings, nachdem ich bereits die ein oder anderen Tablettendosierungsreduzierungs- und umstellungsversuche durchlebt habe (bis auf die eigenmächtige TablettenNulldiät immer mit ärztlicher Begleitung), zweifel ich inzwischen daran, dass jemals Besserung eintritt (sowohl was die Reduzierung, noch was die Nebenwirkungen betrifft).

Fazit: Venlafaxin hatte mir zweifelsohne massivst geholfen (trotz aller Nebenwirkungen), allerdings im derzeitigen Venlafaxinzustand ist ein halbwegs normaler Alltag kaum möglich und auf Dauer hochgradig problematisch.

Noch ein weiteres Fazit: Eine absolute Binsenweisheit ist es, dass man Venlafaxin niemals eigenmächtig komplett weglassen sollte. Jedoch kann trotz dieses Wissens die Versuchung übermächtig sein, was dann jedoch sehr deutlich die Binsenweisheit bestätigt und zum Horrortrip werden kann.

Wünsch allen hier einen schönen Tag und alles Gutte und natürlich Gutes Gelingen hinsichtlich Medikamentenreduzierung.

Liebe Grüße

Elfnik
Zuletzt geändert von Murmeline am Montag, 13.08.18, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck editiert
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor elfnik für den Beitrag:
padma

padma
Team
Beiträge: 14971
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36686 Mal
Danksagung erhalten: 19524 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von padma » Montag, 13.08.18, 13:00

hallo Elfnik, :)

es tut mir leid zu hören, was du durchlitten hast. Dies ist genau der Grund, warum wir nicht müde werden, von einem Kaltentzug zu warnen.

Danke für deinen Bericht, ich hoffe es schreckt andere ab, die mit diesem Gedanken spielen.
Das Doofe ist, dass ich tablettenmäßig seit der damaligen Reduzierung und trotz der wieder hochdosierten 225mg Vormalsmedikamentierung nebenwirkungsmäßig ziemlich aus dem Tritt geraten bin.
Du hast viel zu schnell hochdosiert. Dein ZNS muss jetzt sowohl den Kaltentzug als auch die Hochdosierung verkraften. Das kann leider dauern, bis Stabilität eintritt.
. Allerdings, nachdem ich bereits die ein oder anderen Tablettendosierungsreduzierungs- und umstellungsversuche durchlebt habe (bis auf die eigenmächtige TablettenNulldiät immer mit ärztlicher Begleitung), zweifel ich inzwischen daran, dass jemals Besserung eintritt (sowohl was die Reduzierung, noch was die Nebenwirkungen betrifft).
Entscheidend ist, dass du bei deinem nächsten Reduktionsversuch wirklich langsam vorgehst.
Infoartikel: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490. Dann ist das Ausschleichen machbar.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
Murmelineelfnik
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

elfnik
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag, 14.06.18, 13:21
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von elfnik » Montag, 13.08.18, 14:49

Hallo Padma,

Danke für die schnelle Reaktion und den tollen/informativen Inhalt.

Hab mir daraufhin den von Dir eingefügten Link zum "Ausschleichen" durchgelesen und werde mir dessen Inhalt komplett kopieren, da ich das dort sehr gut und auch nachvollziehbar dargestellt finde. Ganz arg dickes Lob. Nachdem ich vor wenigen Minuten noch ziemlich pessimistisch hinsichtlich einer etwaigen Reduzierungserfolgsgeschichte war, hab ich nun tatsächlich so etwas wie Morgenluft gewittert. Dafür vielen Dank. Ob's bei mir zum Erfolg führt ist selbstverständlich weiterhin fraglich, aber zumindest liest sich die Sache nachvollziehbar und weniger experimentell, als meine seitherigen Vorgehensweisen. Es wäre, meine Meinung, durchaus sinnvoll, wenn jeder behandelnde Psychiater solch einen Leitfaden an die Hand gibt. Einerseits gibt dies Sicherheit und andererseits wird Einiges Nachvollziehbar bzw. hat dann weniger den Touch eines Feldversuchs.

Wünsch' noch einen schönen und vor allem glücklichen Tag.

Liebe Grüße

Elfnik
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor elfnik für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinapadmaJamieUlulu 69

Daniel89
Beiträge: 23
Registriert: Montag, 09.07.18, 19:06
Hat sich bedankt: 36 Mal
Danksagung erhalten: 49 Mal

Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von Daniel89 » Dienstag, 14.08.18, 10:24

Hallo elfnik,

Venlaflaxin (zusammen mit Lamutrigin) war auch meine erste Medikation und ich habe einige Nebenwirkungen, die du hier anführst, auch gehabt. Habe dann beides nach einem Monat kalt abgesetzt, was kaum auszuhalten war und in einer Katastrophe hätte enden können.

Ich weiß, dass die Vorstellung das Medikament langsam auszuschleichen und noch ein, zwei Jahre zu nehmen, keine einfache ist. Aber die kleinen Schritte werden dir Sicherheit und auch Erfolgserlebnisse geben. Als kleiner Motivierer hier der Link zum Thread in dem Erfolgsgeschichten von Absetzversuchen gesammelt werden - deine wird auch bald drinstehen :)
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... eschichten

Liebe Grüße
Daniel
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Daniel89 für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelineJamiepadmaUlulu 69
Aktuelle Diagnose: bipolare-II Störung (F31.8), Ängstlich-vermeidende (selbstunsichere) Persönlichkeitsstörung (F60.6)
Aktuelle Medikation: Lamutrigin (150mg), Burpropion (150mg), Mirtazapin (30mg), Escitalopram (10mg)
Aktuelle Symptome: Angstzustände, betäubtes Selbstbewusstsein, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Gedankenkreisen, Nervosität, öfters auftretende leichte Übelkeit und Mundtrockenheit.
Selbstdiagnose: Bipolar II seit früher Jugend, mit geringen Auswirkungen auf den Alltag. Falsche fachärztliche Indikation seit 2011, wodurch ich alle zusätzlich diagnostizierten Zustände erlitt.
Ziel: Sämtliche Medikamente ausschleichen ab Mitte Juli 2018.
Absetzverlauf: Seit 18.7. Escitalopram 10mg um 10% reduziert (Wasserlösmethode).

Gesamter Behandlungsverlauf: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 79#p258779

Zusammenfassung Behandlungsverlauf:
► Text zeigen

Antworten