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takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

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takan
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takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von takan » Samstag, 16.06.18, 20:40

Nabend,

nach Monaten vom stillen Mitlesen wollte ich mich auch mal anmelden.
Erstmal schreibe ich etwas zu meiner psychiatrischen Karriere.

Sommer 2015
Ausbruch der "Psychose" Symptome, Kreativitätsschub und schlaflose Nächte. Grund jahrelanger Cannabisabusus und Hund eingeschläfert nach 15 Jahren.
Dachte die Katze wird als nächstes eingeschläfert. Viel Schwarztee getrunken und gekifft. Panikattacken -> ab zum krankenhaus -> zwangseinweisung in die Psychiatrie. Es war Freitag am späten Nachmittag. Auf Ärztin gewartet und ihr meine Lebensgeschichte geschildert und ihr gesagt ich nehme keine Medikamente! -> 0,5mg Risperdal angesetzt unter mündlichen Zwang der Pflegern -> Kopf hat gekribbelt wie sonst was -> am nächsten Tag Medikamente komplett abgelehnt.
Montags Oberarztvisite mit Richter
"Hören Sie Stimmen?" Nein -> Beschluss kassiert mit allen möglichen Symptomen, sei es fremd- und Eigengefährdung halluzinationen und Wahnvorstellungen. Weitere verschiedene Medikamente bekommen, Kopf kribbelte Stärker und Stärker als wenn jemand Mineralwasser reingeschüttet hätte.
Nach ein paar Tagen stellte sich Abends beim einschlafen extreme Angst ein. Naja kein wunder auf einer Station mit Alkoholkranken und Schwerverbrechern die ihre Drogentherapie machen. Manch einer Trug richtige Knast Tattoos wie Kreuze auf den Knien und fragte mich über alles mögliche aus.
Nach ein paar Tagen nachdem wieder so ein Typ in mein Zimmer reinkam bin ich zum Arzt und habe ihn meine Angst geschildert -> Resultat Schizophrenie-Station nach ein paar Tagen wartezeit.
Medikation
Diazepam und Pipamperon zum schlafen -> ich war geheilt.
Neue Station -> Risperdal 4mg, wurde auf 6mg erhöht. Nach ein paar Tagen benötigte ich Akiniton gegen die Krämpfe/Steifheit der Medikamente.
Erst durch ein Gespräch mit einer Patienten von einer anderen Station wurde mir erzählt es gibt eine Tagesklinik bei uns in der Stadt von gleichem Träger.
Ab zur Ärztin in der Visite und ihr geschildert, dass ich in die Tagesklinik möchte, im eigenen Bett schläft es sich besser.
Weil Sommer war, waren viele Ärzte im Urlaub oder krank. Resultat -> Jede Woche ein andere Arzt, mal meinte ein Arzt es wäre Schizophrenie mal nicht.
Letzte Woche vor der Verlegung in die Tagesklinik. Oberärztin meinte es käme alles von den Drogen als ich ihr berichte ich hab Starke Gedankenblockaden durchs Medikament. Konnte Kaum mehr klar denken und Abends rasten die Gedanken beim zubett gehen wie noch nie.
Tagesklinik
Oberarzt meinte in den Niederlanden läge die Schizophrenierate bei 1.2% gegenüber Deutschland mit 0.8% (Dabei kiffen die Holländer weniger als die Amerikaner/Deutschen, gerade mal 20% haben einmal ein Joint probiert oder Kiffen länger)
Obwohl Reduziert worden war, stellten sich starke Depressionen ein, es wurde lange diskutiert ob ich ein AD erhalte oder nicht -> Sertralin 50mg wurde angesetzt. Ich war dafür dankbar weil die Traurigkeit Wegging. Auch Akiniton wurde abgesetzt.
Entlassen mit der Diagnose
-depression
-psychotische episode durch cannabinoide
differential diagnose
akute polymoprohe psychotische störung mit symptomen einer schizophrenie.
Mir wurde gesagt, dass ich 1 Jahr lang Risperdal nehmen soll.
Anbindung an die PiA
Ärztin schien für mich inkompetent zu sein.
Ich berichtetet ihr, dass ich keine Gefühle mehr hab mit der Medikamente-Kombo, sie meinte es wäre die Krankheit. Gesagt getan Sertralin nach 2 Monaten abgesetzt->Gefühle kamen wieder. Nach 8 Monaten Risperdal 2mg Kalt abgesetzt und weitergekifft wegen der leichten Reizbarkeit als Absetzsymptom. Absetzpsychose? Fehlanzeige.

Anfang 2017
Ich wollte aufhören zu kiffen, weil ich dachte 10 Jahre Kiffen wären lang genug gewesen. Gedacht und getan. Aufgehört zu Kiffen, einige Wochen gut durchgehalten. Bis ich wieder bock hatte. Waren so 4-6 Wochen nach dem letzten Joint, Bier getrunken und Mörder-Gras geraucht -> erste schlaflose nacht, zweite Schlaflose nacht.
Montags zum Hausarzt Überweisung für Tagesklinik geholt, er wollte gleich ein Krankenwagen rufen, ich habs verneint, weil ich keine lust habe Stationär wieder behandelt zu werden in dem inkompetenten Saftladen. In der Tagesklinik angerufen->Wartezeit 8 Wochen. Gut Psychosen heilen von selbst und hatte ja noch ein wenig Sertralin und Risperdal zuhause. Morgens 50mg Sertralin, Abends 2mg Risperdal. Gedanken wurden irgendwie komisch, paar Tage später bei verschiedenen Kliniken angerufen, weil ich wollte nicht in die Ursprungsklinik zurück.
Flashbacks von Kindheitstraumata kamen, konnte mich Erinnern, das meine ersten sexuellen Erfahrungen ungewollt waren und ich mit Gewalt gefügig gemacht wurde von einem anderem Kind/Pubertären. Mobbing etc.
Die sagten, die seien nicht zuständig und ich sollte die Ursprungsklinik besuchen. Angerufen ob auf der offenen Station noch was frei wäre, sie meinten sie melden sich. Mutter angerufen und meinte sie soll mich zur Klinik fahren.
Nächsten Tag hingefahren auf die Ärztin gewartet, Kaffee getrunken Zigaretten geraucht während ich auf sie gewartet habe.
Folgte der Ärztin, was mir suspekt vorkam, weil es ins Altgebäude ging mit den geschlossenen Stationen. Tür der Station ging auf -> eine Person kam mir entgegen gerannt und ich stand direkt vor der Tür. Da wollte wohl jemand flüchten. Tür festgehalten und ihm eine Backpfeife gegeben und gesagt er soll aufwachen. War plötzlich wie fremdgesteuert, Pfleger meinten ich soll eine Rauchen gehen im Raucherraum, gesagt getan. Geraucht ohne Ende weil die Ärztin nicht kam. Anmerkung, ich war da schon fast eine Woche ohne Schlaf, sehr gereizt und brüllte die an die sollen mir verdammt nochmal irgendein Medikament geben. Es kam zur fixierung. Einige Stunden verbrachte ich fixiert im Bett bevor sie mir überhaupt ein Medikament versucht haben zu geben.
Ein Pfleger kam zu mir ans Bett und brüllte mich an "Nimm das!"
Was kann man in der Situation schon tun? Naja ich wollte ja ein Medikament damit ich wieder pennen Konnte. Nächsten Tag wurde ich zum glück aus der Fixierung gelöst. War wieder klar, keine Reizbarkeit nach dem Schlaf.
Montags kam der Richter, bevor ich einen Arzt überhaupt gesehen habe, bekam ich wieder ein Beschluss für 6 Wochen.
4 Wochen reinste Hölle auf der Station. Komische Leute die einen zugelabert haben, eklige Luft und Herpes bekommen vor Ekel.
Medikation
Benperidol 6mg nach zwei wochen -> 6mg Risperdal
Tavor und Truxal morgens mittags abends. Alles geschluckt, weil man sonst nicht rauskam und alles als Saft serviert wurde. :censored:
den dreimal gesagt das mein prolaktin stark erhöht ist durch risperdal, juckte keinen.
Nach vier Wochen endlich auf der offenen Station. Auch denen zweimal gesagt, das mein Prolaktin stark erhöht ist. Zum Glück war die neue Oberärztin dort im Urlaub (Man erkannte gleich das diese sehr unsympathisch ist und inkompetent). So hatten die Psychologen die Leitung der Station und ich wurde auf Abilify umgestellt.
Das Lustige an der Geschichte ist, ich hab direkt am ersten Tag die Pflegeleitung gefragt, was meine Diagnose ist, sie hat mir das im Computer gezeigt und dort stand Schizophrenie. Direkt am ersten Tag, obwohl solch eine Diagnose frühstens nach einem Monat doch gestellt werden kann?
Naja medikation von 6mg Risperdal-> direkt auf 15mg dann auf 20mg Abilify.

Naja nach der offfenen Station kam ich wieder in die Tagesklinik in der Hoffnung, dass dort die alte Psychiaterin wieder ist mit der ich mich super verstehen konnte und sehr kompetent ist. Leider hat sie gekündigt und arbeitet nun in einer somatischen Klinik.
Die neue "Ärztin" dort war sehr inkompetent und wollt mich gleich auf Lithium/Clozapin und Risperdal, zusätzlich zum Abilify, einstellen. Jedoch intervenierte der alte Oberarzt und meinte, das Medikament muss erstmal wirken und wir warten den verlauf ab. Zusätzlich wollte ich weiter reduzieren und der Oberarzt meinte eine Reduzierung auf 10mg wäre möglich. Ich wurde auf 15mg reduziert und leider war er gegen Ende Krank und die Ärztin wollte nicht weiter reduzieren.
Spaßes halber habe ich auch ein Skid II Interview bezüglich Persönlichkeitstörungen gemacht und die Ärztin meinte, ich leide unter einer kombinierten Persönlichkeitsstörungen (Im Entlassungsbrief standen alle Persönlichkeitstörungen auf die getestet wurden). Beim Hausarzt war ich im nachhinnein den Abschlussbericht zum abgeben. Er las ihn in meiner Gegenwart durch und schüttelte den Kopf und meinte "Kombinierte Persönlichkeitstörunge, dass kann nicht stimmen".

Naja zum Glück kann ich in der PiA zum Oberarzt und dieser reduziert kontinuierlich das NL auf meinen Wunsch hin. Das letzte mal vor Knapp 3 Monaten konnte ich auf 7,5mg reduzieren. Aktuell viertel ich die 15mg Tabletten und bin somit auf 3,75mg. Ich mache das, weil ich sonst 12std lang am Tag schlafe. Ich bezweifel auch stark, dass ich unter Schizophrenie leide.

Ich will auch eine Psychotherapie machen (Verhaltenstherapie wurde mir empfohlen) jedoch bin ich vom Abilify komplett Antriebslos (im Beipackzettel steht auch was von Depressionen drinne) und will diese erst weiter fortführen wenn ich keine Medikamente mehr nehme. Der Therapeut meinte, es kann eine Anpassungstörung sein.

Meine Frage an euch, wie kann ich den Psychiater überzeugen, dass es eine andere Diagnose ist. Ich hab ein wenig gelesen, bei euch im Forum, und manch ein Arzt kann die Diagnose löschen wenn er kooperiert. Wie gehe ich dort am besten vor?
Ich hab mir eine Liste gemacht mit möglichen anderen Diagnosen wie PTBS (Weil ich ganze zeit Flashbacks hatte, länger als einen Monat)
Aus eigen Interesse habe ich auch die Leitlininen des DGPPN mir durchgelesen und ich hab kein Kriterium erfüllt und an die Good Clinical Practice wurde sich auch nicht gehalten, EEG erst auf mehrmalige Nachfrage und MRT wurde nie gemacht. Des weiteren befand ich mich ja noch im Entzug und somit wäre nach den Leitlinien die Diagnose Schizophrenie nicht stellbar. Jedoch habe ich auch gelesen, dass diese Leitlinien leider nicht bindent sind und Ärzte nach gutdünkend frei entscheiden können, welche Diagnostik sie erstellen bzw. wie sie bis zur Diagnose vorgehen.
Wie bekomme ich nun eine gerechte/passende/sinnvolle Diagnose. Ich habe auch bei euch gelesen, dass die Diagnosen bei der Krankenkasse fast unmöglich gelöscht werden kann. Ich würde mich auch persönlich schlau machen in nächster Zeit bei der Krankenkasse.

Eine weiter Frage, wie gehe in der eventuell nächsten Krise damit um, schützt mich noch eine Patientenverfügung? Oder beruft sich die Klinik dann auf ältere Akten und schreibt ihre Gutachten/Unterbringungsbeschlüsse damit?

Mit freundlichen Grüßen
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:52, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name und Wirkstoff im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Diagnose 2015
-Depression
-Psychotische Episode durch Cannabinoide
Differential Diagnose
akute polymoprohe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie.
Diagnose 2017
-Paranoide Schizophrenie
-kombinierte Persönlichkeitstörung
-Psychische Verhaltungstörung durch Cannabionoide: Abhängigkeitsyndrom
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Jamie
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 17.06.18, 7:35

Hallo, :)

die Schizophrenie-Diagnose scheint mir auch arg vorschnell gestellt zu sein.
Diagnosen kannst du vielleicht (es ist nicht gesagt, dass es Aussicht auf Erfolg gibt) nur unter Androhung rechtlicher Mittel und einem immensen Hickhack löschen lassen, wenn die Ärzte nicht kooperieren.

Ich würde viel eher versuchen die Ärzte alle aufzusuchen und mit ihnen zu reden und sie zu bitten, dass sie das revidieren.
Nun ist das bei dir aber sehr schwer, denn du bist von unzähligen Ärzten in unzähligen Einrichtungen "behandelt" worden - ich glaube nicht, dass diese Diagnose noch mal komplett aus dem System verschwindet.

Das Wichtigste ist aber, dass du deinen behandelnden Neurologen / Psychiater und deinen Hausarzt vielleicht überzeugen kannst, denn das sind diejenigen, mit denen du vorrangig zu tun hast.

Ansonsten braucht es dich eigentlich auch nicht so stören, dass das irgendwo steht, denn die Psychose wirst du nicht aus deinen Akten gelöscht bekommen, die war da - und das ist nur unwesentlich weniger heftig als eine Schizophreniediagnose.
Ich kann aber verstehen, dass dir das ein Anliegen ist - ich denke nur realistischerweise, dass das eine Mammutaufgabe ist und wenn du jetzt schon keinen Antrieb für Therapie hast, wie willst du dann Kraft für absolut frustrierende und nervtötende "Überzeugungsversuche" bei bornierten Ärzten aufbringen?

Zu deiner anderen Frage - es gibt psychiatrische Patientenverfügungen, in denen man gewisse Dinge festlegen kann, auch zB welche Medikamente du im Notfall haben willst.
Problem: Sobald du aggressiv auf die anderen wirkst (und das war ja anscheinend so; sogar so ausgeprägt, dass ein Richter kam und du fixierst wurdest) geht man von einem Gefährdungspotential von dir aus (entweder dir selbst oder anderen gegenüber) und dann wird diese Verfügung wohl wertlos sein, denn Eigen- und Fremdgefährdung sind Punkte, da gelten andere Maßstäbe und soweit ich weiß ist dann die Verfügung auch möglicherweise nicht mehr bindend.
Das ist sehr komplexes Terrain.

https://wegweiser-betreuung.de/psychiat ... verfuegung

Viele Grüße
Jamie
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von crazy » Montag, 18.06.18, 5:45

Hallo Takan,

welche Diagnose glaubst du denn, dass du hast? Für die Krankenkasse und eine Therapie brauchst du eine alternative Diagnose.

Als Alternative zur Psychiatrie gibt es in manchen Städten die Soteria. In eine Psychiatrie möchte ich nicht mehr, das sind zum Teil traumatische Erfahrungen.

Das Kiffen würde ich versuchen aufzuhören.

Eine Reduktion von 7,5 auf die Hälfte Abilify ist ein sehr großer Schritt, hier wird 10 % alle 4-6 Wochen empfohlen.

Gruß, crazy
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2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (weiß nicht mehr wieviel), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente
2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch ist auch ein Thema mit 32 und in festen Händen
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens

Arianrhod
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 20.06.18, 12:56

Hallo Takan,

kiffst du noch? Bitte versuch es zu lassen. Du hast ein sensibles ZNS und reagierst darauf mit psychotischen Symptomen , das heisst, solange du mit Drogen zu tun hast, wird sich das immer wiederholen.
Ich habe auch eine Schizophrenie - Diagnose (unter anderem, die restlichen Diagnosen stehen in meiner Signatur). Meine Erfahrung ist, so lange ich Psychopharmaka genommen habe, fragen die Ärzte nach , warum ich sie nehme, und so lange wird man von der Diagnose nicht frei.
Da ich keine Pp mehr nehme und in eine andere Stadt gezogen bin, habe ich mir neue Ärzte gesucht und erwähne die Diagnose nicht mehr.
Da fragt auch keiner nach - solange ich nicht auffällig werde und wieder die Psychiatrie in Anspruch nehme! Eine Psychotherapie hatte ich aber trotzdem, eben nicht wegen Schizo, sondern ich habe eine Traumatherapeutin gesucht, weil ich wissen wollte, ob ich eine PTBS habe.
Die Überweisung kann dir aber auch dein Hausarzt schreiben, dazu braucht es keinen Psychiater.

liebe Grüße Arian
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takan
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von takan » Mittwoch, 20.06.18, 20:47

Ich kiffe jetzt 1 1/2 Jahre nicht mehr. Mich wunderts nur, dass ich nach meiner ersten Episode solange weiterkiffen konnte ohne das ich plötzlich schlaflos war. Naja die Psychose kam erst nach dem aufhören und laut meiner recherche wäre das eine entzugspsychose und keine eigenständige Krankheit.

Ich habe letztens mal wieder gekifft und frage mich ernsthaft was mich 10 Jahre daran lag jeden Tag zu Kiffen. Ich mag das Gefühl nicht mehr. Vielleicht ist dies ein gutes Zeichen und ich habe jetzt genug Erfahrung gemacht und will abstinent leben.

Aus deiner Signatur entnehme ich, dass du unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidest, Asperger wurde ja abgeschafft soweit ich letztens gelesen habe. Vielleicht könnte ich das auch haben. Mir kamen soziale Kontakte als Kind schon sehr merkwürdig/fremd vor.
Da wird mein Zettel länger mit dem ich mein Psychiater belästigen kann. :-)
@Crazy
Alternative Diagnosen wären vielleicht PTBS, Autismus-Spektrum-Störung, Bipolar, anhaltende Wahnhafte-Störung, oder Psychose ohne Symptome einer Schizophrenie - wie gesagt ich habe mir mal die Diagnosekritieren durchgelesen und nach Beispielen gesucht - ich fand nichts was auf mir zutraf damals.
Diagnose 2015
-Depression
-Psychotische Episode durch Cannabinoide
Differential Diagnose
akute polymoprohe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie.
Diagnose 2017
-Paranoide Schizophrenie
-kombinierte Persönlichkeitstörung
-Psychische Verhaltungstörung durch Cannabionoide: Abhängigkeitsyndrom
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 20.06.18, 20:51

Hallo takan,

legst du bitte noch eine Signatur mit den wichtigsten Informationen an.
Hier ist ein Link dazu.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

Danke.

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

takan
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von takan » Mittwoch, 20.06.18, 21:16

Ululu 69 hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 20:51
Hallo takan,

legst du bitte noch eine Signatur mit den wichtigsten Informationen an.
Hier ist ein Link dazu.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

Danke.

LG Ute
ist drinne mit Spoiler der Übersicht wegen.

MfG

edit//
Was ich mich noch Frage, schließen manche Persönlichkeitstörungen nicht paranoide Schizophrenie aus und umgekehrt?
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-Psychotische Episode durch Cannabinoide
Differential Diagnose
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Diagnose 2017
-Paranoide Schizophrenie
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-Psychische Verhaltungstörung durch Cannabionoide: Abhängigkeitsyndrom
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 21.06.18, 15:34

Hallo Takan,
takan hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 20:47
Aus deiner Signatur entnehme ich, dass du unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidest, Asperger wurde ja abgeschafft soweit ich letztens gelesen habe. Vielleicht könnte ich das auch haben. Mir kamen soziale Kontakte als Kind schon sehr merkwürdig/fremd vor.
Da wird mein Zettel länger mit dem ich mein Psychiater belästigen kann.
ich leide nicht drunter - und das ist auch nix für einen Psychiater, denn es ist ja keine Krankheit, dass ich nicht neurotypisch bin :wink:
Wichtig kann es allerdings bei einer Medikamentenverschreibung sein - nicht Neurotypische reagieren da oft ganz komisch drauf , das sollten Ärzte wissen. Und wenn du lieber für dich bist, ist das kein "sozialer Rückzug" , sondern Teil deiner Persönlichkeit.
● Schizophrenie: Wenn ein Mensch als „eigenartig“, „ungewöhnlich“, „sonderbar“
oder gar „verrückt“ auffällt, so ist es nicht verwunderlich, wenn vor allem
Laien ihm die Diagnose „Schizophrenie“ anhängen. Ähnliches gilt sogar
für Ärzte und Psychologen mit wenig psychiatrischen Kenntnissen. .........
......
Beim Asperger-Syndrom..... können diese Patienten auch dekompensieren
und damit in psychose-ähnliche Zustände geraten. Dies vor allem dann,
wenn sie aufgrund (scheinbar) unüberwindbarer äußerer Anforderungen unsicher,
verwirrt und ratlos, vielleicht auch übermäßig angespannt, fast chaotisch
werden. Doch nachdem die sichere Routine des Alltags wiederhergestellt ist,
verschwinden auch diese peinlichen Verwirrtheitszustände und das gewohnte
starre, aber eben für sie auch hilfreiche Verhaltensmuster kehrt zurück.
Um solche Verwirrtheitszustände von psychotischen Symptomen einer Schizophrenie
abgrenzen zu können, nannte man das im englischsprachigen Bereich
„chaotic states“, also Chaos-Zustände.
Quelle http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... perger.pdf
takan hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 20:47
Alternative Diagnosen wären vielleicht PTBS, Autismus-Spektrum-Störung, Bipolar, anhaltende Wahnhafte-Störung, oder Psychose ohne Symptome einer Schizophrenie - wie gesagt ich habe mir mal die Diagnosekritieren durchgelesen und nach Beispielen gesucht - ich fand nichts was auf mir zutraf damals.
Wie gesagt, wenn du die verschiedenen Krankheitsbilder studierst und sagst : "Irgendwie passt das alles nicht wirklich auf mich" , erinnert mich diese systematische Vorgehensweise an meine eigene - und nein, Ärzte sind davon ganz und gar nicht begeistert .... :whistle:
aber ich glaube, DANN IST es auch so,
dass die Diagnose nicht wirklich passt.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von takan » Dienstag, 26.06.18, 15:25

Es ist ärgerlich.
Der Oberarzt von der Tagesklinik der mich in der PiA übernommen hatte, kommt nur noch einmal im Monat und hat bis Dezember keine Termine mehr frei :-(

Das heißt ich muss nun zur einer anderen Psychiaterin in der PiA. Das ärgert mich zutiefst, weil der Oberarzt mit dem Reduzieren bisher immer mitgegangen ist. Warscheinlich würde auch er dem Wunsch des Ausschleichens nachkommen. Mich macht leider Abilify vollkommen Antriebslos. :S

Wie gehe ich bei der neuen Psychiaterin um? Beim letzten mal als ich in der PiA bei einer anderen Psychiaterin war wollte sie lediglich mehr Medikamente geben worauf ich nicht einging... Ärgerlich.
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escargot
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von escargot » Dienstag, 26.06.18, 17:53

Hallo takan,

hatte auch schon häufiger den Fall, dass die Damen und Herren Psychiater mich (wieder) zudröhnen wollten UND mir nicht glaubten, dass ich nicht psychotisch bin!

Aber letzten Endes ist es dein Körper, dein Brain und so lange es keinen Zwangskontext gibt auch deine Entscheidung und das würde ich auch so kommunizieren.

Liebe Grüße
escargot
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02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 2 mg Tavor! (selten)

Täglich :
Olanzapin 0,8 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
800 mg Magnesium
2 X 425 mg Passionsblume
Vitamin B12
....
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01.12. 0,8 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T
Schlafprobleme, Geräuschkulissen

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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von padma » Dienstag, 26.06.18, 17:54

hallo Takan, :)

das ist wirklich schade.

Ich würde möglichst diplomatisch mit der neuen Psychiaterin umgehen. Nicht ihre Kompetenz in Frage stellen und auch nicht allgemein gegen Psychopharmaka argumentieren.

Ich würde auch nicht von einem Absetzwunsch sprechen, sondern, dass du die Dosis nach unten anpassen möchtest.

Auch nicht unbedingt beim ersten Termin das thematisieren, sondern zunächst einen guten Eindruck von dir hinterlassen - vernünftig, klar, kooperativ.

Da du erst im Juni einen sehr grossen Reduktionsschritt gemacht hast, würde ich aktuell sowieso noch nicht weiter reduzieren.

liebe Grüsse,
padma
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takan
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takan : Aripiprazol ausschleichen - Ausgangsdosis 15mg

Beitrag von takan » Mittwoch, 04.07.18, 22:37

Guten Abend,

da ich mich vor ein paar Wochen vorgestellt habe, fange ich mal an mein Absetztagebuch zu führen.
Ausgangsdosis in der Tagerklinik waren 15mg Aripiprazol. Das war Anfang Juli 2017.
Habe direkt ein Praktikum in einer Tischlerei angefangen, weil mein Studium kann ich vergessen nach sovielen Jahren abstinenz. 6 Wochen gearbeitet und schwer geschuftet, Fenster und Türen tragen. Gewicht steigt, obwohl ich mich Körperlich betätigte...
Anfang November bat ich meinen behandelnen Psychiater damals um eine Dosis Reduzierung, weil ich ebend 16std geschlafen habe am Tag. Daraufhin hat er mir ein Rezept für 10mg gegeben.

Nach ein paar Tagen wurde ich nicht ganz mehr so schlimm müde nach der Einnahme von Aripiprazol. Jedoch schlief ich immer noch 12std am Tag und nach 5 Stunden nach der Einnahme musste ich mich ins Bett legen.
Kein Kaffe/Expresso mag mir da verhelfen wach zu bleiben, nur Sodbrennen bekomme ich von dem Zeug wenn ich eine Kanne davon Trinke.
Ein, zwei Tage war ich auch relativ angespannt, ich denke es lag an dem Kaffee Konsum und das ich ein neues, sehr intensives, Computerspiel gespielt habe. Ich vertiefe teilweise dort.
Ein weiterer positiver Aspekt der Reduzierung von 15 auf 10mg ist es, dass die "Scheuklappen" verschwinden und ich endlich mehr von der Umwelt mit bekomme und Abends im Bett meine Gedanken nicht mehr so schnell sind. Endlich merke ich wie dreckig mein Zimmer in einigen Ecken ist und der Antrieb steigert sich. Träume während des Schlafens werden "komisch" und Alptraumhaft. Meine gelesen zu haben, es soll gegen Alpträume "helfen" jedoch nicht bei mir. Zweimal hatte ich dann auch eine Schlafparalyse. Gewicht steigt weiterhin an.

Anfang März war mein Zweiter Termin nach der Klinik in der PIA.
Der Termin war sehr kurz, auf bitte das ich weiter reduzieren will, kam mir der damalige Oberarzt sehr entgegen und ich wurde auf 7,5mg reduziert. Er musste kurz überlegen und schrieb mir 15mg Tabletten mit Bruchkerbe auf. Ich musste mir in der Apotheke dann noch einen Tablettenteiler kaufen.
Endlich wurde ich nicht mehr so stark müde das mir die Augen zuvielen, jedoch bekam ich, nach ca. einer Woche, Wadenkrämpfe abwechselnd in beiden Beinen. Sehr unangenehm. Jedoch war dies auch ein voller Erfolg und ich konnte meinen Schlaf weiter auf Normalität bringen. Nun werde ich etwas müde nach dem Peak der Tablette, jedoch kann ich mit Kaffee/Expresso dagegen ankämpfen. Jedoch verzichtete ich nach einiger Zeit wieder darauf, weil ich Sodbrennen bekomme. Mein Antrieb wurde geringfügig besser.
Träume werden endlich klarer. Schlafparalyse fast nicht vorhanden, das heißt, dass ich die Paralyse abbrechen kann. Ich merke dies während des Einschlafens und kann rechtzeitig entgegen steuern. Werde immer fetter. Wiege jetzt 140KG+ habe beschlossen das ich ausschleichen möchte, weil ich die Pfunde loswerden soll. War beim Risperdal damals genau so. 5-10KG in einem Monat verloren nachdem das Medikament aus dem Körper war.

Anfang Juni
Eigeninitiative und Reduziert auf 3,75mg. Mit dem Tablettenteiler, breche ich die Tabletten nun in 1/4 Stücke. Antrieb wurde etwas stärker und die Müdigkeit nimmt weiterhin ab mit der Reduzierung. Mein Schlaf pendelt sich endlich zwischen 6-8std ein.
Mittlerweile arbeite ich in einem Metallbaubetrieb. Ein Freund hat mich vor einer Woche Spontan gefragt ob ich arbeiten will. Die Chance gleich genutzt und ich arbeitete jetzt täglich 8-9std. Bin teilweise so kaputt vom stehen in der Werkstatt das ich nicht mehr duschen möcht, wenn ich zuhause bin, ich leg mich dann aufs Sofa und schlafe eine Stunde.

Nächste Termin beim Psychiater ist der 31.Juli, jedoch bei einer neuen Ärztin in der PIA, weil der Oberarzt bis Dezember keine Termine mehr frei hatte und nur einmal im Monat kommt. Diese bereitet mir sorgen, weil ich weiterhin ausschleichen möcht und auf 2,5mg diesmal gehen will. Ein Leben ohne Neuroleptika ist so schön. Keine Scheuklappen und Depressionen.

Wie gehe ich weiter vor bei der neuen Ärztin? Wenn ichs Gewicht anspreche, verweißt sie Bestimmt darauf, dass ich meine Ernährung anpassen soll und Sport machen soll? Ich arbeite ja im Handwerk als Aushilfe im Moment und dennoch nehme ich nicht ab, obwohl ich sehr wenig esse, weil es so extremst warm ist. Soll ich den Beipackzettel mitnehmen und darauf verweißen, dass Depressionen/Diabetis/Gewichtszunahme drinne stehen? Ich bezweifel, dass Ärzte überhaupt die Nebenwirkungen kennen von den Medikamenten.
Und wie gehe ich vor, dass meine Diagnose geändert wird? an paranoider Schizophrenie zweifel ich stark, weil ich mir die Diagnosekritieren durchgelesen habe. Anhaltende Warnhafte Störung trifft es eher. Ist ja auch eine Psychose aber (fast) ohne Halluzinationen. Ich hatte ja keine.

Mit freundlichen grüßen
takan
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
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-Psychotische Episode durch Cannabinoide
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akute polymoprohe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie.
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-Paranoide Schizophrenie
-kombinierte Persönlichkeitstörung
-Psychische Verhaltungstörung durch Cannabionoide: Abhängigkeitsyndrom
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takan
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von takan » Mittwoch, 04.07.18, 22:44

Ich habe jetzt ein Absetztagebuch angefangen und Dinge reingeschrieben, die mir aufgefallen sind.

Ich habe auch vor die PIA zu verlassen und mir einen niedergelassen Psychiater zu suchen. Nur ist es schwierig in meiner Umgebung einen zu finden, der keine astronomische Wartezeit hat und ich weiter reduzieren kann.

naja ob ich jetzt auf 5mg erhöhe und dann nach 1-2 Monaten auf 2.5mg finde ich "vernachlässigbar" ich hatte ja schonmal 2mg Risperdal kalt abgesetzt ohne Reboundpsychose. War nur für einen Tag leicht Reizbar.
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 04.07.18, 22:53

Hallo takan,

bitte schreib nur in einem Thread, dann bleibt Deine Geschichte zusammen und das Forum ist übersichtlicher. Ich hab Deine Beiträge jetzt zusammen gelegt.

Falls der Titel noch angepasst werden soll, kannst Du das gerne hier schreiben.

Viele Grüße Gwen
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von escargot » Donnerstag, 05.07.18, 9:14

Hallo takan!

Ich habe mich auch lange lange gegen meine Diagnose gewehrt und es hieß immer und überall dann direkt "nicht krankheitseinsichtig".

Gerade wenn man doch mal wieder stationär ist, kann einem das je nach Diagnose schnell zum Verhängnis werden. Letztlich lebe ich gerade besser damit den Arzt gewechselt zu haben und eine zumindest etwas seichtere Diagnose bekommen zu haben.

Aber was zählt ist meines Erachtens nach nicht irgendeine Diagnose sondern vielmehr die entsprechende Behandlung!

Habe erst kürzlich gelesen, dass der ICD sowieso bald angepasst werden soll. Auch wird eine Abschaffung der Diagnose Schizophrenie in Erwägung gezogen. Aber so Mühlen mahlen nunmal langsam.

Was uns bleibt : Das beste draus machen und freie Arztwahl nutzen!

Alles Liebe Dir!
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....
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 05.07.18, 17:50

Hallo Takan

ich lese gerade diesen thread und trotz der Probleme .....der Ausdruck " upgrade auf Schizophrenie" ist genial :D

liebe Grüße Arianrhod
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von padma » Donnerstag, 05.07.18, 19:04

hallo Takan, :)

Klasse, wie es sich bei dir entwickelt hat. :D
Wie gehe ich weiter vor bei der neuen Ärztin? Wenn ichs Gewicht anspreche, verweißt sie Bestimmt darauf, dass ich meine Ernährung anpassen soll und Sport machen soll? Ich arbeite ja im Handwerk als Aushilfe im Moment und dennoch nehme ich nicht ab, obwohl ich sehr wenig esse, weil es so extremst warm ist. Soll ich den Beipackzettel mitnehmen und darauf verweißen, dass Depressionen/Diabetis/Gewichtszunahme drinne stehen?
Ja, das kann gut sein, dass sie das Gewicht nicht als Begründung aktzeptiert :( . Oder dir ein anderes NL vorschlägt, das angeblich nicht diese NW hat :frust:
Ich würde eher sowas sagen, dass du merkst, wieviel besser es dir mit einer niedrigen Dosis geht, dass du psychisch sehr stabil bist, sogar arbeiten kannst und du nun schrittweise weiter reduzieren möchtest.

Und dass du auf ihre Unterstüzung hoffst.

Du hast sehr zügig reduziert, ich würde mindestens 8 Wochen auf der Dosis bleiben. Bzw. wenn Entzugssymptome auftreten sollten, etwas höher gehen.

Die weiteren Reduktionen würde ich deutlich kleiner nehmen, wirklich nur 10 % Schritte.
Dieses extreme Schlafen ist nun ja vorbei. Mit dem Gewicht ist natürlich ein Problem, da brauchst du noch Geduld.
ich hatte ja schonmal 2mg Risperdal kalt abgesetzt ohne Reboundpsychose. War nur für einen Tag leicht Reizbar.
Das könnte diesmal anders sein. Erfahrungsgemäss reagiert das ZNS zunehmend empfindlicher, je häufiger man absetzt.

liebe Grüsse,
padma
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Arianrhod
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Schlemihl
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Re: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie

Beitrag von Schlemihl » Freitag, 06.07.18, 0:45

takan hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 20:47
Asperger wurde ja abgeschafft soweit ich letztens gelesen habe. Vielleicht könnte ich das auch haben. Mir kamen soziale Kontakte als Kind schon sehr merkwürdig/fremd vor.
Da wird mein Zettel länger mit dem ich mein Psychiater belästigen kann. :-)
Hallo Takan,
dieser Hinweis auf Deine Vermutung, dass Du vielleicht irgendeine Form von Autismus haben könntest, der weist aus meiner Sicht sehr stark darauf hin, dass Du unter einer Schizophrenie, in irgendeiner Form, leidest. Der Unterschied zwischen einem Schizophrenen und einem Autisten ist nämlich der, dass Autisten von Geburt an auf sich zurückgezogen sind, während Schizophrene sich "freiwillig" auf sich zurückziehen. Gerade der Arzt Asperger hat das damals untersucht. Eugen Bleuler prägte den Begriff "Autismus" im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zur Schizophrenie.

Ich habe selbst die Diagnose schizoaffektive Psychose und kann Dir nur sagen, dass mir Deine Geschichte, wenn auch nicht im Zusammenhang mit Cannabis-Konsum, vertraut vorkommt. Es ist sicher richtig, frühzeitig auch die Neuroleptika wieder abzusetzen, aber setze Dich dabei nicht unter Druck.
Deine Ärzte sind Deinem Wunsch, die Neuroleptika wieder abzusetzen, sehr positiv gegenüber eingestellt. Das finde ich gut. Eine Verhaltenstherapie kannst Du auch mit der Diagnose Schizophrenie bekommen.

Viele Grüße
Schlemihl
Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
---
ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
ab 4.8.2018 4,25 mg Flupentixol
ab 12.11.2018 4 mg Flupentixol

Arianrhod
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 06.07.18, 13:30

Hallo Schlemihl,
Schlemihl hat geschrieben:
Freitag, 06.07.18, 0:45
dieser Hinweis auf Deine Vermutung, dass Du vielleicht irgendeine Form von Autismus haben könntest, der weist aus meiner Sicht sehr stark darauf hin, dass Du unter einer Schizophrenie, in irgendeiner Form, leidest.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz.

liebe Grüße Arian
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Schlemihl
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Re: takan: Drogeninduzierte Psychose bekam Upgrade auf Schizophrenie (Aripiprazol)

Beitrag von Schlemihl » Freitag, 06.07.18, 22:43

Arianrhod hat geschrieben:
Freitag, 06.07.18, 13:30
Hallo Schlemihl,
Schlemihl hat geschrieben:
Freitag, 06.07.18, 0:45
dieser Hinweis auf Deine Vermutung, dass Du vielleicht irgendeine Form von Autismus haben könntest, der weist aus meiner Sicht sehr stark darauf hin, dass Du unter einer Schizophrenie, in irgendeiner Form, leidest.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz.

liebe Grüße Arian
Hallo Arian,
ich hatte den Satz in meinem vorigen Beitrag erläutert.
Viele Grüße
Schlemihl.
Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
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Sonstiges: HCT 25
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falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
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ab 12.11.2018 4 mg Flupentixol

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