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tinewe: Rivotril (Clonazepam)ausschleichen

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tinewe: Rivotril (Clonazepam)ausschleichen

Beitrag von tinewe » Freitag, 15.06.18, 15:52

Ersteinmal möchte ich sagen, wie gut es doch ist, dass solch ein Forum existiert!!! Danke!
Ich habe schon viel hier gelesen, aber keine konkrete Hilfe auf mein Problem gefunden.
Deshalb noch eine Frage zum Absetzen von Rivotril (Clonazepam).
Gegen chronische Schmerzen habe ich drei Monate morgens und abends jeweils 2,25 mg Rivotril eingenommen.
Da das Mittel nicht hilft, soll ich es ausschleichen. Der Arzt ist der Meinung, dasss ich selber gucken muss, wie schnell ich das schaffe.
Jetzt bin ich ganz verunsichert, denn ich lese, dass von relativ unkompliziertem Absetzen bis zu Krankenhausaufenthalten alles mögliche dazu.
Ich hatte vor, alle zwei Tage 0,25 mg weniger zu nehmen - ist das realistisch? Ich lese hier, dass es Wochen dauert, bis man es ganz weglassen kann.
Ich möchte auch keine anderen Medikamente nehmen, denn es geht nur um Schmerzen bei mir, ich habe keine anderen Symptome.
Über eine Einschätzung von euch erfahrenen Forumsteilnehmern bin ich sehr dankbar!
tinewe
Zuletzt geändert von Ululu 69 am Dienstag, 10.07.18, 7:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von padma » Freitag, 15.06.18, 18:02

hallo Tinewe, :)

willkommen im ADFD.

Du nimmst also 4,5 mg Clonazepam täglich? Das ist sehr viel.
Ich hatte vor, alle zwei Tage 0,25 mg weniger zu nehmen - ist das realistisch?
Das ist vermutlich zu schnell. Wir empfehlen Reduktionen um jeweils 10 % alle 1 - 4 Wochen. Da du es noch nicht solange nimmst, kannst du versuchen jede Woche zu reduzieren. Als erstes könnte es mit 0,5 mg weniger funktionieren.

Benzoentzüge verlaufen sehr individuell. Es lässt sich nicht voraussagen, wie lange genau du brauchen wirst. Aber von ein paar Monaten würde ich schon ausgehen.

Ein häufiges Entzugssymptom sind starke Muskelverspannungen. Das wäre für dich als Schmerzpatient sehr ungünstig. Auch deswegen lieber etwas langsamer.

liebe Grüsse,
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Freitag, 15.06.18, 18:16

Hallo Padma,
herzlichen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich bin, ehrlich esagt, ziemlich entsetzt. Damit werde ich meinen Arzt, einem renommierten Schmerzspezialisten, wohl mal konfrontieren müssen.
Viee Grüße von tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von SeventhWave » Freitag, 15.06.18, 18:21

Hi Tinewe,

erhoffe dir bitte nicht zu viel von der Konfrontation, evtl. geht der Schuß auch nach hintern los. Anstatt dich ernst zunehmen könnte sich der Herr Doktor hinter seiner Renommiertheit verstecken ...

Viele Grüße

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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Freitag, 15.06.18, 19:06

Hi,

Ich glaub auch nicht das es Sinn macht sich bei dem Arzt zu beschweren.
In der Tat ist es bei Rivotril wohl so das manche es gut ausschleichen können und manche massive Probleme damit haben. Ich wünschte mir ich hätte es nie bekommen.

Ich hab auch mit 4.5 mg gestartet....habe sie aber keine 3 Monate genommen, sondern direkt mit ausschleichen angefangen und habe große Probleme.

Wie schnell und wieviel du absetzen kannst ist individuell.
Mach es nicht zu schnell, jedoch auch nicht zu langsam....da du es ,,erst" drei Monate nimmst.

Im oberen Bereich wird es möglich sein größere Schritte zu machen...

Sei vorsichtig wenn es weiter runter geht....

Achte auf die Signale deines Körpers und sind es bei Rivotril nur starke Muskelverspannungen, dann hast du Glück, da gibt es unzählig gravierendere Symptome.

Denk nicht drüber nach und fang an, je eher umso besser.

Viel Glück.

LG Sunny
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4,5 mg Clonazepam in Klinik bekommen nachdem unverträglichkeit auf verschiedene PPs.

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Unruhige brennende Arme nachts, Mißempfindungen im Gesicht und Körper, Schmerzen, Angst und Unruhe,
Fremdheitsgefühl.

HIN UND HER- GROßER FEHLER

Seitdem körperlich sehr schlecht.

Clonazepam
02.07. 1,6mg - auf 4x am Tag verteilt

- Muskel und Körperschmerzen, Gesicht + Nackenschmerzen, Kopfschmerz, Fremdheitsgefühl, Krampfgefühl, Unruhe, Augenzittern, Angst + Panik,
Schluckbeschwerden, Magen-Darm, Haarausfall.
Elendes Körpergefühl und seltsame Empfindungen.

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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Samstag, 16.06.18, 10:01

Liebe Sunny, danke für deine Einschätzung! Falls ich starke Muskelverspannungen haben sollte, darf ich dann eigentlich ein Schmerzmittel nehmen?
Ich wundere mich sowieso, wie oft davon die Rede ist, dass man mehrere Medikamente gleichzeitig nimmt.
LG tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Samstag, 16.06.18, 10:10

Hi,

Ich denke darfst du sicher schon...je nachdem welches und soweit du es verträgst und es dir hilft.

LG Sunny
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Seitdem körperlich sehr schlecht.

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Schluckbeschwerden, Magen-Darm, Haarausfall.
Elendes Körpergefühl und seltsame Empfindungen.

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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Jamie » Samstag, 16.06.18, 13:15

Hallo tinewe, :)

eine Konfrontation würde ich umgehen, nicht dass der Herr anschließend so angefressen ist, dass er dir anschließend das Benzo nicht mehr aufschreibt und du ohne da stehst.
Klar, du kannst schon mal ruhig nachfragen, aber erwarte dir nicht zu viel und sei achtsam - so eine hohe Dosis (es ist leider eine hohe Dosis :() wird nicht jeder andere Arzt bereit sein aufzuschreiben, sodass du genug Zeit hast es auszuschleichen - und nicht, dass du dann anschließend Probleme kriegst mit Nachschub und Weiterbehandlung.

Ich würde morgens anfangen, so wie padma :) und 0,5mg weglassen und dann mal beobachten.
Wenn dann keine Probleme auftauchen, kannst du eine Woche oder 10 Tage später auch abends 0,5mg weglassen.

Möglicherweise hast du Glück und kommst vergleichsweise glimpflich durch den Entzug; du hast es anscheinend ja nicht wegen Unruhe und Panik verordnet bekommen, sondern gegen Schmerzen.
Was für Schmerzen sollen das eigentlich sein? Benzos wirken überhaupt nicht bei Schmerzen, höchstens (aber auch nicht bewiesen) bei Nervenschmerzen.

Viele Grüße
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Samstag, 16.06.18, 17:05

Hallo all ihr netten Menschen, die mir so schnell geantwortet haben.
Anscheinend hat das Rivotril meine Denkfähigkeit außer Kraft gesetzt - ich habe mich verrechnet!
Ich habe drei Monate lang täglich nur 2x 1,25, also insgesamt 2,5mg am Tag eingenommen. Das hört sich schon besser an, finde ich.
Trotzdem werde ich mich weiter an eure Hinweise halten, z.B. immer um 10% zu reduzieren.
Wenn es euch interessiert, warum ich dieses Mittel genommen habe, könnt ihr ja mal weiterlesen.
Eigentlich weiß kein Mensch, wieso ich diese Schmerzen habe. Ich denke mir, dass sie von vier verschiedenen Zahnbehandlungen mit Zahnschienen kommen, die man wegen angeblicher Kiefergelenksfehlstellung (CMD) machte. Und weil ich die Schmerzen so schön ausgehalten habe (Sch...erziehung), wurden sie chronisch und es half nichts mehr. Der Schmerz zieht sich vom rechten Kiefergelenk den Digastricusmuskel herunter bis zum Kehlkopf, dazu habe (hatte) ich Sehstörungen rechts und einen scheußlichen Geschmack im Mund. Und das den ganzen Tag, bei Stress, im Urlaub, immer.
Alle möglichen Untersuchungen (MRT, CT, Schluckuntersuchung, Röntgen, Ultraschall) und Behandlungen führten zu keinem Ergebnis. Auch zwei Therapien brachten nichts, obwohl mir der Begriff "einen Kloß im Hals haben" durchaus einleuchtet. Nun heißt es atypischer Gesichtsschmerz. Mein Schmerztherapeut ist ein ganz lieber, kompetenter und motivierter Mensch, der sich wirklich Gedanken macht und schon viel ausprobiert hat. Migräne-Gerät, Botox, Schmerzmittelinjektionen, Cannabisspray und einige andere Medikamente. Da ich in den letzten eineinhalb Jahren 20 Kilo zugenomen habe (zu viel gegessen aus Stress und weil dann der Schmerz für einen Moment verschwindet), wollte er mir bisher Amitriptylin ersparen und hat Rivotril versucht, das ja manchmal auch bei chronischen Schmerzen helfen soll. Jedenfalls ging es mir damit zuerst ganz prima, die Sehstörungen sind sogar bis heute weg, aber dann kamen die Schmerzen wieder zurück. Als nächstes will er ein Opiat versuchen. Aber vorher muss ich eben diesen Entzug machen.
Und wenn ich eure Berichte so lese, dann am liebsten im Krankenhaus. Darauf werde ich den Doc auch ansprechen. Ich meditiere seit 12 Jahren, habe inzwischen einen Stresskurs begonnen und hoffe, dass es besser wird, wenn ich nicht mehr arbeite. Aber bis dahin muss mir irgendetwas helfen, lange geht das so nicht mehr.
Lieben Dank
Tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 16.06.18, 17:37

Hallo Tinewe,

auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum.
tinewe hat geschrieben:
Samstag, 16.06.18, 17:05
Und wenn ich eure Berichte so lese, dann am liebsten im Krankenhaus.
Ich möchte dich nicht gerne entmutigen aber die Erfahrungen, die andere Teilnehmer hier mit Benzoentzügen im Krankenhaus gemacht habe, sind zum größten Teil untergrottig.
:evil:
Es wird meist viel zu schnell vorgegangen und damit sind heftige Entzugserscheinungen und Rückfälle vorprogrammiert.

Wenn dein Arzt so kooperativ ist und dir das Tempo für den Entzug überlässt, würde ich an deiner Stelle möglichst langsam zu Hause entziehen.

Entscheiden musst du das aber natürlich selbst.

LG Ute
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von padma » Samstag, 16.06.18, 18:14

hallo Tinewe, :)
Ich habe drei Monate lang täglich nur 2x 1,25, also insgesamt 2,5mg am Tag eingenommen. Das hört sich schon besser an, finde ich.
Das hört sich schon sehr viel besser an, auch wenn es immer noch nicht gerade wenig ist.

Es tut mir leid, dass gegen deine chron. Schmerzen bisher nichts geholfen hat. Das was du beschreibst, hört sich sehr belastend an :hug:
Ich meditiere seit 12 Jahren, habe inzwischen einen Stresskurs begonnen und hoffe, dass es besser wird, wenn ich nicht mehr arbeite.
Das ist ein wirklich guter Ansatz, du meinst vermutlich MBSR oder etwas in der Art?
wollte er mir bisher Amitriptylin ersparen und hat Rivotril versucht, das ja manchmal auch bei chronischen Schmerzen helfen soll.
Das ist eigenartig. Amitriptylin in niedriger Dosierung halte ich bei Schmerzen für das kleinere Übel (wenn es greift) als Rivotril.
Aber vorher muss ich eben diesen Entzug machen.
Und wenn ich eure Berichte so lese, dann am liebsten im Krankenhaus.
Ein stationärer Entzug ist zumeist wirklich nicht notwendig und oft kontraproduktiv.
Du hast sehr gute Chancen, den Entzug zuhause zu schaffen. Du nimmst es nicht so lange, hast keine Angsterkrankung und keine Suchtkomponente. Das sind wirklich sehr gute Voraussetzungen.

Ein Benzoentzug muss nicht so heftig sein, es gibt auch Verläufe, wo es nebenher geht.
Vielleicht magst du mal in den thread von Courage reinlesen, sie hat Diazepam erfolgreich zuhause entzogen und ist ebenfalls Schmerzpatientin.

liebe Grüsse,
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Samstag, 16.06.18, 21:59

Hallo Tinewe,

versuch es erstmal langsam zuhause.

Ängste, Unruhe und Schlafstörungen können im Entzug natürlich auftreten....das muss aber nicht sein.

Vielleicht schaffst du es besser als du glaubst....und je weniger du im Internet darüber liest umso besser erstmal!
Denn damit kann man sich auch verrückt machen
Es ist mit Sicherheit nicht bei jedem so schlimm.

Mach dich nicht schon vorher verrückt, sei nur bedacht und vorsichtig beim reduzieren und nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam.

Ich weiß nicht ob du Tabletten oder Tropfen nimmst.

Mit den Tropfen kannst du auch feiner dosieren.


LG Sunny
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4,5 mg Clonazepam in Klinik bekommen nachdem unverträglichkeit auf verschiedene PPs.

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Unruhige brennende Arme nachts, Mißempfindungen im Gesicht und Körper, Schmerzen, Angst und Unruhe,
Fremdheitsgefühl.

HIN UND HER- GROßER FEHLER

Seitdem körperlich sehr schlecht.

Clonazepam
02.07. 1,6mg - auf 4x am Tag verteilt

- Muskel und Körperschmerzen, Gesicht + Nackenschmerzen, Kopfschmerz, Fremdheitsgefühl, Krampfgefühl, Unruhe, Augenzittern, Angst + Panik,
Schluckbeschwerden, Magen-Darm, Haarausfall.
Elendes Körpergefühl und seltsame Empfindungen.

30.07. 1,4mg auf 4x am Tag verteilt

Symptome gleich,

leichte Besserung morgens, Schlaf schlecht und unruhig.

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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Sonntag, 17.06.18, 13:20

Liebe Sunny,
bisher habe ich nur Tabletten, die ich viertele (also auf 0,15mg). Und weil Wochenende ist, habe ich noch eine Frage an euch. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Wirkungsdauer ziemlich hoch. Morgen muss ich mit dem Auto zur Arbeit fahren (Entzugserscheinungen habe ich bisher nach 4x 1,25mg nicht, hab nur etwas Probleme beim Schlafen gehabt).
Ist es da sinnvoll, die Einnahme-Abstände etwas zu verlängern, sodass ich die Tabletten erst an meiner Arbeitsstelle einnehme?
Ansonsten werde ich einfach so viel reduzieren, wie ich gut aushalten kann. Und zur Not wieder etwas steigern. Und auch zusätzlich mal meinen Hausarzt befragen, der kennt sich auch damit aus. Und deinen Rat befolgen und nicht weiter im Internet recherchieren. Ich bleibe nur in diesem Forum und mehr nicht.
Lieben Dank
Tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Sonntag, 17.06.18, 15:26

Hallo,

Was heißt 4 x 1.25 mg?
Hast du was reduziert?
Eine Viertel Tablette ist 0.125mg ein Tropfen 0.1mg.
Ist vielleicht zum Ende hilfreich.
Aber vielleicht klappt es ja auch so.
LG Sunny
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Seitdem körperlich sehr schlecht.

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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Sonntag, 17.06.18, 15:27

Gelöscht ...doppelt
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tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Dienstag, 19.06.18, 18:54

Inzwischen war ich bei meinem Hausarzt, der mir einen exakten Plan aufgeschrieben hat und die etwas sorglose Art des Schmerzspezialisten damit erklärte, dass ich im Vergleich mit den anderen Schmerzpatienten eher "ein kleines Licht" sei. Für die letzten Tage hat er mir Tropfen verschrieben und mir Mut gemacht hat.
Unangenehme "Erscheinungen" habe ich auch: Gestern habe ich mich um 14.00 Uhr hingelegt und 17 Stunden geschlafen!!! Heute habe ich (kein Wunder) Rückenschmerzen, die sich inzwischen aber wie Nierenschmerzen anfühlen. Ich bin gespannt, was da noch alles auf mich zukommt, bin allerdings beruhigter dank Hausarzt eurer Hinweise.
Mensch mit chronischen Schmerzen an Hals, Kiefer und Kehlkopf, Sehstörungen und Geschmacksstörungen ohne wirkliche Diagnose auf der Suche nach einem wirksamen Medikament
Bisher probiert: Celebrex, Carbamazepin, Lyrica, Duloxetin, Cannabis und
Rivotril:
2 Monate 2 mg täglich, morgens und abends
1 Monat 2,5 mg
Ausschleichen:
1. Woche 2,0 - 1,5 mg täglich
2. Woche 1,5 mg
3. Woche 1,0 mg
4. Woche 0,6
5. Woche 0,6
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Sunny30
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von Sunny30 » Dienstag, 19.06.18, 18:59

Hi,

Wie sieht denn der Plan aus?

Sei froh wenn du solange schlafen kannst.

LG Sunny
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Mai 2017 -
4,5 mg Clonazepam in Klinik bekommen nachdem unverträglichkeit auf verschiedene PPs.

November 2017 - Januar
0,8 mg gehalten - plötzlich gekippt- Wirkverlust- Toleranz.
Unruhige brennende Arme nachts, Mißempfindungen im Gesicht und Körper, Schmerzen, Angst und Unruhe,
Fremdheitsgefühl.

HIN UND HER- GROßER FEHLER

Seitdem körperlich sehr schlecht.

Clonazepam
02.07. 1,6mg - auf 4x am Tag verteilt

- Muskel und Körperschmerzen, Gesicht + Nackenschmerzen, Kopfschmerz, Fremdheitsgefühl, Krampfgefühl, Unruhe, Augenzittern, Angst + Panik,
Schluckbeschwerden, Magen-Darm, Haarausfall.
Elendes Körpergefühl und seltsame Empfindungen.

30.07. 1,4mg auf 4x am Tag verteilt

Symptome gleich,

leichte Besserung morgens, Schlaf schlecht und unruhig.

10.08. - 1,3mg auf 4x am Tag verteilt - wirkt nur noch kurz, manchmal paradox.




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tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Mittwoch, 20.06.18, 23:21

Alle 6 Tage 0,25mg weniger. Selber entscheiden, langsamer zu reduzieren, wenn die Schmerzen zu stark sind. Dann 2x 6 Tage um 0,5mg reduzieren und zum Schluss auf Tropfen umsteigen. Ich könnte den ganzen Tag schlafen und bin richtig erschöpft. Außerdem tut mir eine Niere weh, zuerst dachte ich ja, es wären Rückenschmerzen. Aber es gibt ja Unmengen an Begleiterscheinungen.
LG tinewe
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Re: Rivotril ausschleichen

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.06.18, 19:13

hallo Tinewe, :)
Alle 6 Tage 0,25mg weniger.
du kannst es so versuchen.
Dann 2x 6 Tage um 0,5mg reduzieren
Das verstehe ich nicht. Ich würde bei den 0,25 mg Reduktionen, sofern du damit zurecht kommst, bleiben. Wenn man mit der Dosis weiter runter kommt, sollten die Schritte tendenziell kleiner werden, nicht grösser.

Wichtig ist, dass du in deinem Tempo vorgehst.

Wenn die Nierenschmerzen anhalten, sollte das abgeklärt werden. Es kann entzugsbedingt sein, aber es kann ja auch was anderes sein, z.B.eine aufgestiegene Blasenentzündung. Mit der Niere wäre ich vorsichtig.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: tinewe: Rivotril ausschleichen

Beitrag von tinewe » Freitag, 22.06.18, 22:16

Herzlichen Dank, ich habe mich verschrieben..... jeweils die nächsten 6 Tage wieder um 0,25 verringern, dann mit den Tropfen weitermachen.
Gibt es Erfahrungen, dass die Entzugserscheinungen mit der Zeit schlimmer werden? Ich wünsche mir so, dass es bei meiner Müdigkeit und dem vielen Schlafen bleibt.
Die Nierenschmerzen sind weg und wenn sie nicht wiederkommen, bin ich beruhigt.
Ich habe mich übrigens endlich bei der Deutschen Schmerzliga angemeldet. Am Ort gibt es eine Gruppe "chronische Schmerzen " , wo ich bestimmt auch noch Rat finden kann. Nach all den Untersuchungen, die alle schlimmen Ursachen ausgeschlossen haben, ist mir inzwischen völlig egal, woher die Schmerzen kommen, ich möchte sie nur so gerne loswerden.
LG tinewe
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